Samstag, 24. Februar 2018

Will die Agentur Leistungen der Stadt ĂŒber einen Bericht in der RNZ erpressen?

Unverhohlene Drohung – die Demi und ihr Sturm

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Schlammschlacht: Im Sommer sah die Festwiese nach einem Konzert von Xavier Naidoo aus wie ein Acker – jetzt hetzt die RNZ ĂŒber beste Verbindungen zu Demi Promotion gegen Bensheim und setzt Ladenburg unter Druck. Zeit, dass sich der Gemeinderat der Sache annimmt. (Archivbild)

 

Ladenburg/Hirschberg, 27. November 2013. (red) Die Rhein-Neckar-Zeitung hat sich heute Sorgen um die Zukunft des Musiksommers in Ladenburg gemacht. Die Hirschberger Agentur Demi Promotion hat wohl Probleme mit der Finanzierung und sucht die Schuld bei anderen. Doch das ist nur der vordergrĂŒndige Teil der Geschichte. Interessanter sind die HintergrĂŒnde – vor allem die versuchte Erpressung im Mantel einer „Berichterstattung“. [Weiterlesen…]

Kommentar zum Streit ĂŒber Musikfestival

Wie wÀre es mit einem Stadtmarketing?

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Wo bleibt endlich ein vernĂŒnftige Stadtmarketing fĂŒr Ladenburg?, fragt sich Chefredakteur Hardy Prothmann. Foto: sap

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Der Streit um das Musikfestival ist richtig, denn es sind viele Fragen offen. Und bietet Gelegenheit, das eigentliche Thema endlich zu fokussieren: Hat die Stadt ein Stadtmarketing und wenn ja, gibt es auch ein ĂŒberzeugendes Konzept? Und wie sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung aus?

Kommentar: Hardy Prothmann

Der BĂŒrgermeister Rainer Ziegler ist also bereit, das Musikfestival aus StadtmarketingsgrĂŒnden „ein StĂŒck weit mitzufinanzieren“. Diese Aussage ist erstaunlich, weil nicht der BĂŒrgermeister Herr des Haushalts ist, sondern der Gemeinderat. Und der ist offensichtlich nicht umfĂ€nglich ĂŒber Kosten und Nutzen der Veranstaltung informiert. Zumindest muss man von außen diesen Eindruck haben. Und selbst, wenn die Einzelausgabe in den Entscheidungsbereich des BĂŒrgermeisters fallen sollte – gilt das auch fĂŒr die Summe aller Ausgaben in diesem Bereich? [Weiterlesen…]

Deutliche Kritik am Musikfestival

Scheingefecht um Schlachtfeld?

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Schlachtfeld oder hinnehmbarer Schaden aus Stadtmarketing-GrĂŒnden?

 

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Es hĂ€tte eine kurze, wenig spannende Sitzung des Technischen Ausschusses am Mittwoch werden können – den drei Tagesordnungspunkten wurden zĂŒgig abgestimmt. Dann kam der Punkt „Verschiedenes“ und fĂŒr Ladenburger VerhĂ€ltnisse ging es rĂŒde zu. Der ramponierte Zustand der Festwiese nach den Konzerten mit Xavier Naidoo und Sean Paul sorgte fĂŒr Ärger. [Weiterlesen…]

"Im Arsch" - Teil 2. Die seltsamen Regeln von Demi-Promotion

„Ihre Aufmerksamkeit ehrt einem schon fast“

Dokumentation: Das Bild oben ist nicht "nach den Regeln" entstanden. Unten im Bild Demi-Chef Dennis Gissel (rechts). Quelle: Ladenburger Zeitung

Ladenburg/Hirschberg/Rhein-Neckar, 09. Juli 2012. (red) Unser Bericht ĂŒber die EinschrĂ€nkungen der Pressefreiheit durch Manager und Veranstalter hat eine sehr hohe Aufmerksamkeit bei den Leserinnen und Lesern gefunden. Der Ausfall des Demi-Chefs Dennis Gissel nach wie vor unverstĂ€ndlich. Noch unverstĂ€ndlicher, dass er Regeln einfordert, die keine sind, weil sie nicht fĂŒr alle gelten.

Von Hardy Prothmann

Im Anschluss an unsere Berichterstattung sendete uns Demi-Chef Dennis Gissel eine E-Mail und wĂŒnschte uns „viel Erfolg“. Wobei, ließ er offen. Aktuell haben wir Herrn Gissel angeschrieben, weil die Ladenburger Zeitung ausfĂŒhrlich ĂŒber den von der Hirschberger Demi Promotion veranstalteten Konzertsommer in Ladenburg berichtete.

Das Problem dabei: In der Ladenburger Zeitung wurde mindestens ein Foto veröffentlicht, dass nach den „ersten drei Liedern“ entstanden ist. Zur Erinnerung: Der Veranstalter fĂŒhrte die Pressefotografen „geschlossen“ in den BĂŒhnengraben, wo wĂ€hrend der ersten drei Lieder fotografiert werden durfte. Danach waren Pressefotos „streng“ untersagt – angeblich eine Vorgabe des Managements der KĂŒnstler.

