Dienstag, 22. Oktober 2019

Exklusive Weihnachtsaktion

Wir haben nichts zu verschenken – und tun’s trotzdem

Wir verlosen attraktive WerbeplĂ€tze – ohne Risiko fĂŒr Neukunden.

 

Rhein-Neckar, 11. Dezember 2010. (red) Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler können aktuell bei uns Werbeleistungen in Höhe von 7.700 Euro gewinnen. Ohne jegliche Verpflichtung. Unsere Aktion richtet sich an alle Neukunden, die vorwĂ€rts denken und realisieren, dass ĂŒberteuerte Print-Werbung der Vergangenheit angehört und Online-Werbung die Zukunft ist. Wir bieten eine hohe Aufmerksamkeit durch eine fundierte und kritische Berichterstattung. DafĂŒr werden wir von unseren Leserinnen und Lesern geschĂ€tzt. Die Aufmerksamkeit erarbeiten wir uns hart mit klassischem Journalismus. Unsere Werbekunden profitieren davon – denn heutzutage muss sich jeder der Kritik der Öffentlichkeit stellen und wo kann man das besser als bei einem konstruktiv-kritischen Online-Medium?

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (46), GrĂŒnder und Chefredakeur der Rheinneckarblogs. Foto: sap

Wir bieten aktuell eine Verlosung an, die sich an Neukunden richtet. Die Regeln sind ganz einfach. Sie schicken uns eine Email, gewinnen mit etwas GlĂŒck einen unserer Preise und profitieren von unserem Werbeumfeld. Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. (Hier sehen Sie die Werbeleistungen, die Sie gewinnen können und wie Sie an der Verlosung teilnehmen.) Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten. Es gibt kein Risiko fĂŒr Sie. DafĂŒr haben Sie die Möglichkeit, unverbindlich unsere Werbemöglichkeiten zu testen.

Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie bis zum Ende weiter.

GlaubwĂŒrdigkeit ist Trumpf

Wir bieten dieses „Spiel“ an, weil wir ĂŒberzeugt sind, dass Sie als Gewinner weiter mit „uns spielen wollen“. Wer ist „uns“? Wir sind eine unabhĂ€ngige, journalistische Redaktion, die sich der Information der Öffentlichkeit verschrieben hat. Wir berichten kritisch. Wir informieren aktuell. Wir sind ehrlich.

Das unterscheidet uns in erheblichem Maß von den „etablierten Medien“, die seit Jahren mehr und mehr an GlaubwĂŒrdigkeit verlieren. Am dramatischsten lĂ€sst sich dieser GlaubwĂŒrdigkeitsverlsut bei den Zeitungen erkennen. Die Auflagen sinken und sinken. Die WerbeumsĂ€tze noch drastischer, weil die Preise unverschĂ€mt sind und die „Werbeleistung“ auch nicht im Ansatz erbracht wird. Zudem wird hĂ€ufig tendenziös berichtet.

Im Vergleich zu den Zeitungen, zum Radio und zum Fernsehen sind unsere Blogs, so nennen wir unsere Vor-Ort-Onlinezeitungen, noch relativ klein. Aber im Unterschied zu den anderen Medien verlieren wir keine Reichweite, sondern gewinnen dazu.

Engagierter Journalismus

Wir sind ein kleines Team von rund zehn Journalisten, die mit viel Herzblut und großer Überzeugung fĂŒr die demokratische Aufgabe ihren Job machen. Wir werden von sehr vielen BĂŒgerinnen und BĂŒrgern unterstĂŒtzt, die uns mit Informationen beliefern. Diese Quellen und ihre BedĂŒrfnisse nehmen wir ernst. Ebenso unsere Anzeigenkunden und ihre WĂŒnsche. Dabei halten wir uns allerdings strikt an das Gebot der Trennung von Redaktion und Vermarktung.

Denn wir sind ĂŒberzeugt davon, dass unsere Anzeigenkunden in erheblichem Maß von dieser Trennung und der damit verbundenen GlaubwĂŒrdigkeit profitieren. SelbstverstĂ€ndlich sind unsere Werbekunden fĂŒr uns erste Ansprechpartner: Ob es um Finanzen geht, um Hochzeiten, um Bauangelegenheiten, ums Auto, um Bildung, um Freizeit oder Sport oder Demografie. Unsere Kunden sind Experten, auf die wir gerne in unserer Berichterstattung zurĂŒckgreifen – aber trotzdem Quellen wie jede andere auch. Und wenn bei einem Kunden etwas schief lĂ€uft, werden wir auch hier wie gewohnt kritisch berichten. DafĂŒr gab es schon einige Beispiele und bis auf das Logistikunternehmen Pfenning hat keiner der Kunden  uns das bislang ĂŒbel genommen, was fĂŒr die große SouverĂ€nitĂ€t unserer Werbepartner spricht.

Bei „etablierten Medien“ ist das erkennbar anders. Über „gute Kunden“ wird nur Gutes berichtet. Kritik findet nicht statt. Damit beschĂ€digen „traditionelle“ Medien seit Jahren ihre GlaubwĂŒrdigkeit und die ihrer Kunden gleich mit.

Informationsorientierte Leserinnen und Leser

Unser Leserinnen und Leser sind ĂŒberwiegend zwischen 25 und 50 Jahren alt, sehr interessiert am lokalen Geschehen, an Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir erreichen im Gegensatz zu Tageszeitungen auch Leser unter 25 Jahren, die selbstverstĂ€ndlich elektronische Medien benutzen. Und wir freuen uns, dass immer mehr Ü50-Leser sich aktiv im Netz informieren.

Unsere Nachrichtenangebote machen immer wieder auch ĂŒberregional Schlagzeilen. Wir bieten Dokumentationen, investigative Stories, hintergrĂŒndige Berichte und Service-Informationen fĂŒr die Bevölkerung vor Ort. Unser lokaljournalistisches Konzept ist Vorbild fĂŒr eine Reihe von anderen Lokalmedien, die in den vergangenen zwei Jahren ĂŒberall in Deutschland entstanden sind.

Wir finanzieren uns ausschließlich ĂŒber Werbeeinnahmen. Unsere Kunden sehen wir deshalb als Partner – denn sie unterstĂŒtzen und stĂŒtzen unsere journalistische Arbeit. Von unserem sehr guten Image profitieren die Partner natĂŒrlich ebenfalls. Wenn Sie sich vorstellen können, Werbepartner bei uns zu werden, freuen wir uns sehr und beraten Sie unverbindlich. Wir bieten mehr als nur die Schaltung von Anzeigen – wir beraten Sie umfassend zu klassischer Image- oder Aktionswerbung und zu Social Media-Kampagnen. Unsere Preise sind fair und passen zu Kleinunternehmern, Dienstleistern bis hin zu großen Firmen aus dem Mittelstand. Unsere renommierten Werbepartner schĂ€tzen unser qualitativ hochwertiges Werbeumfeld bereits.

Probieren Sie es einfach aus. 🙂

Wenn Sie an der Aktion teilnehmen möchten, klicken Sie bitte auf den Link.

Wenn Sie uns direkt erreichen möchten, wÀhlen Sie 0621/ 437 458 30 oder schicken eine email an anzeigen (at) rheinneckarblog.de

Ihr

Altstadt und Verkehr: Die falsche Debatte

„Der letzte wirft den SchlĂŒssel in den Neckar“

Ladenburg, 26. Juni 2012. (red/pro) Rund 90 interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fanden gestern den Weg in den Domhof, um mit BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und Interessenvertretern ĂŒber ein Jahr „unechte Einbahnstraße“ zu diskutieren. Das ist die falsche Debatte – denn sie fĂŒhrt zu nichts.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es geht nicht um die Frage, ob man eine FußgĂ€ngerzone will, alles wie es vorher war oder die jetzige Lösung der „unechten Einbahnstraße“ fortfĂŒhrt. Es kann nur um die Frage gehen – was aus Ladenburg und seiner historischen Innenstadt werden soll.

Außergewöhnliches Flair

Hardy Prothmann ist Chefredakteur von Ladenburgblog.de und blickt mit Sorge auf die Entwicklungen.

Ladenburg ist eine bislang sehr lebendige Stadt mit einem außergewöhnlichen Flair – dieses besteht aus der Mischung vieler Angebote: Der historischen Altstadt als Attraktion fĂŒr Touristen und AusflĂŒgler, Gastronomie, Einzelhandel, Gewerbe, Dienstleister, aktive Vereine und Festen. Die Menschen kommen gerne nach Ladenburg, bringen Geld in die Stadt, beleben sie und sie nutzen dazu ĂŒberwiegend das Auto.

Eine FußgĂ€ngerzone wĂŒrde der Gastronomie, dem Handel und den Dienstleistern ĂŒberwiegend innerhalb von wenigen Jahren den Garaus machen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das nĂ€chste Opfer wĂ€re der Tourismus – kein Platz zum Innehalten und sich zu verpflegen, keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Souvenirs, heißt keine Touristen und AusflĂŒgler. Gastronomie kaputt, Handel kaputt, heißt Dienstleister kaputt.

Tote Konsequenzen

Gastronomie, Handel, Dienstleister, Touristen weg, heißt in der Konsequenz, dass die Innenstadt tot wĂ€re. Kein Verkehr, kein GeschĂ€ftsbetrieb, keine AuswĂ€rtigen. Ladenburg wĂ€re ein Museum ohne Besucher.

Und ohne jede Verkehrsmaßnahme ist Ladenburg jetzt schon auf diesem Weg – das zeigen die Schließungen der LĂ€den und die abnehmenden Verkehrszahlen – auch ohne jede „unechte Einbahnstraße“.

Und mit jedem Laden, der schließt, wĂ€chst die Gefahr fĂŒr andere, dass es ihnen bald ebenso geht. Denn je geringer das Angebot, desto geringer wird die Nachfrage.

Widerstand ist gefragt

Die Stadt Ladenburg wĂ€re sehr gut beraten, wenn sie sich nicht von sogenannten „Pressure-Groups“ unter Druck setzen lassen wĂŒrde, sondern selbst handelt. Mit einem aktiven und kreativen Stadtmarketing.

Das wĂŒrde Leute wie den Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck ausschalten, dem ich unterstelle, nur aus wahltaktischen GrĂŒnden immer wieder die Verkehrsdebatte zu fĂŒhren. (Wo war der eigentlich?)

Das wĂŒrde einzelne Mitglieder des Bunds der SelbstĂ€ndingen ausschalten, die vorgeben, die HĂ€ndler zu vertreten und doch nur ihr eigenes SĂŒppchen kochen.

