Samstag, 24. Februar 2018

Vorstellung des Jahresberichts 2013

Landratsamt bescheinigt Feuerwehren „hervorragende Arbeit“

Rhein-Neckar, 01. April 2014. (red/pm) Die Arbeit der Feuerwehren kann nicht genug gelobt werden. Der selbstlose und zeitintensive Einsatz der Kameraden wird seitens ihrer Gemeinden und Städte hoch geschätzt. Grund genug für das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis auch ein entsprechendes Lob für die Ehrenamtlichen Helfer auszusprechen. [Weiterlesen…]

Sommertagszug bei strahlendem Sonnenschein

Strih, Strah, Stroh – der Sommertag ist do

Ladenburg, 31. März 2014. (red) Der Winter hatte gestern gar keine Chance. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen begingen die Ladenburger am Sonntag, 30. März, ihren Sommertagszug und verabschiedeten sich von der (naja) kalten Jahreszeit. Der Winter wurde traditionell in Form eines Schneemannes auf der Festwiese verbrannt. [Weiterlesen…]

Gemeinderat diskutiert über ungetätigte Ausgaben

„So viele Haushaltsreste wie noch nie“

Ladenburg, 13. März 2014. (red/ld) 1,3 Millionen Euro waren im vergangenen Haushalt nicht ausgegeben worden. Die Haushaltsreste sorgten gestern für Diskussionen im Gemeinderat. [Weiterlesen…]

Ladenburger Feuerwehrball

„Brennendes Parkett“ in der Lobdengauhalle

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Stellte seine Führungsrolle auch auf dem Feuerwehrball unter Beweis: Bürgermeister Rainer Ziegler beim Tanz mit seiner Frau.

 

Ladenburg, 20. Januar 2014. (red/ld) Im Walzer-, Tango- und Disko-Fox-Schritt feierte die Stadt am Samstagabend den diesjährigen Feuerwehrball. In der fast voll besetzten Lobdengauhalle trafen sich Bürger/innen, Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr und Vertreter der Stadt-, Landes- und Bundespolitik: Rainer Ziegler und Gemeinderatsmitglieder tanzten über das Sporthallenparkett der Lobdengauhalle. SPD-Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck und der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding hatten sich das Tanzvergnügen ebenfalls nicht nehmen lassen. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehren in Baden-Württemberg

107.500 Menschen ehrenamtlich im Einsatz

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Die Feuerwehr hilft heutzutage nicht nur bei Bränden, sondern ist ein Soforthelfer in Not- und Unglücksfällen.

Rhein-Neckar, 19. November 2013. (red/fw) Damit die Feuerwehr eine hohe Sicherheitsqualität gewährleisten kann, braucht sie viele ehrenamtlich tätige Einsatzkräfte. In Baden-Württemberg bieten über 107.500 Menschen in den Gemeindefeuerwehren ihre Hilfe an. [Weiterlesen…]

KriPo Ladenburg ermittelt

Brand in Brühl – Thujahecke setzt Wohnhäuser in Brand

Ladenburg, 02. April 2012. (red/pol) Im Mondweg in Brühl kam es am Sonntag zu etwa 50.000 Euro Schaden bei einem Brand. Ein Thujahecke ging aus bislang ungeklärter Ursache in Flammen auf, der Brand griff auf zwei Wohnhäuser über.

Information der Polizei:

„Aus bislang ungeklärter Ursache geriet am Sonntagnachmittag, gegen 16:20 Uhr, im Mondweg in Brühl eine Thujahecke in Brand. Das Feuer griff auf die unmittelbar angrenzende Fassade und die Dächer zweier Wohnhäuser über.

Einem der betroffenen Hauseigentümer, einem 59-jährigen Brühler, gelang es, die Hecke zu löschen. Die zwischenzeitlich eingetroffene Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Brühl löschte dann den Brand der Dachtraufe.

Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

Die Kriminalaußenstelle in Ladenburg ermittelt.“

Bürgermeister Ziegler: „Unter diesen Bedingungen für Stimmung zu sorgen ist sehr schwer.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. September 2010. Im Interview mit dem ladenburgblog zeigt sich Bürgermeister Rainer Ziegler zufrieden mit dem Altstadtfest. Trotz aller Widrigkeiten wie fehlenden Fähnchen, Lärmpegelbegrenzung, Haushaltslage und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Er lobt die Vielfalt und die überregionale Attraktivität des Festes und kündigt Veränderungen an.

