Dienstag, 13. November 2018

Keine dienstliche Verfehlung des CBG-Rektors GĂŒnter Keller festgestellt

Dienstaufsichtbeschwerde als „unbegrĂŒndet zurĂŒckgewiesen“

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Der CBG-Rektor GĂŒnter Keller hat sich kein dienstliches Vergehen zu Schulden kommen lassen, sagt das RegierungsprĂ€sidium.

 

Ladenburg/Karlsruhe, 04. Februar 2014. (red) Mannheimer Morgen, Rhein-Neckar-Zeitung und Ladenburger Zeitung wollten gerne einen Skandal herbeischreiben. Hat CBG-Rektor GĂŒnter Keller seine Dienstpflichten verletzt? Dieser Auffassung ist Beate Stumpf, bis vor kurzem Vorsitzende des Fördervereins der Schule und reichte Dienstaufsichtsbeschwerde beim RegierungsprĂ€sidium ein. Doch die RechtsprĂŒfung des RegierungsprĂ€sidiums hat keine „dienstlichen Verfehlungen“ feststellen können und teilte das am Freitag den 31. Januar mit. TatsĂ€chlich legen die Eltern der SchĂŒlerin ein ausgeprĂ€gtes „Schutzverhalten“ an den Tag. [Weiterlesen…]

AsylcafĂ© bietet Gelegenheit fĂŒr Begegnung

ÜberwĂ€ltigende Hilfsbereitschaft

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Ladenburg, 26. September 2013. (red/ld) 180 Asylbewerber sind derzeit in der alten Martinsschule untergebracht. Die Zimmer sind voll belegt. Seit dieser Woche erhalten die Kinder ab sechs Jahren Sprachförderung in KindergĂ€rten, in der Dalbergschule und der Werkrealschule Unterer Neckar. Auch die Erwachsenen lernen Deutsch und erhalten viel UnterstĂŒtzung von der Ladenburger Bevölkerung. Um Begegnungen zwischen den Asylbewerbern und der ĂŒbrigen Bevölkerung zu erleichtern, findet morgen ab 15:00 Uhr ein AsylcafĂ© in der Martinsschule statt. [Weiterlesen…]

Klasse fĂŒr Grundschulkinder der Asylbewerber wird eingerichtet

Sprachförderunterricht startet im September

Ladenburg/Heidelberg/Mannheim, 20. August 2013. (red) Gute Nachricht fĂŒr die Grundschulkinder der Asylbewerber in Ladenburg: Mit dem neuen Schuljahr wird an der Dalberg-Grundschule eine Sprachförderklasse eingerichtet. Über die Beschulung der Kinder fĂŒr weiterfĂŒhrende Schulen wurde noch nicht entschieden. [Weiterlesen…]

Wahlkampfthema Asylbewerber

Von Terroristen und Schulkindern

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Seltsam, dass das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz von all dem, was die „QualitĂ€tspresse“ berichtet, nichts weiß. Niemand ist alarmiert oder schlĂ€gt Alarm. Quelle: Die Welt

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 12. August 2013. (red/pro) Angeblich steht der Rhein-Neckar-Kreis „mit dem RĂŒcken zur Wand“ – die Zahl der Asylbewerber sei so groß, dass man in höchster Not sei, diese unterzubringen. Vermutlich stimmt das sogar, doch es ist nur die halbe Wahrheit. Seit einigen Monaten wird das Thema „Asylbewerber“ angeheizt. Nicht nur von den ĂŒblichen VerdĂ€chtigen, Rechtsradikalen und anderen Rassisten, sondern durch „konservative KrĂ€fte“, womit nicht nur die CDU gemeint ist – auch die (rechts-)konservative Presse beteiligt sich an der Anti-Asylanten-Kampgagne. In Ladenburg werden Ende August insgesamt 160 Asylbewerber leben, zum Großteil Familien. Neid- und Schuldkampagnen laufen bereits – und machen StĂ€dten wie Ladenburg zusĂ€tzlich Druck. Gezielt und nicht aus Versehen. Vor Ort mĂŒssen alle Menschen, die Einwohner und die Asylbewerber, damit zurechtkommen. [Weiterlesen…]

Hektische Unterbringung von Asylbewerbern

Nervöse Stimmung, offene Fragen – unĂŒberwindbare ZwĂ€nge?

Ladendburg/Rhein-Neckar, 02. August 2013. (red) Der Rhein-Neckar-Kreis bringt seit Mittwoch dieser Woche bis Ende des Jahres bis zu 160 Asylbewerber in der alten Martinsschule unter. Bei einem Pressetermin am Freitag wurde von „ZwĂ€ngen“ gesprochen, einer Notlage, einer Überrumpelungsaktion, einer Aktion ohne Alternative. Landrat Stefan Dallinger sprach von einer verbindlichen Übergangslösung, BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte die solidarische UnterstĂŒtzung der Stadt zu. [Weiterlesen…]

Baumaßnahmen in der Hauptstraße

Kanalbau bald fertiggestellt

Ladenburg, 26. Juli 2013. (red/pm) In der neunten Baustellenwoche wird das Ende des Kanalbaus erkennbar. Nachdem die Grabenarbeiten die EinmĂŒndung MĂŒhlgasse erreicht haben, wurde diese zur Sackgasse ausgebildet. Die ParkplĂ€tze vor dem Rathaus sind anfahrbar, das Wenden ist fĂŒr PKW unter beengten VerhĂ€ltnissen noch möglich. [Weiterlesen…]

Autor Ralph Dawirs spricht ĂŒber Erziehung

„Riskante Jahre“

Ladenburg, 05. November 2012. (red/pm) Autor Ralph Dawirs spricht am Mittwoch, 14. November, 19:30 Uhr, darĂŒber, wie eine glĂŒckliche Entwicklung des Kindes bis in die Jugendzeit gelingen kann. Moderiert wird die Veranstaltung des Carl-Benz-Gymnasium von Jochanan Shelliem (ARD). [Weiterlesen…]

GlĂŒckliche Entwicklung des Kindes

Riskante Jahre

Ladenburg, 29. Oktober 2012. red/pm) Autor Ralph Dawirs spricht am 14. November 2012, 19:30 Uhr, darĂŒber, wie eine glĂŒckliche Entwicklung des Kindes bis in die Jugendzeit gelingen kann, moderiert von Jochanan Shelliem (ARD). [Weiterlesen…]

Gemeinderat: Kinderbetreuung in Ladenburg

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Ladenburg, 17. MĂ€rz 2011. (red/sap) In gleich drei Tagesordnungspunkten auf der Ladenburger Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, 14. MĂ€rz 2012, ging es um die Kinderbetreuung.  Heiß diskutiert wurde die geplante Ganztagsbetreuung in der Astrid-Lindgren-Schule durch einen privaten TrĂ€ger.

Von Sabine Prothmann

Zu der örtlichen Bedarfsplanung fĂŒr die Betreuung in Ladenburger Kindereinrichtungen fĂŒr das laufende Kindergartenjahr 2011/2012 berichtete BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, dass unverĂ€ndert insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen. 380 Kinder im Geburtszeitraum 01. September 2005 bis 31. August 2008 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz im Kindergartenjahr 2011/2012.

FĂŒr das Kindergartenjahr 2012/2013 stehen wiederum insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung. Aber dann haben 406 Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Der tatsÀchliche Bedarf, so Ziegler, sei niedriger:

„Der Anspruch wird nie ganz ausgeschöpft.“

Zudem wurde festgestellt, dass der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder ĂŒber drei Jahren rĂŒcklĂ€ufig sei, der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder unter drei Jahren aber weiterhin steige.

GemĂ€ĂŸ der Zahlen hĂ€lt die Verwaltung die anerkannte Gruppenzahl der Ladenburger KindergĂ€rten der Stadt und der konfessionellen TrĂ€ger auch im nĂ€chsten Kindergartenjahr fĂŒr erforderlich.

Nach Ansicht der Verwaltung sollte auch im kommenden Kindergartenjahr das Angebot zur Kleinkindbetreuung von privaten Anbietern, Kinder-Laden-Burg e.V., Postillion e.V. und Pfiff e.V., uneingeschrÀnkt aufgenommen werden.

Zudem wies der BĂŒrgermeister auf den ab dem 01. August 2013 geltenden Rechtsanspruch fĂŒr alle Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr hin.

Als wichtiges Element in der Kleinkindbetreuung bezeichnete der BĂŒrgermeister die zwölf TagesmĂŒtter in Ladenburg, die bis zu insgesamt 35 Kinder betreuen zu können.

