Sonntag, 24. September 2017

Kontroverse Debatte um die Zukunft der Straßenbeleuchtung

Erhöhte Sicherheit oder Geldverschwendung?

Ladenburg, 27. November 2014. (red/ms) Ab 01:00 Uhr wird unter der Woche in Ladenburg das Licht ausgemacht. Dadurch spart die Stadt pro Jahr knapp 20.000 Euro. Doch das geht auf Kosten der BĂŒrger, sagen zumindest die Freien WĂ€hler: „AngstrĂ€ume entstehen und das muss vermieden werden“. Mit UnterstĂŒtzern aus der SPD reichte die Fraktion einen Antrag ein, die Beleuchtung wieder durchgĂ€ngig einzuschalten – das verursachte eine kontroverse Diskussion. [Weiterlesen…]

Maßnahmen bei Hebeanlagen Bollweg und Weinheimer Straße vergeben

Abwasserförderanlagen werden erneuert

Ladenburg, 26. Juni 2014. (red/ld) Am Mittwochabend beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Niederspannungsschaltanlage im Abwasserhebewerk Bollweg zu erneuern. Außerdem wird ein Prozessleitsystem integriert. Bei rasch ankommenden Wassermengen soll das Hebewerk damit in kĂŒrzester Zeit auf die volle Förderleistung gebracht werden können. Das Hebewerk Weinheimer Straße bekommt ein neues Notstromaggregat. [Weiterlesen…]

Alexander Arnold ist Spitzenkandidat

SPD Ladenburg stellt Kandidaten zur Kommunalwahl auf

Ladenburg, 20. MĂ€rz 2014. (red/pm) Die SPD Ladenburg hat ihre Kandidaten fĂŒr die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

Jugendgemeinderat stellte Antrag im Gemeinderat

Entscheidung um Soccercourt vertagt

Ladenburg, 19. Dezember 2013. (red/sap) Der Jugendgemeinderat beantragte die Errichtung eines Soccercourts an einem noch festzulegenden Standort und die dafĂŒr benötigten Mittel in den Haushalt 2014 einzustellen. Da einige Punkte nicht geklĂ€rt werden konnten, wurde der Antrag vertagt.

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StÀdtebauliche Entwicklung des GelÀndes der ehemaligen Martinsschule

CBG-SchĂŒler werden wĂ€hrend der Sanierung in der alten Martinsschule untergebracht

Ladenburg, 19. Juli 2013. (red/sap) Einstimmig entschied sich der Ladenburger Gemeinderat fĂŒr den Entwurf von Bouwfonds/Immobilienentwicklung GmbH/Immoprojekt GmbH/Re2area fĂŒr das GelĂ€nde der ehemaligen Martinsschule. Ohne Gegenstimme entschied man sich auch fĂŒr die Unterbringung der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wĂ€hrend der Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums in der alten Martinsschule. [Weiterlesen…]

Sondersitzung des Technischen Ausschusses am 26. Juni 2013

Beregnungsanlage fĂŒr die Festwiese

Ladenburg, 28. Juni 2013. (red/sap) In der Sondersitzung des Technischen Ausschusses entschied man sich fĂŒr einen weiteren Schritt in Richtung Beregnungsanlage. Bei sieben Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen wurde der Auftragsvergabe der Ingenieurleistungen in Höhe fĂŒr 8020 Euro an das IngenieurbĂŒro „MVV Enamic Regioplan“ zugestimmt. [Weiterlesen…]

Sondersitzung des Technischen Ausschusses am 26. Juni 2013

Jetzt gibt es doch eine Markise fĂŒr den Pfarrer

Ladenburg, 27. Juni 2013. (red/sap) Aufgrund eines Verfahrensfehlers – in zwei Sitzungen hatte ein zusĂ€tzlicher Gemeinderat der GrĂŒnen mitabgestimmt – wurden die am 08. Mai vom Technischen Ausschuss gefassten BeschlĂŒsse aufgehoben und der Gemeinderat gab dem Widerspruch des BĂŒrgermeisters gegen die am 05. Juni gefassten BeschlĂŒsse statt. Bei der gestrigen Sondersitzung wurden nun die Abstimmungen wiederholt. [Weiterlesen…]