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Bürgermeister Ziegler: Begeisterter Musikfan und Festbesucher.

Herr Bürgermeister Ziegler: Das Programm des 37. Altstadtfestes war vielfältig – was hat Ihnen am besten gefallen? Jetzt sagen Sie bitte nicht „einfach alles“…
Rainer Ziegler: „Die Vielfalt. Ich möchte nichts herausheben, weil der Gedanke des Festes ist, allen etwas anzubieten: generationenübergreifend für jung und alt und unterschiedliche Geschmäcker. Überall gibt es etwas anderes zu entdecken. Deswegen schlendere ich auch gerne wie andere Festbesucher über das Fest und lasse mich überraschen. Das ist das Konzept, das Herr Dietrich Edinger, der Leiter der Musikschule und meine Mitarbeiterin, Frau Stahl sowie ich verfolgen. Wobei ich klar sagen muss: Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.“

Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.

Das wird Frau Stahl gerne hören.
Ziegler: „Ich sage nur: 37 Altstadtfeste, die 37 mal von Frau Stahl organisiert worden sind.“

Was ist neben der Vielfalt das besondere am Altstadtfest?
Ziegler: „Die Stadt Ladenburg betreibt keine direkte Vereinsförderung. Das Fest wurde damals eingerichtet, um den Vereinen eine Einnahmemöglichkeit zu bieten. So ist das bis heute. Und wir sind überraschend – haben immer wieder neue Künstler im Programm – neben den Klassikern wie den Altstadtmusikanten. Fast alle Musikrichtungen sind vertreten, dazu gibt es Kinder- und Jugendprogramm, Kabarett und Angebote aus dem Ausland.“

Zur Eröffnung haben Sie Ihren ersten Flashmob erlebt, rund 200 „Aktivisten“ wedelten mit weiß-blauen Fähnchen. Was halten Sie davon?
Ziegler: „Sie haben mich lächeln sehen. Das war eine geniale Idee, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das hat mir gefallen. Ich fänds toll, wenn die Menschen jedes Jahr mit den weiß-blauen Fähnchen wedeln.“

Die Mutter aller Altstadtfeste: Brigitte Stahl hat alle 37 Altstadtfeste organisiert. Bild: ladenburblog.de

Unsere „Spaßaktion“ Save the Fähnchen“ hat gezeigt – nicht nur Ladenburger haben die Wimpel vermisst. Wird es die im kommenden Jahr wieder geben?
Ziegler: „Mir haben sie auch gefehlt, sie erinnern ja weiß-blau an unsere Stadtfarben silber-blau. Ich glaube aber, dass sie auf dem Fest gar nicht so sehr gefehlt haben, da gabs ja so viel anderes zu schauen, sondern vor allem im Vorfeld, weil die Fähnchen in den vergangenen Jahren schon Wochen im voraus signalisiert haben: Achtung, das Altstadtfest steht an.“

Fähnchen-Demo.

Das hat meine Frage nicht beantwortet.
Ziegler:
„Ich war noch nicht fertig. Unsere Haushaltslage ist bekannt. Uns fehlten dieses Jahr schlicht und ergreifend die Mittel für diese schöne Nebensächlichkeit. Wir müssen überall einsparen, auch beim Altstadtfest. Man kann das nicht isoliert betrachten.“

Stimmen die 20.000 Euro, die eingespart sein sollen?
Ziegler: „Die Zahl ergibt sich aus der Berechnung der Arbeitszeit, dem Einsatz der Hubwagen und Arbeiten, die der Bauhof erledigen dann anstelle von Fremdfirmen erledigen kann. Die Fähnchen sind ein enormer Aufwand, auch weil die meisten Häuser denkmalgeschützt sind und nicht einfach irgendwelche Löcher gebohrt werden dürfen. Und um gleich zu beantworten, ob man das privat machen könnte. Nein – das kann ich nicht verantworten, wenn dabei etwas passieren würde.“

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Unsere Aktion "Save the Fähnchen" hat Spaß gemacht - das Thema wird aber ernsthaft diskutiert. Ein Festteilnehmer sagte uns: "Ohne Fähnscher is des Aldschdadfeschd naggisch."