Das wĂŒrde die ausschalten, die eigentlich nur grundsĂ€tzlich nörgeln wollen und vor allem gegen den BĂŒrgermeister.

Alle genannten sind zwar laut und werden gerne von den lokalen Zeitungen fĂŒr Pseudo-Aufreger instrumentalisiert – aber sie sind nur kleine Gruppen, die nicht die Meinung und die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung wiedergeben. Und die alten lokalen Medien sind mit ihrer „Schönschreiberei“ sehr wesentlich fĂŒr viele Probleme verantwortlich.

Lösungswege gegen Ausweglosigkeit

Ein aktives Stadtmarketing wĂŒrde auch diese „Groups“ hören, sich aber nicht unter „Pressure“ bringen lassen. Sondern Konzepte und Lösungen entwickeln, die der Stadt ingesamt dienen. Ein erster Ansatz wĂ€re eine „gescheites Parkleitsystem“. Wer von außen kommt, findet die oft versteckten Parkmöglichkeiten nicht und fĂ€hrt eben in die Innenstadt.

Klagen gegen Feste wie die von Anwohnern des Marktplatzes sind in unserem Rechtsstaat grundsĂ€tzlich möglich. Aber sind sie richtig? Muss man so kompromisslos das Einzelwohl ĂŒber das Gemeinwohl stellen? HĂ€tte hier ein Marketing mit flexiblen Möglichkeiten nicht die Katastrophe (und das ist es) verhindern können? Und ist nicht auch die Verkehrsdebatte eine, die von wenigen ĂŒber viele gefĂŒhrt wird?

Kann man das GefĂŒhl von wenigen, die „ihre absolute Ruhe haben wollen“ nicht in ein GefĂŒhl von „wir schĂ€tzen es, dass hier was los ist“ wandeln?

„Ladenburg tafelt“ könnte zu einer herausragenden Veranstaltung werden – aber nur, wenn man das endlich professionell statt klĂ€glich organisiert und den Egoisten klar macht, dass sie alleine nichts reißen.

Das Drama des dieses Jahr aus „OrganisationsgrĂŒnden“ ausgefallenen Ballon-Festivals hĂ€tte es nicht gegeben. Das ein solches Ballon-Festival erfolgreich ist, seit die Historie in Ladenburg und die WeiterfĂŒhrung im Mannheimer Luisenpark. In Ladenburg zeigt der Ausfall nur, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht.

Ein aktives Marketing könnte vermutlich verhindern, dass Sauf-Parties von Jugendlichen den Ruf der Stadt schĂ€digen. Und im Gegenteil dafĂŒr sorgen, die VorzĂŒge deutlich herauszustellen.

Tot oder lebendig – das ist die Frage

Ein nĂ€chster Ansatz wĂ€re, den GeschĂ€ftsleuten klar zu machen, dass es 5 vor 12 Uhr ist. Wer nur an sich denkt und nicht in einer Gemeinschaft der „gemeinsamen Innenwirtschaft“ wird einer nach dem anderen das Licht ausmachen können mĂŒssen. Der letzte schließt dann die zweitĂ€lteste Stadt Deutschland als totes Museums ab und wirft den SchlĂŒssel in den Neckar.

Dann herrscht Ruhe. Friedhofsruhe.

Bebauungsplan Altwasser: „Doch keine unendliche Geschichte.“

//

Die Nabelschnur Ladenburgs: Das Industriegebiet Altwasser. Bild: local4u

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juli 2011. (red) In der heutigen Sitzung wurden nochmals Stellungnahmen und Behandlungen zum Bebauungsplan „Altwasser“ vorgestellt, der immerhin seit 1975 nicht fertig gestellt worden ist. Der Gemeinderat beschloss ohne nennenswerte öffentliche Beratung heute einstimmig den Bebauungsplan, der mit seiner Veröffentlichung zum Ortsrecht wird.

„Es ist die Nabelschnur, an der wir hĂ€ngen“, sagte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler zum Beginn der Behandlung von TOP4 „Bebauungsplan 9.1 Altwasser“. „Wenn diese Firmen prosperieren, geht es uns gut.“

Der BĂŒrgermeister verwies auf viele Gutachten, juristische Beratungen und die Schwierigkeiten, das 1975 (sic!) begonnene Verfahren nun abzuschließen. Stadtbaumeister André Rehmsmeier verwies darauf, dass die Unterlagen den Vorlagen vom 13. April 2011 entsprechen und in Form gebracht worden sind.

Das Industriegebiet Altwasser. Quelle: Stadt Ladenburg

TatsĂ€chlich gab es gleich zu Beginn der Beratung die Feststellung, dass eine Seite der Zusammenfassung fehlt und die Behandlung der Stellungnahmen unvollstĂ€ndig seien. BĂŒrgermeister Ziegler verwies auf den Versand von CDs zum Technischen Ausschuss im April (unsere Redaktion hat keine CD erhalten). Keiner der StadtrĂ€te protestierte.

Ute Mitschang, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des PlanungsbĂŒros, referierte die Stellungnahmen und die Lösungen – allerdings war es kaum möglich, ihr zu folgen, da die Dame sehr „nuschelig“ vorgetragen hat. Irgendwann bat auch Stadrat Wolfgang Luppe (FDP): „Könnten Sie vielleicht das Mikrofon nĂ€her ranziehen?“ – was aber nur eine leichte „Verbesserung“ darstellte.

Der BĂŒrgermeister informierte, dass alle nötigen AusgleichsflĂ€chen nun im Besitz der Stadt seien.

Stadtrat Steffen Salinger (SPD) erkundigte sich ĂŒber die „Interimsnutzung“ der Zufahrt von der L597: „Wer trĂ€gt denn die Kosten, wenn das umgebaut werden muss? Diese Zufahrt ist doch nur fĂŒr die Betriebe. Wenn wir wollen, dass das Gewerbe prospiert, wird auch der Verkehr zunehmen. Gibt es keine Möglichkeit, die Betriebe daran zu beteiligen?“

Stadtrat Salinger erkundigte sich nach den Ausbaukosten fĂŒr die "Interimszufahrt" von der L597 zum Industriegebiet Altwasser. Wenn der Verkehr zunimmt, muss hier ausgebaut werden - hier drohen der Stadt in Zukunft enorme Kosten, an denen sich die Industrie nicht beteiligen wird.

 

Stadtbaumeister Rehmsmeier sagte: „Es kommt darauf an, wer BaurechtstrĂ€ger ist und das sind wir.“ BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Die Betriebe waren nicht bereit mit uns einen StĂ€dtebaulichen Vertrag in dieser Richtung zu schließen. Auch bei den Planungskosten sind wir zustĂ€ndig.“

Stadtrat Salinger erkundigte sich weiter zum LĂ€rmschutz und einem „stĂ€dtebaulichen Vertrag“ der Stadt mit der BK Giulini GmbH, der offensichtlich dem Gemeinderat unbekannt ist. Nach Auskunft des BĂŒrgermeisters enthĂ€lt der Vertrag eine Selbstverpflichtung des Unternehmens, LĂ€rmreduzierungen vorzunehmen, um auf der anderen Seite erweitern zu können.

Eine weitere Diskussion fand nicht statt.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass Stellungnahmen und Erwiderung der Verwaltung zur Kenntnis genommen wurden. Der Bebauungsplan „9.1 Altwasser“ wurde als Satzung beschlossen.

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Damit beschließen wir eine langjĂ€hrige Geschichte.“ Die dauerte immerhin 36 Jahre.

Festwochenende: Polizeirevier Ladenburg im Großeinsatz


Der BdS lÀdt am Wochenende zu "Ladenburg bewegt" ein. Bild: ladenburgblog.de

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg/Seckenheim, 24. Juni 2011. Am Wochenende wird das Polizeirevier Ladenburg viel zu tun haben – in Heddesheim und Seckenheim ist Straßenfest, Ladenburg wird vom BdS „bewegt“ und „tafelt“. Die Polizei appelliert an die Vernuft – vor allem der Straßenfestbesucher. FĂŒr Ladenburg sieht man die Einsatzlage „entspannt“.

Von Hardy Prothmann

Reinhold Dionysius ist entspannt: „Ich gehe davon aus, dass sich unser Konzept bewĂ€hrt“, sagt der Leiter des Heddesheimer Polizeipostens. Eigentlich ist der Posten mit drei Personen besetzt: „Vor allem am Samstagabend sind wir doch ein paar mehr – wie viele kann ich aus einsatztaktischen GrĂŒnden nicht sagen“, erklĂ€rt Dionysius, der den Einsatz leiten wird.

Wenn das Straßenfest am Vormittag startet, wird der Polizeihauptkommissar alleine „prĂ€sent“ sein. Am spĂ€teren Nachmittag kommen Kollegen aus Ladenburg und Mannheim dazu: „Dann werden die Kollegen in Teams das Straßenfest bestreifen. Wir zeigen PrĂ€senz, aber zurĂŒckhaltend, die Leute wollen und sollen ja feiern können.“

Alkohol bei Jugendlichen im Blick

Trotzdem wird die Polizei ein sehr wachsames Auge auf den Alkoholkonsum haben: „Eins ist klar: In Sachen ĂŒbermĂ€ĂŸigem Alkoholgenuss, vor allem bei Jugendlichen werden wir sehr genau hinschauen.“

Und auch die Standbetreiber sind im Blick: „Wir haben in der Vorbereitung sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die Betreiber angehalten sind, stark alkoholisierten Personen keine weiteren alkoholhaltigen GetrĂ€nke auszuschenken und sehr genau darauf zu achten, was an Jugendliche ausgeschenkt wird.“ Der umgĂ€ngliche Polizist will trotz aller Freundlichkeit keinen Zweifel lassen: „Sollten wir VerstĂ¶ĂŸe feststellen, ergreifen wird geeignete Maßnahmen.“

PrÀventiv und deeskalierend

Aus Sicht der Polizei will diese das Straßenfest nur begleiten: „Unser Ansatz ist prĂ€ventiv und deeskalierend. Wir suchen das GesprĂ€ch, klĂ€ren auf, werden aber auch AlkoholgetrĂ€nke abnehmen, wenn diese nicht zum Alter der Jugendlichen passen.“ Und wenn nun ein 18-jĂ€hriger beispielsweise Schnaps „besitzt“? „Das hĂ€ngt vom Einzelfall ab – klar darf der VolljĂ€hrige den Schnaps haben und trinken. Wenn wir allerdings den Eindruck haben, dass jemand solche GetrĂ€nke an MinderjĂ€hrige weitergibt, werden wir das unterbinden.“

Das Straßenfest Heddesheim 2010 verlief friedlich - so soll es auch dieses Jahr sein.

Rucksackkontrollen können auch stattfinden, „aber nur im Verdachtsfall“. Wer negativ auffĂ€llt, riskiert einen Platzverweis. „Insgesamt hoffen wir auf ein vernĂŒnftiges Verhalten der Festteilnehmer, dann mischen wir uns auch nicht ein“, sagt Dionysius. „Als Privatmann kann ich jeden verstehen, der gerne feiern möchte und habe gar nichts dagegen. Als Polizeibeamter habe ich die öffentliche Ordnung und den Schutz aller GĂ€ste im Blick. ÜbermĂ€ĂŸiger Alkoholgenuss ist leider oft Ursache fĂŒr SachbeschĂ€digungen oder Gewalt. Ich appelliere daher an die Vernunft jedes einzelnen, auf sich und seine Freunde zu achten und an die Vereine, verantwortungsvoll zu handeln.“

AuswÀrtige GÀste?

Ein weiteres „Problem“ ist identifiziert. In KĂ€fertal entfĂ€llt eine Veranstaltung. FĂŒr Heddesheim und Seckenheim rechnet die Polizei deshalb eventuell mit zusĂ€tzlichen GĂ€sten „von außerhalb“ – in der Vergangenheit hat es dabei mĂ€chtig Ärger gegeben: „Wir haben das im Blick, sind darauf eingestellt und werden frĂŒhzeitig reagieren“, sagt Michael Frank, Leiter des Seckenheimer Postens.

In Seckenheim wird mehr oder weniger dasselbe Konzept wie in Heddesheim zum Tragen kommen.

Alkohol-Scouts in Seckenheim

Allerdings setzt man hier von kommunaler Seite und durch die Vereine selbst auf zusĂ€tzliche PrĂ€vention. „Alkohol-Scouts“, ehrenamtliche Mitarbeiter „bestreifen“ zusĂ€tzlich das Fest und sprechen vor allem Jugendliche gezielt an. Instruiert werden die Helfer durch Roland Matzke von der KriminalprĂ€vention und der Sucht-Expertin Astrid Zapf-Freudenberg, die weiß, dass solche Ansprachen nicht jeden Missbrauch verhindern können, aber eine deutliche Reduzierung herbeifĂŒhren. (Lesen Sie dazu unter Interview mit Astrid Zapf-Freudenberg: Das Thema Alkoholmissbrauch wird immer jĂŒnger.)

Besonders aufmerksam wird die Polizei ab 22:00 Uhr werden: „Es wird dunkel, es wurde schon getrunken, da werden wir besonders achtsam sein mĂŒssen“, sagt Reinhold Dionysius, der damit rechnet, dass „wir eventuell bis 03:00 Uhr im Einsatz sein werden“. Das Fest geht offiziell zwar nur bis um 01:00 Uhr, „aber bis sich alles verlaufen hat und wir mit Kehraus fertig sind, dauert das erfahrungsgemĂ€ĂŸ noch etwas.“

Entspannte Lage in Ladenburg

FĂŒr Ladenburg sieht Revierleiter Frank Hartmannsgruber eine entspannte Lage: „Das Publikum wird deutlich Ă€lter sein als bei den Straßenfesten und wir rechnen nicht damit, dass wir hier groß gefordert werden.“

Der Bund der SelbstĂ€ndigen prĂ€sentiert 40 teilnehmende Betriebe mit „Ladenburg bewegt“ und die Gestronomen laden zu „Ladenburg tafelt“ ein – am Abend wird es auf dem Marktplatz zwar auch Live-Musik geben und damit Partystimmung aufkommen, aber ganz entspannt: „Vergangenes Jahr hatten wir eine fast karibische AtmosphĂ€re auf dem Marktplatz mit einem „lauen LĂŒftchen“, toller Musik und ganz entspannten GĂ€sten – da freu ich mich schon wieder drauf“, sagt Andreas Knoth, Betreiber des Kaffeehaus Ladenburg.

Der Polizeirat Hartmannsgruber, der seit Oktober 2009 das Revier in Ladenburg leitet, war seitdem fast immer bei Großveranstaltungen prĂ€sent, um sein Revier kennenzulernen – und um sein FĂŒhrungskonzept umzusetzen. Er ist mit der Arbeit seiner Beamten sehr zufrieden und nimmt sich deshalb frei: „Meine Kollegen Dionysius und Frank sind erfahrene Polizisten und ich weiß die EinsĂ€tze in guten HĂ€nden.“

Ladenburg hat viele Probleme – eins sind Leute, die nicht denken, bevor sie reden


Ladenburg, 17. Mai 2011. Bei der öffentlichen Diskussion um Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung ist vor allem ein Teilnehmer unangenehm aufgefallen – und der gehört ausgerechnet zum Arbeitskreis Stadtmarketing. Also einer Runde, die Ladenburg nach vorne bringen sollte, statt die Stadt und seine GeschĂ€ftsleute zu beschĂ€digen. Der Arbeitskreis sollte dringend ĂŒberlegen, wie er sich weiterhin aufstellt, sollte man ihn noch ernst nehmen sollen.

Von Hardy Prothmann

Das Zitat hat es in sich:

„Ich bin grimmig, ich sehe mich einer BdS-Fraktion gegenĂŒber, die in Kreml-Manier Njet sagt. Und ich sehe eine große Gruppe, die sich ĂŒber Jahre jeder Änderung verschließt. Und zu Ihnen, Frau Henseler sage ich ironisch: So wie Sie Ihre WĂ€schestĂ€nder da rausstellen, halten Sie die Altstadt doch schon fĂŒr eine FußgĂ€ngerzone.“

Herr Grimmig Isenbart vom Arbeitskreis Stadtmarketing setzte den Angriff auf Renate Henseler-Sohn, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Modehaus Sohn, die auch Sprecherin des Bundes der SelbstĂ€ndigen ist, gezielt und persönlich ab.

Da ist man als Beobachter erstmal sprachlos. Nicht, weil man nicht weiß, dass es in der Stadt viel blödes GeschwĂ€tz gibt und sich nicht alle grĂŒn sind. Nicht, weil man nicht weiß, dass es immer Diskussionen ĂŒber alles mögliche gibt. Sehr wohl aber darĂŒber, dass ein Mitglied des Arbeitskreis Stadtmarketing so ziemlich genau das Gegenteil von dem tut, was dieser Arbeitskreis sich selbst als Ziel gesetzt hat:

Unser Hauptziel als Arbeitskreis ist es, Ladenburg fĂŒr Einwohner, Touristen, Handel, Handwerk und Industrie attraktiv zu gestalten. Unsere weiteren Ziele sind, die Kaufkraft zu binden aber auch, bei der Entwicklung eines abwechselungsreichen Freizeit- und Kulturangebotes mitzuwirken und uns fĂŒr eine gute Verkehrsanbindung einzusetzen.
Wir möchten dabei mit allen relevanten Gruppen der Stadt zusammenarbeiten.

Welches Problem Herr Isenbart mit Frau Henseler-Sohn „persönlich“ hat, wurde nicht weiter ausgefĂŒhrt. Dass Herr Isenbart ein Problem mit „Marketing“ hat und mit Frau Henseler-Sohn, wurde hingegen sehr deutlich.

Herr Isenbart wirft Frau Henseler-Sohn vor, dass sie ihre Waren prĂ€sentiert. Ihre „WĂ€sche“ hat Frau Henseler-Sohn sicher nicht vor dem GeschĂ€ft stehen. Herr Isenbart zeigte damit, dass er ein grundsĂ€tzliches Problem des „Marketing“ nicht verstanden hat: Marktteilnehmer prĂ€sentieren ihre Waren. Sie „preisen“ sie „an“. Sie wollen sie nĂ€mlich verkaufen. Umsatz machen, ihre Angestellten bezahlen und wenn was ĂŒbrig gleibt, Gewinn machen. Und wenn dieses Marketing funktioniert, will auch die Stadt was davon abhaben. In Form von Steuern.

Ganz sicher funktioniert „Marketing“ heute anders als vor zehn Jahren, vor zwanzig Jahren, vor fĂŒnzig Jahren und seit dem Zeitpunkt, als irgendjemand das Wort „Marketing“ benannt hat.

Ganz sicher ist aber auch: Egal, nach welchen Prinzipien der Markt funktionieren soll, eins war schon immer falsch – undifferenzierte Angriffe, die fĂŒr Irritation und Unruhe sorgen. Gutes Marketing im Sinne von „Wirtschaften auf der Höhe der Zeit“ hat schon immer ein Prinzip verfolgt – nĂ€mlich den Markt zu stĂ€rken und niemals, ihn zu schwĂ€chen.

Marketing braucht klare Ziele und klare Positionen, statt schwammigem Lammentieren. Am wenigsten braucht es unqualifiziertes GestÀnker.

Erfolgreiches Marketing hat viel mit Image zu tun. Image wiederum kann positiv oder negativ sein. Dementsprechend ist der „Markt“. Schlecht oder gut. Willkommen oder abgelehnt. Erfolgreich oder erfolglos.

Herr Isenbart sollte dringend darĂŒber nachdenken, ob er der Stadt Ladenburg, ihren GeschĂ€ftsleuten, den Einwohnern und Touristen wirklich hilft, mit solchen Äußerungen „attraktiv zu gestalten“. Denn „Attraktion“ heißt Anziehung und nicht Abstoßung.

Der Arbeitskreis „Stadtmarketing“ sollte sich dringend ĂŒberlegen, ob er solche Mitglieder braucht, die inhaltlich nichts beitragen, sondern nur mit fragwĂŒrdiger Polemik auffallen.

Vielleicht sollte der Arbeitskreis Stadtmarketing auch insgesamt ĂŒber eine „inhaltliche Neuausrichtung“ nachdenken und vor allem ĂŒber das „SelbstverstĂ€ndnis“. Der bisherige Einsatz und geplante Einsatz ist sicher lobenswert im Sinne eines ehrenamtlichen, freiwilligen Engagements.

Einen professionell-verbindlichen Anspruch aus dem Arbeitskreis abzuleiten, ist sicherlich ein Fehler. Das hat das Auftreten des Herrn Isenbart deutlich unterstrichen. Denn der hat nicht nachgedacht, bevor er sich zu Wort gemeldet hat – und wenn doch, ist es nur umso schlimmer.

