Sonntag, 24. September 2017

Kontroverse Debatte um die Zukunft der Straßenbeleuchtung

Erhöhte Sicherheit oder Geldverschwendung?

Ladenburg, 27. November 2014. (red/ms) Ab 01:00 Uhr wird unter der Woche in Ladenburg das Licht ausgemacht. Dadurch spart die Stadt pro Jahr knapp 20.000 Euro. Doch das geht auf Kosten der BĂŒrger, sagen zumindest die Freien WĂ€hler: „AngstrĂ€ume entstehen und das muss vermieden werden“. Mit UnterstĂŒtzern aus der SPD reichte die Fraktion einen Antrag ein, die Beleuchtung wieder durchgĂ€ngig einzuschalten – das verursachte eine kontroverse Diskussion. [Weiterlesen…]

Alexander Arnold ist Spitzenkandidat

SPD Ladenburg stellt Kandidaten zur Kommunalwahl auf

Ladenburg, 20. MĂ€rz 2014. (red/pm) Die SPD Ladenburg hat ihre Kandidaten fĂŒr die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

KampfmittelrÀumung im Anne-Frank-Kindergarten

GefĂ€hrliche „Riechtöpfe“ unter dem Pferd

Angelika Gelle und BĂŒrgermeister Rainer Ziegler prĂ€sentieren die Fotos vom Fundort.

Ladenburg, 06. August 2012. (red/la) Vergangenen Mittwoch sollte der Anne-Frank-Kindergarten ein neues Federpferd zum Spielen erhalten. Doch beim Aufstellen fanden die Arbeiter sechs uralte Dosen. Es handelte sich um Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg – die bereits ohne ZwischenfĂ€lle entsorgt werden konnten. Der Außenbereich bleibt aber trotzdem gesperrt. Ab dem 20. August wird das GelĂ€nde nochmals untersucht.

Von Reinhard Lask

Eigentlich wollten die Mitarbeiter des Bauamts am vergangenen Mittwoch auf dem SpielgelĂ€nde des Anne-Frank-Kindergartens nur ein neues SpielgerĂ€t aufstellen. Die Kinder sollten ein neues Sitzpferd erhalten. Dazu hoben die Arbeiter hoben ein 50 Zentimeter tiefes Loch aus. Nachdem das Pferd seinen neuen Platz bekommen und das Loch zugeschĂŒttet ist, entdecken sie im ausgehobenen Erdreich sechs Dosen. Sie waren einige Jahrzehnte alt und ungewöhnlich geformt. Keine Coladosen also.

Schnell kam der Verdacht auf, dass die Dosen aus dem Zweiten Weltkrieg stammen und gefĂ€hrlich sein könnten. Bauamtsmitarbeiter und die Erzieher um Kindergartenleiterin Angelika Gelle reagierten schnell: Die Kinder durften nicht mehr in den Außenbereich des Kindergartens und die Polizei wurde hinzugerufen. Die Beamten vermuteten, dass es sich um gefĂ€hrliche Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg handelt – und hatten Recht.

Sechs „Riechtöpfe“

Ein Telefonat mit dem Referat 62 des RegierungsprĂ€sidiums Stuttgart – zustĂ€ndig fĂŒr die RĂ€umung von Kampfmitteln – und das KampfmittelrĂ€umkommando verschaffte am Donnerstagmorgen Klarheit. Die Dosen sind „Riechtöpfe“ – BehĂ€lter mit denen Soldaten vor 70 Jahren trainierten, Kampfgase zu erkennen. Die Dosen wurden bei Übungen per ZĂŒndmechanismus aktiviert und stießen kurze Zeit spĂ€ter eine Rauchwolke aus, der das entsprechende Kampfgas beigemischt war. Die Soldaten mussten mindestens zehn Meter entfernt anhand des Geruches erkennen, um welches Gas es sich handelt. In dieser Entfernung war die Gasmenge so gering, dass sie nicht mehr schĂ€dlich, aber „riechbar“ war.

Welche Gase die gefundenen Dosen enthielten, konnte das RĂ€umkommando nicht mehr feststellen, da die dafĂŒr nötigen Markierungen unlesbar waren. Aufgrund der Dosenform engte sich der Kreis auf Diphosgen, Diphenylchlorarsin, Senfgas und Chloracetonphenon ein. Je nach Kampfstoff schwankt die Menge pro Dose zwischen 1 und maximal 3,13 Gramm.

Keine weiteren Funde bisher

Nachdem das RĂ€umkommando die Dosen am Donnerstag entsorgt hatte, suchte das Kommando die oberen 30 Zentimeter des GelĂ€ndes mit Metalldetektoren ab. GlĂŒcklicherweise ohne weiteren Fund. Doch dabei soll es nicht bleiben: „Ab dem 20. August wird ein privater Kampfmittelsuchdienst den Fundort noch grĂŒndlicher und weitrĂ€umig untersuchen“, sagt Ziegler. Weitere böse Überraschungen im Erdreich sollen unbedingt ausgeschlossen werden.

Wie lange die Untersuchung dauern wird, wollte BĂŒrgermeister Ziegler nicht schĂ€tzen:

So lange wie es nötig ist. Die Sicherheit der Kinder steht dabei an oberster Stelle.

Seit dem Fund am Mittwoch spielen die Kinder auf der anderes Seite des Hauses oder unternehmen AusflĂŒge in die stĂ€dtischen GrĂŒnanlagen.

Eltern reagieren gefasst

In einem Brief haben Ziegler, Leiterin Gelle und Johanna Hingmann vom Kirchengemeinderat als TrĂ€ger des Kindergartens, die Eltern und Anwohner ĂŒber Fund, Sicherheitsmaßnahmen und das weitere Vorgehen aufgeklĂ€rt. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen, sagt Kindergartenleiterin Gelle:

Wir haben drei besorgte Anrufe von Eltern erhalten. Alle anderen haben die Nachricht sehr gefasst aufgenommen.

Die Kinder hĂ€tten mit der Situation gar keine Probleme gehabt. „Die fanden das alles erstmal ganz aufregend und spannend.“

Obwohl eine Dose durch Verrosten stark beschĂ€digt gewesen sei, haben laut Ziegler die Spezialisten aus Stuttgart auch fĂŒr das Erdreich Entwarnung gegeben. Das Gas verflĂŒchtige sich zu schnell, sodass eine Kontamination des Erdreichs ausgeschlossen sei.

 

 

Kampfmittel - wenn auch nur bedingt gefÀhrlich.

 

Anscheinend ist der Boden jetzt "gerÀumt" - zur Sicherheit gibt es aber eine weitere Untersuchung.

 

Das GelĂ€nde des Anne-Frank-Kindergartens wird nochmals grĂŒndlich nach Kampfmitteln abgesucht.

 

Vor einiger Zeit ein Feuer im Haus - jetzt Kampfmittel im Garten. Viel "Aufregendes" im Anne-Frank-Kindergarten.

 

Dank des neuen Pferdespielzeug wurden die Gasdosen entdeckt.

 

 

 

Kindergarten musste wegen eines durchgebrannten Kondensators gerÀumt werden

Feuerwehreinsatz im Anne-Frank-Kindergarten

In diesem Bastelraum kam es inforlge eines durchgebrannten Katalysators heute zu einer Rauchentwicklung. Erzieherinnen evakuierten die Kinder vorsorglich. Ein Brand lag nicht vor.

Ladenburg, 29. November 2011. Heute Vormittag rĂŒckte die Ladenburger Feuerwehr zu einem Brandeinsatz im Anne-Frank-Kindergarten aus. In einem Bastelraum im Keller war ein Kondensator durchgebrannt und es kam zu einer Rauchentwicklung. Die KindergĂ€rtnerinnen evakuierten geordnet die RĂ€ume.

Von Hardy Prothmann

Man riecht den Rauch noch leicht im Keller und im Bastelraum, wo der Kondensator in der abgehĂ€ngten Holzdecke mit einem Knall durchgebrannt ist und sich anschließend Rauch entwickelte.

Die Leiterin Angelika Gelle und ihr Team evakuierten die Kinder umgehend und alarmierten die Feuerwehr: „Die waren ganz fix da und es hat sich gezeigt, dass die BrandschutzĂŒbungen wirklich sinnvoll sind.“ Organisiert werden diese vom Stellvertretenden Kommandanten Ralf Tiemann und Matthias Wolf.

Einmal im Jahr ĂŒbt die Feuerwehr mit den Kindergartenkindern den Ernstfall: „Wir sind zum Sammelplatz im AußengelĂ€nde gelaufen, haben alle durchgezĂ€hlt und die Feuerwehr ihren Einsatz gemacht.“

Mit einer WĂ€rmebildkamera wurde die vermeintliche Brandstelle untersucht. Fehlanzeige – nur der Kondensator war durchgebrannt. Im Anschluss lĂŒftete die Feuerwehr den Raum. Ein Elektriker der Stadt tauschte sicherheitshalber alle Kondensatoren aus.

Wars ein Schreck fĂŒr die Kinder? „Nein“, sagt ein kleiner Junge selbstbewusst, „wir kennen das ja schon von der Übung.“ NatĂŒrlich wurden die Eltern beim Abholen der Kinder ĂŒber den Zwischenfall informiert.