Mittwoch, 20. September 2017

Will die Agentur Leistungen der Stadt ├╝ber einen Bericht in der RNZ erpressen?

Unverhohlene Drohung – die Demi und ihr Sturm

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Schlammschlacht: Im Sommer sah die Festwiese nach einem Konzert von Xavier Naidoo aus wie ein Acker – jetzt hetzt die RNZ ├╝ber beste Verbindungen zu Demi Promotion gegen Bensheim und setzt Ladenburg unter Druck. Zeit, dass sich der Gemeinderat der Sache annimmt. (Archivbild)

 

Ladenburg/Hirschberg, 27. November 2013. (red) Die Rhein-Neckar-Zeitung hat sich heute Sorgen um die Zukunft des Musiksommers in Ladenburg gemacht. Die Hirschberger Agentur Demi Promotion hat wohl Probleme mit der Finanzierung und sucht die Schuld bei anderen. Doch das ist nur der vordergr├╝ndige Teil der Geschichte. Interessanter sind die Hintergr├╝nde – vor allem die versuchte Erpressung im Mantel einer „Berichterstattung“. [Weiterlesen…]

Kommentar zum Streit ├╝ber Musikfestival

Wie w├Ąre es mit einem Stadtmarketing?

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Wo bleibt endlich ein vern├╝nftige Stadtmarketing f├╝r Ladenburg?, fragt sich Chefredakteur Hardy Prothmann. Foto: sap

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Der Streit um das Musikfestival ist richtig, denn es sind viele Fragen offen. Und bietet Gelegenheit, das eigentliche Thema endlich zu fokussieren: Hat die Stadt ein Stadtmarketing und wenn ja, gibt es auch ein ├╝berzeugendes Konzept? Und wie sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung aus?

Kommentar: Hardy Prothmann

Der B├╝rgermeister Rainer Ziegler ist also bereit, das Musikfestival aus Stadtmarketingsgr├╝nden „ein St├╝ck weit mitzufinanzieren“. Diese Aussage ist erstaunlich, weil nicht der B├╝rgermeister Herr des Haushalts ist, sondern der Gemeinderat.┬áUnd der ist offensichtlich nicht umf├Ąnglich ├╝ber Kosten und Nutzen der Veranstaltung informiert. Zumindest muss man von au├čen diesen Eindruck haben. Und selbst, wenn die Einzelausgabe in den Entscheidungsbereich des B├╝rgermeisters fallen sollte – gilt das auch f├╝r die Summe aller Ausgaben in diesem Bereich? [Weiterlesen…]

Deutliche Kritik am Musikfestival

Scheingefecht um Schlachtfeld?

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Schlachtfeld oder hinnehmbarer Schaden aus Stadtmarketing-Gr├╝nden?

 

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Es h├Ątte eine kurze, wenig spannende Sitzung des Technischen Ausschusses am Mittwoch werden k├Ânnen – den drei Tagesordnungspunkten wurden z├╝gig abgestimmt. Dann kam der Punkt „Verschiedenes“ und f├╝r Ladenburger Verh├Ąltnisse ging es r├╝de zu. Der ramponierte Zustand der Festwiese nach den Konzerten mit Xavier Naidoo und Sean Paul sorgte f├╝r ├ärger. [Weiterlesen…]

"Im Arsch" - Teil 2. Die seltsamen Regeln von Demi-Promotion

„Ihre Aufmerksamkeit ehrt einem schon fast“

Dokumentation: Das Bild oben ist nicht "nach den Regeln" entstanden. Unten im Bild Demi-Chef Dennis Gissel (rechts). Quelle: Ladenburger Zeitung

Ladenburg/Hirschberg/Rhein-Neckar, 09. Juli 2012. (red) Unser Bericht ├╝ber die Einschr├Ąnkungen der Pressefreiheit durch Manager und Veranstalter hat eine sehr hohe Aufmerksamkeit bei den Leserinnen und Lesern gefunden. Der Ausfall des Demi-Chefs Dennis Gissel nach wie vor unverst├Ąndlich. Noch unverst├Ąndlicher, dass er Regeln einfordert, die keine sind, weil sie nicht f├╝r alle gelten.

Von Hardy Prothmann

Im Anschluss an unsere Berichterstattung sendete uns Demi-Chef Dennis Gissel eine E-Mail und w├╝nschte uns „viel Erfolg“. Wobei, lie├č er offen. Aktuell haben wir Herrn Gissel angeschrieben, weil die Ladenburger Zeitung ausf├╝hrlich ├╝ber den von der Hirschberger Demi Promotion veranstalteten Konzertsommer in Ladenburg berichtete.

Das Problem dabei: In der Ladenburger Zeitung wurde mindestens ein Foto ver├Âffentlicht, dass nach den „ersten drei Liedern“ entstanden ist. Zur Erinnerung: Der Veranstalter f├╝hrte die Pressefotografen „geschlossen“ in den B├╝hnengraben, wo w├Ąhrend der ersten drei Lieder fotografiert werden durfte. Danach waren Pressefotos „streng“ untersagt – angeblich eine Vorgabe des Managements der K├╝nstler.