OsterbrunnenschmĂŒcken und Hexenrundgang sind „nette“ und insgesamt harmlose AktivitĂ€ten, die ĂŒber den Ort hinaus nicht wirken. Die „Mitarbeit“ an der Gestaltung der „Homepage“ hingegen wirkt weit ĂŒber Ladenburg hinaus und ist ein schwerwiegender Marketingfehler, der dem selbstgesetzten Ziel kontraproduktiv entgegensteht.

Wer sich ĂŒber die Homepage von Ladenburg zu Ladenburg informiert, bekommt von außen gesehen einen falschen, schlechten Eindruck. Wer sich am Auftritt von Herrn Isenbart orientiert leider auch einen von innen.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. MĂ€rz 2011. (red) Wer im Internet gefunden werden will, muss dort auch seine Spuren hinterlassen – mit Informationen. Einladungen, Termine, Artikel sind unverzichtbarer Teil einer guten, modernen Öffentlichkeitsarbeit. Egal, ob fĂŒr Unternehmen, Vereine, Veranstalter oder Behörden. Das Internet hat einen unschlagbaren Vorteil gegenĂŒber dem Medium Papier – es ist ĂŒberall und immer erreichbar.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern – da die Daten im Internet erfasst werden, erhöht sich auch die „Aufmerksamkeit“ von Google – gedruckte Termine in Zeitungen werden selbstverstĂ€ndlich nicht erfasst und im Internet auch nicht gefunden. Und jeder weiß mittlerweile, wie wichtig es ist, bei Google gefunden zu werden… Und die Jugend erreichen Vereine ĂŒber die Zeitung so gut wie gar nicht mehr.

Kostenfreie Nutzung.

Die Nutzung des Google-Kalenders ist kostenfrei. Ein Terminblatt kann man verlegen – der Kalender ist immer online und von jedem Internetzugang aus erreichbar.

RegelmĂ€ĂŸige Termine können Sie als „Reihe“ eingeben, Parties, Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen – alle Termine sind fix eingetragen und können umfangreich beschrieben werden. Durch eine Adresseingabe lĂ€sst sich der Ort des Termins mit Google Maps komfortabel darstellen.

Service fĂŒr Vereine und Veranstalter.

Wir bieten Vereinen einen kostenfreien Service an: einzelne zugesandte Termine tragen wir durch die Redaktion ein. Hat ein Verein oder ein Veranstalter aber sehr viele Termine, sollte man diese selbst einpflegen – dann kann durch uns nichts ĂŒbersehen werden (wir sind auch nur Menschen).

Das machen beispielsweise schon der Vogelverein und die RemigiusbĂŒcherei in Heddesheim, die evangelische Stadtmission und die Ringer vom ASV in Ladenburg, das Olympiakino in Hirschberg-Leutershausen und viele andere. Auch Parteien interessieren sich – die CDU Weinheim wird demnĂ€chst ihre Termine hier auch anbieten. (Klicken Sie hier auf den Terminkalender oder in allen unseren Blogs links oben in der zweiten MenĂŒzeile unter Termine – rechts sehen Sie eine Pfeil – klicken Sie hier um die angezeigten Kalender zu sehen. Sie können Kalender anzeigen oder ausblenden – wie Sie wĂŒnschen. Auf allen Blogs.)

VielfÀltige Vorteile.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Erstens kann man den Google-Kalender auf der eigenen Homepage einstellen (und damit im Internet, was die „TrefferhĂ€ufigkeit“ bei Google erhöht) und zweitens kann man schnell reagieren. FĂ€llt ein Termin aus, kommt einer hinzu oder mĂŒssen Informationen ergĂ€nzt oder verĂ€ndert werden, kann man von ĂŒberall auf der Welt an einem Internet-PC zu jeder Zeit diese Änderungen vornehmen – ohne den Umweg ĂŒber die Redaktion nehmen zu mĂŒssen.

Denn sobald ein Kalender fĂŒr uns freigegeben wurde, können wir diesen in unserem Kalender anzeigen lassen. Sie können umfangreiche Texte zu den Terminen schreiben und haben selbst die Kontrolle. Nur berechtigte Personen können die Termine Ă€ndern – wer das ist, entscheiden Sie.

Laden Sie Freunde und interessierte Personen ein.

Und Sie können selbst Freunde einladen, um auf die Termine hinzuweisen. Vereinsmitglieder mĂŒssen keinen Termin mehr abtippen, sondern können diese auch ganz einfach ĂŒbernehmen, mit ihren Handys synchronisieren und an Freunde weitergeben.

Will jemand einen Termin bei Facebook einstellen, mĂŒsste er erst aufwĂ€ndig in der Zeitung abschreiben – wer macht das? Kaum jemand. GefĂ€llt ein Termin ist er mit Kopieren und EinfĂŒgen schnell ĂŒbertragen und wird weiteren Menschen bekannt gemacht.

Die Einrichtung ist relativ einfach. Wir bieten dazu eine Beschreibung an, die Sie hier downloaden können. Falls es damit nicht gleich funktionieren sollte oder Fragen offen sind, kein Problem: Vereinen bieten wir gegen eine Pauschale von 40 Euro die Einrichtung und eine kleine Schulung an.

Auch fĂŒr die Vereinsarbeit nutzbar-  – nĂŒtzlich fĂŒr Unternehmen.

Unternehmen, Gewerbetreibende und andere beraten wir im effektiven Umgang und Einsatz mit dieser fantastischen Kalenderfunktion (die man auch nicht-öffentlich nutzen kann). Gegen eine geringe GebĂŒhr können Sie wichtige Termine wie Einladungen oder PrĂ€sentationen ebenfalls in unseren Terminkalendern darstellen lassen.

Noch einmal im Überblick wichtige Funktionen:

Kalenderfreigabe: Richten Sie einen Kalender fĂŒr die (Fußball-)Manschaft Ihres Vereins oder Ihrer Firma ein und geben Sie diesen fĂŒr das gesamte Team frei. (Keiner Ihrer Mitspieler wird jemals wieder das Training vergessen.) Oder geben Sie Ihre Kalender fĂŒr Freunde, Angehörige, interessierte Personen frei, damit Sie die unterschiedlichen ZeitplĂ€ne nebeneinander anzeigen können.

Einladungen: Erstellen Sie Einladungen fĂŒr Termine, versenden Sie diese an Freunde und verwalten Sie zentral die Antworten und Kommentare anderer Personen. Ihre Freunde können Ihre Einladung empfangen und eine Antwort senden, auch wenn sie selbst Google Kalender nicht nutzen!

Suche: Suchen Sie das Datum fĂŒr den Grillabend bei einem Freund, der „irgendwann demnĂ€chst“ stattfinden sollte. Oder suchen Sie in öffentlichen Kalendern nach neuen interessanten Terminen und fĂŒgen Sie diese zu Ihrem eigenen Kalender hinzu.

Zugriff ĂŒber Ihr Handy: Empfangen Sie Terminerinnerungen und -benachrichtigungen auf Ihrem Handy.

Terminveröffentlichung: Geben Sie die Termine Ihrer Organisation fĂŒr alle Personen frei, wenn Sie das möchten.

Wenn Sie uns Termine schicken wollen – jederzeit gerne. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie: termine (at) rheinneckarblog.de

Die Eingabemaske - ĂŒbersichtlich und einfach zu bedienen. Klicken Sie auf die Grafik fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

FußgĂ€ngerzone: Ein erster kleiner Schritt in Richtung „Verkehrsberuhigung“ ist getan


Guten Tag

Ladenburg, 04. MĂ€rz 2011. Bei der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates, am 02. MĂ€rz 2011, wurde nach einer ĂŒber einstĂŒndigen Diskussion die Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt, bei einer Gegenstimme (Karl Meng, CDU) beschlossen.

Von Sabine Prothmann

ZunĂ€chst hatte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt eingebracht. Ein Thema, dass auf großes Interesse in der Bevölkerung stĂ¶ĂŸt, was man anhand der ĂŒber 30 Zuschauern ablesen mag.

Wenngleich „Interesse“ interpretationsbedĂŒrftig ist: Christiane Ernst, Vorsitzende des BDS, erklĂ€rte in der Fragezeit fĂŒr BĂŒrgerInnen, die Behandlung des Themas sei „sehr befremdlich“ und wĂŒnschte sich, dass man zu ergebnisorientierten FachgesprĂ€chen zurĂŒckkehren sollte: „Wir sollten endlich mal zu einer Lösung kommen“, forderte Ernst.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinböck, der als Landtagsabgeordneter sich aktuell im Wahlkampf befindet, stellte den Antrag vor und sagte, dass die Überlegungen auf Forderungen seiner Partei von 2009 fußen, die eine schrittweise Verbesserung der Verkehrssituation anstreben.

(Anmkerung der Redaktion: Auch bei der Kommunalwahl wurde von der SPD das Thema im „Wahlkampf“ vorangetrieben.)

„Wir wollen nicht morgen eine FußgĂ€ngerzone“ in Ladenburg und „wir hatten niemals die Absicht einem EinzelhandelsgeschĂ€ft zu schaden“, betonte Kleinböck.

Die im November 2009 beschlossene einjĂ€hrige Probephase zur Verkehrsberuhigung, die der BdS gemeinsam mit der Stadt durchgefĂŒhrt hatte, habe keine entscheidende Entlastung der Altstadt gebracht, so die Sicht von Kleinböck.

„Wir verkaufen Ladenburg als Altstadt mit historischer Bausubstanz“ und sollten das Ambiente besser nutzen. Dazu gehöre, die „chaotischen VerkehrsverhĂ€ltnisse“ abzuschaffen und den Durchgangsverkehr abzustellen. „Und das mit möglichst wenigen Schildern“, forderte Kleinböck.

Man werde kein Ergebnis finden, dass auf „Jahrtausende wasserdicht ist“. Das Ziel des Antrags sei eher erst einmal der nĂ€chste Schritt.

Die Verkehrsberuhigung sei erforderlich und sollte auch zu einer Verbesserung der Gewerbetreibenden in der Altstadt fĂŒhren. Eines sei klar: „Totalverweigerer mĂŒssen sich mehr bewegen.“

„Ich möchte nicht schuld sein, dass ein GeschĂ€ft zu machen muss und diese Rolle werde ich auch nicht ĂŒbernehmen“.

Mit diesem Antrag wolle die SPD in einen Dialog treten, um den nÀchsten Schritt zu vereinbaren.

Der „Antrag greift uns zu kurz“, erklĂ€rte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU).
Man mĂŒsste Fragen stellen, wie „warum haben wir die Verkehrssituation?“, oder: „Was möchten wir in der Altstadt haben?“

Dazu sollte man Personen befragen, die dort wohnen, arbeiten, einkaufen oder GaststĂ€tten oder GeschĂ€fte betreiben. Wenn man nicht mehr in die Altstadt reinfahren und dort parken könnte, „mĂŒssen wir Ersatz schaffen“.

Denn es gelte zu verhindern, dass das Leben in der Altstadt sterbe. Doch die Geldmittel fĂŒr die ParkplĂ€tze haben wir nicht, so Hoffmann.

Hoffmann wollte ein Gesamtkonzept fĂŒr die Altstadt.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler warnte dagegen vor einem Gesamtkonzept, er halte dies nicht fĂŒr zielfĂŒhrend. Bei der Sondersitzung solle man mit sachkundigen Einwohnern zusammensitzen, „da sind die Experten am Tisch“, so Ziegler. Er erinnerte an teure Gutachten, die nicht zu einem Ergebnis gefĂŒhrt hatten.

Wenn die bereits umgesetzten Ideen auch eingehalten wĂŒrden, brĂ€uchte man nichts Neues, warf StadtrĂ€tin Gudrun Ruster (FW) ein.

Vor Jahren habe sich der BdS fĂŒr eine Einbahnstraßenregelung ausgesprochen, damit wĂŒrde „die Straße zur Rennbahn“, hieß es damals von Seiten der Polizei, so Ruster.

„Eine FußgĂ€ngerzone lehnen wir ab.“

Man wolle sich heute ĂŒber den Weg und nicht ĂŒber die Inhalte verstĂ€ndigen, dazu sei der SPD-Antrag da, betonte der BĂŒrgermeister.

Die StadtrĂ€tin Ingrid Dreier (GLL) lobte den guten Antrag der SPD und begrĂŒĂŸte deren Willen die BĂŒrger und BĂŒrgerinnen zu beteiligen und mit ein zu binden.

Auf dieser Grundlage stellte die GLL einen erweiterten Antrag, der mehr Zeit fĂŒr die Information der BĂŒrger vorsieht und vorschlĂ€gt, die bisher diskutierten Modelle ausfĂŒhrlich zu prĂ€sentieren und fĂŒr die BĂŒrger, auch per Internet, zugĂ€nglich zu machen.
Zudem ist neben dem politischen Instrument der BĂŒrgerbefragung auch die Möglichkeit eines BĂŒrgerentscheids vorgesehen.

„Ich stehe fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung“, so Ziegler, aber der Antrag der GLL sehe einen intensiven Zeitraum von vielen Monaten vor, um einen Status Quo festzustellen. Der Antrag wĂŒrde einen sehr aufwendigen Prozess nach sich ziehen.

„Wir halten den Antrag in Punkt 1 fĂŒr ĂŒberflĂŒssig“, sagte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP). Denn alle wĂŒssten, dass etwas zur Verbesserung der Verkehrssituation getan werden mĂŒsste, aber man wisse nicht wie.

Zudem sehe seine Fraktion keinen vernĂŒnftigen Grund fĂŒr eine BĂŒrgerbefragung und bezweifle auch, ob dies rechtlich ĂŒberhaupt möglich sei. „Alle Punkte sind populistisch und nicht zielfĂŒhrend“, so Lutz.

Er werde sich mit den rechtlichen Möglichkeiten noch auseinandersetzen, aber er glaube, dass eine BĂŒrgerbefragung möglich sei, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler und verwies auf das jĂŒngste Beispiel 2009 in der Nachbargemeinde Heddesheim.

Man habe die Verkehrsituation inzwischen so oft beleuchtet, aber nichts sei passiert, sagte Kleinböck an Lutz gewandt. Und: „Ich darf BĂŒrger befragen, das kann mir keiner verbieten“. „Wir wollen vorankommen, wir wollen ein gemeinsames Ziel und wir wollen keine Erbsen zĂ€hlen“, unterstrich Gerhard Kleinböck.

Den Antrag der GLL bezeichnete er als respektabel, aber er beinhalte keinen Erkenntnisfortschritt. Und letztendlich mĂŒsse der Gemeinderat aufgrund der Vorberatung entscheiden.

Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU) bezeichnete die Diskussion als nicht neu. Man sollte auf vergangene Ergebnisse aufbauen, ziel- und ergebnisorientiert agieren und nicht immer und immer wieder diskutieren.

BĂŒrgermeister Ziegler erinnerte daran, dass man damals mit Gutachtern gearbeitet habe, aber „fĂŒr nichts ist eine Mehrheit zustande gekommen“. Man brĂ€uchte keine Hilfe von Außen, denn „wir wissen um unsere Stadt“.

Stadtrat Dr. Meinhard Georg (CDU) plĂ€diert nochmals auf ein Gesamtkonzept und daran anschließend sollte diskutiert werden.

Dies sei nicht zielfĂŒhrend, wiederholte Ziegler.

Die Bevölkerung brauche eine „sachliche Grundlage“ und eine BĂŒrgerbefragung sei ein „normales demokratisches Vorgehen“, unterstrich Stadtrat Martin Georg Schmollinger (GLL).

Seine Fraktion wolle, dass „wir zu einem nĂ€chsten Schritt kommen, ein Endziel bekommen wir nicht“, sondern einen Zwischenschritt. Eine BĂŒrgerbeteiligung brauche Luft und Zeit.

Auch die GLL lehne eine FußgĂ€ngerzone ab, denn diese Form der Verkehrsberuhigung betreffe auch das Fahrrad und dies sei ein wichtiges Verkehrsmittel.

Stadtrat Hoffmann (CDU) zweifelte nochmals das Instrument der BĂŒrgerbefragung an.

„Jetzt sind wir wieder auf dem Niveau, wo alles versandet und nichts entschieden wird“, erklĂ€rte StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD). „Wir wollen einen ersten kleinen Schritt“, beschwor sie den Gemeinderat. Es gehe darum, die Betroffenen an einen Tisch zu holen, alle zusammenzubringen, um die GeschĂ€fte und das Leben in der Altstadt zu erhalten, aber auch um den Einwohnern entgegen zu kommen, die mit dem Verkehr Probleme hĂ€tten. Sie hoffe jetzt auf Lösungen, denn „Menschen Ă€ndern sich“.

Die CDU bitte, den Antrag zurĂŒckzuziehen und zu modifizieren. Die SPD solle mit den GrĂŒnen zusammen einen zeitlichen Rahmen vorschlagen, erklĂ€rte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU).

Er arbeite und denke gern in Stufen, erklĂ€rt der BĂŒrgermeister. Habe man die erste Stufe durchlaufen, könne man auf deren Grundlage zur nĂ€chsten kommen.

Deshalb schlug Rainer Ziegler vor, nur die beiden ersten Punkte des Antrags zur Abstimmung zu bringen, das weitere Vorgehen sollte daraus resultieren.

Kleinböck erklĂ€rte sich bereit, den zweiten Teil des SPD-Antrags zurĂŒckzuziehen und so wurde nach einer gut einstĂŒndigen Debatte der Vorschlag von BĂŒrgermeister Ziegler angenommen und entschieden, dass der Gemeinderat eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Altstadt fĂŒr notwendig hĂ€lt und dass die Verwaltung beauftragt wird, zeitnah unter Beteiligung von Sachkundigen eine öffentlliche Gemeinderatssitzung einzuberufen, mögliche Modelle vorzustellen, die es zur Verbesserung der Verkehrssituation bislang geben konnte.

Unmittelbar nach der Gemeinderatssitzung solle eine erste Diskussion mit interessierten BĂŒrgern und BĂŒrgerinnen stattfinden.

Der genaue Wortlaut dieses Beschlusses, der auch Elemente aus den ersten beiden Punkten des Antrags der GLL enthÀlt, wird noch bekannt gegeben.

FußgĂ€ngerzone: Die Debatte muss „professionalisiert“ werden


Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2011. Die Debatte um ein Pro und Kontra zu einer möglichen FußgĂ€ngerzone in Ladenburg leidet unter unprofessionellen Meinungen, laschen Fakten und Meinungsmache, die nicht zielfĂŒhrend ist. Wer Lust auf „Zoff“ hat, macht so weiter, wer eine „Lösung“ will, fĂ€ngt an zu arbeiten.

Von Hardy Prothmann

Die Debatte um eine „FußgĂ€ngerzone“ in Ladenburg ist vollstĂ€ndig sinnlos.

Weil eigentlich niemand weiß, worĂŒber der jeweils andere redet.

„Unechte Einbahnstraße“? Was ist das? Mal abgesehen, dass es das europaweit nur in Hamburg gibt.

Bayern-Studie von 2004? Die ist schnell zitiert. Aber die Analyse fehlt.

„Hupsen“ oder „Holpern“ – die einen behaupten, sie mĂŒssten vor Autos „weghubsen“, wer einen Kinderwagen schiebt oder am Rollator geht, holpert.

Die „schnellsten“ Verkehrsteilnehmer sind nicht Autos, sondern Radfahrer – keinem kann man zumuten, mit 7 km/h unterwegs zu sein. Denn dann fĂ€llt man fast vom Rad.

Jeder, der Rad fĂ€hrt, verbraucht wenig Platz, erzeugt keine Abgase und keinen Gestank und muss sich doch vorwerfen lassen, „wild“ zu parken und das „Stadtbild“ zu beschĂ€digen.

Ganz ehrlich?

Geht’s noch? Muss jeder noch so verworrene Gedanke ernst genommen werden? Darf sich jeder „Spinner“ in die Debatte einbringen?

Leider ja – denn das nennt man Demokratie.

Demokratie im modernen Sinne heißt aber nicht, dass jede spinnerte Idee immer und immer wieder in den Ring geworfen werden kann.

Moderne Demokratie muss sein, dass alle Beteiligten gut informiert werden. Und sich dann, wenn sie wollen, gut einbringen.

Und dann sollte ĂŒber Debatte und AbwĂ€gung entschieden werden.

Und danach muss man zu positiven oder negativen Entscheidungen stehen und Konsequenzen stehen.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler ist ein guter BĂŒrgermeister, weil er zu Debatten auffordert.

Aber er könnte ein noch besserer BĂŒrgermeister sein, indem er Entscheidungen anstrebt.

Die Debatte um die FußgĂ€ngerzone muss demokratisch mit Beteiligung der BĂŒrger gelöst werden.

Aber auch mit Beteiligung der Gewerbetreibenden, die viele Menschen beschÀftigen.

Die SPD vertritt traditionell eher einer „Gewerkschaftsklientel“ – und wird immer schwĂ€cher, weil die in der Industrie beschĂ€ftigten Arbeitnehmer immer weniger werden.

