Sonntag, 24. September 2017

29. Juli bis 08. September 2013

Tipps und Termine f├╝r die Ferien

Rhein-Neckar, Tipps und Termine f├╝r den 29. Juli bis 08. September 2013. Normalerweise erscheinen immer montags unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche, jetzt in den Sommerferien gibt es eine Zusammenstellung der Veranstaltungs-Highlights der n├Ąchsten sechs Wochen. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men├╝ Nachbarschaft im Men├╝ ÔÇťTermineÔÇŁ. [Weiterlesen…]

Kommentar zum Streit ├╝ber Musikfestival

Wie w├Ąre es mit einem Stadtmarketing?

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Wo bleibt endlich ein vern├╝nftige Stadtmarketing f├╝r Ladenburg?, fragt sich Chefredakteur Hardy Prothmann. Foto: sap

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Der Streit um das Musikfestival ist richtig, denn es sind viele Fragen offen. Und bietet Gelegenheit, das eigentliche Thema endlich zu fokussieren: Hat die Stadt ein Stadtmarketing und wenn ja, gibt es auch ein ├╝berzeugendes Konzept? Und wie sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung aus?

Kommentar: Hardy Prothmann

Der B├╝rgermeister Rainer Ziegler ist also bereit, das Musikfestival aus Stadtmarketingsgr├╝nden „ein St├╝ck weit mitzufinanzieren“. Diese Aussage ist erstaunlich, weil nicht der B├╝rgermeister Herr des Haushalts ist, sondern der Gemeinderat.┬áUnd der ist offensichtlich nicht umf├Ąnglich ├╝ber Kosten und Nutzen der Veranstaltung informiert. Zumindest muss man von au├čen diesen Eindruck haben. Und selbst, wenn die Einzelausgabe in den Entscheidungsbereich des B├╝rgermeisters fallen sollte – gilt das auch f├╝r die Summe aller Ausgaben in diesem Bereich? [Weiterlesen…]

Eine harte, aber richtige Entscheidung

Nie mehr Gl├╝hwein auf dem Marktplatz?

Ladenburg, 06. Februar 2013. (red) „Das geht doch nicht“ – wird manch einer denken. Kein Weihnachtsmarkt auf dem Markplatz mehr? Einfach so? Ist das vorstellbar? Aktuell ist das der Stand der Dinge. Der Bund der Selbst├Ąndigen (BdS) hat die Organsisation definitiv eingestellt. Findet sich kein anderer Organisator, ist der Weihnachtsmarkt nach 38 Jahren nur noch Geschichte.

Kommentar: Hardy Prothmann

Hardy Prothmann ist Chefredakteur des Ladenburgblog.de. Seine Kritik: Zu viel ist zu wenig professionell organisiert.

Wer Christiane Ernst kennt, wei├č, dass die Frau klug ist, dass sie flei├čig und engagiert ist. Wer sie kennt, wei├č aber vor allem eins: Christiane Ernst ist ehrlich, direkt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die langj├Ąhrige BdS-Vorsitzende tr├Ągt die Entscheidung gefasst vor, gefallen tut ihr das nicht. Und sie ├╝bernimmt auch pers├Ânlich die Verantwortung:

Meine Vorstellungen und Ziele konnten nicht umgesetzt werden.

Verliert der BdS nach dem Weihnachtsmarkt auch die Vorsitzende?

Im April ist Hauptversammlung. Wenn es einen Nachfolger gibt, gebe ich ab. Wenn nicht, stehe ich weiter zur Verf├╝gung.

Wie gesagt. Christiane Ernst redet nicht um den hei├čen Brei heraum. Sie tr├Ągt Verantwortung, steht auch weiterhin bereit oder gibt auf Wunsch auch ab.

Christiane Ernst ist eine engagierte Frau und Unternehmerin. Die G├Ąrtnerei Ernst steht f├╝r frisches Gem├╝se – nicht aber f├╝r Event-Organisation. Da m├╝ssen schon alle mitziehen und wer sich umh├Ârt, erf├Ąhrt, dass die Ladenburger Gewerbetreibenden vor allem eins nicht tun: An einem Strang ziehen.

Jeder ist sich selbst der n├Ąchste. Warum soll man sich einbringen, wenn andere, die weniger tun, am Ende davon profitieren? Dann macht man lieber nichts, auch selbst keinen Profit, bevor jemand anderen einen „auf Kosten“ des eigenen Engagements macht. Ein Verband, dessen 79 Mitglieder offensichtlich mehrheitlich so denkt, kann nicht erfolgreich sein.

Man sieht das Drama auch an Ladenburg tafelt. Eine tolle Idee, ein tolles Ambiente. Ladenburg tafelt ist aber jetzt schon vom Aus bedroht, weil jeder Wirt nur f├╝r sich und vor allem gegen andere denkt. So schafft man kein Event.

Das Ballonfestival ist auch schon tot. Hier sind es die Vereine, die die Veranstaltung zu Tode getragen haben. Anstatt abzugeben, eine Modernisierung zu erlauben, hat man lieber Bratwurst und Bier per Bon-System verkauft, statt an einen professionellen Organisator (gegen Pacht) abzugeben.

Das ist schlecht f├╝r die Gesch├Ąftsleute, die Vereine, die Menschen – f├╝r ganz Ladenburg.

Drei gro├če Veranstaltungen bestimmen Ladenburg: Das Altstadtfest, der R├Âmerman und das Drachenbootrennen. Letzteres muss aufpassen, dass es nicht zur Party- und Saufveranstaltung verkommt. Der R├Âmerman ist sehr sportlich ausgerichtet, hat aber das Problem des „professionellen“ Sponsorings. Das Event kostet enorm viel Geld, das kommt ├╝ber gro├če Firmen rein und die nutzen das f├╝r’s eigene Image.

Einzig das Altstadtfest scheint noch gut zu funktionieren – aber auch hier klemmt es. Die unselige L├Ąrmpegelmessung hat dem Fest enorm geschadet, wer genau hinschaut, sieht, dass die Stimmung auf dem Marktplatz nachl├Ąsst und nur dort, wo viel Engagement gezeigt wird auch viel los ist. Andere Teile sind nahezu verwaist.

Das Problem: Eigentlich ist Ladenburg zu klein f├╝r die Menge und Gr├Â├če der Veranstaltungen. Andererseits ist die Stadt attraktiv und bietet die M├Âglichkeiten – sofern sie geschickt und professionell gemanagt werden.

Ein echtes Stadtmarketing – das oft gefordert worden ist – muss einen ernstzunehmenden Versuch wert sein, die vorhandenen Veranstaltungen zu erhalten und zu st├Ąrken. Unter Umst├Ąnden auch mit Verzicht und Begrenzung statt auf immer mehr zu setzen, sonst wird es am Ende immer weniger.

So gesehen hat Frau Ernst als Vorsitzende des BdS verantwortlich und klug gehandelt. Eine Verz├Âgerung der Entscheidung h├Ątte einen Neustart behindert. Ob der kommt, ist fraglich. Die Stadt als Organisator wird die Kosten nicht tragen wollen und wenn, daran scheitern.

Vermutlich sind die Schmerzen noch nicht gro├č genug, um externen Sachverstand zuzulassen, der Frische in die Stadt bringt. Also wurschteln alle weiter und gucken zu, wie es bergab geht. Sicher ist, dass kein Weihnachtsmarkt noch weniger Gesch├Ąft bedeutet. Mal schauen, welcher Laden als n├Ąchstes in Ladenburg zumacht. Wenn unsere Informationen zutreffend sind, werden das 2013 und 2014 nicht wenige sein. Und jeder Leerstand vergr├Â├čert die Depression.

Hinweis zum Internationalen Ballonfestival

Mannheim/Rhein-Neckar, 24. Juli 2012. (red/pro) Das Internationale Ballonfestival im Mannheimer Luisenpark findet wie angek├╝ndigt am 25. August statt. Auf Bitte der Stadtpark-Direktion ver├Âffentlichen wir diesen Hinweis, da verunsicherte Ballon-Fans sich telefonisch erkundigt haben, ob die Veranstaltung ausf├Ąllt. Dem ist nicht so.

Vom Ausfall betroffen ist das Ladenburger-Ballonfestival, nicht das im Luisenpark. Der Veranstalter Heidelberg-Ballon hatte zun├Ąchst das Ladenburger Ballon-Festival organisiert, ist aber 2010 mit der Veranstaltung in den Luisenpark umgezogen, wo das Internationale Ballonfestival nun angesiedelt ist und erfolgreich durchgef├╝hrt wird.

 

Ballonfestival 2012 findet nicht statt

Die Luft ist raus

Ladenburg, 02. Juli 2012. (red/pro) Das Ballonfestival 2012 findet nicht statt. Es sei nicht gelungen, einen Ersatz f├╝r die LSV-Fu├čballer zu finden, nachdem diese sich als Partner zur├╝ckgezogen hatten.

Kommentar: Hardy Prothmann

B├╝rgermeister Rainer Ziegler best├Ątigte heute, was viele schon lange vermutet haben: Das Ballonfestival findet in diesem Jahr nicht statt. Seit dem R├╝ckzug von Michael Bering und seiner Firma Heidelberg-Ballon steht das Ballonfestival unter keinem guten Stern.

2005 hatte Bering das Ballonfestival im Rahmen des Gr├╝nprojekts etabliert. 2010 ├╝berwarfen sich Bering und Herbert Rittlinger, Abteilungsleiter bei der LSV. Michael Bering wollte das Festival mit weiteren Catering-Angeboten aufwerten und kommerziell erfolgreicher machen. Die LSV streubte sich dagegen und beharrte auf dem alleinigen Recht f├╝rs Catering. Doch gerade das stand ebenfalls in der Kritik – durch ein veraltetes „Bon“-System und ein absolutes Standard-Angebot.

Bering stellte die Kooperation mit der LSV ein und wechselte in den Mannheimer Luisenpark, wo er seitdem sehr erfolgreich ein Ballonfestival durchf├╝hrt.

Als Nachfolger von Heidelberg-Ballon ├╝bernahm der Maxdorfer Ballonfahrer Uwe Hilzendegen. 2010 scheiterte das Festival an zu starkem Wind, 2011 an zu starkem Regen. Nat├╝rlich sind Ballonfahrten vom Wetter abh├Ąngig – aber vielleicht h├Ątte man das mit einem „sicheren“ Termin an einem anderen Wochenende besser im Griff – in Mannheim starteten die Ballone.

Selbstverschuldet.

Selbstverschuldet ist allerdings der vollst├Ąndig unprofessionelle Umgang mit der Veranstaltung. 2010 wurde der „Krach“ zwischen Bering und Rittlinger publik – zwei Sturk├Âpfe knallten hier aufeinander. Vor einigen Wochen k├╝ndigte die LSV dann an, sich als Partner zur├╝ckzuziehen. Viel zu sp├Ąt, um neue Partner zu finden, wie sich jetzt endg├╝ltig herausstellt.

Als w├Ąre das nicht peinlich genug, k├╝ndigte der Verein einige Tage sp├Ąter an, man w├╝rde doch mitmachen, aber nicht mehr verantwortlich. Als neue Partner wolle man Ladenburger Gastronome gewinnen, hie├č es dann. Doch die scheinen nicht gewollt zu haben – nach unseren Informationen wegen zu heftiger Geldforderungen durch Uwe Hilzendegen.

Unterm Strich ist das Ergebnis ganz einfach: Die Luft ist raus aus dem Ballonfestival. Und ob es kommendes Jahr wie jetzt angek├╝ndigt wieder stattfinden wird, wird man dann sehen, wenn es tats├Ąchlich so weit ist. Ein Argument f├╝r einen Ausfall des Festivals f├Ąllt definitiv weg: Man habe zu wenig Zeit gehabt, einen Partner zu finden. Daf├╝r ist jetzt ├╝ber ein Jahr Zeit – wir sind gespannt, ob es dann wieder stattfindet und in welchem Rahmen und zu welchem Termin.

Denn auch das d├╝rfte sicher sein: Der f├╝r 2012 vorgesehene Termin eine Woche nach dem Altstadtfest war mindestens so ungl├╝cklich wie der ganze Rest dieses Trauerspiels.

Sie k├Ânnen alle Artikel zum Thema hier nachlesen.

Ballonfestival vor dem Aus?

Hei├če Luft

Steht das Ballonfestival vor dem Aus?

 

Ladenburg, 18. April 2012. (red) Aktualisiert. Die Stadt Ladenburg und der Ballfahrten-Unternehmer Uwe Hilzendegen haben aktuell ├╝ber die neuen „Rahmenbedingungen“ f├╝r das Ballonfestival informiert. Nachdem der F├Ârderverein der Fu├čballabteilung der LSV als „Caterer“ nicht mehr zur Verf├╝gung steht, ist fraglich, ob das Ballonfestival weiter stattfinden kann.

Von Hardy Prothmann

Erinnern Sie sich noch? 2010 gab es Streit um das Ballonfestival. Der Heidelberger Initiator des Festivals, Michael Bering, wollte das Festival mit zus├Ątzlichen gastronomischen Angeboten attraktiver gestalten. Vor allem aus ├Âkonomischen Gr├╝nden. Denn die LSV zahlte „nur“ 4.000 Euro an den Veranstalter und hatte exklusive Catering-Rechte. Laut Bering w├Ąren private Betriebe bereit gewesen, bis zu 10.000 Euro f├╝r eine Lizenz zu bezahlen.

Bering forderte, die LSV mauerte, B├╝rgermeister Rainer Ziegler zeigte „Verst├Ąndnis“ f├╝r beide Seiten. Auch das Ergebnis ist bekannt: Michael Bering wanderte in den Luisenpark ab, wo er das Ballonfestival sehr erfolgreich etablierte, w├Ąhrend 2010 und 2011 das Ladenburger Ballonfestival unter schlechtem Wetter litt.

Und jetzt steigt die LSV aus und was ist die L├Âsung? Andere Vereine sollen sich bewerben oder ein privater Caterer soll her und ordentlich Geld an Uwe Hilzendegen zahlen. Auf dem Stand war man bereits 2010. Eine weitere Ver├Ąnderung gibt es beim Termin. Der ist jetzt auf den 15./16. September verlegt, in der Hoffnung, dass man dann besseres Wetter hat. Das Problem: Dieses Wochenende folgt auf das Altstadtfest. Werden sich genug Besucher an zwei Wochenenden hintereinander in Ladenburg einfinden?

Auf einen unserer vergangenen Artikel zum Thema schrieb ein Kommentator:

Selten ein so v├Âllig unn├Âtiges ÔÇťEventÔÇŁ erlebt wie dieses.Das Zusammenw├╝rfeln von Autoausstellung , Kinderkarussel, Unterhaltungsmusik und Verk├Âstigung auf einer Wiese ergibt nicht automatisch ein Fest.Das Fehlen eines attraktiven Konzepts ist im ├╝brigen nicht erst seit diesem Jahr zu beklagen.

Was dem Festival fehlt, ist ein gutes Marketing. Ganz sicher kann ein Ballonfestival eine ├Ąu├čerst attraktive Veranstaltung sein und l├Ąsst sich gut vermarkten, wie man am Ballonfestival im Luisenpark sieht.

Im August 2010 haben wir bereits geschrieben:

Vielleicht w├Ąre es aber besser gewesen, es f├╝r ein Jahr ausfallen zu lassen. Um sich zu sammeln, ein gutes Konzept zu erstellen, ein ordentliches Rahmenprogramm zu entwickeln und dann einen Neustart zu machen.