Wie wäre es mit einer Teillösung, also nur den Marktplatz oder die Hauptstraße zu „bewimpeln“?
Ziegler: „Dann geht die Diskussion in den anderen Teilen des Festes los, warum dort und nicht bei uns. Ich hätte sie gerne aufhängen lassen, das war uns nicht möglich und ich weiß, dass die Fähnchen wieder hängen werden, sobald wir uns das finanziell leisten können. “

Wie wärs mit einer Wimpelabgabe?
Ziegler: „Jetzt sind Sie aber hartnäckig.“

Immer.
Ziegler (lacht): „Ich weiß. Nein, das ist keine Lösung, wir haben gerade die Gebühren für die Stände erhöht, das geht nicht. Aufgeschlossen bin ich natürlich gegenüber Spendenlösungen, aber da muss man abwarten, ob dabei genug zusammenkommt.“

Harte Bedingungen.

Was kostet denn das Fest?
Ziegler: „Wir haben eine Haushaltsperre, auch auf die Kulturausgaben. Geplant waren mal 36.000 Euro, dann waren es nur noch 16.000 Euro. 12.000 Euro haben wird als Spenden und über die Sponsoren des Festes erhalten, wofür wir sehr dankbar sind. Dazu kommen vermischte Einnahmen, deren Höhe ich noch nicht kenne. Ich hoffe, dass wir gerade so alles bezahlen können. Zum Vergleich: 2008 hatten wir 48.000 Euro zur Verfügung.“

Die fortwährende Lärmpegelmessung hat Musikern und Festbesuchern am Markptlatz die Stimmung "begrenzt". Bild: ladenburgblog.de/local4u

Das Hauptthema war allerdings die Kritik an der Pegelbegrenzung und dem rigorosen Abschalten der Musik um 23:00 Uhr. Das war für viele Festbesucher ein Ärgernis. Die Stadt musste sich einem gerichtlichen Vergleich fügen. Besteht Hoffnung, dass sich das wieder entspannt?
Ziegler: „Diese Hoffnung habe ich nicht. Wir haben sehr hart für diesen Vergleich kämpfen müssen und das beste herausgeholt. Ganz klar ist das vielen sicher nicht genug. Ich hätte auch gerne mehr, mehr war aber nicht drin. In einer Auseinandersetzung zwischen Festbetreibern und Anwohner haben die Anwohner ganz einfach Vorteile vor Gericht. Jedes Fest überall in Deutschland verstößt gegen die Vorschriften. Wo kein Kläger ist kein Richter. Bei uns wurde geklagt, wir müssen uns nun an die Vergleiche halten, die an der Gerberstiege und am Marktplatz getroffen wurden.“

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"Hallo, hört mich jemand?" Tamara Push hat mit ihrer Band eine überzeugende Show hingelegt - die aber unter der Pegelbegrenzung litt.

Nicht nur die Besucher, auch die Musiker dürften unzufrieden gewesen sein.
Ziegler: „Herr Prothmann, ich habe selbst miterlebt, wie die Bands abends kämpfen mussten, weil sie sich teils selbst nicht gehört haben. Unter diesen Bedingungen für Unterhaltung und Stimmung zu sorgen ist sehr schwer. Aber es ist nunmal so, dass das reine Festgeschehen einen Lärmpegel von 70 dB(A) erzeugt und unsere Grenze im 16-Stunden-Mittelpegel bei 85 dB(A) liegt. Das wüssen wir einhalten. Über Pausen und über die Pegelbegrenzung.“

Klagen über Klagen?

Deren Messung teuer ist. Trifft es zu, dass das 6.000 Euro kostet?
Ziegler: „Das ist die Zahl aus dem vergangenen Jahr für einen Tag. Bei diesem Fest waren es zwei Tage, an denen wegen des Vergleichs gemessen werden musste. Die Kosten liegen zwar nicht bei dem doppelten Betrag, aber deutlich über denen vom vergangenen Jahr.“

Das ist teuer. Können Sie sich das in den kommenden Jahre leisten?
Ziegler: „Der Vergleich sieht vor, dass die Messergebnisse ausgewertet werden und ab dem kommenden Jahr die Bühnentechnik sich an den Erfahrungen dieses Jahres orientiert. Also vorerst werden keine Kosten entstehen.“

Außer, es wird nochmals geklagt. Es wird bereits kolportiert, dass es eine erneute Klage gibt. Trifft das zu?
Ziegler: „Davon ist mir nichts bekannt. Ich weiß nur, dass die Kläger wieder unzufrieden waren. Aber auch die müssen sich an den Vergleich halten und die Auswertungen abwarten.“

Rock at Church als Jugendmagnet.