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) unterstrich das starke Engagement der privaten TrÀger:

„Damit haben wir gute Erfahrung gemacht. Und teilweise sind die Privaten fortschrittlicher als wir.“

In seinem Statement lobte Gemeinderat Sascha Barembruch (SPD) zum einen die gute Zusammenarbeit der KinderbetreuungsstĂ€tten und der Stadt und zum anderen die grĂŒn-rote Landesregierung. „Sie lĂ€sst uns als Kommune nicht im Stich“, das Geld, was hier investiert werde, wirke nachhaltig durch die Förderung der Kinder.

„Den Mix (öffentliche und private TrĂ€ger) begrĂŒĂŸen wir“, sagte Wolfgang Luppe (FDP).

Der örtlichen Bedarfsplanung wurde einstimmig zugestimmt.

Ganztagsbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule

Heiß diskutiert wurde der Antrag zur Einrichtung einer privaten ganztĂ€gigen Betreuung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern an der Astrid-Lindgren-Schule.

Im Moment gibt es an der Astrid-Lindgren-Schule eine Kernzeitbetreuung mit einer KapazitÀt von 30 PlÀtzen. Mit den AbgÀngen und Neuanmeldungen ist es abzusehen, dass die Kernzeitbetreuung auch zum Schuljahresanfang 2012/2013 voll ausgelastet ist.

Eine Nachmittagsbetreuung gibt es momentan dort nicht.

Da aber dort ein Bedarf an ganztĂ€giger Betreuung bestĂŒnde, haben betroffene Eltern die Initiative entwickelt, einen Verein zu grĂŒnden, der ein ganztĂ€giges Betreuungsangebot anbietet.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Februar 2012 wĂŒrde ĂŒber dieses Konzept mit positiver Tendenz beraten. Daraufhin haben die Initiatoren eine Bedarfsabfrage im Einzugbereich der Astrid-Lindgren-Schule durchgefĂŒhrt und das Ergebnis war so positiv, dass die Initiatoren ihr Betreuungskonzept als realisierbar bezeichnen.

Verzichtet Stadt auf Kernzeitbetreuung?

Bei den Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, Initiatoren und Schulleitung hat sich folgender Rahmen ergeben:

  • Das Angebot des kĂŒnftigen Vereins ist nur dann wirtschaftlich darstellbar, wenn die Stadt Ladenburg ihr Angebot der Kernzeitbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule aufgibt und diese dem kĂŒnftigen Verein ĂŒberlĂ€sst.
  • Der Verein kann die RĂ€ume und das AußengelĂ€nde sowie die Sporthalle der Schule kostenlos mitbenutzen. Sowie auch das Mobilar.
  • Die Stadt Ladenburg baut eine KĂŒchenzeile ein und trennt diese rĂ€umlich ab. Die KĂŒche wird von der Stadt erstausgestattet und kann wĂ€hrend der Unterrichtszeit von der Schule benutzt werden.
  • Der Verein erhĂ€lt von der Stadt keine finanziellen Zuwendungen; das Personal wird vom Verein eigenverantwortlich eingestellt.
  • Die Betragsgestaltung obliegt dem Verein. Das pĂ€dagogische Konzept wird mit der Schulleitung abgestimmt.

„Stadt bislang verlĂ€sslicher Partner“

Die Stadt sei bislang ein verlÀsslicher Partner gewesen, hatte ein Vater in der Fragestunde der Einwohner angemerkt:

„Wie ist das jetzt mit einem privaten Anbieter und wie sieht das mit den Kosten aus?“

BĂŒrgermeister Ziegler verwies diesbezĂŒglich auf einen Infoabend am 20. MĂ€rz 2012, falls der Beschlussvorschlag angenommen wĂŒrde.

Ziegler betonte, die Stadt verzichte im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt auf eine eigene Betreuung und der Verein biete ein gleichwertiges Angebot.

Die Stadt mĂŒsste fĂŒr die KĂŒchenzeile und Erstausstattung 14.000 Euro investieren.

„Der Staat (Stadt) muss nicht alles machen“

„Wir werden zustimmen“, erklĂ€rte Beedgen (CDU). Er verstehe die Bedenken bei VerĂ€nderungen, aber der „Staat (Stadt) muss nicht alles machen“. So haben man mehr Chancen mehr Kinder zu betreuen. Seine Fraktion sei froh ĂŒber die private Initiative in der Weststadt, „wir heiraten ja nicht“, unterstrich Beedgen.

