Sonntag, 15. September 2019

Von wegen zĂŒgig - das Prestigeprojekt lahmt und das auch noch richtig teuer

S-Bahn hat mindestens drei Jahre VerspÀtung

Rhein-Neckar, 25. September 2014. (red/ld) Die Planfeststellungsverfahren fĂŒr die neuen S-Bahnhöfe in Laudenbach, Heddesheim/Hirschberg, Ladenburg und Schwetzingen sind derzeit in der Offenlage. In Weinheim fiel der Beschluss im Juli vergangenen Jahres. Bis Ende 2017 will die Deutsche Bahn die Strecke in Betrieb nehmen. Doch weder ist sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, noch ob die Kosten sich nicht nochmals steigern. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf

Seniorin Opfer eines Trickdiebstahls

Ladenburg, 05. August 2014. (red/pol) Opfer eines Trickdiebstahls wurde eine Seniorin am Montagabend am Bahnhof in Ladenburg. [Weiterlesen…]

Bauarbeiten ab 09. Mai

Vollsperrung der Kreuzung Jahnstraße / Schmezerstraße

Ladenburg, 30. April 2014. (red/pm) Aufgrund des schlechten Zustands der Kreuzung Jahnstraße/Schmezerstraße wird diese ab dem 09. Mai neu hergestellt. FĂŒr diese Arbeiten ist zeitweise eine Vollsperrung der Kreuzung unvermeidbar. Die Baustelle wird von allen vier Zufahrtsrichtungen als Sackgasse ausgeschildert. Mit dem PKW kann der Bahnhof ĂŒber die parallel verlaufende Friedrich-Ebert-Straße erreicht werden. FußgĂ€nger können die Baustelle ĂŒber die vorhandenen Gehwege passieren. Die Dauer der Arbeiten soll eine Woche betragen. Weitere Informationen erteilt das Stadtbauamt unter 06203-70151.

TaktlĂŒcke zwischen 23 Uhr und 1 Uhr wird geschlossen

ZusÀtzliche SpÀtfahrten auf den Linien 628 und 625

Ladenburg/Ilvesheim/Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/pm) FĂŒr Nachteulen gibt es ab dem Sommerfahrplan auf der Linie 628 eine zusĂ€tzliche Fahrt ab Mitternacht von Schriesheim Bahnhof ĂŒber Ladenburg, Ilvesheim nach Seckenheim. Diese verkehrt tĂ€glich ab dem 09. Juni 2013 um 0:00 Uhr. [Weiterlesen…]

Franziska Brantner im GesprĂ€ch mit BĂŒrgermeister Rainer Ziegler

Wo in der Stadt „der Schuh drĂŒckt“

Im September will sich Franziska Brantner in den Bundestag wĂ€hlen lassen. Bei BĂŒrgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner kandidiert fĂŒr den Bundestag. Bei BĂŒrgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

 

Ladenburg, 24. Mai 2013. (red/ld) Kinderbetreuung, LĂ€rmschutz, Klimaschutz und der Bahnhof nannte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler im GesprĂ€ch mit Franziska Brantner als Politikbereiche, die dringend Lösungen benötigen. Die Europaabgeordnete  (BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen) bereitet sich auf ihren kĂŒnftigen Job vor: Sie kandidiert bei der kommenden Bundestagswahl fĂŒr den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim. Aktuell ist sie auf Besuchsreisen zu den BĂŒrgermeistern im Wahlkreis, um zu erfahren, „wo der Schuh drĂŒckt“. Am Donnerstag traf sie sich mit dem BĂŒrgermeister und den GLL-StadtrĂ€ten Ingrid Dreier, Georg Martin Schmollinger und Alexander Spangenberg. Beim Neujahrsempfang in Schriesheim hatte sie noch vor allem ĂŒber EU-Themen gesprochen. [Weiterlesen…]