Die CDU vertritt eher das „Kapital“, das immer weniger Menschen beschĂ€ftigt.

Die FDP vertritt eine sehr spezielle „Unternehmer“-Klientel, die weder CDU noch SPD gefallen kann

Die GrĂŒnen mĂŒssen sehr viel unternehmerfreundlicher werden, um im „System“ mitmischen zu können.

Die Freien WĂ€hler fĂŒhlen sich vielleicht nirgendwo in den Parteien wohl – sie sind aber lĂ€ngst die stĂ€rkste kommunale Kraft im Land. Aber nur vor Ort aktiv – ohne Ideenaustausch.

Zu der Debatte um einen FußgĂ€ngerzone braucht es einen Ordnungsruf an alle.

Egal, ob man dafĂŒr oder dagegen ist – die Fakten mĂŒssen auf den Tisch.

Dann kann man darĂŒber ernsthaft diskutieren.

Vermuten und Befindlichkeiten taugen nur zum Kammerspiel und nerven zusehends.

Die „ich-schmuse-mit-allen-Haltung“ des BĂŒrgermeisters ist wenig zielfĂŒhrend.

Von BĂŒrgermeister Rainer Ziegler muss erwartet werden können, dass er endlich einen Entscheidungsprozess in gang bringt.

DafĂŒr muss er aber Richtlinien definieren, um die sich die Öffentlichkeit, ob BĂŒrger oder BdS mit ihren Argumenten bewerben können.

Alles andere ist ein Spiel der Eitelkeiten, das irgendwann keiner mehr versteht.

Das Aufpumpen der SPD hingegen darf man gerne und richtigerweise als „Wahlkampf“ verstehen – schon zur Kommunalwahl war die FußgĂ€ngerzone als „Thema“ entdeckt worden. Damals hat das der SPD eher geschadet als genutzt.

Vielleicht wĂ€re die SPD besser beraten sich auf etwas anderes zu konzentrieren – tatsĂ€chlich gibt es aber wenig Fantasien.

Wenn die „Debatte“ um die FußgĂ€ngerzone tatsĂ€chlich schon 40 oder 30 Jahre sein sollte, ist das umso peinlicher fĂŒr alle, und es sind alle gemeint, die daran beteiligt sind.

Mehr ProfessionalitĂ€t und nicht nur amateurhaftes Aufspielen wĂ€re wĂŒnschenswert.

Dokumentation FußgĂ€ngerzone: Wie der MM das Thema treibt


Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2011. Wir haben die Berichterstattung im Mannheimer Morgen aus dem Monat Februar 2011 zum Thema „FußgĂ€ngerzone“ exemplarisch zusammengefasst – fĂŒr alle, die schon lĂ€ngst keine Zeitung mehr lesen und alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen.

Vorbemerkung: Das Datum entspricht dem angegebenen Veröffentlichungsdatum der Zeitung. Alle Überschriften sind im Original von der Website des „MM“ ĂŒbernommen und zusammen mit dem Datum fett markiert. Zitierte Textstellen stehen in AnfĂŒhrungszeichen. Ohne AnfĂŒhrungszeichen stehen Zusammenfassungen der Redaktion. Anmerkdungen stehen in Klammern.

28. Februar 2011
SPD uneins ĂŒber das Thema FußgĂ€ngerzone / Vorsitzender Gerhard Kleinböck im Amt bestĂ€tigt
„Gemeinsamer Weg ist Illusion“

„Wir wollen möglichst viele Beteiligte ins Boot holen“, wird Altstadtrat Hermann GĂ€rtner zitiert. ZunĂ€chst will man „Überzeugungsarbeit, Experten- und BĂŒrgerdiskussionsrunden“ versuchen, „am Ende könnte eine BĂŒrgerbefragung zum Thema FußgĂ€ngerzone stehen“, so die SPD. „Ich gebe die Hoffnung auf einen Konsens nicht auf“, wird SPD-Chef Gerhard Kleinböck zitiert. „Der gemeinsame Weg ist eine Illusion. Der BĂŒrger erwartet die FußgĂ€ngerzone.“ Altstadtrat JĂŒrgen MĂŒller – als Kassenwart laut PrĂŒfbericht der Revisoren Manfred Ramm und Carsten Lutz tadellos – ist gegen einen „Wischiwaschi-Kurs“, schreibt der MM.

25. Februar 2011
BĂŒrgerentscheid laut Kleinböck erst der letzte Schritt
SPD will Konsens bei Verkehrsberuhigung

Laut Bericht sei die Situation aus Sicht der SPD „unbefriedigend“, „viele BĂŒrger“ sĂ€hen einen Handlungsbedarf.
„Die Entwicklung im Zentrum geht permanent bergab“, analysiert der Sozialdemokrat die Lage aus seiner Sicht und appelliert deshalb an die Gewerbetreibenden, „nicht immer nur dagegen“ zu sein.“
„Eine FußgĂ€ngerzone ist fĂŒr mich der Endausbau“, betont Kleinböck. Möglicherweise sei eine Einbahnstraße eine Alternative, deutet er einen Kompromiss an. Wenn es im Gemeinderat nicht zu einer Lösung kommt, dann er an seiner Forderung nach einem BĂŒrgerentscheid fest: „Aber wir mĂŒssen ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.“

21. Februar 2011
FußgĂ€ngerzone Thema bei den Christdemokraten
Die „Glaubensfrage“ spaltet auch die Union

Im angeblich voll besetzen WĂŒrzburger Hof sei die Stimmung kontrovers, berichtet der MM. Die stellvertretende Vorsitzende des Bunds der SelbststĂ€ndigen, Renate Henseler-Sohn, wird zitiert, dass sie fĂŒr alle Mitglieder spricht: „Damit FußgĂ€ngerzonen funktionierten, bedĂŒrfe es einer MindestverkaufsflĂ€che, die man in Ladenburg nicht erreiche.“
Michael Salinger wird zitiert, dass er fĂŒr eine „Teil-FußgĂ€ngerzone“ plĂ€diere, er sieht laut Bericht ParkplĂ€tze durch Firmenmitarbeiter und Verwaltungsangestellte blockiert.
„Das Thema ist wahlkampfbelastet“, schickte Stadtrat Dr. Rainer Beedgen voraus. „Nicht grundsĂ€tzlich gegen eine FußgĂ€ngerzone“, warnte er aber im Interesse der GeschĂ€fte „vor zu viel Ruhe“. Als „Masche im Landtagswahlkampf“ des Ladenburger SPD-Stadtrats Gerhard Kleinböck sieht auch CDU-Altstadtrat Hans Sauer die Initiative an. „Wer in der Innenstadt sein Geld verdienen muss, ist dagegen“, meinte Sauer. „Denken sie an Behinderte und Kinderwagen. Ich stehe voll hinter Herrn Kleinböck. Die GeschĂ€fte wĂŒrden aufblĂŒhen“, argumentierte SU-Mitglied Irene Habel als Freie WĂ€hlerin.“

Themenseite "FußgĂ€ngerzone" im "MM. Quelle: Mannheimer Morgen

19. Februar 2011
Analyse: Checkliste aus Bayern auf Ladenburg ĂŒbertragen
Was dafĂŒr und was dagegen spricht

„Anhand einer Studie des bayerischen Einzelhandelsverbands haben wir ĂŒberprĂŒft, welche Faktoren fĂŒr (+) und welche gegen (-) eine FußgĂ€ngerzone in Ladenburg sprechen sowie welche neutral sind (0)“, schreibt der MM.

Von 19 Faktoren sind laut „ÜberprĂŒfung“ 11 postitiv, 6 neutral, 2 negativ.

(Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu unseren Text.)

19. Februar 2011
An der Frage der Verkehrsberuhigung scheiden sich in der Römerstadt am Neckar die Geister
Die Altstadt ganz ohne Auto ein Alptraum?

Laut MM fordert die SPD ein BĂŒrgerbegehren und einen BĂŒrgerentscheid, kann aber nicht genau trennen, was was ist. Thematisiert wird, dass die AnkĂŒndigung eines Antrags auf „BĂŒrgerentscheid“ durch die SPD an den „gesetzlichen Fristen“ scheitere.
„Ladenburg erfĂŒllt heute eine ganze Reihe von Voraussetzungen dafĂŒr, dass eine FußgĂ€ngerzone erfolgreich eingerichtet werden könnte. Das attraktive Umfeld der historischen Altstadt, Brunnen auf dem Gockelsmarkt und auf dem Marktplatz, Kunst im öffentlichen Raum, Gastronomie mit Außenbewirtschaftung, das alles sind Faktoren, die Erfolg versprechen, wenn Autos aus dem Kern der Altstadt verbannt werden.

Doch es sprechen auch jede Menge Aspekte dagegen. So gibt es beispielsweise trotz der großen Zahl von GeschĂ€ften keine durchgehende Schaufensterfront in der Stadt. Es fehlt ein Konzept zum Stadtmarketing und ein Citymanagement. Die Stadt Ladenburg hat keine Zentrenfunktion in der Region, und ParkplĂ€tze sind – trotz anderslautender Statistiken – hĂ€ufig Mangelware. Vor allem aber fehlt es an einem Miteinander der BefĂŒrworter und der Gegner.“

19. Febraur 2011
Kritisches Beispiel: In Lampertheim ein Zankapfel
In der Kaiserstraße nimmt das Angebot ab

Der MM berichtet ĂŒber Lampertheim (22.000 Einwohner), dort sei die FußgĂ€ngerzone seit 20 Jahren ein „Zankapfel“. Es wird der BĂŒrgermeister zitiert:
„Tendenziell hat sich die Versorgung in den vergangenen zwei Jahrzehnten eher verschlechtert“, berichtet Maier, doch das liege nicht unbedingt an der FußgĂ€ngerzone. Dass es immer weniger GeschĂ€fte werden, fĂŒhrt er unter anderem auf die hohen Mietpreise zurĂŒck. LeerstĂ€nde sind ebenfalls ein Problem in der City.“

Die Erfahrungen seien aber nicht „ĂŒbertragbar“: „Überlegt’s euch gut.“ Gegen die „geballte Macht des Einzelhandels“ jedenfalls, so lĂ€sst er durchblicken, sei die Entscheidung fĂŒr eine FußgĂ€ngerzone sehr problematisch.“

19. Februar 2011
Es geht nur mit dem Handel
Hans-JĂŒrgen Emmerich warnt vor Schnellschuss bei FußgĂ€ngerzone

„Auch die ÜberprĂŒfung der Fakten lĂ€sst auf den ersten Blick vermuten, dass vieles dafĂŒr spricht. Es gibt allerdings auch gravierende Gegenargumente.“

„Der örtliche Einzelhandel lehnt sie nahezu einhellig ab, weil er um seine Existenz fĂŒrchtet. Und ohne den Handel ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.“

19. Februar 2011
Gelungenes Beispiel: Bummeln und Schlendern mit Blick auf die Alpen
FĂŒr das StĂ€dtchen Murnau ein Segen

Der MM prĂ€sentiert Murnau (12.200 Einwohner, laut MM: 12.400 Einwohner) als positives Beispiel fĂŒr eine „FußgĂ€ngerzone“:
„Rund 60 GeschĂ€fte, schĂ€tzt Rebhold, gibt es in der Marktstraße. Der MĂŒnchner Architekt Emanuel Seidl, Planer des Tierparks Hellabrunn, hat sie 1906 neu gestaltet, unter anderem mit Fassadenmalereien. In der historischen Bausubstanz steht Haus an Haus, befindet sich GeschĂ€ft an GeschĂ€ft, wie Angelika Rebhold im GesprĂ€ch mit dem „MM“ erlĂ€utert.