Auch seine Fraktion sehe darin eine gute Chance fĂŒr einen Austausch zwischen Stadt und privatem TrĂ€ger, so Bernd Garbaczok (SPD). Zudem regte er an die beiden Damen der Kernzeitbetreuung bei dem neuen Betreuungskonzept einzubinden.

„Es muss einen Versuch wert sein“, meinte auch Gudrun Ruster (FW). Wenn der Verein scheitere, wovon sie nicht ausgehe, „dann sind wir als Stadt gefragt, die gleiche pĂ€dagogische QualitĂ€t auch fĂŒr die Weststadt zu bieten.“

Ingrid Dreier stellte fĂŒr die GLL den Antrag, dass die Betreuung in stĂ€dtischer Hand bleibe. Hier seien Fachleute gefragt. Die Betreuung der SchĂŒler dĂŒrfe nicht nur von engagierten Menschen ĂŒbernommen werden, sondern mĂŒsse auch von fachlich ausgebildeten PĂ€dagogen ĂŒbernommen werden.

„Stadt soll neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehmen“

„Wir stimmen nicht generell gegen die Betreuung“, sondern die GLL wolle dass die Stadt neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehme.

„Der Staat soll nur das machen, was der BĂŒrger nicht kann“, meinte Wolfgang Luppe (FDP) und weiter „wir sehen keinen qualitativen Unterschied bei den Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung“.

Der Verein habe angekĂŒndigt, auch pĂ€dagogisches Personal, nĂ€mlich eine Erzieherin, einzusetzen, so entstehe eine Mischform, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Provokativ meinte Dr. Peter Hilger (FW):

Wir kennen Kinder von PĂ€dagogen und Psychologen, die miserabel erzogen wurden.

Ilse Schummer (SPD) entgegnete scharf, man solle einen Beruf nicht in dieser Art herabwĂŒrdigen.

Der Antrag der GLL wurde bei zwei BefĂŒrwortungen abgelehnt.

Auf Bitte von Ingrid Dreier stimmte BĂŒrgermeister Ziegler den Beschlussvorschlag der Verwaltung in einer Einzelabstimmung ab.

Bei zwei Gegenstimmen (GLL) beschloss der Gemeinderat, dass die Stadt Ladenburg im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt darauf verzichte, eine Ganztagsbetreuung in stÀdtischer TrÀgerschaft einzurichten.

Bei einer Gegenstimme (Dreier) und einer Enthaltung (Spangenberg) wurde der Vorschlag der Verwaltung, die stÀdtische Kernzeitbetreuung zum Schuljahresende aufzugeben, angenommen.

Bei einer Enthaltung (Dreier) wurde beschlossen, der Einrichtung einer privaten Ganztagesbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule grundsÀtzlich zuzustimmen.

Einstimmig wurde beschlossen, die Ganztagesbetreuung dem zu grĂŒndenden Verein, in den RĂ€umen der Schule zu gestatten, sowie die Mitbenutzung der RĂ€umlichkeiten. Zudem wurde der Investition von 14.000 Euro fĂŒr den Einbau der KĂŒche sowie der Erstausstattung zugestimmt.

Neue Hortgruppe in der Dalberg-Grundschule?

Der dritte Tagesordnungspunkt zur Kinderbetreuung war die Entwicklung der Hortbetreuung in der Dalberg-Grundschule.

In der Hortbetreuung an der Dalberg-Grundschule sind zur Zeit alle vorhandenen 50 PlÀtze belegt. Zum Schuljahresende 2011/2012 verlassen neun Kinder die Hortbetreuung, sieben Kinder stehen seit lÀngerer Zeit auf der Warteliste, diese benötigen sofort einen Hortplatz. Zum Schuljahresbeginn 2012/2013 liegen bereits jetzt 26 Anmeldungen vor. Somit ergibt sich ab dem neuen Schuljahr aus heutiger Sicht ein Bedarf von momentan 74 HortplÀtzen.

Nachdem im Haus des Kindes im Obergeschoss durch den Auszug der Merian-Realschule RĂ€ume frei geworden sind, besteht die Möglichkeit, die bestehenden Hortgruppen zu vergrĂ¶ĂŸern. Nach RĂŒcksprache mit dem Kommunalverband Jugend und Soziales können aufgrund der zusĂ€tzlichen zur VerfĂŒgung stehenden RĂ€ume 18 weitere Kinder aufgenommen werden. Somit stehen ab dem neuen Schuljahr im Hort 68 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung.

Die Ausweitung des Hortes um 18 Kinder kann mit dem bestehenden Personal pĂ€dagogisch nicht bewĂ€ltigt werden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass auch an der Dalberg-Schule und damit auch im Hort die Inklusion von entsprechend bedĂŒrftigen Kindern grundsĂ€tzlich möglich sein soll.

Deshalb werde aus Sicht der Verwaltung die Aufstockung des pĂ€dagogischen Personals mit einer Fachkraft vor allem fĂŒr den Nachmittag notwendig. Die wöchentliche Arbeitszeit wĂŒrde 26 Stunden umfassen.

FĂŒr die Einrichtung der zusĂ€tzlichen RĂ€umlichkeit ist eine weitere Gaderobe mit RanzenfĂ€chern erforderlich, die Kosten hierfĂŒr betragen rund 8.000 Euro. Aufgrund der erhöhten Kinderzahl ist die herkömmliche SpĂŒlmaschine durch eine IndustriespĂŒlmaschine zu ersetzen, außerdem werden zwei WĂ€rmebehĂ€lter, zusĂ€tzliches Geschirr und ein zusĂ€tzlicher Schrank fĂŒr die KĂŒche notwendig. HierfĂŒr werden rund 7.600 Euro benötigt.

FĂŒr die zusĂ€tzliche Fachkraft wĂŒrden jĂ€hrlich Kosten in Höhe von 31.300 Euro anfallen, die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft muss infolge der erhöhten Kinderzahl tĂ€glich um eine halbe Stunde verlĂ€ngert werden, damit sind Kosten in Höhe von 1.600 Euro jĂ€hrlich verbunden.

Durch die Neuaufnahme von 18 Kindern können zusÀtzliche ElternbeitrÀge in Höhe von rund 30.800 Euro vereinnahmt werden.

Die laufenden Kosten des Hortes wĂŒrden sich bei dieser Vorgehensweise um etwa 2.100 Euro pro Jahr erhöhen.

Erst Anmeldezahlen, dann Personal

Man mĂŒsse erst mal sehen, wie das erweiterte Angebot angenommen werde, dann könne man ĂŒber mehr Personal sprechen, so Beedgen (CDU).

„Ich kann es nicht verantworten bei 18 Kindern mehr mit gleichem Personal ĂŒber zwei Stockwerke zu arbeiten“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Die Erweiterung der Hortgruppe bezeichnete Petra Erl (SPD) als wichtiges Signal. „Aber auch wir wollen erst zahlen“ und eventuell benötige man auch keine Fachkraft. Deshalb schlug die SPD-Fraktion vor, bei zehn weiteren Kindern, fĂŒr 20 Stunden eine Nichtfachkraft zusĂ€tzlich anzustellen. Damit könne man die Zeiten, die am meisten benötigt werden, abdecken, so Erl.

„Wir stimmen zu“, war die einhellige Meinung von FW und FDP.

Fachkraft oder Nichtfachkraft?

Es sind ElterngesprĂ€che, Elternberatung, GesprĂ€che mit der Schule, mit Therapeuten notwendig, dies könne mit NichtfachkrĂ€ften nicht realisiert werden – „die pĂ€dagogische QualitĂ€t kann so nicht gehalten werden“, entgegnete Ingrid Dreier (GLL).

Dr. Georg (CDU) plĂ€dierte dafĂŒr, den Antrag zurĂŒckzustellen.

„Ich schließe mich Frau Erl an“, erklĂ€rte Prof. Dr. Beedgen.

„Ich will heute abstimmen“, entschied der BĂŒrgermeister.

Einstimmig wurde beschlossen, die Hortgruppe um 18 zusĂ€tzliche Kinder zu erweitern und die hierfĂŒr einmalig anfallenden Ausgaben in Höhe von 15.600 Euro wurden bewilligt.

Die Einstellung einer weiteren Fachkraft mit 26 Wochenstunden wurde gegen sieben Ja-Stimmen abgelehnt.