Aus dem Gemeinderat

VergnĂŒgungssteuer wird angehoben

Ladenburg, 21. Juni 2013. (red/sap) Einstimmig hat der Ladenburger Gemeinderat die Anhebung der VergnĂŒgungssteuer beschlossen. Damit sorgt das Spielen an Automaten kĂŒnftig fĂŒr Mehrannahmen fĂŒr die Stadt Ladenburg. [Weiterlesen…]

Freie WĂ€hler forderten 50 Prozent Reduzierung - abgelehnt

Saisonkarten werden gĂŒnstiger

Ladenburg, 20. Juni 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat die Preissenkung der Saison- und Familienkarten fĂŒrs Freibad beschlossen. Ein Antrag der Freien WĂ€hler wurde abgelehnt. Eröffnung voraussichtlich zum Rutschfest am 6. Juli. 2013. [Weiterlesen…]

Zweifel am Zeitplan Bahnhofsausbau

Brandschutzsanierung der Werkrealschule wird teurer

07. Februar 2013. (red/ld) Der Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig die PlĂ€ne zum Ausbau des Bahnhofs in eine barrierefreie S-Bahn-Station zur Kenntnis genommen. Die Bauarbeiten am Bahnsteig sollen im August 2015 starten und bis Ende 2015 abgeschlossen sein. In der Frage um die Brandschutzsanierung der Werkrealschule „Unter Neckar“ und dem Ausbau in eine Ganztagesschule bewilligte der Gemeinderat eine Summe von 505.000 Euro und beauftragte die Firma TWM-Ottenstein aus Mannheim mit dem Bau der LĂŒftungsanlage. Es wurde außerdem beschlossen, dem Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar beizutreten. [Weiterlesen…]

Fördermittel fĂŒr neue Sporthalle werden beantragt

„Eine neue Halle ist unheimlich wichtig fĂŒr Ladenburg“

Ladenburg, 30. September 2012. (red/sap) Bei fĂŒnf Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, einen Förderantrag fĂŒr die Errichtung einer Ersatzsporthalle fĂŒr die wegfallende Sporthalle der Martinsschule zu stellen. Es herrschte keine Einigkeit bei den StadtrĂ€ten.

Ein weiteres „heißes Eisen“, wie BĂŒrgermeister Ziegler betonte, ist die Sporthallen-Situation in Ladenburg. Wenn die Martinsschule am alten Standort abgerissen wird, betrifft dies auch die dortige Sporthalle. Das gesamte stĂ€dtische GelĂ€nde soll möglichst verkauft werden.

Mit dem Wegfall der Sporthalle entstĂŒnde aber ein klares, eindeutiges Defizit fĂŒr die AusĂŒbung des Ladenburger Vereinssports, vor allem bezogen auf die Ballsportarten Basketball und Volleyball.

Sinnvoll erscheint ein Anbau einer neuen Sporthalle an die Lobdengauhalle, die dann auch von frĂŒh bis 17:00 Uhr als Schulsporthalle und anschließend fĂŒr den Vereinssport genutzt werden könnte.

Nach erfolgter Baugrunduntersuchung, statischer Vordimensionierung und Vorentwurf durch das BĂŒro Salinger und Partner ergeben sich nach derzeitigem Planungsstand Baukosten von rund 2,9 Millionen Euro. Durch die TribĂŒne biete sich die Halle auch fĂŒr kulturelle Veranstaltungen an. Mehrkosten fĂŒr die KulturqualitĂ€t, so Ziegler, belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Derzeit sei eine Landesförderung von etwa 265.000 Euro möglich. Und dieser Förderantrag soll nun gestellt werden.

GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU) betonte, ein Trainings-Engpass sei eklatant vorhanden. Man benötige dringend eine Halle zum Üben und Trainieren. Er schlug vor, die Baukosten zu senken und zu ĂŒberlegen, wie man am gĂŒnstigsten eine Halle realisieren könne:

Eine Halle ist unheimlich wichtig fĂŒr Ladenburg – und ich spreche zunĂ€chst nur vom Jugendbereich.

Bernd Garbaczok (SPD) sagte: „Wir stimmen zu, wollen aber die konkrete AusfĂŒhrung diskutieren.“

Alexander Spangenberg (GLL) schlug vor, die Halle im Pasivhaus-Standard zu errichten, so baue man nachhaltig und könne zukĂŒnftige Kosten einsparen.

„Wir mĂŒssen die GlaubwĂŒrdigkeit des Gemeinderates erhalten“, sagte Wolfgang Luppe (FDP) und ergĂ€nzte, „ich glaube nicht, dass wir das stemmen können“. So ein Betrag mĂŒsse man erst ansparen, dann ausgeben. Seine PrioritĂ€t sei gesetzt: erst CBG, dann „Kiste“ und dann die Werkrealschule.

Bei fĂŒnf Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, einen Förderantrag fĂŒr die Errichtung einer Ersatzsporthalle fĂŒr die wegfallende Sporthalle der Martinsschule zu stellen.

Gemeinderat: Kinderbetreuung in Ladenburg

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Ladenburg, 17. MĂ€rz 2011. (red/sap) In gleich drei Tagesordnungspunkten auf der Ladenburger Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, 14. MĂ€rz 2012, ging es um die Kinderbetreuung.  Heiß diskutiert wurde die geplante Ganztagsbetreuung in der Astrid-Lindgren-Schule durch einen privaten TrĂ€ger.

Von Sabine Prothmann

Zu der örtlichen Bedarfsplanung fĂŒr die Betreuung in Ladenburger Kindereinrichtungen fĂŒr das laufende Kindergartenjahr 2011/2012 berichtete BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, dass unverĂ€ndert insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen. 380 Kinder im Geburtszeitraum 01. September 2005 bis 31. August 2008 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz im Kindergartenjahr 2011/2012.

FĂŒr das Kindergartenjahr 2012/2013 stehen wiederum insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung. Aber dann haben 406 Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Der tatsÀchliche Bedarf, so Ziegler, sei niedriger:

„Der Anspruch wird nie ganz ausgeschöpft.“

Zudem wurde festgestellt, dass der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder ĂŒber drei Jahren rĂŒcklĂ€ufig sei, der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder unter drei Jahren aber weiterhin steige.

GemĂ€ĂŸ der Zahlen hĂ€lt die Verwaltung die anerkannte Gruppenzahl der Ladenburger KindergĂ€rten der Stadt und der konfessionellen TrĂ€ger auch im nĂ€chsten Kindergartenjahr fĂŒr erforderlich.

Nach Ansicht der Verwaltung sollte auch im kommenden Kindergartenjahr das Angebot zur Kleinkindbetreuung von privaten Anbietern, Kinder-Laden-Burg e.V., Postillion e.V. und Pfiff e.V., uneingeschrÀnkt aufgenommen werden.

Zudem wies der BĂŒrgermeister auf den ab dem 01. August 2013 geltenden Rechtsanspruch fĂŒr alle Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr hin.

Als wichtiges Element in der Kleinkindbetreuung bezeichnete der BĂŒrgermeister die zwölf TagesmĂŒtter in Ladenburg, die bis zu insgesamt 35 Kinder betreuen zu können.

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) unterstrich das starke Engagement der privaten TrÀger:

„Damit haben wir gute Erfahrung gemacht. Und teilweise sind die Privaten fortschrittlicher als wir.“

In seinem Statement lobte Gemeinderat Sascha Barembruch (SPD) zum einen die gute Zusammenarbeit der KinderbetreuungsstĂ€tten und der Stadt und zum anderen die grĂŒn-rote Landesregierung. „Sie lĂ€sst uns als Kommune nicht im Stich“, das Geld, was hier investiert werde, wirke nachhaltig durch die Förderung der Kinder.

