Mittwoch, 23. Oktober 2019

Keine Aussagen ĂŒber Brandursache

Brand im Umspannwerk

Ladenburg, 11. Oktober 2012. (red/pol) Ein Feuer in einem Umspannwerk in Ladenburg wurde der Polizei am Mittwochnachmittag um 15:23 Uhr, gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Funkstreife des Polizeireviers Ladenburg war die Situation jedoch bereits unter Kontrolle.

Information des PolizeiprÀsidiums Mannheim:

„Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, war es in einem NebengebĂ€ude des Umspannwerks zu einem Stromausfall gekommen. Daraufhin hatte sich ein Mitarbeiter der ElektrizitĂ€tswerke auf den Weg gemacht, um die Ursache des Stromausfalls zu ergrĂŒnden. Dabei fiel ihm auf, dass es in dem GebĂ€ude brummte und die Beleuchtung ausgefallen war. Im Obergeschoss des GebĂ€udes stellte er zudem ein kleineres Feuer fest, welches er jedoch mit einem Feuerlöscher ersticken konnte.

Ersten Nachforschungen zufolge ist der Brand durch einen Kurzschluss an einer sogenannten Sammelschiene entstanden. Zur genauen Brandursache können noch keine Aussagen gemacht werden, ebenso wenig zur Höhe des Sachschadens. Nach dem LĂŒften des GebĂ€udes durch die freiwillige Feuerwehr Ladenburg war die unmittelbare Gefahr gebannt.“

Mehrere Wehren gemeinsam im Großeinsatz

500.000 Euro Schaden bei Brand einer Produktions- und Lagerhalle

Hemsbach/Weinheim/ladenburg, 06. Oktober 2012. (red/pol/fw) Insgesamt neuen Stunden dauerte ein Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr mit UnterstĂŒtzung der Wehren aus Weinheim und Ladenburg. Auf den BesenĂ€ckern war eine Produktions- und Lagerhalle in Brand geraten.

Information der Polizei:

„Aus bislang ungeklĂ€rter Ursache kam es in den frĂŒhen Abendstunden des 05.10.12 zu einem Brand in einer Produktions- und Lagerhalle mit angrenzenden BĂŒrorĂ€umen und Wohnhaus in 69502 Hemsbach, Auf den BesenĂ€ckern.

Die Freiwilligen Feuerwehren Hemsbach und Weinheim waren mit insgesamt 50 Mann und 9 Fahrzeugen zur BrandbekÀmpfung im Einsatz. Der technische Leiter des Unternehmens, der mit seiner Familie die nebenan liegende Maisonette-Wohnung bewohnt, entdeckte den Brand und verstÀndigte die Leitstelle Rhein-Neckar um 19.29 Uhr.

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der Brand in einer Zwischendecke der Industriehalle ausbrach. Die Brandursache ist bislang völlig unklar. Personen wurden nicht verletzt. Der GebĂ€udeschaden betrĂ€gt nach ersten SchĂ€tzungen 200.000 € , der Fahrnisschaden etwa 300 000 € .

Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Kriminalpolizei Weinheim ĂŒbernommen.“

Senior vergisst Herdplatte abzustellen

Kochende WĂ€sche fĂŒhrt zu Feuerwehreinsatz

Ladenburg, 17. August 2012. (red/pol) Zu einem Einsatz der etwas außergewöhnlicheren Art wurden Feuerwehr und Polizei am Donnerstagnachmittag, gegen 16:45 Uhr, in Ladenburg gerufen.
Information des PolizeiprÀsidiums Mannheim:
„Weil es aus dem Fenster einer im ersten Obergeschoss gelegenen Wohnung in der Kirchenstraße qualmte, riefen mehrere Personen die Polizei. Zudem heulte ein Feuermelder. Die Feuerwehr konnte ĂŒber ein gekipptes Fenster in die „Brand-Wohnung“ gelangen und den „Brandort“ schnell ausfindig machen. Der Wohnungsinhaber, ein 78-jĂ€hriger Mann, hatte einen Topf mit KochwĂ€sche auf den Herd gestellt.
Da die Herdplatte auf die höchste Stufe eingestellt war, kam es zu nach einiger Zeit zu einer heftigen Rauchentwicklung. Ein offenes Feuer war aber noch nicht entstanden. Seine Behausung hatte der Senior, Zeugenaussagen zufolge, etwa eineinhalb Stunden zuvor verlassen.
Nachdem alles abgeschaltet war, verließen die Retter die Wohnung. Der Sachschaden ist gering. Der Rentner, der sich zwischenzeitlich bei der Polizei gemeldet hat, teilte mit, dass er versehentlich seinen Herd so hoch eingestellt hatte.“
Erfolgreiche BereichsĂŒbung der Jugendfeuerwehren

„Großbrand“ in der Spedition

Zusammenarbeit ist das Wichtigste bei einem Brandeinsatz.

 

Edingen-Neckarhausen, 29. Juli 2012. (red/la) Am Samstag löschten die Jugendfeuerwehren mehrerer Gemeinden bei ihrer BereichsĂŒbung einen Großbrand in der Spedition TTM Trucking. 50 Minuten dauerte die Übung an der 53 Jugendliche und neun Fahrzeuge beteiligt waren.

Von Reinhard Lask

Großeinsatz in Neu-Edingen: Acht Löschfahrzeuge und ein Einsatzleitwagen fahren am Samstag um 11 Uhr auf das GelĂ€nde der Spedition TTM Trucking. Hier steht die Lagerhalle bereits lichterloh in Flammen. Kurz darauf erfahren die 53 JungfeuerwehrmĂ€nner und -frauen, dass es drei Verletzte zu retten gibt. Außerdem steht ein BehĂ€lter mit giftigen Chemikalien in der NĂ€he der Flammen. Dieser muss erst gekĂŒhlt und dann außer Reichweite gebracht werden.

Zwar ist der Einsatz nur eine Übung, aber die jungen BrandbekĂ€mpfer aus Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim, Ladenburg, Altenbach und Heddesheim mussten sich beweisen, als wĂ€re alles ein Ernstfall. Rund 50 Zuschauer beobachten den Einsatz auf dem GelĂ€nde in angemessener Entfernung.

Kurz nachdem die Alarmmeldung um 11 Uhr eintrifft, setzten sich die Löschfahrzeuge in Bewegung. „Die Lagerhalle befindet sich im Vollbrand. Die Jugendfeuerwehr wird in drei Wellen vorstoßen“, erklĂ€rt Pressewart Daniel GĂ€rtner.