Von Ehre und Aufmerksamkeit

Anscheinend gilt das nicht f├╝r den Ladenburger Journalisten Axel Sturm, der die Konzertatmosph├Ąre beim Dieter Thomas Kuhn-Konzert aus dem Wasserturm heraus ablichtete. Demi-Chef Dennis Gissel stand Sturm auch f├╝r ein langes Gespr├Ąch zur Verf├╝gung. Die „Berichterstattung“ ist insgesamt fast wie ein PR-Text zu lesen. Eine sch├Âne Werbung f├╝r Demi und sein Musikfestival, verpackt als „journalistischer“ Bericht.

Wir haben Herrn Gissel angeschrieben und folgende Fragen gestellt:

  • Ist Ihnen bekannt, dass die Ladenburger Zeitung in der aktuellen Ausgabe (27/2012) ein Foto ver├Âffentlicht hat, dass im Anschluss an die ersten drei Lieder vom Wasserturm aus gemacht worden ist?
  • K├Ânnte es sein, dass die so vehement von Ihnen vorgetragenen Regeln f├╝r Herrn Sturm nicht gelten, weil dessen Tochter bei Ihnen besch├Ąftigt ist?
  • Finden Sie es nicht auch, sagen wir mal „ungl├╝cklich“, dass Herr Sturm ohne einen Hinweis auf seine m├Âgliche Befangenheit einen Text in der Art ├╝ber das Musikfestival ver├Âffentlicht hat?

Herr Gissel hat folgende Antwort geschrieben:

Ihre Aufmerksamkeit ehrt einem (sic!) schon fast. Haben Sie wirklich keine aktuelleren Themen mehr?

Wir haben jede Menge Themen – wir finden es hochinteressant, wie der lokale Filz zusammenarbeitet. Wie gering Demi die Pressefreiheit achtet – obwohl gerade (unabh├Ąngige) Presseberichte sehr wichtig f├╝r einen Veranstalter sein sollten. Aber anscheinend gilt das bei Demi nur f├╝r „sch├Ân geschriebene“ Berichte. Mit den Partnern Mannheimer Mogen, Rhein-Neckar-Zeitung und Nussbaum-Medien (Anzeigenbl├Ątter) hat Demi ja auch entsprechende Partnerschaften.

Ob dortige „Berichte“ nun „journalistisch wertvoll“ oder blo├če PR-Texte sind – dar├╝ber kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.

Und ob die anderen Presseorgane und -fotografen „am├╝siert“ sind, wenn sie erfahren, dass „Regeln“ nicht f├╝r alle gleich gelten? Nach unseren Informationen wurde der Pressetross geschlossen in den Graben und dann zum Ausgang gef├╝hrt. Nur nicht Axel Sturm. Dessen Tochter ist bei Demi angestellt und war f├╝r die „Pressef├╝hrung“ eingeteilt. Sie ging mit dem „Papa“ in Richtung Wasserturm, wo Papa von oben seine Fotos „ganz exklusiv“ machen durfte. Vielleicht gilt die Regel ja auch f├╝r Herrn Sturm aus dem Grund nicht, weil er nicht als „Journalist“ wahrgenommen wird – das k├Ânnten wir dann verstehen, aber das ist ein anderes Thema.

Tags drauf ging Demi-Chef Dennis Gissel aggressiv auf mich los, wollte die Kamera konfiszieren und machte abf├Ąllige Handbewegungen. Hier der fr├╝here Artikel: ÔÇťIm ArschÔÇŁ ÔÇô kein Bericht zu Jan Delay.

Akkreditierungsbedingungen schr├Ąnken Pressefreiheit ein

„Im Arsch“ – kein Bericht zu Jan Delay

„Im Arsch“ – feat. Udo Lindenberg.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 02. Juli 2012. (red/pro) Jan Delay ist aus unserer Sicht der Top-Star der deutschen Musikszene. Trotzdem ver├Âffentlichen wir keine Konzertkritik zum Auftritt in Ladenburg. Der Grund ist eine unerfreuliche Auseindersetzung mit dem Veranstalter Demi Promotion und der pressefeindliche Umgang mit unabh├Ąngigen Journalisten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Jan-Delay-Konzert stehe ich noch auf dem Platz. Pl├Âtzlich kommt ein Mann, will mich sprechen. Wie ich dazu k├Ąme, mich „nicht an die Regeln zu halten“. Ich h├Ątte mir „unrechtm├Ą├čig“ Zugang verschafft. Mein Verhalten sei „asozial“ gegen├╝ber anderen Journalisten. Ich solle sofort alle Bilder auf meiner Kamera l├Âschen. Es gebe „klare Regeln“ und an die habe sich jeder zu halten. Der Mann hat sich nicht vorgestellt, ich frage deshalb, wer er eigentlich ist: „Gissel, ich bin der Veranstalter.“ Der Wutausbruch von Dennis Gissel dauert gute zehn Minuten, er hei├čt mich dies und jenes, zum Ende l├Ąuft er weiter und macht eine wegwerfende Handbewegung.

Indiskutable Einschr├Ąnkung der Pressefreiheit

Der Grund f├╝r die Aufregung: Ich habe w├Ąhrend des Konzerts ein paar Fotos gemacht – so wie die meisten anderen G├Ąste auch. Weil ich aber „professionell“ bin, ist das mir nur w├Ąhrend der ersten drei Lieder erlaubt. Wer das vorschreibt, ob der K├╝nstler, dessen Management oder der Veranstalter, ist relativ egal. Es handelt sich dabei um eine leider mittlerweile fast „normale“ Einschr├Ąnkung der Pressefreiheit. Eigentlich vollkommen indiskutabel – weil viele Medien sich diesen unzumutbaren Diktaten aber beugen, kommen viele Management-Firmen und Veranstalter damit durch.

Der Hintergrund f├╝r das Verfahren: Das Interesse f├╝r den K├╝nstler „d├╝rfen“ Medien schon haben. Und ├╝ber Pressemitteilungen versucht man gezielt und gesteuert Werbung durch Aufmerksamkeit f├╝r den K├╝nstler zu machen. Aber die Vermarktung oder Imagesteuerung soll voll im Griff des Managements und der Veranstalter bleiben – ebenso die eigene k├╝nstlerische Arbeit der Journalisten.

Wer kritisch berichtet, wird auch schon mal nicht mehr „zugelassen“. Wer sich auf Unabh├Ąngigkeit beruft, wird in Kenntnis gesetzt, dass eine Veranstaltung privat ist und damit der „Hausherr“ bestimmt, was er zul├Ąsst und was nicht.

Eine paradoxe Situation: Ohne ├ľffentlichkeit ist alle Kunst nichts – aber die ├Âffentliche Meinung soll sich nur so bilden, wie es den K├╝nstlern und/oder deren Vermarktungsfirmen passt. Wer eine solche Haltung vertritt, hat das hohe Gut der Pressefreiheit nicht verstanden.

Unabh├Ąngige Journalisten „nehmen anderen K├╝nstlern“ nichts weg, sondern erarbeiten hart eigene Inhalte und bereichern damit die ├Âffentliche Meinung und durch positive Berichte auch das Ansehen der K├╝nstler. Negative Berichte k├Ânnen K├╝nstler als „Warnzeichen“ sehen, dass etwas schief l├Ąuft, und wenn sie klug sind dazu nutzen, um sich und ihre Kunst zu verbessern.

Urheber beschneiden Urheber

In der Konsequenz beschneiden damit Urheber andere Urheber: Musikgruppen sind K├╝nstler, Pressefotografen ebenfalls. Die erhalten f├╝r ein Foto, das in der Tagespresse ver├Âffentlicht wird ein Honorar, das sich nach der Auflage richtet. Bei einer Zeitung wie dem Mannheimer Morgen rund 40 bis 50 Euro. Die von der Hirschberger Agentur „Demi Promotion“ an die Fotografen ├╝bermittelten „Regeln“ besagen, dass der Fotograf nur in dem Medium ver├Âffentlichen darf, f├╝r das er „akkreditiert“, also angemeldet und „zugelassen“ ist. Mithin hat der Fotograf keine Chance mehr, das mickrige Honorar durch weitere Verk├Ąufe zu einem einigerma├čen anst├Ąndigen Honorar zu machen.

Manche K├╝nstler zeigen dann gewisse Kost├╝me oder Show-Einlagen erst, wenn die Runde f├╝r die Pressefotografen vorbei ist. Jetzt ├╝bernehmen Fotografen, die vom Management oder Veranstalter gebucht sind. Deren Bilder sind „exklusiv“ und werden f├╝r sehr viel mehr Geld als Pressefotografen f├╝r ihre Arbeit erhalten, an Medien verkauft. Die machen das Spiel mit, weil sie keinen Fotografen vor Ort haben oder eben das „exklusivere“ Bild bringen wollen.

In der Vergangenheit ist dieses Vermarktungssystem teils vollends pervertiert. K├╝nstler oder deren Management gingen sogar so weit, jedes zu ver├Âffentlichende Bild erst genehmigen und alle Bilder f├╝r sich selbst honorarfrei (!) verwenden zu wollen.

Knebelvertr├Ąge

Ob Robbie Williams, Coldplay, Bon Jovi, DestinyÔÇÖs Child, Fleetwood Mac, Bob Dylan und B├Âhse Onkelz oder Silbermond – nach Informationen der Journalistengewerkschaft DJV legen diese und andere „Knebelvertr├Ąge“ vor nach dem Motto: Fri├č oder stirb. Das hei├čt f├╝r Pressefotografen: Du h├Ąlst die an die „Regeln“ oder bist drau├čen.

