Mittwoch, 21. August 2019

Motivierte Projektgruppe stellt den diesjÀhrigen Markt vor

Ladenburger Altstadtweihnacht

LAD Weihnachtsmarkt Orgateam 2013_11_19

Mitglieder der Projektgruppe Ladenburger Altstadtweihnacht.
(von links) BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Stefan Schmitt (aka Phil Leicht), Jonas Seidel (Agentur Dreiwerk), Harald Kramer (Leiter des stĂ€dtischen Bauhofs), Christian Vögele (Firma Vögele Holzbau), Brigitte Stahl (Amtsleiterin Kultur & Sport)

 

Ladenburg, 21. November 2013. (red/sw) Seit diesem Jahr organisiert in Ladenburg nicht mehr der BDS die Altstadtweihnacht, sondern eine Projektgruppe unter FederfĂŒhrung der Stadt. Am Mittwoch wurde das fertige Konzept der Presse vorgestellt. [Weiterlesen…]

Weihnachtsmarkt 2013 findet statt

„Ihr Kinderlein kommet“

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Weihnachtsmarkt mit LanzentrÀgern des Heimatbundes. Archivbild

 

Ladenburg, 13. Juni 2013. (red/pro) Der Ladenburger Weihnachtsmarkt findet auf dem statt. Ein Leser hat uns auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht. Erstmals ist die Stadt Ladenburg der Veranstalter – mit der Acquisition der Aussteller ist die Ladenburger Agentur Dreiwerk beauftragt. [Weiterlesen…]

Zukunft des Weihnachtsmarkts steht in den Sternen

BdS stellt Weihnachtsmarkt ein

Der BdS stellt die Organisation des Weihnachtsmarkts nach 38 Jahren ein. Was bedeutet das fĂŒr die Stadt?

 

Ladenburg, 06. Februar 2013. (red) Die Nachricht dĂŒrfte fĂŒr hitzige Debatten in der nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am heutigen Abend sorgen: Nach 38 Jahren stellt der Bund der SelbstĂ€ndigen (BdS) die Organisation des Ladenburger Weihnachtsmarkts ein. Schluss, aus, vorbei. Der Ortsverein des BdS will die Verluste, die unterm Strich seit mehreren Jahren das „Ergebnis“ ausmachten, nicht mehr tragen. Die BdS-Vorsitzende Christiane Ernst sagte: „Wir haben unsere Ziele nicht erreicht. Ich ĂŒbernehme dafĂŒr auch persönlich die Verantwortung.“

Von Hardy Prothmann

Christiane Ernst, seit acht Jahren Vorsitzende des Bunds der SelbstÀndigen in Ladenburg, hat kurzfristig eingeladen. 17:45 Uhr. Kurz vor der Gemeinderatssitzung. Pressekonferenz. Sie schaut ernst und trÀgt ein Schreiben vor, dass auch die StadtrÀte an ihren PlÀtzen finden werden. Die kurze Botschaft: Der BdS stellt die Organisation des Weihnachtsmarkts ein.

Die ausfĂŒhrliche BegrĂŒndung ist umfangreich und nichts davon klingt gut: Die Suche nach ehrenamtlichen Helfern sei beinahe „aussichtlos“, das Interesse des lokalen Handels und der Vereine ist zurĂŒckgegangen, auswĂ€rtige „Beschicker“ seien nur fĂŒr einen Wochenendmarkt „nicht zu gewinnen“. Die Kosten stiegen, auch durch Gema-GebĂŒhren. Unterm Strich seit Jahren ein Minus.

UrsprĂŒnglich wurde der Weihnachtsmarkt vom damaligen Stadtrat Schneckenburger gegrĂŒndet, um eine weitere Attraktion ins schöne Ladenburg zu holen. Aber klar auch, um in der Vorweihnachtszeit den Einzelhandel zu stĂ€rken. Über viele Jahre lief das gut, seit einigen Jahren immer schlechter.

Man habe lange diskutiert und viele Möglichkeiten ĂŒberlegt – am Ende blieb der Beschluss, das Engagement einzustellen. Die BdS-Vorsitzende guckt ernst:

Alle Möglichkeiten der WeiterfĂŒhrung wurden ausfĂŒhrlich bedacht und innerhalb des BdS lange diskutiert. Leider können wir jedoch die Kosten nicht mehr erwirtschaften und den personellen Einsatz nicht mehr leisten.

Christiane Ernst schließt mit der Bitte, die Stadt Ladenburg möge sich des Weihnachtsmarkts annehmen. Man stehe gerne beratend zur Seite. Am Wochenende ist BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bereits unterrichtet worden – heute Abend der Gemeinderat per Brief, der auch auf der Pressekonferenz zur VerfĂŒgung stand.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte auf Anfrage nach der Gemeinderatssitzung, man werde in der nicht-öffentlichen Sitzung ĂŒber das Thema sprechen. Er sei natĂŒrlich nicht glĂŒcklich ĂŒber die Entscheidung, jetzt mĂŒsse man prĂŒfen, was machbar sei. Er habe eine solche Entscheidung schon befĂŒrchtet – die Information habe ihn nicht unvorbereitet erreicht.

Altstadt und Verkehr: Die falsche Debatte

„Der letzte wirft den SchlĂŒssel in den Neckar“

Ladenburg, 26. Juni 2012. (red/pro) Rund 90 interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fanden gestern den Weg in den Domhof, um mit BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und Interessenvertretern ĂŒber ein Jahr „unechte Einbahnstraße“ zu diskutieren. Das ist die falsche Debatte – denn sie fĂŒhrt zu nichts.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es geht nicht um die Frage, ob man eine FußgĂ€ngerzone will, alles wie es vorher war oder die jetzige Lösung der „unechten Einbahnstraße“ fortfĂŒhrt. Es kann nur um die Frage gehen – was aus Ladenburg und seiner historischen Innenstadt werden soll.

Außergewöhnliches Flair

Hardy Prothmann ist Chefredakteur von Ladenburgblog.de und blickt mit Sorge auf die Entwicklungen.

Ladenburg ist eine bislang sehr lebendige Stadt mit einem außergewöhnlichen Flair – dieses besteht aus der Mischung vieler Angebote: Der historischen Altstadt als Attraktion fĂŒr Touristen und AusflĂŒgler, Gastronomie, Einzelhandel, Gewerbe, Dienstleister, aktive Vereine und Festen. Die Menschen kommen gerne nach Ladenburg, bringen Geld in die Stadt, beleben sie und sie nutzen dazu ĂŒberwiegend das Auto.

Eine FußgĂ€ngerzone wĂŒrde der Gastronomie, dem Handel und den Dienstleistern ĂŒberwiegend innerhalb von wenigen Jahren den Garaus machen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das nĂ€chste Opfer wĂ€re der Tourismus – kein Platz zum Innehalten und sich zu verpflegen, keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Souvenirs, heißt keine Touristen und AusflĂŒgler. Gastronomie kaputt, Handel kaputt, heißt Dienstleister kaputt.

Tote Konsequenzen

Gastronomie, Handel, Dienstleister, Touristen weg, heißt in der Konsequenz, dass die Innenstadt tot wĂ€re. Kein Verkehr, kein GeschĂ€ftsbetrieb, keine AuswĂ€rtigen. Ladenburg wĂ€re ein Museum ohne Besucher.

Und ohne jede Verkehrsmaßnahme ist Ladenburg jetzt schon auf diesem Weg – das zeigen die Schließungen der LĂ€den und die abnehmenden Verkehrszahlen – auch ohne jede „unechte Einbahnstraße“.

Und mit jedem Laden, der schließt, wĂ€chst die Gefahr fĂŒr andere, dass es ihnen bald ebenso geht. Denn je geringer das Angebot, desto geringer wird die Nachfrage.

Widerstand ist gefragt

Die Stadt Ladenburg wĂ€re sehr gut beraten, wenn sie sich nicht von sogenannten „Pressure-Groups“ unter Druck setzen lassen wĂŒrde, sondern selbst handelt. Mit einem aktiven und kreativen Stadtmarketing.

Das wĂŒrde Leute wie den Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck ausschalten, dem ich unterstelle, nur aus wahltaktischen GrĂŒnden immer wieder die Verkehrsdebatte zu fĂŒhren. (Wo war der eigentlich?)

Das wĂŒrde einzelne Mitglieder des Bunds der SelbstĂ€ndingen ausschalten, die vorgeben, die HĂ€ndler zu vertreten und doch nur ihr eigenes SĂŒppchen kochen.

Das wĂŒrde die ausschalten, die eigentlich nur grundsĂ€tzlich nörgeln wollen und vor allem gegen den BĂŒrgermeister.

Alle genannten sind zwar laut und werden gerne von den lokalen Zeitungen fĂŒr Pseudo-Aufreger instrumentalisiert – aber sie sind nur kleine Gruppen, die nicht die Meinung und die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung wiedergeben. Und die alten lokalen Medien sind mit ihrer „Schönschreiberei“ sehr wesentlich fĂŒr viele Probleme verantwortlich.

Lösungswege gegen Ausweglosigkeit

Ein aktives Stadtmarketing wĂŒrde auch diese „Groups“ hören, sich aber nicht unter „Pressure“ bringen lassen. Sondern Konzepte und Lösungen entwickeln, die der Stadt ingesamt dienen. Ein erster Ansatz wĂ€re eine „gescheites Parkleitsystem“. Wer von außen kommt, findet die oft versteckten Parkmöglichkeiten nicht und fĂ€hrt eben in die Innenstadt.

Klagen gegen Feste wie die von Anwohnern des Marktplatzes sind in unserem Rechtsstaat grundsĂ€tzlich möglich. Aber sind sie richtig? Muss man so kompromisslos das Einzelwohl ĂŒber das Gemeinwohl stellen? HĂ€tte hier ein Marketing mit flexiblen Möglichkeiten nicht die Katastrophe (und das ist es) verhindern können? Und ist nicht auch die Verkehrsdebatte eine, die von wenigen ĂŒber viele gefĂŒhrt wird?

Kann man das GefĂŒhl von wenigen, die „ihre absolute Ruhe haben wollen“ nicht in ein GefĂŒhl von „wir schĂ€tzen es, dass hier was los ist“ wandeln?

„Ladenburg tafelt“ könnte zu einer herausragenden Veranstaltung werden – aber nur, wenn man das endlich professionell statt klĂ€glich organisiert und den Egoisten klar macht, dass sie alleine nichts reißen.

Das Drama des dieses Jahr aus „OrganisationsgrĂŒnden“ ausgefallenen Ballon-Festivals hĂ€tte es nicht gegeben. Das ein solches Ballon-Festival erfolgreich ist, seit die Historie in Ladenburg und die WeiterfĂŒhrung im Mannheimer Luisenpark. In Ladenburg zeigt der Ausfall nur, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht.

Ein aktives Marketing könnte vermutlich verhindern, dass Sauf-Parties von Jugendlichen den Ruf der Stadt schĂ€digen. Und im Gegenteil dafĂŒr sorgen, die VorzĂŒge deutlich herauszustellen.

Tot oder lebendig – das ist die Frage

Ein nĂ€chster Ansatz wĂ€re, den GeschĂ€ftsleuten klar zu machen, dass es 5 vor 12 Uhr ist. Wer nur an sich denkt und nicht in einer Gemeinschaft der „gemeinsamen Innenwirtschaft“ wird einer nach dem anderen das Licht ausmachen können mĂŒssen. Der letzte schließt dann die zweitĂ€lteste Stadt Deutschland als totes Museums ab und wirft den SchlĂŒssel in den Neckar.

Dann herrscht Ruhe. Friedhofsruhe.

Diskussion zur "unechten Einbahnstraße"

„Hier prallen Meinungen aufeinander“

Meinugsaustausch im Domhof zur "unechten Einbahnstraße". Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 26. Juli 2012. (red/sap) Knapp 90 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger hatten sich gestern im Domhof eingefunden, um mit der Ladenburger Stadtverwaltung ĂŒber die „unechte Einbahnstraße“ zu diskutieren. Viele Argumente der Gegner und FĂŒrsprecher waren verstĂ€ndlich, eine Lösung sollte und konnte nicht gefunden werden.

Von Sabine Prothmann

Die Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt ist ein hochbrisantes kommunalpolitisches Dauerthema, sagte gestern BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bei der BĂŒrgeranhörung zu der „Unechten Einbahnstraße“.

Die Ladenburger Verwaltung habe die GemeinderĂ€te, die Mitglieder des BdS, des Tourismus- und Gastrovereins, die Anwohner der Altsstadt sowie interessierte BĂŒrger eingeladen, um deren Meinungen kennen zu lernen:

Hier prallen Meinungen aufeinander.

Am 25. Mai 2011 hatte der Ladenburger Gememeinderat den Beschluss gefasst, fĂŒr ein Jahr auf Probe in der Altstadt das Sytem einer „unechten Einbahnstraße“ einzufĂŒhren.

Das Jahr ist jetzt vorbei und nun sollen die BĂŒrger ĂŒber ihre Erfahrungen berichten. „Wir wollen offen sein“, sagte der BĂŒrgermeister. Das „FĂŒr und Wider“ soll dargestellt und eine Bilanz soll jetzt gezogen werden, wobei, wie Ziegler einrĂ€umte:

Jeder zieht seine eigene, sujektive Bilanz, und das ist nicht wertend zu verstehen.

Objektiv wurden VerkehrszĂ€hlungen und -erhebungen durchgefĂŒhrt.

Ein Jahr auf Probe: Die „unechte Einbahnstraße“

Die permanente „unechte Einbahnstraße“ – ein Unwort, wie der BĂŒrgermeister betonte – regelt den Verkehr in der Hauptstraße und in der Kirchenstraße.

Es gibt ein Einfahrtsverbot in alle Straßen der Altstadt von Samstag 14:00 Uhr bis Montag 7:00 Uhr sowie an Feiertagen, mit Ausnahme der Anlieger.

Zudem gibt es ein Einfahrtsverbot und ein „Anlieger frei“ von der Kirchenstraße in die Neugasse sowie ein Einfahrtshindernis in Form von Pollern am Neckartorplatz und am Schrießheimer Tor.

„Unecht“ sei die Einbahnstraße, da man an manchen Stellen auch in die Gegenrichtung fahren kann, denn anders sei es fĂŒr viele Anwohner der Altstadt nicht möglich in ihre Einfahrten zu kommen, erklĂ€rte Ziegler. An drei Stellen gibt es in der Altstadt Einfahrtsverbote und ansonsten „muss man nur den Verkehrsschildern folgen“.

Eine VerkehrszÀhlung im Mai diesen Jahres hat ergeben, dass an mehren Stellen der Altstadt, am Alten (1995: 1900 KFZ / 2012: 780) und am Neuen Rathaus (1995: 2600 KFZ / 2012: 1467) und an der TrÀnke, der Verkehr deultich abgenommen habe, nur am Kirchenvorplatz (1995: 800 / 2011: 396 / 2012: 552) habe der Verkehr wieder sehr deutlich, und zwar um 37 Prozent innerhalb eines Jahres, zugenommen.

Falschfahrer gab es am Tag der Verkehrserhebung 2012 in der Altstadt 6 bis 8 und in die Neugasse seien 148 KFZ eingefahren, wobei nicht erhoben wurde, ob es sich dabei um Anlieger oder Fahrer, die eine AbkĂŒrzung genommen haben, handelte.

Es wurde festgestellt, dass viele Fahrzeuge aus der Altstadt raus ĂŒber die Kirchstraße und dann ĂŒber die Heidelberger Straße in die Trajanstraße fahren.

Insgesamt, so Ziegler, sind es alles keine dramatischen Zahlen und das Konfliktpotential sei geringer geworden.

„Unser Ziel“, sagte der BĂŒrgermeister, “ ist eine lebendige Altstadt, eine floriende GeschĂ€ftswelt und weniger Verkehrsbelastung.“ Und eröffnete damit die Diskussion.

„Bei mir ging’s leicht zurĂŒck vom Umsatz“, sagte ein GeschĂ€ftsmann aus der Altstadt. Ob das an der „unechten Einbahnstraße“ liege, sei nicht klar.

Es gibt Regeln, aber keine Strafen?

„Die Verbote mĂŒssen kontrolliert werden“, sagte ein Einwohner und bemĂ€ngelte die fehlende Kontrolle der Verkehrsteilnehmer in der Altstadt durch die Polizei.

„Das muss bestraft werden“, forderte ein Ladenburger.

„Die Regeln sind da, man muss sie nur erwischen“, sagte Ziegler. „Die Ahndung ist ein Problem, aber wir mĂŒssen reagieren auf das Fehlverhalten der Menschen“, bestĂ€tigte der BĂŒrgermeister.

Ein RadargerĂ€t in der Altstadt auf zu stellen, sei fast unmöglich, dafĂŒr benötige man eine gerade Strecke von rund 100 Metern, damit bleibe nur die Laserpistole und die sei wiederum personalintensiv.

Es sind eher AnlĂŒger als Anlieger in der Neugasse,

beschwerte sich eine Ladenburgerin.Verkehr und Geschwindigkeit in der Kirchenstraße hĂ€tten eindeutig zugenommen,  kritisierte ein Altstadtbewohner. Der innere Ring solle komplett fĂŒr den Verkehr gesperrt werden, schlug er vor und erntete dafĂŒr Applaus. Viele kĂŒrzten ĂŒber die Altstadt ab, fuhren in die Kirchenstraße rein und ĂŒber die Heidelberger Straße wieder raus.

Ein weiterer Anwohner der Kirchenstraße gab ihm da Recht: „Die „Unechte Einbahnstraße“ „hat uns nur zusĂ€tzliche Belastungen gebracht, das ist kein Zustand, den man lassen kann“. Er hoffe, dass diese Regelung wieder zurĂŒckgenommen werde.

Aber auch die BefĂŒrworter der „Unechten Einbahnstraße“ kamen zu Wort. Eine Ladenburgerin, die zwar nicht in der Altstadt wohnt, hier aber fast tĂ€glich zu Fuß unterwegs ist, sprach davon, dass sich der Verkehr vor allem am Marktplatz deutlich entkrampft habe und durch den Wegfall des Gegenverkehrs „kann ich jetzt wenigstens in die LĂŒcken springen, wenn ein Auto kommt“.

Eine Bewohnerin der Neugasse stellte fest, dass sowohl der RĂŒckstau als auch die Kreuzungsprobleme durch die Einbahnstraßenregelung behoben seien, insgesamt sei der Verkehr flĂŒssiger geworden.

Dies bestĂ€tigte auch ein anderer Altstadtbewohner, der Verkehr sei entkrampft und nicht so abgebremst: „Ich bin ein Verfechter der FußgĂ€ngerzone, der Verkehr sollte raus“. Aber immerhin sei die Situation schon besser geworden und jeder Verkehr, der wegfalle, sei auch schon was.

„Dann haben wir eine ganz ruhige Stadt“

„Ich habe auch gerne Ruhe, aber unsere Existenz steht auf dem Spiel“, sagte ein Ladenbesitzer:

Ein Laden nach dem anderen macht zu, dann haben wir eine ganz ruhige Stadt.

Die Leute wollten gerne eine FußgĂ€ngerzone, aber sie kommen dann nicht in die Stadt zum Einkaufen.

„Ich möchte eine lebendige Altstadt, einen blĂŒhenden Einzelhandel und eine vertrĂ€gliche Verkehrssituation – wo ist die genau richtige Lösung?“, fragte BĂŒrgermeister Ziegler.

Gutachten hĂ€tten festgestellt, dass FußgĂ€ngerzone bei einer GrĂ¶ĂŸe wie Ladenburg nicht funktionieren, erklĂ€rte Ziegler:

Ich habe Angst, diesen radikalen Schritt zu gehen – und dann haben wir keinen Einzelhandel mehr.

Kritisiert wurde auch die Parksituation in der Altstadt, die ParkplĂ€tze mit Kurzparkzone seien Maßnahmen fĂŒr die GeschĂ€ftsleute gewesen. FĂŒr die Anwohner fehle es vor allem abends und an Wochenenden an ParkplĂ€tzen.

Ziegler appellierte an die Altstadtbewohner, ihre Garagen und den Parkraum auf ihren GrundstĂŒcken zu nutzen.

Aus der BĂŒrgerschaft kam der Wunsch nach einem autofreien Samstag und auch der Vorschlag, die Einfahrt am Wochenende nicht fĂŒr Anlieger, sondern nur fĂŒr Anwohner zu erlauben.

Bei seiner nĂ€chsten Sitzung im September wird sich der Ladenburger Gemeinderat sicher nicht leicht tun, fĂŒr alle Ladenburger BĂŒrger eine gute Lösung zu finden. Wenn es die ĂŒberhaupt gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilanz der Erfahrungen

Ein Jahr „unechte Einbahnstraße“

Nach einem Jahr wird Bilanz gezogen – im Herbst wird entschieden. Quelle: Stadt Ladenburg

Ladenburg, 19. Juli 2012. (red/pm) Nach einem Jahr „unechter Einbahnstraße“ in der Ladenburger Altstadt wird Bilanz gezogen. Vor einer Entscheidung, ob die Maßnahme fortgefĂŒhrt wird, will der Gemeinderat aber BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie GeschĂ€ftsleute anhören.

Information der Stadt Ladenburg:

„Die im Gemeinderat vereinbarte einjĂ€hrige Probezeit der „Unechten Einbahnstraße“ in der Haupt- und Kirchenstraße ist abgelaufen. In der ersten Sitzung nach den Sommerferien wird der Gemeinderat darĂŒber entscheiden, ob die „Unechte Einbahnstraße“ aufrecht erhalten bleibt oder ob eine Änderung der aktuellen Situation herbeigefĂŒhrt wird. Diese Entscheidung will der Gemeinderat jedoch nicht treffen, ohne vorher nochmals die Meinung der Bevölkerung und der unterschiedlichen Interessensgruppen zu hören. Hierzu findet am

Mittwoch, den 25. Juli 2012, um 19.00 Uhr, im Domhof in Ladenburg

eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, bei der die Argumente ausgetauscht werden sollen. Die Bevölkerung und die von der Verkehrslenkung in der Altstadt betroffenen Interessensgruppen sind herzlich zu diesem Austausch der Argumente eingeladen. Der Gemeinderat bittet um eine rege Teilnahme, denn nur wenn er sowohl die befĂŒrwortenden, als auch die gegen die aktuelle Verkehrslenkung stehenden Meinungen kennenlernt, kann er eine ausgewogene Entscheidung fĂŒr die Zukunft treffen.“

Baustelle muss mit BDS abgestimmt werden

Neue Pflastersteine fĂŒr die Altstadt

Ladenburg, 03. MÀrz 2011. (red/sap) Sieben BauantrÀge, die Vergabe der Natursteinpflasterlieferung und die Einrichtung von KurzzeitparkplÀtzen zwischen Benzhaus und Wasserturm standen am vergangenen Mittwoch, 29. Februar 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Ladenburg.

Beim ersten Bauantrag ging es um den Neubau einer Terrasse und Neuordnung im Hinterhof in der Metzgergasse.

Die Antragsteller planen im Hinterhof des GrundstĂŒcks eine Terrasse zu errichten. Diese soll die gesamte FlĂ€che des hinteren GrundstĂŒcks einnehmen und den vorhandenen Wasch- und Trockenraum sowie den Abstellraum ĂŒberdecken. Das Schleppdach soll ĂŒber der Scheune erneuert werden.

Stadtbaumeister AndrĂ© Rehmsmeier erlĂ€uterte, dass durch die Baumaßnahmen, der historische Keller des denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udes besser entlĂŒftet werden könne.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Wohncontainer fĂŒr Saisonarbeiter auf dem Hegehof

Der Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohncontainern fĂŒr SaisonarbeitskrĂ€fte, die wĂ€hrend der Erdbeerernte auf dem Hegehof in Neuzeilsheim tĂ€tig sein werden, sorgte fĂŒr Diskussion.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler erklĂ€rte, maximal 36 Damen und 48 Herren sollen hier untergebracht werden.

Die beiden Wohncontainer sollen jeweils rund 12 Meter breit und 49 beziehungsweise 40 Meter lang sein.

In den Zimmern sind vier bis sechs Personen untergebracht, zudem befinden sich in den Containern SanitĂ€r- und AufenthaltsrĂ€ume und KĂŒchen.

Die Errichtung von Wohncontainern wird notwendig, da die Unterbringungsmöglichkeiten in einem AltgebĂ€ude durch den Umbau fĂŒr andere Zwecke entfallen. DafĂŒr soll mit der Baumaßnahme Ersatz geschaffen werden.

MenschenunwĂŒrdige Unterbringung von SaisonkrĂ€ften?

Eine positive Stellungsnahme des Amts fĂŒr Landwirtschaft und Naturschutz liege vor, so der BĂŒrgermeister.

Rehmsmeier erklĂ€rte auf RĂŒckfrage von Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU), es gĂ€be keine Vorgaben fĂŒr den Bau dieser Container.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, ob es sich dabei um eine menschenwĂŒrdige Unterbringung handle. „Dies haben wir hier nicht zu entscheiden“, sagte Ziegler „, und verwies auf die ZustĂ€ndigkeit des Landratsamtes fĂŒr derartige Fragen.

Stadtbildpfleger Egon Lackner wies darauf hin, dass man auf eine RĂŒckbauverpflichtung bestehen sollte, falls die Container ihren Zweck erfĂŒllt hĂ€tten, da es sich hierbei um einen starken Eingriff ins Landschaftsbild handle. Der BĂŒrgermeister versprach dies zu berĂŒcksichtigen.

Der Technische Ausschuss beschied auch diesen Antrag einstimmig.

Penthouse wird abgebrochen – Walmdach entsteht

In der Bahnhofstraße soll auf einem Wohn- und GeschĂ€ftshaus das mit einem Flachdach bedeckte Penthouse abgebrochen werden und stattdessen soll ein Ober- und Dachgeschoss mit Walmdach errichtet werden. Hinzu kommen ein Aufzug und ein Balkon an der Nordseite des GebĂ€udes. Auch dieses Bauvorhaben bekam die Zustimmung des Technischen Ausschusses.

Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte heftig die Errichtung einer Fluchttreppe aus dem ersten Obergeschoss der Erich-KĂ€stner-Schule.

„Schade, dass wieder ein neues Bauteil hinzukommt“, so Lackner.

„Wir sollten darauf achten, dass wir das GebĂ€ude nicht sukzessive zum Negativen verĂ€ndern“.

Diese Maßnahme werde aus Brandschutzmaßnahmen notwendig und auf Lackners Hinweis, damit verschandle man die schönste Seite des „Bauernschlösschens“, erklĂ€rte GebĂ€udemanager Götz Speyerer, dies sei die einzig mögliche Stelle gewesen.

Das schönste am GebÀude sei nach dem Abbruch des maroden Balkons jetzt der Erker aus Sandstein, und der sollte auf jeden Fall erhalten werden, sagte Egon Lackner. Ziegler versprach darauf hinzuwirken.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.

Garage wurde als zu massiv empfunden

In einem weiteren Bauantrag wurde ĂŒber die Errichtung einer Garage sowie den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses entschieden.

Die Umbaumaßnahmen wurden von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses als positiv und als Verbesserung des GebĂ€udes betrachtet, der Garagenneubau dagegen wurde kritisch gesehen, da die Garagenwand mit einer LĂ€nge von sechs Metern direkt an der GrundstĂŒckgrenze als zu massiv empfunden wurde.

Der Architekt, der an den Ratstisch gebeten wurde, versprach durch eine Untergliederung der Mauer oder durch einen eventuellen Bewuchs, eine optisch gute Lösung zu finden.

Auch diesem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Ziegler: „Wir haben da ein bisschen Bauchweh“

Der Bauantrag zur NutzungsĂ€nderung und Umbau der ehemaligen AWO-GeschĂ€ftsstelle in der Wormser Straße wurde nach lĂ€ngerer Diskussion vertagt.

In dieses GebĂ€ude soll die Kleinkinderbetreuung des Vereins „Kinder-Laden-Burg“ einziehen.

„Wir haben da ein bisschen Bauchweh“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler zu den geplanten Umbaumaßnahmen.

Im Obergeschoss soll die BalkontĂŒr vergrĂ¶ĂŸert werden und der vorhandene Balkon soll bis ĂŒber das Nebenhaus erweitert werden.

Ein Teil des Daches des NebengebĂ€udes soll daher rĂŒckgebaut werden und die Außenmauer soll im Bereich der Dachterrasse bis auf GelĂ€nderhöhe erhöht werden.

Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben auf der Straßenseite und auf der Hofseite durch DachflĂ€chenfenster beziehungsweise eine Loggia ersetzt werden.

Diese Maßnahmen dienten dem Brandschutz.

Das Vorhaben als solches sei unumstritten, erklÀrte Ziegel, am Umbau des obersten Geschosses und des Daches habe man jedoch Zweifel.

„Es wĂ€re schade, wenn das Haus kaputtsaniert wĂŒrde“, sagte Egon Lackner.

Rechtliche Bedenken hatte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz und verwies auf Beschwerden der Nachbarn bezĂŒglich der Terrassenerweiterung.

Damit die Kinderbetreuung plangemĂ€ĂŸ starten kann, will die Stadt, anders als vom Baurechtsamt empfohlen, das Verfahren – NutzungsĂ€nderung und Umbau – teilen. Der BĂŒrgermeister hofft durch GesprĂ€che eine fĂŒr alle Seiten gute Lösung zu finden.

Indische Pflastersteine fĂŒr die Hauptstraße

Im Haushalt 2012 ist vorgesehen das Pflaster im Bereich der Hauptstraße 4 bis zur Brauergasse auszutauschen. Dieser Bereich stelle eine VerkehrsgefĂ€hrdung und das schlimmste StĂŒck Straße der Altstadt dar. Es ist vorgesehen, den gleichen Pflasterbelag wie in dem Bereich der Hauptstraße zwischen Neugasse und Metzgergasse auszufĂŒhren. Es handle sich dabei um gemischtfarbiges Kleinpflaster aus indischem Sandstein, das in Segmentbögen verlegt werden soll.

Aufgrund der langen Lieferzeit wurde bereits mit Zustimmung des Technischen Ausschusses vom 18. Januar 2012 die Natursteinpflasterlieferung beschrĂ€nkt ausgeschrieben. Mit rund 32.000 Euro kam das gĂŒnstigste Angebot von der Firma Seib GmbH aus Karlsruhe.

FrĂŒhestens im Sommer könne das Pflaster verlegt werden und dies solle, so BĂŒrgermeister Ziegler, in Abstimmung mit dem Ladenburger Einzelhandel geschehen.

Es handle sich hierbei um eine „sehr sensible Baustelle“. Der Stadteingang Neckartor muss sehr wahrscheinlich eine Zeit lang ganz gesperrt werden. „Wir werden GesprĂ€che mit dem BDS fĂŒhren, um eine gemeinsame Lösungen zu finden“, sagte der BĂŒrgermeister.

Der Auftragsvergabe wurde einstimmig zugestimmt.

Kein Schilderwald vorm Benzhaus

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung wurde die Einrichtung von KurzzeitparkplÀtzen zwischen Benzhaus und Wasserturm beraten.

Diese Parktasche werde vermehrt von Dauerparkern genutzt, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister. Diese ParkplĂ€tze seien der Altstadt am nĂ€chsten und sollten daher auch vermehrt den Besuchern der Stadt und den EinkĂ€ufern zur VerfĂŒgung gestellt werden. Deshalb unterbreite die Verwaltung den Vorschlag, diese ParkplĂ€tze als KurzzeitparkplĂ€tze, mit einer Parkdauer von zwei Stunden, auszuweisen.

Man solle auch die drei ParkplĂ€tze vor dem Benzhaus mit einbeziehen, forderte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU). Die Verwaltung wies daraufhin, dass jeder einzelne Parkplatz mit einem Schild versehen werden mĂŒsse und damit auch vorm Benzhaus „ein Schilderwald“ entstĂŒnde. Das war nicht im Sinne der Ausschussmitglieder.

Dem Vorschlag, die sechs ParkplÀtze zwischen Wasserturm und Benzhaus in KurzzeitparkplÀtze umzuwandeln, wurde einstimmig zugestimmt.

Große Party beim Heddesheimer Straßenfest – frische Modenschau bewegt Ladenburg


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Sonnenschein, Marktplatz, Modenschau - Ladenburg bewegt am Sonntag.

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 27. Juni 2011. (red) In Heddesheim wurde am Samstag bis in die Nacht Party gefeiert – in Ladenburg war nur wenig los. Am Sonntag war es umgekehrt – die Ladenburger Altstadt war voller Besucher, das Straßenfest eher mau besucht. Unsere Fotostrecken zeigen Impressionen.

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Gute Laune, frische Mode.

Das schöne Sonntagswetter hat Ladenburg bewegt gerettet, zumindest, was sie Zahl der GĂ€ste angeht. Zu den Modenschauen waren auf dem Markplatz fast alle SitzplĂ€tze besetzt. Das Modeteam zeigte flotte Sommerkleidung und Assecoires – gut moderiert machte die vom Ladenburger Kaffeehaus und von Vanité organisierte Show den GĂ€sten viel Freude.

Der Samstag kann aus Sicht des BdS nur nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Ein paar hundert GĂ€ste waren unterwegs – wie es in den GeschĂ€ften aussah, ob die teilnehmen Firmen zufrieden waren, werden wir nachberichten.

Ganz sicher war es mehr als unglĂŒcklich, dass in Heddesheim und Seckenheim Straßenfeste angeboten wurden und auch in Schriesheim und Viernheim Veranstaltungen lockten – ebenso in Ludwishafen mit dem Stadtfest. Und das auch noch am letzten Pfingstferien-Wochenende.

Ladenburg tafelt am Samstag ein Reinfall

Das von den Gastronomen angebotene „Ladenburg tafelt“ war am Samstag ein absoluter Reinfall. Überall leere BĂ€nke und Tische. Nur hier und da fanden sich ein paar GrĂŒppchen zusammen.

Das „Casting der Miss Ladenburg“ war eine Zumutung. Die teils schlĂŒpfrige Moderation des Mannheimer Agenturinhabers Dieter Augstein ist schlicht und ergreifend unprofessionell und wenig geeignet, die ĂŒberhaupt nicht vorbereitet wirkenden jungen Damen zu begleiten.

Die Idee einer „Miss Ladenburg“ ist gut, das von Kaffeehaus Ladenburg und Vanité gestaltete Ambiente sehr schön – aber die Umsetzung unter aller WĂŒrde. Leider scheint das Konzept nur aus einer Fleischbeschau zu bestehen, der Veranstalter Fody’s sollte sich ĂŒberlegen, ob das nicht deutlich besser geht.

Gute Laune in Heddesheim

In Heddesheim war das Straßenfest gut besucht, aber auch nicht sehr gut und deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Das kulinarische Angebot war ĂŒberschaubar, BratwĂŒrste, Pizza und natĂŒrlich der obligatorische KĂ€seteller am Stand der französischen Delegation aus Nogent-Le-Roi.

Trotz heftigem Alkoholzuspruch vieler GÀste berichtet die Polizei einen ruhigen Verlauf. SachbeschÀdigungen oder Körperverletzungen sind nicht bekannt. Zwei Platzverweise wurden ausgesprochen und eine Anzeige wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Eine Geldbörse wurde als gestohlen gemeldet. Der Kehraus dauerte aber bis in die Nacht.

Voll, wenn auch nicht ganz so gut besucht wie vergangenes Jahr - das Heddesheimer Straßenfest.

An der Oberdorfstraße/Vortstadtstraße unterhielt vor allem die Fortuna das jĂŒngere Publikum mit Partymusik und „StimmungsgetrĂ€nken“, auf der anderen Seite Vorstadtstraße/Nuitsstraße am Abend die Band „Die dicken Kinder“ fĂŒr ein gemischtes, im Vergleich aber Ă€lteres Publikum. Dazwischen ging der Strom die Straße rauf und runter.

Schöner Sonntag rettet Ladenburg bewegt

Am Sonntag war die Party in Heddesheim vorbei und der Zuspruch eher mĂ€ĂŸig. Ganz anders in Ladenburg, wo die GĂ€ste das schöne Wetter in der fĂŒr den Verkehr gesperrten Altstadt genossen.

Ganz sicher haben sich die Veranstalter keinen Gefallen getan, die Angebote gegeneinander zu-  programmieren und das auch nocht in der Ferienzeit.

Starker Sonntag in Ladenburg

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Schwacher Samstag in Ladenburg

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Die Bilder vom Straßenfest in Heddesheim finden Sie hier.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Ladenburg bewegt – mit Unterhaltung und Fachberatung

Ladenburg, 24. Juni 2011 (red/pm) Am Samstag und Sonntag zeigen die Mitglieder des Bunds der SelbstĂ€ndigen (BdS) Ladenburg mit Energieforum, Modenschau, Live-Musik und Casting der „Miss Ladenburg“ in der Altstadt PrĂ€senz, ihre Produkte und Dienstleistungen. Ladenburger und GĂ€ste von außerhalb sind herzlich eingeladen, sich informieren und unterhalten zu lassen.

Von Christiane Ernst

Warum in die Ferne schweifen – gute Produkte, klare Informationen und beste Fachberatung sind so nah: Am 25. und 26. Juni steigt in Ladenburg die große BdS-Leistungsschau. Insgesamt 40 Teilnehmer aus Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungen zeigen an diesem Wochenende in der gesamten Altstadt bis ĂŒber die Bahnhofstraße hinaus, was sie drauf haben.

Ob Gesundheit, Auto, Reisen, Sport, Kosmetik, Schmuck, Mode, Gastronomie oder Finanzen – „Ladenburg bewegt“. Die Besucher können nach Herzenslust shoppen, staunen, schlemmen und sich ein Bild von der LeistungsstĂ€rke ihrer Betriebe vor Ort machen. Die Ladenburger GeschĂ€fte werden am Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sein. Die Aussteller laden darĂŒber hinaus am Sonntag bereits ab 11:00 Uhr zum Staunen ein.

Neu und in diesem Jahr natĂŒrlich Top-Thema ist das Energieforum im Domhof mit mehreren FachvortrĂ€gen. Am Samstag dreht sich ab 12:00 Uhr alles um GebĂ€udeeffizienz und WĂ€rmepumpen im Haushalt. Am Sonntag um 12:00 Uhr geht es um Anmeldung und Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen. Um 15:00 Uhr wird die GebĂ€udesanierung mit Gewinn vorgestellt.

Eröffnet wird die Leistungsschau am Samstag um 10:00 Uhr auf dem Marktplatz durch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und die Vorsitzende des BdS-Kreisverbandes Rhein-Neckar, Dr. Amelie Weiske. Ein abwechslungsreiches Infotainment-Programm sorgt fĂŒr ein spannendes Wochenende in angenehmer AtmosphĂ€re. Am Samstag lockt ab 15 Uhr auf dem Marktplatz das Casting der „Miss Ladenburg“. An beiden Tagen ist auf dem Marktplatz und im Domhof tolle Live-Musik geboten. Die Modenschauen finden am Sonntag um 14:00 und 16:00 Uhr auf dem Marktplatz statt.

Anmerkung der Redaktion:
Christiane Ernst ist Vorsitzende und Sprecherin des BdS in Ladenburg. Der BdS ist ein Verband kleiner und mittlerer Unternehmen. Der Verband berĂ€t und unterstĂŒtzt die lokalen Wirtschaftsbetriebe. In Baden-WĂŒrttemberg sind rund 20.000 Betriebe im BdS organisiert. Wir bitten, die Werbeanzeige des BdS freundlich zu beachten – ein Klick darauf zeigt die mitmachenden Betriebe.

„Ladenburg bewegt“ – Straßensperrungen am Wochenende


Guten Tag!
Ladenburg, 21. Juni 2011. (red) Am Wochenende wird die Zufahrt zur Altstadt gesperrt. Der Grund: Am Wochenende gehören die Straßen den GĂ€sten von „Ladenburg bewegt“, einer Aktion des Bunds der SelbststĂ€ndigen und „Ladenburg tafelt“. Auf unserer Karte sehen Sie, wo die Sperrungen vollzogen werden – alle öffentlichen ParkplĂ€tze können angefahren werden, zwei Buslinien werden umgeleitet.

Ladenburg bewegt
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Ladenburg bewegt

 

Information der Stadt Ladenburg:

„Damit die Veranstaltung „Ladenburg tafelt“ und der verkaufsoffene Sonntag am kommenden Wochenende reibungslos verlaufen kann, wird ein Teil des Innenbereichs der Stadt Ladenburg ab Samstag, dem 25. Juni 2011, ab 7.00 Uhr bis Sonntag, dem 26. Juni 2011, 24.00 Uhr fĂŒr den Durchgangsverkehr gesperrt und zwar:
die Hauptstraße von EinmĂŒndung Nadlerstraße bis einschließlich Neckartorplatz, die Rheingaustraße von der EinmĂŒndung Hauptstraße bis zur EinmĂŒndung FĂ€rbergasse, die Cronbergergasse von der EinmĂŒndung Hauptstraße bis zur EinmĂŒndung Kellereigasse, die MĂŒhlgasse von der EinmĂŒndung Cronbergergasse bis zur EinmĂŒndung Hauptstraße, Schulstraße von der EinmĂŒndung Neue Anlage bis zur EinmĂŒndung Hauptstraße, die Heidelberger Straße von der EinmĂŒndung Realschulstraße bis zur EinmĂŒndung Kirchenstraße, die Eintrachtsgasse, die Neugasse, die Metzgergasse, die Brauergasse sowie die Kirchenstraße im gesamten Bereich. Ebenso die Bahnhofstraße zwischen EinmĂŒndung Scheffelstraße und EinmĂŒndung Wallstadter Straße.

Anzeige - klicken Sie auf die Grafik fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung.

 

Die Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, ihre Autos ab diesem Zeitpunkt nicht mehr im Bereich der gesperrten ParkplĂ€tze der Hauptstraße einschließlich Marktplatz und der Kirchenstraße zu parken. Nur so ist gewĂ€hrleistet, dass die verschiedenen „Tafeln“ bzw. die StĂ€nde des Einzelhandels aufgestellt werden können. Fahrzeughalter, die ihre Fahrzeuge zu diesem Zeitpunkt nicht entfernt haben, mĂŒssen damit rechnen, dass diese kostenpflichtig abgeschleppt werden.

Durch die Sperrung der Bahnhofstraße ist es erforderlich, dass die Buslinien 627 und 628 von Samstag, dem 25.6.2011, Betriebsbeginn bis Montag, dem 27. Juni 2011, Betriebsbeginn verlegt werden. Die Umleitung erfolgt ĂŒber die Scheffelstraße und Friedrich-Ebert-Straße bzw. umgekehrt. Die Haltestellen Carl-Benz-Platz und Wallstadter Straße können dadurch nicht bedient werden. Als Ersatz fĂŒr die Haltestelle Carl-Benz-Platz dient die Haltestelle Bahnhof und fĂŒr die Haltestelle Wallstadter Straße die Haltestelle Schwarzkreuzstraße.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

„Großer Schritt“ in Sachen Verkehrsberuhigung? Gemeinderat beschließt „unechte Einbahnstraße“


Guten Tag!

Ladenburg, 25. Mai 2011. (red) Der Gemeinderat hat heute eine „Unechte Einbahnstraße“ und Einfahrtsverbot (Ausnahme: Anlieger) fĂŒr alle Straßen der Altstadt am Wochenende und an Feiertagen beschlossen.

„Wir haben einen großen Schritt vorwĂ€rts gemacht“, kommentierte Stadtrat Wolfgang Luppe (FDP) die Entscheidungen des Ladenburger Gemeinderats zur Verkehrsberuhigung. Den Ratsmitgliedern lagen zwei AntrĂ€ge vor: Von SPD und FDP. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler regte aber an, die verschiedenen Punkte getrennt zur Abstimmung zu bringen, „um den grĂ¶ĂŸten gemeinsamen Nenner“ zu erzielen.

TatsĂ€chlich wurden die einzelnen Punkte der AntrĂ€ge nicht zur Abstimmung gestellt, sondern nach einer umfangreichen Diskussion vom BĂŒrgermeister mĂŒndlich vorgetragene „Kompromisse“ zum Entschluss gestellt.

Beschlossen wurde, bei vier Gegenstimmen, die Einrichtung einer „unechten“ Einbahnstraße im „Karolingischen Ring“ (Kirchenstraße und Hauptstraße von der VHS bis zum Gasthaus „Krone“) und ein Einfahrtsverbot fĂŒr alle Straßen der Altstadt – Anlieger frei – am Wochenende in der Zeit von Samstag, 14:00 Uhr, bis Montag, 07.00 Uhr sowie an Feiertagen – ebenfalls vier Gegenstimmen. Somit, hofft der Gemeinderat, soll zumindest die Durchfahrt durch die Altstadt am Wochenende und an Feiertagen verhindert werden.

Der Vorschlag des BĂŒrgermeisters, die Einfahrt am Wochenende ausschließlich fĂŒr Anwohner und sonstige Berechtigte – also die nĂ€chste Stufe – zu erlauben, wurde mit 14 Gegenstimmen bei sieben DafĂŒrstimmen und einer Enthaltung abgewiesen.

BĂŒrgermeister Ziegler dankte den Ratmitgliedern fĂŒr die „zielfĂŒhrende Diskussion“.

Dazwischen hatte Rainer Ziegler die Sitzung fĂŒr fĂŒnf Minuten unterbrochen und sich mit den Fraktionsvorsitzenden besprochen. Dem BĂŒrgermeister war wichtig, dass der Gemeinderat den ersten Schritt machte, um den Gemeinderatsbeschluss vom 02. MĂ€rz 2011, die Verkehrsberuhigung in Ladenburg voranzubringen, zu realisieren.

Die Regelung dĂŒrfte wieder fĂŒr Diskussionen sorgen. TatsĂ€chlich können nach der Rechtssprechung damit auch Verkehrsteilnehmer am Wochenende in die Altstadt einfahren, wenn sie dortiges GebĂ€ude als Ziel haben – also die Gastronomie oder Hotelerie oder einen Anwohner besuchen möchten. Ein Einfahren mit dem Ziel, einen Spaziergang zu machen ist hingegen nicht möglich. Auch jegliche Durchfahrtsquerungen sind verboten.

Die Kosten fĂŒr diese BeschlĂŒsse wurden nicht diskutiert.

Weiterer Bericht folgt. Wir werden auch versuchen, eine aktualisierte Grafik von der Stadt zu erhalten, weil die keine der Übersichten PrĂ€sentation Verkehrsberuhigung Altstadt zu den EntschlĂŒssen passt.

 

 

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Ladenburg hat viele Probleme – eins sind Leute, die nicht denken, bevor sie reden


Ladenburg, 17. Mai 2011. Bei der öffentlichen Diskussion um Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung ist vor allem ein Teilnehmer unangenehm aufgefallen – und der gehört ausgerechnet zum Arbeitskreis Stadtmarketing. Also einer Runde, die Ladenburg nach vorne bringen sollte, statt die Stadt und seine GeschĂ€ftsleute zu beschĂ€digen. Der Arbeitskreis sollte dringend ĂŒberlegen, wie er sich weiterhin aufstellt, sollte man ihn noch ernst nehmen sollen.

Von Hardy Prothmann

Das Zitat hat es in sich:

„Ich bin grimmig, ich sehe mich einer BdS-Fraktion gegenĂŒber, die in Kreml-Manier Njet sagt. Und ich sehe eine große Gruppe, die sich ĂŒber Jahre jeder Änderung verschließt. Und zu Ihnen, Frau Henseler sage ich ironisch: So wie Sie Ihre WĂ€schestĂ€nder da rausstellen, halten Sie die Altstadt doch schon fĂŒr eine FußgĂ€ngerzone.“

Herr Grimmig Isenbart vom Arbeitskreis Stadtmarketing setzte den Angriff auf Renate Henseler-Sohn, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Modehaus Sohn, die auch Sprecherin des Bundes der SelbstĂ€ndigen ist, gezielt und persönlich ab.

Da ist man als Beobachter erstmal sprachlos. Nicht, weil man nicht weiß, dass es in der Stadt viel blödes GeschwĂ€tz gibt und sich nicht alle grĂŒn sind. Nicht, weil man nicht weiß, dass es immer Diskussionen ĂŒber alles mögliche gibt. Sehr wohl aber darĂŒber, dass ein Mitglied des Arbeitskreis Stadtmarketing so ziemlich genau das Gegenteil von dem tut, was dieser Arbeitskreis sich selbst als Ziel gesetzt hat:

Unser Hauptziel als Arbeitskreis ist es, Ladenburg fĂŒr Einwohner, Touristen, Handel, Handwerk und Industrie attraktiv zu gestalten. Unsere weiteren Ziele sind, die Kaufkraft zu binden aber auch, bei der Entwicklung eines abwechselungsreichen Freizeit- und Kulturangebotes mitzuwirken und uns fĂŒr eine gute Verkehrsanbindung einzusetzen.
Wir möchten dabei mit allen relevanten Gruppen der Stadt zusammenarbeiten.

Welches Problem Herr Isenbart mit Frau Henseler-Sohn „persönlich“ hat, wurde nicht weiter ausgefĂŒhrt. Dass Herr Isenbart ein Problem mit „Marketing“ hat und mit Frau Henseler-Sohn, wurde hingegen sehr deutlich.

Herr Isenbart wirft Frau Henseler-Sohn vor, dass sie ihre Waren prĂ€sentiert. Ihre „WĂ€sche“ hat Frau Henseler-Sohn sicher nicht vor dem GeschĂ€ft stehen. Herr Isenbart zeigte damit, dass er ein grundsĂ€tzliches Problem des „Marketing“ nicht verstanden hat: Marktteilnehmer prĂ€sentieren ihre Waren. Sie „preisen“ sie „an“. Sie wollen sie nĂ€mlich verkaufen. Umsatz machen, ihre Angestellten bezahlen und wenn was ĂŒbrig gleibt, Gewinn machen. Und wenn dieses Marketing funktioniert, will auch die Stadt was davon abhaben. In Form von Steuern.

Ganz sicher funktioniert „Marketing“ heute anders als vor zehn Jahren, vor zwanzig Jahren, vor fĂŒnzig Jahren und seit dem Zeitpunkt, als irgendjemand das Wort „Marketing“ benannt hat.

Ganz sicher ist aber auch: Egal, nach welchen Prinzipien der Markt funktionieren soll, eins war schon immer falsch – undifferenzierte Angriffe, die fĂŒr Irritation und Unruhe sorgen. Gutes Marketing im Sinne von „Wirtschaften auf der Höhe der Zeit“ hat schon immer ein Prinzip verfolgt – nĂ€mlich den Markt zu stĂ€rken und niemals, ihn zu schwĂ€chen.

Marketing braucht klare Ziele und klare Positionen, statt schwammigem Lammentieren. Am wenigsten braucht es unqualifiziertes GestÀnker.

Erfolgreiches Marketing hat viel mit Image zu tun. Image wiederum kann positiv oder negativ sein. Dementsprechend ist der „Markt“. Schlecht oder gut. Willkommen oder abgelehnt. Erfolgreich oder erfolglos.

Herr Isenbart sollte dringend darĂŒber nachdenken, ob er der Stadt Ladenburg, ihren GeschĂ€ftsleuten, den Einwohnern und Touristen wirklich hilft, mit solchen Äußerungen „attraktiv zu gestalten“. Denn „Attraktion“ heißt Anziehung und nicht Abstoßung.

Der Arbeitskreis „Stadtmarketing“ sollte sich dringend ĂŒberlegen, ob er solche Mitglieder braucht, die inhaltlich nichts beitragen, sondern nur mit fragwĂŒrdiger Polemik auffallen.

Vielleicht sollte der Arbeitskreis Stadtmarketing auch insgesamt ĂŒber eine „inhaltliche Neuausrichtung“ nachdenken und vor allem ĂŒber das „SelbstverstĂ€ndnis“. Der bisherige Einsatz und geplante Einsatz ist sicher lobenswert im Sinne eines ehrenamtlichen, freiwilligen Engagements.

Einen professionell-verbindlichen Anspruch aus dem Arbeitskreis abzuleiten, ist sicherlich ein Fehler. Das hat das Auftreten des Herrn Isenbart deutlich unterstrichen. Denn der hat nicht nachgedacht, bevor er sich zu Wort gemeldet hat – und wenn doch, ist es nur umso schlimmer.

OsterbrunnenschmĂŒcken und Hexenrundgang sind „nette“ und insgesamt harmlose AktivitĂ€ten, die ĂŒber den Ort hinaus nicht wirken. Die „Mitarbeit“ an der Gestaltung der „Homepage“ hingegen wirkt weit ĂŒber Ladenburg hinaus und ist ein schwerwiegender Marketingfehler, der dem selbstgesetzten Ziel kontraproduktiv entgegensteht.

Wer sich ĂŒber die Homepage von Ladenburg zu Ladenburg informiert, bekommt von außen gesehen einen falschen, schlechten Eindruck. Wer sich am Auftritt von Herrn Isenbart orientiert leider auch einen von innen.

FußgĂ€ngerzone: Ein erster kleiner Schritt in Richtung „Verkehrsberuhigung“ ist getan


Guten Tag

Ladenburg, 04. MĂ€rz 2011. Bei der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates, am 02. MĂ€rz 2011, wurde nach einer ĂŒber einstĂŒndigen Diskussion die Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt, bei einer Gegenstimme (Karl Meng, CDU) beschlossen.

Von Sabine Prothmann

ZunĂ€chst hatte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt eingebracht. Ein Thema, dass auf großes Interesse in der Bevölkerung stĂ¶ĂŸt, was man anhand der ĂŒber 30 Zuschauern ablesen mag.

Wenngleich „Interesse“ interpretationsbedĂŒrftig ist: Christiane Ernst, Vorsitzende des BDS, erklĂ€rte in der Fragezeit fĂŒr BĂŒrgerInnen, die Behandlung des Themas sei „sehr befremdlich“ und wĂŒnschte sich, dass man zu ergebnisorientierten FachgesprĂ€chen zurĂŒckkehren sollte: „Wir sollten endlich mal zu einer Lösung kommen“, forderte Ernst.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinböck, der als Landtagsabgeordneter sich aktuell im Wahlkampf befindet, stellte den Antrag vor und sagte, dass die Überlegungen auf Forderungen seiner Partei von 2009 fußen, die eine schrittweise Verbesserung der Verkehrssituation anstreben.

(Anmkerung der Redaktion: Auch bei der Kommunalwahl wurde von der SPD das Thema im „Wahlkampf“ vorangetrieben.)

„Wir wollen nicht morgen eine FußgĂ€ngerzone“ in Ladenburg und „wir hatten niemals die Absicht einem EinzelhandelsgeschĂ€ft zu schaden“, betonte Kleinböck.

Die im November 2009 beschlossene einjĂ€hrige Probephase zur Verkehrsberuhigung, die der BdS gemeinsam mit der Stadt durchgefĂŒhrt hatte, habe keine entscheidende Entlastung der Altstadt gebracht, so die Sicht von Kleinböck.

„Wir verkaufen Ladenburg als Altstadt mit historischer Bausubstanz“ und sollten das Ambiente besser nutzen. Dazu gehöre, die „chaotischen VerkehrsverhĂ€ltnisse“ abzuschaffen und den Durchgangsverkehr abzustellen. „Und das mit möglichst wenigen Schildern“, forderte Kleinböck.

Man werde kein Ergebnis finden, dass auf „Jahrtausende wasserdicht ist“. Das Ziel des Antrags sei eher erst einmal der nĂ€chste Schritt.

Die Verkehrsberuhigung sei erforderlich und sollte auch zu einer Verbesserung der Gewerbetreibenden in der Altstadt fĂŒhren. Eines sei klar: „Totalverweigerer mĂŒssen sich mehr bewegen.“

„Ich möchte nicht schuld sein, dass ein GeschĂ€ft zu machen muss und diese Rolle werde ich auch nicht ĂŒbernehmen“.

Mit diesem Antrag wolle die SPD in einen Dialog treten, um den nÀchsten Schritt zu vereinbaren.

Der „Antrag greift uns zu kurz“, erklĂ€rte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU).
Man mĂŒsste Fragen stellen, wie „warum haben wir die Verkehrssituation?“, oder: „Was möchten wir in der Altstadt haben?“

Dazu sollte man Personen befragen, die dort wohnen, arbeiten, einkaufen oder GaststĂ€tten oder GeschĂ€fte betreiben. Wenn man nicht mehr in die Altstadt reinfahren und dort parken könnte, „mĂŒssen wir Ersatz schaffen“.

Denn es gelte zu verhindern, dass das Leben in der Altstadt sterbe. Doch die Geldmittel fĂŒr die ParkplĂ€tze haben wir nicht, so Hoffmann.

Hoffmann wollte ein Gesamtkonzept fĂŒr die Altstadt.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler warnte dagegen vor einem Gesamtkonzept, er halte dies nicht fĂŒr zielfĂŒhrend. Bei der Sondersitzung solle man mit sachkundigen Einwohnern zusammensitzen, „da sind die Experten am Tisch“, so Ziegler. Er erinnerte an teure Gutachten, die nicht zu einem Ergebnis gefĂŒhrt hatten.

Wenn die bereits umgesetzten Ideen auch eingehalten wĂŒrden, brĂ€uchte man nichts Neues, warf StadtrĂ€tin Gudrun Ruster (FW) ein.

Vor Jahren habe sich der BdS fĂŒr eine Einbahnstraßenregelung ausgesprochen, damit wĂŒrde „die Straße zur Rennbahn“, hieß es damals von Seiten der Polizei, so Ruster.

„Eine FußgĂ€ngerzone lehnen wir ab.“

Man wolle sich heute ĂŒber den Weg und nicht ĂŒber die Inhalte verstĂ€ndigen, dazu sei der SPD-Antrag da, betonte der BĂŒrgermeister.

Die StadtrĂ€tin Ingrid Dreier (GLL) lobte den guten Antrag der SPD und begrĂŒĂŸte deren Willen die BĂŒrger und BĂŒrgerinnen zu beteiligen und mit ein zu binden.

Auf dieser Grundlage stellte die GLL einen erweiterten Antrag, der mehr Zeit fĂŒr die Information der BĂŒrger vorsieht und vorschlĂ€gt, die bisher diskutierten Modelle ausfĂŒhrlich zu prĂ€sentieren und fĂŒr die BĂŒrger, auch per Internet, zugĂ€nglich zu machen.
Zudem ist neben dem politischen Instrument der BĂŒrgerbefragung auch die Möglichkeit eines BĂŒrgerentscheids vorgesehen.

„Ich stehe fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung“, so Ziegler, aber der Antrag der GLL sehe einen intensiven Zeitraum von vielen Monaten vor, um einen Status Quo festzustellen. Der Antrag wĂŒrde einen sehr aufwendigen Prozess nach sich ziehen.

„Wir halten den Antrag in Punkt 1 fĂŒr ĂŒberflĂŒssig“, sagte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP). Denn alle wĂŒssten, dass etwas zur Verbesserung der Verkehrssituation getan werden mĂŒsste, aber man wisse nicht wie.

Zudem sehe seine Fraktion keinen vernĂŒnftigen Grund fĂŒr eine BĂŒrgerbefragung und bezweifle auch, ob dies rechtlich ĂŒberhaupt möglich sei. „Alle Punkte sind populistisch und nicht zielfĂŒhrend“, so Lutz.

Er werde sich mit den rechtlichen Möglichkeiten noch auseinandersetzen, aber er glaube, dass eine BĂŒrgerbefragung möglich sei, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler und verwies auf das jĂŒngste Beispiel 2009 in der Nachbargemeinde Heddesheim.

Man habe die Verkehrsituation inzwischen so oft beleuchtet, aber nichts sei passiert, sagte Kleinböck an Lutz gewandt. Und: „Ich darf BĂŒrger befragen, das kann mir keiner verbieten“. „Wir wollen vorankommen, wir wollen ein gemeinsames Ziel und wir wollen keine Erbsen zĂ€hlen“, unterstrich Gerhard Kleinböck.

Den Antrag der GLL bezeichnete er als respektabel, aber er beinhalte keinen Erkenntnisfortschritt. Und letztendlich mĂŒsse der Gemeinderat aufgrund der Vorberatung entscheiden.

Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU) bezeichnete die Diskussion als nicht neu. Man sollte auf vergangene Ergebnisse aufbauen, ziel- und ergebnisorientiert agieren und nicht immer und immer wieder diskutieren.

BĂŒrgermeister Ziegler erinnerte daran, dass man damals mit Gutachtern gearbeitet habe, aber „fĂŒr nichts ist eine Mehrheit zustande gekommen“. Man brĂ€uchte keine Hilfe von Außen, denn „wir wissen um unsere Stadt“.

Stadtrat Dr. Meinhard Georg (CDU) plĂ€diert nochmals auf ein Gesamtkonzept und daran anschließend sollte diskutiert werden.

Dies sei nicht zielfĂŒhrend, wiederholte Ziegler.

Die Bevölkerung brauche eine „sachliche Grundlage“ und eine BĂŒrgerbefragung sei ein „normales demokratisches Vorgehen“, unterstrich Stadtrat Martin Georg Schmollinger (GLL).

Seine Fraktion wolle, dass „wir zu einem nĂ€chsten Schritt kommen, ein Endziel bekommen wir nicht“, sondern einen Zwischenschritt. Eine BĂŒrgerbeteiligung brauche Luft und Zeit.

Auch die GLL lehne eine FußgĂ€ngerzone ab, denn diese Form der Verkehrsberuhigung betreffe auch das Fahrrad und dies sei ein wichtiges Verkehrsmittel.

Stadtrat Hoffmann (CDU) zweifelte nochmals das Instrument der BĂŒrgerbefragung an.

„Jetzt sind wir wieder auf dem Niveau, wo alles versandet und nichts entschieden wird“, erklĂ€rte StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD). „Wir wollen einen ersten kleinen Schritt“, beschwor sie den Gemeinderat. Es gehe darum, die Betroffenen an einen Tisch zu holen, alle zusammenzubringen, um die GeschĂ€fte und das Leben in der Altstadt zu erhalten, aber auch um den Einwohnern entgegen zu kommen, die mit dem Verkehr Probleme hĂ€tten. Sie hoffe jetzt auf Lösungen, denn „Menschen Ă€ndern sich“.

Die CDU bitte, den Antrag zurĂŒckzuziehen und zu modifizieren. Die SPD solle mit den GrĂŒnen zusammen einen zeitlichen Rahmen vorschlagen, erklĂ€rte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU).

Er arbeite und denke gern in Stufen, erklĂ€rt der BĂŒrgermeister. Habe man die erste Stufe durchlaufen, könne man auf deren Grundlage zur nĂ€chsten kommen.

Deshalb schlug Rainer Ziegler vor, nur die beiden ersten Punkte des Antrags zur Abstimmung zu bringen, das weitere Vorgehen sollte daraus resultieren.

Kleinböck erklĂ€rte sich bereit, den zweiten Teil des SPD-Antrags zurĂŒckzuziehen und so wurde nach einer gut einstĂŒndigen Debatte der Vorschlag von BĂŒrgermeister Ziegler angenommen und entschieden, dass der Gemeinderat eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Altstadt fĂŒr notwendig hĂ€lt und dass die Verwaltung beauftragt wird, zeitnah unter Beteiligung von Sachkundigen eine öffentlliche Gemeinderatssitzung einzuberufen, mögliche Modelle vorzustellen, die es zur Verbesserung der Verkehrssituation bislang geben konnte.

Unmittelbar nach der Gemeinderatssitzung solle eine erste Diskussion mit interessierten BĂŒrgern und BĂŒrgerinnen stattfinden.

Der genaue Wortlaut dieses Beschlusses, der auch Elemente aus den ersten beiden Punkten des Antrags der GLL enthÀlt, wird noch bekannt gegeben.

FußgĂ€ngerzone: Die Debatte muss „professionalisiert“ werden


Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2011. Die Debatte um ein Pro und Kontra zu einer möglichen FußgĂ€ngerzone in Ladenburg leidet unter unprofessionellen Meinungen, laschen Fakten und Meinungsmache, die nicht zielfĂŒhrend ist. Wer Lust auf „Zoff“ hat, macht so weiter, wer eine „Lösung“ will, fĂ€ngt an zu arbeiten.

Von Hardy Prothmann

Die Debatte um eine „FußgĂ€ngerzone“ in Ladenburg ist vollstĂ€ndig sinnlos.

Weil eigentlich niemand weiß, worĂŒber der jeweils andere redet.

„Unechte Einbahnstraße“? Was ist das? Mal abgesehen, dass es das europaweit nur in Hamburg gibt.

Bayern-Studie von 2004? Die ist schnell zitiert. Aber die Analyse fehlt.

„Hupsen“ oder „Holpern“ – die einen behaupten, sie mĂŒssten vor Autos „weghubsen“, wer einen Kinderwagen schiebt oder am Rollator geht, holpert.

Die „schnellsten“ Verkehrsteilnehmer sind nicht Autos, sondern Radfahrer – keinem kann man zumuten, mit 7 km/h unterwegs zu sein. Denn dann fĂ€llt man fast vom Rad.

Jeder, der Rad fĂ€hrt, verbraucht wenig Platz, erzeugt keine Abgase und keinen Gestank und muss sich doch vorwerfen lassen, „wild“ zu parken und das „Stadtbild“ zu beschĂ€digen.

Ganz ehrlich?

Geht’s noch? Muss jeder noch so verworrene Gedanke ernst genommen werden? Darf sich jeder „Spinner“ in die Debatte einbringen?

Leider ja – denn das nennt man Demokratie.

Demokratie im modernen Sinne heißt aber nicht, dass jede spinnerte Idee immer und immer wieder in den Ring geworfen werden kann.

Moderne Demokratie muss sein, dass alle Beteiligten gut informiert werden. Und sich dann, wenn sie wollen, gut einbringen.

Und dann sollte ĂŒber Debatte und AbwĂ€gung entschieden werden.

Und danach muss man zu positiven oder negativen Entscheidungen stehen und Konsequenzen stehen.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler ist ein guter BĂŒrgermeister, weil er zu Debatten auffordert.

Aber er könnte ein noch besserer BĂŒrgermeister sein, indem er Entscheidungen anstrebt.

Die Debatte um die FußgĂ€ngerzone muss demokratisch mit Beteiligung der BĂŒrger gelöst werden.

Aber auch mit Beteiligung der Gewerbetreibenden, die viele Menschen beschÀftigen.

Die SPD vertritt traditionell eher einer „Gewerkschaftsklientel“ – und wird immer schwĂ€cher, weil die in der Industrie beschĂ€ftigten Arbeitnehmer immer weniger werden.

Die CDU vertritt eher das „Kapital“, das immer weniger Menschen beschĂ€ftigt.

Die FDP vertritt eine sehr spezielle „Unternehmer“-Klientel, die weder CDU noch SPD gefallen kann

Die GrĂŒnen mĂŒssen sehr viel unternehmerfreundlicher werden, um im „System“ mitmischen zu können.

Die Freien WĂ€hler fĂŒhlen sich vielleicht nirgendwo in den Parteien wohl – sie sind aber lĂ€ngst die stĂ€rkste kommunale Kraft im Land. Aber nur vor Ort aktiv – ohne Ideenaustausch.

Zu der Debatte um einen FußgĂ€ngerzone braucht es einen Ordnungsruf an alle.

Egal, ob man dafĂŒr oder dagegen ist – die Fakten mĂŒssen auf den Tisch.

Dann kann man darĂŒber ernsthaft diskutieren.

Vermuten und Befindlichkeiten taugen nur zum Kammerspiel und nerven zusehends.

Die „ich-schmuse-mit-allen-Haltung“ des BĂŒrgermeisters ist wenig zielfĂŒhrend.

Von BĂŒrgermeister Rainer Ziegler muss erwartet werden können, dass er endlich einen Entscheidungsprozess in gang bringt.

DafĂŒr muss er aber Richtlinien definieren, um die sich die Öffentlichkeit, ob BĂŒrger oder BdS mit ihren Argumenten bewerben können.

Alles andere ist ein Spiel der Eitelkeiten, das irgendwann keiner mehr versteht.

Das Aufpumpen der SPD hingegen darf man gerne und richtigerweise als „Wahlkampf“ verstehen – schon zur Kommunalwahl war die FußgĂ€ngerzone als „Thema“ entdeckt worden. Damals hat das der SPD eher geschadet als genutzt.

Vielleicht wĂ€re die SPD besser beraten sich auf etwas anderes zu konzentrieren – tatsĂ€chlich gibt es aber wenig Fantasien.

Wenn die „Debatte“ um die FußgĂ€ngerzone tatsĂ€chlich schon 40 oder 30 Jahre sein sollte, ist das umso peinlicher fĂŒr alle, und es sind alle gemeint, die daran beteiligt sind.

Mehr ProfessionalitĂ€t und nicht nur amateurhaftes Aufspielen wĂ€re wĂŒnschenswert.

Dokumentation FußgĂ€ngerzone: Wie der MM das Thema treibt


Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2011. Wir haben die Berichterstattung im Mannheimer Morgen aus dem Monat Februar 2011 zum Thema „FußgĂ€ngerzone“ exemplarisch zusammengefasst – fĂŒr alle, die schon lĂ€ngst keine Zeitung mehr lesen und alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen.

Vorbemerkung: Das Datum entspricht dem angegebenen Veröffentlichungsdatum der Zeitung. Alle Überschriften sind im Original von der Website des „MM“ ĂŒbernommen und zusammen mit dem Datum fett markiert. Zitierte Textstellen stehen in AnfĂŒhrungszeichen. Ohne AnfĂŒhrungszeichen stehen Zusammenfassungen der Redaktion. Anmerkdungen stehen in Klammern.

28. Februar 2011
SPD uneins ĂŒber das Thema FußgĂ€ngerzone / Vorsitzender Gerhard Kleinböck im Amt bestĂ€tigt
„Gemeinsamer Weg ist Illusion“

„Wir wollen möglichst viele Beteiligte ins Boot holen“, wird Altstadtrat Hermann GĂ€rtner zitiert. ZunĂ€chst will man „Überzeugungsarbeit, Experten- und BĂŒrgerdiskussionsrunden“ versuchen, „am Ende könnte eine BĂŒrgerbefragung zum Thema FußgĂ€ngerzone stehen“, so die SPD. „Ich gebe die Hoffnung auf einen Konsens nicht auf“, wird SPD-Chef Gerhard Kleinböck zitiert. „Der gemeinsame Weg ist eine Illusion. Der BĂŒrger erwartet die FußgĂ€ngerzone.“ Altstadtrat JĂŒrgen MĂŒller – als Kassenwart laut PrĂŒfbericht der Revisoren Manfred Ramm und Carsten Lutz tadellos – ist gegen einen „Wischiwaschi-Kurs“, schreibt der MM.

25. Februar 2011
BĂŒrgerentscheid laut Kleinböck erst der letzte Schritt
SPD will Konsens bei Verkehrsberuhigung

Laut Bericht sei die Situation aus Sicht der SPD „unbefriedigend“, „viele BĂŒrger“ sĂ€hen einen Handlungsbedarf.
„Die Entwicklung im Zentrum geht permanent bergab“, analysiert der Sozialdemokrat die Lage aus seiner Sicht und appelliert deshalb an die Gewerbetreibenden, „nicht immer nur dagegen“ zu sein.“
„Eine FußgĂ€ngerzone ist fĂŒr mich der Endausbau“, betont Kleinböck. Möglicherweise sei eine Einbahnstraße eine Alternative, deutet er einen Kompromiss an. Wenn es im Gemeinderat nicht zu einer Lösung kommt, dann er an seiner Forderung nach einem BĂŒrgerentscheid fest: „Aber wir mĂŒssen ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.“

21. Februar 2011
FußgĂ€ngerzone Thema bei den Christdemokraten
Die „Glaubensfrage“ spaltet auch die Union

Im angeblich voll besetzen WĂŒrzburger Hof sei die Stimmung kontrovers, berichtet der MM. Die stellvertretende Vorsitzende des Bunds der SelbststĂ€ndigen, Renate Henseler-Sohn, wird zitiert, dass sie fĂŒr alle Mitglieder spricht: „Damit FußgĂ€ngerzonen funktionierten, bedĂŒrfe es einer MindestverkaufsflĂ€che, die man in Ladenburg nicht erreiche.“
Michael Salinger wird zitiert, dass er fĂŒr eine „Teil-FußgĂ€ngerzone“ plĂ€diere, er sieht laut Bericht ParkplĂ€tze durch Firmenmitarbeiter und Verwaltungsangestellte blockiert.
„Das Thema ist wahlkampfbelastet“, schickte Stadtrat Dr. Rainer Beedgen voraus. „Nicht grundsĂ€tzlich gegen eine FußgĂ€ngerzone“, warnte er aber im Interesse der GeschĂ€fte „vor zu viel Ruhe“. Als „Masche im Landtagswahlkampf“ des Ladenburger SPD-Stadtrats Gerhard Kleinböck sieht auch CDU-Altstadtrat Hans Sauer die Initiative an. „Wer in der Innenstadt sein Geld verdienen muss, ist dagegen“, meinte Sauer. „Denken sie an Behinderte und Kinderwagen. Ich stehe voll hinter Herrn Kleinböck. Die GeschĂ€fte wĂŒrden aufblĂŒhen“, argumentierte SU-Mitglied Irene Habel als Freie WĂ€hlerin.“

Themenseite "FußgĂ€ngerzone" im "MM. Quelle: Mannheimer Morgen

19. Februar 2011
Analyse: Checkliste aus Bayern auf Ladenburg ĂŒbertragen
Was dafĂŒr und was dagegen spricht

„Anhand einer Studie des bayerischen Einzelhandelsverbands haben wir ĂŒberprĂŒft, welche Faktoren fĂŒr (+) und welche gegen (-) eine FußgĂ€ngerzone in Ladenburg sprechen sowie welche neutral sind (0)“, schreibt der MM.

Von 19 Faktoren sind laut „ÜberprĂŒfung“ 11 postitiv, 6 neutral, 2 negativ.

(Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu unseren Text.)

19. Februar 2011
An der Frage der Verkehrsberuhigung scheiden sich in der Römerstadt am Neckar die Geister
Die Altstadt ganz ohne Auto ein Alptraum?

Laut MM fordert die SPD ein BĂŒrgerbegehren und einen BĂŒrgerentscheid, kann aber nicht genau trennen, was was ist. Thematisiert wird, dass die AnkĂŒndigung eines Antrags auf „BĂŒrgerentscheid“ durch die SPD an den „gesetzlichen Fristen“ scheitere.
„Ladenburg erfĂŒllt heute eine ganze Reihe von Voraussetzungen dafĂŒr, dass eine FußgĂ€ngerzone erfolgreich eingerichtet werden könnte. Das attraktive Umfeld der historischen Altstadt, Brunnen auf dem Gockelsmarkt und auf dem Marktplatz, Kunst im öffentlichen Raum, Gastronomie mit Außenbewirtschaftung, das alles sind Faktoren, die Erfolg versprechen, wenn Autos aus dem Kern der Altstadt verbannt werden.

Doch es sprechen auch jede Menge Aspekte dagegen. So gibt es beispielsweise trotz der großen Zahl von GeschĂ€ften keine durchgehende Schaufensterfront in der Stadt. Es fehlt ein Konzept zum Stadtmarketing und ein Citymanagement. Die Stadt Ladenburg hat keine Zentrenfunktion in der Region, und ParkplĂ€tze sind – trotz anderslautender Statistiken – hĂ€ufig Mangelware. Vor allem aber fehlt es an einem Miteinander der BefĂŒrworter und der Gegner.“

19. Febraur 2011
Kritisches Beispiel: In Lampertheim ein Zankapfel
In der Kaiserstraße nimmt das Angebot ab

Der MM berichtet ĂŒber Lampertheim (22.000 Einwohner), dort sei die FußgĂ€ngerzone seit 20 Jahren ein „Zankapfel“. Es wird der BĂŒrgermeister zitiert:
„Tendenziell hat sich die Versorgung in den vergangenen zwei Jahrzehnten eher verschlechtert“, berichtet Maier, doch das liege nicht unbedingt an der FußgĂ€ngerzone. Dass es immer weniger GeschĂ€fte werden, fĂŒhrt er unter anderem auf die hohen Mietpreise zurĂŒck. LeerstĂ€nde sind ebenfalls ein Problem in der City.“

Die Erfahrungen seien aber nicht „ĂŒbertragbar“: „Überlegt’s euch gut.“ Gegen die „geballte Macht des Einzelhandels“ jedenfalls, so lĂ€sst er durchblicken, sei die Entscheidung fĂŒr eine FußgĂ€ngerzone sehr problematisch.“

19. Februar 2011
Es geht nur mit dem Handel
Hans-JĂŒrgen Emmerich warnt vor Schnellschuss bei FußgĂ€ngerzone

„Auch die ÜberprĂŒfung der Fakten lĂ€sst auf den ersten Blick vermuten, dass vieles dafĂŒr spricht. Es gibt allerdings auch gravierende Gegenargumente.“

„Der örtliche Einzelhandel lehnt sie nahezu einhellig ab, weil er um seine Existenz fĂŒrchtet. Und ohne den Handel ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.“

19. Februar 2011
Gelungenes Beispiel: Bummeln und Schlendern mit Blick auf die Alpen
FĂŒr das StĂ€dtchen Murnau ein Segen

Der MM prĂ€sentiert Murnau (12.200 Einwohner, laut MM: 12.400 Einwohner) als positives Beispiel fĂŒr eine „FußgĂ€ngerzone“:
„Rund 60 GeschĂ€fte, schĂ€tzt Rebhold, gibt es in der Marktstraße. Der MĂŒnchner Architekt Emanuel Seidl, Planer des Tierparks Hellabrunn, hat sie 1906 neu gestaltet, unter anderem mit Fassadenmalereien. In der historischen Bausubstanz steht Haus an Haus, befindet sich GeschĂ€ft an GeschĂ€ft, wie Angelika Rebhold im GesprĂ€ch mit dem „MM“ erlĂ€utert.

Über eine LĂ€nge von rund 350 Meter erstreckt sich die FußgĂ€ngerzone von Murnau. Der Bereich dĂŒrfe nicht zu lange sein, mahnt die Vorsitzende des Vereins zur Wirtschaftsförderung. Vor allem mĂŒssten ausreichend ParkplĂ€tze in nĂ€chster NĂ€he vorhanden sein. „Es ist wichtig, dass Leben drin ist in einer solchen Zone“, schildert sie weiter ihre Erfahrung.“

„Anders als das Unterzentrum Ladenburg ist Murnau ein Mittelzentrum, das den umliegenden Dörfern und Gemeinden als Einkaufsziel dient. Die nĂ€chstgrĂ¶ĂŸere Stadt im SĂŒden ist das 25 Kilometer entfernte Garmisch-Partenkirchen, im Norden sind es knapp 20 Kilometer bis Weilheim.“

??. Februar 2011
Braucht Ladenburg eine FußgĂ€ngerzone in der Altstadt?

Der MM startet eine Online-Umfrage. Es fehlen alle Angaben zur SeriositĂ€t dieser „Umfrage“ – es fehlt ein Startdatum, die Zahl der abgegebenen Stimmen, Hinweise zu Methode der Umfrage. Seltsamerweise halten sich FĂŒr und Wider die Waage – obwohl es doch angeblich laut der Berichterstattung eine große Mehrheit dafĂŒr geben soll, wĂ€hrend die Minderheit von der „Macht“ des Einzelhandels bestimmt wird.

(Siehe hierzu unseren Kommentar.)

17. Februar 2011
RĂŒckschlag fĂŒr Vorstoß von SPD-Chef Kleinböck / Landtagswahl als Termin zu frĂŒh
Vorerst kein BĂŒrgerentscheid in Sachen FußgĂ€ngerzone

Der MM berichtet ĂŒber gesetzliche Fristen, die fĂŒr einen von der SPD geplaten BĂŒrgerentscheid nicht eingehalten werden könnten.

„Abgesehen von der Frist, die nicht eingehalten werden kann, war es ohnehin fraglich, ob sich der SPD-Partei- und Fraktionschef Gerhard Kleinböck mit seinem Antrag hĂ€tte durchsetzen können. Denn im Gemeinderat ist eine Zweidrittelmehrheit fĂŒr die DurchfĂŒhrung eines BĂŒrgerentscheids erforderlich, und eine solche ist nach Äußerungen aus den Reihen von CDU, Freien WĂ€hlern und FDP in der jĂŒngsten Ratssitzung nicht unbedingt zu erwarten.

Aktuell bleibt das Thema trotzdem.“

Weiter berichtet der MM: „Im niedersĂ€chsischen Hameln scheiterte im April 2009 ein BĂŒrgerbegehren gegen den vier Millionen Euro teuren Umbau der bestehenden FußgĂ€ngerzone knapp. Obwohl ĂŒber 80 Prozent der WĂ€hler fĂŒr den Erhalt der FußgĂ€ngerzone stimmten, wurde das notwendige Quorum um 412 Stimmen verpasst.“

(Anmerkung der Redaktion: Gescheitert ist der „BĂŒrgerentscheid“ am Quorum, nicht das BĂŒrgerbegehren. Das war erfolgreich und Voraussetzung fĂŒr den BĂŒrgerentscheid.“ Siehe hierzu „Mehr Demokratie e.V.„)

11. Februar 2011
Nach SPD-Vorstoß zu BĂŒrgerentscheid lĂ€uft der Einzelhandel Sturm
Am Thema FußgĂ€ngerzone scheiden sich weiter die Geister

„Nach dem Willen der SPD-Fraktion im Ladenburger Gemeinderat sollen die BĂŒrger entscheiden, ob in Teilen der Altstadt eine FußgĂ€ngerzone eingerichtet wird oder nicht. Was der Fraktionschef Gerhard Kleinböck in der jĂŒngsten Sitzung des Gemeinderates angekĂŒndigt hatte, wird wohl in der nĂ€chsten Sitzung am 2. MĂ€rz als Antrag auf der Tagesordnung stehen“, schreibt der MM.

Der BdS mit rund „50 GeschĂ€ften“ fĂŒrchte um die Existenz der Gewerbetreibenden, so die Zeitung.

„Der Vorschlag, in Ladenburg eine FußgĂ€ngerzone einzurichten, ist nicht neu. Ein unter BĂŒrgermeister Rolf Reble im Auftrag der Stadt erstelltes Verkehrsgutachten schlug zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt eine Einbahnregelung vor, die in vier Stufen hĂ€tte realisiert werden können. Die vierte und letzte Stufe wĂ€re dabei eine FußgĂ€ngerzone im inneren Ring aus Hauptstraße, Kirchenstraße und Neugasse gewesen.“

10. Februar 2011
Walter Roznawski schließt GeschĂ€ft zum 31. MĂ€rz / Neuanfang mit „Musik-Box“ in Wald-Michelbach
Musik-Boutique klappt LĂ€den fĂŒr immer zu

Der MM berichtet ĂŒber einen Lade auf der Hauptstraße 30, der nach 31 Jahren schließt:

„Viele Kunden sind traurig“, weiß Roznawski, „aber die letzten vier Jahre ging es rapide bergab.“ Die Möglichkeiten, die das Internet jungen Musikhörern bietet, machten Roznawski zu schaffen. „Das Musikhören, wie wir es in den 70er und 80er Jahren getan haben, ist verloren gegangen“, bedauert Roznawski. Dazu kommt: „Viele Stammkunden sind verstorben oder weggezogen. Ich hatte zuletzt fast mehr Kunden von außerhalb als aus Ladenburg.“

Aber auch das Einkaufszentrum an der Wallstadter Straße sieht Roznawski als mit ursĂ€chlich fĂŒr den Niedergang an: „Die Innenstadt wird deshalb aussterben“, glaubt der Musikboutique-Mann. Die derzeit wieder intensiv diskutierte FußgĂ€ngerzone wĂŒrde nach Roznawskis Ansicht den Prozess sogar beschleunigen: „Dann wird es doch noch ruhiger in den Straßen der Innenstadt, als es jetzt schon die meiste Zeit ĂŒber ist.“ Ob jemand sein gemietetes LĂ€dchen im Erdgeschoss ĂŒbernimmt oder was mit dem ĂŒber 500 Jahre alten Altstadt-GebĂ€ude geschieht, weiß Roznawski nicht.

4. Februar 2011
Verkehr in der Altstadt bleibt ein heißes Eisen / Stadt legt Ergebnisse von Messungen vor
SPD will FußgĂ€ngerzone mit BĂŒrgervotum durchsetzen

„Die SPD Ladenburg will ihre Forderung nach einer FußgĂ€ngerzone in der Altstadt notfalls mit einem BĂŒrgerbegehren durchsetzen. Das hat der Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinböck am Mittwoch Abend im Gemeinderat angekĂŒndigt. Zuvor hatte die Stadtverwaltung eine Auswertung von Geschwindigkeitsmessungen vorgelegt. Danach ist das gefahrene Tempo im vergangenen Jahr insgesamt merklich zurĂŒckgegangen, es sind aber immer noch viele Autos deutlich zu schnell unterwegs. In der Altstadt ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt.

Am Thema Verkehrsberuhigung in der Altstadt scheiden sich seit Jahren die Geister. Ein Kompromiss war nach einer Klausur des Gemeinderates die EinfĂŒhrung einer unechten Einbahnstraße. Dies wĂŒrde bedeuten, dass im inneren Ring der Altstadt der Verkehr nur in eine Richtung fließen darf. Vom Rat beschlossen wurde der Kompromiss jedoch nicht. In letzter Minute kippte die vermeintliche Mehrheit. Auf Druck des örtlichen BdS wurde stattdessen entschieden, auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und auf verstĂ€rkte AufklĂ€rung zu setzen. Nach einem Jahr legten BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und Herbert Felbek vom Stadtbauamt jetzt eine vorlĂ€ufige Bilanz vor.“

„FĂŒr die SPD erklĂ€rte deren Sprecher Kleinböck: „Wir sind wild entschlossen, eine Entscheidung herbeizufĂŒhren.“ Wenn die von ihr geforderte FußgĂ€ngerzone nicht im Gemeinderat beschlossen werde, sollten die BĂŒrger das Wort bekommen. Ein BĂŒrgerentscheid sei bereits mit der Landtagswahl am 27. MĂ€rz möglich, wenn sich die nötige Zweidrittelmehrheit im Rat dafĂŒr finde. Wenn nicht, dann werde die SPD den schwierigeren Weg des BĂŒrgerbegehrens gehen. Die BĂŒrger zu befragen oder sie in einer Versammlung zu hören, forderte auch Ingrid Dreier von der GrĂŒnen Liste.“

04. Februar 2011
Endlich die BĂŒrger hören
Hans-JĂŒrgen Emmerich zur Verkehrspolitik in der Altstadt

„Die Verkehrsberuhigung in Ladenburg bleibt ein heißes Pflaster. WĂ€hrend Einzelhandel und Gastronomie eine FußgĂ€ngerzone kategorisch ablehnen, wĂŒnschen sich viele BĂŒrger und Besucher von außerhalb genau das. Ein Dilemma, das man im Gemeinderat mit einem zweifelhaften Kompromiss zu lösen versucht hat, der in letzter Sekunde im Rat scheiterte, nicht zuletzt am Widerstand des BdS. Die jĂŒngste Diskussion im Gemeinderat macht deutlich, dass die Mehrheit des Gremiums nach wie vor keine schĂ€rfere Reglementierung des Verkehrs will.

Durch die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen fĂŒhlen sich beide Seiten in ihrer Haltung bestĂ€tigt.“

Der MM thematisiert weiter, dass sich die Menschen in der Altstadt unsicher fĂŒhlten und es an BĂŒrgernĂ€he fehle.

04. Februar 2011
Renate Henseler-Sohn (BdS) verlangt AufklĂ€rung vor BĂŒrgerentscheid
„Ohne GeschĂ€fte ist eine Stadt keine Stadt“

Der BdS wolle erst einmal die vorgelegten „Zahlen“ zur Verkehrsberuhigung „studieren“, schreibt der MM.

„Dass eine Mehrheit der BĂŒrger fĂŒr die Schaffung einer FußgĂ€ngerzone ist, glaubt auch Henseler-Sohn. Allerdings seien sich viele nicht ĂŒber die Konsequenzen im Klaren. Nirgendwo in Deutschland gebe es eine solche Zone mit weniger als 10 000 Quadratmetern VerkaufsflĂ€che, in Ladenburg seien dagegen nur rund 1000 vorhanden. Eine FußgĂ€ngerzone zwischen Altem Rathaus (VHS) und Domhof wĂŒrde die GeschĂ€fte ruinieren: „Und ohne GeschĂ€fte ist eine Stadt keine Stadt.

02. Februar 2011
Heute steht im Gemeinderat eine „Lex Altwasser“ auf der Tagesordnung / Bahnhof und Verkehrsberuhigung in der Altstadt sind weitere Themen
Stadt will Nutznießer zur Kasse bitten

„Die EinfĂŒhrung einer unechten Einbahnstraße in der Altstadt, auf die sich die Fraktionen in einer Klausurtagung bereits geeinigt hatten, war vor allem auf Druck des BdS aufgegeben worden, der auch die von vielen BĂŒrgern geforderte FußgĂ€ngerzone ablehnt.“

BdS-Weihnachtsbaumaktion bringt 580 Euro


Guten Tag!

16. Februar 2011. Am letzten Adventswochenende verteigerte der BdS erstmalig von KindergĂ€rten geschmĂŒckte WeihnachtsbĂ€ume auf dem Weihnachtsmarkt 2010. Die Aktion brachte insgesamt eine Summe von 580 Euro zusammen – ĂŒber die sich jetzt die KindergĂ€rten freuen.

Christine Ernst ist mehr als zufrieden mit der Idee und dem Ergebnis: „Statt die BĂ€ume wie bislang nach dem Weihnachtsmarkt zu schreddern, fanden wir die Idee, eine Versteigerung zu machen, einfach klasse und das Ergebnis ist natĂŒrlich super und dient einem guten Zweck“, sagt die BdS-Vorsitzende.

Zur Erinnerung: Der Bund der SelbststĂ€ndigen (BdS) organisiert den Weihnachtsmarkt, also auch den „Schmuck“ – und dazu gehören natĂŒrlich WeihnachtsbĂ€ume. Ingesamt 20 BĂ€ume hatte die Familie Werner gestiftet.

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Auktionator Peter Henninger mit Inge May - sie hatte fĂŒr 70 Euro den schönsten Baum ersteigert. Archivbild

Im vergangenen Jahr schmĂŒckten verschiedene KindergĂ€rten die BĂ€ume, die dann von DJ Peter Henninger versteigert wurden. Der BdS wiederum legte zu jedem Versteigerungspreis die Differenz drauf, damit pro Baum 50 Euro erreicht werden konnten.

Das Römernest war mit zwei BĂ€umen vertreten, zusĂ€tzlich noch dessen Elternbeirat und erhĂ€lt also 200 Euro. FĂŒr den GĂŒnther’schen Kindergarten und St. Johannes gab es jeweils 100 Euro, St. Joseph erhielt fĂŒr einen Baum 50 Euro.

Den „schönsten“ Baum hatte das Haus des Kindes – der erbrachte 70 Euro in der Versteigerung und der BdS legte hier nochmals 10 Euro drauf und 50 Euro fĂŒr den „schönsten Baum“. Ein Teil des Geldes geht nach Indien, wo ein Schulprojekt gefördert wird, wie Barbara Oswald erklĂ€rte.

„Die Aktion ist schnell entstanden und umgesetzt worden“, sagte Frau Ernst auf Nachfrage: „Und wir werden sie wiederholen.“

Wir finden: Eine klasse Aktion, die KreativitĂ€t und Eigenleistung verbindet, die durch die Versteigerungserlöse belohnt werden. Der BdS zeigt hier ein soziales Engagement mit Pfiff. Es geht nicht einfach nur um „Spenden“, da Kindern mit Eltern eingebunden werden und die „Spender“ auch etwas schönes als „Gegenleistung“ erhalten.

Ein kleines Problem kann sicher beim kommenden Weihnachtsmarkt gelöst werden. Die Ersteigerer standen nĂ€mlich vor der Frage: Wie bringe ich die geschmĂŒckte Tanne sicher nach Hause? Vielleicht findet sich jemand, der umsonst oder gegen einen kleinen Aufpreis die Tannen einsammelt und bei den Ersteigern abliefert – das mĂŒsste möglich sein.

Inge May aus Heddesheim ersteigert Weihnachtsbaum fĂŒr 70 Euro


Guten Tag!

Ladenburg, 19. Dezember 2010. Bei der heutigen Versteigerung der WeihnachtsbĂ€ume auf dem Weihnachtsmarkt wurde ein echtes Bieterfinale geboten. Inge May aus Heddesheim wollte unbedingt einen Weihnachtsbaum ersteigern und tat das auch: fĂŒr 70 Euro.

Das freut den Bund der SelbststĂ€ndigen und vor allem die KindergĂ€rten, die die BĂ€ume geschmĂŒckt hatten. Zu Preisen von 15 Euro aufwĂ€rts wurden die BĂ€ume versteigert.

Beim letzten Baum wurde es richtig spannend. Moderator Peter Henniger machte SpĂ€ĂŸle mit den Weihnachtsmarktbesuchern, als der Preis von zwei Frauen hochgetrieben wurde.

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Zuvor war ein Baum auch mal „nicht weggegangen“ und der Höchstpreis waren 35 Euro. DafĂŒr hatte hatte Phil Leicht vom „Atelier 47“ den Zuschlag erhalten.

Die „35 Euro“ hatten die beiden Frauen schnell hinter sich gebracht und dann ging es mal in „Ein-Euro“-Schritten, mal gleich mit „FĂŒnf-Euro“-Schritten nach oben.

Bei 70 Euro war dann Schluss und Inge May hatte ihren Weihnachtsbaum ersteigert: „Ich wollte den einfach haben.“

Voraussichtlich im Januar werden die Erlöse an die KindergĂ€rten ĂŒberreicht.

Viel Freude mit den Fotos.

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Die gute Nachricht: Garango-FrĂŒhschoppen bringt 1.060 Euro ein


Guten Tag!

homepage des Partnerschaftsvereins.

Ladenburg, 16. Dezember 2010. Der Garango-FrĂŒhschoppen des Bunds der SelbststĂ€ndigen auf dem Weihnachtsmarkt am Sontnag hat insgesamt 1.060 Euro an Spendengeldern fĂŒr den Partnerschaftsverein Ladenburg Garango eingebracht. Das Geld kommt der Partnerregion zugute.

Die Aktion des BdS wird bereits seit 1981 durchgefĂŒhrt und hat damit im kommenden Jahr sein 30-jĂ€hriges JubilĂ€um. Seit 1983 gibt es die Partnerschaft mit Garango. 1980 ist der damalige BĂŒrgermeister Reinhold Schulz durch eine Artikel in der Zeit auf „Obervolta“ aufmerksam geworden und erkundigte sich beim Botschafter Marc Garango, wo ein Engagement möglich sei.

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Ich danke dem BdS und den WeihnachtsmĂ€rktlern ein weiteres Mal sehr herzlich fĂŒr das Engagement und die GroßzĂŒgigkeit in Form der kostenlosen Bereitstellung von Speis und Trank, aus denen sich die in dem aufgehĂ€ngten Kessel gesammelte Spendensumme zugunsten unserer Partnerregion Garango in Burkina Faso ergeben hat.“

Zur Eröffnung spielte das das Polizeimusikcorps Mannheim unter der Leitung von Dieter Kaufmann. Der Vorstand des Partnerschaftsvereins, Ewald BlĂŒmmel, wies auf die vielfĂ€ltigen Aktionen der Partnerschaft hin, ob Brunennbau oder die Errichtung von Schulen.

Dieses Jahr kamen insgesamt 1.060 Euro an Spendengeldern zusammen – leider weniger als in den Vorjahren, wie Herr BlĂŒmmel auf Nachfrage sagte.

Anmerkung der Redaktion:
FĂŒr „Die gute Nachricht“ haben wir eine eigene Kategorie. Hier werden Texte aufgelistet mit guten, schönen, positiven Nachrichten. Die können „offizieller“ Natur sein oder auch private Erlebnisse berichten. Wenn Sie also eine „Gute Nachricht“ haben – schicken Sie uns diese an redaktion(at)ladenburgblog.de. Wir veröffentlichen diese gerne. Wenn Sie als Privatperson ein Pseudonym wĂŒnschen, ist dies möglich. Hier unsere guten Nachrichten. 🙂

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Fotostrecke: Impressionen vom Weihnachtsmarkt

Guten Tag!

Ladenburg, 01. Dezember 2010. (red) Am vergangenen Wochenende ist der Ladenburger Weihnachtsmarkt gestartet – einer der schönsten der Region auf dem historischen Marktplatz.

WĂ€hrend der Start am Freitag noch etwas verhalten war, besuchten am Samstag und Sonntag viele Ladenburger und GĂ€ste von außerhalb den schönen Weihnachtsmarkt, der traditionell vom Bund der SelbststĂ€ndigen (BdS) organisiert wird.

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Zum ersten Adventswochenende ist der Ladenburger Weihnachtsmarkt gestartet.

Der besondere Reiz liegt fĂŒr viele Besucher darin, dass „er nicht zu groß und nicht zu klein ist“. Das Angebot sei vielfĂ€ltig, die AtmosphĂ€re aber „heimelig“, so Aussagen auf die Frage, was besonders gefĂ€llt.

Zum Weihnachtsmarkt gibt es ein Kulturprogramm: Programm und Kinderweihnachtswelt.

Viel Freude mit unseren Bildern.

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„Wir haben die Lichter in die Stadt gebracht“

Guten Tag!

27. November 2010. Der Ladenburger Weihnachtsmarkt ist seit gestern eröffnet. Viele Freunde und vor allem viele Kinder haben die Eröffnung trotz naßkaltem Wetter besucht. Der Bund der SelbststĂ€ndigen (BdS) darf sicher mit der Resonanz zufrieden sein. Dieses und drei weitere Wochenende wird der Ladenburger Weihnachtsmarkt ein Ort der Begegnung sein.

Von Hardy Prothmann

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Die Stadtkapelle zur Eröffnung.

Ich weiß nicht, wie es anderen ging – aber ich hatte die falschen Schuhe an. Die mit der dĂŒnnen Sohle. Meine FĂŒĂŸe wurden ziemlich kalt und klamm – analog zum Wetter. Trotzdem hat mir die Eröffnung des Weihnachtsmarkts Spaß gemacht. Wegen der guten Stimmung.

Immer wieder schneite es ĂŒber den Tag ein wenig – eine „weiße Eröffnung“ des Weihnachtsmarktes gab es leider nicht. Aber eine herzige. Die Budenbetreiber haben ihr möglichstes getan, um alles schön herzurichten.

Die Stadtkapelle hat souverĂ€n und schön gespielt – wie immer. Frau Christiane Ernst, BdS-Vorsitzende, hat alle Beteiligten zu recht gelobt und sich ĂŒber die Familien und vor allem die vielen Kinder zur Eröffnung gefreut.

Denn der Ladenburger Weihnachtsmarkt hat einen besonderen Charme durch seine historische Kulisse und viele engagierte Menschen, die diesen Markt möglich machen. Als Ort der Begegnung, des Beisammenseins. Ein Platz, an dem sich Menschen begegnen, zusammenstehen, reden, essen, trinken und eine Gemeinschaft bilden.

Dazu gehört auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der etwas gut machen musste: „Ich habe entschieden, dass wir die Lichter in die Stadt bringen.“ Er hatte auch entschieden, dass die „FĂ€hnchen“ zum Altstadtfest nicht aufgehĂ€ngt wurden, um Geld zu sparen, was ordentlich Kritik brachte.

Sei’s drum. Dieses und drei weitere Wochenenden wird der Ladenburger Weihnachtsmarkt ein Ort der Begegnung sein. Um zusammen mit anderen etwas zu essen, Geschenke zu kaufen und natĂŒrlich GlĂŒhwein oder Punsch oder auch ein Weihnachtsbier zu trinken.

In einer wunderschönen Kulisse zwischen altem Fachwerk, lichterndem Schmuck und einem „schnuckeligen Markt“.

Viele Vereine werden den Markt als Ort der Begegnung unterstĂŒtzen – zum 36. Mal.

Jetzt wĂŒnscht man sich etwas mehr KĂ€lte und dicke, dicke Schneeflocken, die liegenbleiben.

Link:
Das Programm zum Weihnachtsmarkt
Ladenburger Kinderweihnachtswelt

Viel Freude mit unseren Bildern: ladenburgblog.de, local4u.de
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