Rock at Church kam bei den Jugendlichen gut an, die Konzerte auf dem Marktplatz hingegen nur bedingt. Könnte es sein, dass die Bühne auf die Festwiese umzieht?
Ziegler: „Das ist überhaupt nicht vorstellbar. Das Altstadtfest gehört in die Altstadt. Was Rock at Church angeht: Ich bin der evangelischen Kirche sehr dankbar für deren Einsatz. Die haben wieder ein sehr jugendbetontes Programm veranstaltet, nicht nur fürs Publikum, sondern auch, was die Künstler betrifft. Eine enorme Bandbreite wurde da geboten. Das ist zwar nicht alles meine Musik, aber ich konnte miterleben, wie sich die Jugendlichen wohl gefühlt und die Bands begeistert angenommen haben. Das ist das, was zählt.“

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Unauffällige Präsenz der Polizei, die mit Feuerwehr, Johannitern und Stadt ein gemeinsames Konzept erarbeitet hat.

Polizei, Feuerwehr, Johanniter und Stadt haben ein neues Sicherheitskonzept gehabt. Bilanzieren Sie das bitte aus Ihrer Sicht.
Ziegler: „Sie haben ja selbst positiv darüber berichtet. Mir hat die unauffällige Präsenz der Polizei sehr zugesagt, das war genau richtig. Auch die Feuerwehr war gut vorbereitet und die Johanniter haben eine einwandfreie Arbeit geleistet, wobei die Zahl der Fälle überschaubar war und keine alkoholbedingten Ausfälle versorgt werden mussten. Dazu waren die Jugendsozialarbeiter im Einsatz. Das hat sehr überzeugend ineinandergegriffen.“

Sicherheitskonzept überzeugt – Alkohol bleibt ein Problem.

Es gab zwar keine bekannten alkoholbedingten „Ausfälle“ bei Jugendlichen – trotzdem musste die Polizei drei Platzverweise aussprechen. Besucher berichten von einem Massenbesäufnis rund um den Wasserturm. Wie ist Ihr Kenntnisstand in der Sache?
Ziegler: „Das sehe ich unabhängig vom Altstadtfest. Das ist als generelles Problem bekannt. Leider nimmt der übermäßige „Alkoholgenuss“ von Jugendlichen zu. Nicht nur bei uns. Wir kennen das Problem und jeder kleine Erfolg bringt uns weiter. Und es gibt Vorbilder wie den Jugendgemeinderat, der alkoholfreie Cocktails angeboten hat. Jedes Angebot, jeder Einsatz in dieser Richtung ist gut und hilft, auch wenn ich die Probleme nicht beschönigen will.“

„Ich brauche keine weiteren Kläger.“ BM Ziegler

Nochmal zur Polizei: Vereinsvertreter berichten, dass sie die Anordnung der Polizei als überzogen betrachteten. Weiter gibt es Beschwerden, dass es „Ungleichbehandlungen“ gegeben habe. Was sagen Sie dazu?
Ziegler: „Sie können ein so großes Fest nicht Punkt 23 Uhr ausschalten. Natürlich gibt es Kulanzen, die man aber auch nicht übertrieben einfordern darf. Die Polizei hat ihren Rundgang gemacht und auf die Verordnung hingewiesen, die alle kannten. Je nach Wegstrecke waren eben die einen vor den anderen dran. Und bei einer zweiten Aufforderung wurde dann sicher darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung die Lizenz fürs nächste Fest kosten kann. Die abschließende Runde wurde dann zum Ausschankende um 01:00 Uhr gemacht. Ich stehe dazu, denn ich brauche keine zusätzlichen Kläger gegen das Fest. Das sollten die, die sich beschweren, bedenken.“

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Samstagabend war der Markplatz voll - am Sonntag bricht der Besucherandrang am Nachmittag ein.