F├╝r wirklich journalistische Pressefotografen, also nicht die Eventknipser, die unkritisch alles mitmahcen, kommt diese „Regelung“ einer beruflichen Kastration gleich. Denn deren „Sprache“ ist das Bild – will ein Fotojournalist ein Geschehen, also das Konzert „beschreiben“, muss er die M├Âglichkeit haben, vom Anfang bis zum Ende zu – um damit „seinen Blick“ zu dokumentieren. Wenn er das nicht kann, w├Ąre das so, als w├╝rde man auch schreibenden Journalisten „Regeln diktieren“, sie d├╝rfen nur ├╝ber die ersten drei Lieder schreiben oder die ersten drei Kapitel eines Buches besprechen oder das erste Drittel eines Kunstwerks. Das w├Ąre absurd – aber f├╝r Fotografen ist das in der Veranstaltungsbranche die „Normalit├Ąt“.

Dagegen gab es schon fr├╝her Proteste: Beispielsweise blieben Agenturfotografen Konzerten fern. Der Druck wirkte – sie wurden wieder f├╝r die volle L├Ąnge zugelassen. Aber nur sie – andere Fotografen nicht. „Solidarit├Ąt“ ist unter Journalisten oft ein Fremdwort.

Sch├Ądliche Vermarktungsgier

Aus Sicht der K├╝nstler oder auch Sportler (gerade beim Fu├čball geht es noch heftiger zu) mag die Vermarktungsgier zun├Ąchst in Ordnung sein – doch langfristig schadet man sich selbst, fehlt doch eine unabh├Ąngige und kritische Berichterstattung in Wort, Ton, Bild und Video. Der „scherzende“ L├Âw bei der EM ist ein gutes Beispiel, wie Manipulationen T├╝r und Tor ge├Âffnet sind.

Gerade beim Sport entwickeln sich daraus mafi├Âse Systeme (aktuell in Italien, Tour de France, Boxsport usw.) und ausgerechnet die K├╝nstler, die freie Systeme nutzen, um durch Gesten, Kleidung, Verhalten und ihre Musik auch Freiheit zu provozieren, wollen die Freiheit anderer K├╝nstler einschr├Ąnken? Das ist pervers. Und dumm.

In L├Ąndern, wo es keine freie Presse gibt, h├Ątten diese K├╝nstler keine Chance, die meisten von ihnen w├╝rden unterdr├╝ckt und bis zum Tode bedroht (Salman Rushdie, Shahin Najafi). Die aufgestellten „Regeln“ bedrohen in unserer „freien“ Welt gerade kleine Medien oder freie Journalisten ebenfalls existenziell.

Wir haben das Management von Jan Delay angeschrieben und uns erkundigt, ob es wirklich der Wille des K├╝nstlers ist, dass diese „Regeln“ durchgesetzt werden – vielleicht behauptet das ja nur der Veranstalter Demi Promotion um ein wenig „gro├čer Veranstalter“ zu spielen? Wenn nicht, bin ich absolut entt├Ąuscht von Jan Delay, dessen Musik und Performance ich als „Fan“ sehr sch├Ątze. Er ist ein ganz gro├čartiger K├╝nstler. Aber ich w├Ąre sehr entt├Ąuscht von ihm, wenn er tats├Ąchlich die Pressefreiheit so gering achtet.

F├╝r Jan Delay m├╝ssen aber „nur 2.500 G├Ąste“ ebenfalls entt├Ąuschend gewesen sein – der Mann bekommt mit seiner tollen Band woanders weit mehr Zuschauer zusammen – ob hier die „Vermarktung“ des Veranstalters Demi Promotion nicht funktioniert hat? Wer wei├č.

Demi Promotion haben wir ├╝brigens schon mehrfach angeboten, bei uns Werbung f├╝r ihre kommerziellen Veranstaltungen zu schalten. Es gab nie eine Reaktion, daf├╝r aber immer eifrig die Zusendung von „Presseinformationen“, die die Veranstaltungen kostenlos bewerben sollen.

Einerseits tut man also so, als sei man Veranstalter eines f├╝r die ├ľffentlichkeit interessanten Events, dann aber ist man wieder „privat-kommerziell“ – eine seltsame „Auffassung“. Es geht bei solchen Konzerten sicher nicht ums Gemeinwohl, sondern klar ums Gesch├Ąft.

Unabh├Ąngiger Journalismus vs. „Partnerunwesen“

Vielleicht war Herr Dennis Gissel auch deswegen so ungehalten – weil wir als einzige Redaktion nicht nach seiner Marketing-Pfeife tanzen. Ob verwandtschaftliche Beziehungen von anderen Lokaljournalisten in Ladenburg und Mitarbeitern bei Demi Promotion oder die Medienpartnerschaften von Demi Promotion mit dem Mannheimer Morgen, „Lokalmatador“ und der Rhein-Neckar-Zeitung, die wir h├Ąufig f├╝r miese journalistische Leistungen kritisiert haben, auch eine Rolle spielen, dar├╝ber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen.

Wir werden sehen, ob wir nach dieser Kritik k├╝nftig noch von Demi Promotion zu Veranstaltungen eingeladen oder zugelassen werden – auch dar├╝ber halten wir unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden. F├╝r die n├Ąchste Zeit ist uns aber erstmal die Lust vergangen und wenn die „Regeln“ so bleiben, werden wir vermutlich weiter verzichten – klar, dass ist schade f├╝r die Fans und f├╝r alle, die unsere unabh├Ąngige Berichterstattung sch├Ątzen.

W├╝rden alle Medien im Raum mitziehen, w├╝rden sich die „Regeln“ schnell ├Ąndern – nur leider ist es mit der eigenen Achtung der Pressefreiheit, mit der Solidarit├Ąt gegen├╝ber einem unabh├Ąngigen Journalismus und dem eigenen Selbstverst├Ąndnis einer unabh├Ąngigen Berichterstattung bei vielen Medien nicht besonders weit her.

Die Geschichte nach dem Jan-Delay-Konzert ging ├╝brigens noch weiter: Kurz vor dem Ausgang passten mich zwei muskelbepackte Ordner drohend ab und verlangten, dass ich sofort alle Bilder meiner Kamera l├Âschen sollte. Ich habe das verweigert und die Polizei hinzugezogen. Die kl├Ąrte die nicht sehr hellen Ordner auf, dass man mich des Platzes verweisen, sicher aber keine L├Âschung der Bilder verlangen k├Ânne. Wegen des Vorgangs wurden meine Personalien „f├Ârmlich“ aufgenommen (die Polizisten kannten mich zwar, aber das nimmt dann seinen beh├Ârdlichen Lauf). Ich konnte das Gel├Ąnde ohne Platzverweis dann nach weiteren 20 Minuten unseliger Diskussion verlassen.

Fotografen-Vereinigung Freelens zu „Silbermond“

Der Tagesspiegel: „Abgeblitzt“ – ├╝ber uns├Ągliche Arbeitsbedingungen f├╝r Pressefotografen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) ├╝ber Knebelvertr├Ąge

Aus gegebenem Anlass sieht die Fotostrecke so aus:

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Anm. d. Red.: Zu Dieter Thomas Kuhn, ebenfalls von Demi Promotion veranstaltet, haben wir letztmalig eine Fotostrecke gezeigt. Darauf m├╝ssen die K├╝nstler, die Knebelbedingungen diktieren, zumindest bei uns k├╝nftig verzichten.

Unfreundliche, chaotische Bewirtung und schlechter Sound

DTK-Konzert: Massive Kritik vieler Fans am Veranstalter

7.500 G├Ąste - viele davon kritisierten einen lausigen Ton und ungen├╝gendes Catering.

 

Ladenburg, 02. Juli 2012. (red/pro) Fanatische Fans kann nichts entt├Ąuschen, wenn ihr DTK auftritt. Doch gibt es jede Menge Beschwerden von Konzertg├Ąsten, die gar nicht zufrieden mit den Rahmenbedingungen beim Konzert von Dieter Thomas Kuhn auf der Ladenburger Festwiese waren. Dabei st├Ârte die meisten weniger der Abbruch der Veranstaltung – daf├╝r hatte man wegen der Sicherheitsabw├Ągungen Verst├Ąndnis -, sondern man regte sich ├╝ber die Veranstaltung an sich auf. Der Veranstalter Demi Promotion sieht sich nicht verantwortlich und meint, es g├Ąbe in ganz Ladenburg keine f├Ąhigen Gastronomen.

Von Hardy Prothmann

Viele Fans haben sich per E-Mail bei uns gemeldet, um ihrer Entt├Ąuschung Ausdruck zu machen. Auch bei Facebook gibt es sehr viele Eintr├Ąge von Fans, die ihren Frust schildern. Beispielsweise:

Mit Freunden zu DTK … mitsingen, Spass haben … das ist wohl Sinn und Zweck dieses Konzertes. Gestern haben wir in der Mitte nix mehr geh├Ârt, viel zu leise, mitsingen- keine Chance. Weiter fehlten viele Lieder, glaub diesmal hat er mehr gesprochen, also das war gar nix. Nach einer 3/4 Stunde anstehen, hatte ich dann auch eine Apfelsaftschorle …. Orga=0 ….. F├╝r 30,90 Eintritt kann ich Leistung erwarten, diese war ├╝berhaupt nicht vorhanden. Wir waren 22 entt├Ąuschte Leute und Ladenburg Festwiese und die Organisatoren sehen uns nicht wieder. Traurig- schade !!!!!!

Ein anderer Fan schreibt:

dtk konzert gestern war leider der absolute reinfall….die organisation war ja mal ein witz….dass die leute an dem einen (!!!!) weinstand ma├člos ├╝berfordert waren,h├Ątte man bei so vielen besuchern doch wissen m├╝ssen…aber auch an allen bierst├Ąnden musste man ewig anstehen,wenn man pech hatte das ganze konzert oder man hat halt gar nix bekommen…..der sound war auch super mies….

Der Veranstalter nimmt die Kritik nicht auf die eigene Kappe, sondern reicht sie durch an die bewirtenden Betriebe. Auf Facebook schreibt Demi Promotion teilt Demi Promotion eine Stellungnahme von Dieter Thomas Kuhn:

Die Probleme bei der Gastronomie sind in der Tat unverst├Ąndlich, jedesmal in Ladenburg. Es scheint dort keinen f├Ąhigen Gastronomen zu geben. Wir werden dem nachgehen, da k├Ânnt ihr sicher ein!

So leicht wird Demi Promotion da aber nicht rauskommen. Schlie├člich entscheidet der Veranstalter, wie viele St├Ąnde auf dem Gel├Ąnde sind und ist daf├╝r verantwortlich, die erwartete Menge der Zuschauer ausreichend bedienen zu k├Ânnen. Und der Veranstalter gibt selbst zu, dass es wohl auch in der Vergangenheit „Probleme“ gegeben hat („jedesmal in Ladenburg“) – warum wurden dann nicht „f├Ąhige“ Gastronomen aufs Gel├Ąnde gebracht?

Schade f├╝r die Fans, die nach eigenen Aussagen zwischen einer halben und einer Stunde f├╝r ein Getr├Ąnk anstehen mussten und dabei viel vom Konzert verpassten – war doch aus Sicht von vielen auch der Ton schlecht abgemischt.

F├╝r die „Festivalwiese“ in Ladenburg ist das keine gute Werbung und es steht zu bef├╝rchten, dass die Fans sich anders orientieren. Ob die Ladenburger Gastronome es sich gefallen lassen werden, als „unf├Ąhig“ durch Demi Promotion dargestellt zu werden, muss man abwarten.

Anm. d. Red.: Wir haben im Text die Kritik an den „Ladenburger Wirten“ korrigiert. Es handelt sich um eine Stellungnahme auf der Facebook-Seite von Dieter Thomas Kuhn, die von der Demi Promotion-Facebook-Seite „geteilt“ worden ist.

7.500 Fans feiern mit Dieter Thomas Kuhn und Band auf der Festwiese

Die bunteste Stadt Deutschlands

Der Meister der Schmachtballaden: DTK.

 

Ladenburg, 02. Juli 2012. (red/la) Am Samstag war Ladenburg wohl die bunteste Stadt Deutschlands. Tausende Schlagerfans in Plateaustiefeln und R├╝schenhemden pilgerten durch die Stra├čen in Richtung Festwiese. Dort wollten sie den Abend mit einem der erfolgreichsten deutschen Schlagerbarden verbringen: mit Dieter Thomas Kuhn.

Mitte der 1990er l├Âste der T├╝binger Musiker Thomas Kuhn gemeinsam mit dem kurzzeitig erfolgreicheren Kollegen Guildo Horn die Neo-Schlagerwelle aus. Das einfache Konzept hie├č Schlager nachzuspielen und dies noch ├╝bertriebener als die Originalinterpreten tun. Im Gegensatz zu Grand-Prix-Teilnehmer Horn f├╝llt Kuhn jedoch heute immer noch die Hallen und Festwiesen. Und das, obwohl er mehrere Jahre dem Schlager den R├╝cken gekehrt hatte. 2006 holte er den Paillettenanzug wieder aus der Mottenkiste und tourt wieder. Am Freitag erschien das neue Album: ÔÇ×Hier ist das LebenÔÇť.

Schmachten und jubeln.

7.500 Menschen lockt der 47-J├Ąhrige am Samstagabend auf die Festwiese. Weitere 350 Zaung├Ąste machen es sich vor der Absperrung oder am Neckarhausener Ufer gem├╝tlich. Um 20:06 Uhr betreten Dieter Thomas Kuhn und Band in glitzernden Paillettenanz├╝gen die B├╝hne. Im Hintergrund l├Ąuft „Musik ist Trumpf“. Sofort recken Hunderte Fans ihre Sonnenblumen jubelnd in die H├Âhe. Der „Kindergeburtstag“ beginnt. W├Ąhrend er „Sag mir quando“ schmachtet, ├Âffnet die „singende F├Âhnwelle“ den oberen Teil seines rot-wei├č glitzernden Hemds. Zum Vorschein kommt das obligatorische Brusthaartoupet. Diesmal ist die Wolle herzf├Ârmig.

├ťber den langgezogenen Catwalk schreitend steht Kuhn bald mitten im Blumenmeer der Fans. Die erste Sonnenblume fliegt in seine Richtung. Er f├Ąngt sie singend mit einer l├Ąssigen Geste im Flug und l├Ąchelt. Wieder brandet Jubel auf. Kuhn wirft Handk├╝sschen in die Menge.

Dann will Kuhn „├ťber den Wolken“ anstimmen, aber kommt ├╝ber die ersten drei Worte nicht hinaus. Er stockt. Immer lauter sind die Worte „Dieter, Dieter Thomas Kuhn“ aus der Menge zu h├Âren. Kuhn faltet die H├Ąnde und sch├╝ttelt sie dankend:

Ich habe G├Ąnsehaut.

