Mittwoch, 22. November 2017

Transparenter Journalismus: Wir stellen Öffentlichkeit her - wir stellen uns der Öffentlichkeit

Willkommen: Erste öffentliche Redaktionskonferenz

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Rhein-Neckar, 12. Oktober 2014. (red) Am 13. Oktober, 18:30 Uhr, treffen wir uns zu der ersten öffentlichen Redaktionskonferenz bei „Müllers Restaurant&Café Lounge“ im Museumsschiff . Zu Gast sind die Lokalpolitiker Bernd Kupfer (CDU), Reinhold Götz (SPD), Raquel Rempp (Freie Wähler) sowie ein afghanischer Flüchtling. Künftig werden wir ein Mal im Monat in ausgewählten Gastronomien eine öffentliche Redaktionskonferenz abhalten. [Weiterlesen…]

Zweiter offener Brief von Said Azami

Freundschaftliche Gedanken von Schwetzingen nach Ladenburg

Schwetzingen, 17. Juni 2014. (red/pm) Said Azami aus Afghanistan lebte bis vor drei Monaten als Asylbewerber in der Alten Martinsschule in Ladenburg und nun in der Unterkunft in Schwetzingen. In einem offenen Brief wendet er sich nun an die Ladenburger Bürger/innen und Bürgermeister Rainer Ziegler. Die von ihm zum Ausdruck gebrachte Dankbarkeit, stellvertetend für die anderen Flüchtlinge, ist bewegend. Wir dokumentieren sein Schreiben. [Weiterlesen…]

Besinnliche Weihnacht. Zeit, sich zu besinnen: Was war, was ist und was sein soll

Auch Jesus war ein Flüchtling

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Dieser Bub spielt unter Aufsicht seines Vaters im neuen „Garten auf Zeit“ – im Hintergrund sieht man Blumen, die er gerade gepflanzt hat. Die Aufnahme entstand im August 2013 in Ladenburg. Ab Mitte Januar 2014 wird die Familie aus der Alten Martinsschule ausgezogen sein und in Container in Schweztingen umgesetzt.

 

Rhein-Neckar, 24. Dezember 2013. (red/Rose) Rund 700 neu eingetroffene Asylsuchende hat der Rhein-Neckar-Kreis dieses Jahr aufnehmen müssen – auch die kreisfreien Städte in unserer Region werden hunderte Menschen aufnehmen. Und es werden mehr werden, denn in Syrien tobt ein grausamer Bürgerkrieg, die Menschen fliehen aus Afghanistan, aus dem Irak, aus dem Sudan. Hinter den Zahlen stehen Schicksale. Menschen. Und die brauchen Hilfe. [Weiterlesen…]

Erstes Asylcafé in der Martinsschule

„Wir hatten falsche Erwartungen“

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Unorganisiert oder erfolgreich? Das erste Asylcafé wurde unterschiedliche bewertet.

 

Ladenburg, 02. Oktober 2013. (red/ld) Es sollte ein Ort der Begegnung werden, an dem sich die in der Martinsschule untergebrachten Asylbewerber mit Bürgerinnen und Bürgern über ihre Erlebnisse und ihre Schicksale austauschen können. Jetzt arbeiten die Organisatoren daran, wie die Fehler des ersten Versuchs bei einem zweiten Termin vermieden werden können. [Weiterlesen…]

Neue Gebühren- und Benutzungsordnung für die Obachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte

„Wir brauchten eine Rechtsgrundlage“

Ladenburg, 08. März 2013. (red/zef) Der Gemeinderat verabschiedete am 06. März mit einer Enthaltung die neue Gebühren- und Benutzungsordnung für Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte. Neben deutschen Obdachlosen sind dort zu 50 Prozent Asylanten untergebracht, die geduldet sind. Diese haben in der Regel keine Arbeitserlaubnis. Auf den ersten Blick verwirrt daher der Begriff Gebührenordnung: Wie sollen Obdachlose und Asylanten ohne Arbeitserlaubnis die Wohnung bezahlen?

Von Ziad-Emanuel Farag

Geduldete Flüchtlinge haben kein Aufenthaltsrecht und zumeist keine Arbeitserlaubnis. Eigenes Geld, um die Gebühren zu bezahlen, können sie nicht verdienen. Michael Ehinger vom Ordnungsamt Ladenburg erklärt auf Nachfrage:

In der Regel zahlt hier der Staat die Miete, bei den geduldeten Asylanten sogar in 99 Prozent der Fälle. In seltenen Fällen können jedoch auch geduldete Asylanten eine Arbeitserlaubnis erhalten und die Kosten selber tragen. Daher möchten wir durch eine solche Verordnung sicherstellen, alle Fälle abzudecken.

Die Gebührenhöhe liegt zwischen 4,00 Euro und 7,22 Euro pro Quadratmeter im Monat.

Mietvertrag bewusst nicht gewollt

Statt einer solchen Verordnung hätte man auch einen Mietvertrag mit jedem Bewohner abschließen können. Dies habe man laut Ehinger jedoch bewusst nicht gewollt. Man wolle allen Beteiligten ermöglichen, das Wohnverhältnis zügig beenden zu können, wenn eine andere Bleibe gefunden wird. So gibt es in der Gebühren- und Benutzungsordnung keine Kündigungsfrist. Wenn jemand früher auszieht, wird das Geld zurückgezahlt. Rechte und Pflichten wie die Instandhaltung der Unterkünfte seitens der Bewohner oder wie die Wohnungen beim Auszug zu übergeben sind sind ebenfalls in der Ordnung festgeschrieben.

Genauso wie dort festgelegt ist, dass die Bewohner kein Recht auf eine Unterbringung in einer Einzelwohnung haben.

Wir haben theoretisch Platz für bis zu 125 Personen. In der Regel wohnen bei uns aber zwischen 60 und 80 Personen, viele davon trotz der Festlegung in einer eigenen Wohnung. Jeder Mensch braucht bekanntlich hin und wieder seine Freiräume.

Das verringere auch mögliche Spannungen. Die Verweildauer der deutschen Bewohner betrage laut Ehinger meist mindestens ein Jahr. Bei den geduldeten Asylanten ist die Verweildauer nach oben hin offen. Sie kommen aus verschiedenen Ländern und Regionen wie dem Kosovo, Sudan oder auch aus Nigeria.

Nur zwei Prozent der geduldeten Asylanten werden zurückgeschickt,

so Ehinger abschließend. Aus welchen Gründen sie zurückgeschickt werden, wisse er aber nicht.