Mittwoch, 21. August 2019

Bens WM-Kolumne: Gewonnen aber nicht gegl├Ąnzt!

Guten Tag!

Ladenburg, 24. Juni 2010. Das 1:0 gegen Ghana war verdient, aber auch gl├╝cklich, meint unser WM-Kolumnist Ben. Ganz n├╝chtern betrachtet, hat ihn das Spiel nicht vom Hocker gerissen – daf├╝r muss die deutsche Mannschaft besser werden. Nicht in der Verteidigung – die hat gut gearbeitet.

Von Benedikt Siegfanz

WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

So leicht wie einige Fans der deutschen Nationalmannschaft sich den Sieg gegen Ghana vorgestellt hatten, ist es dann doch nicht gewesen. Mit Ghana man ein fast ebenb├╝rtiges Team in „Soccer City“ aufs Feld und spielte ├╝ber weite Strecken gut mit. F├╝r einen Sieg reichte es nicht, dennoch f├╝r das Weiterkommen.

Nach einem schweren Start gelang es dem jungen Team aus Deutschland nur mit gro├čer Anstrengung ins eigene Spiel zu finden, Torchancen herauszuspielen und schlie├člich den erl├Âsenden Treffer zu landen. Nachdem Mesut ├ľzil in der ersten Halbzeit eine riesen Torchance vergeben hatte, zweifelten die ersten schon an dem Einsatz des Deutsch-T├╝rken und generell an dem Sieg unserer Mannschaft. Das Spiel fand Gro├čteils im Mittelfeld statt und brachte auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen.

So war die Stimmung in der Halbzeitpause eher angespannt als befreit und man wartete auf neue taktische Ma├čnahmen von Joachim L├Âw. In der 60. Minute schlie├člich lockerte sich der Druck etwas, als der 21 Jahre junge Mesut ├ľzil mit einem Distanzschuss aus 18 Metern einnetzte. Trotzdem erspielten sich die Ghanesen auch danach noch einige weitere Torchancen, die nur mit viel Gl├╝ck von unserem Kapit├Ąn Philipp Lahm und Jerome Boateng vereitelt wurden.

Wieder einmal zeigte sich, dass unsere Mannschaft neben der Kampfeslust der jungen Spieler auch dringend erfahrene Teamkollegen, wie z.B. Arne Friedrich braucht, der in der Abwehr einen guten Job machte. Auch Manuel Neuer ├╝berzeugte mich mit seiner Leistung, da er durch viele starke Paraden der deutschen Mannschaft den R├╝cken freihielt. Als positiv erwies sich letztendlich die Leistung des Schiedsrichters, der trotz aller Vorwarnungen, kaum zu seinen geliebten Karten griff, was bei diesem Spiel allerdings auch kaum n├Âtig war.

In der 66. Minute musste Fu├čballdeutschland wirklich zittern: der Ghanese Andre Ayew hatte eine brandgef├Ąhrliche Torchance nicht genutzt.

Vor 83.391 Zuschauern spielte unsere Mannschaft mittelm├Ą├čig und begeisterte trotz Sieg nicht wirklich. Selbst die eigenen Spieler haben gemerkt, dass es L├╝cken gibt, die man f├╝r die weiteren Begegnungen unbedingt stopfen muss.

Gewonnen ist gewonnen, jetzt sind wir weiter.

Die Leistungen unserer Mannschaft lassen jedoch leider etwas zu w├╝nschen ├╝brig. Bisher ist es gut gegangen, die ├╝berragende Leistung aber, wie gegen Australien, muss abgerufen, Nervosit├Ąt abgelegt und Torchancen besser verwandelt werden. Vielleicht kommen wir so wie bisher noch ein wenig weiter ├╝ber die Runden, aber Weltmeister wird man so nicht.

Wir sind uns aber sicher, dass unsere junge, deutsche Mannschaft mehr Potential hat, also Jungs, zeigt uns am Sonntag, was ihr draufhabt!

Bens WM-Kolumne: Auf zum hoffentlich nicht letzten Tanz

Guten Tag!

