Freitag, 22. September 2017

Von wegen z├╝gig - das Prestigeprojekt lahmt und das auch noch richtig teuer

S-Bahn hat mindestens drei Jahre Versp├Ątung

Rhein-Neckar, 25. September 2014. (red/ld) Die Planfeststellungsverfahren f├╝r die neuen S-Bahnh├Âfe in Laudenbach, Heddesheim/Hirschberg, Ladenburg und Schwetzingen sind derzeit in der Offenlage. In Weinheim fiel der Beschluss im Juli vergangenen Jahres. Bis Ende 2017 will die Deutsche Bahn die Strecke in Betrieb nehmen. Doch weder ist sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, noch ob die Kosten sich nicht nochmals steigern. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf

Seniorin Opfer eines Trickdiebstahls

Ladenburg, 05. August 2014. (red/pol) Opfer eines Trickdiebstahls wurde eine Seniorin am Montagabend am Bahnhof in Ladenburg. [Weiterlesen…]

Bauarbeiten ab 09. Mai

Vollsperrung der Kreuzung Jahnstra├če / Schmezerstra├če

Ladenburg, 30. April 2014. (red/pm) Aufgrund des schlechten Zustands der Kreuzung Jahnstra├če/Schmezerstra├če wird diese ab dem 09. Mai neu hergestellt. F├╝r diese Arbeiten ist zeitweise eine Vollsperrung der Kreuzung unvermeidbar. Die Baustelle wird von allen vier Zufahrtsrichtungen als Sackgasse ausgeschildert. Mit dem PKW kann der Bahnhof ├╝ber die parallel verlaufende Friedrich-Ebert-Stra├če erreicht werden. Fu├čg├Ąnger k├Ânnen die Baustelle ├╝ber die vorhandenen Gehwege passieren. Die Dauer der Arbeiten soll eine Woche betragen. Weitere Informationen erteilt das Stadtbauamt unter 06203-70151.

Taktl├╝cke zwischen 23 Uhr und 1 Uhr wird geschlossen

Zus├Ątzliche Sp├Ątfahrten auf den Linien 628 und 625

Ladenburg/Ilvesheim/Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/pm) F├╝r Nachteulen gibt es ab dem Sommerfahrplan auf der Linie 628 eine zus├Ątzliche Fahrt ab Mitternacht von Schriesheim Bahnhof ├╝ber Ladenburg, Ilvesheim nach Seckenheim. Diese verkehrt t├Ąglich ab dem 09. Juni 2013 um 0:00 Uhr. [Weiterlesen…]

Franziska Brantner im Gespr├Ąch mit B├╝rgermeister Rainer Ziegler

Wo in der Stadt „der Schuh dr├╝ckt“

Im September will sich Franziska Brantner in den Bundestag w├Ąhlen lassen. Bei B├╝rgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner kandidiert f├╝r den Bundestag. Bei B├╝rgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

 

Ladenburg, 24. Mai 2013. (red/ld) Kinderbetreuung, L├Ąrmschutz, Klimaschutz und der Bahnhof nannte B├╝rgermeister Rainer Ziegler im Gespr├Ąch mit Franziska Brantner als Politikbereiche, die dringend L├Âsungen ben├Âtigen. Die Europaabgeordnete┬á (B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen) bereitet sich auf ihren k├╝nftigen Job vor: Sie kandidiert bei der kommenden Bundestagswahl f├╝r den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim. Aktuell ist sie auf Besuchsreisen zu den B├╝rgermeistern im Wahlkreis, um zu erfahren, „wo der Schuh dr├╝ckt“. Am Donnerstag traf sie sich mit dem B├╝rgermeister und den GLL-Stadtr├Ąten Ingrid Dreier, Georg Martin Schmollinger und Alexander Spangenberg. Beim Neujahrsempfang in Schriesheim hatte sie noch vor allem ├╝ber EU-Themen gesprochen. [Weiterlesen…]