Bei vier Enthaltungen wurde dem Vorschlag der SPD-Fraktion, bei einer Mindestzahl von zehn weiteren Kindern, eine Nichtfachkraft fĂŒr 20 Stunden einzustellen und die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft zu verlĂ€ngern, zugestimmt.

Es braucht viele Pfosten, um ein Dach zu tragen – Garango-Delegation in Ladenburg

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Guten Tag!

Ladenburg, 10. Juni 2010. Vier BĂŒrgermeister aus der Region Garango besuchen Ladenburg fĂŒr eine Woche – am Mittwoch, den 09. Juni 2010 wurden Sie offizielle empfangen. Sehr herzlich und mit vielen blumigen Worten.

Von Sabine Prothmann

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Delegation aus Garango: (von links) Aboubacar Paré, BĂŒrgermeister Ziegler, André Zouré, Inoussa Dabré, Bernard Saré, Hanrouna Guiébré und vorne Moise Zigani, Soeur Léontine. Bild: ladenburgblog

Ein afrikanisches Sprichwort aus Kikuyu besagt: „Freundschaft erfordert hĂ€ufige Besuche“, so der Ladenburger BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bei der BegrĂŒĂŸung der Delegation aus Garango am Vormittag im Rathaus.

Den musikalischen Auftakt der BegrĂŒĂŸungsfeierlichkeiten machte der Chor der Dalberg-Grundschule unter Leitung von Ulla Völkel.

„Überall auf der Welt sind unsere Kinder unser grĂ¶ĂŸter Schatz“, sagte BĂŒrgermeister Ziegler.

Am großen Ratstisch im Ladenburger Domhof versammelten sich die vier BĂŒrgermeister aus der Region Garango, André Zouré aus Garango, Bernard Saré aus Boussouma, Harouna Guiébré aus Niaogho sowie Inoussa Dabré aus Komtoega, Soeur Léontine (verantwortlich fĂŒr die Patenschaften), Aboubacar Paré, Lehrer des dortigen Gymnasiums und Komitee-Mitglied Moise Zigani aus Ouagadougou sowie Mitglieder des Ladenburger Partnerschaftsvereins, dessen Vorsitzender Ewald BlĂŒmmel, Altstadtrat Klaus Kolb und weiterere StadtrĂ€te.

Eine Partnerschaftsfeier im französischen Laval hatte die Delagation aus Garango genutzt, um auch Ladenburg einen Besuch abzustatten.

BĂŒrgermeister Ziegler freute sich, die Freunde aus Burkina Faso fĂŒr eine Woche in Ladenburg zu begrĂŒĂŸen. Leider war der PrĂ€sident des Partnerschaftskomiteesaus Garango, André Yoda, in Frankreich erkrankt und musste dort im Krankenhaus bleiben.

„Ein weiteres afrikanisches Sprichwort sagt: Ein Pfosten allein kann ein Dach nicht tragen“, sagte der Ladenburger BĂŒrgermeister. „Darunter verstehe ich die Partnerschaft“, so Ziegler.

Die Pfosten sind die SÀulen, die verkörpert werden von den Menschen, die unsere lebendige Partnerschaft tragen.

Es sei ihm eine ganz besondere Ehre, alle vier BĂŒrgermeister der Region Garango zu begrĂŒĂŸen. „Ich sitze mit vollem Herzen bei ihnen“, sagte Ziegler.

Als wichtiges Element der Partnerschaft stellte Ziegler die Belange der Kinder in den Vordergrund. Man hĂ€tte sehen können, mit wie viel Freude der Grundschulchor die Delegation begrĂŒĂŸt habe. Dies sei auch ein Zeichen dafĂŒr, dass „die Menschen und Kinder in Ladenburg wissen, was Partnerschaft bedeutet“.

Es bestehen 1.600 Patenschaften mit Kindern in Garango. „Dies ist eine unglaubliche Zahl“, sagte Ziegler. Darum kĂŒmmere sich mit großem Engagement Soeur Léontine.

Er erinnere sich gerne an seine beiden Reisen nach Garango, die „offenen Herzen und die leuchtenden Augen der Kinder zu sehen, waren meine schönsten Begegnungen“.

Auch wenn man zu Freunden reise, sei der Empfang immer etwas Besonderes, dass dies immer gelungen sei, dafĂŒr war Moise Zigani vom Partnerschaftskomitee verantwortlich.

Nicht Autos, Reisen und Geld zeigen den wahren Reichtum. Wahrer Reichtum sei Gesundheit und medizinische Versorgung. Wahrer Reichtum ist es, wenn man genĂŒgend Wasser zum Trinken hat. Wahrer Reichtum ist es, wenn man Bildung genießen kann.

„Darum setzen wir uns dafĂŒr ein, dass unsere Kinder die Chance auf Bildung haben“, sagte Ziegler und begrĂŒĂŸte somit auch Aboubacar Paré, Professeur am Gymnasium von Garango.

Die politische Ebene sei wichtig, aber getragen werde die Partnerschaft von vielen engagierten Menschen – im Partnerschaftskomitee in Garango und in Partnerschaftsverein in Ladenburg.

FĂŒr Ladenburg begrĂŒĂŸte Ziegler den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereines Ewald BlĂŒmmel mit seiner Frau Denise, und lobte deren unermĂŒdlichen Einsatz.

Die Anwesenheit vieler Mitglieder des Partnerschaftsvereines und des Gemeinderates sei ein Symbol dafĂŒr, dass die Partnerschaft von vielen getragen wird – „im Herzen“, so Ziegler.

Altstadtrat Klaus Kolb war Mitglied des Ladenburger Gemeinderates, als der Beschluss fĂŒr die Partnerschaft gefallen ist. Er war auch MitgrĂŒnder des Partnerschaftsvereines und in der ersten Delegation, die nach Garango reiste.

„Viele Pfosten braucht man, um ein Dach stabil zu tragen.“

Ziegler versprach der Delegation ein umfangreiches und spannendes Programm, aber auch genĂŒgend Zeit, um die Stadt einfach zu genießen. „Nehmen sie die EindrĂŒcke mit in ihre Heimat.“ Er hoffe, ein kleines StĂŒck von der Gastfreundschaft wieder zu geben, „die wir immer wieder bei ihnen erfahren haben“.

Als kleine Geste und als Symbol ĂŒberreichte er den Delegationsmitgliedern ein Buch ĂŒber Ladenburg, „mit vielen Bildern, aber leider nicht in Französisch“, die Geschichte der Stadt sowie eine goldene Anstecknadel mit dem Symbol der Stadt Ladenburg.

Er freue sich besonders, dass wÀhrend des Besuches, am kommenden Sonntag, der Afrikatag im Reinhold-Schulz-Park stattfinde.

Der BĂŒrgermeister von Garango, André Zouré, bedankte sich bei Ziegler mit dem afrikanischen Sprichwort „ein voller Mund kann nicht reden“ fĂŒr die BegrĂŒĂŸung. Vor allem die BegrĂŒĂŸung durch den Feuerwehrchor am gestrigen Tag habe ihn und die anderen drei BĂŒrgermeister ĂŒberrascht, erfreut und tief bewegt.

„Hier sind wir willkommen, hier bedeuten wir etwas“, so Zouré. Die Zukunft der Partnerschaft werde heute schon vorbereitet.

„Die Partnerschaft ist ein Band, das uns eint, eine Kette, die nicht unterbrochen werden kann“.

Die moralischen und kulturellen Werte der Partnerschaft wĂŒrden getragen von einem dynamischen BĂŒrgermeister.

Zouré dankte fĂŒr die KontinuitĂ€t, die Mitarbeit und die BrĂŒderlichkeit der Partnerschaft.

Als Gastgeschenk ĂŒberreichten André Zouré und Moise Zigani einen Gobelin und einen Lederbeutel an den BĂŒrgermeister Ziegler. Ewald BlĂŒmmel bekam eine lederne Aktentasche geschenkt.

Der anschließende Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Ladenburg erfolgte an der Partnerschaftsskulptur.

BĂŒrgermeister Ziegler nutzte hier die Gelegenheit, dem Rotaryclub „Schriesheim-Lobdengau“ zu danken, mit deren UnterstĂŒtzung das Symbol der Partnerschaft realisiert werden konnte. Aber die Rotarier hĂ€tten auch den Bau einer Schule und weitere Projekte in Garango unterstĂŒtzt und er hoffe auch auf ihre weitere Beteiligung.

Denn, wie schon gesagt, viele Pfosten braucht man, um ein Dach zu tragen.

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