Dienstag, 19. Juni 2018

Schnelles Internet ist einer der wichtigsten Standortfaktoren fĂŒr die Wirtschaft

Standortfaktor: Datenautobahn

Rhein-Neckar, 10. Oktober 2014. (red/ms) Die Datenautobahnen Deutschlands sind eine riesengroße Baustelle: Vielerorts ausbaufĂ€hig und gerade in lĂ€ndlichen Gegenden oft in einem katastrophalen Zustand. Langsame Internetverbindungen drosseln den Datenverkehr und bremsen die Wirtschaft aus – oft mit schwerwiegenden Folgen. Denn fĂŒr viele Betriebe ist das Internet inzwischen mindestens genauso wichtig wie gute Straßen. Doch die Politik hat das lange Zeit verschlafen: Wegen mangelhafter AnschlĂŒsse erleiden derzeit fast zwei Drittel der Unternehmen in Baden-WĂŒrttemberg ProduktivitĂ€tsverluste und Wettbewerbsnachteile. Mehr als 15 Prozent denken deswegen sogar ĂŒber einen Standortwechsel nach. [Weiterlesen…]

Aktuelle Interimslösung bis zum Neubau des Sperrtors fĂŒr Ladenburg und Ilvesheim

Schutz vor Hochwasser bald wieder bei 100 Prozent

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Der BĂŒrgermeister von Ilvesheim, Andreas Metz, im GesprĂ€ch mit dem Baudirektor Jörg Huber und GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (Stadt Ladenburg).

 

Ilvesheim/Ladenburg, 25. Oktober 2013. (red/aw) Die Gemeinde Ilvesheim, die Stadt Ladenburg und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Heidelberg informierten heute ĂŒber den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes in Ladenburg und Ilvesheim. Derzeit laufen die kurzfristig anberaumten Sanierungsmaßnahmen, um die Sicherheit der Bevölkerung bis zum Neubau des Hochwassersperrtores zu garantieren. Bei einer Inspektion im April 2013 stellte das WSA fest, dass akuter Handlungsbedarf bestĂŒnde, da die Stahlkonstruktion der Korrosion schneller und stĂ€rker zum Opfer fiel als ursprĂŒnglich erwartet. Auf den Neubau, der spĂ€testens im Jahr 2017 fertig gestellt sein soll, kann nicht mehr gewartet werden. Dies verdeutlichte auch das Hochwasser im Mai diesen Jahres. Die Sanierungsarbeiten sollen im Mitte Dezember fertig sein, das Hochwassersperrtor dann wieder volle Sicherheit garantieren.  [Weiterlesen…]

Schuldzuweisungen statt gemeinsame LösungsansÀtze beherrschen Podiumsdiskussion

Diskussion um die NeckarbrĂŒcke / L597

VerhĂ€rtete Fronten: BĂŒrger wollen die BrĂŒcke, die Landesregierung kann sie nicht bezahlen.

Seckenheim/Ilvesheim/Rhein-Neckar, 30. September 2012 (red/ld) Schuldzuweisungen statt gemeinsame LösungsansĂ€tze beherrschten am Donnerstag die Podiumsdiskussion ĂŒber den Neubau der NeckarbrĂŒcke / L597 zwischen Edingen-Neckarhausen und Ladenburg zwischen Vertretern der Landespolitik und den Seckenheimer BĂŒrgern. Einigkeit herrschte nur ĂŒber die Unzumutbarkeit der Verkehrs- und Luftbelastung auf der Seckenheimer Hauptstraße.

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In Seckenheim drĂ€ngt die Zeit und drĂŒckt die Luft: Am liebsten wĂ€re es den Seckenheimern und Ilvesheimern, die neue NeckarbrĂŒcke wĂŒrde schon 2016 gebaut. Doch die bereits planfestgestellte BrĂŒcke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen taucht in der PrioritĂ€tenliste der Landesregierung nicht auf. Gemeinsam kĂ€mpfen die beiden Gemeinden Ilvesheim und Seckenheim dafĂŒr, dass die Planfeststellung nicht verfĂ€llt.

Diese VerkehrsverhÀltnisse können der Bevölkerung nicht zugemutet werden,

schrieb OberbĂŒrgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) in einem Brief an Ralph Waibel, Bezirksbeirat der SPD in Seckenheim. Er setze sich persönlich fĂŒr den Neubau der BrĂŒcke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen ein. Die Verkehrsbelastung in Seckenheim habe seine Grenzen erreicht, zitiert Waibel weiter aus seinem Briefwechsel mit Herrn Kurz. Weiter bezeichnete Kurz den Neubau als:

(…) eine elementare Maßnahme und in ihrer AusfĂŒhrung weit fortgeschritten.

VerschĂ€rfte Probleme – verhĂ€rtete Fronten

Diese Deutlichkeit hĂ€tte sich Konrad Schlichter (CDU)  gerne frĂŒher vom Stadtoberhaupt gewĂŒnscht:

Die PrioritĂ€t der BrĂŒcke ist durch die Diskussionen im Laufe der Zeit immer weiter zurĂŒckgefallen.

Die Brisanz des Problems habe sich dagegen verschĂ€rft, hat der Ilvesheimer BĂŒrgermeister Andreas Metz herausgefunden. So sei die Prognose fĂŒr den Transitverkehr von Seckenheim nach Ladenburg ĂŒber Ilvesheim von damals 19.400 Fahrzeugen am Tag mit 20.o00 Fahrzeugen bereits jetzt ĂŒberschritten.

Das ist eine unzumutbare Belastung fĂŒr die Anwohner,

fasst Herr Metz das eigentliche Problem zusammen.

Einzige Lösung vs. Finanzloch

Der BrĂŒckenneubau scheint aus Sicht der Betroffenen die einzige Lösung des Problems zu sein, die LĂ€rm und Luftbelastung der beiden Gemeinden zu senken. Die grĂŒn-rote Landesregierung, vertreten durch den Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder, verkehrspolitischer Sprecher der GrĂŒnen Landtagsfraktion sieht sich zudem einem schwierigen Erbe gegenĂŒber:

Wir haben ein Finanzloch vorgefunden.

Über 730 Straßenbauprojekte habe die schwarz-gelbe VorgĂ€ngerregierung ĂŒber die Jahre geplant, planfestgestellt und versprochen, ohne sich Gedanken um die Finanzierung zu machen. 600 Millionen Euro stehen der Landesregierung fĂŒr Straßen- und Verkehrsprojekte zur VerfĂŒgung. Davon sollen nicht nur die versprochenen Projekte finanziert werden:

Wir mussten bereits begonnene Projekte fortfĂŒhren, die von der alten Regierung nicht durchfinanziert wurden,

erklĂ€rte Raufelder. Bis 2016 könnten daher nur die zehn Projekte verwirklicht werden, die auf dem Priorisierungs- und Maßnahmenplan der Landesregierung von der UniversitĂ€t Stuttgart ausgearbeitet worden sind. Bis dahin mĂŒsse man versuchen, dem Problem mit verkehrsleitenden Maßnahmen Herr zu werden.

Plan noch nicht endgĂŒltig?

Helen Heberer, Landtagsabgeordnete von der SPD, bestĂ€tigt das große Volumen der ĂŒbernommenen Straßenbauprojekte:

Um umzusetzen, was schon alles zugesagt worden ist, brauchen wir acht bis zehn Jahre. Trotzdem kĂ€mpfen wir fĂŒr unseren Standort.

Die Umweltbelastung steigere sich von Jahr zu Jahr. Trotz der Priorisierung anderer Projekte sieht Heberer aber noch Hoffnung fĂŒr die BrĂŒcke. Die kĂ€me von einer Unterredung mit Verkehrsminister Winfried Hermann einen Tag zuvor:

Dieser Plan ist nicht endgĂŒltig, sagte er mir. Ich sehe da also noch Chancen.

Die Priorisierungsliste fĂŒhrt dagegen bei Birgit Sandner-Schmitt (FDP) zu UnverstĂ€ndnis: So so seien darin Projekte aufgefĂŒhrt, die noch gar nicht planfestgestellt sind, in Seckenheim und Ilvesheim wĂŒrde aber die LuftqualitĂ€t zunehmend schlechter. Dazu seien die Staus auf der Seckenheimer Hauptstraße nicht hinnehmbar:

Wir sind die Stadt, in der das Automobil erfunden wurde. Stockenden Verkehr finde ich da unmöglich.

Einigkeit herrscht zur Unzumutbarkeit der Belastungen

Insgesamt sind sich die Parteien einig: Die Umwelt-, Luft- und LĂ€rmbelastung auf der Durchfahrt zwischen Ilvesheim und Seckenheim sind nicht zumutbar. Uneinigkeit herrscht bei den Lösungen. Der BrĂŒckenneubau scheint alternativlos, aber in den nĂ€chsten Jahren nicht durchfĂŒhrbar. Die Alternativangebote der Landesregierung, durch intelligente Verkehrsleitung, ein LKW-Verbot in Seckenheim oder auf dem Weg zur jeweils anderen Gemeinde auf das Auto zu verzichten, werden nicht wahrgenommen.

Stattdessen konzentrieren sich die Diskutanten auf Schuldzuweisungen, warum es die BrĂŒcke immer noch nicht gibt:

Ihre Äußerung bei der Regionalversammlung, Herr Raufelder, fĂŒhrt zu Irritationen.

findet Konrad Schlichter. In der Verbandsversammlung habe Raufelder gegen die BrĂŒcke gestimmt und das Vorhaben so aufgehalten, klagt Sandner-Schmitt. Andreas Metz Ă€ußerte den Wunsch nach mehr Einigkeit der Stadt Mannheim, wenn es ĂŒber ihre Stadtgrenze hinaus ginge.

Raufelder will keine alten Schuhe anziehen

Raufelder weist die VorwĂŒrfe von sich:

Den Schuh werde ich mir nicht anziehen, dass wir jetzt die Projekte noch nicht verwirklicht haben, die die Regierung vorher 40 Jahre lang nicht verwirklich hat.

Man mĂŒsse, mahnte er, auch mit Edingen-Neckarhausen sprechen. Dort wohnen Menschen, die zur Not gegen das Projekt klagen wollen, wegen Wertverlusts ihrer Immobilien und wegen der befĂŒrchteten LĂ€rm- und Umweltbelastung fĂŒr die Gemeinde. Man mĂŒsse auch Edingen-Neckarhausen mit ins Boot holen, fand auch Heberer und Metz pflichtete bei, dass nicht alle Menschen dort gegen die BrĂŒcke seien, und dass den Bedenken der Bewohner Rechnung getragen werden solle.

Wertverlust und bleibender Ärger

BĂŒrger bleiben ratlos, wie es weiter geht:

Wir haben eine Stunde lang nur in der Vergangenheit gerĂŒhrt.

wundert sich Hans-Peter Alter (SPD) aus dem Publikum. Ihn interessiere, was die Teilnehmer der Runde denn noch tun könnten, um die Situation zu verbessern. Die L597 sei ohne die BrĂŒcke nie so gebaut worden, wie sie heute ist, wirft ein anderer Zuhörer ein. Die Bedenken der Neckarhausener empörten eine BĂŒrgerin:

Das ist grotesk! Die Hauptstraße ist nicht mehr zumutbar, unsere HĂ€user sind wertlos und unsere Nerven auch.

Das Problem werde auch dadurch verschĂ€rft, dass Lkw und Autos auf dem Weg nach Heidelberg ĂŒber die Haupstraße statt ĂŒber die Umgehungsstraße fahren. Die, so habe sie beobachtet, werde kaum genutzt.

Einig sind sich die Parteien nur bei dem Problem, nicht aber bei dessen Lösung: So beharren Schlichter, Weiss, Metz und Sandner-Schmitt auf der BrĂŒcke. Raufelder bietet mit Fahrverboten fĂŒr Lkw und Geschwindigkeitsbegrenzungen einen Weg an, den Verkehr aus dem Stadtbereich zu nehmen. Eine Maßnahme, die seiner Ansicht nach schon vor 2016 Linderung bringen könnte.

 

Dokumentation

NeckarbrĂŒcke: Positionen, RealitĂ€ten, Aussichten

Ilvesheim/Edingen-Neckarhausen/Seckenheim/Rhein-Neckar, 28. September 2012. (red) Vor einer Woche hat die StaatssekretĂ€rin Dr. Gisela Splett die beiden Neckargemeinden Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen sowie den Mannheimer Stadtteil Seckenheim besucht, um sich vor Ort ein Bild ĂŒber die Dringlichkeit einer seit Jahrzehnten geplanten NeckarbrĂŒcke zwischen Neckarhausen und Ladenburg zu machen. Wir dokumentieren die Positionen, die im Ilvesheimer Rathaus von den verschiedenen Seiten vertreten wurden.

StaatssekretÀrin Dr. Gisela Splett stellt die Sicht des Verkehrsministeriums dar.

Wolfgang Raufelder, MdL und GrĂŒner Stadtrat in Mannheim mit seiner Sicht auf Seckenheim

MdL Uli Sckerl ĂŒber das schwere Erbe der CDU-VorgĂ€ngerregierung und den Haushalt

Der Ilvesheimer BĂŒrgermeister Andreas Metz fragt nach

Die Frage der Priorisierung

SpielrÀume, um die Verkehrsbelastung zu senken

GemeinderĂ€te kommen zu Wort – Sckerl regt sich ĂŒber „politische Spielchen“ auf

L 597 und Verkehrsentlastung

Uli Sckerl lÀdt StaatssekretÀrin nach Ilvesheim ein

Ilvesheim/Rhein-Neckar, 16. August 2012. (red/pm) Kommt die Verkehrsentlastung, kommt sie nicht? Mit dieser Frage will sich StaatssekretÀrin Dr. Gisela Splett vor Ort in Ilvesheim auf Einladung des MdL Uli Sckerl beschÀftigen.

Information des WahlkreisbĂŒros Sckerl:

„Auf Einladung des Fraktionsvize und Parl. GeschĂ€ftsfĂŒhrers der GrĂŒnen im Landtag Uli Sckerl kommt die StaatssekretĂ€rin im baden-wĂŒrttembergischen Verkehrsministerium Dr. Gisela Splett zu einem Vor-Ort-Termin nach Ilvesheim. Der Besuch wird am Freitag, 21. September 2012 stattfinden. Sie wird u.a. mit BĂŒrgermeister Andreas Metz GesprĂ€che fĂŒhren, sich aber natĂŒrlich auch sehr grĂŒndlich die Situation vor Ort und dabei die innerörtliche Verkehrsbelastung in Ilvesheim anschauen.

Keine Frage, dass die geplante L 597 dabei Thema sein wird. „Wir stehen selbstverstĂ€ndlich zu unserer Verantwortung fĂŒr den Verkehr, wollen aber nicht bei der Frage stehen bleiben, wann ein Neubau verwirklicht werden könnte. Wir wollen jetzt in Ilvesheim Entlastung schaffen“, sagte Uli Sckerl. Die akuten SparzwĂ€nge im Landeshaushalt, die u.a. zu einer Drosselung und Reduzierung der Vorhaben im Straßenbau fĂŒhren, seien Anlass, jetzt Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die z.B. durch verkehrslenkende Anordnungen besonders beim LKW-Verkehr rasch spĂŒrbare Entlastung bringen können.

„Wir wollen alles prĂŒfen und umsetzen, was sinnvoll und machbar ist und insbesondere vor Ort konkret Wirkung zeigt“, sagte der GrĂŒnen-MdL weiter. Die StaatssekretĂ€rin sei hierfĂŒr die richtige Ansprechpartnerin. Es bestehe zwischen ihr und Minister Hermann eine Arbeitsteilung bei der ZustĂ€ndigkeit fĂŒr Landesstraßen. Bei ĂŒber 700 von Kommunen und Kreisen angemeldeten Maßnahmen im Bereich des Landesstraßenbaus mĂŒsse eine Arbeitsteilung sein, denn weder ein Minister noch eine StaatssekretĂ€rin könne sich um alle dies Maßnahmen allein kĂŒmmern. Frau Dr. Splett betreue vornehmlich die Maßnahmen im badischen Landesteil. Sie sei zudem als LĂ€rmschutzbeauftragte der Landesregierung kompetente Partnerin fĂŒr die LĂ€rmsanierung von Ortsmitten.“