Über eine LĂ€nge von rund 350 Meter erstreckt sich die FußgĂ€ngerzone von Murnau. Der Bereich dĂŒrfe nicht zu lange sein, mahnt die Vorsitzende des Vereins zur Wirtschaftsförderung. Vor allem mĂŒssten ausreichend ParkplĂ€tze in nĂ€chster NĂ€he vorhanden sein. „Es ist wichtig, dass Leben drin ist in einer solchen Zone“, schildert sie weiter ihre Erfahrung.“

„Anders als das Unterzentrum Ladenburg ist Murnau ein Mittelzentrum, das den umliegenden Dörfern und Gemeinden als Einkaufsziel dient. Die nĂ€chstgrĂ¶ĂŸere Stadt im SĂŒden ist das 25 Kilometer entfernte Garmisch-Partenkirchen, im Norden sind es knapp 20 Kilometer bis Weilheim.“

??. Februar 2011
Braucht Ladenburg eine FußgĂ€ngerzone in der Altstadt?

Der MM startet eine Online-Umfrage. Es fehlen alle Angaben zur SeriositĂ€t dieser „Umfrage“ – es fehlt ein Startdatum, die Zahl der abgegebenen Stimmen, Hinweise zu Methode der Umfrage. Seltsamerweise halten sich FĂŒr und Wider die Waage – obwohl es doch angeblich laut der Berichterstattung eine große Mehrheit dafĂŒr geben soll, wĂ€hrend die Minderheit von der „Macht“ des Einzelhandels bestimmt wird.

(Siehe hierzu unseren Kommentar.)

17. Februar 2011
RĂŒckschlag fĂŒr Vorstoß von SPD-Chef Kleinböck / Landtagswahl als Termin zu frĂŒh
Vorerst kein BĂŒrgerentscheid in Sachen FußgĂ€ngerzone

Der MM berichtet ĂŒber gesetzliche Fristen, die fĂŒr einen von der SPD geplaten BĂŒrgerentscheid nicht eingehalten werden könnten.

„Abgesehen von der Frist, die nicht eingehalten werden kann, war es ohnehin fraglich, ob sich der SPD-Partei- und Fraktionschef Gerhard Kleinböck mit seinem Antrag hĂ€tte durchsetzen können. Denn im Gemeinderat ist eine Zweidrittelmehrheit fĂŒr die DurchfĂŒhrung eines BĂŒrgerentscheids erforderlich, und eine solche ist nach Äußerungen aus den Reihen von CDU, Freien WĂ€hlern und FDP in der jĂŒngsten Ratssitzung nicht unbedingt zu erwarten.

Aktuell bleibt das Thema trotzdem.“

Weiter berichtet der MM: „Im niedersĂ€chsischen Hameln scheiterte im April 2009 ein BĂŒrgerbegehren gegen den vier Millionen Euro teuren Umbau der bestehenden FußgĂ€ngerzone knapp. Obwohl ĂŒber 80 Prozent der WĂ€hler fĂŒr den Erhalt der FußgĂ€ngerzone stimmten, wurde das notwendige Quorum um 412 Stimmen verpasst.“

(Anmerkung der Redaktion: Gescheitert ist der „BĂŒrgerentscheid“ am Quorum, nicht das BĂŒrgerbegehren. Das war erfolgreich und Voraussetzung fĂŒr den BĂŒrgerentscheid.“ Siehe hierzu „Mehr Demokratie e.V.„)

11. Februar 2011
Nach SPD-Vorstoß zu BĂŒrgerentscheid lĂ€uft der Einzelhandel Sturm
Am Thema FußgĂ€ngerzone scheiden sich weiter die Geister

„Nach dem Willen der SPD-Fraktion im Ladenburger Gemeinderat sollen die BĂŒrger entscheiden, ob in Teilen der Altstadt eine FußgĂ€ngerzone eingerichtet wird oder nicht. Was der Fraktionschef Gerhard Kleinböck in der jĂŒngsten Sitzung des Gemeinderates angekĂŒndigt hatte, wird wohl in der nĂ€chsten Sitzung am 2. MĂ€rz als Antrag auf der Tagesordnung stehen“, schreibt der MM.

Der BdS mit rund „50 GeschĂ€ften“ fĂŒrchte um die Existenz der Gewerbetreibenden, so die Zeitung.

„Der Vorschlag, in Ladenburg eine FußgĂ€ngerzone einzurichten, ist nicht neu. Ein unter BĂŒrgermeister Rolf Reble im Auftrag der Stadt erstelltes Verkehrsgutachten schlug zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt eine Einbahnregelung vor, die in vier Stufen hĂ€tte realisiert werden können. Die vierte und letzte Stufe wĂ€re dabei eine FußgĂ€ngerzone im inneren Ring aus Hauptstraße, Kirchenstraße und Neugasse gewesen.“

10. Februar 2011
Walter Roznawski schließt GeschĂ€ft zum 31. MĂ€rz / Neuanfang mit „Musik-Box“ in Wald-Michelbach
Musik-Boutique klappt LĂ€den fĂŒr immer zu

Der MM berichtet ĂŒber einen Lade auf der Hauptstraße 30, der nach 31 Jahren schließt:

„Viele Kunden sind traurig“, weiß Roznawski, „aber die letzten vier Jahre ging es rapide bergab.“ Die Möglichkeiten, die das Internet jungen Musikhörern bietet, machten Roznawski zu schaffen. „Das Musikhören, wie wir es in den 70er und 80er Jahren getan haben, ist verloren gegangen“, bedauert Roznawski. Dazu kommt: „Viele Stammkunden sind verstorben oder weggezogen. Ich hatte zuletzt fast mehr Kunden von außerhalb als aus Ladenburg.“

Aber auch das Einkaufszentrum an der Wallstadter Straße sieht Roznawski als mit ursĂ€chlich fĂŒr den Niedergang an: „Die Innenstadt wird deshalb aussterben“, glaubt der Musikboutique-Mann. Die derzeit wieder intensiv diskutierte FußgĂ€ngerzone wĂŒrde nach Roznawskis Ansicht den Prozess sogar beschleunigen: „Dann wird es doch noch ruhiger in den Straßen der Innenstadt, als es jetzt schon die meiste Zeit ĂŒber ist.“ Ob jemand sein gemietetes LĂ€dchen im Erdgeschoss ĂŒbernimmt oder was mit dem ĂŒber 500 Jahre alten Altstadt-GebĂ€ude geschieht, weiß Roznawski nicht.

4. Februar 2011
Verkehr in der Altstadt bleibt ein heißes Eisen / Stadt legt Ergebnisse von Messungen vor
SPD will FußgĂ€ngerzone mit BĂŒrgervotum durchsetzen

„Die SPD Ladenburg will ihre Forderung nach einer FußgĂ€ngerzone in der Altstadt notfalls mit einem BĂŒrgerbegehren durchsetzen. Das hat der Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinböck am Mittwoch Abend im Gemeinderat angekĂŒndigt. Zuvor hatte die Stadtverwaltung eine Auswertung von Geschwindigkeitsmessungen vorgelegt. Danach ist das gefahrene Tempo im vergangenen Jahr insgesamt merklich zurĂŒckgegangen, es sind aber immer noch viele Autos deutlich zu schnell unterwegs. In der Altstadt ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt.

Am Thema Verkehrsberuhigung in der Altstadt scheiden sich seit Jahren die Geister. Ein Kompromiss war nach einer Klausur des Gemeinderates die EinfĂŒhrung einer unechten Einbahnstraße. Dies wĂŒrde bedeuten, dass im inneren Ring der Altstadt der Verkehr nur in eine Richtung fließen darf. Vom Rat beschlossen wurde der Kompromiss jedoch nicht. In letzter Minute kippte die vermeintliche Mehrheit. Auf Druck des örtlichen BdS wurde stattdessen entschieden, auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und auf verstĂ€rkte AufklĂ€rung zu setzen. Nach einem Jahr legten BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und Herbert Felbek vom Stadtbauamt jetzt eine vorlĂ€ufige Bilanz vor.“

„FĂŒr die SPD erklĂ€rte deren Sprecher Kleinböck: „Wir sind wild entschlossen, eine Entscheidung herbeizufĂŒhren.“ Wenn die von ihr geforderte FußgĂ€ngerzone nicht im Gemeinderat beschlossen werde, sollten die BĂŒrger das Wort bekommen. Ein BĂŒrgerentscheid sei bereits mit der Landtagswahl am 27. MĂ€rz möglich, wenn sich die nötige Zweidrittelmehrheit im Rat dafĂŒr finde. Wenn nicht, dann werde die SPD den schwierigeren Weg des BĂŒrgerbegehrens gehen. Die BĂŒrger zu befragen oder sie in einer Versammlung zu hören, forderte auch Ingrid Dreier von der GrĂŒnen Liste.“

04. Februar 2011
Endlich die BĂŒrger hören
Hans-JĂŒrgen Emmerich zur Verkehrspolitik in der Altstadt

„Die Verkehrsberuhigung in Ladenburg bleibt ein heißes Pflaster. WĂ€hrend Einzelhandel und Gastronomie eine FußgĂ€ngerzone kategorisch ablehnen, wĂŒnschen sich viele BĂŒrger und Besucher von außerhalb genau das. Ein Dilemma, das man im Gemeinderat mit einem zweifelhaften Kompromiss zu lösen versucht hat, der in letzter Sekunde im Rat scheiterte, nicht zuletzt am Widerstand des BdS. Die jĂŒngste Diskussion im Gemeinderat macht deutlich, dass die Mehrheit des Gremiums nach wie vor keine schĂ€rfere Reglementierung des Verkehrs will.

