Sonntag, 24. September 2017

Ferienprogramm der Stadt

Keine Langeweile in den großen Ferien

Ladenburg, 25. Juli 2014. (red/pm) Bald gehen die Sommerferien los. Die Stadt Ladenburg bietet auch dieses Jahr ein Ferienprogramm an. [Weiterlesen…]

Verschmutzung durch Vogelkot ist gesundheitsgefÀhrdend

Keine Wasservögel fĂŒttern

Ladenburg, 08. April 2014. (red/pm) Angesichts der stetig anwachsenden Population der Wasservögel in Ladenburg weist die Stadtverwaltung noch einmal ausdrĂŒcklich auf das in der stĂ€dtischen Polizeiverordnung enthaltene Verbot des FĂŒtterns von Wasservögeln hin. [Weiterlesen…]

Neun Studenten aus Europa beim "Baucamp"

Internationales Team hilft auf der Bacherlebnisstation

Student/innen aus Europa arbeiten derzeit gemeinsam auf der Bacherlebnisstation in Ladenburg

Student/innen aus Europa arbeiten derzeit gemeinsam auf der Bacherlebnisstation in Ladenburg

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 22. August 2013. (red/ch) Auf der Bacherlebnisstation in Ladenburg bietet der BUND Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit die Natur hautnah zu erleben. Das Haus auf dem GrundstĂŒck kann man tageweise mieten. Zur Zeit arbeiten neun Student/innen aus ganz Europa im Rahmen des internationalen Baucamps Ladenburg an den DĂ€mmung des GebĂ€udes. FĂŒr alle Beteiligen ein tolles Erlebnis. [Weiterlesen…]

BuchsbaumzĂŒnsler bedrohen unsere GĂ€rten

Die grĂŒne Bedrohung

RaupeBuchsbaum

Der BuchsbaumzĂŒnsler bringt HobbygĂ€rtner zum Verzweifeln. Foto: Tschoppi (CC BY 3.0)

 

Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/ae) Ist er erst einmal befallen, gibt es kaum eine Rettung. Gnadenlos wird er StĂŒck fĂŒr StĂŒck gefressen. Erst der Kopf, dann der Körper. ZurĂŒck bleibt ein braunes Gerippe. Die Rede ist vom Buchsbaum. Eine Pflanze, der in fast jedem Garten steht. Sein Feind: Die Raupe Nimmersatt, der BuchsbaumzĂŒnsler – und er hat großen Appetit. [Weiterlesen…]

BUND feiert Sommerfest

Gartenteil-GĂ€rtner gesucht

Kein GĂ€rtner, sondern die Natur selbst hat dieses Blumenmeer angelegt.

Ladenburg, 08. Juli 2012. (red) Der Vereinssitz des BUND Ladenburg ist ein idylisches PlÀtzchen. Alexander Spangenberg und der Verein luden Freunde und Interessierte zur Kaffee, Kuchen und Plausch inmitten des farbenfrohen Gartens.

Der BUND-Garten und das Barockhaus (KavalliershĂ€uschen) sind Projekte der Ortsgruppe Ladenburg zur Darstellung stadtnaher GĂ€rten in der Vergangenheit und heute. Das kleine Haus und das GrundstĂŒck liegen am Reinhold-Schulz-Waldpark am Weg „In den BellengĂ€rten“.

Der Garten ist in vier Parzellen aufgeteilt und wird von BUND-Mitgliedern gepflegt. Eine Parzelle wurde nun frei. Alexander Spangenberg sucht nun jemanden, der Lust hat, sich mit einzubringen:

In der Gestaltung ist man frei. Wir beraten die Frau oder den Herrn auch gerne, wie das StĂŒck gepflegt werden kann. Eine Bedingung haben wir: Es sollte ein BUND-Mitglied sein oder werden.

Ohne Frage ein reizvolles Angebot.

FĂŒr diese Parzelle wird jemand gesucht, der das StĂŒck pflegen möchte.

Kommende Woche hat der BUND die nĂ€chste Aktion. Am Mittwoch, den 11. Juli, wird von 16-18 Uhr an der Bachstation gebohrt, gehĂ€mmert und gestopft. Der BUND hat Kinder aus vierten und fĂŒnften Klassen eingeladen, das neue Insektenhotel mit fertigzustellen (siehe unseren Bericht).

Wer mitmachen will, sollte Sachen anhaben, die nass und schmutzig werden können – es wird „rustikal“ zugehen, sicher aber auch viel Spaß machen.

FĂŒr  Fragen steht Herr Frank zur VerfĂŒgung: 06203/796686.

Viel Freude mit den Fotos:

Rhein-Neckar-Kreis: UmweltverbÀnde fordern die Bevölkerung zum mitmachen auf

Offenlage des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar 2020

Einheitlicher Regionalplan Rhein-Neckar 2020

 

Rhein-Neckar-Kreis, 13. Juni 2012. (red/cr) Seit dem 11. Juni liegt der Regionalplan Rhein-Neckar 2020 öffentlich aus. Nun rufen die UmweltverbĂ€nde BUND, NABU und das Umweltforum Mannheim die Bevölkerung auf, sich mit Anregungen und Kommentaren zu beteiligen. Die VerbĂ€nde kĂ€mpfen fĂŒr ein nachhaltiges Planungskonzept in der Region.

Vom 11. Juni bis zum 20. August wird der einheitliche Regionalplan Rhein-Neckar 2020 offengelegt. Der Regionalplan bildet die rechtliche Grundlage fĂŒr die rĂ€umliche Entwicklung der Region. Das schließt vor allem Wohn- und Gewerbegebiete ein, umfasst aber auch das Straßen- und Schienennetz.

Abkehr vom motorisierten Individualverkehr

Da Nutzungsmöglichkeiten bereits im Regionalplan festgeschrieben werden, sehen die UmweltverbĂ€nde BUND, NABU und das Umweltforum Mannheim schon dort die Gelegenheit frĂŒhzeitig Impulse fĂŒr kĂŒnftige Projekte zu geben oder dagegen zu intervenieren. Gemeinsam haben sie ein fĂŒnf Punkte umfassendes Positionspapier vorgelegt.

Darin fordern sie eine nachhaltige und zukunftsfĂ€hige Regionalentwicklung. Unter anderem möchten die VerbĂ€nde VorrangsflĂ€chen fĂŒr den Natur- und Umweltschutz. FĂŒr eine klimafreundliche MobilitĂ€t verlangen sie eine gute Vernetzung des öffentlichen Personennahverkehrs, sowie gut ausgebaute Rad- und Fußwege. Im Strombereich wird fĂŒr die Metropolregion eine Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 gefordert.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Deshalb fordern sie die Bevölkerung auf, sich mit Anregungen und Kommentaren einzubringen. Diese können bis zum 03. September schriftlich, elektronisch oder per email (einheitlicher.regionalplan@vrrn.de ) an den Verband Region Rhein-Neckar gerichtet werden. DarĂŒber hinaus ist eine Einsichtnahme an folgenden Stellen zu den jeweils ortsĂŒblichen Dienstzeiten möglich:

  • in der GeschĂ€ftsstelle des Verbandes Region Rhein-Neckar, P7 20-21, 4. OG, 68161 Mannheim
  • in den DienstrĂ€umen der Kreisverwaltungen und LandratsĂ€mter
  • Bad DĂŒrkheim, Informations-Counter im Foyer, Philipp-Fauth-Straße 11,67098 Bad DĂŒrkheim
  • Bergstraße, BĂŒrgerbĂŒro, Graben 15, 64646 Heppenheim
  • Germersheim, HauptgebĂ€ude – Information, Luitpoldplatz 1, 76726 Germersheim
  • Neckar-Odenwald-Kreis, Raum Nr. 2.110, Renzstraße 7, 74821 Mosbach
  • Rhein-Neckar-Kreis, Baurechtsamt, Zimmer 419, Kurpfalzring 106, 69123 Heidelberg-Pfaffengrund
  • Rhein-Pfalz-Kreis, Kreishaus, Raum C 419 (im 4. OG), Europaplatz 5, 67063 Ludwigshafen
  • SĂŒdliche Weinstraße, Untere Landesplanungsbehörde, Zimmer 311, An der KreuzmĂŒhle 2, 76829 Landau

sowie bei den Stadtverwaltungen der kreisfreien StÀdte bzw. Stadtkreise

  • Frankenthal (Pfalz), VerwaltungsgebĂ€ude Neumayerring 72, Zimmer 321, 67227 Frankenthal (Pfalz)
  • Heidelberg, Technisches BĂŒrgeramt, Prinz Carl, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg
  • Landau in der Pfalz, Stadtbauamt Landau, BĂŒrgerbĂŒro, Zimmer 2, Königstraße 21, 76829 Landau
  • Ludwigshafen am Rhein, Rathaus, Rathausplatz 20, 67059 Ludwigshafen
  • Mannheim, Beratungszentrum Bauen und Umwelt, Collinistraße 1, 68161 Mannheim
  • Neustadt an der Weinstraße, Stadthaus I, Foyer vor Zimmer 104, Marktplatz 1, 67433 Neustadt a.d.W.
  • Speyer, Abt. Stadtplanung, 3. OG, Zimmer 301, Maximilianstr. 100, 67346 Speyer
  • Worms, Rathaus am Marktplatz, Abt. 6.1 Stadtplanung und Bauaufsicht, 1. OG, Raum 133, 67547 Worms
Ausbau geht voran

RĂ€ume der Bachstation sollen bis Herbst fertig sein

Zwei RĂ€ume werden ab Herbst fĂŒr Seminare und "Forschungen" zur VerfĂŒgung stehen.

 

Ladenburg, 09. Mai 2012. (red) Der Ladenburger BUND-Vorsitzende Alexander Spangenberg ist zufrieden. Gut 12.000 Euro werden aktuell in die Bachstation investiert. Zwei RĂ€ume werden bis Herbst fertig sein und können dann fĂŒr Seminare und andere Veranstaltungen genutzt werden.

Von Hardy Prothmann

Das Kleinod „Bachstation“ am Zusammenfluss von Humpelsgraben und Loosgraben entwickelt sich weiter. Das frĂŒher von der Landwirtschaft zur „Begasung“ von Pflanzen genutzte GebĂ€ude wird deutlich aufgewertet. Durch Spenden und einen gelddotierten Preis der SAP sind rund 18.000 Euro auf dem Konto, davon werden 12.000 Euro investiert.

Das GebĂ€ude ist schon von Gutachtern untersucht worden, ob Belastungen in der frĂŒheren „Gasstation“ festzustellen sind. Alexander Spangenberg gibt Entwarnung:

TatsĂ€chlich ist das GebĂ€ude nicht belastet – das Mauerwerk war sehr gut abgedichtet.

Der Architekt JĂŒrgen Borkowski ĂŒbernimmt ehrenamtlich die Planung. Im Erdgeschoss des GebĂ€udes an der Heidelberger Straße werden zwei RĂ€ume ausgestaltet, das bislang offene Dach soll versteift und spĂ€ter fĂŒr ein „Strohlager“ ausgebaut werden.

Im Erdgeschoss können Kinder kĂŒnftig mit Mikroskopen arbeiten und die Umwelt entdecken. Rund 1.000 Kinder kommen jĂ€hrlich zur Bachstation, um hier Natur hautnah erleben zu können. Sehr spannend ist sicher auch ein Abenteuer-Baumhaus, das eine Gruppe von 15 Kinder im Alter zwischen acht und vierzehn Jahren unter Anleitung von Schreiner Johannes Ehrismann am Bach gebaut haben.

Neu dabei ist der Ilvesheimer Mario Kuhn, der ĂŒber das Job-Center an die Bachstation vermittelt worden ist und zunĂ€chst fĂŒr sechs Monate 30 Stunden die Woche vor Ort arbeitet und damit Alexander Spangenberg entlastet.

Das Gras auf der Wiese hinter der Bachstation wÀchst mittlerweile hoch:

Das soll auch so sein, denn hier finden BodenbrĂŒter NistplĂ€tze, die auf Feldern immer weniger werden und zudem oft Todesfallen, wenn die Erntemaschinen zum Einsatz kommen.

Im Herbst kommen die Schafe dann wieder zurĂŒck, die gerade im „Mutterschaftsurlaub“ sind – FrĂŒhjahr ist LĂ€mmerzeit:

Die brauchen dann vier Wochen und die Wiese ist gemÀht.

Das neue, begehbare Insektenhotel.

 

Bauschutt und Altreifen in örtlichem Biotop gefunden

Illegale MĂŒllabladestellen in Ladenburg


Sorgen immer wieder fĂŒr Ärger, Umweltbelastung und zusĂ€tzliche Kosten - wilde MĂŒllabladestellen.

 

Ladenburg, 10. Februar 2012. (red/jt) Rund 10 Kubikmeter GrĂŒnschnitt, MĂŒll, Unrat und Bauschutt entsorgt der stĂ€dtische Bauhof jedes Jahr von sogenannten „wilden MĂŒllabladestellen“ auf der Gemarkung Ladenburg. Der neuste Fund von Alexander Spangenberg, Stadtrat und Vorsitzender des Ortsverbandes des BUND, sind mehrere Haufen Bauschutt, Katzenstreu und drei alte Autoreifen am „Wasserloch“. [Weiterlesen…]

Kandelbach-Renaturierung

BĂŒrgermeister Ziegler: „Das ist eine außerordentlich wichtige Maßnahme“

Ortsbegehung am Kandelbach: 170.000 Euro werden in die Renaturierung investiert.

 

Ladenburg, 15. Januar 2012. (red) Mit gut 70 Teilnehmern war die Ortsbegehung Kandelbach ein „Publikumserfolg“ – oder anders: Die große Zahl interessierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zeigte, wie sehr ihnen der Kandelbach am Herzen liegt. Viele Fragen wurden gestellt. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der stellvertretende Bauamtsleiter Herbert Felbek sowie der beauftragte Biologe Dr. Dieter NĂ€hrig beantworteten Fragen und erlĂ€uterten die Maßnahme.

Von Hardy Prothmann

Gut ein Jahr werden die Arbeiten dauern. Rund 170.00 Euro werden ausgegeben. Die Bevölkerung muss Behinderungen und zunĂ€chst „grobe Eingriffe“ in Kauf nehmen. Am Ende wird alles gut und besser. Das ist zusammengefasst das Ergebnis der Ortsbegehung am Kandelbach.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und der Biologe Dr. Dieter NĂ€hrig erlĂ€utern die Maßnahme. Der GrĂŒnen-Stadtrat und BUND-Vorsitzende Alexander Spangenberg betont in seiner Stellungnahme die Bedeutung der Renaturierung.

Insbesondere im so genannten zweiten Abschnitt, der Wohnbebauung von der Schriesheimer Straße aus an der neuen Martinsschule entlang, werde es deutliche „Einschnitte“ geben. Vier bruchgefĂ€hrdete Pappeln werden gefĂ€llt und einiges an „ortsfremden“ StrĂ€uchern entfernt. Diese Eingriffe wĂŒrden zunĂ€chst deutlich sichtbare Spuren fĂŒr ein bis zwei Jahre hinterlassen.

Die Maßnahme werde insgesamt das Biotop deutlich aufwerten.

Weitere Berichte folgen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das Ladenburgblog.de

„Stuttgart 21 bremst die S-Bahn in der Region aus“

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Stuttgart, 15. November 2011. In Stuttgart und anderswo streitet man sich auf allen möglichen Ebenen, Sinn und Unsinn, Kosten und Nutzen werden gegeneinander aufgewogen. Und natĂŒrlich ist der Großraum Stuttgart am meisten betroffen. Doch Stuttgart 21 hat schon jetzt konkrete negative Wirkungen in unsere Region. Und wenn Stuttgart 21 kommt, werden die Nachteile fĂŒr uns vor Ort noch grĂ¶ĂŸer, sagt Michael Löwe, Experte des Fahrgastverbands Pro Bahn, im Interview. Am 27. November sind die BĂŒrger zur Volksabstimmung aufgerufen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Löwe, hat Stuttgart 21 direkte Auswirkungen auf die Region Nordbaden?

Michael Löwe: Ganz sicher. Um das zu erklÀren, muss ich ein wenig ausholen.

Tun Sie das.

Löwe: Es gibt verschiedene Finanzierungstöpfe fĂŒr Eisenbahnprojekte. Einer davon sind die sog. BSchwAG-Mittel (Mittel gemĂ€ĂŸ dem Bundesschienenwegeausbaugesetz, die zur Finanzierung der Projekte des Bundesverkehrswegeplans – BVWP – dienen). Wie alle Mittel können diese natĂŒrlich nur einmal ausgegeben werden. Es gibt etwa 80 BVWP-Schienen-Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 46 Milliarden Euro. Rund 1,5 Milliarden Euro werden jĂ€hrlich aus diesem BSchwAG-Topf ausgegeben. Die 5-600 Millionen Euro, die fĂŒr Stuttgart 21 eingesetzt wĂŒrden, fehlen dann natĂŒrlich bei anderen Projekten, beispielsweise der geplanten Neubaustrecke (NBS) zwischen Frankfurt und Mannheim.

„Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim kommt nicht vor 2025.“

Das heißt konkret?

Bahn-Experte Michael Löwe - Privatfoto von einer Norwegenreise 2011: "Wir waren nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, das war toll."

Löwe: Es gibt einige Projekte, die aktuell im Gang sind, die bekommen das Geld zuerst, damit diese fertig gestellt werden können, beispielsweise NĂŒrnberg-Erfurt bis 2017. Hier fließen also große Summen ab, die fĂŒr andere Projekte nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen. Dann werden PrioritĂ€tslisten neu erstellt und aktuell ist die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim aus der PrioritĂ€tsliste 1 in die zweite oder dritte Reihe gerutscht.

Aber die ersten Planungen laufen doch schon seit 1998?

Löwe: Richtig. Aber der Bundesverkehrsminister lĂ€sst aktuell das Projekt neu ausschreiben, dann mĂŒssen PlĂ€ne und Gutachten gemacht werden und das wird dauern.

Wann könnte diese fĂŒr unsere Region wichtige Linie fertig sein?

Löwe: Im optimalen Fall bis 2023, eher aber 2025 und das nur, wenn alles wie am SchnĂŒrchen klappt. BerĂŒcksichtigen muss man dabei, dass dies ein relativ einfaches Projekt wĂ€re, weil es nicht viele Tunnels braucht und das GelĂ€nde in der Ebene verlĂ€uft.

Hat Stuttgart 21 Einfluss darauf?

Löwe: Sicher, wenn Stuttgart 21 kommt, fehlen ĂŒber mehrere Jahre mehrere hundert Millionen Euro. Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim wĂŒrde nach SchĂ€tzungen der Bahn gut zwei Milliarden Euro kosten, also viel mehr als in einem Jahresbudget fĂŒr alle Bahnprojekte in Deutschland vorhanden ist. Und jeder woanders ausgegebene Euro fehlt hier, z.B. ĂŒbrigens auch fĂŒr die S-Bahn.

„Das Argument des Zeitgewinns  durch S21 ist regional gesehen Quatsch.“

Wieso die S-Bahn?

Löwe: Weil auch hier das Geld fehlt, beispielsweise fĂŒr den Ausbau der Strecke Mannheim-Heidelberg, die zu 40 Prozent aus dem BSchwAG-Topf bezuschusst werden muss. Dieser Abschnitt wird fĂŒr alle S-Bahn-Linien benötigt und muss drei-, bzw. viergleisig ausgebaut werden. Nur dann können z.B. die S-Bahn-Linien von Eppingen und Aglasterhausen wie geplant bis Worms, bzw. Mainz durchgebunden werden. Heute muss man in Heidelberg umsteigen und verliert Zeit. Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr die Debatte um Stuttgart 21 und die Zeitvorteile.

Was meinen Sie?

Löwe: Das Argument der S21-BefĂŒrworter, der Bahnhofsumbau wĂŒrde Zeitvorteile bringen, ist Quatsch. Diese könnte man jetzt schon haben. Man hat sie aber nicht, weil man in dem vorwiegend als Regionalbahnhof genutzten Hauptbahnhof kaum Regional-ZĂŒge „durchfahren“ lĂ€sst. Man muss umsteigen, hier wird die Zeit verloren. WĂŒrden die ZĂŒge ein- und weiterfahren, wĂ€re ein Ă€hnlicher Zeitvorteil zu gewinnen. Der einzig echte Zeitvorteil entsteht durch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, doch ĂŒberwiegend fĂŒr Durchreisende in Richtung MĂŒnchen. Der Umbau des Bahnhofs ist nicht entscheidend.

„Ich befĂŒrchte durch S21 eine deutliche Verzögerung fĂŒr die S-Bahn Rhein-Neckar.

Nochmal zurĂŒck zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn. BefĂŒrchten Sie, dass die nicht kommt?

Löwe: Sie kommt, aber sicher nicht so, wie das viele behaupten. Die Bahnen fahren, aber die Frage ist, ob man durchfahren kann oder umsteigen muss. Das ist zeitrelevant. Der „Knoten Mannheim“, das HerzstĂŒck der S-Bahn rutscht auch durch S21 nach hinten bei den PrioritĂ€ten.

In einer aktuellen Umfrage haben wir die BĂŒrgermeister im Wahlkreis 39 Mannheim befragt, ob S21 Vor- oder Nachteile bringt. Alle sagten, „keine Meinung, haben wir uns noch nicht mit befasst.“

Löwe: Das hĂ€ngt wohl von der Perspektive ab. Sicher gibt es auf kommunaler Ebene keine direkten Verbindungen – aber im Gesamtzusammenhang schon. Und wenn Gelder fĂŒr den Knoten Mannheim fehlen, ist die LeistungsfĂ€higkeit der S-Bahn enorm eingeschrĂ€nkt. Sie fĂ€hrt, aber eben weit unter ihren Möglichkeiten. Wer das erkennen will, tut das, wer nicht, schaut weg.