Ladenburg und Ilvesheim kooperieren bei der Instandhaltung ihrer Straßenbeleuchtungen

Gemeinsam die Lichter pflegen

Bürgermeister Rainer Ziegler (links) und Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz (Mitte) besiegeln die kommunale Kooperation. Mit dabei: Pascal Tholé vom Ilvesheimer Bauamt.

 

Ladenburg, 12. Juli 2012. (red/la) In Zukunft halten Ladenburg und Ilvesheim ihre Straßenbeleuchtung selbst instand. Nachdem sich bisher der Energieversorger EnBW darum gekümmert hat, soll die kommunale Kooperation dies nicht nur günstiger erledigen, sondern auch den Service verbessern.

Wenn im Haushalt eine Glühbirne durchbrennt, tauscht man sie aus und die Sache ist erledigt. Was in den eigenen vier Wänden einfach ist, war bei den Straßenlaternen in Ladenburg und Ilvesheim bislang schwieriger. Bis zum 31. März war hier der Energieversorger EnBW für die Instandhaltung der 1.500 Straßenleuchten Ladenburgs und die 940 in Ilvesheim zuständig. Das hatte zwei Nachteile: Die Dienstleistung war teuer und einzelne Reparaturen dauerten mitunter sehr lang. „Wegen einer kaputten Lampe haben wir nicht bei EnBW angerufen, sondern die Aufträge gebündelt“, sagt Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz. Hinzu kam, dass EnBW mit den Reparaturen vor Ort wiederum von einem Subunternehmer erledigen ließ. Damit zog sich die Zeit zwischen Ausfall und Reparatur oft zusätzlich in die Länge. Die Bürger wiederum machten  aber ihre Kommune dafür verantwortlich.

Nachdem der EnBW-Vertrag am 01. April auslief, haben sich beide Städte darauf geeinigt die Straßenbeleuchtung in Eigenregie zu pflegen. Die Bürgermeister Rainer Ziegler und Ilvesheims Andreas Metz unterzeichneten am Dienstag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung im Ladenburger Bauhof. Was bei EnBW mitunter Wochen dauert, könne nun in maximal vierzehn Tagen abgehakt sein, glaubt Pascal Tholé vom Bauamt Ilvesheim.

Die Kollegen aus beiden Kommunen benutzen den Ladenburger Hubsteiger gemeinsam, um die rund 2.440 Leuchtpunkte instandzuhalten. „Dazu kommen noch Flutlichter oder die Weihnachtsdekoration“, wirft Metz ein. Ilvesheim bezahlt die Ladenburger für ihren Einsatz. 39 Euro kostet die Mannstunde, 32,50 Euro eine Hubsteigerstunde. „Für uns ist das viel günstiger, als wenn wir einen privaten Dienstleister beauftragen würden“, sagt Metz. Auch Ladenburg hofft mit der Kooperation 10.000 Euro pro Jahr einzusparen. Der vor vier Jahren gekaufte Ladenburger Hubsteiger fährt derzeit rund 100 Einsätze pro Jahr. Die Kooperation mit Ilvesheim erhöht die Auslastung des Gerätes und macht ihn noch wirtschaftlicher.

Kommunale Kooperationen haben Zukunft, glauben die beiden Bürgermeister. Ziegler sagte:

Die Kommunen müssen ihre Kräfte weiter bündeln, da Gelder, Personal und Ressourcen werden auch in Zukunft knapp bleiben.

Ilvesheim und Ladenburg kooperieren bisher bei der Werkrealschule (Ladenburg), Volkshochschule (Ilvesheim) und der Abwasserbeseitigung. „Jetzt können wir noch mehr auf dem kleinen Dienstweg regeln“, sagt Ziegler.