Samstag, 24. Februar 2018

Bürgermeister Ziegler: „Unter diesen Bedingungen für Stimmung zu sorgen ist sehr schwer.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. September 2010. Im Interview mit dem ladenburgblog zeigt sich Bürgermeister Rainer Ziegler zufrieden mit dem Altstadtfest. Trotz aller Widrigkeiten wie fehlenden Fähnchen, Lärmpegelbegrenzung, Haushaltslage und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Er lobt die Vielfalt und die überregionale Attraktivität des Festes und kündigt Veränderungen an.

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Bürgermeister Ziegler: Begeisterter Musikfan und Festbesucher.

Herr Bürgermeister Ziegler: Das Programm des 37. Altstadtfestes war vielfältig – was hat Ihnen am besten gefallen? Jetzt sagen Sie bitte nicht „einfach alles“…
Rainer Ziegler: „Die Vielfalt. Ich möchte nichts herausheben, weil der Gedanke des Festes ist, allen etwas anzubieten: generationenübergreifend für jung und alt und unterschiedliche Geschmäcker. Überall gibt es etwas anderes zu entdecken. Deswegen schlendere ich auch gerne wie andere Festbesucher über das Fest und lasse mich überraschen. Das ist das Konzept, das Herr Dietrich Edinger, der Leiter der Musikschule und meine Mitarbeiterin, Frau Stahl sowie ich verfolgen. Wobei ich klar sagen muss: Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.“

Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.

Das wird Frau Stahl gerne hören.
Ziegler: „Ich sage nur: 37 Altstadtfeste, die 37 mal von Frau Stahl organisiert worden sind.“

Was ist neben der Vielfalt das besondere am Altstadtfest?
Ziegler: „Die Stadt Ladenburg betreibt keine direkte Vereinsförderung. Das Fest wurde damals eingerichtet, um den Vereinen eine Einnahmemöglichkeit zu bieten. So ist das bis heute. Und wir sind überraschend – haben immer wieder neue Künstler im Programm – neben den Klassikern wie den Altstadtmusikanten. Fast alle Musikrichtungen sind vertreten, dazu gibt es Kinder- und Jugendprogramm, Kabarett und Angebote aus dem Ausland.“

Zur Eröffnung haben Sie Ihren ersten Flashmob erlebt, rund 200 „Aktivisten“ wedelten mit weiß-blauen Fähnchen. Was halten Sie davon?
Ziegler: „Sie haben mich lächeln sehen. Das war eine geniale Idee, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das hat mir gefallen. Ich fänds toll, wenn die Menschen jedes Jahr mit den weiß-blauen Fähnchen wedeln.“

Die Mutter aller Altstadtfeste: Brigitte Stahl hat alle 37 Altstadtfeste organisiert. Bild: ladenburblog.de

Unsere „Spaßaktion“ Save the Fähnchen“ hat gezeigt – nicht nur Ladenburger haben die Wimpel vermisst. Wird es die im kommenden Jahr wieder geben?
Ziegler: „Mir haben sie auch gefehlt, sie erinnern ja weiß-blau an unsere Stadtfarben silber-blau. Ich glaube aber, dass sie auf dem Fest gar nicht so sehr gefehlt haben, da gabs ja so viel anderes zu schauen, sondern vor allem im Vorfeld, weil die Fähnchen in den vergangenen Jahren schon Wochen im voraus signalisiert haben: Achtung, das Altstadtfest steht an.“

Fähnchen-Demo.

Das hat meine Frage nicht beantwortet.
Ziegler:
„Ich war noch nicht fertig. Unsere Haushaltslage ist bekannt. Uns fehlten dieses Jahr schlicht und ergreifend die Mittel für diese schöne Nebensächlichkeit. Wir müssen überall einsparen, auch beim Altstadtfest. Man kann das nicht isoliert betrachten.“

Stimmen die 20.000 Euro, die eingespart sein sollen?
Ziegler: „Die Zahl ergibt sich aus der Berechnung der Arbeitszeit, dem Einsatz der Hubwagen und Arbeiten, die der Bauhof erledigen dann anstelle von Fremdfirmen erledigen kann. Die Fähnchen sind ein enormer Aufwand, auch weil die meisten Häuser denkmalgeschützt sind und nicht einfach irgendwelche Löcher gebohrt werden dürfen. Und um gleich zu beantworten, ob man das privat machen könnte. Nein – das kann ich nicht verantworten, wenn dabei etwas passieren würde.“

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Unsere Aktion "Save the Fähnchen" hat Spaß gemacht - das Thema wird aber ernsthaft diskutiert. Ein Festteilnehmer sagte uns: "Ohne Fähnscher is des Aldschdadfeschd naggisch."

Wie wäre es mit einer Teillösung, also nur den Marktplatz oder die Hauptstraße zu „bewimpeln“?
Ziegler: „Dann geht die Diskussion in den anderen Teilen des Festes los, warum dort und nicht bei uns. Ich hätte sie gerne aufhängen lassen, das war uns nicht möglich und ich weiß, dass die Fähnchen wieder hängen werden, sobald wir uns das finanziell leisten können. “

Wie wärs mit einer Wimpelabgabe?
Ziegler: „Jetzt sind Sie aber hartnäckig.“

Immer.
Ziegler (lacht): „Ich weiß. Nein, das ist keine Lösung, wir haben gerade die Gebühren für die Stände erhöht, das geht nicht. Aufgeschlossen bin ich natürlich gegenüber Spendenlösungen, aber da muss man abwarten, ob dabei genug zusammenkommt.“

Harte Bedingungen.

Was kostet denn das Fest?
Ziegler: „Wir haben eine Haushaltsperre, auch auf die Kulturausgaben. Geplant waren mal 36.000 Euro, dann waren es nur noch 16.000 Euro. 12.000 Euro haben wird als Spenden und über die Sponsoren des Festes erhalten, wofür wir sehr dankbar sind. Dazu kommen vermischte Einnahmen, deren Höhe ich noch nicht kenne. Ich hoffe, dass wir gerade so alles bezahlen können. Zum Vergleich: 2008 hatten wir 48.000 Euro zur Verfügung.“

Die fortwährende Lärmpegelmessung hat Musikern und Festbesuchern am Markptlatz die Stimmung "begrenzt". Bild: ladenburgblog.de/local4u

Das Hauptthema war allerdings die Kritik an der Pegelbegrenzung und dem rigorosen Abschalten der Musik um 23:00 Uhr. Das war für viele Festbesucher ein Ärgernis. Die Stadt musste sich einem gerichtlichen Vergleich fügen. Besteht Hoffnung, dass sich das wieder entspannt?
Ziegler: „Diese Hoffnung habe ich nicht. Wir haben sehr hart für diesen Vergleich kämpfen müssen und das beste herausgeholt. Ganz klar ist das vielen sicher nicht genug. Ich hätte auch gerne mehr, mehr war aber nicht drin. In einer Auseinandersetzung zwischen Festbetreibern und Anwohner haben die Anwohner ganz einfach Vorteile vor Gericht. Jedes Fest überall in Deutschland verstößt gegen die Vorschriften. Wo kein Kläger ist kein Richter. Bei uns wurde geklagt, wir müssen uns nun an die Vergleiche halten, die an der Gerberstiege und am Marktplatz getroffen wurden.“

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"Hallo, hört mich jemand?" Tamara Push hat mit ihrer Band eine überzeugende Show hingelegt - die aber unter der Pegelbegrenzung litt.

Nicht nur die Besucher, auch die Musiker dürften unzufrieden gewesen sein.
Ziegler: „Herr Prothmann, ich habe selbst miterlebt, wie die Bands abends kämpfen mussten, weil sie sich teils selbst nicht gehört haben. Unter diesen Bedingungen für Unterhaltung und Stimmung zu sorgen ist sehr schwer. Aber es ist nunmal so, dass das reine Festgeschehen einen Lärmpegel von 70 dB(A) erzeugt und unsere Grenze im 16-Stunden-Mittelpegel bei 85 dB(A) liegt. Das wüssen wir einhalten. Über Pausen und über die Pegelbegrenzung.“

Klagen über Klagen?

Deren Messung teuer ist. Trifft es zu, dass das 6.000 Euro kostet?
Ziegler: „Das ist die Zahl aus dem vergangenen Jahr für einen Tag. Bei diesem Fest waren es zwei Tage, an denen wegen des Vergleichs gemessen werden musste. Die Kosten liegen zwar nicht bei dem doppelten Betrag, aber deutlich über denen vom vergangenen Jahr.“

Das ist teuer. Können Sie sich das in den kommenden Jahre leisten?
Ziegler: „Der Vergleich sieht vor, dass die Messergebnisse ausgewertet werden und ab dem kommenden Jahr die Bühnentechnik sich an den Erfahrungen dieses Jahres orientiert. Also vorerst werden keine Kosten entstehen.“

Außer, es wird nochmals geklagt. Es wird bereits kolportiert, dass es eine erneute Klage gibt. Trifft das zu?
Ziegler: „Davon ist mir nichts bekannt. Ich weiß nur, dass die Kläger wieder unzufrieden waren. Aber auch die müssen sich an den Vergleich halten und die Auswertungen abwarten.“

Rock at Church als Jugendmagnet.

Rock at Church kam bei den Jugendlichen gut an, die Konzerte auf dem Marktplatz hingegen nur bedingt. Könnte es sein, dass die Bühne auf die Festwiese umzieht?
Ziegler: „Das ist überhaupt nicht vorstellbar. Das Altstadtfest gehört in die Altstadt. Was Rock at Church angeht: Ich bin der evangelischen Kirche sehr dankbar für deren Einsatz. Die haben wieder ein sehr jugendbetontes Programm veranstaltet, nicht nur fürs Publikum, sondern auch, was die Künstler betrifft. Eine enorme Bandbreite wurde da geboten. Das ist zwar nicht alles meine Musik, aber ich konnte miterleben, wie sich die Jugendlichen wohl gefühlt und die Bands begeistert angenommen haben. Das ist das, was zählt.“

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Unauffällige Präsenz der Polizei, die mit Feuerwehr, Johannitern und Stadt ein gemeinsames Konzept erarbeitet hat.

Polizei, Feuerwehr, Johanniter und Stadt haben ein neues Sicherheitskonzept gehabt. Bilanzieren Sie das bitte aus Ihrer Sicht.
Ziegler: „Sie haben ja selbst positiv darüber berichtet. Mir hat die unauffällige Präsenz der Polizei sehr zugesagt, das war genau richtig. Auch die Feuerwehr war gut vorbereitet und die Johanniter haben eine einwandfreie Arbeit geleistet, wobei die Zahl der Fälle überschaubar war und keine alkoholbedingten Ausfälle versorgt werden mussten. Dazu waren die Jugendsozialarbeiter im Einsatz. Das hat sehr überzeugend ineinandergegriffen.“

Sicherheitskonzept überzeugt – Alkohol bleibt ein Problem.

Es gab zwar keine bekannten alkoholbedingten „Ausfälle“ bei Jugendlichen – trotzdem musste die Polizei drei Platzverweise aussprechen. Besucher berichten von einem Massenbesäufnis rund um den Wasserturm. Wie ist Ihr Kenntnisstand in der Sache?
Ziegler: „Das sehe ich unabhängig vom Altstadtfest. Das ist als generelles Problem bekannt. Leider nimmt der übermäßige „Alkoholgenuss“ von Jugendlichen zu. Nicht nur bei uns. Wir kennen das Problem und jeder kleine Erfolg bringt uns weiter. Und es gibt Vorbilder wie den Jugendgemeinderat, der alkoholfreie Cocktails angeboten hat. Jedes Angebot, jeder Einsatz in dieser Richtung ist gut und hilft, auch wenn ich die Probleme nicht beschönigen will.“

„Ich brauche keine weiteren Kläger.“ BM Ziegler

Nochmal zur Polizei: Vereinsvertreter berichten, dass sie die Anordnung der Polizei als überzogen betrachteten. Weiter gibt es Beschwerden, dass es „Ungleichbehandlungen“ gegeben habe. Was sagen Sie dazu?
Ziegler: „Sie können ein so großes Fest nicht Punkt 23 Uhr ausschalten. Natürlich gibt es Kulanzen, die man aber auch nicht übertrieben einfordern darf. Die Polizei hat ihren Rundgang gemacht und auf die Verordnung hingewiesen, die alle kannten. Je nach Wegstrecke waren eben die einen vor den anderen dran. Und bei einer zweiten Aufforderung wurde dann sicher darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung die Lizenz fürs nächste Fest kosten kann. Die abschließende Runde wurde dann zum Ausschankende um 01:00 Uhr gemacht. Ich stehe dazu, denn ich brauche keine zusätzlichen Kläger gegen das Fest. Das sollten die, die sich beschweren, bedenken.“

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Samstagabend war der Markplatz voll - am Sonntag bricht der Besucherandrang am Nachmittag ein.

Sie haben Gedanken geäußert, dass es ein neues Konzept geben könnte, weil der Sonntag „überschaubar“ war, was die Besucherzahlen angeht. Haben Sie schon konkrete Ideen dazu?
Ziegler: „In welche Richtung sich unsere Ideen genau entwickeln, wird die Bilanzierung mit den Vereinen und Gastronomen zeigen, denn der Sonntag erweist sich nicht mehr so, wie manche sich das wünschen. Die Geldbeutel sind enger und der Besucherstrom läßt ab dem Nachmittag nach. Die Gerberstiege ist sehr gut frequentiert, der Bischofshof und der Marktplatz haben aber nachgelassen. Vielleicht müssen wir das Fest am Sonntag mehr konzentrieren. Wir werden uns Gedanken machen, wie wir die Attraktivität des Altstadtfestes hoch halten.“

Altstadtfest-Fotostrecke: Szenen vom Sonntag

Guten Tag!

Ladenburg, 12. September 2010. Zwar fehlen die weiß-blauen Fähnchen – doch das Wolkenspiel vor strahlendblauem Himmel sorgte bei etwas Phantasie für Ersatz. Auf den Plätzen wechselten die Musikangebote, der wahrscheinlich schönste Flohmarkt der Region lockte Sammler und Neugierige und natürlich machten spontan wieder viele Festbesucher bei „Save the Fähnchen“ mit.

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Two Tones begeistern mit Witz und Können beim Altstadtfest.

Viel Freude mit unseren Fotos 🙂

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Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Altstadtfest: Save the Fähnchen

Guten Tag!

Ladenburg, 12. September 2010. Innerhalb weniger Minuten haben sich an die 100 Festbesucher mit der Aktion „Save the Fähnchen“ solidarisch erklärt – die Ladenburger Altstadt-Fähnen sollen im nächsten Jahr wieder das Fest verschönern.

Von Hardy Prothmann

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Save the Fähnchen. Für die Festbesucher gehören die weiß-blaumen Fähnchen zum Fest - doch nur die Ringer vom ASV haben welche gespannt. Bild: ladenburgblog.de

Bereits zur Eröffnung des Ladenburger Altstadtfestes hat der erste Ladenburger Flashmob mit rund 200 „Aktivisten“ für die Rückkehr der weiß-blauen Fähnchen demonstriert.

Nach der Aktion wurden Unterschriften für die Fähnchen gesammelt, die so viele vermissen.

Dabei gibt es die weiß-blauen Fähnchen: Die Ringer vom ASV haben ihren Stand in der Lustgartenstraße damit geschmückt. Der Verein ringt trotzig für den traditionellen Altstadtfestschmuck, der zur Atmosphäre dazugehört.

Und fast alle, die wir angesprochen haben, erklärten sich spontan solidarisch und haben sich spontan für „Save the Fähnchen“ ablichten lassen.

Wir haben Festbesucher am Samstag und Sonntag unter den Fähnchen auf die Aktion angesprochen. Bei zwei Mal je 15 Minuten kamen an die hundert „Save the Fähnchen“-Fans zusammen.

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Altstadtfest-Exklusiv: Und es gibt sie doch… weiß-blaue Fähnchen

Guten Tag!

Ladenburg, 11. September 2010. Ladenburg hat zum Auftakt des 37. Altstadtfestes seinen ersten Flashmob erlebt – rund 200 „Aktivisten“ wedelten mit weiß-blauen Fähnchen, um gegen den fehlenden Festschmuck zu protestieren. Wir haben aber Fähnchen entdeckt

Wer hätte es gedacht: Es gibt sie doch, die weiß-blauen Fähnchen – an der Ecke Kirchenstraße/Lustgartenstraße. Alle Flashmobber sind dazu aufgerufen eine „Tribute to the Fähnchen“-Runde abzuhalten.

Wer sich für ein historisch einzigartiges Foto ablichten lassen möchte, findet sich am heutigen Samstag 19:00 Uhr dort ein oder am morgigen Sonntag um 13:00 Uhr. Flashmobber dürfen gerne ihre Handfähnchen mitbringen. Motto: „Save the Fähnchen“ 🙂

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Die letzten weiß-blauen Fähnchen von Ladenburg.

Auf youtube ist ein Aktivistenvideo aufgetaucht:

Am 13. September 2010 haben wir dieses Video verlinkt:

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Flashmob „Pro Fähnchen auf dem Altstadtfest“ geplant

Guten Tag!

Ladenburg, 10. September 2010. Zum Altstadtfest plant eine Gruppe von „Fähnchen-Fans“ einen Flashmob. Das ist eine Art kurzfristig zusammengerufene, friedliche Demonstration.

Nach Informationen der Redaktion ist ein so genannter Flashmob zu Beginn des Altstadtfestes geplant. Fans des Altstadtfestes wollen mit der Aktion auf das Fehlen der blau-weißen Fähnchen aufmerksam machen, die aus deren Sicht unbedingt zum Fest dazu gehören.

Die Stadt Ladenburg hat dieses Jahr auf das Aufhängen der Fähnchen aus Kostengründen verzichtet. Nach Informationen der Stadt können dadurch 20.000 Euro eingespart werden. Wegen der desolaten Haushaltslage hat der Gemeinderat eine Haushaltssperre beschlossen.

Seit Wochen sind die fehlenden Fähnchen aber Thema bei den Altstadtfest-Besuchern. In Foren wie wer-kennt-wen, facebook oder twitter werden die fehlenden Fähnchen deutlich beklagt und als „Verlust“ an Atmosphäre wahrgenommen.

Die Initiatoren schreiben im Internet:

„“PRO Fähnchen“

Es gab soviel Resonanz, dass wir uns spontan für einen Stillen aber effektvollen Protest entschlossen. Wir wollen „FLAGGE ZEIGEN“ und das wörtlich.“

An die 200 Fähnchen-Fans haben schon zugesagt, über 800 weitere Personen sind über die jeweiligen Netzwerke der Nutzer zur Teilnahme aufgefordert.

Die Initiative zu Flasmobs ist oft privater Natur. Häufig kennen sich die Teilnehmer nicht, verabreden sich übers Internet und Handy, um eine kurzfristige Blitzaktion zu starten.

Bei wikipedia sind prominente Beispiele für Flashmobs nachzulesen:

* Am 20. Januar 2008 versammelten sich ca. 700 Menschen auf dem Odeonsplatz in München, stürmten eine Filiale von McDonald-€™s am Stachus und kauften dort auf einmal 4.385 Hamburger und Cheeseburger. Auf diese Art wurden bereits in vielen deutschen Großstädten Flashmobs veranstaltet. Bei einer ähnlichen Aktion am 29. März 2008 wurden in einer Berliner Filiale von McDonald-€™s in einer Bestellung 10.355 Burger gekauft.

* Am 4. April 2009 um 16:00 Uhr trafen sich mehrere tausend Jugendliche (Angaben schwanken zwischen 1000 und 5000 Personen) aus Anlass des Pillow-Fight-Day zu einer Kissenschlacht vor dem Kölner Dom.

* Am 8. Juli 2009 trafen sich in Stockholm mehr als 300 Menschen zu Ehren von Michael Jackson. Diese versammelten sich an verschiedenen Orten der Stadt und tanzten zu Jacksons Lied „Beat it“.

Bislang gelten Flashmobs als gewaltfrei. Allerdings kam es im Frühjahr 2010 im amerikanischen Philadelphia zu Ausschreitungen.

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog