Samstag, 20. April 2019

Bens WM-Kolumne: Gewonnen aber nicht gegl├Ąnzt!

Guten Tag!

Ladenburg, 24. Juni 2010. Das 1:0 gegen Ghana war verdient, aber auch gl├╝cklich, meint unser WM-Kolumnist Ben. Ganz n├╝chtern betrachtet, hat ihn das Spiel nicht vom Hocker gerissen – daf├╝r muss die deutsche Mannschaft besser werden. Nicht in der Verteidigung – die hat gut gearbeitet.

Von Benedikt Siegfanz

WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

So leicht wie einige Fans der deutschen Nationalmannschaft sich den Sieg gegen Ghana vorgestellt hatten, ist es dann doch nicht gewesen. Mit Ghana man ein fast ebenb├╝rtiges Team in „Soccer City“ aufs Feld und spielte ├╝ber weite Strecken gut mit. F├╝r einen Sieg reichte es nicht, dennoch f├╝r das Weiterkommen.

Nach einem schweren Start gelang es dem jungen Team aus Deutschland nur mit gro├čer Anstrengung ins eigene Spiel zu finden, Torchancen herauszuspielen und schlie├člich den erl├Âsenden Treffer zu landen. Nachdem Mesut ├ľzil in der ersten Halbzeit eine riesen Torchance vergeben hatte, zweifelten die ersten schon an dem Einsatz des Deutsch-T├╝rken und generell an dem Sieg unserer Mannschaft. Das Spiel fand Gro├čteils im Mittelfeld statt und brachte auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen.

So war die Stimmung in der Halbzeitpause eher angespannt als befreit und man wartete auf neue taktische Ma├čnahmen von Joachim L├Âw. In der 60. Minute schlie├člich lockerte sich der Druck etwas, als der 21 Jahre junge Mesut ├ľzil mit einem Distanzschuss aus 18 Metern einnetzte. Trotzdem erspielten sich die Ghanesen auch danach noch einige weitere Torchancen, die nur mit viel Gl├╝ck von unserem Kapit├Ąn Philipp Lahm und Jerome Boateng vereitelt wurden.

Wieder einmal zeigte sich, dass unsere Mannschaft neben der Kampfeslust der jungen Spieler auch dringend erfahrene Teamkollegen, wie z.B. Arne Friedrich braucht, der in der Abwehr einen guten Job machte. Auch Manuel Neuer ├╝berzeugte mich mit seiner Leistung, da er durch viele starke Paraden der deutschen Mannschaft den R├╝cken freihielt. Als positiv erwies sich letztendlich die Leistung des Schiedsrichters, der trotz aller Vorwarnungen, kaum zu seinen geliebten Karten griff, was bei diesem Spiel allerdings auch kaum n├Âtig war.

In der 66. Minute musste Fu├čballdeutschland wirklich zittern: der Ghanese Andre Ayew hatte eine brandgef├Ąhrliche Torchance nicht genutzt.

Vor 83.391 Zuschauern spielte unsere Mannschaft mittelm├Ą├čig und begeisterte trotz Sieg nicht wirklich. Selbst die eigenen Spieler haben gemerkt, dass es L├╝cken gibt, die man f├╝r die weiteren Begegnungen unbedingt stopfen muss.

Gewonnen ist gewonnen, jetzt sind wir weiter.

Die Leistungen unserer Mannschaft lassen jedoch leider etwas zu w├╝nschen ├╝brig. Bisher ist es gut gegangen, die ├╝berragende Leistung aber, wie gegen Australien, muss abgerufen, Nervosit├Ąt abgelegt und Torchancen besser verwandelt werden. Vielleicht kommen wir so wie bisher noch ein wenig weiter ├╝ber die Runden, aber Weltmeister wird man so nicht.

Wir sind uns aber sicher, dass unsere junge, deutsche Mannschaft mehr Potential hat, also Jungs, zeigt uns am Sonntag, was ihr draufhabt!

Bens WM-Kolumne: Auf zum hoffentlich nicht letzten Tanz

Guten Tag!

Ladenburg, 23. Juni 2010. F├╝r das heddesheimblog berichtet Benedikt Siegfanz ├╝ber die deutschen Spiele – der 14-j├Ąhrige Ben liebt, leidet und lebt Fu├čball. Sein Traumberuf: Sportjournalist. Und er zittert: Wird es die deutsche Elf schaffen, gegen Ghana zu bestehen?

Von Benedikt Siegfanz

Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Ein Sieg muss her! Egal ob mit oder ohne guten Schiedsrichter!

Es kommt am Abend zum Entscheidungsspiel f├╝r unsere Jungs gegen Ghana. Diese „Zwangsposition“ schl├Ągt sehr auf das Gem├╝t, da man eigentlich klarer Favorit der Gruppe war.

Nun sind wir da, stehen wieder einmal vor einer machbaren Aufgabe. Ob die Elf von Jogi L├Âw diese aber besser als gegen Serbien bestreitet, steht offen. Wir werden es sehen.

Auch ohne den verletzten Topstar Michael Essien vom FC Chelsea, sind die Ghanesen eine leichtf├╝├čige, listige Mannschaft, die man auf keinen Fall untersch├Ątzen darf. Der 1:0 Sieg gegen Serbien und die 4 Punkte in der Gruppe sprechen f├╝r das Team aus Afrika.

Der serbische Trainer Milovan Rajevac hat es geschafft, aus einigen unbekannten Spielern eine gute Elf zu formen, die vor allem spielerisch ├╝berzeugt und gut kombinieren kann, auch wenn man es seiner Mimik nicht immer ansieht.

Im Augenblick muss man bedenken, dass Ghana erster der Gruppe D ist, aber nat├╝rlich nicht bleiben soll. Auch Namen aus der Bundesliga kennen wir von der „Tanzelf“, wie z.B. den Verteidiger Hans Sarpei, von Bayer 04, oder St├╝rmer Prince Tagoe, von 1899 Hoffenheim.

Interessant wird sicher auch das Br├╝dertreffen zwischen dem Hamburger Jerome Boateng und Kevin-Prince Boateng, dessen Namen durch Ballacks Verletzung bei vielen Deutschen einen schlechten Beigeschmack hat.

Spielerisch ist das Team aus Ghana mit unserer technisch begabten Elf sicher zu schlagen, ob unsere junge Mannschaft aber mit der Situation und dem Druck klar kommt, wird sich weisen. Vielleicht sollte auch die deutsche Mannschaft mal „tanzend“ den Rasen betreten.

Die Mannschaften treffen am Abend in Johannesburg, „Soccer City“ aufeinander. Das Stadion wurde mit 145 Mio. Euro komplett renoviert und ist mit 94700 Pl├Ątzen das gr├Â├čte WM-Stadion S├╝dafrikas. Auf den Klang der Vuvuzelas „freuen“ wir uns jetzt schon. ­čśë

Hoffentlich pfeift der Skandalschiedsrichter Carlos Simon aus Brasilien nicht zu kleinlich… Dass er gerne sowohl gelbe, als auch rote Karten verteilt, ist allseits bekannt. F├╝r beide Mannschaften ist der Schiedsrichter sp├Ątestens seit 2006 kein unbeschriebenes Blatt.

Aller Voraussicht nach, wird f├╝r den rot-gesperrten Miroslav Klose Cacau das gegenerische Tor st├╝rmen. Ob es weitere Ver├Ąnderungen in der Mannschaftsaufstellung gibt, soll im Vorfeld nicht bekannt gegeben werden. Vielleicht eine Taktik von dem Trainerstab?! Oder wird L├Âw weiterhin auf das K├Ânnen seiner Stammspieler vertrauen?

Ich pers├Ânlich w├╝rde mir w├╝nschen, dass unser Trainer noch wagemutiger agieren w├╝rde und z.B einmal Stefan Kie├čling, Marko Marin, oder Toni Kroos auflaufen lassen w├╝rde. Aber das ist ja nicht mein Job.

Heute gibt es keine Ausrede mehr, nur noch ein Sieg z├Ąhlt. Machbar, aber nicht leicht.

Auf geht’s in Richtung Achtelfinale!

Oder nach Hause.

Ich hoffe, keiner hat Heimweh!

Bens WM-Kolumne: Verloren ist verloren! Jetzt hei├čt es: Alles oder nichts.

Guten Tag!

Ladenburg, 19. Juni 2010. Unser WM-Kolumnist hatte es vorausgesagt: Gegen Serbien w├╝rde das Spiel schwerer. Trotzdem glaubte er an einen Sieg – tats├Ąchlich wurde es eine Niederlage. Benedikt erkl├Ąrt, warum es gegen Serbien 0:1 ausgegangen ist.

Von Benedikt Siegfanz

WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz ist entt├Ąuscht vom Spiel gegen Serbien. Bild: local4u

Der erste D├Ąmpfer f├╝r unsere Jungs. Es gab sicher viele Gr├╝nde, mit denen man den Verlust erkl├Ąren k├Ânnte, doch letztendlich war es insgesamt eine zu schwache Leistung der deutschen Mannschaft.

Noch vor f├╝nf Tagen stand Fu├čballdeutschland kopf, Spieler wurden mit Weltstars verglichen und die Mannschaft wurde als Weltmeister vorrausgesagt. Wom├Âglich zu viel Lob zu fr├╝her Zeit.

Wo stehen wir? War es nur ein zu schwacher Gegner f├╝r unsere Jungs im ersten Spiel und nicht die eigene Leistung, die uns alle jubeln lie├č? Oder war gerade diese Niederlage gegen Serbien nur ein Ausrutscher? Das Spiel gegen Ghana am kommenden Mittwoch wird ein Endspiel f├╝r die Nationalmannschaft, das steht fest! Genau dies wollte man vor dem Spiel noch verhindern, jetzt hei├čt es: alles oder nichts!

Schon in den Anfangsminuten merkte man deutlich, dass die Serben ein anderes Kaliber als Australien sind. Auch sp├╝rte man die Unsichherheit des deutschen Teams, die bereits in der ersten H├Ąlfte viele unn├Âtige Fouls und damit verbundene Gelbe Karten auf sich nahmen.

Als dann in der 37. Minute unser St├╝rmer Miroslav Klose die Ampelkarte sah, wurde das deutsche Spiel zunehmend unkoordinierter. Sp├Ątestens ab diesem Zeitpunkt registrierte wohl jeder, dass der Schiedsrichter Alberto Undiano mit der kompletten Spielsituation leicht ├╝berfordert war, und insgesamt keine gute Leistung zeigte.

Nur eine Minute nach dem Platzverweis nutzten die Serben eiskalt die Verwirrung der L├Âw-Elf aus und netzten durch Milan Jovanovic in der 38. Minute ein. Kurz vor der Halbzeit fing sich dann unser Team doch noch ein mal und erspielte sich durch Sami Khedira eine perfekte Torchance, die dann allerdings am Aluminium scheiterte.

Nach der Pause zeigte sich die deutsche Mannschaft weiter k├Ąmpferisch und wurde zunehmend st├Ąrker. Das Spiel war nun einigerma├čen ausgeglichen.
Immer weiter kam die Mannschaft unter Kapit├Ąn Philipp Lahm an den Ausgleich heran. Als sie dann fast am Ziel waren, fehlte es schlicht an Abgebr├╝htheit.

Der K├Âlner Lukas Podolski verschoss in der 60. Minute kl├Ąglich einen von der serbischen Hintermannschaft verschuldeten Handelfmeter und verspielte damit wohl den Weckruf, den die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt unbedingt gebraucht h├Ątte.

So ging es wieder los, und die deutsche Mannschaft rannte gegen eine gut abgekl├Ąrte serbische Elf des Trainers Radomir Antic an. Es fehlte Deutschland aber der letzte Biss! Bis auf ein paar wenige Chancen auf beiden Seiten lief die Zeit herunter, das deutsche Aufb├Ąumen kam nicht.

Unsere Mannschaft lie├č nach der starken Leistung gegen Australien einiges zu w├╝nschen ├╝brig und verlor ungeschickt gegen eine machbare Aufgabe. Auch die Serben spielten keinen allzu sehenswerten Fu├čball, waren aber letztendlich die cleverere Mannschaft.

Auch starke Auftritte von Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm reichten nicht aus um das Spiel noch zu drehen.

F├╝r das Spiel gegen Ghana muss unsere Elf auf jeden Fall wieder eine Schippe drauflegen und all das, was uns gegen Australien so viel Freude bereitet hat, wieder abrufen. Wenn unsere Jungs dies schaffen, sehe ich ein Weiterkommen unserer Mannschaft voraus.

Auf gehts Jungs, wir wissen das ihr es k├Ânnt!