Sonntag, 23. September 2018

Jugendgemeinderat stellte Antrag im Gemeinderat

Entscheidung um Soccercourt vertagt

Ladenburg, 19. Dezember 2013. (red/sap) Der Jugendgemeinderat beantragte die Errichtung eines Soccercourts an einem noch festzulegenden Standort und die dafĂŒr benötigten Mittel in den Haushalt 2014 einzustellen. Da einige Punkte nicht geklĂ€rt werden konnten, wurde der Antrag vertagt.

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Neue UmstÀnde treffen auf alte Festsetzungen

Kann der Technische Ausschuss sich ĂŒber altes Recht hinwegsetzen?

Ladenburg, 06. Dezember 2013. (red/ms) Der Technische Ausschuss will großzĂŒgig sein – und begibt sich damit auf rechtlich dĂŒnnes Terrain: Es geht um einen Bauherrn, dessen Vorhaben durch die Regularien eines fast 35 Jahre alten Bebauungsplan eigentlich nicht zulĂ€ssig sein dĂŒrfte. FĂŒr die Regelungen hat heute kaum noch jemand VerstĂ€ndnis – daher erlies der Technische Ausschuss am Mittwoch eine umstrittene Befreiung. [Weiterlesen…]

Stadtbildpfleger Egon Lackner bewegt Technischen Ausschuss zum Umdenken

ToilettenhĂ€uschen sorgt fĂŒr Kontroverse

Ladenburg, 06. Dezember 2013. (red/ms) Die katholische Kirche hat sich ein Vorhaben in den Kopf gesetzt und zeigte sich bislang wenig kooperationsbereit auf Kompromisse einzugehen: Bei der Galluskirche soll ein neues Toilettenhaus entstehen – soweit kein Problem. Der geplante Standort sorgte allerdings fĂŒr Protest. [Weiterlesen…]

Gemeinderat unterstĂŒtzt die geplante AWO-Kita

„Eine gute Sache ist im Entstehen“

Ladenburg, 26. Oktober 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober 2013 beschlossen, dem AWO-Kreisverband Rhein-Neckar eine Zusage zu geben, die RĂ€ume in der Bahnhofstraße fĂŒr eine Kinderkrippe fĂŒr zwei Gruppen Ă  zehn Kindern auszubauen. Schweren Herzens mussten Gemeinderat und BĂŒrgermeister die anwesenden Eltern enttĂ€uschen, die unbedingt die Kinderkrippe „Postillion“ fĂŒr ihre Kinder erhalten wollten. [Weiterlesen…]

Gemeinderat bewilligt Haushalt

Kritische Stimmen zum Ausbau der Sporthalle

Ladenburg, 26. MĂ€rz 2013. (red/sap) Bei drei Gegenstimmen wurde der Ladenburger Haushalt in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch beschlossen. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bezeichnete den Haushaltsplan 2013 in seiner Etatrede als „wenig aufregend“. Die mittelfristige Finanzplanung mit den Projekten  CBG-Sanierung, Ausbau des Bahnhofs und Erweiterung der Lobdengauhalle stand im Mittelpunkt der Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden.

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Finanzbericht wird dem Gemeinderat vorgelegt

Steffen Salinger: „Wir schwimmen im Geld“

Ladenburg, 22. Dezember 2012. (red/sap) KĂ€mmerer Claus Hessenthaler legte in der vergangenen Gemeinderatssitzung den aktuellen Finanzbericht vor. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und auch bei der Einkommensteuer sorgte fĂŒr Freude beim Ladenburger Gemeinderat. Kritische Stimmen warnten vor Begehrlichkeiten und mahnten die strukturellen Probleme im Verwaltungshaushalt nicht zu vergessen.

Die Gewerbesteuer-Einnahme von rund 15,4 Millionen Euro bezeichnete Hessenthaler als historisch hoch und sie liege damit um gut neun Millionen höher als ursprĂŒnglich kalkuliert. Die ZufĂŒhrung in die RĂŒcklage kann somit um neun Millionen erhöht werden.

Hessenthaler befĂŒrchtet aber auch, dass durch das Umlageverfahren der Haushalt 2014 wieder „schwierig“ werde. Denn von den Mehreinnahmen bleiben nur 20 Prozent in Ladenburg, ein großer Teil geht durch den Finanzausgleich an den Rhein-Neckar-Kreis.

Und auch die Entwicklung der Einkommensteuer sorgte fĂŒr Freude in der Ladenburger Verwaltung, diese liegt um rund 437.500 Euro ĂŒber dem Ansatz.

