Samstag, 18. November 2017

Gärten an der Bergstraße beispielhaft im Land

Land zeichnet Schulgärten in der Region aus

Rhein-Neckar, 11. August 2014. (red/pm) Die Landesregierung zeichnete im Rahmen der Schulgarteninitiative „Lernen fĂĽr die Zukunft – Gärtnern macht Schule“ vier Schulgärten aus. [Weiterlesen…]

Wie wird die "sichere" Lernplattform fĂĽr den Unterricht genutzt?

Wenn Lehrer und SchĂĽler moodlen

Moodle-002-20131017_610

 

Ladenburg/Weinheim/Rhein-Neckar, 22. Oktober 2013. (red/ld) Facebook an der Schule ist eigentlich tabu. Der Grund: Datenschutzfragen. Ohnehin nutzen viele Schulen bereits seit Jahren „Moodle“, noch lange bevor das baden-wĂĽrttembergische Kultusministerium Facebook und Co. fĂĽr die SchĂĽler-Lehrer-Kommunikation verboten und Moodle empfohlen hatte. Doch was kann das System, mit dem SchĂĽler/innen schon fast selbstverständlich umgehen? [Weiterlesen…]

Inklusive Schule als Chance begreifen


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 26. Oktober 2011. (red/pm) Pädagogen aus der Region lernten am Bildungsstandort Weinheim – Staatssekretär Mentrup kĂĽndigt gesetzliche Verankerung an.

Information der Stadt Weinheim:

Fachtagung Inklusive Schule in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

„Der Satz aus Kindermund klang so logisch und selbstverständlich. „Wir sind Kinder der Singschule an der Peterskirche und glauben daran, dass Gott uns alle lieb hat, ob groĂź ob klein, ob dick und dĂĽnn oder sonst irgendwie anders“. Dieser Satz, am Samstag auf der BĂĽhne des Musiktheaters der Dietrich-Bonhoeffer-Schule gesprochen, könnte so etwas wie das Credo der Inkulsiven Schule sein. Mehr als 200 Lehrerinnen und Lehrer aus der Region, Pädagogen aus Hochschulen, Bildungspolitiker und Vertreter verantwortlicher Schulen hörten ihn zum Auftakt der Fachtagung Inklusive Schule, der organisiert war von der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg und der Interessengemeinschaft Inklusive Schule im Raum Weinheim (IGIS).

Bildungsregion Weinheim ist Vorreiter im Land Baden-WĂĽrttemberg

Hintergrund: In drei Schulen im Raum Weinheim, der Lützelsachsener Grundschule, der Friedrich-Grundschule und der Hebel-Schule in Hemsbach, wurden im September Kinder mit Behinderung eingeschult. Sie nehmen dort jetzt ganz regulär am Unterricht teil. Damit ist die Bildungsregion Weinheim inmitten des Bereichs des Staatlichen Schulamtes Mannheim ein Erprobungsstandort und Vorreiter im Land Baden-Württemberg.

Diese Entwicklung, gemeinsam mit einer veränderten Bildungspolitik im Land Baden-Württemberg, so Prof. Dr. Alfred Klaus von der PH Heidelberg, biete für die Festigung der Inklusiven Schule eine große Chance, und deshalb finde der „Fachtag“ statt. Klaus: „Die Kinder stehen vor der Tür, wir müssen sie jetzt öffnen, denn sie haben nur ein Leben. Aber die Türen alleine reichen nicht, es müssen auch die Herzen und Köpfen sein, die geöffnet werden.“

Genau das bekräftigte auch Dr. Frank Mentrup, aus Mannheim stammender Staatssekretär am Stuttgarter Bildungsministerium. Der SPD-Politiker zeigte sich „überwältigt vom großen Interesse“ und erklärte es sich selbst: „Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass der Raum Mannheim, Heidelberg, Weinheim eine enorm innovative Bildungslandschaft in Baden-Württemberg ist.“ Dort sei das Thema Inklusion bereits als gesamtgesellschaftliche Aufgabe in den Köpfen der Menschen angekommen. „Vielen Dank“, rief er den Akteuren zu, „dass Sie uns vormachen, wie es geht“. Vor Ort in der Bildungsregion Weinheim fasziniere ihn „dieses Miteinander der Menschen für das gemeinsame Ziel“.

Der gelernte Mediziner und Experte für Kinder- und Jugendpsychatrie kündigte an, dass die Inklusive Schule ebenso wie die Ganztagesschule schon bald im Schulgesetz verankert werde. Dies sei ein nächster Schritt der grün-roten Bildungsreform im Land. Denn künftig müsse die Inklusion ein Thema für jede Schule und jede Schulart sein. Mentrup: „Wer es anders will, hat das Thema Inklusion noch nicht begriffen.“

Gleichzeitig kündigte er auch einen „Ausbau der Ressourcen“ an. Und er stimmte Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard zu, der voraussagte: „Eine Re-Inklusion wird es nicht geben.“

„Unterschiedlichkeit als gesellschaftliche Chance begreifen“

Ob Bernhard appellierte, die Inklusive Schule nicht nur als soziale Aufgabe oder völkerrechtliche Verpflichtung zu sehen, sondern als gute Gelegenheit, „Unterschiedlichkeit als gesellschaftliche Chance zu begreifen“. Behindert sei nur, wer behindert werde. Und es gelte die „Schätze“ eines jungen Menschen zu fördern, seine Talente zu betonen, „die jeder hat“. Weinheim könne dabei mit seiner „Bildungskette“ schon auf gute Erfahrungen zurückgreifen und nun in den Prozess der Inklusion einbringen.

„Wir sollten die Herzen öffnen und gegenseitig voneinander lernen“, wünschte sich der Weinheimer Rathauschef und bedankte sich bei Annette Trube, der Sprecherin von IGIS, für ihr großes Engagement. „Ohne IGIS hätten wir die Inklusive Schule im Raum Weinheim sicher nicht, zumindest nicht in dieser Form“, bescheinigte er, bevor sich die Teilnehmer der Fachtagung in Workshops fortbildeten.
Annette Trube hatte eingangs der Veranstaltung eindrückliche Geschichten aus dem Leben betroffener Familien erzählt und davon, wie Eltern Jahre lang vergeblich um die Aufnahme von Kindern mit Behinderung in jene Schule gebeten hatte, in die auch das nicht-behinderte Geschwisterkind ging. Es sei ein „mühsamer und stressiger Weg“ bis zum ersten Erprobungsversuch gewesen. Ihr Apell an alle Teilnehmer und Gäste der Tagung: „Helfen Sie mit, sorgen Sie mit dafür, dass diese Familien um die Gleichberechtigung ihrer Kinder nicht mehr kämpfen müssen.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog