Mittwoch, 13. November 2019

Lobdengau-Museum bietet zwei Sonderführungen an

Prinz, Soldat und Bischof

Ladenburg, 21. Januar 2014. (red/pm) Das Lobdengau-Museum bietet zusätzlich zu der aktuellen Präsentation des Wittelsbacher Jahres „Prinz, Soldat und Bischof – Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg“ (bis 02. Februar 2014) zwei Sonderführung am Freitag, 31. Januar, um 19:00 Uhr und am Sonntag, 02. Februar um 16:00 Uhr an.

Lobdengau-Museum bietet Sonderführungen an

Ausstellung „Lopodunum 3D“ verlängert

Ladenburg, 18. Dezember 2013. (red/pm) Begleitend zu der aktuellen Präsentation „Lopodunum 3D – Forum und Basilika einer römischen Stadt am Neckar“, die bis zum 09. März 2014 verlängert wird, bietet das Lobdengau-Museum am Freitag, 24. Januar, um 19:00 Uhr und am Sonntag, 26. Januar, um 16:00 Uhr erneut zwei Sonderführungen an. Treffpunkt ist der Eingangsbereich des Lobdengau-Museums. Es wird der übliche Eintrittspreis erhoben (3,50 Euro/ermäßigt 2 Euro); die Führungsgebühr entfällt.

Sonderführungen zur Präsentation Lopodunum 3D

Forum und Basilika einer römischen Stadt am Neckar

Ladenburg, 06. November 2013. (red/pm) Das Lobdengau-Museum bietet zusätzlich zu der aktuellen Präsentation „Lopodunum 3D – Forum und Basilika einer römischen Stadt am Neckar“ zwei Sonderführungen an. [Weiterlesen…]

07. bis 13. Oktober 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 07. bis 13. Oktober 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Menü Nachbarschaft im Menü “Termine”. [Weiterlesen…]

Stadtführung "Jüdisches Leben in Ladenburg"

Schicksale ehemaliger jüdischer Bürger

Ladenburg, 27. September 2013. (red/pm) Der „Arbeitskreis Jüdische Geschichte“ lädt anlässlich des Europäischen Tages der Jüdischen Kultur am Sonntag, den 29. September, zu einer zweistündigen kostenlosen Führung ein. Ingrid Wagner und Dr. Jürgen Zieher werden Schicksale ehemaliger jüdischer Bürger vorstellen und Einblicke in die  Geschichte der ehemaligen Kultusgemeinde vom Mittelalter bis 1940 vermitteln. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Marienbrunnen auf dem Ladenburger Marktplatz. Männliche Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

15. bis 21. Juli 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 15. bis 21. Juli 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

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18. bis 24. März 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 18. bis 24.März 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

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Stadtführung: „Ein schöner Spaziergang für schöne Fotos.“ (Oder: 7:22)

Guten Tag!

Ladenburg, 03. Mai 2010. Unser Praktikant Robin Birr (16) hat sich als Heddesheimer in Ladenburg umgeschaut. Zwar kennt er Ladenburg ganz gut – trotzdem wollte er mehr über die Stadt wissen und nahm am 25. April 2010 an der Stadtführung des Ladenburger Heimatbunds teil. Ein Erfahrungsbericht.

Von Robin Birr

Ich bin ein typischer Ladenburg-Tourist. Im Sommer komme ich gerne in die Altstadt, um ein Eis zu essen.

Deswegen kenne ich die „Sehenswürdigkeiten“ der Stadt, also Wasserturm, Carl-Benz-Museum, den Hexenturm, die Altstadt. Vom Rumlaufen.

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"Zwei Türme, weil sich jemand wichtig nahm." Bild: Robin Birr

Die bekannten Sehenswürdigkeiten kenne ich also, ich weiß aber leider nicht viel darüber. Deswegen habe ich gerne meinen ersten eigenen Artikelauftrag angenommen und habe mich am Sonntag zur Stadtführung durch den Heimatbund eingefunden.

Ich habe zwar gesagt, dass ich als Reporter vor Ort bin, musste aber trotzdem wie alle Teilnehmer vier Euro bezahlen – die habe ich von der Redaktion zurückbekommen.

Los gings am Wasserturm – allerdings gab es überhaupt keine Informationen dazu. Das fand ich schade.

Neckar und Erde.

Dann wurde uns die Garage von Carl Benz gezeigt, an der Hauptstraße bekamen wir die Pflasterung erklärt: Die dunklen Steine symbolisieren den Neckar, die hellen die Erde.

Dann gings zur Stadtmauer mit Informationen, dass diese erneuert wurde. Anschließend gingen wir zum Rathaus, dass 1979 neu aufgebaut wurde. Dabei wurden Reste einer Festung entdeckt.

Die nächste Station war das Kunstobjekt des afrikanischen Künstler Jean-Luc Bambara, die für das Grünprojekt geschaffen wurde und hinter dem Lobdengau-Museum beim „Hirschgraben“ steht.

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So ging es Station um Station durch Ladenburg – allerdings nahm die Führerin keine Rücksicht auf Teile der Gruppe. Einige fotografierten noch, Frauen mit Kinderwägen kamen nicht so schnell hinterher – deswegen kamen einige der Informationen bei diesen Führungsteilnehmern nicht an.

Vielleicht liegts an meinem Alter – aber wirklich viel konnte ich mit der Führung nicht anfangen.

Zum Ende standen wir vor der St. Gallus Kirche und erfuhren Geschichten über irgendwelche Adlige. Mich hätte vielmehr interessiert, wie die Kirche gebaut wurde, also technische Sachen. Ich bin ja aber auch ein Mann. (Leider steht auch bei wikipedia nur was über prügelnde Pfarrer und Streit.)

Wie baut man sowas?

Sicher kann man bei einer Führung nicht jeden Geschmack treffen – meinen hat es nicht wirklich getroffen. Die Kirche hat mich wirklich interessiert. Auch die Stadtmauer. Wie baut man sowas?

Grundsätzlich finde ich es aber klasse, dass solche Führungen angeboten werden – weil man zumindest mal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenlernt. Und auch wenn nicht alles für mich interessant war. Interessant war, wie es zu zwei Türmen gekommen ist: Ein Bischof fand sich ganz wichtig.

Da hätte ich auch bei wikipedia nachlesen können – aber immerhin hatte ich einen schönen Spaziergang und habe viele Fotos gemacht.

Als wir losgingen, waren wir 22 Personen. Am Ende waren wir noch sieben.

Alle Bilder: ladenburgblog/robin birr

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Anmerkung der Redaktion:

Robin Birr ist 16 Jahre alt, lebt in Heddesheim und macht dieses Jahr in Weinheim seinen Realschulabschluss. Danach strebt er die Fachhochschulreife an. Robin ist bei der Jugendfeuerwehr Heddesheim und dort mit verantwortlich für den sehr guten Internetauftritt.

Robin ist unser erster Praktikant. Warum wir ihn genommen haben? Er hat sich bei uns beworben. Einfach so.

Dabei ist Robin ein eher zurückhaltender Typ. Keiner, der als erster „Ich“ schreit.

Die Redaktion bietet ein Praktikum an, dass sich mit dem Schulalltag vereinen lässt. Stunden- oder projektweise lernen die Praktikanten eine moderne Form der Medienproduktion und journalistisches Arbeiten.

Zur Zeit wird in Deutschland (heute Abend bei Anne Will) viel über das Schulsystem und die mangelnde Bereitschaft zur Leistung debattiert.

Vielleicht gibt es auch zu viele Debatten über Vorschriften, als darüber, wie man Schüler nach ihren Neigungen an einen Beruf heranführen kann.

Robin ist mit seinen 16 Jahren schon ein begnadeter Fotograf. Er hat Situationen im Blick und versteht es, deutlich, aber auch diskret eine Szene festzuhalten.

Wir haben die Führung in Ladenburg telefonisch besprochen. Sein „Auftrag“ war: „Lauf mit, hör Dir alles an, guck Dir alles an und achte drauf, obs Dich interessiert oder nicht. Obs Dich anspricht oder nicht. Obs Dich langweilt oder nicht. Ob Du Dir fragen stellst oder nicht? Mach die Augen und die Ohren auf und das schreibst Du auf. Gliedere den Text ruhig nach dem Verlauf. Und scheue Dich nicht, zu sagen, wie Du es wirklich fandest.“

Das hat Robin getan.

Robin ist hingegangen, hat zugehört und geschaut. Bei der Arbeit am Text hat er gelernt, seine eigenen Eindrücke zu formulieren und ihnen nicht unbedingt zu trauen. „Unsicherheiten“ mussten recherchiert werden. Robin hat sich aus vielen Quellen eine Meinung gebildet. Und gelernt, dass sein Bericht trotz ungefährem Verlauf kein Wortprotokoll sein darf, sondern es immer um die Frage geht, welche Meinung man hat oder haben darf. Artikel 5 Grundgesetz.

Als Reporter hat er aufgepasst und authentisch berichtet: 7:22.

Nach Auswahl und Besprechung der Bilder, ein paar Nachrecherchen (Danke, Frau Stahl!) war die Geschichte fast fertig. Robins erste Reportage bei uns.

Was fehlte: „Gibt es irgendeine Information, mit der Du Deinen Eindruck belegen kannst? Was Du schreibst, hast Du erlebt. Was, wenn jemand die Szene ganz anders beobachtet haben will?“

Robin sagte: „Ja. 7:22. Als wir losgingen, waren wir 22, am Ende sieben Personen. Ich habe gewartet, bis alle weg waren.“

Damit war sein Bericht fertig.