Ladenburg, 23. Juni 2010. F├╝r das heddesheimblog berichtet Benedikt Siegfanz ├╝ber die deutschen Spiele – der 14-j├Ąhrige Ben liebt, leidet und lebt Fu├čball. Sein Traumberuf: Sportjournalist. Und er zittert: Wird es die deutsche Elf schaffen, gegen Ghana zu bestehen?

Von Benedikt Siegfanz

Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Ein Sieg muss her! Egal ob mit oder ohne guten Schiedsrichter!

Es kommt am Abend zum Entscheidungsspiel f├╝r unsere Jungs gegen Ghana. Diese „Zwangsposition“ schl├Ągt sehr auf das Gem├╝t, da man eigentlich klarer Favorit der Gruppe war.

Nun sind wir da, stehen wieder einmal vor einer machbaren Aufgabe. Ob die Elf von Jogi L├Âw diese aber besser als gegen Serbien bestreitet, steht offen. Wir werden es sehen.

Auch ohne den verletzten Topstar Michael Essien vom FC Chelsea, sind die Ghanesen eine leichtf├╝├čige, listige Mannschaft, die man auf keinen Fall untersch├Ątzen darf. Der 1:0 Sieg gegen Serbien und die 4 Punkte in der Gruppe sprechen f├╝r das Team aus Afrika.

Der serbische Trainer Milovan Rajevac hat es geschafft, aus einigen unbekannten Spielern eine gute Elf zu formen, die vor allem spielerisch ├╝berzeugt und gut kombinieren kann, auch wenn man es seiner Mimik nicht immer ansieht.

Im Augenblick muss man bedenken, dass Ghana erster der Gruppe D ist, aber nat├╝rlich nicht bleiben soll. Auch Namen aus der Bundesliga kennen wir von der „Tanzelf“, wie z.B. den Verteidiger Hans Sarpei, von Bayer 04, oder St├╝rmer Prince Tagoe, von 1899 Hoffenheim.

Interessant wird sicher auch das Br├╝dertreffen zwischen dem Hamburger Jerome Boateng und Kevin-Prince Boateng, dessen Namen durch Ballacks Verletzung bei vielen Deutschen einen schlechten Beigeschmack hat.

Spielerisch ist das Team aus Ghana mit unserer technisch begabten Elf sicher zu schlagen, ob unsere junge Mannschaft aber mit der Situation und dem Druck klar kommt, wird sich weisen. Vielleicht sollte auch die deutsche Mannschaft mal „tanzend“ den Rasen betreten.

Die Mannschaften treffen am Abend in Johannesburg, „Soccer City“ aufeinander. Das Stadion wurde mit 145 Mio. Euro komplett renoviert und ist mit 94700 Pl├Ątzen das gr├Â├čte WM-Stadion S├╝dafrikas. Auf den Klang der Vuvuzelas „freuen“ wir uns jetzt schon. ­čśë

Hoffentlich pfeift der Skandalschiedsrichter Carlos Simon aus Brasilien nicht zu kleinlich… Dass er gerne sowohl gelbe, als auch rote Karten verteilt, ist allseits bekannt. F├╝r beide Mannschaften ist der Schiedsrichter sp├Ątestens seit 2006 kein unbeschriebenes Blatt.

Aller Voraussicht nach, wird f├╝r den rot-gesperrten Miroslav Klose Cacau das gegenerische Tor st├╝rmen. Ob es weitere Ver├Ąnderungen in der Mannschaftsaufstellung gibt, soll im Vorfeld nicht bekannt gegeben werden. Vielleicht eine Taktik von dem Trainerstab?! Oder wird L├Âw weiterhin auf das K├Ânnen seiner Stammspieler vertrauen?

Ich pers├Ânlich w├╝rde mir w├╝nschen, dass unser Trainer noch wagemutiger agieren w├╝rde und z.B einmal Stefan Kie├čling, Marko Marin, oder Toni Kroos auflaufen lassen w├╝rde. Aber das ist ja nicht mein Job.

Heute gibt es keine Ausrede mehr, nur noch ein Sieg z├Ąhlt. Machbar, aber nicht leicht.

Auf geht’s in Richtung Achtelfinale!

Oder nach Hause.

Ich hoffe, keiner hat Heimweh!