Der MM berichtete heute, ein weiterer „Unsicherheitsfaktor“ sei die Genehmigung durch das Regierungspr├Ąsidium in Karlsruhe. Nach „Informationen der Zeitung“ w├╝rden diese „deutlich strenger als in der Vergangenheit gehandhabt“. Das Regierungspr├Ąsidium gab uns die die Auskunft: „Wir wissen nicht, woher die Zeitung diese Information hat. Es gibt keine ├änderungen, solche Antr├Ąge werden wie fr├╝her auch nach den gesetzlichen Bestimmungen erteilt. Bislang liegt uns noch kein solcher Antrag vor.“

In Ladenburg sind bis jetzt sind alle „Planungen“ hei├če Luft. Und leider steht zu bef├╝rchten, dass die Luft aus dem Ladenburger Ballonfestival raus ist.

Alle Artikel zum Thema finden Sie hier.

Nachtrag, 23:00 Uhr.

Nach der Sitzung des technischen Ausschusses bat B├╝rgermeister Ziegler die Presse noch kurz zu einem Gespr├Ąch. Der F├Ârderverein der Fu├čballabteilung LSV sei nun doch noch bereit, einen Teil des Catering zu ├╝bernehmen, nicht aber die Organisation.

Man sei weiter interessiert an Angeboten anderer Vereine oder privater Gastronomen. Wenn sich ein Privatunternehmen f├╝r das Catering interessieren sollte, sei es keine Bedingung, dass der F├Ârderverein mit im Boot sein m├╝sse, sagte B├╝rgermeister Ziegler auf unsere Nachfrage: „Die Caterer m├╝ssen sich mit dem Ballonfahrten-Organisator, Herrn Hilzendegen, einigen. Von uns gibt es keine Vorgabe.“

Die Stadt will auch weiterhin die Infrastruktur, also Strom und Wasser, stellen.

Fotostrecke: Was vom Ballonfestival ├╝brig blieb


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Totalausfall wegen Regens. Ballonfestival 2011.

Ladenburg, 06. August 2011. (red/toe) Vergangenes Jahr wars der Wind – dieses Jahr starker Regen. Irgendwie l├Ąuft es nicht mit dem Ballonfestival. Unser Fotoreporter Tom Eisele (Foddotom) hat dem Regen getrotzt und gehofft, dass das Wetter wenigstens am Abend das Ballongl├╝hen m├Âglich macht. Stattdessen sch├╝ttete es wie aus K├╝beln. Impressionen vom Regenfestival.

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Ballonfestival: Abfackeln statt gl├╝hen

Guten Tag!

Ladenburg, 14. August 2010. Das 6. Ballonfestival Ladenburg hatte keinen guten Start f├╝r die Organisatoren LSV-F├Ârderverein und den Ballonfahrten-Unternehmer Uwe Hilzendegen. Mit rund 4.000 Besuchern kamen auch deutlich weniger G├Ąste als erwartet. Echte Stimmung kam nicht auf.

Von Hardy Prothmann

Das Wetter hat nicht mitgemacht – zuviel Wind hat den Start der Ballons beim 6. Ballonfestival verhindert. Und auch das Ballongl├╝hen war eher ein Gas-Abfackeln. Zwar gaben die Ballonpiloten „Gas“, aber ohne H├╝llen ├╝ber den K├Ârben – das war irgendwie skurril. Das machte hell und gab Licht, aber keine Stimmung.

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Abfackeln statt Ballongl├╝hen - das macht Licht, aber keine Stimmung. Bild: ladenburgblog

Hell, dunkel – und weiter?

Die Flammen schossen meterhoch in die Luft und erleuchteten die Festwiese, wenn alle neun (statt der angek├╝ndigten zw├Âlf) Ballonfahrer gleichzeitig ihre Brenner bet├Ątigten. Es wurde hell, es wurde dunkel. Mehr war aber auch nicht.

Am besten gefielen da noch die Modellballone von Ballonmodellbauer Michael Kampmann. Die kleineren Hei├čluftballone schwebten wenigstens mal f├╝r eine kurze Zeit drei, vier Meter ├╝ber dem Boden und „gl├╝hten“, wenn die Brenner per Fernbedienung bet├Ątigt wurden.

Das Festival fing sehr verhalten an, gut 1.000, h├Âchstens 1.500 Besucher waren es am fr├╝hen Abend, als die Ballons starten sollten. Uwe Hilzendegen war sich mit den anderen Ballonpiloten einig, dass die Wetterlage eine sichere Fahrt nicht erm├Âglichte. Die Entscheidung, am Boden zu bleiben ist selbstverst├Ąndlich und richtig, denn die Piloten sind f├╝r die Sicherheit ihrer Fahrtg├Ąste verantwortlich.

Nur 4.000 Besucher sind zu wenig.

Am Boden gab es das ├ťbliche: Bratwurst, Steak und Pommes. Und das Bon-System, dass der fr├╝here Ballonfestival-Mitveranstalter Michael Bering so gescholten hat, funktionierte. Es waren ja auch zum H├Âhepunkt, dem „Ballongl├╝hen“ nur freundlich gesch├Ątzt 4.000 Besucher vor Ort.

Trotzdem muss man hier eine deutliche Kritik ├╝ben: Wenn ein Bon-Verk├Ąufer G├Ąste anmotzt, dass das hier so ├╝berhaupt nicht gehe und gef├Ąlligst eine Reihe gebildet werden muss, dann ist das erstens unfreundlich und zweitens l├Ącherlich, wenn vor dem Bon-Stand nur acht Leute stehen.

Es fehlte an einer Inszenierung.

Auch die Beschallung war nicht gut. Die Moderationen waren teils sehr schwer verst├Ąndlich. Und es fehlte komplett an einer Dramaturgie, einer Inszenierung, die dem Festival eine besondere Note gibt.

Die Eheleute Rittlinger und der F├Ârderverein der Fu├čballabteilung der LSV haben zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern sicherlich viel getan, um das Festival nach dem Absprung von Bering doch noch zu veranstalten.

Vielleicht w├Ąre es aber besser gewesen, es f├╝r ein Jahr ausfallen zu lassen. Um sich zu sammeln, ein gutes Konzept zu erstellen, ein ordentliches Rahmenprogramm zu entwickeln und dann einen Neustart zu machen.

Erfolg orientiert sich nicht an Schuldfragen.

So ist das Wetter schuld, f├╝r die „inneren Kreise“ der Konflikt zwischen Bering und Rittlinger und was sonst noch, beispielsweise eine unzureichende Bewerbung der Veranstaltung. Nur: Die Schuldfrage interessiert keinen Besucher, eine Suche nach der Schuld beantwortet nicht die Frage, wie man Erfolg hat.

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Modellbauer Michael Kampmann am Ballon. Bild: ladenburgblog

Dass nur rund 4.000 Besucher gekommen sind, ist ein Warnsignal. Wenn das nicht wahrgenommen wird, wird eine an sich imposante Veranstaltung zu Tode veranstaltet. Angeblich waren es ja mal ├╝ber 20.000 Besucher, woran man aber Zweifeln haben darf. Doch 6-10.000 Besucher sollte eine solche Veranstaltung schon erreichen k├Ânnen. Alles darunter muss die berechtigte Frage aufkommen lassen, ob Aufwand und Ergebnis noch zueinander passen.

Alle haben sich bem├╝ht: Die LSV, die Stadt und Herr Hilzendegen. Steht in einem Zeugnis aber: „Sie haben sich jederzeit bem├╝ht“, wei├č man, wie man das zu verstehen hat.

Zukunft ungewiss.

Das hat auch das Publikum klar gemacht. Das „bem├╝hte“ Klatschen nach 30 Minuten Gas abfackeln wirkte eher wie ein Trost f├╝r die Zuschauer selbst – man will schlie├člich nicht vergebens gekommen sein.

LSV-F├Ârderverein und Hilzendegen haben nun ein Jahr Zeit, ├╝ber all das und das n├Ąchste Ballonfestival nachzudenken. Einen Erfolg k├Ânnen sie f├╝r dieses Jahr nicht vermelden, am Erfolg aber werden sie gemessen werden. Der muss im kommenden Jahr da sein, sonst wird das Ballonfestival in Ladenburg keine Zukunft haben.

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Ballongl├╝hen findet doch statt

Guten Tag!

Ladenburg, 14. August 2010. Uwe Hilzendegen hat der Redaktion vor wenigen Minuten best├Ątigt, dass das Ballongl├╝hen doch stattfindet.

„Wir haben genug Zeit, die Schlechtwetterfront bewegt sich langsam und ist erst bei Karlsruhe“, sagte Hilzendegen auf Anfrage der Redaktion. Nach seiner Auskunft soll das Ballongl├╝hen kurz vor 22:00 Uhr auf der Festwiese stattfinden.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Ballonfestival: Starts abgesagt, „Gl├╝hen“ unsicher

Guten Tag!

Ladenburg, 14. August 2010. Die Starts der Ballone wurden um kurz nach 18:30 Uhr abgesagt – wegen b├Âiger Winde. Ob das Ballongl├╝hen stattfinden wird, entscheidet der Ballon-Organisator Uwe Hilzendegen gegen 21:00 Uhr. Wir werden aktuell berichten.

Die gebogenen Pappeln zeigen den Wind an - der ist zu stark f├╝r eine sichere Fahrt. Bild: ladenburgblog

„F├╝r mich steht ganz klar die Sicherheit der Fahrg├Ąste im Vordergrund“, sagte Uwe Hilzendegen auf Anfrage vor Ort. Auf der Festwiese sind immer wieder leichte Windb├Âen bemerkbar, meist ist es aber ruhig: „Da oben sieht das anders aus. Wir haben einen Wind mit zehn und mehr Knoten Geschwindigkeit. Der Wind nimmt zu und dazu kommen B├Âen ├╝ber f├╝nf Knoten.“

Privatfahrer d├╝rfen bis acht Knoten starten, gewerbliche bis zw├Âlf Knoten: „Hinzu kommt, dass der Wind uns in Richtung Schlechtwetterfront nach S├╝den treiben wird, meine Kollegen und ich sind uns einig, dass wir nicht starten k├Ânnen.“

Das ist bitter f├╝r Uwe Hilzendegen, der zum ersten Mal das Ballonfahren hier in Ladenburg organisiert. Ein guter Start sieht anders aus. Hilzendegen trifft aber keine Schuld – er handelt verantwortungsvoll und das ist richtig so.

Ob das Ballongl├╝hen stattfinden kann, ist zur Zeit ebenfalls noch unsicher. „Die Ballonh├╝llen erreichen H├Âhen von ├╝ber 25 Meter, da passiert auch schon mehr als am Boden“, sagt Hilzendegen und zeigt auf eine Gruppe Pappeln, die sich im Wind biegen.

Wir werden nach 21:00 Uhr melden, ob das Ballongl├╝hen, der „Glow“ stattfindet oder nicht.

Statt der erwarteten ├╝ber 10.000 Besucher zum 6. Ballonfestival in Ladenburg sind mit viel gutem Willen bisher rund 1.500 Besucher auf der Festwiese anwesend.

Morgen werden die Ballons voraussichtlich gegen 07.00 Uhr starten – sofern das Wetter es zul├Ąsst.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Ballonstarts h├Ąngen vom Wetter ab – und das ist kritisch

Guten Tag!

Ladenburg, 14. August 2010. Das 6. Ballonfestival in Ladenburg begann verhalten mit wenigen G├Ąsten. F├╝r 18:00 Uhr stehen die Starts von zw├Âlf Hei├čluftballons an – wenn das Wetter mitspielt. Um 22:00 Uhr soll das Ballongl├╝hen beginnen, eine halbe Stunde fr├╝her als geplant.

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Spielt das Wetter mit? Ob die Ballons um 18:00 Uhr starten k├Ânnen ist noch unklar. Die Stratocumulus-Wolken verhei├čen nichts Gutes. Bild: ladenburgblog

Uwe Hilzendengen (Maxdorf), Organisator der Ballonfahrer, muss warten: „Wir bekommen bis jetzt keine genauen Wetterdaten. Wir hoffen nat├╝rlich, dass wir um 18:00 Uhr starten k├Ânnen, aber die Wolken da oben k├Ânnen schnell eine Eigendynamik entwickeln. Mal schauen, klar ist, die Sicherheit geht vor.“

Dreizehn Ballonfahrer hatte Hilzendegen in kurzer Zeit f├╝r das Festival verpflichten k├Ânnen – einer ist wegen Krankheit kurzfristig ausgefallen. Insgesamt k├Ânnten also zw├Âlf Hei├čluftballone am fr├╝hen Abend starten – so das Wetter h├Ąlt. Pro Ballon k├Ânnen drei bis f├╝nf G├Ąste mitfahren.

Ballonfahrten werden meist morgens oder abends gestartet – morgens vor der einsetzenden Thermik, abends nach der Thermik.

Das Ballongl├╝hen war f├╝r 22:30 Uhr vorgesehen, wird nun aber eine halbe Stunde auf 22:00 Uhr nach vorne gezogen, weil es eine Unwetterwarnung gibt und mit Regen gerechnet werden muss.

Die ersten f├╝nf Jahre haben die Stadt Ladenburg zusammen mit der LSV und dem Heidelberger Ballonfahrer Michael Bering das Festival veranstaltet. Auf Grund von Spannungen zwischen Bering und der LSV war Bering ausgestiegen. Lange Zeit war unklar, ob das Festival stattfinden kann. Den Eheleuten Rittlinger ist es f├╝r den LSV letztlich doch noch gelungen, das Festival zu organisieren. Die LSV ist erstmals allein verantwortlicher Veranstalter.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler erinnerte daran und sagte zur Er├Âffnung kurz nach 14:00 Uhr: „Das waren sch├Âne und erfolgreiche Festivals. Wie Sie mich kennen, sage ich kein b├Âses Wort in die Vergangenheit, sondern bedanke mich bei Herrn Bering. Und ich darf Herrn Hilzendegen als neuen Partner der LSV begr├╝├čen und bin froh und gl├╝cklich, dass es der LSV, hier danke ich vor allem Anna Rittlinger, gelungen ist, einen neuen Partner zu finden.“

Insgesamt sind 125 ehrenamtliche Helfer beteiligt.

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Und ein Video ├╝ber den Ballonfahrer Uwe Hilzendegen:

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Vollsperrung der Neckarstra├če zum Ballonfestival

Guten Tag!

Ladenburg, 13. August 2010. Am Samstag, den 14. August 2010, startet das 6. Ballonfestival in Ladenburg. Weil die Stadt ├╝ber 10.000 Besucher erwartet, wird es umfangreiche Stra├čensperren geben. Beispielsweise wird die Neckarstra├če voll gesperrt, es stehen auch keine Parkpl├Ątze auf der Festwiese zur Verf├╝gung. Die Stadt bittet Besucher, die ausgewiesenen Parkpl├Ątze zu nutzen.

Pressinformation der Stadt Ladenburg:

„Am kommenden Samstag, dem 14. August 2010 und am Sonntag, dem 15. August 2010, findet auf der Neckarwiese das 6. Ladenburger Vogel-Automobile Ballonfestival mit insgesamt 15 Hei├čluftballons statt.

Programm

Die Veranstaltung beginnt am Samstag um 11.00 Uhr mit Kinderprogramm, Modellballon- und Lenkdrachenshow und einem musikalischen Beitrag der Alphornbl├Ąser.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler er├Âffnet um 14.00 Uhr offiziell die Veranstaltung mit der Begr├╝├čung der Teilnehmer.

Der erste Ballonstart ist f├╝r 18.00 Uhr vorgesehen und um 22.30 Uhr wird dann das Ballongl├╝hen stattfinden, sicherlich ein besonderer Augenschmaus und das Highlight des Festivals.

Zwischen dem Start der Ballons und dem Ballongl├╝hen ab 18.30 Uhr, wird die Gruppe ÔÇ×The Midnight TokersÔÇť die hoffentlich zahlreichen Besucherinnen und Besucher unterhalten. Die Veranstaltung am Sonntag beginnt mit dem Fr├╝hstart der Ballons um 6.30 Uhr.

Zum Abschluss des Festivals findet dann ab 10 Uhr ein Fr├╝hschoppen mit Live-Musik der ÔÇ×City SurfersÔÇť und weitere Vorf├╝hrungen mit den Lenkdrachen statt. F├╝r Essen und Trinken sorgt an allen Tagen der F├Ârderverein Fu├čball der Ladenburger Sportvereinigung.

Verkehrslenkung – Stra├čensperrungen

Da mit einem hohen Besucheraufkommen gerechnet wird, ist es erforderlich, dass am Samstag, den 14. August 2010 in der Zeit von 13 – 24 Uhr, folgende Stra├čen gesperrt werden und zwar die Neckarstra├če vom Carl-Benz-Platz bis Einm├╝ndung Valentinianstra├če, die Trajanstra├če ab Einm├╝ndung Domitianstra├če bis Einm├╝ndung Seilergraben/Neckarstra├če sowie die Bordhofstra├če, die Stra├če ÔÇ×Am SeilergrabenÔÇť, Sievertstra├če, Gropengie├čerstra├če, Goethestra├če und die Stra├če ÔÇ×An der BeintÔÇť.

Am Sonntag, dem 15. August 2010, bleibt dann nur noch die Neckarstra├če von der Einm├╝ndung Trajanstra├če bis zur Einm├╝ndung Valentinianstra├če gesperrt. Die Umleitung erfolgt in Richtung F├Ąhre, Schwimmbad und R├Âmerstadion ├╝ber die Trajanstra├če, Domitianstra├če, Valentinianstra├če und ebenso in der Gegenrichtung. Die durch Trajanstra├če f├╝hrende Buslinie 628 bleibt jedoch aufrechterhalten.

Parkpl├Ątze

F├╝r die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung stehen die Firmen-Parkpl├Ątze bei ABB, fr├╝herer ALDI und Total zur Verf├╝gung.
Alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden um Beachtung gebeten.“

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Ballonfestival – der ├ärger ist noch nicht verflogen

Guten Tag!

Ladenburg, 07. Juli 2010. Das Ladenburger Ballonfestival wird am 14.-15. August 2010 stattfinden. Kleiner, als man es aus den vergangenen Jahre kannte.

Von Hardy Prothmann

Jeder Streit kostet Kraft – im Fall des Ballonfestivals h├Ątte es beinahe die Veranstaltung an sich gekostet. Herbert Rittlinger ist es f├╝r die LSV gelungen, einen neuen Partner zu finden: Uwe Hilzendegen aus Maxdorf/Pfalz.

Gerade noch. Bis vergangene Woche wollten die Rittlinger noch keine Details nennen. Jetzt steht fest: Die LSV ist weiterhin verantwortlich f├╝r die Versorgung der G├Ąste mit Essen und Getr├Ąnken und will ein noch nicht n├Ąher benanntes Rahmenprogramm anbieten. Eine H├╝pfburg f├╝r die Kleinen wird es geben und Ballonmodellbauer Michael Kampmann wird es Kindern erlauben, mal selbst einen Modellballon per Fernbedienung zu steuern.

Statt 20 Ballonen, die der bisherige Organisator Michael Bering an den Start brachte, gibt es bis jetzt nur 12 Zusagen f├╝rs Ballongl├╝hen, von denen elf auch Fahrten anbieten – mithin also nur die H├Ąlfte der gewohnten Ballonzahl.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler betonte, dass die Zusammenarbeit mit Bering immer „sehr gut war“: „Manchmal gehen aber auch Partner getrennte Wege, die sich eigentlich gut verstehen.“

Herbert Rittlinger musste immer wieder von seiner Frau und dem B├╝rgermeister gez├╝gelt werden, um nicht doch noch etwas ├╝ber die „sehr guten Partner“ zu sagen. Einen Satz konnte man nicht verhindern: „Ich verstehe nicht, wieso der immer noch die Internet-Adresse ballonfestival-ladenburg.de hat?“

Auf Nachfrage sagt Herr Bering, dass ihn niemand gefragt habe, ob er die Adresse hergibt. Au├čerdem habe er gedacht, dass man f├╝r kommendes Jahr noch im Gespr├Ąch sei, aber das habe sich wohl erledigt: „Ich war gerne in Ladenburg und w├╝rde dort auch gerne wieder sein.“

Die LSV hat sich die Adresse ladenburg-ballonfestival.de gesichert – hier landet man zur Zeit noch auf der Seite der LSV, ohne jegliche Information zum Ballonfestival. Auch das ein Punkt, der schnellstens bearbeitet werden muss.

Nach Angaben von Bering hat dieser nie Geld mit dem Ladenburger Ballonfestival verdient. Dass nun ein anderer Veranstalter dies ├╝bernommen habe, k├Ânnte darauf hindeuten, dass die LSV in der Not andere Konditionen gegeben hat.

Soviel ist klar – es ist ein enormer Wind um den Streit gemacht worden, der ├ärger ist noch l├Ąngst nicht verflogen auf Seiten Rittlingers und Berings. Der eine betont, wie wichtig ihm das Festival in Ladenburg gewesen sei, quasi ein Herzblut-Projekt, der andere, dass unangemessene Forderungen gestellt worden seien und eins klar sei: Die Versorgung liegt bei der LSV. Au├čerdem sei man an den Kapazit├Ątsgrenzen, was beispielsweise die Stromversorgung angeht. Man k├Ânne das gar nicht so gro├č machen, wie Bering sich das vorgestellt hat.

Mit ├╝ber 100 Helfern sei es eine gro├čartige Leistung, wie die LSV sich hier einbringe, betonte B├╝rgermeister Ziegler und machte klar, dass die Hauptorganisation in der Hand des Vereins liege und dort auch bleibe: „Wir haben bewusst an unsere Vereine Verantwortung abgegeben, das Ballonfestival bleibt bei der LSV wie das Drachenbootrennen bei den 03-ern.“

Die Behauptung, dass die Organisation unprofessionell sei, weist er wie die Rittlingers zur├╝ck: „Zu den Spitzenzeiten gibt es immer Schlangen geben, das schafft auch kein professioneller Caterer.“

Trotzdem sei man bem├╝ht, sich jedes Jahr zu verbessern: Die Kassensysteme, der Aufbau der St├Ąnde, die Pfandglasr├╝ckgabe, an allem werde gearbeitet.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen und ein gewichtiger Grund ist sicherlich das Geld: Das Festival k├Ânnte eventuell besser organisiert werden, aber zu Lasten der Einnahmen der LSV – verst├Ąndlich, dass der Verein das nicht will.

Verst├Ąndlich auch, dass Michael Bering neu im Luisenpark startet. Er ist Unternehmer und guckt auch aufs Geld. Sein Festival findet nun eine Woche sp├Ąter statt als das Ladenburger Festival: „Damit das niemand falsch versteht: Wir wollen nicht fr├╝her sein, um fr├╝her zu sein, das war und ist unser Termin“, sagt der B├╝rgermeister.

Die LSV organisiert nun im Hauruck-Verfahren mit einem neuen Ballonfahrten-Veranstalter das Festival auf den letzten Dr├╝cker. Wenn etwas nicht l├Ąuft oder gr├╝ndlich schief geht, wird man das darauf schieben.

Aus Sicht von Frau Rittlinger seien aber 99 Prozent der Besucher zufrieden mit dem Service der LSV – unzufriedene N├Ârgler werde es immer geben: „Man kann es nie allen recht machen“, sagte der B├╝rgermeister.

Die Sache ist entschieden. Jetzt hat die LSV viel Arbeit vor sich und alle Ballonfestival-Fans hoffen, dass es auch dieses Jahr wieder ein sch├Ânes Festival mit eindrucksvollem Ballongl├╝hen geben wird.

Die Hardcore-Ballon-Fans hingegen d├╝rfen sich freuen, sie k├Ânnen jetzt an zwei Wochenenden hintereinander ein Ballonfestival in der Region besuchen. Sie sind die Dritten, die sich freuen, wenn zwei sich streiten.

Ballonfestival findet statt

Guten Tag!

Ladenburg, 07. Juli 2010. Heute haben die Stadt Ladenburg und die Ladenburger Sportvereinigung, vertreten durch die Eheleute Rittlinger, auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass das Ladenburger Ballonfestival am 14.-15. August 2010 stattfinden wird.

Neuer Organisator der Ballonfahrten: Pfalzgasballon von Uwe Hilzendegen. Bild: privat

Als neuer Organisator ist der Ballonfahrten-Unternehmer Uwe Hilzendegen aus Maxdorf/Pfalz mit an Bord. Hilzendegen hat selbst schon als Pilot an fr├╝heren Ballonfestivals in Ladenburg teilgenommen und ist nach eigener Aussage erfahren in der Organisation solcher Festivals. Feste Zusagen gibt es schon von 12 Ballonfahrern, 15 werden angestrebt. Hilzendegen selbst wird mit zwei Ballons vor Ort sein.

Ebenfalls mit dabei ist der Ballonmodellbauer Michael Kampmann.

F├╝r die Organisation des Rahmenprogramms zeichnet weiterhin die LSV verantwortlich. B├╝rgermeister Rainer Ziegler versprach, dass es „wie gewohnt eine sehr gute Veranstaltung“ geben werde.

Der fr├╝here Partner, Michael Bering, veranstaltet sein Ballonfestival erstmalig im Luisenpark in Mannheim – eine Woche sp├Ąter als das Ladenburger Ballonfestival.

Siehe unseren Kommentar.

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Ballonfestival doch in Ladenburg?

Guten Tag!

Ladenburg, 22. April 2010. Die Redaktion wurde anonym informiert, dass das Ballonfestival nun doch in Ladenburg stattfinden soll. Nach dem Stand unserer Recherche gibt es aber noch keine verbindliche Aussage.

Bei der Stadt Ladenburg war man ├╝berrascht, dass vom 13.-15. August 2010 das Ballonfestival in Ladenburg stattfinden soll – weder ├╝ber den Termin noch ├╝ber die angebliche Tatsache ist die Stadtverwaltung informiert.

Nach Auskunft der LSV ist man noch in der Planungsphase und will in den n├Ąchsten vierzehn Tagen eine Entscheidung herbeif├╝hren.

Bis dahin wird weder der Termin best├Ątigt, noch, ob das Festival ├╝berhaupt stattfindet. Fest steht nur, dass sich die LSV weiterhin um das Ballonfestival bem├╝ht.

Der fr├╝here Partner, Michael Bering, hatte sich nach Auseinandersetzungen mit der LSV zur├╝ckgezogen und veranstaltet nun sein Ballonfestival im Mannheimer Luisenpark.

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Das ladenburgblog

Ballonfestival wechselt zum Luisenpark Mannheim

Guten Tag!

Ladenburg, 11. M├Ąrz 2010. Der Veranstalter des bisherigen Ladenburger Ballonfestivals, Michael Bering, ist mit dem Luisenpark Mannheim handelseinig geworden. Das Festival, das seit 2005 in Ladenburg veranstaltet wurde, wird vom 20.-22. August 2010 in Mannheim stattfinden.

Von Hardy Prothmann

Was das ladenburgblog bereits am 02. M├Ąrz 2010 exklusiv gemeldet hat, ist seit heute best├Ątigt: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering zieht das von ihm veranstaltete „Ballon-Festival“ von Ladenburg in den Luisenpark um. Das wurde von Seiten Berings als auch des Luisenparks best├Ątigt.

Die Luisenpark-Pressereferentin Alexandra Wind sagte: „Wir haben durchweg positiv verhandelt und freuen uns, dass wir uns schnell einig werden konnten. Wir stellen das Gel├Ąnde und Herr Bering ist der Veranstalter.“ Zun├Ąchst werde das Ballonfestival einmalig veranstaltet, eine Fortf├╝hrung ist geplant.

Das Ballonfestival war seit 2005 in Ladenburg durch Bering veranstaltet worden. Doch dort ging man im Streit auseinander. Michael Bering sagte auf Anfrage: „Wir konzentrieren uns jetzt auf das Ballonfestival im Luisenpark und werden ein hervorragendes Programm anbieten. Unter anderem auch Dinge, die wir in Ladenburg bislang nicht umsetzen konnten.“

Beim Ballonfestival 2009 gehen die Zahlensch├Ątzungen auseinander: Manche reden von 20.000 Zuschauern, der MM berichtete von 30.000 Zuschauern. Die Leitung des Luisenparks geht davon aus, dass der Park ├╝ber 20.000 Zuschauer verkraften kann. Alexandra Wind: „Wir hatten hier schon andere Veranstaltungen in dieser Gr├Â├čenordnung.“

Zu den Details des Programms wollten beide Seiten noch keine n├Ąheren Angaben machen. Soviel steht fest: Es wird das beliebte Ballongl├╝hen geben, den „Glow“ und Starts von etwa 20 Ballons.

Luisenpark pr├╝ft Ballonfestival-Konzept

Guten Tag!

Ladenburg, 05. M├Ąrz 2010. Nach Informationen des ladenburgblogs gab es gestern zwischen dem Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering und der Leitung des Mannheimer Luisenparks ein Gespr├Ąch ├╝ber eine m├Âgliche Kooperation.

Der Gesch├Ąftsf├╝hrer der Stadtpark Mannheim GmbH, Joachim K├Âltzsch, sagte auf Anfrage: „Herr Bering hat uns gestern sein Konzept vorgestellt. Das werden wir nun pr├╝fen.“ Mit einer Entscheidung rechnet K├Âltzsch bis Ende kommender Woche.

Auf Nachfrage wollte Michael Bering keine Auskunft zum Stand der Verhandlungen geben: „Wir werden Sie per Pressemitteilung zu gegebener Zeit informieren.“

Lesen Sie auch:
Das Ballonfestival, die Protagonisten und ihr Streit
Ballonfestival in Mannheim statt in Ladenburg?

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Hintergrund: Das Ballonfestival, die Protagonisten und ihr Streit

Die Artikel wurde ├╝berarbeitet: Siehe Bild und Ende des Textes.

Ladenburg, 03. M├Ąrz 2010. Der Streit um das Ballonfestival in Ladenburg hat vielf├Ąltige Hintergr├╝nde. Wir dokumentieren die Aussagen der Verantwortlichen.

Von Hardy Prothmann

Der Streit um das Ballonfestival hat drei Seiten, die unterschiedlicher nicht sein k├Ânnten.

Dokumentation: Zuerst hatten wir ein Ballonbild aus dem Pressebereich von heidelberg-ballon verwendet - angeblich h├Ątten wir das nicht gedurft... Quelle: heidelberg-ballon

Michael Bering ist Ballonfahrten-Unternehmer und sozusagen der Initiator des Ballonfestivals im Jahr 2005 zum damaligen Gr├╝nprojekt. Seither hat sich das Ballonfestival pr├Ąchtig entwickelt und gilt nach f├╝nf Jahren im Veranstaltungskalender der Region als „feste Gr├Â├če“.

Im Gespr├Ąch erkl├Ąrt Bering, dass er als Unternehmer bislang das Festival als Marketing-Instrument gesehen hat, aber durch die zunehmende Gr├Â├če mittlerweile auch seine erheblichen Investitionen zur├╝ckflie├čen m├╝ssten. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Unternehmers nachvollziehen kann.

Image, Unternehmertum, Vereinsf├Ârderung

Die Stadt Ladenburg, vertreten durch ihren B├╝rgermeister Rainer Ziegler, hat die Infrastruktur bereitgestellt: Strom, Wasser, Abfallentsorgung beispielsweise. Sie profitiert einerseits von der hohen Aufmerksamkeit, die ein gutes Image f├Ârdert.

Auf der anderen Seite bleiben ihr ├╝berwiegend Kosten f├╝r die Dienstleistungen. In Zeiten knapper Kassen gibt es nicht unbedingt ein besonderes Interesse, f├╝r Kosten zu k├Ąmpfen, weswegen Herr Ziegler die Absage Berings bedauert, aber auch nicht mehr. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Verwaltungsbeamten nachvollziehen kann.

Herbert Rittlinger ist langj├Ąhriger Abteilungsleiter Fu├čball beim LSV Ladenburg. Eine „Vereinsf├Ârderung“ durch die Stadt gibt es nicht wirklich. Tats├Ąchlich aber schon. Die Vereine erhalten exklusive Catering-Rechte, d├╝rfen also G├Ąste „bewirten“.

Monopol als Mittel der Vereinsf├Ârderung.

So die Fu├čballer des LSV beim Ballonfestival. Bei rund 20.000 Besuchern, die essen und trinken wollen, kommt da schon einiges an Geld zusammen. Rittlinger und der F├Ârderverein f├╝hlen sich von Bering unter Druck gesetzt, weil der gerne einen professionellen Caterer besch├Ąftigen w├╝rde. Damit w├Ąre das Monopol des LSV dahin, was der Verein nicht will. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Vereins nachvollziehen kann.

Michael Bering stellte dieses Monopol in Frage, was sich Herbert Rittlinger nicht gefallen lassen will. B├╝rgermeister Ziegler sitzt „zwischen den St├╝hlen“, wird sich aber im Zweifel – wie geschehen – f├╝r die LSV entscheiden.

Gro├čes Einzugsgebiet: Bering muss nicht in Ladenburg starten. Bild: heidelberg-ballon.de

Die hat gut 2.000 Mitglieder und ist das ganze Jahr vor Ort und Teil der Stadt – Bering macht nur einmal im Jahr ein Festival an drei Tagen, das zwar gut f├╝rs Image ist, aber die Kasse der Stadt belastet.

Rainer Ziegler betont denn auch im Gespr├Ąch, dass er beide Seiten versteht: „Ich habe von der Absage aus der Zeitung (MM) erfahren“, sagt Ziegler auf Anfrage. Der B├╝rgermeister betont die „erheblichen Leistungen“ der Stadt, findet das Festival aber toll, hat die „Rollenverteilung“ initiiert. Und sagt: „Es gab auch kritische Stimmen, aber die LSV hat jedes Jahr dazu gelernt.“

Verein vs. Unternehmer

Er sei aber auch nicht der Anwalt der LSV: „Wenn viele Menschen gleichzeitig versorgt werden wollen, dann muss man das leisten.“ F├╝r den „technischen Dienstleister“ Michael Bering hat er Verst├Ąndnis: „Es ist nicht mehr so einfach, Gelder ├╝ber Sponsoring zu bekommen, da muss man sich was einfallen lassen. Dass andere Wege der Finanzierung gesucht werden, verstehe ich.“ Andererseits: „Wir wollen die LSV halten.“

Und: „Irgendwann sind auch die Kapazit├Ąten ersch├Âpft. Man darf das nicht ├╝berfrachten. Es geht hier auch um Stil und Qualit├Ąt. Unsere Infrastruktur hat Grenzen.“ Und: „Die Rollenverteilung ist klar.“

Der B├╝rgermeister sagt: „Wir wollen dieses attraktive Ballonfestival, aber wir wollen die LSV nicht schw├Ąchen. Bis auf wenige Ausnahmen darf kein anderer Caterer rein. Ich habe die Entscheidung von Herrn Bering zu akzeptieren – er stellt Forderungen, weil er das Geld braucht, aber ich muss darauf achten, was f├╝r die Neckarwiese vertr├Ąglich ist. Leider hat Herr Bering das Gespr├Ąch abgebrochen.“

Was genau die Kosten sind, ist von Seiten der Stadt Ladenburg nicht ausgerechnet worden.

Michael Bering sieht das anders: „Die Unterst├╝tzung der Stadt Ladenburg f├╝r den LSV halte ich f├╝r eine gute Sache. Tats├Ąchlich habe ich Angebote ├╝ber mehr als das Doppelte, was mir der LSV bezahlt.“

4.000 vs. 10.000 Euro

Konkret bezahlt die LSV 4.000 Euro an den Ballon-Unternehmer Bering. Professionelle Catering-Firmen h├Ątten um die 10.000 Euro geboten, sagt Bering.

„Bislang habe ich nur draufgelegt“, sagt Bering. Und: „Mittlerweile hat das Festival eine Dimension erreicht, wo man das nur noch professionell betreiben kann oder lassen muss.“ Die Kritik zielt auf den LSV: „Wenn viele tausend Menschen etwas zu essen und zu trinken wollen, kann es nicht sein, dass man erst einen Bon f├╝r Pommes kaufen muss und dann genau Pommes kriegt, die erst in die Fritteuse geworfen werden, wenn jemand Pommes bestellt hat.“

Michael Bering wollte eine einfache L├Âsung: „Bons zu 50 Cent oder einem Euro, am Stand wird dann bestellt und abgerechnet. Ich will… und kriege das dann auch.“ Die Antwort: „Das geht so nicht, dann muss zu viel gerechnet werden…“, bringt Bering zur Wei├čglut: „Wenn Sie den Andrang umrechnen, muss innerhalb von ein paar Sekunden jemand bedient werden. Wenn es hei├čt, ein Bier, und jemand f├Ąngt dann an zu zapfen, funktioniert nichts mehr.“

Streit um „professionelle Dienstleistung“.

Bering kritisiert auch die Behandlung der Ballon-Teams: „Die Teams m├╝ssen innerhalb k├╝rzester Zeit richtig viel Arbeit leisten. Und auch die haben Hunger und Durst und ohne die l├Ąuft nichts. Wenn die sich dann aber ebenso in die Schlangen einreihen m├╝ssen, wird es „komisch“. Noch „komischer“ wird es aus seiner Sicht, wenn der Ton „komisch“ wird, „weil man das kritisiert.“

Unternehmer Bering plant "die Wiese". LSV f├╝hlt sich "scheibchenweise" ├╝bernommen. Bild: heidelberg-ballon.de

Bering kritisiert weiter, dass das Angebot des LSV zu beschr├Ąnkt sei: „Bratwurst und Steacks sind ok. Der LSV soll auch sein Gesch├Ąft machen. Aber ein attraktives Festival bietet mehr als das. Wenn man sich beim Angebot beschr├Ąnkt, ist das nicht professionell.“

Weiter sagt er, dass zu viele an ihm „gezerrt haben“ und dass er „viele unangenehme Erlebnisse“ gehabt habe: „Ich mache mich doch nicht zum Deppen.“

Scharfer Ton: „Ich mach mich doch nicht zum Deppen.“

Den „unangenehmen Ton“ k├Ânne er mit Unterlagen belegen. Auch die email-Kommunikation mit der Stadt und dem Verein. Auf Anfrage ist Herr Bering aber nicht bereit, diese Unterlagen zur Verf├╝gung zu stellen: „Ich will da nicht noch mehr ├ärger machen, als es schon gibt“, sagt er zur Begr├╝ndung. Einen Beleg bleibt er schuldig.

Herbert Rittlinger gibt sich von der Entwicklung ├╝berrascht: „Wir hatten nur ein Gespr├Ąch. Alles lief nach Plan, eigentlich waren wir uns einig, wer f├╝r was zust├Ąndig ist.“

Also die LSV f├╝r das Catering, Bering f├╝r das „Sportliche“, die Stadt f├╝r die Infrastruktur des Festivals.

„Herr Bering hat dann die Zust├Ąndigkeiten ignoriert“, sagt Rittlinger. „St├Ąndig wollte er was Neues. Wir haben auch einen Cr├â┬¬pe-Stand akzeptiert und einen Eis-Stand. Aber dann war da mit einem Mal der „Langosch“-Anbieter und Herr Bering wollte immer mehr“, sagt Rittlinger: „Wir sollten scheibchenweise ausgebootet werden.“

„Dabei sind wir diejenigen, die f├╝rs Catering zust├Ąndig sind“, sagt Herr Rittlinger. Das sagt er oft und: „Dar├╝ber haben wir Herrn Bering per email in Kenntnis gesetzt.“

Wer hat recht? Monopol vs. Unternehmerwillen.

Und: „Wenn viele Menschen gleichzeitig etwas wollen, dann entstehen Schlangen, das haben wir schon oft erlebt.“ Man m├╝sse das auch anders sehen: „Wir haben hier 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Hier geht es auch ums Soziale. Um die Jugendarbeit, das will Herr Bering nicht verstehen“, sagt Herr Rittlinger.

Und: „Herr Bering will dieses Engagement madig machen. Es kam der Punkt, an dem ich sagte, bis hierhin und nicht weiter. Es kann nicht so laufen, dass Herr Bering immer mehr fordert und St├Ąnde einteilt. Wir haben das Monopol f├╝r das Catering.“

„Wir haben akzeptiert, dass Herr Bering mehr machen wollte, aber irgendwann ist Schluss. Herr Bering will den Verein rausdr├Ąngen, wenn er behauptet, dass andere 10.000 Euro bezahlen. Das akzeptieren wir nicht.“

Herr Rittlinger ist bereit, die Konsequenzen zu tragen. Auf die Frage, ob der Einnahme-Verlust nicht sch├Ądlich f├╝r den Verein sei, sagt er: „Das k├Ânnen wir vertragen. Wir bem├╝hen uns um einen anderen Veranstalter.“

Verhandlungen.

Gibt es konkrete Gespr├Ąche? „Wir sind im Gespr├Ąch“, sagt Herr Rittlinger. Details mag er nicht nennen.

Michael Bering ist im Gespr├Ąch mit dem Luisenpark. Freilich erst am Anfang.

B├╝rgermeiser Ziegler ist in der Zwickm├╝hle: Bei diesen verh├Ąrteten Positionen steht er zur LSV. Die ist ihm n├Ąher. Und er wei├č um die Forderungen von Bering. Und er wei├č um die Finanzlage seiner Stadt.

Gibt es eine M├Âglichkeit, das Gespr├Ąch nochmals aufzunehmen? „Von meiner Seite aus sicher“, sagt B├╝rgermeister Ziegler.

Was soll ein B├╝rgermeister auch sonst sagen?

Link: Auf der Seite von heidelberg-ballon.de sind die Informationen zum 6. Internationalen Ballonfestival Ladenburg gel├Âscht. Auf den Seiten von ballonfestival-ladenburg ist das geplante Programm aber noch erreichbar…. (Stand: 02. M├Ąrz 2010, Anm. d. Red.) Update: 05. M├Ąrz 2010, die Seiten wurden gel├Âscht.

Update
Dokumentation: Plan Ballonfestival

Update: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering hat uns „gebeten“, die zun├Ąchst verwendeten Bilder aus dem Pressebereich seiner homepage sofort zu l├Âschen. Angeblich h├Ątten wir diese ohne Nachfrage nicht verwenden d├╝rfen. Dies ist nicht zutreffend. Das Unternehmen bot ├╝ber das zun├Ąchst in Ladenburg geplante 6. Ballonfestival Pressetexte und Bilder zur freien Verwendung an. Ein Hinweis, dass eine Verwendung erst genehmigt werden muss, fehlte.

Ballonfestival in Mannheim statt in Ladenburg?

Die Artikel wurde ├╝berarbeitet: Siehe Bild und Ende des Textes.

Guten Tag!

Ladenburg, 02. M├Ąrz 2010. Nach Informationen des ladenburgblogs hat der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering Gespr├Ąche mit der Leitung des Luisenparks in Mannheim aufgenommen, um dort im Sommer ein Ballonfestival zu veranstalten. In Ladenburg will man sich um einen anderen Ballonfahrten-Betreiber bem├╝hen.

Von Hardy Prothmann

Nach Informationen des ladenburgblogs ist der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering (Heiligkreuzsteinach) im Kontakt mit der Leitung des Luisenparks, um dort ein Ballonfestival im Sommer zu veranstalten.

Dokumentation: Zuerst hatten wir ein Ballonbild aus dem Pressebereich von heidelberg-ballon verwendet - angeblich h├Ątten wir das nicht gedurft... Quelle: heidelberg-ballon

Luisenpark und Bering waren bereits in der Vergangenheit mit Ballonstarts im Park „miteinander“ im Gesch├Ąft. Nach unseren Informationen gibt es bislang aber nur eine Anfrage und keine konkreten Verhandlungen.

Auch auf der anderen Seite gibt es nur die Aussage, der LSV sei auf der Suche nach einem anderen Ballonfahrten-Veranstalter als Ersatz f├╝r Berings Firma.

Von Seiten der Stadt Ladenburg gibt es keine Aussage zur Sache. Dort wei├č man nur, dass Bering seine Teilnahme per email am Freitagnachmittag abgesagt hat.

Sollte es dem LSV gelingen, einen anderen Ballonfahrt-Anbieter f├╝r das Festival zu gewinnen, k├Ânnten die noch nicht ausgeloteten Chancen f├╝r ein Mannheimer Ballonfestival f├╝r Bering schlecht stehen.

Ungewisser Ausgang – Luft-Schach

Immerhin ist das Ladenburger Ballonfestival als dieses bekannt und nicht als „Berings Ballonfestival in Ladenburg“. Beim Luisenpark wird man sich genau ├╝berlegen, ob man hier in eine Konkurrenz gehen w├╝rde.

Zur Zeit wird also Schach gespielt. Bering lotet seine Chancen in Mannheim aus und setzt damit die LSV enorm unter Druck. Die wiederum kann versuchen, einen anderen Anbieter zu finden, der sich auf die Konditionen des LSV-Catering-Monopols einl├Ąsst. W├╝rde das gelingen, w├Ąre Bering sowohl in Ladenburg als auch in Mannheim abgest├╝rzt.

Sollte dies nicht gelingen, geht der Druck wieder zur├╝ck nach Ladenburg. Wenn Bering und der Luisenpark sich einig werden sollten, wird es k├╝nftig das „Luisenpark Ballonfestival“ sein. Dagegen eines im kommenden Jahr in Ladenburg zu organisieren d├╝rfte kaum erfolgreich sein.

Ladenburg w├Ąre die Kosten, aber auch diesen Imagefaktor los und B├╝rgermeister Ziegler wird sich fragen lassen m├╝ssen, ob er nicht mehr h├Ątte unternehmen m├╝ssen. Gr├Â├čter Verlierer w├Ąre aber die LSV – der werden die sicherlich guten Einnahmen in der Vereinskasse fehlen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die LSV den B├╝rgermeister dr├Ąngen, seinen Einfluss geltend zu machen, um dies zu verhindern. Dann w├╝rde aus dem Streit ein Politikum werden. Denn das w├╝rde der B├╝rgermeister aller Voraussicht nach nicht tun – genau das w├╝rde man ihm aber vorwerfen.

Der Streit ums Ballonfestival ist dabei, eine neue H├Âhe zu erreichen.

Die Verhandlungsposition von Bering ist gut. Nach seinen Angaben hat er bislang mit dem Ballonfestival keinen Gewinn gemacht. Wird aus dem Neustart in Mannheim nichts, kann er es woanders versuchen.

Den Imageschaden hat zur Zeit die Stadt Ladenburg, weil sie diesen „Magnet“ verloren hat. Den finanziellen Schaden hat die LSV, weil ihr Einnahmen entgehen.

LSV-Abteilungsleiter Herbert Rittlinger gibt sich gelassen und guter Dinge, einen neuen Ballonbetreiber zu finden. Gelingt ihm das nicht, muss er sich fragen lassen, ob nicht er die Verantwortung f├╝r das ganze Dilemma tr├Ągt – egal, ob sich Michael Bering in seinen Augen nun richtig oder falsch verhalten hat.

Update: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering hat uns „gebeten“, die zun├Ąchst verwendeten Bilder aus dem Pressebereich seiner homepage sofort zu l├Âschen. Angeblich h├Ątten wir diese ohne Nachfrage nicht verwenden d├╝rfen. Dies ist nicht zutreffend. Das Unternehmen bot ├╝ber das zun├Ąchst in Ladenburg geplante 6. Ballonfestival Pressetexte und Bilder zur freien Verwendung an. Ein Hinweis, dass eine Verwendung erst genehmigt werden muss, fehlte.