Nach kurzer Lagebesprechung mit der Leitstelle fahren die roten WĂ€gen auf ihre Positionen, die 53 Jugendlichen rollen 15 große SchlĂ€uche. Bald spritzen große Mengen Wasser auf das GebĂ€ude und GelĂ€nde. Die jĂŒngsten Teilnehmer der Übung sind zehn Jahre alt.

Das Material mit dem sie arbeiten ist natĂŒrlich nicht kindgerecht. Das zwingt die Kinder und Jugendlichen effektiv zusammenarbeiten zu mĂŒssen, um die Aufgaben bewĂ€ltigen zu können,

sagt Hannes Steffen Henn, Pressewart der Abteilung Edingen. Einige aktive EinsatzkrĂ€fte sind auch im Einsatz. „Bei Aufgaben die Erwachsene machen mĂŒssen, wie zum Beispiel das Fahrzeug lenken sind natĂŒrlich normale Feuerwehrleute im Einsatz“, sagt Henn. Alles was die jungen Wehrleute allein machen können, sollen sie auch schon selbst erledigen können. Dazu gehört auch die Schutzkleidung und eine Atemschutzmaske anzulegen und die gekĂŒhlte Gasflasche zu bergen.

Auf der anderen Seite der Spedition haben die jungen BrandbekĂ€mpfer bereits eine verletzte Person gerettet, die zwischen zwei Lkws lag.“Menschenrettung hat immer oberste PrioritĂ€t“, erklĂ€rt Henn.

Wenn der Louvre brennt und neben der Mona Lisa ein Mensch liegt, retten wir zuerst den Menschen.

Unter den Zuschauern sind auch Marcus Bien und Sandro Fillbrunn, Mitglieder der GeschĂ€ftsfĂŒhrung bei TTM Trucking. Auch sie verfolgten gespannt den Einsatz auf ihrem GelĂ€nde. Diesmal ist es nur eine Übung. Im Januar 2011 war die Feuerwehr bei einem echten Einsatz „zu Besuch“. Bei einem „Gefahrgutunfall“ waren damals giftige Chemikalen ausgeflossen. Die Feuerwehr brachte die Lage damals schnell unter Kontrolle. „Danach kam die Idee auf, das GelĂ€nde fĂŒr Übungen zu nutzen. Das haben wir gern zur VerfĂŒgung gestellt“, sagt Bien. Vorbereitungen fĂŒr die Übung sollten sie nicht treffen. „Wir sollten nichts wegrĂ€umen, sondern alles genauso lassen, wie es auch im normalen Betrieb bei uns aussehen wĂŒrde. Die Übungsumgebung soll so natĂŒrlich wie möglich sein“, sagt Bien.

Nach rund 50 Minuten ist der Großeinsatz erfolgreich beendet. Die Verantwortlichen und alle anderen Teilnehmer sind zufrieden mit der Tagesleistung. Auch der stellvertrende Kreisjugendfeuerwehrwart David Heid ist zufrieden:

Eine sehr gelungene Übung. Auch die Kleinsten haben eine tolle Leistung gezeigt.

Die drei Verletzten sind zu dem Zeitpunkt schon lĂ€ngst wieder wohlauf. Nach der Manöverkritik gehen die EinsatzkrĂ€fte, deren Familien und Besucher zum sogenannten „B-Teil“ ĂŒber – die erfolgreiche Übung zu Feiern.

Die Bildergalerie finden Sie im EdingenNeckarhausenblog.de.

Aus dem Gemeinderat: Haushaltsberatung

Streichungen bei Feuerwehr und Musikschule

Die Feuerwehr muss ZuschusskĂŒrzungen hinnehmen - damit gibt es auch weniger Gelder fĂŒr die Jugendfeuerwehr. Archivbild: Übung der Jugend am Neckar

 

Ladenburg, 20. MÀrz 2012. (red/sap) Die Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates zogen sich bis in die spÀten Abendstunden, vor allem Stadtrat Steffen Salinger hatte den Haushaltsplan 2012 akribisch gelesen und fragte immer wieder kritisch nach. Bei der Gemeinderatssitzung waren diesmal auch vier Mitglieder des Ladenburger Jugendgemeinerates dabei.

Von Sabine Prothmann

Bei der Haushaltsberatung standen zwei Positionen im Kreuzfeuer der Diskussion: Der Zuschussbedarf der Freiwilligen Feuerwehr und der Etat der StÀdtischen Musikschule.

Ohne Frage sei die Wehr wichtig fĂŒr die Stadt und sicherlich sei der Anstieg des Zuschussbedarfs um 60.000 Euro auf jetzt 262.000 Euro gut begrĂŒndet, und es zweifle auch nicht an der Notwendigkeit der Ausgaben, dennoch halte er eine Budgetierung fĂŒr richtig, erklĂ€rte Steffen Salinger (SPD) bei der Haushaltsberatung.

„Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an“

„Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an“, so BĂŒrgermeister Ziegler. Hier gehe es um Schutzkleidung und Fortbildung der Wehr, also um Sicherheit. Er sei nur fĂŒr Budgetierung, „wo es sinnvoll ist“.

„Die Frage ist, kommt ihr auch mit 240.000 anstatt 262.000 Euro aus?“, fragte Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) den Kommandanten der Ladenburger Wehr, Harald Lange.

„Die Kosten steigen jedes Jahr“, kritisierte auch Wolfgang Luppe (FDP).

FrĂŒher lag der Zuschussbedarf bei rund 150.000 Euro, erinnerte Ilse Schummer (SPD), dann kam ein riesiger Sprung, „kann man in der Zukunft mit weniger rechnen?“

Lange erklĂ€rte den Anstieg des Zuschussbedarfs mit den hohen Wartungskosten fĂŒr die neuen GerĂ€te, den Austausch von Schutzkleidung oder auch die Fahrschulung fĂŒr die FĂŒhrerscheinklasse 2.

Aber natĂŒrlich auch aus den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen fĂŒr die 35 Jugendlichen, denn „die junge Mannschaft tritt in die aktive Wehr ĂŒber“, so Lange.

Dr. Peter Hilger (FW) schlug eine Auflistung von allem, was gebraucht wĂŒrde, vor.

„Verschonen sie uns vor diesem bĂŒrokratischen Aufwand.“

„Verschonen sie uns vor diesem bĂŒrokratischen Aufwand“, entgegnete Ziegler merklich genervt.