„Stuttgart 21 bremst die S-Bahn in der Region aus“

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Stuttgart, 15. November 2011. In Stuttgart und anderswo streitet man sich auf allen m├Âglichen Ebenen, Sinn und Unsinn, Kosten und Nutzen werden gegeneinander aufgewogen. Und nat├╝rlich ist der Gro├čraum Stuttgart am meisten betroffen. Doch Stuttgart 21 hat schon jetzt konkrete negative Wirkungen in unsere Region. Und wenn Stuttgart 21 kommt, werden die Nachteile f├╝r uns vor Ort noch gr├Â├čer, sagt Michael L├Âwe, Experte des Fahrgastverbands Pro Bahn, im Interview. Am 27. November sind die B├╝rger zur Volksabstimmung aufgerufen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr L├Âwe, hat Stuttgart 21 direkte Auswirkungen auf die Region Nordbaden?

Michael L├Âwe: Ganz sicher. Um das zu erkl├Ąren, muss ich ein wenig ausholen.

Tun Sie das.

L├Âwe: Es gibt verschiedene Finanzierungst├Âpfe f├╝r Eisenbahnprojekte. Einer davon sind die sog. BSchwAG-Mittel (Mittel gem├Ą├č dem Bundesschienenwegeausbaugesetz, die zur Finanzierung der Projekte des Bundesverkehrswegeplans ÔÇô BVWP – dienen). Wie alle Mittel k├Ânnen diese nat├╝rlich nur einmal ausgegeben werden. Es gibt etwa 80 BVWP-Schienen-Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 46 Milliarden Euro. Rund 1,5 Milliarden Euro werden j├Ąhrlich aus diesem BSchwAG-Topf ausgegeben. Die 5-600 Millionen Euro, die f├╝r Stuttgart 21 eingesetzt w├╝rden, fehlen dann nat├╝rlich bei anderen Projekten, beispielsweise der geplanten Neubaustrecke (NBS) zwischen Frankfurt und Mannheim.

„Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim kommt nicht vor 2025.“

Das hei├čt konkret?

Bahn-Experte Michael L├Âwe - Privatfoto von einer Norwegenreise 2011: "Wir waren nur mit ├Âffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, das war toll."

L├Âwe: Es gibt einige Projekte, die aktuell im Gang sind, die bekommen das Geld zuerst, damit diese fertig gestellt werden k├Ânnen, beispielsweise N├╝rnberg-Erfurt bis 2017. Hier flie├čen also gro├če Summen ab, die f├╝r andere Projekte nicht mehr zur Verf├╝gung stehen. Dann werden Priorit├Ątslisten neu erstellt und aktuell ist die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim aus der Priorit├Ątsliste 1 in die zweite oder dritte Reihe gerutscht.

Aber die ersten Planungen laufen doch schon seit 1998?

L├Âwe: Richtig. Aber der Bundesverkehrsminister l├Ąsst aktuell das Projekt neu ausschreiben, dann m├╝ssen Pl├Ąne und Gutachten gemacht werden und das wird dauern.

Wann k├Ânnte diese f├╝r unsere Region wichtige Linie fertig sein?

L├Âwe: Im optimalen Fall bis 2023, eher aber 2025 und das nur, wenn alles wie am Schn├╝rchen klappt. Ber├╝cksichtigen muss man dabei, dass dies ein relativ einfaches Projekt w├Ąre, weil es nicht viele Tunnels braucht und das Gel├Ąnde in der Ebene verl├Ąuft.

Hat Stuttgart 21 Einfluss darauf?

L├Âwe: Sicher, wenn Stuttgart 21 kommt, fehlen ├╝ber mehrere Jahre mehrere hundert Millionen Euro. Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim w├╝rde nach Sch├Ątzungen der Bahn gut zwei Milliarden Euro kosten, also viel mehr als in einem Jahresbudget f├╝r alle Bahnprojekte in Deutschland vorhanden ist. Und jeder woanders ausgegebene Euro fehlt hier, z.B. ├╝brigens auch f├╝r die S-Bahn.

„Das Argument des Zeitgewinns ┬ádurch S21 ist regional gesehen Quatsch.“

Wieso die S-Bahn?

L├Âwe: Weil auch hier das Geld fehlt, beispielsweise f├╝r den Ausbau der Strecke Mannheim-Heidelberg, die zu 40 Prozent aus dem BSchwAG-Topf bezuschusst werden muss. Dieser Abschnitt wird f├╝r alle S-Bahn-Linien ben├Âtigt und muss drei-, bzw. viergleisig ausgebaut werden. Nur dann k├Ânnen z.B. die S-Bahn-Linien von Eppingen und Aglasterhausen wie geplant bis Worms, bzw. Mainz durchgebunden werden. Heute muss man in Heidelberg umsteigen und verliert Zeit. Das gilt ├╝brigens auch f├╝r die Debatte um Stuttgart 21 und die Zeitvorteile.

Was meinen Sie?

L├Âwe: Das Argument der S21-Bef├╝rworter, der Bahnhofsumbau w├╝rde Zeitvorteile bringen, ist Quatsch. Diese k├Ânnte man jetzt schon haben. Man hat sie aber nicht, weil man in dem vorwiegend als Regionalbahnhof genutzten Hauptbahnhof kaum Regional-Z├╝ge ÔÇ×durchfahrenÔÇť l├Ąsst. Man muss umsteigen, hier wird die Zeit verloren. W├╝rden die Z├╝ge ein- und weiterfahren, w├Ąre ein ├Ąhnlicher Zeitvorteil zu gewinnen. Der einzig echte Zeitvorteil entsteht durch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, doch ├╝berwiegend f├╝r Durchreisende in Richtung M├╝nchen. Der Umbau des Bahnhofs ist nicht entscheidend.

„Ich bef├╝rchte durch S21 eine deutliche Verz├Âgerung f├╝r die S-Bahn Rhein-Neckar.

Nochmal zur├╝ck zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn. Bef├╝rchten Sie, dass die nicht kommt?

L├Âwe: Sie kommt, aber sicher nicht so, wie das viele behaupten. Die Bahnen fahren, aber die Frage ist, ob man durchfahren kann oder umsteigen muss. Das ist zeitrelevant. Der ÔÇ×Knoten MannheimÔÇť, das Herzst├╝ck der S-Bahn rutscht auch durch S21 nach hinten bei den Priorit├Ąten.

In einer aktuellen Umfrage haben wir die B├╝rgermeister im Wahlkreis 39 Mannheim befragt, ob S21 Vor- oder Nachteile bringt. Alle sagten, ÔÇ×keine Meinung, haben wir uns noch nicht mit befasst.ÔÇť

L├Âwe: Das h├Ąngt wohl von der Perspektive ab. Sicher gibt es auf kommunaler Ebene keine direkten Verbindungen ÔÇô aber im Gesamtzusammenhang schon. Und wenn Gelder f├╝r den Knoten┬áMannheim fehlen, ist die Leistungsf├Ąhigkeit der S-Bahn enorm eingeschr├Ąnkt. Sie f├Ąhrt, aber eben weit unter ihren M├Âglichkeiten. Wer das erkennen will, tut das, wer nicht, schaut weg.

Was kostet dieser Ausbau?

L├Âwe: Rund 213 Millionen Euro. 40 Prozent muss die DB Netz tragen, 60 Prozent werden ├╝bers Gemeindeverkehrswegefinanzierungsgesetz geregelt. Somit tragen dann Bund und Land 80 Prozent, Kreise und Kommunen 20 Prozent.

„Vielleicht ist man hier froh ├╝ber die Verz├Âgerung.“

Wie hoch ist der Anteil auf kommunaler Ebene konkret?

L├Âwe: Gut 42 Millionen Euro f├╝r Kreise und Kommunen ÔÇô wenn die Finanzierung klappt. Wohlgemerkt nur f├╝r den Abschnitt Mannheim ÔÇô Heidelberg, wobei nach einem komplizierten Schl├╝ssel nicht nur die direkten Anlieger zahlen sollen, sondern auch die weiter entfernten, da die dort verkehrenden S-Bahn-Linien ja auch vom Ausbau Mannheim-Heidelberg profitieren.

K├Ânnte das der Grund sein, aus dem die Kommunen gar nicht so traurig sind, wenn der Ausbau hier vor Ort nicht kommt, weil sie das Geld nicht haben?

L├Âwe: Das haben Sie jetzt vermutet. Man sollte dazu die Entscheidungstr├Ąger fragen. Ich vermute eher, dass man die S-Bahn schon will, aber ├╝ber eine zeitliche Streckung ganz froh ist. Dass ein Ausbau stattfindet, wie jetzt der neue Haltepunkt ÔÇ×Arena-MaimarktÔÇť im Dezember 2011 ist unbestritten ÔÇô aber er wird zusehends langsamer und ich bef├╝rchte durch Stuttgart 21 eine weitere, deutliche Verz├Âgerung.

Wie ist die Haltung von Pro Bahn zu Stuttgart 21 und wie werden Sie abstimmen?

L├Âwe: Die Verbandshaltung ist klar gegen Stuttgart 21 und ich stimme auch f├╝r den Ausstieg. Gerade f├╝r unsere Region gibt es wichtigere Projekte und der Bahnhofsumbau bringt den Reisenden in der Gro├čregion Stuttgart keine erkennbar wesentlichen Vorteile.

Zur Person:
Michael L├Âwe (57 Jahre) wohnt seit 16 Jahren in Weinheim, ist Diplom-Mathematiker und war von 1997-2007 Vorsitzender des Regionalverbands Pro Bahn Rhein-Neckar, einer Untergliederung von Pro Bahn Baden-W├╝rttemberg e.V..
Der gemeinn├╝tzige Fahrgastverband hat bundesweit rund 5.000 Mitglieder und findet durch seine konstruktive Zusammenarbeit und durchdachten Vorschl├Ąge zur Entwicklung der Bahn hohe Anerkennung.
Als Verband, der sich f├╝r die Verbesserung der Zugverkehre einsetzt, ist er politisch unverd├Ąchtig, eine Parteilinie zu verfolgen.

Volksabstimmung zu Stuttgart 21: Wenn Ja Nein und Nein Ja bedeutet – der Abstimmungszettel im Detail


Guten Tag!

Heddesheim, 08. November 2011. (red) Am 27. November k├Ânnen alle Wahlberechtigten B├╝rger Baden-W├╝rttembergs ├╝ber das „Gesetz ├╝ber die Aus├╝bung von K├╝ndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen f├╝r das Bahnprojekt Stuttgart 21“ abstimmen. Es gibt nur zwei Antwortm├Âglichkeiten. F├╝r oder gegen das Gesetz. Im nachfolgenden m├Âchten wir den Stimmzettel kurz anhand einer Animation erl├Ąutern.

Von Christian M├╝hlbauer

„Stimmen Sie der Gesetzesvorlage ‚Gesetz ├╝ber die Aus├╝bung von K├╝ndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen f├╝r das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21-K├╝ndigungsgesetz)‘ zu?

Wer am 27. November im Zuge der Volksabstimmung zur Wahl geht, wird sich dieser Frage gegen├╝bersehen. Die Antwortm├Âglichkeiten sind dabei klar gefasst: Ja oder Nein.

Klingt einfach – ist es aber nicht, denn Ja bedeutet Nein zu Stuttgart 21 und Nein bedeutet Ja zu Stuttgart 21.

Abstimmung – Ja? Nein?

Wer sein Kreuz bei Ja macht, stimmt daf├╝r, dass das „S21-K├╝ndigungsgesetz“ auf den Weg gebracht wird. Ein Ja-Votum ist also eine Stimme gegen Stuttgart 21.

Wer sein Kreuz bei Nein macht, stimmt gegen das „S21-K├╝ndigungsgesetz“. Ein Nein-Votum ist also eine Stimme f├╝r Stuttgart 21.

Ungeachtet des Votums ist es notwendig, dass im Rahmen der Volksabstimmung ein Quorum erreicht wird. Das bedeutet, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Bev├Âlkerung mit Ja abstimmen m├╝ssen. Das sind laut Angaben des Landeszentrale f├╝r politische Bildung Baden-W├╝rttemberg etwa 2,5 Millionen Menschen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zum „unechten Scheitern“, weil das „Quorum“ nicht erf├╝llt worden ist.

Ob dies erreicht werden kann, ist indes offen. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2011 erhielten die Gr├╝nen „nur“ 1,2 Millionen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei knapp ├╝ber 5 Millionen W├Ąhlern.

Unser animierter Stimmzettel zeigt, wie es geht:

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ├╝ber Stuttgart 21

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ├╝ber Stuttgart 21

T├Âdlicher Unfall am Bahnhof


T├Âdlicher Unfall am Heddesheimer Bahnhof - Rettungskr├Ąfte und Polizei im Einsatz

Heddesheim/Hirschberg, 25. Juli 2011. (aktualisiert) Heute Abend ist kurz vor 22:00 Uhr ein 72-j├Ąhriger Mann aus Worms auf den Gleisen des Bahnhofs Heddesheim/Hirschberg t├Âdlich verungl├╝ckt. Die Polizei und die Rettungskr├Ąfte sind noch vor Ort und haben den Bahnhof weitr├Ąumig abgesperrt.

Zun├Ąchst war unklar, ob es sich um eine Selbstt├Âtung oder einen Unfall handelt: „Das ist f├╝r uns vor Ort und in der K├╝rze der Zeit kaum feststellbar“, sagte Polizeihauptkommissar Daniel Neideck, der Regionalgruppenleiter der Bundespolizei Mannheim.

Die Feuerwehr Gro├čsachsen im Einsatz.

„Der Zugf├╝hrer ist nat├╝rlich mitgenommen von dem Vorfall, hat aber eindeutig ausgesagt, dass der Mann von links, also der Hirschberger Seite, die Gleise ├╝berqueren wollte“, sagte Herr Neideck uns gegen├╝ber: „Der Beschreibung nach gehen wir von einem tragischen Unfall aus.“

Der G├╝terzug konnte nicht mehr rechtszeitig stoppen und erfasste den-┬á 72-j├Ąhrigen Mann, der an der Unfallstelle verstorben ist: „F├╝r den Zugf├╝hrer ist das eine ausweglose Situation, selbst wenn er einige hundert Meter zuvor die Gefahr erkennt, kann er den Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen.“

„Leider versuchen immer wieder Menschen Gleise zu ├╝berqueren“, so Herr Neideck: „Es ist und bleibt eine t├Âdliche Gefahr.“ So wie man eben schnell mal ├╝ber die Gleise will, Z├╝ge sind oft schneller da, als „man denkt“. Wer beim Gleis├╝berqueren erwischt wird, dem droht ein Bu├čgeld von 25 Euro: „Es gibt keinen direkten Weg zum Abk├╝rzen ├╝ber die Gleise. Jeder Umweg ist besser und sicherer.“

Die Deutsche Bahn hat eigene "Unfallmanager" bei Personensch├Ąden im Einsatz.

Im Einsatz ist die Feuerwehr Gro├čsachsen/Hirschberg, da die Alarmierung der Leitstelle auf die „Gro├čsachsener“ Seite wies. Tats├Ąchlich passierte der Unfall auf der Heddesheimer Seite des gemeinsamen Bundesbahnhofs.

Nach Angaben des „Unfallmanagers“ der Deutschen Bahn vor Ort und des Bahnpersonals war dies der erste Unfall im Bahnhof. Am Bahnhof wurde kurz nach 22:00 Uhr ein n├Ąchster Personenzug erwartet. Ein aufmerksamer Leser hat uns per email informiert, dass es am 09. April 2008 in der N├Ąhe des Bahnhofs einen t├Âdlichen Unfall gegeben hat.-┬á Wobei damals von „Personenschaden“ die Rede war, was auf Selbstt├Âtung hindeutet.

Die Strecke Weinheim ├╝ber Heddesheim Richtung Mannheim wurde gesperrt, bis die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren und der Zug weiterfahren konnte. Nach unseren Informationen kam der G├╝terzug aus Frankfurt und wollte ├╝ber Mannheim-Friedrichsfeld weiter nach Saarbr├╝cken. Der Tritteinstieg wurde besch├Ądigt, der Zug konnte nach Personaltausch aber die Fahrt fortsetzen.