„Den Mix (öffentliche und private TrĂ€ger) begrĂŒĂŸen wir“, sagte Wolfgang Luppe (FDP).

Der örtlichen Bedarfsplanung wurde einstimmig zugestimmt.

Ganztagsbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule

Heiß diskutiert wurde der Antrag zur Einrichtung einer privaten ganztĂ€gigen Betreuung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern an der Astrid-Lindgren-Schule.

Im Moment gibt es an der Astrid-Lindgren-Schule eine Kernzeitbetreuung mit einer KapazitÀt von 30 PlÀtzen. Mit den AbgÀngen und Neuanmeldungen ist es abzusehen, dass die Kernzeitbetreuung auch zum Schuljahresanfang 2012/2013 voll ausgelastet ist.

Eine Nachmittagsbetreuung gibt es momentan dort nicht.

Da aber dort ein Bedarf an ganztĂ€giger Betreuung bestĂŒnde, haben betroffene Eltern die Initiative entwickelt, einen Verein zu grĂŒnden, der ein ganztĂ€giges Betreuungsangebot anbietet.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Februar 2012 wĂŒrde ĂŒber dieses Konzept mit positiver Tendenz beraten. Daraufhin haben die Initiatoren eine Bedarfsabfrage im Einzugbereich der Astrid-Lindgren-Schule durchgefĂŒhrt und das Ergebnis war so positiv, dass die Initiatoren ihr Betreuungskonzept als realisierbar bezeichnen.

Verzichtet Stadt auf Kernzeitbetreuung?

Bei den Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, Initiatoren und Schulleitung hat sich folgender Rahmen ergeben:

  • Das Angebot des kĂŒnftigen Vereins ist nur dann wirtschaftlich darstellbar, wenn die Stadt Ladenburg ihr Angebot der Kernzeitbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule aufgibt und diese dem kĂŒnftigen Verein ĂŒberlĂ€sst.
  • Der Verein kann die RĂ€ume und das AußengelĂ€nde sowie die Sporthalle der Schule kostenlos mitbenutzen. Sowie auch das Mobilar.
  • Die Stadt Ladenburg baut eine KĂŒchenzeile ein und trennt diese rĂ€umlich ab. Die KĂŒche wird von der Stadt erstausgestattet und kann wĂ€hrend der Unterrichtszeit von der Schule benutzt werden.
  • Der Verein erhĂ€lt von der Stadt keine finanziellen Zuwendungen; das Personal wird vom Verein eigenverantwortlich eingestellt.
  • Die Betragsgestaltung obliegt dem Verein. Das pĂ€dagogische Konzept wird mit der Schulleitung abgestimmt.

„Stadt bislang verlĂ€sslicher Partner“

Die Stadt sei bislang ein verlÀsslicher Partner gewesen, hatte ein Vater in der Fragestunde der Einwohner angemerkt:

„Wie ist das jetzt mit einem privaten Anbieter und wie sieht das mit den Kosten aus?“

BĂŒrgermeister Ziegler verwies diesbezĂŒglich auf einen Infoabend am 20. MĂ€rz 2012, falls der Beschlussvorschlag angenommen wĂŒrde.

Ziegler betonte, die Stadt verzichte im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt auf eine eigene Betreuung und der Verein biete ein gleichwertiges Angebot.

Die Stadt mĂŒsste fĂŒr die KĂŒchenzeile und Erstausstattung 14.000 Euro investieren.

„Der Staat (Stadt) muss nicht alles machen“

„Wir werden zustimmen“, erklĂ€rte Beedgen (CDU). Er verstehe die Bedenken bei VerĂ€nderungen, aber der „Staat (Stadt) muss nicht alles machen“. So haben man mehr Chancen mehr Kinder zu betreuen. Seine Fraktion sei froh ĂŒber die private Initiative in der Weststadt, „wir heiraten ja nicht“, unterstrich Beedgen.