Von Ehre und Aufmerksamkeit

Anscheinend gilt das nicht fĂŒr den Ladenburger Journalisten Axel Sturm, der die KonzertatmosphĂ€re beim Dieter Thomas Kuhn-Konzert aus dem Wasserturm heraus ablichtete. Demi-Chef Dennis Gissel stand Sturm auch fĂŒr ein langes GesprĂ€ch zur VerfĂŒgung. Die „Berichterstattung“ ist insgesamt fast wie ein PR-Text zu lesen. Eine schöne Werbung fĂŒr Demi und sein Musikfestival, verpackt als „journalistischer“ Bericht.

Wir haben Herrn Gissel angeschrieben und folgende Fragen gestellt:

  • Ist Ihnen bekannt, dass die Ladenburger Zeitung in der aktuellen Ausgabe (27/2012) ein Foto veröffentlicht hat, dass im Anschluss an die ersten drei Lieder vom Wasserturm aus gemacht worden ist?
  • Könnte es sein, dass die so vehement von Ihnen vorgetragenen Regeln fĂŒr Herrn Sturm nicht gelten, weil dessen Tochter bei Ihnen beschĂ€ftigt ist?
  • Finden Sie es nicht auch, sagen wir mal „unglĂŒcklich“, dass Herr Sturm ohne einen Hinweis auf seine mögliche Befangenheit einen Text in der Art ĂŒber das Musikfestival veröffentlicht hat?

Herr Gissel hat folgende Antwort geschrieben:

Ihre Aufmerksamkeit ehrt einem (sic!) schon fast. Haben Sie wirklich keine aktuelleren Themen mehr?

Wir haben jede Menge Themen – wir finden es hochinteressant, wie der lokale Filz zusammenarbeitet. Wie gering Demi die Pressefreiheit achtet – obwohl gerade (unabhĂ€ngige) Presseberichte sehr wichtig fĂŒr einen Veranstalter sein sollten. Aber anscheinend gilt das bei Demi nur fĂŒr „schön geschriebene“ Berichte. Mit den Partnern Mannheimer Mogen, Rhein-Neckar-Zeitung und Nussbaum-Medien (AnzeigenblĂ€tter) hat Demi ja auch entsprechende Partnerschaften.

Ob dortige „Berichte“ nun „journalistisch wertvoll“ oder bloße PR-Texte sind – darĂŒber kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.

Und ob die anderen Presseorgane und -fotografen „amĂŒsiert“ sind, wenn sie erfahren, dass „Regeln“ nicht fĂŒr alle gleich gelten? Nach unseren Informationen wurde der Pressetross geschlossen in den Graben und dann zum Ausgang gefĂŒhrt. Nur nicht Axel Sturm. Dessen Tochter ist bei Demi angestellt und war fĂŒr die „PressefĂŒhrung“ eingeteilt. Sie ging mit dem „Papa“ in Richtung Wasserturm, wo Papa von oben seine Fotos „ganz exklusiv“ machen durfte. Vielleicht gilt die Regel ja auch fĂŒr Herrn Sturm aus dem Grund nicht, weil er nicht als „Journalist“ wahrgenommen wird – das könnten wir dann verstehen, aber das ist ein anderes Thema.

Tags drauf ging Demi-Chef Dennis Gissel aggressiv auf mich los, wollte die Kamera konfiszieren und machte abfĂ€llige Handbewegungen. Hier der frĂŒhere Artikel: “Im Arsch” – kein Bericht zu Jan Delay.

Akkreditierungsbedingungen schrÀnken Pressefreiheit ein

„Im Arsch“ – kein Bericht zu Jan Delay

„Im Arsch“ – feat. Udo Lindenberg.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 02. Juli 2012. (red/pro) Jan Delay ist aus unserer Sicht der Top-Star der deutschen Musikszene. Trotzdem veröffentlichen wir keine Konzertkritik zum Auftritt in Ladenburg. Der Grund ist eine unerfreuliche Auseindersetzung mit dem Veranstalter Demi Promotion und der pressefeindliche Umgang mit unabhÀngigen Journalisten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Jan-Delay-Konzert stehe ich noch auf dem Platz. Plötzlich kommt ein Mann, will mich sprechen. Wie ich dazu kĂ€me, mich „nicht an die Regeln zu halten“. Ich hĂ€tte mir „unrechtmĂ€ĂŸig“ Zugang verschafft. Mein Verhalten sei „asozial“ gegenĂŒber anderen Journalisten. Ich solle sofort alle Bilder auf meiner Kamera löschen. Es gebe „klare Regeln“ und an die habe sich jeder zu halten. Der Mann hat sich nicht vorgestellt, ich frage deshalb, wer er eigentlich ist: „Gissel, ich bin der Veranstalter.“ Der Wutausbruch von Dennis Gissel dauert gute zehn Minuten, er heißt mich dies und jenes, zum Ende lĂ€uft er weiter und macht eine wegwerfende Handbewegung.

Indiskutable EinschrÀnkung der Pressefreiheit

Der Grund fĂŒr die Aufregung: Ich habe wĂ€hrend des Konzerts ein paar Fotos gemacht – so wie die meisten anderen GĂ€ste auch. Weil ich aber „professionell“ bin, ist das mir nur wĂ€hrend der ersten drei Lieder erlaubt. Wer das vorschreibt, ob der KĂŒnstler, dessen Management oder der Veranstalter, ist relativ egal. Es handelt sich dabei um eine leider mittlerweile fast „normale“ EinschrĂ€nkung der Pressefreiheit. Eigentlich vollkommen indiskutabel – weil viele Medien sich diesen unzumutbaren Diktaten aber beugen, kommen viele Management-Firmen und Veranstalter damit durch.

Der Hintergrund fĂŒr das Verfahren: Das Interesse fĂŒr den KĂŒnstler „dĂŒrfen“ Medien schon haben. Und ĂŒber Pressemitteilungen versucht man gezielt und gesteuert Werbung durch Aufmerksamkeit fĂŒr den KĂŒnstler zu machen. Aber die Vermarktung oder Imagesteuerung soll voll im Griff des Managements und der Veranstalter bleiben – ebenso die eigene kĂŒnstlerische Arbeit der Journalisten.

Wer kritisch berichtet, wird auch schon mal nicht mehr „zugelassen“. Wer sich auf UnabhĂ€ngigkeit beruft, wird in Kenntnis gesetzt, dass eine Veranstaltung privat ist und damit der „Hausherr“ bestimmt, was er zulĂ€sst und was nicht.

Eine paradoxe Situation: Ohne Öffentlichkeit ist alle Kunst nichts – aber die öffentliche Meinung soll sich nur so bilden, wie es den KĂŒnstlern und/oder deren Vermarktungsfirmen passt. Wer eine solche Haltung vertritt, hat das hohe Gut der Pressefreiheit nicht verstanden.

UnabhĂ€ngige Journalisten „nehmen anderen KĂŒnstlern“ nichts weg, sondern erarbeiten hart eigene Inhalte und bereichern damit die öffentliche Meinung und durch positive Berichte auch das Ansehen der KĂŒnstler. Negative Berichte können KĂŒnstler als „Warnzeichen“ sehen, dass etwas schief lĂ€uft, und wenn sie klug sind dazu nutzen, um sich und ihre Kunst zu verbessern.

Urheber beschneiden Urheber

In der Konsequenz beschneiden damit Urheber andere Urheber: Musikgruppen sind KĂŒnstler, Pressefotografen ebenfalls. Die erhalten fĂŒr ein Foto, das in der Tagespresse veröffentlicht wird ein Honorar, das sich nach der Auflage richtet. Bei einer Zeitung wie dem Mannheimer Morgen rund 40 bis 50 Euro. Die von der Hirschberger Agentur „Demi Promotion“ an die Fotografen ĂŒbermittelten „Regeln“ besagen, dass der Fotograf nur in dem Medium veröffentlichen darf, fĂŒr das er „akkreditiert“, also angemeldet und „zugelassen“ ist. Mithin hat der Fotograf keine Chance mehr, das mickrige Honorar durch weitere VerkĂ€ufe zu einem einigermaßen anstĂ€ndigen Honorar zu machen.

Manche KĂŒnstler zeigen dann gewisse KostĂŒme oder Show-Einlagen erst, wenn die Runde fĂŒr die Pressefotografen vorbei ist. Jetzt ĂŒbernehmen Fotografen, die vom Management oder Veranstalter gebucht sind. Deren Bilder sind „exklusiv“ und werden fĂŒr sehr viel mehr Geld als Pressefotografen fĂŒr ihre Arbeit erhalten, an Medien verkauft. Die machen das Spiel mit, weil sie keinen Fotografen vor Ort haben oder eben das „exklusivere“ Bild bringen wollen.

In der Vergangenheit ist dieses Vermarktungssystem teils vollends pervertiert. KĂŒnstler oder deren Management gingen sogar so weit, jedes zu veröffentlichende Bild erst genehmigen und alle Bilder fĂŒr sich selbst honorarfrei (!) verwenden zu wollen.

KnebelvertrÀge

Ob Robbie Williams, Coldplay, Bon Jovi, Destiny’s Child, Fleetwood Mac, Bob Dylan und Böhse Onkelz oder Silbermond – nach Informationen der Journalistengewerkschaft DJV legen diese und andere „KnebelvertrĂ€ge“ vor nach dem Motto: Friß oder stirb. Das heißt fĂŒr Pressefotografen: Du hĂ€lst die an die „Regeln“ oder bist draußen.

FĂŒr wirklich journalistische Pressefotografen, also nicht die Eventknipser, die unkritisch alles mitmahcen, kommt diese „Regelung“ einer beruflichen Kastration gleich. Denn deren „Sprache“ ist das Bild – will ein Fotojournalist ein Geschehen, also das Konzert „beschreiben“, muss er die Möglichkeit haben, vom Anfang bis zum Ende zu – um damit „seinen Blick“ zu dokumentieren. Wenn er das nicht kann, wĂ€re das so, als wĂŒrde man auch schreibenden Journalisten „Regeln diktieren“, sie dĂŒrfen nur ĂŒber die ersten drei Lieder schreiben oder die ersten drei Kapitel eines Buches besprechen oder das erste Drittel eines Kunstwerks. Das wĂ€re absurd – aber fĂŒr Fotografen ist das in der Veranstaltungsbranche die „NormalitĂ€t“.

Dagegen gab es schon frĂŒher Proteste: Beispielsweise blieben Agenturfotografen Konzerten fern. Der Druck wirkte – sie wurden wieder fĂŒr die volle LĂ€nge zugelassen. Aber nur sie – andere Fotografen nicht. „SolidaritĂ€t“ ist unter Journalisten oft ein Fremdwort.

SchÀdliche Vermarktungsgier

Aus Sicht der KĂŒnstler oder auch Sportler (gerade beim Fußball geht es noch heftiger zu) mag die Vermarktungsgier zunĂ€chst in Ordnung sein – doch langfristig schadet man sich selbst, fehlt doch eine unabhĂ€ngige und kritische Berichterstattung in Wort, Ton, Bild und Video. Der „scherzende“ Löw bei der EM ist ein gutes Beispiel, wie Manipulationen TĂŒr und Tor geöffnet sind.

Gerade beim Sport entwickeln sich daraus mafiöse Systeme (aktuell in Italien, Tour de France, Boxsport usw.) und ausgerechnet die KĂŒnstler, die freie Systeme nutzen, um durch Gesten, Kleidung, Verhalten und ihre Musik auch Freiheit zu provozieren, wollen die Freiheit anderer KĂŒnstler einschrĂ€nken? Das ist pervers. Und dumm.

In LĂ€ndern, wo es keine freie Presse gibt, hĂ€tten diese KĂŒnstler keine Chance, die meisten von ihnen wĂŒrden unterdrĂŒckt und bis zum Tode bedroht (Salman Rushdie, Shahin Najafi). Die aufgestellten „Regeln“ bedrohen in unserer „freien“ Welt gerade kleine Medien oder freie Journalisten ebenfalls existenziell.

Wir haben das Management von Jan Delay angeschrieben und uns erkundigt, ob es wirklich der Wille des KĂŒnstlers ist, dass diese „Regeln“ durchgesetzt werden – vielleicht behauptet das ja nur der Veranstalter Demi Promotion um ein wenig „großer Veranstalter“ zu spielen? Wenn nicht, bin ich absolut enttĂ€uscht von Jan Delay, dessen Musik und Performance ich als „Fan“ sehr schĂ€tze. Er ist ein ganz großartiger KĂŒnstler. Aber ich wĂ€re sehr enttĂ€uscht von ihm, wenn er tatsĂ€chlich die Pressefreiheit so gering achtet.

FĂŒr Jan Delay mĂŒssen aber „nur 2.500 GĂ€ste“ ebenfalls enttĂ€uschend gewesen sein – der Mann bekommt mit seiner tollen Band woanders weit mehr Zuschauer zusammen – ob hier die „Vermarktung“ des Veranstalters Demi Promotion nicht funktioniert hat? Wer weiß.

Demi Promotion haben wir ĂŒbrigens schon mehrfach angeboten, bei uns Werbung fĂŒr ihre kommerziellen Veranstaltungen zu schalten. Es gab nie eine Reaktion, dafĂŒr aber immer eifrig die Zusendung von „Presseinformationen“, die die Veranstaltungen kostenlos bewerben sollen.

Einerseits tut man also so, als sei man Veranstalter eines fĂŒr die Öffentlichkeit interessanten Events, dann aber ist man wieder „privat-kommerziell“ – eine seltsame „Auffassung“. Es geht bei solchen Konzerten sicher nicht ums Gemeinwohl, sondern klar ums GeschĂ€ft.

UnabhĂ€ngiger Journalismus vs. „Partnerunwesen“

Vielleicht war Herr Dennis Gissel auch deswegen so ungehalten – weil wir als einzige Redaktion nicht nach seiner Marketing-Pfeife tanzen. Ob verwandtschaftliche Beziehungen von anderen Lokaljournalisten in Ladenburg und Mitarbeitern bei Demi Promotion oder die Medienpartnerschaften von Demi Promotion mit dem Mannheimer Morgen, „Lokalmatador“ und der Rhein-Neckar-Zeitung, die wir hĂ€ufig fĂŒr miese journalistische Leistungen kritisiert haben, auch eine Rolle spielen, darĂŒber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen.

Wir werden sehen, ob wir nach dieser Kritik kĂŒnftig noch von Demi Promotion zu Veranstaltungen eingeladen oder zugelassen werden – auch darĂŒber halten wir unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden. FĂŒr die nĂ€chste Zeit ist uns aber erstmal die Lust vergangen und wenn die „Regeln“ so bleiben, werden wir vermutlich weiter verzichten – klar, dass ist schade fĂŒr die Fans und fĂŒr alle, die unsere unabhĂ€ngige Berichterstattung schĂ€tzen.

WĂŒrden alle Medien im Raum mitziehen, wĂŒrden sich die „Regeln“ schnell Ă€ndern – nur leider ist es mit der eigenen Achtung der Pressefreiheit, mit der SolidaritĂ€t gegenĂŒber einem unabhĂ€ngigen Journalismus und dem eigenen SelbstverstĂ€ndnis einer unabhĂ€ngigen Berichterstattung bei vielen Medien nicht besonders weit her.

Die Geschichte nach dem Jan-Delay-Konzert ging ĂŒbrigens noch weiter: Kurz vor dem Ausgang passten mich zwei muskelbepackte Ordner drohend ab und verlangten, dass ich sofort alle Bilder meiner Kamera löschen sollte. Ich habe das verweigert und die Polizei hinzugezogen. Die klĂ€rte die nicht sehr hellen Ordner auf, dass man mich des Platzes verweisen, sicher aber keine Löschung der Bilder verlangen könne. Wegen des Vorgangs wurden meine Personalien „förmlich“ aufgenommen (die Polizisten kannten mich zwar, aber das nimmt dann seinen behördlichen Lauf). Ich konnte das GelĂ€nde ohne Platzverweis dann nach weiteren 20 Minuten unseliger Diskussion verlassen.

Fotografen-Vereinigung Freelens zu „Silbermond“

Der Tagesspiegel: „Abgeblitzt“ – ĂŒber unsĂ€gliche Arbeitsbedingungen fĂŒr Pressefotografen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) ĂŒber KnebelvertrĂ€ge

Aus gegebenem Anlass sieht die Fotostrecke so aus:

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Anm. d. Red.: Zu Dieter Thomas Kuhn, ebenfalls von Demi Promotion veranstaltet, haben wir letztmalig eine Fotostrecke gezeigt. Darauf mĂŒssen die KĂŒnstler, die Knebelbedingungen diktieren, zumindest bei uns kĂŒnftig verzichten.

Unfreundliche, chaotische Bewirtung und schlechter Sound

DTK-Konzert: Massive Kritik vieler Fans am Veranstalter

7.500 GĂ€ste - viele davon kritisierten einen lausigen Ton und ungenĂŒgendes Catering.

 

Ladenburg, 02. Juli 2012. (red/pro) Fanatische Fans kann nichts enttĂ€uschen, wenn ihr DTK auftritt. Doch gibt es jede Menge Beschwerden von KonzertgĂ€sten, die gar nicht zufrieden mit den Rahmenbedingungen beim Konzert von Dieter Thomas Kuhn auf der Ladenburger Festwiese waren. Dabei störte die meisten weniger der Abbruch der Veranstaltung – dafĂŒr hatte man wegen der SicherheitsabwĂ€gungen VerstĂ€ndnis -, sondern man regte sich ĂŒber die Veranstaltung an sich auf. Der Veranstalter Demi Promotion sieht sich nicht verantwortlich und meint, es gĂ€be in ganz Ladenburg keine fĂ€higen Gastronomen.

Von Hardy Prothmann

Viele Fans haben sich per E-Mail bei uns gemeldet, um ihrer EnttÀuschung Ausdruck zu machen. Auch bei Facebook gibt es sehr viele EintrÀge von Fans, die ihren Frust schildern. Beispielsweise:

Mit Freunden zu DTK … mitsingen, Spass haben … das ist wohl Sinn und Zweck dieses Konzertes. Gestern haben wir in der Mitte nix mehr gehört, viel zu leise, mitsingen- keine Chance. Weiter fehlten viele Lieder, glaub diesmal hat er mehr gesprochen, also das war gar nix. Nach einer 3/4 Stunde anstehen, hatte ich dann auch eine Apfelsaftschorle …. Orga=0 ….. FĂŒr 30,90 Eintritt kann ich Leistung erwarten, diese war ĂŒberhaupt nicht vorhanden. Wir waren 22 enttĂ€uschte Leute und Ladenburg Festwiese und die Organisatoren sehen uns nicht wieder. Traurig- schade !!!!!!

Ein anderer Fan schreibt:

dtk konzert gestern war leider der absolute reinfall….die organisation war ja mal ein witz….dass die leute an dem einen (!!!!) weinstand maßlos ĂŒberfordert waren,hĂ€tte man bei so vielen besuchern doch wissen mĂŒssen…aber auch an allen bierstĂ€nden musste man ewig anstehen,wenn man pech hatte das ganze konzert oder man hat halt gar nix bekommen…..der sound war auch super mies….

Der Veranstalter nimmt die Kritik nicht auf die eigene Kappe, sondern reicht sie durch an die bewirtenden Betriebe. Auf Facebook schreibt Demi Promotion teilt Demi Promotion eine Stellungnahme von Dieter Thomas Kuhn:

Die Probleme bei der Gastronomie sind in der Tat unverstÀndlich, jedesmal in Ladenburg. Es scheint dort keinen fÀhigen Gastronomen zu geben. Wir werden dem nachgehen, da könnt ihr sicher ein!

So leicht wird Demi Promotion da aber nicht rauskommen. Schließlich entscheidet der Veranstalter, wie viele StĂ€nde auf dem GelĂ€nde sind und ist dafĂŒr verantwortlich, die erwartete Menge der Zuschauer ausreichend bedienen zu können. Und der Veranstalter gibt selbst zu, dass es wohl auch in der Vergangenheit „Probleme“ gegeben hat („jedesmal in Ladenburg“) – warum wurden dann nicht „fĂ€hige“ Gastronomen aufs GelĂ€nde gebracht?

Schade fĂŒr die Fans, die nach eigenen Aussagen zwischen einer halben und einer Stunde fĂŒr ein GetrĂ€nk anstehen mussten und dabei viel vom Konzert verpassten – war doch aus Sicht von vielen auch der Ton schlecht abgemischt.

FĂŒr die „Festivalwiese“ in Ladenburg ist das keine gute Werbung und es steht zu befĂŒrchten, dass die Fans sich anders orientieren. Ob die Ladenburger Gastronome es sich gefallen lassen werden, als „unfĂ€hig“ durch Demi Promotion dargestellt zu werden, muss man abwarten.

Anm. d. Red.: Wir haben im Text die Kritik an den „Ladenburger Wirten“ korrigiert. Es handelt sich um eine Stellungnahme auf der Facebook-Seite von Dieter Thomas Kuhn, die von der Demi Promotion-Facebook-Seite „geteilt“ worden ist.

7.500 Fans feiern mit Dieter Thomas Kuhn und Band auf der Festwiese

Die bunteste Stadt Deutschlands

Der Meister der Schmachtballaden: DTK.

 

Ladenburg, 02. Juli 2012. (red/la) Am Samstag war Ladenburg wohl die bunteste Stadt Deutschlands. Tausende Schlagerfans in Plateaustiefeln und RĂŒschenhemden pilgerten durch die Straßen in Richtung Festwiese. Dort wollten sie den Abend mit einem der erfolgreichsten deutschen Schlagerbarden verbringen: mit Dieter Thomas Kuhn.

Mitte der 1990er löste der TĂŒbinger Musiker Thomas Kuhn gemeinsam mit dem kurzzeitig erfolgreicheren Kollegen Guildo Horn die Neo-Schlagerwelle aus. Das einfache Konzept hieß Schlager nachzuspielen und dies noch ĂŒbertriebener als die Originalinterpreten tun. Im Gegensatz zu Grand-Prix-Teilnehmer Horn fĂŒllt Kuhn jedoch heute immer noch die Hallen und Festwiesen. Und das, obwohl er mehrere Jahre dem Schlager den RĂŒcken gekehrt hatte. 2006 holte er den Paillettenanzug wieder aus der Mottenkiste und tourt wieder. Am Freitag erschien das neue Album: „Hier ist das Leben“.

Schmachten und jubeln.

7.500 Menschen lockt der 47-JĂ€hrige am Samstagabend auf die Festwiese. Weitere 350 ZaungĂ€ste machen es sich vor der Absperrung oder am Neckarhausener Ufer gemĂŒtlich. Um 20:06 Uhr betreten Dieter Thomas Kuhn und Band in glitzernden PaillettenanzĂŒgen die BĂŒhne. Im Hintergrund lĂ€uft „Musik ist Trumpf“. Sofort recken Hunderte Fans ihre Sonnenblumen jubelnd in die Höhe. Der „Kindergeburtstag“ beginnt. WĂ€hrend er „Sag mir quando“ schmachtet, öffnet die „singende Föhnwelle“ den oberen Teil seines rot-weiß glitzernden Hemds. Zum Vorschein kommt das obligatorische Brusthaartoupet. Diesmal ist die Wolle herzförmig.

Über den langgezogenen Catwalk schreitend steht Kuhn bald mitten im Blumenmeer der Fans. Die erste Sonnenblume fliegt in seine Richtung. Er fĂ€ngt sie singend mit einer lĂ€ssigen Geste im Flug und lĂ€chelt. Wieder brandet Jubel auf. Kuhn wirft HandkĂŒsschen in die Menge.

Dann will Kuhn „Über den Wolken“ anstimmen, aber kommt ĂŒber die ersten drei Worte nicht hinaus. Er stockt. Immer lauter sind die Worte „Dieter, Dieter Thomas Kuhn“ aus der Menge zu hören. Kuhn faltet die HĂ€nde und schĂŒttelt sie dankend:

Ich habe GĂ€nsehaut.