Durch die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen fĂŒhlen sich beide Seiten in ihrer Haltung bestĂ€tigt.“

Der MM thematisiert weiter, dass sich die Menschen in der Altstadt unsicher fĂŒhlten und es an BĂŒrgernĂ€he fehle.

04. Februar 2011
Renate Henseler-Sohn (BdS) verlangt AufklĂ€rung vor BĂŒrgerentscheid
„Ohne GeschĂ€fte ist eine Stadt keine Stadt“

Der BdS wolle erst einmal die vorgelegten „Zahlen“ zur Verkehrsberuhigung „studieren“, schreibt der MM.

„Dass eine Mehrheit der BĂŒrger fĂŒr die Schaffung einer FußgĂ€ngerzone ist, glaubt auch Henseler-Sohn. Allerdings seien sich viele nicht ĂŒber die Konsequenzen im Klaren. Nirgendwo in Deutschland gebe es eine solche Zone mit weniger als 10 000 Quadratmetern VerkaufsflĂ€che, in Ladenburg seien dagegen nur rund 1000 vorhanden. Eine FußgĂ€ngerzone zwischen Altem Rathaus (VHS) und Domhof wĂŒrde die GeschĂ€fte ruinieren: „Und ohne GeschĂ€fte ist eine Stadt keine Stadt.

02. Februar 2011
Heute steht im Gemeinderat eine „Lex Altwasser“ auf der Tagesordnung / Bahnhof und Verkehrsberuhigung in der Altstadt sind weitere Themen
Stadt will Nutznießer zur Kasse bitten

„Die EinfĂŒhrung einer unechten Einbahnstraße in der Altstadt, auf die sich die Fraktionen in einer Klausurtagung bereits geeinigt hatten, war vor allem auf Druck des BdS aufgegeben worden, der auch die von vielen BĂŒrgern geforderte FußgĂ€ngerzone ablehnt.“

In eigener Sache: Wir machen Betriebsferien und wĂŒnschen Ihnen schöne Festtage

Guten Tag!

Ladenburg, 23. Dezember 2010. 2010 war ein aufregendes Jahr und 2011 wird sicherlich mindestens so gut werden. Denn das Leben ist aufregend – manchmal schön, manchmal weniger. Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet und auch unterhalten haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen. Wir sind ab dem 10. Januar wieder fĂŒr Sie da.

Das wichtigste im Leben ist Gesundheit. Das wĂŒnschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, am meisten.

Dazu aber auch schöne besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen.

Unser lokaljournalistisches Angebot hat sich etabliert, bleibt aber trotzdem in Entwicklung.

Sie wirken daran mit, durch Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse, Ihre (mittlerweile 3.700) Kommentare, Ihre Informationen, die Sie uns geben. Und das ist gut so.

Herzlichen Dank dafĂŒr. Genauso an die Vereine und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und alle, die uns mit Informationen in unserer Arbeit ganz selbstverstĂ€ndlich unterstĂŒtzen.

Und natĂŒrlich allen Mitarbeitern in unserem kleinen Team fĂŒr die leidenschaftlich getane Arbeit.

Überall in Deutschland sind gerade im Jahr 2010 zahlreiche „Blogs“ oder „Internet-Zeitungen“ entstanden, die auf die VorzĂŒge der Berichterstattung im Internet setzen: kostenfrei, 24 Stunden am Tag erreichbar, schnell, hintergrĂŒndig, vernetzt und multimedial.

Wir wĂŒnschen den Kollegen viel Erfolg und viele Leserinnen und Leser.

Am Erfolg haben auch die Werbekunden teil, denen wir sehr herzlich fĂŒr die AuftrĂ€ge danken. Durch die Werbeeinnahmen wird ein Teil unserer Arbeit finanziert. Wir bitten deshalb um freundliche Beachtung der Anzeigen.

WĂ€hrend wir Betriebsferien machen, sind Sie herzlich eingeladen, unsere Artikel „nachzulesen“ – stöbern Sie einfach.

Oben können Sie ĂŒber das MenĂŒ zu verschiedenen Kategorien springen, rechts unten finden Sie in der Seitenleiste Schlagwörter und eine hierarchische Darstellung der Kategorien.

Wenn Sie uns ein Weihnachtsgeschenk oder eines zum neuen Jahr machen wollen, dann schreiben Sie uns, was Ihnen gefÀllt, was Sie vermissen, was wir besser machen können.

Das schließen wir dann in unsere guten VorsĂ€tze fĂŒr 2011 ein! 🙂

In diesem Sinne
wĂŒnschen wir Ihnen schöne Tage

Ihre
Redaktion ladenburgblog

Technischer Ausschuss billigt Bauvoranfrage fĂŒr dritte Tankstelle

Guten Tag!

Ladenburg, 07. Juli 2010. Der Technische Ausschuss der Stadt Ladenburg hat mit zwei Gegenstimmen eine Bauvoranfrage fĂŒr eine dritte Tankstelle in Ladenburg angenommen.

Eine freier Tankstellenbetreiber hat eine Bauvoranfrage fĂŒr das FlurstĂŒck 3960/3, Wallstadter Straße / Benzstraße gestellt. Außerdem sollen dort möglicherweise eine Waschstraße und ein Shop entstehen.

Der Betreiber hatte sich bereits eine Genehmigung der Zu- und Abfahrten ĂŒber die beiden Straßen durch das RegierungsprĂ€sidium genehmigen lassen: „Zu unserer Überraschung“, wie BĂŒrgermeister Rainer Ziegerl sagte.

Gegen den möglichen Bau einer dritten Tankstelle sprache sich GLH-StadtrĂ€tin Ingrid Dreier aus: „Ich stehe hier in der Fraktion alleine mit meiner Meinung. Aber ich befĂŒrchte Konflikte mit kĂŒnftigen Anwohnern und hĂ€tte mir eine nachhaltigere Gewerbeansiedlung gewĂŒnscht.“

Dem schloss sich FW-StadtrĂ€tin Gudrun Ruster an: „Wir haben schon zwei Tankstellen und es gibt einen Richtwert von einer Tankstelle pro Zehntausend Einwohner – mit zwei Tankstellen sind wir also gut versorgt. Außerdem geht eine dritte Tankstelle zu Lasten der bestehenden Betreiber.“

SPD-Stadtrat Gerhard Kleinböck befĂŒrwortete die Anfrage: „Ich glaube nicht, dass der Richtwert relevant ist. Ich werde hier grĂŒnes Licht geben.“

BĂŒrgermeister Ziegler wies darauf hin, dass das GelĂ€nde im Bebauungsplangebiet Nr.6.61 und Nr. 7.9 „Neuordnung der Nutzungen östlich der Benzstraße und Neuerschließung der Hockenwiese westlich der Benzstraße“ liegt: „Hier mĂŒssen natĂŒrlich schallschutztechnische Vorschriften erfĂŒllt werden.“

Der TA nahm die Bauvoranfrage bei zwei Gegenstimmen an.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Ladenburg tafelt: Zufriedene Gastronomen trotz „Fußball-Delle“ und „zu schönem Wetter“

Guten Tag!

Ladenburg, 30. Juni 2010. (red/pöl) Die Ladenburger Gastronomen sind sehr zufrieden mit „Ladenburg tafelt“ – nach einem enttĂ€uschenden Start drehte sich die Situation am Samstagabend – auch am Sonntag kamen die GĂ€ste. Vor- und nach dem Fußballspiel.

„Aus unserer Sicht war Ladenburg tafelt ein voller Erfolg“, sagt Claus Hardung, zweiter Vorsitzender des Gastro- und Tourismusvereins, der sich gerade in der GrĂŒndung befindet.

„Positiv war ebenfalls, dass sich auch Gastronomen außerhalb der Innenstadt eingebracht haben – dadurch war das Angebot breit gefĂ€chert und fĂŒr alle etwas dabei.“

Modenschau und Show-Event anlÀsslich "Ladenburg tafelt". Bild: Horst Pölitz

Am Samstag startete „Ladenburg tafelt“ eher enttĂ€uschend. Sicher, weil es einfach sehr heiß war und sich niemand freiwillig in die Sonne setzen wollte, sicher auch, weil es eine Vielzahl von anderen Veranstaltungen gab.

„Am Abend drehte das dann völlig, bis die Altstadt voll war und die meisten PlĂ€tze besetzt“, beschreibt Hardung die Situationen. Der Zuspruch der GĂ€ste – viele davon von außerhalb – und der Umsatz stimmten aus Sicht der Gastronomen.

Die Ladenburger Gastronomie ist weit ĂŒber die Stadt hinaus bekannt und dringend auf Besucher von außerhalb angewiesen.

Am Sonntag zog die Modenschau verschiedener ModegeschĂ€fte trotz der Hitze eine zufrieden stellende Masse an Zuschauern an – auch wenn sichtbar viele PlĂ€tze leer blieben. Das WM-Spiel Deutschland-England ab 16:00 Uhr war dann ein „Gassenfeger“ – Public Viewing-Angebote waren voll, die anderen Angebote hatten das Nachsehen. Nach dem Spiel fĂŒllte sich die Stadt wieder: „Das Spiel hat fĂŒr eine Art „Fußball-Delle“ gesorgt“, sagte Hardung.

„Wir werden auf jeden Fall mit der Aktion auch im kommenden Jahr weitermachen“, sagte Claus Hardung, Betreiber des Hotels „zur goldenen Krone“. „Gerne auch mit wieder mit dem Bund der SelbststĂ€ndigen (BdS), die durch den verkaufsoffenen Sonntag einen weiteren Anreiz boten.“

Hardung lobte gegenĂŒber der Redaktion auch die „KĂŒhe“, die der Hegehof mit UnterstĂŒtzung des BdS im Innenstadtbereich aufgestellt hatte – fĂŒr einen guten Zweck. Die Heidelberger „Waldpiraten“, eine Einrichtung der deutschen Kinderkrebsstiftung erhielten einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Viel Freude mit den Fotos (red/pöl):

[nggallery id=51]

Note 2,3 fĂŒr verkaufsoffenen Sonntag

Guten Tag!

Ladenburg, 22. MĂ€rz 2010. Der Bund der SelbststĂ€ndigen (BdS) bewertete den verkaufsoffenen Sonntag als „einen der erfolgreichsten“ – tatsĂ€chlich ist die Zufriedenheit der GeschĂ€ftsleute ĂŒberwiegend „noch gut“, aber weit von einem „sehr gut“ entfernt. [Weiterlesen…]