Auch seine Fraktion sehe darin eine gute Chance fĂŒr einen Austausch zwischen Stadt und privatem TrĂ€ger, so Bernd Garbaczok (SPD). Zudem regte er an die beiden Damen der Kernzeitbetreuung bei dem neuen Betreuungskonzept einzubinden.

„Es muss einen Versuch wert sein“, meinte auch Gudrun Ruster (FW). Wenn der Verein scheitere, wovon sie nicht ausgehe, „dann sind wir als Stadt gefragt, die gleiche pĂ€dagogische QualitĂ€t auch fĂŒr die Weststadt zu bieten.“

Ingrid Dreier stellte fĂŒr die GLL den Antrag, dass die Betreuung in stĂ€dtischer Hand bleibe. Hier seien Fachleute gefragt. Die Betreuung der SchĂŒler dĂŒrfe nicht nur von engagierten Menschen ĂŒbernommen werden, sondern mĂŒsse auch von fachlich ausgebildeten PĂ€dagogen ĂŒbernommen werden.

„Stadt soll neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehmen“

„Wir stimmen nicht generell gegen die Betreuung“, sondern die GLL wolle dass die Stadt neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehme.

„Der Staat soll nur das machen, was der BĂŒrger nicht kann“, meinte Wolfgang Luppe (FDP) und weiter „wir sehen keinen qualitativen Unterschied bei den Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung“.

Der Verein habe angekĂŒndigt, auch pĂ€dagogisches Personal, nĂ€mlich eine Erzieherin, einzusetzen, so entstehe eine Mischform, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Provokativ meinte Dr. Peter Hilger (FW):

Wir kennen Kinder von PĂ€dagogen und Psychologen, die miserabel erzogen wurden.

Ilse Schummer (SPD) entgegnete scharf, man solle einen Beruf nicht in dieser Art herabwĂŒrdigen.

Der Antrag der GLL wurde bei zwei BefĂŒrwortungen abgelehnt.

Auf Bitte von Ingrid Dreier stimmte BĂŒrgermeister Ziegler den Beschlussvorschlag der Verwaltung in einer Einzelabstimmung ab.

Bei zwei Gegenstimmen (GLL) beschloss der Gemeinderat, dass die Stadt Ladenburg im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt darauf verzichte, eine Ganztagsbetreuung in stÀdtischer TrÀgerschaft einzurichten.

Bei einer Gegenstimme (Dreier) und einer Enthaltung (Spangenberg) wurde der Vorschlag der Verwaltung, die stÀdtische Kernzeitbetreuung zum Schuljahresende aufzugeben, angenommen.

Bei einer Enthaltung (Dreier) wurde beschlossen, der Einrichtung einer privaten Ganztagesbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule grundsÀtzlich zuzustimmen.

Einstimmig wurde beschlossen, die Ganztagesbetreuung dem zu grĂŒndenden Verein, in den RĂ€umen der Schule zu gestatten, sowie die Mitbenutzung der RĂ€umlichkeiten. Zudem wurde der Investition von 14.000 Euro fĂŒr den Einbau der KĂŒche sowie der Erstausstattung zugestimmt.

Neue Hortgruppe in der Dalberg-Grundschule?

Der dritte Tagesordnungspunkt zur Kinderbetreuung war die Entwicklung der Hortbetreuung in der Dalberg-Grundschule.

In der Hortbetreuung an der Dalberg-Grundschule sind zur Zeit alle vorhandenen 50 PlÀtze belegt. Zum Schuljahresende 2011/2012 verlassen neun Kinder die Hortbetreuung, sieben Kinder stehen seit lÀngerer Zeit auf der Warteliste, diese benötigen sofort einen Hortplatz. Zum Schuljahresbeginn 2012/2013 liegen bereits jetzt 26 Anmeldungen vor. Somit ergibt sich ab dem neuen Schuljahr aus heutiger Sicht ein Bedarf von momentan 74 HortplÀtzen.