Die Stimmung auf der Festwiese ist locker und ausgelassen. Viele Frauen tragen Kleider mit BlĂŒmchenmuster oder in grellen Farben. Die eingefleischten Schlagerfans tragen HaarbĂ€nder und Plateaustiefel. Doch auch die MĂ€nner haben sich in Schale geworfen. Sie haben sich mit bunten RĂŒschenhemden, schwarzen Afro-PerĂŒcken und großen rosa Brillen auf die Zeitreise in die Goldene Zeit des deutschen Schlagers vorbereitet. Gerade MĂ€nner haben den Ruf „Dieter, ich will ein Kind von Dir“ verinnerlicht. Es riecht ĂŒberall nach Patchouli, nicht nach Hanf. Zwischendurch versuchen einzelne Fans, Massenpolonaisen anzustoßen.

Als die Band speziell fĂŒr Griechenland „Griechischer Wein“ anstimmt, darf eine Frau im perfekten 70er-Outfit als erster Gast mit Kuhn auf die BĂŒhne. SpĂ€ter dĂŒrfen einige mehr zugleich dort stehen.

Plötzlich jedoch ragt ein aufblasbarer Penis vor der BĂŒhne in die Luft. „Wie bist Du mit dem Ding durch die Eingangskontrolle gekommen?“, ruft Kuhn dem Fan zu. „Schwein!“, setzt er amĂŒsiert nach. Die weiter von der BĂŒhne entfernt hochgehobene Gummipuppe ignoriert er.

Ekstase

Bei „Fremder ohne Freunde“ verlĂ€sst der TĂŒbinger von der BĂŒhne und lĂ€uft singend ĂŒber die Festwiese durch die Zuschauer. Dutzende Fans umringen den TĂŒbinger und zĂŒcken ihre Handys fĂŒr ein Foto oder filmen das Bad in der Menge mit. Einige Frauen geraten nach einem KĂŒsschen des SĂ€ngers in Ekstase. Ob diese nur gespielt oder doch echt ist, scheinen viele selbst nicht genau zu wissen.

Es ist Thomas Kuhns Erfolgsrezept die Grenzen zwischen Satire, Hommage und guter Musik so verschwimmen zu lassen, dass sich jeder darin wiederfinden kann. Er persifliert den freundlich-schmierigen Machismo der damaligen Stars ebenso, wie das realitĂ€tsentrĂŒckte eines Christian Anders. Alles zusammen ergibt einen so ĂŒbertriebenen Film, den man nicht mehr ernst nehmen muss, sondern dem man sich bedenkenlos hingeben kann.

Auch wenn der grĂ¶ĂŸte Teil der Zuschauer Ende Dreißig ist, sind auch etliche Teenager und Senioren zu sehen. Die Jungen sind eher neugierig: „Ich hab gehört, dass man das Ganze nur vollgesoffen ertragen kann“, sagt ein 16-JĂ€hriger. Die Senioren, die einige der gecoverten KĂŒnstler noch live gesehen haben dĂŒrften, feiern ebenso ausgelassen mit.

Gegen 21 Uhr nĂ€hern sich jedoch dunkle Wolken aus Richtung SĂŒden. Da eine Schlechtwetterfront Ladenburg wohl vor dem Konzertende erreichen wird, beendet der Veranstalter „Demi Promotion“ das Konzert bereits nach eineinhalb Stunden und Kuhn gibt ein letztes „TrĂ€nen lĂŒgen nicht“ mit auf den Weg. Normalerweise sind zwei Stunden das Minimum bei seinen Konzerten. Allerdings verspricht er seinen Fans noch, dass sie die verlorene Zeit im kommenden Jahr „doppelt und dreifach“ ersetzt bekommen.

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Fotostrecke: Klassik am Fluss 2010 – Großes Kino in Ladenburg

Guten Tag!

Ladenburg, 05. Juni 2010. Klassik am Fluss 2010 hat sehr eindrucksvoll vorgefĂŒhrt, wie sehr Musik die GefĂŒhle bewegt. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg kommt aus der Klassik und bedient alles Genres. Der Star des Abends war Sharon Phillips.

Von Hardy Prothmann

Sharon Phillips - der Star des Abends. Bild: ladenburgblog

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg ist eine Klasse fĂŒr sich. Angetreten, um „Klassik am Fluss“ zu prĂ€sentieren, spielt das Orchester unter der Leitung von Dirigent Scott Lawton „Klassik im Fluss“: NĂ€mlich ein Crossover durch viele musikalische Stile – durchaus auch mit „klassischen Elementen“.

Emotionale Reise.

Das Programm „Hollywood meets Classic“ war eine emotionale Reise durch die Filmgeschichte: Von den AnfĂ€ngen, „als die Bilder laufen lernten“ mit Evergreens wie „Der blaue Engel“ ĂŒber die „Crime Time“ mit unvergesslichen Kompositionen wie zu „Der Pate“ von Nino Rota.

Im 3. Teil der musikalischen Reise, die sechs Teile umfasste, wurden „Adventures“ gespielt, Melodien aus „Robin Hood“ und „Mad Max“ oder „Jurassic Park“. Auch diese emotional packend – aber insgesamt der „schwĂ€chste“ Teil der Kompositionen im Vergleich. Danach ging es in die Pause.

Dietmar Wunder: Leiht "Bond"-Daniel Craig seine Stimme und moderiert den Abend. Bild: ladenburgblog

Packend, souverĂ€n, mit vielen Anekdoten aus dem Filmgeschehen und der richtigen Portion Witz, moderierte Dietmar Wunder den Abend. Der Synchronsprecher leiht Daniel Craig, dem aktuellen James Bond, seine Stimme fĂŒr die deutschen Filmfassungen: „Was Sie heute Abend erleben, ist ein wenig wie Disneyland durch die Filmmusik“, sagte Wunder. Das stimmte – der Reigen durch das Wunderland der Filmmusik mit ihrer starken Ausdruckskraft war ein Erlebnis.

Lizenz zum Töten – Sharon Phillips.

Vor allem nach der Pause. Denn jetzt war „James Bond“ dran. Mit „Goldfinger“ oder „Licence to kill“ – hier brillierte „Special Guest“ Sharon Phillips. Überhaupt war sie der Star des Abends. Ihre tolle Stimme und BĂŒhnenprĂ€senz kam beim Publikum sehr gut an.

Dank Scott Lawton. Der Chefdirigent der „Babelsberger“ fĂŒhrt das Orchester erfrischend klassisch souverĂ€n, aber doch mit vielen anderen Lieben zu Jazz oder Rock. In der strengen Welt der Klassik dĂŒrfen Bassisten sonst nicht solch raffinierte Basslinien spielen oder Trompeter die Seele aus dem Horn blasen, wie bei einem Filmmusikorchester, dass den Auftrag hat, die Emotionen des Massenpublikums zu bearbeiten.

Wenn es ganz groß oder eng im Herz werden soll, kommen die Streicher zum Einsatz, die eine tolle Vorstellung geliefert haben. Der Blick in die Gesichter der GĂ€ste zeigte die Ergriffenheit – gerade bei den „Crime-Stories“, vor allem aber bei „Bond“ und natĂŒrlich bei den „Love Songs“.

Scott Lawton und sein Orchester bedienen Emotionen.

Scott Lawton gefĂ€llt als Dirigent ungemein, weil er konsequent fĂŒhrt, aber seiner Begeisterung fĂŒr gewisse StĂŒcke sichtbaren Lauf lĂ€sst. Dann fĂ€ngt er an zu tanzen oder zu „headbangen“ – er geht auf in den StĂŒcken und fordert dasselbe von seinem Orchester, dass konzentriert, cool und wild mitmacht.

Mit Einbruch der Dunkelheit steigt die Stimmung ĂŒber Licht- und Showeffekte. Bild: ladenburgblog

Sicher hat der Einbruch der Dunkelheit und die dann einsetzende Video- und Lightshow die zweite HĂ€lfte des Konzerts zum besseren Teil des Abends gemacht – weil es audiovisuell zuging. Die Einspieler berĂŒhmter Filmszenen bedienten auch die Augen. Dietmar Wunder outete sich als Fan von „Indi“, Indiana Jones, der in echt Harrison Ford heißt. Kenntnisreich und liebevoll moderierte er die Filmgeschichte und ihre Entwicklung aber auch, indem er die „Bourne-Trilogie“ oder „Mission Impossible“ als FortfĂŒhrung der „Bond“-Filme einordnete. Damit hatte der Abend nicht nur etwas Unterhaltendes, sondern diente auch der „Fortbildung“.

Aufgeregter Ziegler.

Insgesamt also ein aufregender, schöner Abend. Auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler war ein wenig die „Aufregung“ anzumerken, als er auf die BĂŒhne kam, um die GĂ€ste vor und auf der BĂŒhne zu begrĂŒĂŸen.

Der Abend hat ihm enorm Spaß gemacht – das merkte man ihm an. Er wĂŒnscht sich noch viele solcher Abende – damit hat er Recht. Die Festwiese, der Neckar, die Altstadt, das Programm sind ein Alleinstellungsmerkmal. Das macht Ladenburg besonders.

Ziegler lobte auch den Veranstalter DeMi Promotion. Ganz sicher hat er damit auch Recht – die Organisation war vorbildlich und trĂ€gt wesentlich zum Gelingen von Großveranstaltungen enorm bei.

Das Feuerwerk zum Ende des Abends war beeindruckend. Allerdings fand es „hinter den BĂ€umen“ statt. Der Großteil der rund 1.600 Zuschauer konnte nur einen eingeschrĂ€nkten Eindruck genießen, da die meisten Feuerwerkskörper aus Sicht der Zuschauer hinter den großen Pappeln explodierten.

Das Konzert war ein Feuerwerk der Emotionen –
braucht es dann noch ein Feuerwerk?

Sicher war das Feuerwerk beeindruckend – ob es sein muss? DarĂŒber darf man mit guten Argumenten streiten.

Das Feuerwerk der Emotionen und toller Musik hatten die „Babelsberger“ unter Leitung von Scott Lawton schon besorgt – Sharon Phillips sowieso.

Wir dokumentieren den Abend mit unserer Fotostrecke. Die Bilder sind chronologisch geordnet.

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