„Stuttgart 21 bremst die S-Bahn in der Region aus“

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Stuttgart, 15. November 2011. In Stuttgart und anderswo streitet man sich auf allen möglichen Ebenen, Sinn und Unsinn, Kosten und Nutzen werden gegeneinander aufgewogen. Und natĂŒrlich ist der Großraum Stuttgart am meisten betroffen. Doch Stuttgart 21 hat schon jetzt konkrete negative Wirkungen in unsere Region. Und wenn Stuttgart 21 kommt, werden die Nachteile fĂŒr uns vor Ort noch grĂ¶ĂŸer, sagt Michael Löwe, Experte des Fahrgastverbands Pro Bahn, im Interview. Am 27. November sind die BĂŒrger zur Volksabstimmung aufgerufen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Löwe, hat Stuttgart 21 direkte Auswirkungen auf die Region Nordbaden?

Michael Löwe: Ganz sicher. Um das zu erklÀren, muss ich ein wenig ausholen.

Tun Sie das.

Löwe: Es gibt verschiedene Finanzierungstöpfe fĂŒr Eisenbahnprojekte. Einer davon sind die sog. BSchwAG-Mittel (Mittel gemĂ€ĂŸ dem Bundesschienenwegeausbaugesetz, die zur Finanzierung der Projekte des Bundesverkehrswegeplans – BVWP – dienen). Wie alle Mittel können diese natĂŒrlich nur einmal ausgegeben werden. Es gibt etwa 80 BVWP-Schienen-Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 46 Milliarden Euro. Rund 1,5 Milliarden Euro werden jĂ€hrlich aus diesem BSchwAG-Topf ausgegeben. Die 5-600 Millionen Euro, die fĂŒr Stuttgart 21 eingesetzt wĂŒrden, fehlen dann natĂŒrlich bei anderen Projekten, beispielsweise der geplanten Neubaustrecke (NBS) zwischen Frankfurt und Mannheim.

„Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim kommt nicht vor 2025.“

Das heißt konkret?

Bahn-Experte Michael Löwe - Privatfoto von einer Norwegenreise 2011: "Wir waren nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, das war toll."

Löwe: Es gibt einige Projekte, die aktuell im Gang sind, die bekommen das Geld zuerst, damit diese fertig gestellt werden können, beispielsweise NĂŒrnberg-Erfurt bis 2017. Hier fließen also große Summen ab, die fĂŒr andere Projekte nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen. Dann werden PrioritĂ€tslisten neu erstellt und aktuell ist die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim aus der PrioritĂ€tsliste 1 in die zweite oder dritte Reihe gerutscht.

Aber die ersten Planungen laufen doch schon seit 1998?

Löwe: Richtig. Aber der Bundesverkehrsminister lĂ€sst aktuell das Projekt neu ausschreiben, dann mĂŒssen PlĂ€ne und Gutachten gemacht werden und das wird dauern.

Wann könnte diese fĂŒr unsere Region wichtige Linie fertig sein?

Löwe: Im optimalen Fall bis 2023, eher aber 2025 und das nur, wenn alles wie am SchnĂŒrchen klappt. BerĂŒcksichtigen muss man dabei, dass dies ein relativ einfaches Projekt wĂ€re, weil es nicht viele Tunnels braucht und das GelĂ€nde in der Ebene verlĂ€uft.

Hat Stuttgart 21 Einfluss darauf?

Löwe: Sicher, wenn Stuttgart 21 kommt, fehlen ĂŒber mehrere Jahre mehrere hundert Millionen Euro. Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim wĂŒrde nach SchĂ€tzungen der Bahn gut zwei Milliarden Euro kosten, also viel mehr als in einem Jahresbudget fĂŒr alle Bahnprojekte in Deutschland vorhanden ist. Und jeder woanders ausgegebene Euro fehlt hier, z.B. ĂŒbrigens auch fĂŒr die S-Bahn.

„Das Argument des Zeitgewinns  durch S21 ist regional gesehen Quatsch.“

Wieso die S-Bahn?

Löwe: Weil auch hier das Geld fehlt, beispielsweise fĂŒr den Ausbau der Strecke Mannheim-Heidelberg, die zu 40 Prozent aus dem BSchwAG-Topf bezuschusst werden muss. Dieser Abschnitt wird fĂŒr alle S-Bahn-Linien benötigt und muss drei-, bzw. viergleisig ausgebaut werden. Nur dann können z.B. die S-Bahn-Linien von Eppingen und Aglasterhausen wie geplant bis Worms, bzw. Mainz durchgebunden werden. Heute muss man in Heidelberg umsteigen und verliert Zeit. Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr die Debatte um Stuttgart 21 und die Zeitvorteile.

Was meinen Sie?

Löwe: Das Argument der S21-BefĂŒrworter, der Bahnhofsumbau wĂŒrde Zeitvorteile bringen, ist Quatsch. Diese könnte man jetzt schon haben. Man hat sie aber nicht, weil man in dem vorwiegend als Regionalbahnhof genutzten Hauptbahnhof kaum Regional-ZĂŒge „durchfahren“ lĂ€sst. Man muss umsteigen, hier wird die Zeit verloren. WĂŒrden die ZĂŒge ein- und weiterfahren, wĂ€re ein Ă€hnlicher Zeitvorteil zu gewinnen. Der einzig echte Zeitvorteil entsteht durch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, doch ĂŒberwiegend fĂŒr Durchreisende in Richtung MĂŒnchen. Der Umbau des Bahnhofs ist nicht entscheidend.

„Ich befĂŒrchte durch S21 eine deutliche Verzögerung fĂŒr die S-Bahn Rhein-Neckar.

Nochmal zurĂŒck zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn. BefĂŒrchten Sie, dass die nicht kommt?

Löwe: Sie kommt, aber sicher nicht so, wie das viele behaupten. Die Bahnen fahren, aber die Frage ist, ob man durchfahren kann oder umsteigen muss. Das ist zeitrelevant. Der „Knoten Mannheim“, das HerzstĂŒck der S-Bahn rutscht auch durch S21 nach hinten bei den PrioritĂ€ten.

In einer aktuellen Umfrage haben wir die BĂŒrgermeister im Wahlkreis 39 Mannheim befragt, ob S21 Vor- oder Nachteile bringt. Alle sagten, „keine Meinung, haben wir uns noch nicht mit befasst.“

Löwe: Das hĂ€ngt wohl von der Perspektive ab. Sicher gibt es auf kommunaler Ebene keine direkten Verbindungen – aber im Gesamtzusammenhang schon. Und wenn Gelder fĂŒr den Knoten Mannheim fehlen, ist die LeistungsfĂ€higkeit der S-Bahn enorm eingeschrĂ€nkt. Sie fĂ€hrt, aber eben weit unter ihren Möglichkeiten. Wer das erkennen will, tut das, wer nicht, schaut weg.

Was kostet dieser Ausbau?

Löwe: Rund 213 Millionen Euro. 40 Prozent muss die DB Netz tragen, 60 Prozent werden ĂŒbers Gemeindeverkehrswegefinanzierungsgesetz geregelt. Somit tragen dann Bund und Land 80 Prozent, Kreise und Kommunen 20 Prozent.

„Vielleicht ist man hier froh ĂŒber die Verzögerung.“

Wie hoch ist der Anteil auf kommunaler Ebene konkret?

Löwe: Gut 42 Millionen Euro fĂŒr Kreise und Kommunen – wenn die Finanzierung klappt. Wohlgemerkt nur fĂŒr den Abschnitt Mannheim – Heidelberg, wobei nach einem komplizierten SchlĂŒssel nicht nur die direkten Anlieger zahlen sollen, sondern auch die weiter entfernten, da die dort verkehrenden S-Bahn-Linien ja auch vom Ausbau Mannheim-Heidelberg profitieren.

Könnte das der Grund sein, aus dem die Kommunen gar nicht so traurig sind, wenn der Ausbau hier vor Ort nicht kommt, weil sie das Geld nicht haben?

Löwe: Das haben Sie jetzt vermutet. Man sollte dazu die EntscheidungstrĂ€ger fragen. Ich vermute eher, dass man die S-Bahn schon will, aber ĂŒber eine zeitliche Streckung ganz froh ist. Dass ein Ausbau stattfindet, wie jetzt der neue Haltepunkt „Arena-Maimarkt“ im Dezember 2011 ist unbestritten – aber er wird zusehends langsamer und ich befĂŒrchte durch Stuttgart 21 eine weitere, deutliche Verzögerung.

Wie ist die Haltung von Pro Bahn zu Stuttgart 21 und wie werden Sie abstimmen?

Löwe: Die Verbandshaltung ist klar gegen Stuttgart 21 und ich stimme auch fĂŒr den Ausstieg. Gerade fĂŒr unsere Region gibt es wichtigere Projekte und der Bahnhofsumbau bringt den Reisenden in der Großregion Stuttgart keine erkennbar wesentlichen Vorteile.

Zur Person:
Michael Löwe (57 Jahre) wohnt seit 16 Jahren in Weinheim, ist Diplom-Mathematiker und war von 1997-2007 Vorsitzender des Regionalverbands Pro Bahn Rhein-Neckar, einer Untergliederung von Pro Bahn Baden-WĂŒrttemberg e.V..
Der gemeinnĂŒtzige Fahrgastverband hat bundesweit rund 5.000 Mitglieder und findet durch seine konstruktive Zusammenarbeit und durchdachten VorschlĂ€ge zur Entwicklung der Bahn hohe Anerkennung.
Als Verband, der sich fĂŒr die Verbesserung der Zugverkehre einsetzt, ist er politisch unverdĂ€chtig, eine Parteilinie zu verfolgen.

Volksabstimmung zu Stuttgart 21: Wenn Ja Nein und Nein Ja bedeutet – der Abstimmungszettel im Detail


Guten Tag!

Heddesheim, 08. November 2011. (red) Am 27. November können alle Wahlberechtigten BĂŒrger Baden-WĂŒrttembergs ĂŒber das „Gesetz ĂŒber die AusĂŒbung von KĂŒndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen fĂŒr das Bahnprojekt Stuttgart 21“ abstimmen. Es gibt nur zwei Antwortmöglichkeiten. FĂŒr oder gegen das Gesetz. Im nachfolgenden möchten wir den Stimmzettel kurz anhand einer Animation erlĂ€utern.

Von Christian MĂŒhlbauer

„Stimmen Sie der Gesetzesvorlage ‚Gesetz ĂŒber die AusĂŒbung von KĂŒndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen fĂŒr das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21-KĂŒndigungsgesetz)‘ zu?

Wer am 27. November im Zuge der Volksabstimmung zur Wahl geht, wird sich dieser Frage gegenĂŒbersehen. Die Antwortmöglichkeiten sind dabei klar gefasst: Ja oder Nein.

Klingt einfach – ist es aber nicht, denn Ja bedeutet Nein zu Stuttgart 21 und Nein bedeutet Ja zu Stuttgart 21.

Abstimmung – Ja? Nein?

Wer sein Kreuz bei Ja macht, stimmt dafĂŒr, dass das „S21-KĂŒndigungsgesetz“ auf den Weg gebracht wird. Ein Ja-Votum ist also eine Stimme gegen Stuttgart 21.

Wer sein Kreuz bei Nein macht, stimmt gegen das „S21-KĂŒndigungsgesetz“. Ein Nein-Votum ist also eine Stimme fĂŒr Stuttgart 21.

Ungeachtet des Votums ist es notwendig, dass im Rahmen der Volksabstimmung ein Quorum erreicht wird. Das bedeutet, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Bevölkerung mit Ja abstimmen mĂŒssen. Das sind laut Angaben des Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg etwa 2,5 Millionen Menschen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zum „unechten Scheitern“, weil das „Quorum“ nicht erfĂŒllt worden ist.

Ob dies erreicht werden kann, ist indes offen. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2011 erhielten die GrĂŒnen „nur“ 1,2 Millionen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei knapp ĂŒber 5 Millionen WĂ€hlern.

Unser animierter Stimmzettel zeigt, wie es geht:

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ĂŒber Stuttgart 21

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ĂŒber Stuttgart 21

Tödlicher Unfall am Bahnhof


Tödlicher Unfall am Heddesheimer Bahnhof - RettungskrÀfte und Polizei im Einsatz

Heddesheim/Hirschberg, 25. Juli 2011. (aktualisiert) Heute Abend ist kurz vor 22:00 Uhr ein 72-jĂ€hriger Mann aus Worms auf den Gleisen des Bahnhofs Heddesheim/Hirschberg tödlich verunglĂŒckt. Die Polizei und die RettungskrĂ€fte sind noch vor Ort und haben den Bahnhof weitrĂ€umig abgesperrt.

ZunĂ€chst war unklar, ob es sich um eine Selbsttötung oder einen Unfall handelt: „Das ist fĂŒr uns vor Ort und in der KĂŒrze der Zeit kaum feststellbar“, sagte Polizeihauptkommissar Daniel Neideck, der Regionalgruppenleiter der Bundespolizei Mannheim.

Die Feuerwehr Großsachsen im Einsatz.

„Der ZugfĂŒhrer ist natĂŒrlich mitgenommen von dem Vorfall, hat aber eindeutig ausgesagt, dass der Mann von links, also der Hirschberger Seite, die Gleise ĂŒberqueren wollte“, sagte Herr Neideck uns gegenĂŒber: „Der Beschreibung nach gehen wir von einem tragischen Unfall aus.“

Der GĂŒterzug konnte nicht mehr rechtszeitig stoppen und erfasste den-  72-jĂ€hrigen Mann, der an der Unfallstelle verstorben ist: „FĂŒr den ZugfĂŒhrer ist das eine ausweglose Situation, selbst wenn er einige hundert Meter zuvor die Gefahr erkennt, kann er den Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen.“

„Leider versuchen immer wieder Menschen Gleise zu ĂŒberqueren“, so Herr Neideck: „Es ist und bleibt eine tödliche Gefahr.“ So wie man eben schnell mal ĂŒber die Gleise will, ZĂŒge sind oft schneller da, als „man denkt“. Wer beim GleisĂŒberqueren erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von 25 Euro: „Es gibt keinen direkten Weg zum AbkĂŒrzen ĂŒber die Gleise. Jeder Umweg ist besser und sicherer.“

Die Deutsche Bahn hat eigene "Unfallmanager" bei PersonenschÀden im Einsatz.

Im Einsatz ist die Feuerwehr Großsachsen/Hirschberg, da die Alarmierung der Leitstelle auf die „Großsachsener“ Seite wies. TatsĂ€chlich passierte der Unfall auf der Heddesheimer Seite des gemeinsamen Bundesbahnhofs.

Nach Angaben des „Unfallmanagers“ der Deutschen Bahn vor Ort und des Bahnpersonals war dies der erste Unfall im Bahnhof. Am Bahnhof wurde kurz nach 22:00 Uhr ein nĂ€chster Personenzug erwartet. Ein aufmerksamer Leser hat uns per email informiert, dass es am 09. April 2008 in der NĂ€he des Bahnhofs einen tödlichen Unfall gegeben hat.-  Wobei damals von „Personenschaden“ die Rede war, was auf Selbsttötung hindeutet.

Die Strecke Weinheim ĂŒber Heddesheim Richtung Mannheim wurde gesperrt, bis die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren und der Zug weiterfahren konnte. Nach unseren Informationen kam der GĂŒterzug aus Frankfurt und wollte ĂŒber Mannheim-Friedrichsfeld weiter nach SaarbrĂŒcken. Der Tritteinstieg wurde beschĂ€digt, der Zug konnte nach Personaltausch aber die Fahrt fortsetzen.