Nachdem im Haus des Kindes im Obergeschoss durch den Auszug der Merian-Realschule RĂ€ume frei geworden sind, besteht die Möglichkeit, die bestehenden Hortgruppen zu vergrĂ¶ĂŸern. Nach RĂŒcksprache mit dem Kommunalverband Jugend und Soziales können aufgrund der zusĂ€tzlichen zur VerfĂŒgung stehenden RĂ€ume 18 weitere Kinder aufgenommen werden. Somit stehen ab dem neuen Schuljahr im Hort 68 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung.

Die Ausweitung des Hortes um 18 Kinder kann mit dem bestehenden Personal pĂ€dagogisch nicht bewĂ€ltigt werden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass auch an der Dalberg-Schule und damit auch im Hort die Inklusion von entsprechend bedĂŒrftigen Kindern grundsĂ€tzlich möglich sein soll.

Deshalb werde aus Sicht der Verwaltung die Aufstockung des pĂ€dagogischen Personals mit einer Fachkraft vor allem fĂŒr den Nachmittag notwendig. Die wöchentliche Arbeitszeit wĂŒrde 26 Stunden umfassen.

FĂŒr die Einrichtung der zusĂ€tzlichen RĂ€umlichkeit ist eine weitere Gaderobe mit RanzenfĂ€chern erforderlich, die Kosten hierfĂŒr betragen rund 8.000 Euro. Aufgrund der erhöhten Kinderzahl ist die herkömmliche SpĂŒlmaschine durch eine IndustriespĂŒlmaschine zu ersetzen, außerdem werden zwei WĂ€rmebehĂ€lter, zusĂ€tzliches Geschirr und ein zusĂ€tzlicher Schrank fĂŒr die KĂŒche notwendig. HierfĂŒr werden rund 7.600 Euro benötigt.

FĂŒr die zusĂ€tzliche Fachkraft wĂŒrden jĂ€hrlich Kosten in Höhe von 31.300 Euro anfallen, die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft muss infolge der erhöhten Kinderzahl tĂ€glich um eine halbe Stunde verlĂ€ngert werden, damit sind Kosten in Höhe von 1.600 Euro jĂ€hrlich verbunden.

Durch die Neuaufnahme von 18 Kindern können zusÀtzliche ElternbeitrÀge in Höhe von rund 30.800 Euro vereinnahmt werden.

Die laufenden Kosten des Hortes wĂŒrden sich bei dieser Vorgehensweise um etwa 2.100 Euro pro Jahr erhöhen.

Erst Anmeldezahlen, dann Personal

Man mĂŒsse erst mal sehen, wie das erweiterte Angebot angenommen werde, dann könne man ĂŒber mehr Personal sprechen, so Beedgen (CDU).

„Ich kann es nicht verantworten bei 18 Kindern mehr mit gleichem Personal ĂŒber zwei Stockwerke zu arbeiten“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Die Erweiterung der Hortgruppe bezeichnete Petra Erl (SPD) als wichtiges Signal. „Aber auch wir wollen erst zahlen“ und eventuell benötige man auch keine Fachkraft. Deshalb schlug die SPD-Fraktion vor, bei zehn weiteren Kindern, fĂŒr 20 Stunden eine Nichtfachkraft zusĂ€tzlich anzustellen. Damit könne man die Zeiten, die am meisten benötigt werden, abdecken, so Erl.

„Wir stimmen zu“, war die einhellige Meinung von FW und FDP.

Fachkraft oder Nichtfachkraft?

Es sind ElterngesprĂ€che, Elternberatung, GesprĂ€che mit der Schule, mit Therapeuten notwendig, dies könne mit NichtfachkrĂ€ften nicht realisiert werden – „die pĂ€dagogische QualitĂ€t kann so nicht gehalten werden“, entgegnete Ingrid Dreier (GLL).