Was kostet dieser Ausbau?

Löwe: Rund 213 Millionen Euro. 40 Prozent muss die DB Netz tragen, 60 Prozent werden ĂŒbers Gemeindeverkehrswegefinanzierungsgesetz geregelt. Somit tragen dann Bund und Land 80 Prozent, Kreise und Kommunen 20 Prozent.

„Vielleicht ist man hier froh ĂŒber die Verzögerung.“

Wie hoch ist der Anteil auf kommunaler Ebene konkret?

Löwe: Gut 42 Millionen Euro fĂŒr Kreise und Kommunen – wenn die Finanzierung klappt. Wohlgemerkt nur fĂŒr den Abschnitt Mannheim – Heidelberg, wobei nach einem komplizierten SchlĂŒssel nicht nur die direkten Anlieger zahlen sollen, sondern auch die weiter entfernten, da die dort verkehrenden S-Bahn-Linien ja auch vom Ausbau Mannheim-Heidelberg profitieren.

Könnte das der Grund sein, aus dem die Kommunen gar nicht so traurig sind, wenn der Ausbau hier vor Ort nicht kommt, weil sie das Geld nicht haben?

Löwe: Das haben Sie jetzt vermutet. Man sollte dazu die EntscheidungstrĂ€ger fragen. Ich vermute eher, dass man die S-Bahn schon will, aber ĂŒber eine zeitliche Streckung ganz froh ist. Dass ein Ausbau stattfindet, wie jetzt der neue Haltepunkt „Arena-Maimarkt“ im Dezember 2011 ist unbestritten – aber er wird zusehends langsamer und ich befĂŒrchte durch Stuttgart 21 eine weitere, deutliche Verzögerung.

Wie ist die Haltung von Pro Bahn zu Stuttgart 21 und wie werden Sie abstimmen?

Löwe: Die Verbandshaltung ist klar gegen Stuttgart 21 und ich stimme auch fĂŒr den Ausstieg. Gerade fĂŒr unsere Region gibt es wichtigere Projekte und der Bahnhofsumbau bringt den Reisenden in der Großregion Stuttgart keine erkennbar wesentlichen Vorteile.

Zur Person:
Michael Löwe (57 Jahre) wohnt seit 16 Jahren in Weinheim, ist Diplom-Mathematiker und war von 1997-2007 Vorsitzender des Regionalverbands Pro Bahn Rhein-Neckar, einer Untergliederung von Pro Bahn Baden-WĂŒrttemberg e.V..
Der gemeinnĂŒtzige Fahrgastverband hat bundesweit rund 5.000 Mitglieder und findet durch seine konstruktive Zusammenarbeit und durchdachten VorschlĂ€ge zur Entwicklung der Bahn hohe Anerkennung.
Als Verband, der sich fĂŒr die Verbesserung der Zugverkehre einsetzt, ist er politisch unverdĂ€chtig, eine Parteilinie zu verfolgen.

5. „BĂŒrGenLand“-Regionalmarkt auf der Festwiese

Guten Tag

Ladenburg/Rhein-Neckar, 24. September 2010. (red/pm) Die Initiative „BĂŒrGenLand“ (BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz) lĂ€dt am Samstag, den 25. September 2010 von 11:00-18:00 Uhr auf die Festwiese zum 5. KurpfĂ€lzer Regionalmarkt ein. Angeboten werden landwirtschaftliche Produkte aus der Region – garantiert gentechnikfrei.

Pressemitteilung der Initiative „BĂŒrGenLand“

Uli Sckerl (MdL BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) und BM Ziegler (SPD) auf dem Regionalmarkt. Bild: BĂŒrGenLand

„Bereits zum 5.Mal lĂ€dt die Initiative „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ (BĂŒrGenLand) fĂŒr Samstag, den 25. September 2010 von 11.00 bis 18.00 Uhr nach Ladenburg auf die Festwiese zum KurpfĂ€lzer Regionalmarkt ein.

Der Erzeugermarkt steht unter dem Motto: Gentechnikfrei genießen – Landwirtschaftliche Produkte aus der Region fĂŒr die Region. Eingebettet ist der Regionalmarkt in der bundesweiten Aktionswoche „Tag der Regionen“. Die Eröffnung des Marktes erfolgt um 13.00 Uhr durch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

AnlĂ€sslich des 5jĂ€hrigen Bestehens gibt es ein Preisausschreiben mit attraktiven Preisen, z.B. einen „KurpfĂ€lzer Schlemmerkorb“, gefĂŒllt mit leckeren Erzeugnissen von den Regionalmarkt-StĂ€nden. Auf die Kinder warten ein Malwettbewerb und eine HĂŒpfburg.

Mit dem Regionalmarkt will die Initiative BĂŒrGenLand landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch Erzeugern und Herstellern die Möglichkeit bieten, ihre Betriebe und Produkte einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Markt prĂ€sentiert somit mit den regionalen Betrieben fast die ganze Bandbreite der Erzeugung. So erwarten die Organisatoren von BĂŒrGenLand Landwirte, GemĂŒsegĂ€rtner und Imker. Außerdem werden Metzgerei, BĂ€ckerei, KĂ€serei und Winzer ihre SpezialitĂ€ten auftischen und den Gaumen erfreuen. Alle Aussteller sind entweder anerkannt ökologisch wirtschaftende Betriebe oder konventionelle, die zumindest bis Ende 2011 sich zu einem Verzicht auf gentechnisch verĂ€ndertes Saatgut, Futtermittel bzw. Lebensmittel verpflichtet haben.