Sie haben Gedanken geäußert, dass es ein neues Konzept geben könnte, weil der Sonntag „überschaubar“ war, was die Besucherzahlen angeht. Haben Sie schon konkrete Ideen dazu?
Ziegler: „In welche Richtung sich unsere Ideen genau entwickeln, wird die Bilanzierung mit den Vereinen und Gastronomen zeigen, denn der Sonntag erweist sich nicht mehr so, wie manche sich das wünschen. Die Geldbeutel sind enger und der Besucherstrom läßt ab dem Nachmittag nach. Die Gerberstiege ist sehr gut frequentiert, der Bischofshof und der Marktplatz haben aber nachgelassen. Vielleicht müssen wir das Fest am Sonntag mehr konzentrieren. Wir werden uns Gedanken machen, wie wir die Attraktivität des Altstadtfestes hoch halten.“

Altstadtfest: Auf Streife

Guten Tag!

Ladenburg, 12. September 2010. Ein Fest mit mehreren tausend Besuchern fordert eine gute Koordination und einen geschulten Blick für Gefahren von den Einsatzkräften der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Johanniter. Das ladenburgblog hat einen Rundgang begleitet.

Von Hardy Prothmann

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Rund 70 Polizisten sind während des Altstadtfestes im Einsatz.

20:00 Uhr. Rundgang der Rettungsdienste mit der Polizei. Es ist dunkel. Das Fest ist voll im Gang. Manche sagen, es war schon voller.

Kann sein. Klar ist – es ist voll. In den Ladenburger Altstadtgassen herrscht reger Betrieb. Das Wetter ist mild, es regnet nicht – ideale Bedingungen für viele tausend Festbesucher.

Gemeinsamer Rundgang.

Polizei, Feuerwehr und Johanniter machen gemeinsam einen Rundgang. Denn jeder hat einen anderen, seinen Blick aufs Geschehen. Die drei Gruppen tauschen sich aus. Über das, was sie sehen. Über das, was ihnen wichtig ist. Über das, was einen Notfall verhindert oder im Notfall wichtig ist.

Polizei, Feuerwehr und Johanniter haben deshalb auch im Domhof eine gemeinsame Leitstelle eingerichtet, koordiniert von der Polizei. Im neuen Feuerwehrhaus an der Wallstadter Straße sind zwei Gruppen (9 Personen) der Feuerwehr einsatzbereit. Die Johanniter haben drei Schichten zu 30 Personen im Einsatz für das Fest – bis auf die Polizisten sind alle ehrenamtlich tätig.

Die Johanniter haben aber schon gut zwei Dutzend Einsätze. Stürze, Kreislaufbeschwerden, kleinere Verletzungen. Bislang waren „alkoholbedingte“ Einsätze noch nicht nötig. Zwei Personen mussten allerdings wegen Kreislaufschwächen in die Klink transportiert werden. Bis zum frühen Abend gab es für die Feuerwehr noch keinen Einsatz, die Polizei musste nur einen „Garagenzuparker“ klären und ein „verlorenes“ Auto finden, was funktioniert hat.

Gefahrenanalyse.

Beim Rundgang der Einsatzkräfte schweift der Blick vor allem über den Boden und die „Raumsituation“. Sind Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen zu den Festständen Stolperfallen? Wie eng sind die Räume, wenn etwas passiert? Gibt es die Möglichkeit für die Menschen, vom Ort zu weichen? Wie können Menschenströme geführt werden?

Antworten auf diese Fragen wurden schon vorher diskutiert. Jetzt, vor Ort, in der besonderen Situation, wird das nochmals überprüft. Der Blick gilt dem Detail.

Am Marktplatz treffen die „Rundgänger“ auf eine Situation, die ihnen sofort so gar nicht gefällt. Irgendjemand hat einen zusätzlichen Schirm an der Ecke Hauptstraße/Kirchenstraße aufgestellt und ein Händler hat sich hier mit Tisch und Waren platziert. Dadurch wird die Stelle hier sehr eng. Die Leute drängen sich, an ein Durchkommen mit Rettungswagen ist hier gar nicht mehr zu denken.

„Sie bauen ab. Jetzt.“

Rücksprache mit Brigitte Stahl von der Stadt, die weiß nichts von dem Stand an dieser Stelle. Der Händler muss den Standort räumen und sich was anderes suchen. Er lässt sich so viel Zeit, dass der Leiter des Polizeireviers Ladenburg, Frank Hartmannsgruber, deutlich wird: „Sie bauen ab. Jetzt.“

Auch der Schirm muss entfernt werden. Darauf legen Feuerwehr und Johanniter wert.

Bis 18:00 Uhr hat sich die Polizei mit ihrer Präsenz im Hintergrund gehalten. Danach sieht man häufiger Teams aus zwei Beamten, nach 20 Uhr nur noch mindestens zu viert, „die sich nach allen Seiten absichern können“. Später werden die Ladenburger Polizisten durch Mannheimer teils ersetzt.