Dr. Georg (CDU) plĂ€dierte dafĂŒr, den Antrag zurĂŒckzustellen.

„Ich schließe mich Frau Erl an“, erklĂ€rte Prof. Dr. Beedgen.

„Ich will heute abstimmen“, entschied der BĂŒrgermeister.

Einstimmig wurde beschlossen, die Hortgruppe um 18 zusĂ€tzliche Kinder zu erweitern und die hierfĂŒr einmalig anfallenden Ausgaben in Höhe von 15.600 Euro wurden bewilligt.

Die Einstellung einer weiteren Fachkraft mit 26 Wochenstunden wurde gegen sieben Ja-Stimmen abgelehnt.

Bei vier Enthaltungen wurde dem Vorschlag der SPD-Fraktion, bei einer Mindestzahl von zehn weiteren Kindern, eine Nichtfachkraft fĂŒr 20 Stunden einzustellen und die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft zu verlĂ€ngern, zugestimmt.

Antrag des Jugendgemeinderats wird abgewiesen

„Mit der Schließung des Römerstadions wird uns die Chance verwehrt, uns außerschulisch sportlich zu bewegen.“

Ladenburg, 15. Dezember 2011. (red/sap) Der Jugendgemeinderat wurde von der Verwaltung in seiner letzten nicht-öffentlichen Sitzung darĂŒber in Kenntnis gesetzt, dass fĂŒr das Römerstadion eine neue Schließanlage installiert wird. Diese sieht vor, dass nur noch bestimmte Personengruppen (Vereine, Schulen) Zugang zum Römerstadion erhalten sollen. Dies wĂŒrde bedeuten, dass kein Jugendlicher mehr spontan und ohne Verpflichtungen die Möglichkeit hĂ€tte, das Stadion zum Fußballspielen oder fĂŒr sonstigen Sport zu nutzen.

„Das ist fĂŒr uns nicht im Sinne der Ladenburger Jugend“, heißt es im Antrag des Jugendgemeinderats, der in der gestrigen Sitzung an den Gemeinderat gestellt wurde.

Deshalb beantragte der Jugendgemeinderat, „das Römerstadion nicht komplett zu schließen und eine flexible Nutzung des Gummiplatzes möglich zu machen.“

Im Antrag rÀumte der Jugendgemeinderat aber auch ein, dass er die Beanstandung der Zerstörung, insbesondere des neuen Kunstrasenplatzes, sehr wohl verstehen könne.

„Mit der Schließung des Römerstadions wird uns die Chance verwehrt, uns außerschulisch sportlich zu bewegen“,

erklÀrte Hannah Karl, stellvertretende Vorsitzende des Jugendgemeinderates, und forderte, den Gummiplatz zugÀngig zu machen.

Keine Lösung parat

„Ich habe keine Lösung parat, außer in einen Verein einzutreten“, sagte Gemeinderat Bernd Garbaczok (SPD): „Wir mĂŒssen das Stadion erst mal schließen.“

Allgemein war man sich einig, dass man gerne fĂŒr die Ladenburger Jugend eine Lösung finde möchte, dass aber eine teilweise Öffnung des Stadions – zum Beispiel des Gummiplatzes – mit Kosten verbunden sei.

Dr. Rainer Beedgen (CDU) verwies auf die Neckarwiese als Möglichkeit fĂŒr sportliche BetĂ€tigung.

Julian Albrecht, Vorsitzender des Jugendgemeinderats, und Hannah Karl waren mit dem Verweis auf Vereine nicht zufrieden.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler wies den Jugendgemeinderat darauf hin, dass die Ladenburger Jugend in den Zeiten, wenn Vereine und Schulen im Römerstadion sind, die Möglichkeit hĂ€tte, dort Sport zu treiben.

„Ihr mĂŒsst euch in Gruppen zusammenschließen“, meinte Gemeinderat Bernd Garbaczok (SPD).

Dem Antrag des Jugendgemeinderates wurde nicht statt gegeben.

Bernd Garbaczok ist neuer SPD-Stadtrat und folgt auf Gerhard Kleinböck


Guten Tag!

Ladenburg, 21. September 2011. (red) Mit einer festlichen Ansprache hat BĂŒrgermeister Rainer Ziegler den langjĂ€hrigen Stadtrat Gerhard Kleinböck verabschiedet und dessen Nachfolger Bernd Garboczok verpflichtet (beide SPD). Kleinböck war fĂŒnfzehn Jahre lang Mitglied des Gemeinderats.

Von Hardy Prothmann

BĂŒrgermeister Ziegler (SPD) betonte die „Freude und die Lust“ am direkten politischen Wirken in der Gemeinde. Er wĂŒrdigte seine TĂ€tigkeit als Stadtrat, zeigte aber auch VerstĂ€ndnis fĂŒr die Inanspruchnahme als Mitglied des Landtags.

Gerhard Kleinböck, seine Frau Brigitte und BĂŒrgermeister Ziegler bei der Verabschiedung von Kleinböck.

Kleinböck war erstmals 12. Mai 1982 als NachrĂŒcker bestimmt worden und wurde 09. Juni 1982 Gemeinderat. Dazwischen kandidierten er nicht, ab 2006 war er Fraktionsvorsitzender.

„Bemerkenswert waren seine Haushaltsreden – die waren nie kurz, er hatte immer viel zu sagen“, resĂŒmmierte BĂŒrgermeister Ziegler und betonte die Fairness, aber auch HartnĂ€ckigkeit von Kleinböck. Der BĂŒrgermeister hob den enormen zeitlichen Einsatz hervor, den alle StadtgĂ€te bringen mĂŒssten. Gerhard Kleinböck bescheinigte Rainer Ziegler Weitsicht: „Womit unsere Stadt punkten kann, dazu hat Gerhard Kleinböck in seinen fĂŒnfzehn Jahren im Gemeinderat sehr wohl engagiert und aktiv beigetragen.“

BĂŒrgermeister Ziegler sagte, dies leiste nur, wer aktiv in seiner Gemeinde etwas bewegen will. Ziegler betonte seine Freude, dass „ein Ladenburger Abgeordneter im Landtag von Baden-WĂŒrttemberg ist, wenngleich er gleichmĂ€ĂŸig in seinem Wahlkreis agieren muss. Lieber Gerhard, ich darf fĂŒr die gesamte BĂŒrgerschaft zum Ausdruck bringen, das wir uns sehr ĂŒber Dein Wirken im Landtag freuen.“

Ilse Schummer sagte fĂŒr die SPD-Fraktion: „Ein Ladenburger in Stuttgart, dass ist doch was. Wir verlieren aber viel Sachverstand in der Fraktion.“ Sie betonte die Arbeit des Stadtrats in Sachen Verkehrsberuhigung.

Gerhard Kleinböck dankte BĂŒrgermeister, Verwaltung und Kollegen im Gemeinderat: „Ich hoffe schon, dass ich als Mitglied einer Regierung auch fĂŒr Ladenburg etwas tun werde.“ Er betonte vor allem die Bedeutung der Bildungspolitik. Die Berichterstattung der Presse nannte er eine „ganz enorme Propaganda“ und verteidigte den Ausstieg aus der Atomindustrie. „Wir mĂŒssen hier viele kleine Schritten machen, aber die dezentrale Energieversorgung ist die Zukunft.

Er mahnte an, „Fakten zur Kenntnis zu nehmen, auch in Sachen Bildung, hier geht nichts den Berg runter, auch nicht in Ladenburg.“

Rund 50 GĂ€ste verfolgten die Verabschiedung von Gerhard Kleinböck und die Verpflichtung von Bernd Garbaczok. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler verpflichtete den neuen Gemeinderat und informierte ihn ĂŒber seine Rechten und Pflichten.

 

Bernd Garbaczok wird von BĂŒrgermeister Ziegler (rechts) als neuer Stadtrat begrĂŒĂŸt.