Viele konventionelle Betriebe aus der Kurpfalz haben mittlerweile diese SelbstverpflichtungserklĂ€rung unterschrieben. Sie wehren sich gemeinsam mit den Verbrauchern gegen die AnfĂ€nge der GrĂŒnen Gentechnik. Sie wollen eine Produktion mit der Natur und nicht gegen sie.

Mit dabei sind in diesem Jahr:
Winzer: Seiler (Weyher,), Weingut Schwarztrauber (Neustadt-Mußbach,)
GemĂŒsegĂ€rtner: Hege (Ladenburg), Tomatenlust Treiber (Mannheim-Friedichsfeld)
Verarbeiter: BĂ€ckerei Wolf (Weinheim,), Metzgerei P.S.PfĂ€lzer SpezialitĂ€ten (Heidelberg,), KĂ€semanufaktur MĂŒller (Hockenheim), Falter Fruchtsaft (Heddesbach,), Timrott Bio-Produkte (Ilbesheim), ARISTA-Öle (Speyer), Lobdengau-Brauerei (Ladenburg), Gutting
Landwirtschaftliche Betriebe: Bitsch (Rimbach-Zotzenbach), Meng (Ladenburg), Pfalznudel (Großfischlingen), gEISslein (Laudenbach)
Imker: Lunahof (Bad DĂŒrkheim), Imkerei Hagemeier
Sonstige: Attac Mannheim, Heidelberger Partnerschaftskaffee

Mit den Produkten ARISTA Öle und den Timrott-Bioprodukten schaut der Regionalmarkt allerdings auch ĂŒber den Tellerrand unserer Region hinaus: erlesene Essige, Senfsorten und Olivenöle werden angeboten.

Der Kaffee aus dem Projekt „Heidelberger Partnerschaftskaffee“ bringt ökologischen Kaffeegenuss ohne Ausbeutung fĂŒr die Kaffee-Anbauer. Die BĂ€ckerei Wolf aus Weinheim verarbeitet ausschließlich Mehl aus dem Kraichgau-Korn von zertifizierten MĂŒhlen. Das regional denkende Familienunternehmen Falter-FruchtsĂ€fte – SĂ€fte „made“ im Odenwald – stellen ihre SĂ€fte bereits in dritter Generation im Odenwald her.

FĂŒr SchleckermĂ€uler und Feinschmecker gibt es köstliches Eis aus frischer Ziegenmilch vom gEISslein-Ziegenhof aus Laudenbach. Wenn die Marktbesucher etwas StĂ€rkung benötigen, lĂ€dt ein Biergarten mit „Lobdengau- Bier“ zum Verweilen ein.

Die KĂ€serei MĂŒller aus Hockenheim bietet in diesem Jahr nicht nur handgefertigte KĂ€se an, sondern auch Jazzmusik vom Feinsten mit der Formation „The Pope of Cheese“. Molkereimeister und Drummer Lothar MĂŒller prĂ€sentiert mit Regina Litvinova und den Gitarristen und Komponisten Werner Goos zwei Edelsteine der Deutschen Jazzszene. Komplettiert wurde das Trio durch Hans-Joachim Grieb. Mit Modern Jazz, von klassisch inspiriert bis zum funky Stil mit viel Raum fĂŒr die IndividualitĂ€t wird diese Jazzformation fĂŒr eine perfekte musikalische Umrahmung des 5.KurpfĂ€lzer Regionalmarktes sorgen.

Das BĂŒndnis „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ wurde aus verschiedenen Gruppen des BUND (Bund fĂŒr Umwelt- und Naturschutz) sowie einigen Ortsgruppen von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und der GrĂŒnen Liste Ladenburg gegrĂŒndet. In ihm sind viele Einzelpersonen Mitglied, aber auch die Stadt Ladenburg, die Stadt Walldorf, die Stadt Heidelberg und die Gemeinde Ilvesheim. Neben den genannten Kommunen sind bereits weit ĂŒber 30 Gruppierungen und Organisationen Mitglied bei BĂŒrGenLand!

Das BĂŒndnis BĂŒrGenLand setzt sich kritisch mit den Fragen der GrĂŒnen Gentechnik auseinander und kĂ€mpft dafĂŒr, dass auch nach dem letztjĂ€hrigen Verbot des Genmaises MON 810 definitiv Schluss ist mit GVO-Versuchen in der Kurpfalz.

Die skandalösen VorgĂ€nge um die BASF- Genkartoffel „Amflora“ oder die diesjĂ€hrige Verunreinigung von konventionellem Maissaatgut mit gentechnisch verĂ€ndertem Mais zeigen wie sehr dieses Engagement gegen die Agro-Gentechnik gebraucht wird.“

Internet: www.buergenland.de

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Wechsel im Gemeinderat. Der Neue: Alexander Spangenberg

Guten Tag

Ladenburg, 23. September 2010. (red) Mit Alexander Spangenberg zieht ein politischer Kopf in den Gemeinderat ein, von dem man viel erwarten darf. Der parteilose Stadtrat ist ein politischer Mensch. Als Mitglied der GrĂŒnen Liste Ladenburg (GLL) will er sich in Sachen Finanzen und Ökologie einbringen. In beiden Themenfeldern ist er kompetent.