Die Stimmung auf der Festwiese ist locker und ausgelassen. Viele Frauen tragen Kleider mit Bl├╝mchenmuster oder in grellen Farben. Die eingefleischten Schlagerfans tragen Haarb├Ąnder und Plateaustiefel. Doch auch die M├Ąnner haben sich in Schale geworfen. Sie haben sich mit bunten R├╝schenhemden, schwarzen Afro-Per├╝cken und gro├čen rosa Brillen auf die Zeitreise in die Goldene Zeit des deutschen Schlagers vorbereitet. Gerade M├Ąnner haben den Ruf ÔÇ×Dieter, ich will ein Kind von DirÔÇť verinnerlicht. Es riecht ├╝berall nach Patchouli, nicht nach Hanf. Zwischendurch versuchen einzelne Fans, Massenpolonaisen anzusto├čen.

Als die Band speziell f├╝r Griechenland „Griechischer Wein“ anstimmt, darf eine Frau im perfekten 70er-Outfit als erster Gast mit Kuhn auf die B├╝hne. Sp├Ąter d├╝rfen einige mehr zugleich dort stehen.

Pl├Âtzlich jedoch ragt ein aufblasbarer Penis vor der B├╝hne in die Luft. ÔÇ×Wie bist Du mit dem Ding durch die Eingangskontrolle gekommen?ÔÇť, ruft Kuhn dem Fan zu. ÔÇ×Schwein!ÔÇť, setzt er am├╝siert nach. Die weiter von der B├╝hne entfernt hochgehobene Gummipuppe ignoriert er.

Ekstase

Bei „Fremder ohne Freunde“ verl├Ąsst der T├╝binger von der B├╝hne und l├Ąuft singend ├╝ber die Festwiese durch die Zuschauer. Dutzende Fans umringen den T├╝binger und z├╝cken ihre Handys f├╝r ein Foto oder filmen das Bad in der Menge mit. Einige Frauen geraten nach einem K├╝sschen des S├Ąngers in Ekstase. Ob diese nur gespielt oder doch echt ist, scheinen viele selbst nicht genau zu wissen.

Es ist Thomas Kuhns Erfolgsrezept die Grenzen zwischen Satire, Hommage und guter Musik so verschwimmen zu lassen, dass sich jeder darin wiederfinden kann. Er persifliert den freundlich-schmierigen Machismo der damaligen Stars ebenso, wie das realit├Ątsentr├╝ckte eines Christian Anders. Alles zusammen ergibt einen so ├╝bertriebenen Film, den man nicht mehr ernst nehmen muss, sondern dem man sich bedenkenlos hingeben kann.

Auch wenn der gr├Â├čte Teil der Zuschauer Ende Drei├čig ist, sind auch etliche Teenager und Senioren zu sehen. Die Jungen sind eher neugierig: „Ich hab geh├Ârt, dass man das Ganze nur vollgesoffen ertragen kann“, sagt ein 16-J├Ąhriger. Die Senioren, die einige der gecoverten K├╝nstler noch live gesehen haben d├╝rften, feiern ebenso ausgelassen mit.

Gegen 21 Uhr n├Ąhern sich jedoch dunkle Wolken aus Richtung S├╝den. Da eine Schlechtwetterfront Ladenburg wohl vor dem Konzertende erreichen wird, beendet der Veranstalter „Demi Promotion“ das Konzert bereits nach eineinhalb Stunden und Kuhn gibt ein letztes „Tr├Ąnen l├╝gen nicht“ mit auf den Weg. Normalerweise sind zwei Stunden das Minimum bei seinen Konzerten. Allerdings verspricht er seinen Fans noch, dass sie die verlorene Zeit im kommenden Jahr „doppelt und dreifach“ ersetzt bekommen.

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Fotostrecke: Klassik am Fluss 2010 – Gro├čes Kino in Ladenburg

Guten Tag!

Ladenburg, 05. Juni 2010. Klassik am Fluss 2010 hat sehr eindrucksvoll vorgef├╝hrt, wie sehr Musik die Gef├╝hle bewegt. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg kommt aus der Klassik und bedient alles Genres. Der Star des Abends war Sharon Phillips.

Von Hardy Prothmann

Sharon Phillips - der Star des Abends. Bild: ladenburgblog

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg ist eine Klasse f├╝r sich. Angetreten, um „Klassik am Fluss“ zu pr├Ąsentieren, spielt das Orchester unter der Leitung von Dirigent Scott Lawton „Klassik im Fluss“: N├Ąmlich ein Crossover durch viele musikalische Stile – durchaus auch mit „klassischen Elementen“.

Emotionale Reise.

Das Programm „Hollywood meets Classic“ war eine emotionale Reise durch die Filmgeschichte: Von den Anf├Ąngen, „als die Bilder laufen lernten“ mit Evergreens wie „Der blaue Engel“ ├╝ber die „Crime Time“ mit unvergesslichen Kompositionen wie zu „Der Pate“ von Nino Rota.

Im 3. Teil der musikalischen Reise, die sechs Teile umfasste, wurden „Adventures“ gespielt, Melodien aus „Robin Hood“ und „Mad Max“ oder „Jurassic Park“. Auch diese emotional packend – aber insgesamt der „schw├Ąchste“ Teil der Kompositionen im Vergleich. Danach ging es in die Pause.

Dietmar Wunder: Leiht "Bond"-Daniel Craig seine Stimme und moderiert den Abend. Bild: ladenburgblog

Packend, souver├Ąn, mit vielen Anekdoten aus dem Filmgeschehen und der richtigen Portion Witz, moderierte Dietmar Wunder den Abend. Der Synchronsprecher leiht Daniel Craig, dem aktuellen James Bond, seine Stimme f├╝r die deutschen Filmfassungen: „Was Sie heute Abend erleben, ist ein wenig wie Disneyland durch die Filmmusik“, sagte Wunder. Das stimmte – der Reigen durch das Wunderland der Filmmusik mit ihrer starken Ausdruckskraft war ein Erlebnis.

Lizenz zum T├Âten – Sharon Phillips.

Vor allem nach der Pause. Denn jetzt war „James Bond“ dran. Mit „Goldfinger“ oder „Licence to kill“ – hier brillierte „Special Guest“ Sharon Phillips. ├ťberhaupt war sie der Star des Abends. Ihre tolle Stimme und B├╝hnenpr├Ąsenz kam beim Publikum sehr gut an.

Dank Scott Lawton. Der Chefdirigent der „Babelsberger“ f├╝hrt das Orchester erfrischend klassisch souver├Ąn, aber doch mit vielen anderen Lieben zu Jazz oder Rock. In der strengen Welt der Klassik d├╝rfen Bassisten sonst nicht solch raffinierte Basslinien spielen oder Trompeter die Seele aus dem Horn blasen, wie bei einem Filmmusikorchester, dass den Auftrag hat, die Emotionen des Massenpublikums zu bearbeiten.

Wenn es ganz gro├č oder eng im Herz werden soll, kommen die Streicher zum Einsatz, die eine tolle Vorstellung geliefert haben. Der Blick in die Gesichter der G├Ąste zeigte die Ergriffenheit – gerade bei den „Crime-Stories“, vor allem aber bei „Bond“ und nat├╝rlich bei den „Love Songs“.

Scott Lawton und sein Orchester bedienen Emotionen.

Scott Lawton gef├Ąllt als Dirigent ungemein, weil er konsequent f├╝hrt, aber seiner Begeisterung f├╝r gewisse St├╝cke sichtbaren Lauf l├Ąsst. Dann f├Ąngt er an zu tanzen oder zu „headbangen“ – er geht auf in den St├╝cken und fordert dasselbe von seinem Orchester, dass konzentriert, cool und wild mitmacht.

Mit Einbruch der Dunkelheit steigt die Stimmung ├╝ber Licht- und Showeffekte. Bild: ladenburgblog

Sicher hat der Einbruch der Dunkelheit und die dann einsetzende Video- und Lightshow die zweite H├Ąlfte des Konzerts zum besseren Teil des Abends gemacht – weil es audiovisuell zuging. Die Einspieler ber├╝hmter Filmszenen bedienten auch die Augen. Dietmar Wunder outete sich als Fan von „Indi“, Indiana Jones, der in echt Harrison Ford hei├čt. Kenntnisreich und liebevoll moderierte er die Filmgeschichte und ihre Entwicklung aber auch, indem er die „Bourne-Trilogie“ oder „Mission Impossible“ als Fortf├╝hrung der „Bond“-Filme einordnete. Damit hatte der Abend nicht nur etwas Unterhaltendes, sondern diente auch der „Fortbildung“.

Aufgeregter Ziegler.

Insgesamt also ein aufregender, sch├Âner Abend. Auch B├╝rgermeister Rainer Ziegler war ein wenig die „Aufregung“ anzumerken, als er auf die B├╝hne kam, um die G├Ąste vor und auf der B├╝hne zu begr├╝├čen.

Der Abend hat ihm enorm Spa├č gemacht – das merkte man ihm an. Er w├╝nscht sich noch viele solcher Abende – damit hat er Recht. Die Festwiese, der Neckar, die Altstadt, das Programm sind ein Alleinstellungsmerkmal. Das macht Ladenburg besonders.

Ziegler lobte auch den Veranstalter DeMi Promotion. Ganz sicher hat er damit auch Recht – die Organisation war vorbildlich und tr├Ągt wesentlich zum Gelingen von Gro├čveranstaltungen enorm bei.

Das Feuerwerk zum Ende des Abends war beeindruckend. Allerdings fand es „hinter den B├Ąumen“ statt. Der Gro├čteil der rund 1.600 Zuschauer konnte nur einen eingeschr├Ąnkten Eindruck genie├čen, da die meisten Feuerwerksk├Ârper aus Sicht der Zuschauer hinter den gro├čen Pappeln explodierten.

Das Konzert war ein Feuerwerk der Emotionen –
braucht es dann noch ein Feuerwerk?

Sicher war das Feuerwerk beeindruckend – ob es sein muss? Dar├╝ber darf man mit guten Argumenten streiten.

Das Feuerwerk der Emotionen und toller Musik hatten die „Babelsberger“ unter Leitung von Scott Lawton schon besorgt – Sharon Phillips sowieso.

Wir dokumentieren den Abend mit unserer Fotostrecke. Die Bilder sind chronologisch geordnet.

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