Freitag, 20. September 2019

Technischer Auschuss am 12. September 2012

Baumaßnahme in der Neuen Anlage wird mit Auflagen verabschiedet

Ladenburg, 17. September 2012. (red/sap) Der Boden der Friedhofskapelle wird erneuert, Diskussion um eine Baumaßnahme in der Neuen Anlage, Antrag auf Bau einer Oldtimergarage wird vertagt und die Rotbuche an der Bleiche bleibt erhalten.

Von Sabine Prothmann

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler informierte die Öffentlichkeit, dass in der nichtöffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses die Sanierung der Friedhofskapelle beschlossen wurde. Der Boden der Friedhofskapelle muss erneuert werden, da die Platten gerissen seien. Die Renovierungsarbeiten sollen auf keinen Fall den Beerdigungsbetrieb stören. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.400 Euro, davon werden die Bauarbeiten 6.500 Euro und das Material 5.900 Euro kosten. Im Haushalt 2012 sind 9.500 Euro bereit gestellt.

Bauvorhaben in der Neuen Anlage wurde mit einigen Auflagen verabschiedet

Diskussionsbedarf gab es bei dem Antrag auf Umbau und Modernisierung mit Teilabriss und Wiederaufbau eines Wohn- und GeschĂ€ftshauses in der Neuen Anlage. Im Erdgeschoss des eingeschossigen Anbaus befand sich lange Jahre das BlumengeschĂ€ft Lippl. Ein Teilbereich soll kĂŒnftig als Personal-Trainingsstudio genutzt werden.

Der Verbindungsbau zwischen dem Schuppen und dem HauptgebĂ€ude soll abgebrochen werden. Der eingeschossige, mit einem Flachdach bedeckte Anbau, soll dem restlichen HauptgebĂ€ude angeglichen werden. Dabei wird der Bestand abgebrochen und das Haus insgesamt verlĂ€ngert. Auf der Nordseite des Daches sollen vier Schleppdachgauben angebaut und die bestehende Satteldachgaube soll entfernt werden. Auf der SĂŒdseite des Daches ist ein 4,75 Meter breiter Dacheinschnitt fĂŒr eine Dachterrasse geplant, zudem sollen vier DachflĂ€chenfenster fĂŒr ausreichend Belichtung sorgen.

Das GebĂ€ude ist das einzige Haus in der Neuen Anlage, bei dem die Altstadtsatzung greift. Deswegen drĂŒckte Stadtbildpfleger Egon Lackner auch beide Augen zu, wie zum Beispiel bei dem Einbau der vier DachflĂ€chenfenster.

Dennoch möchte er die Altstadtsatzung nicht „aufgeweicht“ sehen und zeigte sich mit einigen Details nicht einverstanden. So mĂŒsse die EingangstĂŒr mindestens 15 Zentimeter ins GebĂ€ude einrĂŒcken und eine Schwelle bekommen. Die KlapplĂ€den und die Lisenen (Mauerblenden) sollten erhalten bleiben und die Farbiggebung sollte mit Stadt abgesprochen werden. Alt- und Anbau sollten durch die Gestaltung optisch getrennt werden. Auch die Anordnung und GrĂ¶ĂŸe der Fenster im Anbau sollten ĂŒberdacht und mit der Verwaltung abgestimmt werden.

BĂŒrgermeister Ziegler nahm die Anregungen von Egon Lackner als Bedingung in den Beschlussvorschlag auf und der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Antrag vertagt

Im Gewerbegiebt „Hohe Straße“ soll eine Abstellhalle fĂŒr Oldtimerfahrzeuge gebaut werden. Vorgesehen sind fĂŒnf Zufahrten. Ein Teil der Mitglieder des Technischen Ausschusses konnte sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden. „Wir schaffen hier einen PrĂ€sidenzfall mit mehr Zufahrten fĂŒr Edelgaragen“, meinte GemeinderĂ€tin Ingrid Dreier (GLL). Uwe Wagenfeld (CDU) sah durch die Zufahrten die Parksituation beeintrĂ€chtigt. „Wir reden hier ĂŒber ein Gewerbegebiet und nicht ĂŒber ein Naherholungsgebiet“, entgegnete Dr. Peter Hilger (FW).

Dem Antrag von Gemeinderat Uwe Wagenfeld, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu geben, weitere Informationen einzuholen, wurde mit sechs Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung, zugestimmt.

Sechs weiteren Bauvorhaben wurde mehrheitlich zugestimmt.

Rotbuche bleibt erhalten

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete der stellvertretende Stadtbaumeister Gregor Völker, dass eine Rotbuche an der Bleiche aufgrund von Pilzbefall gefĂ€llt werden sollte. Eine Schallimpulstomografie zeigte jedoch, dass der Baum noch ausreichend ĂŒber die Wurzeln versorgt wird, so dass man versuchen wird, ihn durch RĂŒckschnitt zu erhalten. Die Untersuchung kostete 500 Euro.

In jĂŒngster Vergangenheit sei es vermehrt zu Fahrrad-UnfĂ€llen durch hervorragende Gleise in der Industriestraße gekommen, berichtete der BĂŒgermeister. Als Sofortmaßnahme werde man Asphalt aufschĂŒtten.

Weiter berichtete die Verwaltung ĂŒber energetische Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle der Astrid-Lingren-Schule. Das Flachdach soll durch ein Pultdach ersetzt werden.

Gemeinderat: Kinderbetreuung in Ladenburg

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Ladenburg, 17. MĂ€rz 2011. (red/sap) In gleich drei Tagesordnungspunkten auf der Ladenburger Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, 14. MĂ€rz 2012, ging es um die Kinderbetreuung.  Heiß diskutiert wurde die geplante Ganztagsbetreuung in der Astrid-Lindgren-Schule durch einen privaten TrĂ€ger.

Von Sabine Prothmann

Zu der örtlichen Bedarfsplanung fĂŒr die Betreuung in Ladenburger Kindereinrichtungen fĂŒr das laufende Kindergartenjahr 2011/2012 berichtete BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, dass unverĂ€ndert insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen. 380 Kinder im Geburtszeitraum 01. September 2005 bis 31. August 2008 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz im Kindergartenjahr 2011/2012.

FĂŒr das Kindergartenjahr 2012/2013 stehen wiederum insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung. Aber dann haben 406 Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Der tatsÀchliche Bedarf, so Ziegler, sei niedriger:

„Der Anspruch wird nie ganz ausgeschöpft.“

Zudem wurde festgestellt, dass der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder ĂŒber drei Jahren rĂŒcklĂ€ufig sei, der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder unter drei Jahren aber weiterhin steige.

GemĂ€ĂŸ der Zahlen hĂ€lt die Verwaltung die anerkannte Gruppenzahl der Ladenburger KindergĂ€rten der Stadt und der konfessionellen TrĂ€ger auch im nĂ€chsten Kindergartenjahr fĂŒr erforderlich.

Nach Ansicht der Verwaltung sollte auch im kommenden Kindergartenjahr das Angebot zur Kleinkindbetreuung von privaten Anbietern, Kinder-Laden-Burg e.V., Postillion e.V. und Pfiff e.V., uneingeschrÀnkt aufgenommen werden.

Zudem wies der BĂŒrgermeister auf den ab dem 01. August 2013 geltenden Rechtsanspruch fĂŒr alle Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr hin.

Als wichtiges Element in der Kleinkindbetreuung bezeichnete der BĂŒrgermeister die zwölf TagesmĂŒtter in Ladenburg, die bis zu insgesamt 35 Kinder betreuen zu können.

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) unterstrich das starke Engagement der privaten TrÀger:

„Damit haben wir gute Erfahrung gemacht. Und teilweise sind die Privaten fortschrittlicher als wir.“

In seinem Statement lobte Gemeinderat Sascha Barembruch (SPD) zum einen die gute Zusammenarbeit der KinderbetreuungsstĂ€tten und der Stadt und zum anderen die grĂŒn-rote Landesregierung. „Sie lĂ€sst uns als Kommune nicht im Stich“, das Geld, was hier investiert werde, wirke nachhaltig durch die Förderung der Kinder.

„Den Mix (öffentliche und private TrĂ€ger) begrĂŒĂŸen wir“, sagte Wolfgang Luppe (FDP).

Der örtlichen Bedarfsplanung wurde einstimmig zugestimmt.

Ganztagsbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule

Heiß diskutiert wurde der Antrag zur Einrichtung einer privaten ganztĂ€gigen Betreuung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern an der Astrid-Lindgren-Schule.

Im Moment gibt es an der Astrid-Lindgren-Schule eine Kernzeitbetreuung mit einer KapazitÀt von 30 PlÀtzen. Mit den AbgÀngen und Neuanmeldungen ist es abzusehen, dass die Kernzeitbetreuung auch zum Schuljahresanfang 2012/2013 voll ausgelastet ist.

Eine Nachmittagsbetreuung gibt es momentan dort nicht.

Da aber dort ein Bedarf an ganztĂ€giger Betreuung bestĂŒnde, haben betroffene Eltern die Initiative entwickelt, einen Verein zu grĂŒnden, der ein ganztĂ€giges Betreuungsangebot anbietet.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Februar 2012 wĂŒrde ĂŒber dieses Konzept mit positiver Tendenz beraten. Daraufhin haben die Initiatoren eine Bedarfsabfrage im Einzugbereich der Astrid-Lindgren-Schule durchgefĂŒhrt und das Ergebnis war so positiv, dass die Initiatoren ihr Betreuungskonzept als realisierbar bezeichnen.

Verzichtet Stadt auf Kernzeitbetreuung?

Bei den Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, Initiatoren und Schulleitung hat sich folgender Rahmen ergeben:

  • Das Angebot des kĂŒnftigen Vereins ist nur dann wirtschaftlich darstellbar, wenn die Stadt Ladenburg ihr Angebot der Kernzeitbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule aufgibt und diese dem kĂŒnftigen Verein ĂŒberlĂ€sst.
  • Der Verein kann die RĂ€ume und das AußengelĂ€nde sowie die Sporthalle der Schule kostenlos mitbenutzen. Sowie auch das Mobilar.
  • Die Stadt Ladenburg baut eine KĂŒchenzeile ein und trennt diese rĂ€umlich ab. Die KĂŒche wird von der Stadt erstausgestattet und kann wĂ€hrend der Unterrichtszeit von der Schule benutzt werden.
  • Der Verein erhĂ€lt von der Stadt keine finanziellen Zuwendungen; das Personal wird vom Verein eigenverantwortlich eingestellt.
  • Die Betragsgestaltung obliegt dem Verein. Das pĂ€dagogische Konzept wird mit der Schulleitung abgestimmt.

„Stadt bislang verlĂ€sslicher Partner“

Die Stadt sei bislang ein verlÀsslicher Partner gewesen, hatte ein Vater in der Fragestunde der Einwohner angemerkt:

„Wie ist das jetzt mit einem privaten Anbieter und wie sieht das mit den Kosten aus?“

BĂŒrgermeister Ziegler verwies diesbezĂŒglich auf einen Infoabend am 20. MĂ€rz 2012, falls der Beschlussvorschlag angenommen wĂŒrde.

Ziegler betonte, die Stadt verzichte im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt auf eine eigene Betreuung und der Verein biete ein gleichwertiges Angebot.

Die Stadt mĂŒsste fĂŒr die KĂŒchenzeile und Erstausstattung 14.000 Euro investieren.

„Der Staat (Stadt) muss nicht alles machen“

„Wir werden zustimmen“, erklĂ€rte Beedgen (CDU). Er verstehe die Bedenken bei VerĂ€nderungen, aber der „Staat (Stadt) muss nicht alles machen“. So haben man mehr Chancen mehr Kinder zu betreuen. Seine Fraktion sei froh ĂŒber die private Initiative in der Weststadt, „wir heiraten ja nicht“, unterstrich Beedgen.

Auch seine Fraktion sehe darin eine gute Chance fĂŒr einen Austausch zwischen Stadt und privatem TrĂ€ger, so Bernd Garbaczok (SPD). Zudem regte er an die beiden Damen der Kernzeitbetreuung bei dem neuen Betreuungskonzept einzubinden.

„Es muss einen Versuch wert sein“, meinte auch Gudrun Ruster (FW). Wenn der Verein scheitere, wovon sie nicht ausgehe, „dann sind wir als Stadt gefragt, die gleiche pĂ€dagogische QualitĂ€t auch fĂŒr die Weststadt zu bieten.“

Ingrid Dreier stellte fĂŒr die GLL den Antrag, dass die Betreuung in stĂ€dtischer Hand bleibe. Hier seien Fachleute gefragt. Die Betreuung der SchĂŒler dĂŒrfe nicht nur von engagierten Menschen ĂŒbernommen werden, sondern mĂŒsse auch von fachlich ausgebildeten PĂ€dagogen ĂŒbernommen werden.

„Stadt soll neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehmen“

„Wir stimmen nicht generell gegen die Betreuung“, sondern die GLL wolle dass die Stadt neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehme.

„Der Staat soll nur das machen, was der BĂŒrger nicht kann“, meinte Wolfgang Luppe (FDP) und weiter „wir sehen keinen qualitativen Unterschied bei den Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung“.

Der Verein habe angekĂŒndigt, auch pĂ€dagogisches Personal, nĂ€mlich eine Erzieherin, einzusetzen, so entstehe eine Mischform, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Provokativ meinte Dr. Peter Hilger (FW):

Wir kennen Kinder von PĂ€dagogen und Psychologen, die miserabel erzogen wurden.

Ilse Schummer (SPD) entgegnete scharf, man solle einen Beruf nicht in dieser Art herabwĂŒrdigen.

Der Antrag der GLL wurde bei zwei BefĂŒrwortungen abgelehnt.

Auf Bitte von Ingrid Dreier stimmte BĂŒrgermeister Ziegler den Beschlussvorschlag der Verwaltung in einer Einzelabstimmung ab.

Bei zwei Gegenstimmen (GLL) beschloss der Gemeinderat, dass die Stadt Ladenburg im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt darauf verzichte, eine Ganztagsbetreuung in stÀdtischer TrÀgerschaft einzurichten.

Bei einer Gegenstimme (Dreier) und einer Enthaltung (Spangenberg) wurde der Vorschlag der Verwaltung, die stÀdtische Kernzeitbetreuung zum Schuljahresende aufzugeben, angenommen.

Bei einer Enthaltung (Dreier) wurde beschlossen, der Einrichtung einer privaten Ganztagesbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule grundsÀtzlich zuzustimmen.

Einstimmig wurde beschlossen, die Ganztagesbetreuung dem zu grĂŒndenden Verein, in den RĂ€umen der Schule zu gestatten, sowie die Mitbenutzung der RĂ€umlichkeiten. Zudem wurde der Investition von 14.000 Euro fĂŒr den Einbau der KĂŒche sowie der Erstausstattung zugestimmt.

Neue Hortgruppe in der Dalberg-Grundschule?

Der dritte Tagesordnungspunkt zur Kinderbetreuung war die Entwicklung der Hortbetreuung in der Dalberg-Grundschule.

In der Hortbetreuung an der Dalberg-Grundschule sind zur Zeit alle vorhandenen 50 PlÀtze belegt. Zum Schuljahresende 2011/2012 verlassen neun Kinder die Hortbetreuung, sieben Kinder stehen seit lÀngerer Zeit auf der Warteliste, diese benötigen sofort einen Hortplatz. Zum Schuljahresbeginn 2012/2013 liegen bereits jetzt 26 Anmeldungen vor. Somit ergibt sich ab dem neuen Schuljahr aus heutiger Sicht ein Bedarf von momentan 74 HortplÀtzen.

Nachdem im Haus des Kindes im Obergeschoss durch den Auszug der Merian-Realschule RĂ€ume frei geworden sind, besteht die Möglichkeit, die bestehenden Hortgruppen zu vergrĂ¶ĂŸern. Nach RĂŒcksprache mit dem Kommunalverband Jugend und Soziales können aufgrund der zusĂ€tzlichen zur VerfĂŒgung stehenden RĂ€ume 18 weitere Kinder aufgenommen werden. Somit stehen ab dem neuen Schuljahr im Hort 68 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung.

Die Ausweitung des Hortes um 18 Kinder kann mit dem bestehenden Personal pĂ€dagogisch nicht bewĂ€ltigt werden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass auch an der Dalberg-Schule und damit auch im Hort die Inklusion von entsprechend bedĂŒrftigen Kindern grundsĂ€tzlich möglich sein soll.

Deshalb werde aus Sicht der Verwaltung die Aufstockung des pĂ€dagogischen Personals mit einer Fachkraft vor allem fĂŒr den Nachmittag notwendig. Die wöchentliche Arbeitszeit wĂŒrde 26 Stunden umfassen.

FĂŒr die Einrichtung der zusĂ€tzlichen RĂ€umlichkeit ist eine weitere Gaderobe mit RanzenfĂ€chern erforderlich, die Kosten hierfĂŒr betragen rund 8.000 Euro. Aufgrund der erhöhten Kinderzahl ist die herkömmliche SpĂŒlmaschine durch eine IndustriespĂŒlmaschine zu ersetzen, außerdem werden zwei WĂ€rmebehĂ€lter, zusĂ€tzliches Geschirr und ein zusĂ€tzlicher Schrank fĂŒr die KĂŒche notwendig. HierfĂŒr werden rund 7.600 Euro benötigt.

FĂŒr die zusĂ€tzliche Fachkraft wĂŒrden jĂ€hrlich Kosten in Höhe von 31.300 Euro anfallen, die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft muss infolge der erhöhten Kinderzahl tĂ€glich um eine halbe Stunde verlĂ€ngert werden, damit sind Kosten in Höhe von 1.600 Euro jĂ€hrlich verbunden.

Durch die Neuaufnahme von 18 Kindern können zusÀtzliche ElternbeitrÀge in Höhe von rund 30.800 Euro vereinnahmt werden.

Die laufenden Kosten des Hortes wĂŒrden sich bei dieser Vorgehensweise um etwa 2.100 Euro pro Jahr erhöhen.

Erst Anmeldezahlen, dann Personal

Man mĂŒsse erst mal sehen, wie das erweiterte Angebot angenommen werde, dann könne man ĂŒber mehr Personal sprechen, so Beedgen (CDU).

„Ich kann es nicht verantworten bei 18 Kindern mehr mit gleichem Personal ĂŒber zwei Stockwerke zu arbeiten“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Die Erweiterung der Hortgruppe bezeichnete Petra Erl (SPD) als wichtiges Signal. „Aber auch wir wollen erst zahlen“ und eventuell benötige man auch keine Fachkraft. Deshalb schlug die SPD-Fraktion vor, bei zehn weiteren Kindern, fĂŒr 20 Stunden eine Nichtfachkraft zusĂ€tzlich anzustellen. Damit könne man die Zeiten, die am meisten benötigt werden, abdecken, so Erl.

„Wir stimmen zu“, war die einhellige Meinung von FW und FDP.

Fachkraft oder Nichtfachkraft?

Es sind ElterngesprĂ€che, Elternberatung, GesprĂ€che mit der Schule, mit Therapeuten notwendig, dies könne mit NichtfachkrĂ€ften nicht realisiert werden – „die pĂ€dagogische QualitĂ€t kann so nicht gehalten werden“, entgegnete Ingrid Dreier (GLL).

Dr. Georg (CDU) plĂ€dierte dafĂŒr, den Antrag zurĂŒckzustellen.

„Ich schließe mich Frau Erl an“, erklĂ€rte Prof. Dr. Beedgen.

„Ich will heute abstimmen“, entschied der BĂŒrgermeister.

Einstimmig wurde beschlossen, die Hortgruppe um 18 zusĂ€tzliche Kinder zu erweitern und die hierfĂŒr einmalig anfallenden Ausgaben in Höhe von 15.600 Euro wurden bewilligt.

Die Einstellung einer weiteren Fachkraft mit 26 Wochenstunden wurde gegen sieben Ja-Stimmen abgelehnt.

Bei vier Enthaltungen wurde dem Vorschlag der SPD-Fraktion, bei einer Mindestzahl von zehn weiteren Kindern, eine Nichtfachkraft fĂŒr 20 Stunden einzustellen und die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft zu verlĂ€ngern, zugestimmt.

„Eine trockene Schaurinne wollen wir nicht haben“

Ladenburg, 04. Mai 2011. (red) Im Rahmen des dritten Sanierungsgebietes „StadteingĂ€nge“ wurde die Arbeitsgemeinschaft der Architekten Medelsky und Borkowski unter anderem mit der Überplanung der Hauptstraße zwischen Marktplatz und Schriesheimer Tor, im Bereich „Olive“ und „Elektro Friedrich“, beauftragt. Besonderes Thema sollte hierbei die Öffnung des Bachbettes sein, die noch im laufenden Programmjahr umgesetzt werden mĂŒsste, da die Förderung aus Sanierungsmitteln in diesem Jahr auslĂ€uft und die bestehende BachĂŒberdeckung in diesem Bereich des „Schriesheimer Viertels“ sich in einem sehr schlechten Zustand befindet, erlĂ€uterte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler in der Gemeinderatssitzung vom 20. April 2011.

Von Sabine Prothmann

„Das jĂ€hrliche Flicken ist keine Lösung und mit einem enorm hohen Aufwand verbunden“, so Ziegler. Zudem sei der schlechte Zustand der BachĂŒberdeckung extrem verkehrsgefĂ€hrdend.

Die vorliegende Konzeption sieht vor, das Bachprofil – wo es möglich ist – zu öffnen oder entsprechend dem ursprĂŒnglichen Bestand wiederherzustellen. Die Bereiche, die im Hinblick auf notwendige Überfahrten beziehungsweise ÜbergĂ€nge oder aufgrund sonstiger Nutzungen nicht dauerhaft offen bleiben können, sollen wieder mit Sandsteinplatten oder mit ĂŒberfahrbaren Metallgittern abgedeckt werden. Um das neue Erscheinungsbild weitgehend sicht- und erlebbar zu machen, sollen die bisher auf der Bachseite befindlichen ParkplĂ€tze auf die gegenĂŒberliegende Straßenseite verlagert werden.

Eine mögliche WasserfĂŒhrung im wiederhergestellten Bachprofil sollte zunĂ€chst nicht diskutiert werden, war aber schnell Gegenstand der Debatte im Gemeinderat.

Die Kosten werden laut BĂŒrgermeister auf 60.000 bis 80.000 Euro geschĂ€tzt. Ziegler baut dabei auf öffentliche Fördermittel, die rund 60 Prozent der Kosten decken sollen. Die restliche Summe sei ĂŒber die Mittel, die im Haushalt fĂŒr die neuen Abdeckungen zur VerfĂŒgung stehen, gesichert.

„Dreckloch mit Folgekosten“

Es könne nicht sein, dass man ein „Dreckloch mit entsprechenden Folgekosten“ schaffe, erklĂ€rte Stadtrat Gerhard Kleinböck (SPD) und wĂŒnschte sich eine konkretere Vorlage.

Stadtrat Dr. Peter Hilger (FW) beurteilte den Vorschlag der Verwaltung sehr positiv, die AufhĂŒbschung des Schriesheimer Viertels könne man so mit geringen eigenen Finanzen realisieren. „Diese Lösung hat einen gewissen Charme.“

„Eine trockene Schaurinne wollen wir nicht haben“, betonte Alexander Spangenberg (GLL). Auch wenn das Projekt finanziell interessant sei.

Diese Maßnahme sorge fĂŒr mehr AttraktivitĂ€t des Schriesheimer Viertels, erklĂ€rte Wolfgang Luppe (FDP). Damit greife man auch eine Idee des Stadtmarketings auf.

„Es soll Wasser laufen.“

Auch Luppe wollte die Option, den Bachlauf mit Wasser zu fĂŒllen, das Bachbett „nur trocken zu zeigen, gefĂ€llt mir nicht, es sollte Wasser laufen“.

„Heute geht es hier um einen Grundsatzbeschluss und nicht um die Details“, betonte der BĂŒrgermeister.

„Wir mĂŒssen dieses Jahr mit den Maßnahmen noch beginnen, um die Förderung zu bekommen“, erklĂ€rte Ziegler.

Aber auch StadtrĂ€tin Ilse Schummer unterstrich, hier mĂŒsse man den Bach und nicht nur ein Kiesbett sehen.

„Charme hat das nur mit Wasser“, sagte auch Gudrun Ruster (FW). Zudem gefalle ihr die vorgeschlagene Lösung der Parkplatzsituation, dass man alle ParkplĂ€tze auf einer Straßenseite anordnen wolle, ganz und gar nicht.

Stadtrat Steffen Salinger unterstrich, dass der technischer Aufwand sehr hoch sei .Man mĂŒsse sich ĂŒber die Folgekosten eines kĂŒnstlichen Wasserlaufes klar werden, erklĂ€rte Salinger. Eine vernĂŒnftige Sanierung der Straße und der Fassaden steigere die AttraktivitĂ€t des Viertels erheblich mehr als die alleinige Öffnung des Bachbetts.

Stadtrat Dr. Meinhard Georg gab den schlechten Zustand der BachĂŒberdeckung zu bedenken, „was fĂ€llt am meisten auf, das, was verrottet ist“.

Der Beschlussvorschlag sah vor, den vorliegenden Gestaltungsentwurf zustimmend zur Kenntnis zu nehmen und die Verwaltung zu beauftragen, diesen Entwurf mit den Anwohnern, Hauptstraße 54 bis 58, abzustimmen und ihn danach in modifizierter Form dem Gemeinderat mit einer ausgearbeiteten KostenschĂ€tzung erneut vorzulegen. Auf Vorschlag von Stadtrat Luppe sollte dies noch mit der Option der WasserfĂŒhrung ergĂ€nzt werden.

Bei sechs Enthaltungen und ohne Gegenstimmen wurde der Beschlussvorschlag angenommen.

Lieber Herr Dr. Hilger!

Guten Tag!

Ladenburg, 21. April 2010. Ein Bericht auf dem ladenburgblog hat Herrn Dr. Peter Hilger veranlasst, einen Kommentar zu schreiben. Das freut uns – nicht ganz. Wir erklĂ€ren, warum.

Von Hardy Prothmann

Lieber Herr Dr. Hilger,

Sie haben gestern Abend einen Kommentar zu unserem Bericht „Spargelstich – Zwischen Marketing und Tradition“ geschrieben:

„lieber Herr Poelitz, sollten Sie Nachhilfeunterricht in kulinarischen
Dingen benötigen, ich stehe Ihnen, wie auch sonst, zur VerfĂŒgung.
Was Journalismus angeht, könnte ich Ihnen und dem Autor Ihres blogs,
ebenfalls behilflich sein-۩. Gruß peter hilger“

Persönlich kennen wir uns bis auf kurze BegrĂŒĂŸungen im Gemeinderat noch nicht.

GeschmÀcker sind verschieden.

Deswegen sind wir ob Ihres großzĂŒgigen Angebots doch sehr verwundert. Denn die GeschmĂ€cker sind, wie Sie sicher wissen, verschieden.

Wieso Sie Herrn Pölitz implizit unterstellen, dass er „Nachhilfeunterricht benötige“, lassen Sie offen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit beziehen Sie sich auf den Text und darauf, dass Herr Pölitz dem servierten Spargel „kein Aroma“ attestierte.

Eventuell haben Sie ja bereits auch schon vom Hege-Spargel gekostet und finden diesen hocharomatisch. Eventuell gefĂ€llt es Ihnen als Mitverantwortlichem fĂŒr ein Ladenburger Kochbuch nicht, dass auch andere Menschen eine Meinung ĂŒber ihren eigenen Geschmack haben.

„Was den Journalismus angeht“, bieten Sie uns ebenfalls Hilfe an.

Hans-Dampf-in-allen-Gassen?

Potzblitz, Herr Dr. Hilger! Sind Sie am Ende gar ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen? Arzt, Gourmet und Journalist? Und zumindest im Bereich der Kulinaria und des Journalismus so bewandert, dass Sie sich die Rolle eines Nachhilfelehrers zutrauen?

Vielleicht haben wir Ihren jovialen Kommentar aber auch nicht richtig verstanden und Sie bieten uns gar keine Hilfe an, sondern etwas anderes.

Als bekannte Ladenburger Persönlichkeit scheinen Sie nach unseren Informationen immer fĂŒr ein lockeres SchwĂ€tzchen zu haben zu sein und fĂŒr aus Ihrer Sicht witzige Bemerkungen – tatsĂ€chlich erscheint uns Ihre Kontaktaufnahme herablassend.

NatĂŒrlich können Sie auch eine herablassende Haltung einnehmen. Wir leben in einem freien Land.

Jovialer Charakter?

Warum Sie sich aber herablassend Ă€ußern, erklĂ€ren Sie nicht. Kein Argument, kein Zitat hat ihr Kommentar nötig, um sich verstĂ€ndlich zu machen. Trifft das auf Sie als Persönlichkeit sonst auch zu? Haben wir Sie mit diesen SĂ€tzen am Ende gar schon zutreffend portrĂ€tiert? Als jovialen Charakter?

Wie Sie feststellen, betrachten wir unsere Kommentarfunktion nicht als Spuckecke, sondern freuen uns ĂŒber meinungsfreudige Kommentare, stichhaltige Argumente und interessante Informationen und befassen uns intensiv mit den Kommentaren, also auch Ihrem.

Ihr Kommentar bedient leider keinen unserer WĂŒnsche. Und das ist schade. Wenn Sie so wollen, liest sich Ihr Kommentar wie ein Spargel ohne Aroma schmeckt.

Wie die GeschmĂ€cker ist auch der Journalismus sehr verschieden. Wir bieten seit Mitte Februar ein neues journalistisches Medium fĂŒr die Stadt Ladenburg an. Noch können wir nicht alle Erwartungen und Themen der Stadt bedienen – Sie können aber versichert sein, dass wir kontinuierlich daran arbeiten, schon bald das Leitmedium fĂŒr die Stadt Ladenburg zu sein. In Heddesheim ist uns das innerhalb eines Jahres gelungen.

Klare Positionierung.

Wir arbeiten sehr meinungsfreudig, rechercheintensiv und vor allem unabhÀngig.

Wir positionieren uns dabei eindeutig gegen die Monopolzeitung Mannheimer Morgen und das lokale Mitteilungsblatt. Insofern verstehen wir Ihre Verstimmung, denn die journalistische Hausmannskost, die sie bisher gewohnt waren, wird von uns nicht angeboten.

Bei den Zeitungen findet in unseren Augen ĂŒberwiegend Bratwurstjournalismus statt. Insofern empfehlen wir Ihnen als Gourmet und Kenner der lokalen KĂŒche die LektĂŒre dieser BlĂ€tter.

Sofern Sie sich darĂŒber hinaus hier informieren wollen, sind Sie herzlich eingeladen.

Das gilt auch fĂŒr das Schreiben von Kommentaren oder GastbeitrĂ€gen. Allerdings wĂŒnschen wir uns von einem studierten Mediziner und Stadtrat dann doch etwas mehr Substanz – zumal Sie vorgeben, dem Feinsinnigen nicht abgeneigt zu sein.