Und Jugendgemeinderat Julian Albrecht empörte sich:

Ich halte diese Diskussion fĂŒr eine Gemeinheit.

Er habe Schulkameraden, die bei der Freiwilligen Feuerwehr dabei seien und hier gehe es um Sicherheit. Das Lobdengaumuseum bekomme 80.000 Euro mehr, das hieße „wir investieren mehr in alte Römer.“

Ziegler erklĂ€rte, nach drei Jahren Vakanz habe man nun wieder einen Leiter fĂŒr das wichtige Ladenburger Museum eingestellt. Zudem musste in eine TV-Überwachung investiert werden.

Dennoch stimmte der Ladenburger Gemeinderat mit einer knappen Mehrheit von neun zu acht Stimmen fĂŒr eine Budgetierung des Zuschussbedarfs der Freiwilligen Feuerwehr auf 230.000 Euro.

„Das Budget gerĂ€t außer Kontrolle“

Wenig VerstĂ€ndnis zeigte der Gemeinderat auch fĂŒr den gestiegenen Etat der StĂ€dtischen Musikschule von 215.000 auf 262.000 Euro.

Das Budget gerate aus Kontrolle, so Luppe (FDP). „Sind wir irgendwann bei 560.000 und ein Jahr spĂ€ter bei 598.000 Euro?“ Dann stellte er fest:

„Diese Steigerung trage ich nicht mit!“

Die KĂ€mmereimitarbeiterin Claudia Schmitt erklĂ€rte die Kostenerhöhung durch eine Steigerung beim Einzelunterricht und 18 zusĂ€tzliche Wochenstunden – das seine eine halbe Stelle. Zudem mache die auf 2,5 Prozent geschĂ€tzte Tariferhöhung allein 30.000 Euro aus.

Eine GebĂŒhrensteigerung hielt BĂŒrgermeister Ziegler fĂŒr ausgeschlossen. „Dann brechen uns die SchĂŒler weg“. FrĂŒher „hatten wir knapp 800, jetzt sind es noch rund 670 MusikschĂŒler“ und damit nehme man natĂŒrlich auch weniger Entgelte ein, so Ziegler.

Die Entwicklung an der Musikschule widerspreche dem Gemeinderatsbeschluss den Einzelunterricht zu reduzieren, sagte Ilse Schummer (SPD).

Ihr Antrag, den Zuschuss auf 230.000 Euro zu reduzieren, wurde bei fĂŒnf Gegenstimmen und einer Enthaltung vom Gemeinderat verabschiedet.

Kindergarten musste wegen eines durchgebrannten Kondensators gerÀumt werden

Feuerwehreinsatz im Anne-Frank-Kindergarten

In diesem Bastelraum kam es inforlge eines durchgebrannten Katalysators heute zu einer Rauchentwicklung. Erzieherinnen evakuierten die Kinder vorsorglich. Ein Brand lag nicht vor.

Ladenburg, 29. November 2011. Heute Vormittag rĂŒckte die Ladenburger Feuerwehr zu einem Brandeinsatz im Anne-Frank-Kindergarten aus. In einem Bastelraum im Keller war ein Kondensator durchgebrannt und es kam zu einer Rauchentwicklung. Die KindergĂ€rtnerinnen evakuierten geordnet die RĂ€ume.

Von Hardy Prothmann

Man riecht den Rauch noch leicht im Keller und im Bastelraum, wo der Kondensator in der abgehĂ€ngten Holzdecke mit einem Knall durchgebrannt ist und sich anschließend Rauch entwickelte.

Die Leiterin Angelika Gelle und ihr Team evakuierten die Kinder umgehend und alarmierten die Feuerwehr: „Die waren ganz fix da und es hat sich gezeigt, dass die BrandschutzĂŒbungen wirklich sinnvoll sind.“ Organisiert werden diese vom Stellvertretenden Kommandanten Ralf Tiemann und Matthias Wolf.

Einmal im Jahr ĂŒbt die Feuerwehr mit den Kindergartenkindern den Ernstfall: „Wir sind zum Sammelplatz im AußengelĂ€nde gelaufen, haben alle durchgezĂ€hlt und die Feuerwehr ihren Einsatz gemacht.“

Mit einer WĂ€rmebildkamera wurde die vermeintliche Brandstelle untersucht. Fehlanzeige – nur der Kondensator war durchgebrannt. Im Anschluss lĂŒftete die Feuerwehr den Raum. Ein Elektriker der Stadt tauschte sicherheitshalber alle Kondensatoren aus.

Wars ein Schreck fĂŒr die Kinder? „Nein“, sagt ein kleiner Junge selbstbewusst, „wir kennen das ja schon von der Übung.“ NatĂŒrlich wurden die Eltern beim Abholen der Kinder ĂŒber den Zwischenfall informiert.

Großeinsatzlage in Dossenheim – Feuerwehren des Unterkreises Ladenburg ĂŒben gemeinsam


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Ansprache und Zuwendung sind wichtig im Notfall.

Dossenheim/Rhein-Neckar, 27. September 2011. (red) Am vergangenen Samstag heulten Einsatzsirenen in Dossenheim. Feuerwehren aus sechs Orten und zwei Werkfeuerwehren mussten BrĂ€nde löschen und Personen retten. Ein großes Spektakel fĂŒr die Bevölkerung, die die ÜbungseinsĂ€tze interessiert verfolgte, aber auch eine notwendige Übung, um die Zusammenarbeit der Wehren zu verbessern.

Von Hardy Prothmann

WĂ€hrend die Feuerwehren Dossenheim und Schriesheim gerade einen Brand im katholischen Kindergarten in der Wilhelmstraße bekĂ€mpfen, kommt die Meldung, dass ein Fahrzeug feststeckt. Geparkte Autos verhindern das Durchkommen. Eine Katastrophe im Ernstfall. Die wichtigsten AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde schleppen die Feuerwehrleute zu Fuß zum Einsatzort. Kostbare Rettungszeit vergeht. Leider nehmen viele Autofahrer keine RĂŒcksicht auf ein gutes Durchkommen der RettungskrĂ€fte.

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Vorbereitung und Team-Work.

Im verrauchten Kindergarten werden zwei vermisste Personen gesucht – ein Erwachsener und ein Kind. Über das Fenster wird ein Kind gerettet, der Erwachsene wird versorgt und aus dem GebĂ€ude getragen.

Kurz drauf ruft der nĂ€chste Einsatz. Ein Blitzschlag ist auch hier der Auslöser. Brannte im Kindergarten der Stromverteilerkasten, ist es in der Schule ein Kabelbrand. Ein Lehrer steckt mit 25 Kindern im dritten Stock fest, sie flĂŒchten sich auf zwei Dachterrassen der Neuberg-Schule. Das Treppenhaus ist ohne Atemschutz nicht passierbar.

Die Drehleitern aus Schriesheim und Ilvesheim bringen sich in Position und holen die Personen in den Körben vom Dach. Eine Person ist so schwer verletzt, dass sie mit der Trage gerettet werden muss. Außerhalb des Gefahrenbereichs ĂŒbernehmen die Rettungsdienste die Verletzten. Löschfahrzeuge aus Altenbach, Ursenbach und Ilvesheim und der Firma Metzeler (Edingen-Neckarhausen) werden in Stellung gebracht und der Brand bekĂ€mpft, wĂ€hrend parallel die Rettung lĂ€uft.

Als wÀren die Wehren nicht schon genug gefordert, kommt der dritte Notruf. Im Neuberg-Schwimmbad hat es einen Chemikalienunfall gegeben. Es hat sich Chlorgas gebildet, ein Hausmeister muss gerettet werden. Mit einem ABC-Erkundungsfahrzeug wird die Lage gecheckt, aus Edingen, Neckarhausen und von den Chemischen Betrieben Ladenburg kommen Löschfahrzeuge zum Einsatzort. Die Dekontaminierungseinheit aus Neckarhausen ist vor Ort. Die Feuerwehr Ladenburg misst die Schadstoffbelastung. Unter Atemschutz wird der Verletzte gerettet.

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Chemieunfall - die Zeit lÀuft, jede Sekunde zÀhlt.

Der vierte Einsatz findet in der Schulstraße, Ecke Bachstraße statt. Ein Pkw ist wegen ĂŒberhöhter Geschwindigkeit in eine Mauer geknallt. Der Fahrer ist verletzt und eingeklemmt. Betriebsstoffe laufen aus. Die Heddesheimer Feuerwehr muss das Fahrzeug aufschneiden, bevor sie die Person retten kann. Mit hydraulischem Werkzeug spreizen und zerschneiden sie die Karosserie (des Schrottautos). Als das Dach weg ist, wird der Verletzte fĂŒr den Rettung aus dem Auto vorbereitet. Ein Rettungskorsett wird angelegt.

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Rettung - möglichst schonend.

Weit ĂŒber 100 KrĂ€fte sind im Einsatz – die Szenarien vielfĂ€ltig, aber „alltagstauglich“ – so könnte es auch in wirklich sein. Die Übung ermöglicht es, Schwachstellen zu finden und zu verbessern.

Eine offensichtliche war, dass bei keinem Einsatz alle oder die meisten Wehren des Unterkreises Ladenburg gleichzeitig beteiligt waren – doch nur dann muss man sich auch koordinieren. Sicherlich sind den Fachleuten von den Feuerwehren alle Dinge aufgefallen, die nur Fachleute erkennen können. Immerhin war der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh vor Ort und beobachtete die EinsĂ€tze. Was ihm nicht auffallen konnte – die verletzte Person auf dem Dach der Schule blieb ĂŒber lange Minuten hinweg unversorgt und ohne Ansprache, obwohl bereits FeuerwehrkrĂ€fte auf dem Dach waren. Auch beim Einsatz am Pkw fiel auf, dass ein Feuerwehrmann minutenlang mit einem NothĂ€mmerchen die Frontscheibe bearbeitete, um ein Loch fĂŒr die SĂ€belsĂ€ge zu schaffen, was aber nicht gelang. Ein Schnitt mit der hydraulischen Schere in die A-SĂ€ule erzeugte dann ein Loch. Mit der SĂ€belsĂ€ge (einer Art StichsĂ€ge) wurde die verklebte Scheibe dann herausgetrennt.

 

Das sind Details, doch kommt es oft genau darauf an. Im Großen und Ganzen waren die Zuschauer sicherlich beeindruckt vom Einsatzwillen und wie innerhalb kĂŒrzester Zeit eine Rettung geplant, aufgebaut und durchgefĂŒhrt wird. Und man musste nicht zwei Mal hinschauen, um zu sehen, wie anstrengend das ist. Die verschwitzen Gesichter der Feuerwehrleute zeigten die Strapazen eindeutig.

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Rettung aus schwindeleregenden Höhen.

Unsere Bildergalerie zur Übung finden Sie auf dem Rheinneckarblog.de

KĂŒchenbrand zĂŒgig gelöscht – 25.000 Euro Schaden


Guten Tag!

Ladenburg, 14. September 2011. (red/pol) Heute Nacht musste die Feuerwehr einen KĂŒchenbrand in der SĂŒdstadt löschen – die betroffenen drei Hausbewohner wurden vorsorglich im Krankhaus ambulant behandelt. Brandursache war vermutlich eine defekte Dunstabzugshaube.

Information der Polizei:

„In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen 02.15 Uhr musste die Freiwillige Feuerwehr Ladenburg zu einem KĂŒchenbrand in die Ladenburger SĂŒdstadt ausrĂŒcken. Bei deren Eintreffen standen die betroffenen drei Hausbewohner bereits vor dem Anwesen. Der Brand wurde von den Wehrleuten zĂŒgig gelöscht. Bei Inaugenscheinnahme der KĂŒchenzeile stellten die Feuerwehrleute einen technischen Defekt in der Zuleitung zur Dunstabzugshaube fest. Die drei Hausbewohner begaben sich vorsorglich zur ambulanten Behandlung in ein Heidelberger Krankenhaus. Den Fahrnisschaden schĂ€tzen die Feuerwehrleute auf rund 20.00 EUR; den GebĂ€udeschaden auf rund 5000
EUR.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das Ladenburgblog.de

Fotostrecke: Feuerwehrball 2011


Guten Tag!

Ladenburg, 17. Januar 2011. Mit rund 700 GĂ€sten war der diesjĂ€hrige Feuerwehrball in der Lobdengauhalle fast bis auf den letzten Platz gut besucht. Vor einem vergnĂŒnglichen Abend standen RĂŒckblicke und Ehrungen und ein Abschied: Der stellvertretende Kommandant Josef Karlberger wird bei der anstehenden Wahl aus persönlichen GrĂŒnen nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen.

Feuerwehrball, Ladenburg

Von links: Tobias Rell (Kreisfeuerwehrverband), Vize-Kreisbrandmeister Axel Schuh, Fritz Simons, Peter Ullrich, Willi Wolf, Bernd Schmitt, Herbert Hofherr, Vizekommandant Josef Karlberger, Werner Wagener, Kommandant Harald Lange sowie BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Bevor zur Musik von „The Holidays“ getanzt werden durfte, gab es einen RĂŒckblick auf das Jahr 2010 und die EinsĂ€tze der Freiwilligen Feuerwehr. NatĂŒrlich fehlen die Ehrungen zu einem solchen Festakt nicht.

Raphael Greipel wurde fĂŒr zwölf Jahre aktiven Dienst geehrt, Bernd Schmitt, und Peter Ullrich mit dem Feuerwehrabzeichen des Landes in Silber fĂŒr 25 Jahre Mitgliedschaft, Willi Wolf und Fritz Simons fĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft mit dem Feuerwehrabzeichen in Gold. FĂŒr 40-jĂ€hrige Mitgliedschaft wurden die mittlerweile „inaktiven“ Mitglieder Werner Wagener sowie Herbert Hofherr und Lothar Vögele fĂŒr 50 Jahre „Mitgliedschaft“ geehrt.

Als Programmpunkte standen die Ilvesheimer Karnevalsprinzessin Jasmin I. von Lopodunum (Insulana Ilvesheim) und die ASV-Tanzgruppe „L.A. Surprise“ unter der Leitung von Henny Hoffmann auf dem Programm. Und natĂŒrlich gab auch der Feuerwehrchor, in dem BĂŒrgermeister Ziegler als einfaches Mitglied mitsingt, mehrere StĂ€ndchen unter der Leitung von Dietrich Edinger.

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Fotostrecke: Feuerwehr Ladenburg ehrt die Toten

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Dezember 2010 (red). Am Sonntag, den 28. November 2010, erwies die Feuerwehr Ladenburg ihren toten Kameraden Ehre und marschierte fast vollzÀhlig zum Friedhof, wo ein Kranz niedergelegt wurde.

Die Totenehrung hat bei der Feuerwehr Ladenburg eine lange Tradition. Sie ist ein „Pflichttermin“, um der toten Kameraden zu gedenken. Gut 130 Mitglieder der Feuerwehr, aktive und passive, marschierten gemeinsam mit der Jugend zum Friedhof.

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Kranzniederlegung zur Erhrung der Toten.

Pfarrer Markus Wittig (Evangelische Kirchengemeinde Ladenburg) hielt eine Ansprache und betonte die Gemeinsamkeiten von GlĂ€ubigen und Feuerwehr: „Die Feuerwehr rettet, der Glaube rettet.“ Feuerwehr und Kirche verbinde darĂŒber hinaus „die gegenseitige Achtung in der Gemeinschaft.“ Der Feuerwehrchor begleitete die Andacht.

Im Anschluss wurde ein Kranz am „Kreuz“ auf dem Ladenburger Friedhof niedergelegt. Der Evangelische Posaunenchor begleitete die Veranstaltung musikalisch.
BĂŒrgermeister Rainer Ziegler nahm in Uniform an der Ehrung teil. Auch Kreisbrandmeister Peter Michels nahm an der Veranstaltung teil.

Nach der Prozession trafen sich Feuerwehrmitglieder und Familien im neuen Feuerwehrhaus zum geselligen Beisammensein – zum zweiten Mal. Das erste Treffen dieser Art hat im vergangenen Jahr zum 150-jĂ€hrigen JubilĂ€um stattgefunden. Feuerwehrkommandant Harald Lange sagte: „Vergangenes Jahr fand das noch im Domhof statt und die Resonanz war auch dieses Jahr wieder ĂŒberwĂ€ltigend.“

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140 Strohballen brennen in Ladenburg – Amtshilfe der Berufsfeuerwehr Mannheim

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Oktober 2010. (red/sap, aktualisiert) Die Feuerwehr Ladenburg und die Berufsfeuerwehr Mannheim bekĂ€mpfen zur Zeit einen Strohballenbrand in der NĂ€he der Ilvesheimer Straße. Die Feuerwehr geht von vorsĂ€tzlicher Brandstiftung aus. Eine GefĂ€hrdung der Bevölkerung durch die starke Rauchentwicklung sehen die Feuerwehrleute nicht. Auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.

„Ein Blitzschlag war es nicht“, darin sind sich der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ladenburg Harald Lange und der Einsatzleiter Josef Karlberger einig.

Gegen 14.30 Uhr wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Alarm geschlagen, 140 Strohballen brennen auf dem Feld Richtung Ilvesheim an der Ilvesheimer Straße.

Dank der Überlandhilfe der Mannheimer Berufsfeuerwehr konnte in kĂŒrzester Zeit ein Teleskopradlader herbeigeschafft werden, der die brennenden Strohballen auseinanderzieht.

Immer wieder muss die Schaufel des Radladers mit Wasser gekĂŒhlt werden, damit die Hydraulik nicht durch die große Hitze zerstört wird.

Dann lĂ€sst man die Strohballen ausbrennen, „das dauert noch Stunden“, so Karlberger.

Der Rauch zieht nach Ilvesheim rĂŒber, aber die Bevölkerung wurde informiert. Gott sei dank brennten hier keine giftigen Stoffe, sondern nur Stroh, sagte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der sofort zur Brandstelle gekommen war.

Ein Großteil der Abdeckungsfolie konnte runtergezogen werden, sagte Kommandant Lange.

Lange und Karlberger gehen von Brandstiftung aus, aber jetzt muss er mal die Polizei ermitteln. „Wenn hier niemand etwas beobachtet hat, verlaufen die Ermittlungen wahrscheinlich im Sande“, so Klaus Bernhard von der Polizei Ladenburg. Falls es konkrete Hinweise auf Brandstiftung gibt, werde die Kripo weiter ermitteln.

Gegen 18:00 Uhr schÀtzte Komandant Lange, dass der Brand noch zwei bis drei Stunden andauern wird.

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140 Strohballen brennen in Ladenburg.

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ZusÀtzliche Fotostrecke

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Feuerwehr: JahreshauptĂŒbung am „schwierigen Objekt“

Guten Tag!

Ladenburg, 24. Juli 2010. Die JahreshauptĂŒbung der Freiwilligen Feuerwehr galt einem der schwierigsten Objekte in der Stadt: Der neuen Martinsschule. Nicht die BrandbekĂ€mpfung ist hier die grĂ¶ĂŸte Herausforderung – es sind die vielen jungen Menschen, oft mehrfachbehindert, die meisten Rollstuhlfahrer, die im Ernstfall gerettet werden mĂŒssen.

Von Hardy Prothmann

Einsatzleiter Ralf Tiemann rĂŒckte mit einer Mannschaft aus 35 Feuerwehrfrauen und -mĂ€nnern an. Brandalarm. Schwelbrand in der Holzwerkstatt der Martinsschule.

Vor Ort verschafft er sich einen Überblick – Hausmeister Friedrich Dell begleitet ihn und gibt ihm alle relevanten Informationen. Informationen sind ĂŒberlebensnotwendig. Wo ist wer und was? Es gibt 32 Klassenzimmer und 16 AufenthaltsrĂ€ume – es ist ein großes, weitlĂ€ufiges GebĂ€ude.

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Voller Einsatz: Immobile Person wird gerettet. Bild: ladenburgblog.de/Robin Birr

Zwei Löschgruppenfahrzeuge und ein Tanklöschfahrzeug mit 2.500 Litern Wasser rĂŒcken an. WĂ€hrend die SchlĂ€uche ausgerollt und verbunden werden rĂŒcken AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger vor. Bereits im Gang bewegen sie sich am Boden – stehend könnten sie im Qualm nichts sehen und wĂ€ren orientierungslos.

„Unsere primĂ€re Aufgabe ist die Menschenrettung.“ Josef Karlberger

In der Holzwerkstatt treffen sie auf mehrere SchĂŒlerInnen – gespielt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Alle sind hilflos – können sich nicht alleine bewegen und in Sicherheit bringen. Die Feuerwehrleute stĂŒlpen den in Not Geratenen „Fluchthauben“ ĂŒber – eine lebenssichernde Maßnahme. Von der anderen Seite arbeiten sich die Löschtrupps vor. Ein kraftvoller Ventilator kommt zum Einsatz, um den Qualm zu vertreiben.

Zu viert schaffen die Feuerwehrleute Mensch fĂŒr Mensch aus dem Raum, manche im Rollstuhl, anderen mĂŒssen sie schleppen. Die Arbeit geht an die Belastungsgrenze – auf dem Boden robben die Feuerwehrfrauen und -mĂ€nner und ziehen die SchĂŒlerInnen aus der Gefahrenzone. Draußen warten die Johanniter, um die Menschen sofort notĂ€rztlich zu versorgen.

190 behinderte Kinder befinden sich unter der Woche in der Martinsschule. Dazu 170 Bedienstete. 120 Kinder sind mehrfachbehindert, 150 sitzen im Rollstuhl.

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NotÀrztliche Versorgung. Bild: ladenburgblog.de

„Unsere primĂ€re Aufgabe ist hier die Menschenrettung“, erlĂ€utert Josef Karlberger, der stellvertretende Kommandant, den Einsatz: „Die Martinsschule ist durch die besondere Situation der Menschen fĂŒr uns tatsĂ€chlich keine einfache Aufgabe, sondern ein schwieriger Einsatz.“

FĂŒr 35 der insgesamt 87 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Ladenburg ist dieser Einsatz die diesjĂ€hrige JahreshauptĂŒbung. Erfahrene Feuerwehrkollegen arbeiten mit noch nicht so erfahrenen zusammen – im Ernstfall mĂŒssen alle funktionieren. Dann gibt es keine Diskussionen oder den ein oder anderen Hinweis, dann gibt es Kommandos, dann mĂŒssen die Handgriffe sitzen, dann gilt es, volle Leistung zu bringen und Leben zu retten.

Enorme Belastung.

Die AtemschutzgerĂ€te zischen, der Inhalt der Flaschen wird kontrolliert – je nach Belastung geben diese fĂŒr 20 bis 30 Minuten Sauerstoff. Die „volle Montur“ der feuersicheren Kleidung, Helm, AtemschutzgerĂ€t, sonstige AusrĂŒstung – selbst eine Übung ist schon eine immense körperliche Belastung. Im Ernstfall muss nicht nur der Körper mitmachen, sondern auch die Nerven.

Jede Übung macht AblĂ€ufe „selbstverstĂ€ndlicher“ – Routine braucht keiner. Routine ist eher gefĂ€hrlich. Denn Routine gibt es nicht. Jeder Einsatz ist anders – die Feuerwehrleute mĂŒssen verstehen, was sie wann wie tun.

Rund eine halbe Stunde dauert die JahreshauptĂŒbungin der Martinsschule. Feuerwehr-Chef BĂŒrgermeister Rainer Ziegler beobachtet den Einsatz, rund 30 BĂŒrgerInnen, Bedienstete der Schule, StadtrĂ€te und natĂŒrlich Mitglieder der Unterkreiswehren aus benachbarten Orten. Auch sie lernen von ihren KameradInnen – zwar gibt es Standards bei EinsĂ€tzen, aber wie gesagt, jeder Einsatz ist anders und die praktische Erfahrung unersetzlich.

Alle Erfahrung, alle AusrĂŒstung ist nichts gegen die Kameradschaft – im Ernstfall mĂŒssen sich die Feuerwehrleute auf „Leben und Tod“ aufeinander verlassen können, auch ihr eigenes Leben dem Können der anderen anvertrauen. Nur im Team ist eine Feuerwehr wirklich „einsatzbereit“.

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Diese Gemeinschaft wird traditionell nach der JahreshauptĂŒbung in einer gemeinsamen Runde gefeiert. Kommandant Harald Lange begrĂŒĂŸt die GĂ€ste und anderen Wehren wie auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der den Anwesenden, auch Polizei und Johannitern dankt und den Einsatz lobt: „Im Ernstfall wird hier Menschen geholfen, die durch ihre besondere Lage am meisten auf unsere Hilfe angewiesen sind.“ Und er erinnert an seinen VorgĂ€nger, Rolf Reble, der Ziegler ins Stammbuch zur alten Martinsschule geschrieben habe, „dass die baulichen Gegebenheiten zu gefĂ€hrlich fĂŒr alle sind, die sich dort aufhalten.“

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Kameradschaft - Wehren, Polizei, Johanniter, nur gemeinsam ist Rettung möglich. Bild: ladenburgblog.de

Das ist Geschichte, der Neubau ist natĂŒrlich auch nach neuesten brandschutztechnischen Kriterien entwickelt worden, doch es gibt immer etwas zu verbessern: „Heute wurde klar, dass noch ein Orientierungssystem fehlt, das muss nachgebessert werden.“

„Unser Dank gilt ihrem besonderen Einsatz.“ Kurt Gredel

Axel Schuh, stellvertretender Kreisbrandmeister lobt den „sehr hohen Ausbildungsstand und den gelungenen Ablauf“ und informiert den BĂŒrgermeister, dass es vor einigen Tagen eine Begehung im Vorfeld der Übung gegeben habe, bei der dieser Mangel schon entdeckt worden sei und dessen Abhilfe bereits in Arbeit sei.

Der Rektor Kurt Gredel sagt in seiner ihm eigenen herzlichen Art: „Ich möchte den Dank aller Kinder, der Eltern und der gesamten Schulgemeinschaft fĂŒr diesen „Einsatz“ aussprechen. Wir haben besondere Kinder und Sie setzen sich dafĂŒr besonders ein. DafĂŒr sind wir sehr dankbar.“

Im Herbst wird es wieder eine Übung geben – wĂ€hrend des Schulbetriebs. Das wird eine große Herausforderung werden – fĂŒr die SchĂŒlerinnen, das Personal und die Feuerwehr. Aber auch eine sehr sinnvolle.

Viel Freude mit unseren Fotos.
Alle Fotos: ladenburgblog.de/Robin Birr

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Wasserschlacht auf der Festwiese – AbkĂŒhlung der anderen Art

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Juli 2010. Wie bringt man Spaß, gute Laune, Ausbildung, Hitze und Rasensprengen mit null Geld zusammen? Man lĂ€sst die Jugendfeuerwehr auf der Festwiese ĂŒben. So geschehen am 02. Juli 2010.

Wasser Marsch - die Jugendfeuerwehr hatte viel Spass auf der Festwiese. Bild: Feuerwehr Ladenburg

Die Idee hat allen Beteiligten einen riesigen Spaß gemacht. Anfang Juli verlegte die Jugendfeuerwehr eine Übung auf die Festwiese. Praktischer Nebeneffekt – die wurde kostenfrei besprengt. Das wurde mit einem Wettbewerb verbunden, was die jungen Feuerwehrleute zusĂ€tzlich anspornte.

Reichlich Wasser aus dem Neckar war vorhanden und so mussten die jungen BrandschĂŒtzer zeigen, was sie konnten, denn die Löschgruppe, die zuerst Wasser am Rohr hatte, hatte eindeutig die bessere Ausgangslage fĂŒr die anschließende AbkĂŒhlung, an der sich alle begeistert beteiligt haben.

Insgesamt hat die Ladenburger Jugendfeuerwehr die stattliche Zahl von 35 Mitgliedern, davon drei MĂ€dchen, im Alter zwischen 11 und 18 Jahren. FĂŒnf Jugendleiter kĂŒmmern sich um das Team.

Wer sich fĂŒr die Feuerwehr interessiert: Jeden Freitag, ab 18:00 Uhr (außer in den Ferien), trifft man sich im neuen Feuerwehrhaus.

Link: Weitere Informationen auf der Seite der Jugendfeuerwehr

Viel Freude mit den Fotos: Feuerwehr Ladenburg

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Anmerkung der Redaktion: Besten Dank an die Jugendleiter fĂŒr die freundliche UnterstĂŒtztung.

Feuerwehrtaucher haben die Antriebswelle im Neckar geborgen

Guten Tag!

Ladenburg, 05. Juni 2010. (red) Taucher der Berufsfeuerwehr Heidelberg haben die am Donnerstag abgerissene Antriebswelle der FĂ€hre Edingen-Neckarhausen/Ladenburg gefunden und geborgen.

Berufstaucher Marvin Wirth hat die Welle gefunden. Bild: ladenburgblog

Ab 14:00 Uhr tauchten sechs MĂ€nner der Berufsfeuerwehr Heidelberg nach der verlorenen Antriebswelle, die sich am Donnerstag mit einem lauten Knall in den Neckar „verabschiedet“ hatte.

Fast drei Stunden suchten die Taucher nach der Welle. Marvin Wirth (34) war auf seinem letzten Tauchgang schon fast 40 Minuten unter Wasser und kurz davor abzubrechen, als er das MaschinenstĂŒck ertasten konnte.

„Die Strömung war enorm, das war ein ganz schöner Kraftakt“, sagte Wirth. Die Sichtweite lag auch heute unter Wasser bei weniger als 30 Zentimetern.

„Wir haben erst rechts von der Stelle gesucht, wo die FĂ€hre am Donnerstag festgemacht war. Das Gebiet haben wir genau abgesucht und uns dann entschlossen, auf der linken Seite zu suchen“, sagte Wirth. Ein wenig peinlich fĂŒr die DLRG: Die Welle wurde genau da gefunden, wo die DLRG-Taucher am Donnerstag mit der Suche begonnen hatten: „Bei diesen Bedingungen gehört auch ein wenig GlĂŒck dazu“, sagte Wirth.

ZunĂ€chst versuchten dann zwei Taucher das StĂŒck zu bergen, was aber mit rund 150 Kilo zu schwer war. Letztlich zog die Feuerwehr Ladenburg das Maschinenteil mit einer Winde aus dem Wasser.

Kurz darauf transportierte die FĂ€hrgemeinschaft das Teil, wobei fraglich ist, ob die Welle noch genutzt werden kann, da sie einen deutlichen „Schlag“ aufweist.

Die FĂ€hrgemeinschaft will sich direkt an die Reparatur machen und hofft, eventuell sogar am Sonntag schon den Betrieb wieder aufnehmen zu können – das allerdings mit einem großen Fragezeichen versehen.

Video: Taucher suchen abgerissene Antriebswelle

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Video: Taucher suchen abgerissene Antriebswelle der FĂ€hre

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Juni 2010. (red) Unser Video ĂŒber den Einsatz der zwölf Taucher von Berufsfeuerwehr und DLRG zeigt beeindruckende Bilder ĂŒber eine schwierige Arbeit. Mehr oder weniger „blind“ mĂŒssen die Taucher den Flussgrund absuchen. Zudem bereitet die Strömung Probleme.

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Abgerissene Welle versank im Neckar. Bild: ladenburgblog

In unserem Videobericht kommen die Experten vor Ort, die gestern Abend bis zum Einbruch der Dunkelheit nach der abgerissenen Antriebswelle der FĂ€hre Edingen-Neckarhausen/Ladenburg gesucht haben. Eine schwierige und gefĂ€hrliche Arbeit – die Profis sind aber gut ausgestattet und erfahren.

Die Feuerwehr Ladenburg sicherte die Unfallstelle und unterstĂŒtzte die rund 30 Kollegen der Berufsfeuerwehr und der DRLG an Land und mit einem Boot vom Wasser aus. Die DLRG war zunĂ€chst sogar mit 29 Helfern aus Heidelberg, Heddesheim, Hembsbach, Mannheim und Weinheim vor Ort, von denen dann aber die HĂ€lfte wieder abzog.

FĂŒr die FĂ€hrgemeinschaft kommt der Schaden teuer – neben dem Maschinenschaden mĂŒssen sie auch die Bergungskosten tragen. ZusĂ€tzlich fallen Einnahmen aus, da die FĂ€hre fĂŒr einige Tage außer Betrieb bleiben wird.

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FĂ€hrantrieb beschĂ€digt – voraussichtlich kein FĂ€hrbetrieb in den kommenden Tagen

Guten Tag!

Ladenburg, 03. Juni 2010. Die FĂ€hre zwischen Edingen-Neckarhausen und Ladenburg hat einen Antriebsschaden. Deswegen wird voraussichtlich in den nĂ€chsten Tagen kein FĂ€hrbetrieb möglich sein – Berufspendler und AusflĂŒgler mĂŒssen Umwege in Kauf nehmen.

Von Hardy Prothmann

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Taucher werden mittels einer Leine "gefĂŒhrt". Bild: ladenburgblog

Es passierte am frĂŒhen Abend kurz vor 19:00 Uhr. Mit einem „Schlag“ verabschiedete sich eine der Antriebswellen der FĂ€hre Edingen-Neckarhausen/Ladenburg in den Neckar.

Die Ursache ist noch unklar – sicher ist: Es wurde niemand verletzt.

FĂŒnf Taucher der Berufsfeuerwehr Heidelberg und sieben Taucher der DLRG haben den Neckar an der FĂ€hrpassage abgesucht, um die Welle zu finden. Die Taucher haben sich abgewechselt – es waren zwischen zwei und vier Taucher gleichzeitig im Einsatz.

Große Probleme bereiteten den Tauchern die aktuell hohe Fließgeschwindigkeit des Neckars, bedingt durch die starken RegenfĂ€lle. Nach Angaben der Taucher lag die Sichtweite zudem bei unter 30 Zentimetern. Die Taucher konnten auf der Suche nach der „Antriebswelle“ den Neckargrund unter großer körperlicher Belastung nur abtasten.

Das MaschinenstĂŒck konnte trotz einer „Scheibenwischertechnik“, bei der die Taucher vom Land aus mit einem FĂŒhrungsseil „hin- und her“-gesteuert werden, nicht gefunden werden.

Vor Ort war zuerst die Feuerwehr Ladenburg, die absicherte und die Kollegen aus Heidelberg und die DLRG unterstĂŒtzte – vor allem vom Wasser aus mit dem Feuerwehrboot.

Auch die Wasserschutzpolizei war vor Ort und nahm den „Unfall“ auf. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg wird eingeschaltet werden, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Der Einsatz vor Ort war kurz nach 22:00 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit nach gut drei Stunden zu Ende.

Einen dicken Fisch konnte der Heddesheimer Michael Lux hingegen aus dem Wasser ziehen – mit dem Einsatz beendete auch der heddesheimer Sportfischer seine Angeltour und stellte sich und seinen erfolgreichen Fang sofort zum Foto 😉

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Polizei zufrieden mit Verkehrskonzept zum PUR-Konzert

Guten Tag!

Ladenburg, 03. Juni 2010. Nach dem Rosenstolz-Konzert im vergangenen Jahr kam es in Ladenburg zum Verkehrschaos, als die rund 10.000 Besucher nach dem Konzert die Stadt verlassen wollten. Darauf hat die Polizei nun mit einem Einbahnstraßen-Konzept reagiert – mit Erfolg. Die 7.000 Besucher des PUR-Konzerts verließen die Stadt ohne nennenswerte Verkehrsprobleme.

Rund 50 Polizeibeamte waren gestern beim PUR-Konzert im Einsatz: „Weit mehr als die HĂ€lfte in der Verkehrslenkung“, sagte Frank Hartmannsgruber, Leiter des Polizeireviers, auf Anfrage. „Bei dem Klientel erwarten wir wĂ€hrend des Konzerts keine Probleme.“ Das „Klientel“, alles gut gelaunte, friedliche Leute erfĂŒllte die Erwartungen.

Die Verkehrspolizei Mannheim unterstĂŒtzte die Ladenburger Kollegen mit fĂŒnf Motorrad-Polizisten: „Die sind Gold wert, weil die Kollegen mit ihren Maschinen sehr flexibel sind.“

Auch die Wasserschutzpolizei war mit einem Boot vor Ort, ebenso die DLRG, sowie die Feuerwehr und der DRK Ortsverband Weinheim.

Nach dem Konzert unterstĂŒtzten 20 Polizeifreiwillige die echten Polizisten bei der Verkehrslenkung: „Die sind fĂŒr uns eine ganz besonders wertvolle UnterstĂŒtztung“, sagte Hartmannsgruber. Bahnhofstraße und Wallstadter Straße waren als Einbahnstraßen nur in Richtung stadtauswĂ€rts zu befahren.

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Video: Der Sommertagszug

Guten Tag!

Ladenburg, 15. MĂ€rz 2010. Unser Video zeigt Szenen an verschiedenen Orten des Sommertagszugs 2010. Rund eineinhalb Stunden zogen fast 900 Personen durch Ladenburg – an ĂŒber 4.000 Zuschauern vorbei.

Viel Spaß mit dem Video.

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Sommertagszug 2010: Der Winter ist verbrannt

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Guten Tag!

Ladenburg, 14. MĂ€rz 2010. Insgesamt 45 Gruppen mit fast 900 Personen nahmen am Sommertagszug 2010 teil. Knapp 600 Meter lang war der Zug durch die Gassen und Straßen Ladenburgs. Tausende Zuschauer waren gekommen. [Weiterlesen…]