Bis zum Abend 20 Einsätze für die Johanniter.

Insgesamt verläuft das Fest ruhig. Nach 21:00 Uhr zählen die Johanniter zwanzig Einsätze. Es gibt im Gebiet mehrere „Verletzenablagen“ – Einrichtungen, um im Notfall Patienten versorgen zu können, bis der Krankenwagen eintrifft. Die Feuerwehr hat an wichtigen Punkten Feuerlöschcontainer aufgestellt, die im Ernstfall erste Maßnahmen ermöglichen.

Die Festbesucher konzentrieren sich immer mehr auf dem Marktplatz, dem Kirchplatz, dem Domhof und vor der Lustgartenstraße. Allesamt neuralgische Punkte. Die Konzentration der Rettungskräfte steigt zunehmend.

Gegen 23:15 Uhr kommt es zu einer blutigen Schlägerei auf dem Platz vor der Kirche. Zeugen berichten, es sei keine Polizei vor Ort gewesen: „Der eine hat eine Flasche über den Kopf gekriegt und so unglaublich geblutet, mir ist jetzt noch ganz schlecht“, sagt ein junger Mann, der den Vorfall beobachtet hat: „Wo war die Polizei? Jedenfalls nicht vor Ort und hier stehen sie rum“, sagt er vor dem Domhof. Seine Begleiter bestätigen das und sind sauer auf die Polizisten, die sie hier sehen.

Am späten Abend wird es nervöser – und aggressiver.

Tatsächlich stehen hier acht Beamte, teils mit rasierten Schädeln, zugeknöpfte dunkelgrüne Uniformen. Sie tragen Handschuhe, wirken deutlich nervöser als ihre Kollegen ein paar Stunden zuvor und sehen aus, als würden sie nicht lange fackeln. Doch hier ist alles ruhig.

Vor der Stadtkirche bestätigen weitere Festbesucher, dass es hier zu einem kurzen, aber heftigen Gewaltausbruch gekommen sein muss. Jemand hat jemanden eine Flasche über den Kopf geschlagen, danach wurde der Täter von anderen massiv attakiert und „zusammengetreten“: „Ich dachte, die bringen den jetzt um“, sagt einer.

Mittlerweile sind hier mehrere Polizisten, die Auskünfte einholen, telefonieren, sich umschauen. Ob sie über Täter und Opfer Informationen haben, ist unklar. Jetzt läuft ein Einsatz, dann gibt es zunächst keine Informationen mehr für die Presse.

Festbesucher berichten, ein Krankenwagen sei vorgefahren. Jemand wurde abtransportiert.

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Anmerkung der Redaktion:
Der Text wurde von uns aktualisiert: Einerseits der Zeitpunkt der Schlägerei. Darüber wurden wir von einem Leser per email aufmerksam gemacht. Die Polizei bestätigte, dass der Vorfall nicht gegen Mitternacht, sondern wie jetzt berichtet stattgefunden hat. Auch die Einsatzzahl der Johanniter war mit „an die 30“ leicht höher als tatsächlich.
Besten Dank für die Hinweise und Korrekturen!

Besucherandrang am Bürgertag in der Feuerwehr

Guten Tag!

Ladenburg, 29. März 2010. Waren es 700 oder 800 Besucher oder gar 1.000 oder mehr? Die Frage ist schwer zu beantworten. Fest steht: Der Bürgertag am 28. März 2010 war sehr gut besucht – sicher auch, weil die LadenburgerInnen neugierig auf die neue Feuerwehr waren. Viele Familien nutzten das Angebot für einen Ausflug.

Halbe Strecke: Blick aus 12 Meter Höhe auf den Hof der Feuerwehr. Die Leiter ist auf 23 Meter ausgelegt, kann aber auch bis zu 30 Metern ausfahren. Bild: ladenburgblog

Von 11:00 Uhr morgens bis zum Nachmittag um 17:00 Uhr war es ein ständiges Kommen und Gehen in der Feuerwehr. Die LadenburgerInnen und Gäste von außerhalb nutzten den Sonntag, um sich das neue Feuerwehrhaus genau anzuschauen.

Arbeitskreise präsentieren sich.

Auch die ehrenamtlichen Arbeitskreise der Stadt profitierten von dem Besucherandrang: Im Schulungsraum präsentierten die Arbeitskreise Berufsfindung, Senioren, Stadtmarketing, Touristik und Umwelt ihre Projekte. Fragen zur Verwaltung beantworteten Angestellte der Stadt.

Auch die Kliba war vor Ort, um übers Energiesparen zu informieren – allerdings mit enttäuschendem Zuspruch -auch zum Vortrag am Nachmittag fanden sich nur zwei Interessierte ein.

(von links) Fritz Lüns und Bürgermeister Ziegler begrüßen die BürgerInnen im neuen Feuerwehrhaus. Bild: ladenburgblog

Bürgermeister Rainer Ziegler und Gemeinderat Fritz Lüns vom Arbeitskreis Umwelt der „Zukunftswerkstadt“ eröffneten den Bürgertag in der Fahrzeughalle.

Ziegler sagte: „Der Bürgertag ist ideal, um locker miteinander ins Gespräch zu kommen. Heute hier im neuen Feuerwehrhaus, in dem Sie herzlich eingeladen sind, sich alles anzuschauen und Fragen zu stellen.“ Das taten die Bürger auch – nach der Ansprache war der Bürgermeister ständig in Gespräche „verwickelt“. Auch die Gemeinderäte stellten sich am „runden Stehtisch“ den Bürgerfragen. Im ersten Stock informierte der Jugendgemeinderat über seine Arbeit.

Neue Investoren für Fotovoltaik gesucht.

Zusammen mit Gemeinderat Fritz Lüns (Freie Wähler) weihte Ziegler aber zunächst die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Feuerwehr ein, die allerdings schon seit Dezember in Betrieb ist und bereits 7.000 kWh Energie produziert hat. Insgesamt 23 Privatleute haben in die Solaranlage investiert, darunter auch der Bürgermeister. Die 80 kWp-Anlage produziert rund 75.000 kWh im Jahr – damit können umgerechnet 25 Haushalte das ganze Jahr mit Strom versorgt werden.

„Sowohl im Land als auch in Gesamtdeutschland liegen wir im Vergleich mit anderen Kommunen damit im guten Mittelfeld, was die Nutzung regenerativer Energien angeht“, sagte Fritz Lüns. Und wichtiger: „Die Anlage spart rund 55 Tonnen CO2 ein.“ Fritz Lüns überwacht die Anlage vom heimischen Computer aus.

Insgesamt an die 1.000 BürgerInnen nutzten den Bürgertag im neuen Feuerwehrhaus zur Information. Bild: ladenburgblog

Die Gäste ermunterte der Initiator, selbst in eine solche Anlage zu investieren und sich bei ihm zu melden. Es existiere bereits eine Warteliste, so dass bald eine neue Anlage geplant werden könne. Bürgermeister Ziegler versprach, sich für eine weitere städtische Dachflächen einzusetzen, die kostenlos für den Betriebe solcher Anlagen seien.

Drehleiter macht Spaß.

Viel Spaß hatten die BürgerInnen und Kinder mit der Drehleiter. Wie auf dem Jahrmarkt bildete sich eine lange Schlange – sehr viele Besucher wollten die Welt aus einer Höhe von rund 12 Metern betrachten und einen Blick auf die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach werfen.

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Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Fotostrecke: Neues Feuerwehrhaus eingeweiht

Guten Tag!

Ladenburg, 27. März 2010. Für die Freiwillige Feuerwehr Ladenburg ist der 26. März 2010 ein historischer Tag: Das neue Feuerwehrhaus ist offiziell eingeweiht. Unsere Fotostrecke zeigt Bilder der Eröffnungsfeier, zu der über 300 Gäste und Feuerwehrleute geladen waren.

"Geheimnis gelüftet": Hier residiert ab sofort die Freiwillige Feuerwehr. Bild: hblog

Vollkommen entspannt verlief der Einsatz an diesem historischen Abend.

Gastgeber Bürgermeister Ziegler und Kommandant Harald Lange war die gute Laune anzumerken, denn für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Ladenburg beginnt eine neue Ära: „Die Zeit der Improvisation ist vorbei“, sagte Lange.

Nach jahrzehntelanger „Unterbringung“ an mehreren Standorten in der Stadt hat die Ladenburger Feuerwehr nun einen strategisch günstigen Standort bezogen: Das neue Feuerwehrhaus an der Wallstadter Straße.