Von Hardy Prothmann

Ziehvater Ziegler "Alt-StadtrÀtin" Barsch, der "Neue" Spangenberg. Bild: ladenburgblog.de

Alexander Spangenberg ist ein freundlicher Mensch. Aber auch ein Rechner. Und ein „Ökologischer“.

Spangenberg ist Vorsitzender des BUND Ladenburg. Er hat die Bach-Erlebnisstation ins Leben gerufen, ist bei BĂŒrgenland aktiv und lĂ€sst keinen Zweifel daran, dass er ökologisch interessiert ist.

Spangenberg wĂ€re ein Vorzeige-GrĂŒner, wenn er ein Parteibuch hĂ€tte. Hat er aber nicht. Er ist ein bĂŒrgerschaftlicher, politischer Kopf, der sich einbringen will.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagt: „Ohne den Namen Spangenberg als Kopf des BUND sind die vielen hervorragenden Projekte gar nicht vorstellbar. Zudem ist er ein ausgewiesener Experte in Sachen gentechnisch-verĂ€nderter Organismen.“

Der BĂŒrgermeister lobt den neuen Stadtrat, der auf die „Alt-StadtrĂ€tin“ Hannah-Lea Barsch folgt, ĂŒber den Klee.

Vielleicht, weil BĂŒrgermeister Ziegler ahnt, dass sich Alexander Spangenberg als Stadradt im Gemeinderat aktiv einmischen wird: „Er ist selbstbewusst und kĂ€mpferisch, wobei er vom Boden der demokratischen Spielregeln nie abhebt“, sagt Ziegler ĂŒber Spangenberg.

Die Worte sind wahrscheinlich gut getroffen.

Der 63-jÀhrige Spangenberg verschlechtert mit seinem Eintritt in den Gemeinderat sofort zwei Quoten: die der Frauen und die des Altersdurchschnitts.

Alexander Spangenberg leistet sich sicherlich nicht die SentimentalitĂ€t, die der BĂŒrgermeister scherzhaft in dieser Hinsicht thematisiert hat.

Man darf auf den „Neuen“ gespannt sein: „Ich habe schon oft versucht, Einfluss zu nehmen. Manchmal ist das gelungen, manchmal nicht. Es ist sicherlich von Innen anders als von Außen betrachtet.“

Damit hat Alexander Spangenberg die Zielrichtung vorgegeben. Bislang war er „außen“ aktiv, jetzt ist er als Stadtrat „innen“ mit dabei.

Man darf gespannt sein, ob das die Art und QualitĂ€t seines Einsatzes fĂŒr die Ökologie verĂ€ndern wird. Vermutlich nicht. Der Finanzfachmann ist ein kĂŒhler Denker und ein engagierter „Umweltbewegter“.

Vermutlich darf man auf die Impulse gespannt sein, die Spangenberg dem Gemeinderat gibt.

BUND: Spendenaktion fĂŒr „Freischneider“ erfolgreich

Guten Tag!

Ladenburg, 05. Juli 2010. Der Spendenaufruf des BUND war erfolgreich: Gut 700 Euro sind zusammengekommen, um ein neues ProfigerĂ€t kaufen zu können. Außerdem wurden zwei gebrauchte Freischneider gespendet.

Alexander Spangenberg, Vorsitzender des BUND in Ladenburg freut sich ĂŒber zwölf Spender: „Das Geld fĂŒr das 700 Euro teure GerĂ€t ist zusammen.“

Der Freischneider wird gebraucht, um bei den kĂŒrzlich gemachten Biotopmaßnahmen in der Nordgemarkung StrĂ€ucher und Gehölze von Unterbewuchs zu befreien: „Gerade in der Anfangszeit muss man den Pflanzen Luft verschaffen, damit die „hochkommen“ können“, sagte Spangenberg auf Nachfrage.

Das zwei PS-Starke-GerĂ€t kann aber durch verschiedene AufsĂ€tze noch mehr: „Mit einer Dreieck-Messerscheibe können wir damit auch Brombeerwucherungen zurĂŒckschneiden“, sagte Spangenberg. Gerade entlang des Bachlaufs sei dies wichtig.

Spangenberg wird sich durch Landmaschinen-Hofer in Schriesheim, die auch einen Rabatt gewÀhrten, in den Umgang mit der Maschine einweisen lassen. Am Mittwoch soll die Maschine gekauft werden.

Weiter spendete eine Familie aus Ladenburg und ein BĂŒrger aus Seckenheim je einen gebrauchten Freischneider.

Der erste Schnitt wird im September notwendig und dann wieder im FrĂŒhjahr. Spangenberg plant, sofern möglich, noch vor der Sommerpause eine kleine Demonstration der Maschinen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Spangenberg: „Ich habe mich schon immer politisch interessiert und engagiert.“

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Mai 2010. Alexander Spangenberg wird ab September neuer Gemeinderat und Mitglied der Fraktion „GrĂŒne Liste Ladenburg“. Im GesprĂ€ch mit dem ladenburgblog erlĂ€utert der Finanzexpterte seine Ziele.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Spangenberg, kommt fĂŒr Sie der Einzug in den Gemeinderat ab September ĂŒberraschend?
Alexander Spangenberg: „Ja. Es wurde ĂŒber einen möglichen Wechsel gesprochen, aber der Zeitpunkt war fĂŒr mich ĂŒberraschend.“

Alexander Spangenberg: "Ich war schon immer politisch interessiert, habe mich politisch engagiert und werde das weiter tun - dafĂŒr muss man in keiner Partei sein." Bild: privat

Sind Sie vorbereitet?
Spangenberg: „Seit meiner Nominierung als Gemeinderatskandidat habe ich regelmĂ€ĂŸig an den Fraktionssitzungen der GrĂŒnen Liste teilgenommen. Ich bin also ĂŒber die meisten Themen gut informiert, wenngleich ich mich in komplexe Themen wie die Finanzen sicher noch mehr einarbeiten werde.“

Wie das? Sie sind doch Finanzexperte?
Spangenberg: „Eben deshalb. Als Teilnehmer der FraktionsgesprĂ€che habe ich die Themen verfolgt – sehr interessiert, aber nicht so tief, wie man das als EntscheidungstrĂ€ger verantwortlich tun sollte. Das hole ich jetzt nach.“

Sie werden Mitglied der Fraktion der GrĂŒnen Liste Ladenburg sein, sind aber kein Parteimitglied. Warum?
Spangenberg: „Ich bin durch die regen politischen Diskussionen in meinem Elternhaus angeregt. Ich war schon immer politisch interessiert, habe mich politisch engagiert und werde das weiter tun – dafĂŒr muss man in keiner Partei sein.“

Da hat man aber vielleicht mehr Einfluss.
Spangenberg: „Das ist sicher so – mir gefĂ€llt aber bĂŒrgerschaftliches Engagement besser und je mehr mitmachen, umso grĂ¶ĂŸer wird der Einfluss. Ich habe in der Zeit der Studentenproteste in Heidelberg studiert, diese Zeit prĂ€gt natĂŒrlich. Damals entstanden in der Folge auch die Anti-AKW-Bewegung und als neue Form des unmittelbaren BĂŒrgerprotestes auf lokaler Ebene die BĂŒrgerinitiativen. JĂŒngstes Beispiel in Ladenburg ist BĂŒrgenland, das ich mit vielen anderen engagierten Menschen in der Region mitgegrĂŒndet habe. Mit diesen Erfahrungen werde ich mich fĂŒr mehr BĂŒrgernĂ€he und Transparenz einsetzen. Man darf nicht alles den Politikern ĂŒberlassen.“

Alexander Spangenberg: Finanzen, FlÀchenverbrauch, Stadtentwicklung, Klimaschutz, Verkehr sind seine Themen. Bild: privat

Sie fĂŒhlen sich aber der „grĂŒnen Idee“ verbunden?
Spangenberg: „Auf jeden Fall. Umwelt- und Klimaschutz sind mir sehr wichtig. Die fortschreitende FlĂ€chenversiegelung ist eine katastrophale Entwicklung. Der Grundsatz Innen- vor Außenentwicklung ist mir sehr wichtig. Da ich auch Vorsitzender des BUND Ladenburg bin, gibt es also viele Gemeinsamkeiten mit der „GrĂŒnen Liste“.“

Sie betonen aber, dass Sie als „unabhĂ€ngiger Kandidat“ angetreten sind.
Spangenberg: „Weil ich unabhĂ€ngig bin. Ich entscheide aus meiner Verantwortung heraus und nicht aus Parteiinteressen.“

Hören das die „GrĂŒnen“ gerne?
Spangenberg: „Ich denke ja, weil die GrĂŒnen in Sachen BĂŒrgerbeteiligung sehr liberal sind, die Parteidisziplin lĂ€ngst nicht so ausgeprĂ€gt ist wie im konservativen Lager und sie lieber einen kritischen Geist wie mich unterstĂŒtzen, als einen „Ja“-Sager.“

Was werden Ihre Themen in Ladenburg sein?
Spangenberg: „Klar die Finanzen, wie schon erwĂ€hnt der FlĂ€chenverbrauch und damit eine nachhaltige Stadtentwicklung, kommunaler Klimaschutz und die Einbindung der BĂŒrgerInnen. Wir mĂŒssen auch nach jahrelanger Diskussion endlich fĂŒr die Verkehrsberuhigung in der Ladenburger Altstadt Lösungen finden!“

Haben Sie bereits Gremienerfahrung?
Spangenberg: „Ja. Ich habe als sachkundiger BĂŒrger beim GrĂŒnprojekt und im Umweltausschuss mitgewirkt.“

Die GLH hat damit geworben, dass die Fraktion mit Hannah Barsch (21) die jĂŒngste StadtrĂ€tin stellte – Sie sind 63 Jahre alt. Was bedeutet das?
Spangenberg: „Dass sich mancher lustig darĂŒber machen wird, weil der Altersdurchschnitt nun deutlich angehoben worden ist. Ich fand es gut und wichtig, dass die junge Kollegin die Arbeit aufgenommen hat. Aus beruflichen GrĂŒnden kann sie das nicht mehr fortfĂŒhren. Das mache ich jetzt – vielleicht mit weniger jugendlichem Elan, aber jeder Menge Erfahrung und der Weisheit eines noch jungen Alters. Und ich freue mich sehr auf die Arbeit.“

Zur Person:
Alexander Spangenberg (63) arbeitet als Unternehmens- und Finanzberater. Der studierte Volkswirt ist ledig und lebt seit 1982 in Ladenburg: „Ich habe Anfang der siebziger Jahre hier als Student in der Ferien als Ausgrabungshelfer gejobbt und Ladenburg lieb gewonnen. Das ist ein hĂŒbsches PlĂ€tzchen“, sagt der gebĂŒrtige Heidelberger.

Politisch ist Spangenberg in vielfĂ€ltiger Hinsicht aktiv. Er ist Vorsitzender des BUND Ladenburg und maßgeblicher MitbegrĂŒnder von „BĂŒrgenland„, das sich fĂŒr eine gentechnikfreie Produktion von Lebensmitteln einsetzt.