„Man sieht, der Industrie und den BĂŒrgern in Ladenburg geht es gut“, meinte Stadtrat Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU). „Und das Geld werden wir noch gut brauchen können.“

„Wir schwimmen im Geld“, kommentierte Stadtrat Rainer Salinger (SPD) und versah die Aussage mit einem „großen Aber“, „wir haben Probleme, die sich hier nicht abbilden“, der Verwaltungshaushalt sei stark belastet mit laufenden Ausgaben. „Die strukturellen Probleme haben wir noch nicht so gut gelöst“. Es sei jetzt die Gelegenheit, im Verwaltungshaushalt fĂŒr strukturelle VerĂ€nderungen zu sorgen und Defizite auszugleichen. Man sollte gut investieren und die Sanierung der GebĂ€ude voran treiben, um die laufenden Ausgaben zu reduzieren, unterstrich Salinger.

Die Gewerbesteuer wĂŒrde oft als „launische Diva“ bezeichnet, sagte Gudrun Ruster (FW). Diesmal habe sie es mit Ladenburg gut gemeint. „Wir mĂŒssen dafĂŒr sorgen, dass die Industrie bei uns bleibt“. Und trotz des guten Ergebnisses sagte Ruster: „Geschenke haben wir keine zu verteilen.“

„Wir wĂŒnschen uns, dass sich die Industrie weiter gut entwickelt“, so Martin Schmollinger (GLL), und zwar in zwei Richtungen, einmal in Bezug auf die Ertragslage, aber auch in Bezug auf die UmweltverttrĂ€glichkeit der Produktion.

„Wir haben mehr Geld als gedacht, aber ich gehe nicht so weit wie Herr Salinger, denn lange werden wir nicht ĂŒber Wasser bleiben“, sagte Dr. Rudolf Lutz (FDP) und erinnerte an die notwendige Sanierung des CBGs.

Aus der Gemeinderatssitzung vom 26. September 2012

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

Ladenburg, 27. September 2012. (red/sap) Der Abend war lang. 13 Punkte standen auf der Tagesordnung des Ladenburger Gemeinderates und darunter so „knackige“ Themen wie Ganztagesschule, Sanierung des GebĂ€udeensembles Jugendzentrum/PflastermĂŒhle und die FörderantrĂ€ge fĂŒr die Sanierung des CBGs und den Neubau einer neuen Sporthalle. Da gab es viel Beratungs- und Diskussionsbedarf.

Ein weiteres brisantes Thema, die Verkehrslenkung in der Altstadt, wurde nach nahezu vierstĂŒndiger Sitzungsdauer auf Antrag von Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ vertagt.

„Das haben wir uns fast gedacht“, sagte eine Ehepaar, Anwohner der Kirchenstraße, die genau deswegen gekommen waren und nun enttĂ€uscht nach Hause gingen. Jetzt hoffen sie, dass „ihr“ Thema bei der nĂ€chsten Gemeinderatssitzung ganz vorne auf der Tagesordnung steht.

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

„Wir wollen die Werkrealschule „Unterer Neckar“ in eine gute Zukunft fĂŒhren“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler. Deshalb habe eine Steuergruppe der Schule ein Konzept fĂŒr eine Ganztagesschule ausgearbeitet.

Schulleiter Thomas Schneider stellte mit UnterstĂŒtzung von Angelika Scherb im Gemeinderat diese Konzept vor. „Wir sind auf dem Weg zur Ganztagesschule“, so Schneider.

Dies ist laut Schneider auch ein erforderlicher Weg. Die Werkrealschule habe ein Imageproblem und der Standort sei gefĂ€hrdet. Mit der Ganztagesschule hoffe man, die Zwei-ZĂŒgigkeit erhalten zu können.

Laut einer Befragung wollten 70 Prozent der Eltern unbedingt eine Ganztagesschule, 22 Prozent wĂŒrden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wĂ€hlen und nur acht Prozent sĂ€hen diesen Betrieb kritisch.

Ladenburg sei gerade durch seine zentrale Lage ein starker Werkrealschulstandort, die nÀchsten gebundenen Ganztagesschule gÀbe er erst wieder in Mannheim-Schönau und in Heidelberg-Kirchheim, sagte Schneider.

Individuelle Förderung, handlungsorientiertes und soziales Lernen seien die Ziele seiner Schule. Die Schule als Lebensort, in der das pÀdagogische Angebot sinnvoll verzahnt sei.

Angelika Scherb stellten den Schulalltag der Ganztagesschule vor: Ein offener Schulanfang ab 07:30 Uhr, feste Schulzeiten von 08:00 bis 16:00 Uhr, Unterrichtsblöcke mit Pausen und ein Mittagsband von 13:10 bis 14:00 Uhr mit einem verpflichtenden Mittagessen. Am Nachmittag ein Freizeitangebot, selbstbestimmt und angeleitet. Angestrebt ist die Verzahnung von Unterricht und Freizeit.

Dazu kommen Kooperationen mit VerbĂ€nden, Vereinen und Wirtschaft und mit Ehrenamtlichen und dem Netzwerk Berufsfindung. „Wir brauchen diese Menschen, um unsere SchĂŒler zu fördern“, sagte Angelika Scherb.

Schwerpunkt Berufsförderung

Das Profil der Schule werde eindeutig den Schwerpunkt auf die Berufsförderung legen. Das gehe in die Richtung eines dualen Systems, sagte Rektor Thomas Schneider.

Die Kosten fĂŒr die erforderlichen baulichen Maßnahmen – Einrichtung einer Mensa und eines Versammlungsraums – belaufen sich auf rund 325.000 Euro inklusive Brandschutz, erklĂ€rte der StĂ€dtische GebĂ€udemanager Götz Speyerer. 70 Prozent davon sind förderfĂ€hig, 50 Prozent sind sicher. Die Mehrkosten fĂŒr Personal werden sich auf rund 8.400 Euro jĂ€hrlich belaufen.

„Wir begrĂŒĂŸen diesen Schritt zur Standortsicherung“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler.

„Wir waren vor Ort und uns hat das Konzept, die SchĂŒler mit der Arbeitswelt vertraut zu machen, imponiert“, sagte Dr. Meinhard Georg (CDU).

Es ist eine Investition fĂŒr und in die Zukunft,

erklĂ€rte auch Petra Erl (SPD). Durch das Ganztagsmodell habe man ein Konzept gegen den Trend gegen die Werkrealschule gefunden. „Wir kĂŒmmern uns um diese Kinder“, so Erl. Und lobte den Mut von Eltern, dieser Schulform nicht den RĂŒcken zu kehren, sondern das Geeignete fĂŒr ihre Kinder zu wollen.

Auch Gudrun Ruster (FW) bezeichnete den vorgeschlagenen Weg als richtig.

Ladenburg sei eine Schulstadt fĂŒr Kinder mit verschiedenen Begabungen. „Wir brauchen die Werkrealschule fĂŒr die Chancengleichheit“, sagte Ingrid Dreier (GLL), denn die Lebenswelten hĂ€tten sich geĂ€ndert und manche Eltern könnten ihre Kinder in der Schule nicht unterstĂŒtzen.

Als pÀdagogisch sinnvoll bezeichnete auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) die Entwicklung zur Ganztagesschule.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Antrag zu stellen, die Werkrealschule „Unterer Neckar“ zur Ganztagesschule umzuwandeln und bei Bewilligung die notwendigen baulichen und personellen Maßnahmen vorzunehmen

Gemeideratssitzung am 18. Juli 2012

Richtlinien gegen den Plakate-Dschungel

Ladenburg, 20. Juli 2012. (red/sap) Die Erfahrung mit der bisherigen Plakatierungspraxis in Ladenburg – vor allem vor Wahlen – zeigte die Notwendigkeit auf, unerwĂŒnschten Entwicklungen, insbesondere hinsichtlich des Erscheinungsbildes, mit einer Regelung entgegenzuwirken. Die Verwaltung legte den StadtrĂ€ten einen Entwurf von Richtlinien ĂŒber die temporĂ€re Plakatierung im öffentlichen Raum fĂŒr Veranstaltungen, zu Wahlen und fĂŒr die Darstellung politischer Inhalte, vor.

Das Regelwerk umfasst sieben Seiten und ist unterteilt in grundsĂ€tzliche Regelungen, in Regelungen fĂŒr politische Parteien, WĂ€hlervereinigungen, Gruppierungen und Einzelkandidaturen, in Regelungen fĂŒr sonstige priviligierte Institutionen wie Vereine, Regelungen fĂŒr sonstige Plakatierungen sowie Ausnahmen.

Es wird unter anderem festgehalten, dass das Aufstellen von Plakaten vorher angezeigt und in manchen FĂ€llen auch beantragt und bezahlt werden muss. Alle Plakate, außer denen auf den stĂ€dtischen StellwĂ€nden, mĂŒssen mit einem Aufkleber versehen werden.

Mit den Richtlinien hofft BĂŒrgermeister Ziegler vor allem bei der Plakatierung vor Wahlen „Fehlentwicklungen“ zu vermeiden.

Die eigene Plakatierung der Stadt ist von dem Regelwerk ausgenommen

In den Richtlinien ist zum Beispiel geregelt, welche Plakatierungen nicht zu gelassen sind, wie gegen das Grundrecht oder andere Gesetze verstoßende Werbung oder Werbung, die zu RechtsverstĂ¶ĂŸen aufruft, aber auch Produktwerbung oder Werbung fĂŒr GaststĂ€tten.

  • Prinzipiell ist das Anbringen von Plakaten an Verkehrszeichen oder in Kreuzungsbereichen untersagt.
  • Geregelt ist auch die Dauer der Plakatierung, frĂŒhestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist die Plakatierung zulĂ€ssig und die Plakate mĂŒssen innerhalb von drei Werktagen nach dem Veranstaltungstermin entfernt werden.
  • Die Plakatierung fĂŒr die Darstellung politischer Ziele ist fĂŒr eine Dauer von drei Wochen zulĂ€ssig.
  • Die anzeigepflichtige Plakatierung fĂŒr politische Parteien, WĂ€hlervereinigungen oder auch fĂŒr sonstige priviligierte Institutionen, wie Vereine, ist gebĂŒhrenfrei. Bei erlaubnispflichtigen Plakatierungen werden GebĂŒhren erhoben.
  • Je Plakatierungsanlass dĂŒrfen im Stadtgebiet maximal 24 Plakate mit der GrĂ¶ĂŸe von maximal DIN A 1 angebracht oder aufgestellt werden, davon höchstens zehn Plakate im Altstadtbereich.

24 Plakate – zu viel oder zu wenig?

24 Plakate pro Veranstaltung, vor allem bei Wahlen, sei viel zu viel, monierte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU) und schlug vor, sich auf 15 oder gar 12 zu beschrÀnken.

24 Plakate ĂŒber die Stadt verteilt, das sei nicht viel, sagte Ilse Schummer (SPD). Insgesamt fand sie das System sehr gut, aber die Kontrolle sei schwierig und kaum praktikabel. Wie sollten die Plakatierer da noch durchblicken.

Dieses Papier wird uns Arbeit machen,

bestĂ€tigte der BĂŒrgermeister. Und fĂŒr die Plakatierer gibt es die Richtlinien.

Auch Ingrid Dreier (GrĂŒne Liste) war mit der Zahl 24 zufrieden, „wer weniger aufstellen will, kann das gerne tun“, meinte sie in Richtung CDU gewandt. Bei Wahlen sei die Plakatierung nur auf denen von der Stadt gestellten StellwĂ€nden erlaubt und zwar maximal zwei Plakate pro Partei.

„Wir werden grĂ¶ĂŸere StellwĂ€nde aufbauen und wir mĂŒssen lernen, damit umzugehen“, so Ziegler. In besonders gelagerten EinzelfĂ€llen, wie Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP) als Formulierung vorschlug, kann die Stadtverwaltung Ausnahmen von den Regelungen zulassen.

Der Antrag von Stadtrat Hoffmann, die Anzahl der Plakate vor Wahlen auf 12 zu beschrÀnken, wurde bei 11 Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Der Richtlinienentwurf wurde insgesamt bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.

Baustelle muss mit BDS abgestimmt werden

Neue Pflastersteine fĂŒr die Altstadt

Ladenburg, 03. MÀrz 2011. (red/sap) Sieben BauantrÀge, die Vergabe der Natursteinpflasterlieferung und die Einrichtung von KurzzeitparkplÀtzen zwischen Benzhaus und Wasserturm standen am vergangenen Mittwoch, 29. Februar 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Ladenburg.

Beim ersten Bauantrag ging es um den Neubau einer Terrasse und Neuordnung im Hinterhof in der Metzgergasse.

Die Antragsteller planen im Hinterhof des GrundstĂŒcks eine Terrasse zu errichten. Diese soll die gesamte FlĂ€che des hinteren GrundstĂŒcks einnehmen und den vorhandenen Wasch- und Trockenraum sowie den Abstellraum ĂŒberdecken. Das Schleppdach soll ĂŒber der Scheune erneuert werden.

Stadtbaumeister AndrĂ© Rehmsmeier erlĂ€uterte, dass durch die Baumaßnahmen, der historische Keller des denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udes besser entlĂŒftet werden könne.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Wohncontainer fĂŒr Saisonarbeiter auf dem Hegehof

Der Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohncontainern fĂŒr SaisonarbeitskrĂ€fte, die wĂ€hrend der Erdbeerernte auf dem Hegehof in Neuzeilsheim tĂ€tig sein werden, sorgte fĂŒr Diskussion.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler erklĂ€rte, maximal 36 Damen und 48 Herren sollen hier untergebracht werden.

Die beiden Wohncontainer sollen jeweils rund 12 Meter breit und 49 beziehungsweise 40 Meter lang sein.

In den Zimmern sind vier bis sechs Personen untergebracht, zudem befinden sich in den Containern SanitĂ€r- und AufenthaltsrĂ€ume und KĂŒchen.

Die Errichtung von Wohncontainern wird notwendig, da die Unterbringungsmöglichkeiten in einem AltgebĂ€ude durch den Umbau fĂŒr andere Zwecke entfallen. DafĂŒr soll mit der Baumaßnahme Ersatz geschaffen werden.

MenschenunwĂŒrdige Unterbringung von SaisonkrĂ€ften?

Eine positive Stellungsnahme des Amts fĂŒr Landwirtschaft und Naturschutz liege vor, so der BĂŒrgermeister.

Rehmsmeier erklĂ€rte auf RĂŒckfrage von Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU), es gĂ€be keine Vorgaben fĂŒr den Bau dieser Container.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, ob es sich dabei um eine menschenwĂŒrdige Unterbringung handle. „Dies haben wir hier nicht zu entscheiden“, sagte Ziegler „, und verwies auf die ZustĂ€ndigkeit des Landratsamtes fĂŒr derartige Fragen.

Stadtbildpfleger Egon Lackner wies darauf hin, dass man auf eine RĂŒckbauverpflichtung bestehen sollte, falls die Container ihren Zweck erfĂŒllt hĂ€tten, da es sich hierbei um einen starken Eingriff ins Landschaftsbild handle. Der BĂŒrgermeister versprach dies zu berĂŒcksichtigen.

Der Technische Ausschuss beschied auch diesen Antrag einstimmig.

Penthouse wird abgebrochen – Walmdach entsteht

In der Bahnhofstraße soll auf einem Wohn- und GeschĂ€ftshaus das mit einem Flachdach bedeckte Penthouse abgebrochen werden und stattdessen soll ein Ober- und Dachgeschoss mit Walmdach errichtet werden. Hinzu kommen ein Aufzug und ein Balkon an der Nordseite des GebĂ€udes. Auch dieses Bauvorhaben bekam die Zustimmung des Technischen Ausschusses.

Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte heftig die Errichtung einer Fluchttreppe aus dem ersten Obergeschoss der Erich-KĂ€stner-Schule.

„Schade, dass wieder ein neues Bauteil hinzukommt“, so Lackner.

„Wir sollten darauf achten, dass wir das GebĂ€ude nicht sukzessive zum Negativen verĂ€ndern“.

Diese Maßnahme werde aus Brandschutzmaßnahmen notwendig und auf Lackners Hinweis, damit verschandle man die schönste Seite des „Bauernschlösschens“, erklĂ€rte GebĂ€udemanager Götz Speyerer, dies sei die einzig mögliche Stelle gewesen.

Das schönste am GebÀude sei nach dem Abbruch des maroden Balkons jetzt der Erker aus Sandstein, und der sollte auf jeden Fall erhalten werden, sagte Egon Lackner. Ziegler versprach darauf hinzuwirken.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.

Garage wurde als zu massiv empfunden

In einem weiteren Bauantrag wurde ĂŒber die Errichtung einer Garage sowie den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses entschieden.

Die Umbaumaßnahmen wurden von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses als positiv und als Verbesserung des GebĂ€udes betrachtet, der Garagenneubau dagegen wurde kritisch gesehen, da die Garagenwand mit einer LĂ€nge von sechs Metern direkt an der GrundstĂŒckgrenze als zu massiv empfunden wurde.

Der Architekt, der an den Ratstisch gebeten wurde, versprach durch eine Untergliederung der Mauer oder durch einen eventuellen Bewuchs, eine optisch gute Lösung zu finden.

Auch diesem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Ziegler: „Wir haben da ein bisschen Bauchweh“

Der Bauantrag zur NutzungsĂ€nderung und Umbau der ehemaligen AWO-GeschĂ€ftsstelle in der Wormser Straße wurde nach lĂ€ngerer Diskussion vertagt.

In dieses GebĂ€ude soll die Kleinkinderbetreuung des Vereins „Kinder-Laden-Burg“ einziehen.

„Wir haben da ein bisschen Bauchweh“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler zu den geplanten Umbaumaßnahmen.

Im Obergeschoss soll die BalkontĂŒr vergrĂ¶ĂŸert werden und der vorhandene Balkon soll bis ĂŒber das Nebenhaus erweitert werden.

Ein Teil des Daches des NebengebĂ€udes soll daher rĂŒckgebaut werden und die Außenmauer soll im Bereich der Dachterrasse bis auf GelĂ€nderhöhe erhöht werden.

Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben auf der Straßenseite und auf der Hofseite durch DachflĂ€chenfenster beziehungsweise eine Loggia ersetzt werden.

Diese Maßnahmen dienten dem Brandschutz.

Das Vorhaben als solches sei unumstritten, erklÀrte Ziegel, am Umbau des obersten Geschosses und des Daches habe man jedoch Zweifel.

„Es wĂ€re schade, wenn das Haus kaputtsaniert wĂŒrde“, sagte Egon Lackner.

Rechtliche Bedenken hatte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz und verwies auf Beschwerden der Nachbarn bezĂŒglich der Terrassenerweiterung.

Damit die Kinderbetreuung plangemĂ€ĂŸ starten kann, will die Stadt, anders als vom Baurechtsamt empfohlen, das Verfahren – NutzungsĂ€nderung und Umbau – teilen. Der BĂŒrgermeister hofft durch GesprĂ€che eine fĂŒr alle Seiten gute Lösung zu finden.

Indische Pflastersteine fĂŒr die Hauptstraße

Im Haushalt 2012 ist vorgesehen das Pflaster im Bereich der Hauptstraße 4 bis zur Brauergasse auszutauschen. Dieser Bereich stelle eine VerkehrsgefĂ€hrdung und das schlimmste StĂŒck Straße der Altstadt dar. Es ist vorgesehen, den gleichen Pflasterbelag wie in dem Bereich der Hauptstraße zwischen Neugasse und Metzgergasse auszufĂŒhren. Es handle sich dabei um gemischtfarbiges Kleinpflaster aus indischem Sandstein, das in Segmentbögen verlegt werden soll.

Aufgrund der langen Lieferzeit wurde bereits mit Zustimmung des Technischen Ausschusses vom 18. Januar 2012 die Natursteinpflasterlieferung beschrĂ€nkt ausgeschrieben. Mit rund 32.000 Euro kam das gĂŒnstigste Angebot von der Firma Seib GmbH aus Karlsruhe.

FrĂŒhestens im Sommer könne das Pflaster verlegt werden und dies solle, so BĂŒrgermeister Ziegler, in Abstimmung mit dem Ladenburger Einzelhandel geschehen.

Es handle sich hierbei um eine „sehr sensible Baustelle“. Der Stadteingang Neckartor muss sehr wahrscheinlich eine Zeit lang ganz gesperrt werden. „Wir werden GesprĂ€che mit dem BDS fĂŒhren, um eine gemeinsame Lösungen zu finden“, sagte der BĂŒrgermeister.

Der Auftragsvergabe wurde einstimmig zugestimmt.

Kein Schilderwald vorm Benzhaus

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung wurde die Einrichtung von KurzzeitparkplÀtzen zwischen Benzhaus und Wasserturm beraten.

Diese Parktasche werde vermehrt von Dauerparkern genutzt, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister. Diese ParkplĂ€tze seien der Altstadt am nĂ€chsten und sollten daher auch vermehrt den Besuchern der Stadt und den EinkĂ€ufern zur VerfĂŒgung gestellt werden. Deshalb unterbreite die Verwaltung den Vorschlag, diese ParkplĂ€tze als KurzzeitparkplĂ€tze, mit einer Parkdauer von zwei Stunden, auszuweisen.

Man solle auch die drei ParkplĂ€tze vor dem Benzhaus mit einbeziehen, forderte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU). Die Verwaltung wies daraufhin, dass jeder einzelne Parkplatz mit einem Schild versehen werden mĂŒsse und damit auch vorm Benzhaus „ein Schilderwald“ entstĂŒnde. Das war nicht im Sinne der Ausschussmitglieder.

Dem Vorschlag, die sechs ParkplÀtze zwischen Wasserturm und Benzhaus in KurzzeitparkplÀtze umzuwandeln, wurde einstimmig zugestimmt.