Mittwoch, 20. September 2017

FV03 stellt eigenes Sticker-Album vor

Fußballamateure zum Sammeln und Kleben

Ladenburg, 10. Dezember 2014. (red/pm) Die Fu√üballwelt in der Stadt ist im Sticker-Tauschrausch. Der FV03 Ladenburg ver√∂ffentlicht das vermutlich erste Amateursvereins-Stickeralbum in der Region. Am kommenden Samstag um 14:00 Uhr wird das Projekt in der Lobdengauhalle vorgestellt. [Weiterlesen…]

Unsere WM-Public Viewing-Karte zeigt, wo die Spiele √ľbertragen werden

Fußball-Samba die ganze Nacht

Rhein-Neckar, 10. Juni 2014. (red/ld) Bei Temperaturen wie am Zuckerhut, l√§sst sich nirgends so gut Fu√üball-WM schauen, wie im Freien auf einer gro√üen Leinwand. Wir haben f√ľr unsere Leser/innen interessante¬†Public Viewing Locations der Region zusammengesucht. Wo Sie den WM-Start und alle Spiele schauen k√∂nnen, sehen Sie auf unserer gro√üen Karte. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf der Polizei

Diebstahl beim Fußballspiel

Ladenburg, 03. Mai 2014. (red/pol) W√§hrend des Jugendfu√üballspiels im R√∂merstadion am Donnerstag, verschaffte sich ein bislang Unbekannter, zwischen 18:50 und 19:35 Uhr, Zutritt zu den Umkleidekabinen und entwendete von insgesamt zehn Gesch√§digten Handys, Bargeld und Kleidungsst√ľcke. Der Schaden d√ľrfte sich auf rund 1.000 Euro belaufen. [Weiterlesen…]

LSV2-Kapitän Philip Brandt im Gespräch

Kampf um die Auffrischpr√§mie: „Voll die gro√üe Sache“

Klasse Teamarbeit. Foto: LSV 2

 

Ladenburg, 07. Juni 2012. (red) Schaffen sie das Wunder von Ladenburg? Holt die Mannschaft von LSV 2 die Auffrischpr√§mie? Gewinnen sie 50.000 Euro und spielen gegen Werder Bremen im R√∂merstadion? Philip Brandt ist sichtlich hin- und hergerissen zwischen Nervosit√§t und Coolness. Egal, welche Entscheidung morgen bekannt gegeben wird, f√ľr ihn steht fest: „Wir haben gewonnen.“

Von Michèle Baumann

Philip Brandt hat uns zum Gespr√§ch in den Vereinsraum von Auslandshelfer e.V. gebeten – denn einen repr√§sentativen Vereinsraum hat die zweite Mannschaft der LSV nicht. Philip ist ganz Fu√üballer – er begr√ľ√üt uns im Trainingsanzug. Seit zwei Jahren ist er Kapit√§n der zweiten Mannschaft der LSV, die in der A Klasse spielt. Nebenbei gr√ľndete der 27-j√§hrige Lehramtstudent mit einem Freund gemeinsam den Verein Auslandshelfer, um armen Menschen zu helfen und die Welt ein kleines St√ľck besser zu machen. Doch aktuell geht es um die Auffrischpr√§mie der Targobank.

Wir haben jetzt schon gewonnen.

Unter √ľber 100 Vereinen wird am Freitag eine Gewinnermannschaft bekannt gegeben, die den Hauptpreis, die „Auffrischpr√§mie“ von 50.000 Euro und ein Spiel gegen die erste Mannschaft von Werder Bremen gewinnt. Und in diesem Wettstreit erk√§mpfte sich die Mannschaft um Philip Brandt auf den zweiten Platz in der Gunst des Publikums. Eine Jury der Bank wird unter den ersten zehn Mannschaften den Gewinner bestimmen:

F√ľr mich steht fest, dass wir die Gewinner sind.

Wie das? Philip lacht und redet schnell, hat eine Art „Stra√üenslang“ kultiviert und wechselt zwischen Slang und Lehrerdeutsch.¬† Seine Motivation ist f√∂rmlich k√∂rperlich zu sp√ľren:

Weil wir als Mannschaft alles gegeben haben. Wir haben Spaß und Freude, wir sind das Team, wir gehören zusammen, wir leben unsere Philosophie.

Als Philip Brandt erzählt, von seiner Mannschaft und der Teilnahme am Wettbewerb, fangen seine Augen an zu leuchten. Man merkt, wie viel Begeisterung in ihm steckt, und dass der Wille zu gewinnen groß ist:

Am Anfang haben wir da schon mit Begeisterung mitgemacht. Die anderen haben auch echt gutes Zeugs abgeliefert. Aber dann haben unsere Leute aufgedreht, voll krass, wie wir nach vorne gevotet worden sind.

Voller Einsatz f√ľr die Mannschaft, den Fu√üball, die Lebensphilosophie. Foto: LSV2

 

Drei Leute haben die Ideen geb√ľndelt und die Foto- und Videoproduktionen organisiert, Philip und dessen Bruder Stefan sowie Johannes Hoffmann:

Die Mannschaft hat ihr Netz ausgeworfen, um im Internet Stimmen f√ľr uns zu angeln. Das hat echt hammerm√§√üig funktioniert.

F√ľr Enis war das voll die gro√üe Sache – wie f√ľr uns alle.

√úber die anderen Mannschaften √§u√üert er sich positiv: „Respekt, was manche anderen gemacht haben, aber wir sind besser“, sagt er. Tats√§chlich? Warum?

Unser drittes Video handelt vom Fu√üball in Bezug auf die ganze Welt, mit welcher Leidenschaft er gespielt wird und wie er die Menschen zusammenf√ľhrt. Ich hab alles gegegen, um den Text zu schreiben. Wir sind die einzigen mit dieser Botschaft und f√ľr den Enis, war das voll die gro√üe Sache. Der hat das so klasse gemacht.

Der zw√∂lfj√§hrige Enis Aydemir ist der Sprecher des Videos. Er hat den Text √ľber ein Handymikro aufgenommen. Dirk Bartscherer aus Dossenheim hat den Film mit einer EOS-Kamera gedreht und kommt aus der Hip-Hop-Szene. Das erkl√§rt die Bildsprache und den Rhythmus, die perfekt zusammenpassen. Die ersten beiden Videos wurden noch mit einfachen Handycams gedreht.

Auf das dritte Video sind alle sehr stolz: Hier kommt die Botschaft des Fu√üballs klar zum Vorschein. Und so erz√§hlt Philip Brandt immer wieder von der Liebe zum Fu√üball und dem Spa√ü, mit dem er und seine Mannschaftskameraden spielen. Die meisten der Spieler kommen aus Ladenburg, sind alle zu Freunden geworden und leben die Fu√üballphilosophie. F√ľr sie alle ist es eine gro√üe Ehre so weit gekommen zu sein und nun fiebern sie dem Ergebnis entgegen:

Wir wollen zusammen kicken. Das ist alles.

Philip sagt es ganz locker, lacht wieder. Rutscht im Stuhl hin und her und man sieht ihm an, dass es doch ein wenig mehr sein d√ľrfte als „alles“ – den Wettbewerb zu gewinnen, das w√§re „ganz gro√ü“. Eigentlich sollte das Ergebnis schon letzten Freitag feststehen:

Wir saßen alle gespannt an den Computern, zuhause oder bei der Arbeit und einer ist sogar von der Autobahn extra auf nen Parkplatz rausgefahren, ums Handy zu checken.

Wir haben Potenzial.

Er hatte Johannes gebeten, ihn als ersten anzurufen, falls LSV 2 der Gewinner ist. Der Anfruf kam nicht. Nach einer viertel Stunde voller Hoffnung schaltete er den Computer aus. Doch auch später wurde keine Entscheidung bekannt gegeben. Stattdessen wurde ein neuer Termin benannt, der 8. Juni 2012. Und so sitzt Philip Brandt jetzt hier, gespannt auf das Ergebnis und auf das was danach kommen wird:

Ich hab letzte Woche so gefiebert. Jetzt bin ich cooler. Wir gewinnen das.

Wieder rutscht er auf dem Stuhl hin und her. Doch selbst wenn der LSV2 nicht den Hauptgewinn erhalten sollte, ist er stolz auf seine Mannschaft und weiß, dass es sich gelohnt hat daran teilzunehmen:

Hey, wie geil ist das? Wir sind so weit nach vorne gekommen. Wahnsinn.

Der Verein nähme das nicht so ernst:

Wir sind ja nur die zweite Mannschaft und bekommen wenig Unterst√ľtzung. Aber wir haben Potenzial.

Philip Brandt: Leidenschaft Fußball.

Vor vier Jahren gab es einen Umschwung, sagt er. Damals sei die Mannschaft ein wenig chaotisch, undiszipliniert gewesen. St√§ndig wechselten die Trainer. Als es dann fast soweit war, die zweite Mannschaft des LSV Ladenburg aufzul√∂sen, gab diese nochmal ihr Bestes und seither entwickelte sie sich zu einer relativ konstanten Mannschaft aus jungen M√§nnern, die viel Spa√ü aber auch Ehrgeiz f√ľr ihr Hobby aufbringen.

Trainer und auch Spieler der Mannschaft ist Achmed Tayibi, den Philip Brand sehr lobt:

Achmed hört zu und hängt nicht den Ansager raus. Er kann gut mit der Mannschaft.

Integration? Kein Thema – die wird gelebt.

Dann erz√§hlt er ein bisschen von Spielerlebnissen – immer wieder blitzen seine Augen, wenn es um Siege gegen bessere Mannschaften geht. Die Integration muss er gar nicht erw√§hnen – die lebt er. Auf die Frage, woher Achmed kommt, antwortet Brandt wie selbstverst√§ndlich: „Ladenburg“. Er spricht auch ein wenig t√ľrkisch und arabisch: „Damit die Jungs wissen, dass ich bei ihnen mitreden kann.“ Und vermitzt l√§chelnd erz√§hlt er, wenn es um, naja, „Besonderheiten“ der eigenen Mannschaft geht. Was machen sie, wenn sie tats√§chlich gewinnen?

Wir sind alle nicht so auf Luxus aus, haben auch noch keine Party geplant oder einen Catering Service organisiert. Aber gefeiert wird auf alle Fälle! Vielleicht ein Autocorso durch Ladenburg oder so.

Und was ist mit dem Geld? Schließlich sind 50.000 Euro ein großer Batzen?

Also ich denke, wir w√ľrden ein wenig in besseres Equipment f√ľr uns stecken, der gro√üe Teil muss aber ausschlie√ülich in die Jugendarbeit gehen, das haben wir dem Verein auch schon so gesagt.

Im Hinblick auf das Spiel mit Werder Bremen beginnt Philip Brandt wieder zu strahlen:

Das Geld w√§r schon klasse, aber hey, Mann, ich bin da ganz entspannt, wir gegen Werder Bremen. Im Heimspiel, hier in Ladenburg…

Philip Brandt h√§lt die Luft an, sein K√∂rper ist unter Spannung, er guckt cool, dann l√§chelt er und atmet weiter. Hat er einen Tipp, wie das Spiel ausgehen w√ľrde? Philip guckt, grinst und strahlt:

Klar – ein Tor mehr f√ľr uns. Schade, den Pizzaro h√§tten wir gerne auf dem Platz getroffen. Die von Werder Bremen m√ľssen sich warm anziehen, denn wir sind LSV 2.

Nat√ľrlich meint er das ganz ernst. Erst recht jetzt.

Anm. d. Red.: Michèle Baumann hat gerade Abitur gemacht und absolviert ein zweimonatiges Praktikum bei uns. Da Praktikanten bei uns alles lernen, nur nicht Kaffee kochen, durfte sie bei ihrer ersten Arbeit gleich einen großen Text angehen.

50.000 Euro Prämie und Freundschaftsspiel zum Greifen nah

Holt LSV 2 Werder Bremen nach Ladenburg?

 

Ladenburg, 01. Juni 2012, 14:50 Uhr. (red) Aktualisierung: Gespannt haben wir auf das Ergebnis gewartet Рes kam aber nicht. Ein Anruf bei der Targo-Bank ergibt: Die Jury konnte sich noch nicht auf einen Gewinner einigen. Das Zittern geht also weiter Рgenau in einer Woche soll der Sieger der Auffrischprämie dann feststehen.

Ladenburg, 01. Juni 2012. (red) Schafft die 2. Mannschaft der LSV die Sensation? Heute um 12:00 Uhr wird der Gewinner der „Auffrischpr√§mie 2012“ bekannt gegeben. Und das k√∂nnte LSV Ladenburg 2 sein. Die Mannschaft hat alles gegeben und sich unter allen teilnehmenden Vereinen auf den zweiten Platz vorgek√§mpft – zusammen mit allen Fans und Unterst√ľtzern. Die Entscheidung trifft die Jury – gewinnt LSV Ladenburg 2, gibt es ein Freundschaftsspiel mit Werder Bremen und 50.000 Euro cash in die Vereinskasse.

Von Hardy Prothmann

Konnten die Teamplayer in der vergangenen Nacht gut schlafen? Konnten irgendjemand, der an diesem gro√üartigen Erfolg bis heute beteiligt war, √ľberhaupt noch „cool“ bleiben? [Weiterlesen…]