Bürgermeister Ziegler sagte im Gespräch mit dem ladenburgblog: „Für mich ist dieses Feuerwehrhaus eine persönliche Angelegenheit.“ Kommandant Harald Lange sagte: „Das Zeitalter der Scheunen und Improvisationen ist beendet. Dieser Standort ist optimal.“ Und im Scherz: „Dieser Bau ist täglich von uns Feuerwehrleuten überwacht worden. Eins ist sicher: Hier fehlt kein Stück Metall im Beton.“

Beide bedankten sich beim Bauherrn Jürgen Machmeier (Inwo Bau GmbH), „der diese tolle Lösung zusammen mit dem Einkaufszentrum erst möglich gemacht hat.“

Landesbranddirektor Hermann Schröder sagte: „Feuerwehr bedeutet, Hilfe zu leisten. Wer erlebt hat, wenn ein Einsatz nicht erfolgreich war, weiß, was ich meine: Den Menschen helfen zu können, ist ein hohes Gut, ebenso die Kameradschaft. Nehmen Sie dieses schöne, funktionale Haus zum Anlass für eine lange Kameradschaft.“

Grüße und einen Wasserkrug als Geschenk überreichte der österreichische Kamerad Johann Reuter. Kommandant der Feuerwehr in der Partnergemeinde Paternion (Kärnten). Für die Feuerwehr Mannheim gratulierte Bernhard Kunkel.

Der Feuerwehrchor unter Leitung von Dietrich Edinger hatte drei Auftritte und begann mit „Hoch auf dem roten Wagen“.

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Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Bürgertag mit Präsentationen, offene Türen bei der Feuerwehr

Guten Tag!

Ladenburg, 26. März 2010. Am Sonntag, den 28. März 2010, gehts rund im neuen Feuerwehrhaus. Die BürgerInnen werden zum Tag der offenen Tür eingeladen und gleichzeitig präsentiert sich die Stadt mit verschiedenen Einrichtungen den BürgerInnen. Start ist 11:00 Uhr.

Geht es nach Bürgermeister Ziegler, soll es im neuen Feuerwehrhaus an der Wallstadter Straße überwiegend locker zugehen: „Das ist eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Mitglieder der Stadtverwaltung werden vor Ort sein, Jugendgemeinderat und Gemeinderat, Arbeitsgruppen der Zukunftswerkstadt stellen sich vor. Und: Die „neue“ Feuerwehr zeigt zum ersten Mal, wies drin im neuen Gerätehaus aussieht.

Der Ablauf:

  • 11.00 Uhr Begrüßung durch Bürgermeister Ziegler und Einweihung der Bürgerphotovotaikanlage mit Fritz Lüns (bei gutem Wetter draußen, ansonsten Fahrzeughalle)
  • 11.00-17.00 Uhr Präsentationen und Gespräche an den einzelnen Informations-Ständen, Führungen durch das neue Feuerwehrhaus gemäß Aushang
  • ab 13.00 Uhr Fachvorträge/Diskussion: Finanzielle Lage der Stadt, Stadtentwicklung, Energiesparen, Dialog mit Bürgermeister vorher und in Pausen: Filme von Dr. Peter Hilger
  • 11.00-15.00 Uhr Kinderbetreuung durch die Kindertagesstätte „Römernest“ und das Haus des Kindes
  • 15.30 Uhr Musikvortrag durch die städtische Musikschule in der Fahrzeughalle

Erdgeschoss:

  • Gemeinderat Freiwillige Feuerwehr
  • Polizei Getränke, Kaffee und Kuchen
  • Städtisches Wasserwerk Metzgerei Künzler: Imbiss

Obergeschoss:

  • Kinderbetreuung IAV-Stelle
  • Jugendgemeinderat Ökumenische Hospizhilfe
  • ZukunftswerkStadt Weinheim-Neckar-Bergstr.
  • Klimaschutz- u. Energie- Beratungsagentur Städtische Ämter

Fachvorträge und Diskussion:

  • 13.00 Uhr Claus Hessenthaler, Thema: Finanzielle Lage der Stadt
  • 14.00 Uhr Andre Rehmsmeier, Thema: Stadtentwicklung
  • 15.00 Uhr Jürgen Jordan/ KliBA, Thema: Heizkosten sparen, gewusst wie?
  • 16.00 Uhr Dialog: Bürger fragen – Bürgermeister antwortet

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog