Mittwoch, 22. November 2017

"Größte Baustelle der Stadt" kostet knapp 220.000 Euro mehr

CBG-Sanierung wird teurer als angenommen

Ladenburg. (red/jak) Die Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums wird um etwa 220.000 Euro teurer als angenommen. Das verkündete Stadtbaumeister André Rehmsmeier. Damit steigen die Gesamtkosten für die Maßnahme auf über 10,5 Millionen Euro – laut Bürgermeister Rainer Ziegler könne man dennoch „optimistisch bleiben“.  [Weiterlesen…]

Nachbesserungen bei Bebauungsplan „Sportzentrum“

Zweiter Reiterhof verhindert

Ladenburg, 29. September 2014. (red/ld) Die Reitervereine Ladenburg und Heidelberg wollen fusionieren und den Reiterhof am Sportzentrum zu einem Reitsportzentrum ausbauen. Um zu verhindern, dass in dem Gebiet ein weiterer Reiterhof entsteht, wurde der Geltungsbereich am Mittwochabend erweitert. [Weiterlesen…]

Jugendgemeinderat stellte Antrag im Gemeinderat

Entscheidung um Soccercourt vertagt

Ladenburg, 19. Dezember 2013. (red/sap) Der Jugendgemeinderat beantragte die Errichtung eines Soccercourts an einem noch festzulegenden Standort und die dafür benötigten Mittel in den Haushalt 2014 einzustellen. Da einige Punkte nicht geklärt werden konnten, wurde der Antrag vertagt.

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Regionalplan Rhein-Neckar wurde dem Gemeinderat vorgelegt

Schienentrasse soll textlich festgehalten werden

Ladenburg, 23. Juli 2012. (red/sap) Der Entwurf des Einheitlichen Regionalplanes Rhein-Neckar liegt derzeit öffentlich aus. Der vorgelegte Entwurf behandelt erstmalig das gesamte Gebiet der Metropolregion Rhein-Neckar und umfasst die ehemalige Planungsregionen Rheinpfalz, Rhein-Neckar-Odenwald und Kreis Bergstraße. Dieser Entwurf wurde jetzt dem Ladenburger Gemeinderat zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Stadtbaumeister André Rehmsmeier berichtete, die ganze Bevölkerung sei aufgefordert Einsicht zu nehmen. Erstmals beziehe sich der Regionalplan auf die ganze Metropolregion und beziehe somit auch drei Länder ein.

Änderung für Ladenburg gegenüber dem alten Regionalplan von 1994 beziehen sich im nicht besiedelten Bereich auf den Hochwasserschutz, die Rohstoffsicherung und die Landwirtschaft, wie die Reduzierung von Bereichen zur Rohstoffsicherung im Bereich von Neubotzheim zugunsten von Vorranggebieten für die Landwirtschaft.

Bei einer von der Universität Mannheim erstellten Bevölkerungsvorausrechnung wird die Kommunen-Entwicklung anhand der ausgewiesenen Baugebiete von 1997 bis 2006 zu Grunde gelegt. Städte wie Ladenburg, die in dieser Zeit kein größeres Baugebiet erschlossen haben, werden auch für die Zukunft mit einer geringeren Entwicklungsrate bedacht.

Seit 2006 habe Ladenburg jedoch Wohngebiete ausgewiesen, betonte Bürgermeister Rainer Ziegler. Demnach stehe der Orientierungswert für Ladenburg für 2020 in einem Missverhältnis zum tatsächlichen Wohnbauflächenbedarf und der damit eingergehenden Bevölkerungsentwicklung und auch im Widerspruch zu der tatsächlichen Entwicklung seit 2006. Doch nicht der Regionalplan, sondern der Flächennutzungsplan steuere tatsächlich, so der Bürgermeister.

Alexander Spangenberg (GLL) merkte an, eine Schienenanbindung an die Stadtbahn müsse für Ladenburg im Regionalplan festgehalten werden. Denn, so Spangenberg, eine vor zehn Jahren angelegte Statistik sei überholt und der ÖPNV habe inzwischen, schon allein wegen der Benzinpreise, mehr Zustimmung erfahren.

Bürgermeister Ziegler versicherte, zumindest textlich müsse eine Freihaltetrasse in Ost-West-Verbindung berücksichtigt werden.

Der Ladenburger Gemeinderat nahm den Entwurf des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar zustimmend zur Kenntnis. Es wurde angeregt, den zentralörtlichen Versorgungsbereich um den Bereich des bestehenden Sondergebietes Einzelhandel und um den Bereich nördlich und südlich der Bahnhofstraße zu erweitern.

Weiter wurde angeregt, im Regionalplan zumindest textlich eine Freihaltetrasse in Ost-West-Verbindung für einen künftigen Personennahverkehr zwischen Mannheim und der Bergstraße zu berücksichtigen.

Das Wohnbauflächenpotential 2010 gemäß Flächennutzungsplan dürfe durch die Darstellung der Wohnbauflächenbilanz 2020 im Regionalplan und durch dessen Anwendung nicht eingeschränkt werden.

Baustelle muss mit BDS abgestimmt werden

Neue Pflastersteine für die Altstadt

Ladenburg, 03. März 2011. (red/sap) Sieben Bauanträge, die Vergabe der Natursteinpflasterlieferung und die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zwischen Benzhaus und Wasserturm standen am vergangenen Mittwoch, 29. Februar 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Ladenburg.

Beim ersten Bauantrag ging es um den Neubau einer Terrasse und Neuordnung im Hinterhof in der Metzgergasse.

Die Antragsteller planen im Hinterhof des Grundstücks eine Terrasse zu errichten. Diese soll die gesamte Fläche des hinteren Grundstücks einnehmen und den vorhandenen Wasch- und Trockenraum sowie den Abstellraum überdecken. Das Schleppdach soll über der Scheune erneuert werden.

Stadtbaumeister André Rehmsmeier erläuterte, dass durch die Baumaßnahmen, der historische Keller des denkmalgeschützten Gebäudes besser entlüftet werden könne.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Wohncontainer für Saisonarbeiter auf dem Hegehof

Der Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohncontainern für Saisonarbeitskräfte, die während der Erdbeerernte auf dem Hegehof in Neuzeilsheim tätig sein werden, sorgte für Diskussion.

Bürgermeister Rainer Ziegler erklärte, maximal 36 Damen und 48 Herren sollen hier untergebracht werden.

Die beiden Wohncontainer sollen jeweils rund 12 Meter breit und 49 beziehungsweise 40 Meter lang sein.

In den Zimmern sind vier bis sechs Personen untergebracht, zudem befinden sich in den Containern Sanitär- und Aufenthaltsräume und Küchen.

Die Errichtung von Wohncontainern wird notwendig, da die Unterbringungsmöglichkeiten in einem Altgebäude durch den Umbau für andere Zwecke entfallen. Dafür soll mit der Baumaßnahme Ersatz geschaffen werden.

Menschenunwürdige Unterbringung von Saisonkräften?

Eine positive Stellungsnahme des Amts für Landwirtschaft und Naturschutz liege vor, so der Bürgermeister.

Rehmsmeier erklärte auf Rückfrage von Stadtrat Günter Bläß (CDU), es gäbe keine Vorgaben für den Bau dieser Container.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, ob es sich dabei um eine menschenwürdige Unterbringung handle. „Dies haben wir hier nicht zu entscheiden“, sagte Ziegler „, und verwies auf die Zuständigkeit des Landratsamtes für derartige Fragen.

Stadtbildpfleger Egon Lackner wies darauf hin, dass man auf eine Rückbauverpflichtung bestehen sollte, falls die Container ihren Zweck erfüllt hätten, da es sich hierbei um einen starken Eingriff ins Landschaftsbild handle. Der Bürgermeister versprach dies zu berücksichtigen.

Der Technische Ausschuss beschied auch diesen Antrag einstimmig.

Penthouse wird abgebrochen – Walmdach entsteht

In der Bahnhofstraße soll auf einem Wohn- und Geschäftshaus das mit einem Flachdach bedeckte Penthouse abgebrochen werden und stattdessen soll ein Ober- und Dachgeschoss mit Walmdach errichtet werden. Hinzu kommen ein Aufzug und ein Balkon an der Nordseite des Gebäudes. Auch dieses Bauvorhaben bekam die Zustimmung des Technischen Ausschusses.

Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte heftig die Errichtung einer Fluchttreppe aus dem ersten Obergeschoss der Erich-Kästner-Schule.

„Schade, dass wieder ein neues Bauteil hinzukommt“, so Lackner.

„Wir sollten darauf achten, dass wir das Gebäude nicht sukzessive zum Negativen verändern“.

Diese Maßnahme werde aus Brandschutzmaßnahmen notwendig und auf Lackners Hinweis, damit verschandle man die schönste Seite des „Bauernschlösschens“, erklärte Gebäudemanager Götz Speyerer, dies sei die einzig mögliche Stelle gewesen.

Das schönste am Gebäude sei nach dem Abbruch des maroden Balkons jetzt der Erker aus Sandstein, und der sollte auf jeden Fall erhalten werden, sagte Egon Lackner. Ziegler versprach darauf hinzuwirken.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.

Garage wurde als zu massiv empfunden

In einem weiteren Bauantrag wurde über die Errichtung einer Garage sowie den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses entschieden.

Die Umbaumaßnahmen wurden von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses als positiv und als Verbesserung des Gebäudes betrachtet, der Garagenneubau dagegen wurde kritisch gesehen, da die Garagenwand mit einer Länge von sechs Metern direkt an der Grundstückgrenze als zu massiv empfunden wurde.

Der Architekt, der an den Ratstisch gebeten wurde, versprach durch eine Untergliederung der Mauer oder durch einen eventuellen Bewuchs, eine optisch gute Lösung zu finden.

Auch diesem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Ziegler: „Wir haben da ein bisschen Bauchweh“

Der Bauantrag zur Nutzungsänderung und Umbau der ehemaligen AWO-Geschäftsstelle in der Wormser Straße wurde nach längerer Diskussion vertagt.

In dieses Gebäude soll die Kleinkinderbetreuung des Vereins „Kinder-Laden-Burg“ einziehen.

„Wir haben da ein bisschen Bauchweh“, erklärte Bürgermeister Ziegler zu den geplanten Umbaumaßnahmen.

Im Obergeschoss soll die Balkontür vergrößert werden und der vorhandene Balkon soll bis über das Nebenhaus erweitert werden.

Ein Teil des Daches des Nebengebäudes soll daher rückgebaut werden und die Außenmauer soll im Bereich der Dachterrasse bis auf Geländerhöhe erhöht werden.

Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben auf der Straßenseite und auf der Hofseite durch Dachflächenfenster beziehungsweise eine Loggia ersetzt werden.

Diese Maßnahmen dienten dem Brandschutz.

Das Vorhaben als solches sei unumstritten, erklärte Ziegel, am Umbau des obersten Geschosses und des Daches habe man jedoch Zweifel.

„Es wäre schade, wenn das Haus kaputtsaniert würde“, sagte Egon Lackner.

Rechtliche Bedenken hatte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz und verwies auf Beschwerden der Nachbarn bezüglich der Terrassenerweiterung.

Damit die Kinderbetreuung plangemäß starten kann, will die Stadt, anders als vom Baurechtsamt empfohlen, das Verfahren – Nutzungsänderung und Umbau – teilen. Der Bürgermeister hofft durch Gespräche eine für alle Seiten gute Lösung zu finden.

Indische Pflastersteine für die Hauptstraße

Im Haushalt 2012 ist vorgesehen das Pflaster im Bereich der Hauptstraße 4 bis zur Brauergasse auszutauschen. Dieser Bereich stelle eine Verkehrsgefährdung und das schlimmste Stück Straße der Altstadt dar. Es ist vorgesehen, den gleichen Pflasterbelag wie in dem Bereich der Hauptstraße zwischen Neugasse und Metzgergasse auszuführen. Es handle sich dabei um gemischtfarbiges Kleinpflaster aus indischem Sandstein, das in Segmentbögen verlegt werden soll.

Aufgrund der langen Lieferzeit wurde bereits mit Zustimmung des Technischen Ausschusses vom 18. Januar 2012 die Natursteinpflasterlieferung beschränkt ausgeschrieben. Mit rund 32.000 Euro kam das günstigste Angebot von der Firma Seib GmbH aus Karlsruhe.

Frühestens im Sommer könne das Pflaster verlegt werden und dies solle, so Bürgermeister Ziegler, in Abstimmung mit dem Ladenburger Einzelhandel geschehen.

Es handle sich hierbei um eine „sehr sensible Baustelle“. Der Stadteingang Neckartor muss sehr wahrscheinlich eine Zeit lang ganz gesperrt werden. „Wir werden Gespräche mit dem BDS führen, um eine gemeinsame Lösungen zu finden“, sagte der Bürgermeister.

Der Auftragsvergabe wurde einstimmig zugestimmt.

Kein Schilderwald vorm Benzhaus

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung wurde die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zwischen Benzhaus und Wasserturm beraten.

Diese Parktasche werde vermehrt von Dauerparkern genutzt, erklärte der Bürgermeister. Diese Parkplätze seien der Altstadt am nächsten und sollten daher auch vermehrt den Besuchern der Stadt und den Einkäufern zur Verfügung gestellt werden. Deshalb unterbreite die Verwaltung den Vorschlag, diese Parkplätze als Kurzzeitparkplätze, mit einer Parkdauer von zwei Stunden, auszuweisen.

Man solle auch die drei Parkplätze vor dem Benzhaus mit einbeziehen, forderte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU). Die Verwaltung wies daraufhin, dass jeder einzelne Parkplatz mit einem Schild versehen werden müsse und damit auch vorm Benzhaus „ein Schilderwald“ entstünde. Das war nicht im Sinne der Ausschussmitglieder.

Dem Vorschlag, die sechs Parkplätze zwischen Wasserturm und Benzhaus in Kurzzeitparkplätze umzuwandeln, wurde einstimmig zugestimmt.

Bebauungsplan Altwasser: „Doch keine unendliche Geschichte.“

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Die Nabelschnur Ladenburgs: Das Industriegebiet Altwasser. Bild: local4u

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juli 2011. (red) In der heutigen Sitzung wurden nochmals Stellungnahmen und Behandlungen zum Bebauungsplan „Altwasser“ vorgestellt, der immerhin seit 1975 nicht fertig gestellt worden ist. Der Gemeinderat beschloss ohne nennenswerte öffentliche Beratung heute einstimmig den Bebauungsplan, der mit seiner Veröffentlichung zum Ortsrecht wird.

„Es ist die Nabelschnur, an der wir hängen“, sagte Bürgermeister Rainer Ziegler zum Beginn der Behandlung von TOP4 „Bebauungsplan 9.1 Altwasser“. „Wenn diese Firmen prosperieren, geht es uns gut.“

Der Bürgermeister verwies auf viele Gutachten, juristische Beratungen und die Schwierigkeiten, das 1975 (sic!) begonnene Verfahren nun abzuschließen. Stadtbaumeister André Rehmsmeier verwies darauf, dass die Unterlagen den Vorlagen vom 13. April 2011 entsprechen und in Form gebracht worden sind.

Das Industriegebiet Altwasser. Quelle: Stadt Ladenburg

Tatsächlich gab es gleich zu Beginn der Beratung die Feststellung, dass eine Seite der Zusammenfassung fehlt und die Behandlung der Stellungnahmen unvollständig seien. Bürgermeister Ziegler verwies auf den Versand von CDs zum Technischen Ausschuss im April (unsere Redaktion hat keine CD erhalten). Keiner der Stadträte protestierte.

Ute Mitschang, Geschäftsführerin des Planungsbüros, referierte die Stellungnahmen und die Lösungen – allerdings war es kaum möglich, ihr zu folgen, da die Dame sehr „nuschelig“ vorgetragen hat. Irgendwann bat auch Stadrat Wolfgang Luppe (FDP): „Könnten Sie vielleicht das Mikrofon näher ranziehen?“ – was aber nur eine leichte „Verbesserung“ darstellte.

Der Bürgermeister informierte, dass alle nötigen Ausgleichsflächen nun im Besitz der Stadt seien.

Stadtrat Steffen Salinger (SPD) erkundigte sich über die „Interimsnutzung“ der Zufahrt von der L597: „Wer trägt denn die Kosten, wenn das umgebaut werden muss? Diese Zufahrt ist doch nur für die Betriebe. Wenn wir wollen, dass das Gewerbe prospiert, wird auch der Verkehr zunehmen. Gibt es keine Möglichkeit, die Betriebe daran zu beteiligen?“

Stadtrat Salinger erkundigte sich nach den Ausbaukosten für die "Interimszufahrt" von der L597 zum Industriegebiet Altwasser. Wenn der Verkehr zunimmt, muss hier ausgebaut werden - hier drohen der Stadt in Zukunft enorme Kosten, an denen sich die Industrie nicht beteiligen wird.

 

Stadtbaumeister Rehmsmeier sagte: „Es kommt darauf an, wer Baurechtsträger ist und das sind wir.“ Bürgermeister Ziegler sagte: „Die Betriebe waren nicht bereit mit uns einen Städtebaulichen Vertrag in dieser Richtung zu schließen. Auch bei den Planungskosten sind wir zuständig.“

Stadtrat Salinger erkundigte sich weiter zum Lärmschutz und einem „städtebaulichen Vertrag“ der Stadt mit der BK Giulini GmbH, der offensichtlich dem Gemeinderat unbekannt ist. Nach Auskunft des Bürgermeisters enthält der Vertrag eine Selbstverpflichtung des Unternehmens, Lärmreduzierungen vorzunehmen, um auf der anderen Seite erweitern zu können.

Eine weitere Diskussion fand nicht statt.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass Stellungnahmen und Erwiderung der Verwaltung zur Kenntnis genommen wurden. Der Bebauungsplan „9.1 Altwasser“ wurde als Satzung beschlossen.

Bürgermeister Ziegler sagte: „Damit beschließen wir eine langjährige Geschichte.“ Die dauerte immerhin 36 Jahre.

Technischer Ausschuss: Neue Bauvorhaben – Anwohner kündigt Klage gegen Kindertagesstätte an


Ladenburg, 08. Juni 2011 (red) Im technischen Ausschuss haben die Mitglieder heute verschiedene Bauvorhaben beraten. Für Empörung sorgte die schriftliche Ankündigung eines Anwohners, gerichtlich bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen, falls eine Kindertagestätte im Frankenweg realisiert werden solle.

Der technische Ausschuss (TA) hat das Bauvorhaben der Jungbunzlauer Ladenburg GmbH zur Erweiterung des Gebäudes für die Ester-Herstellung einstimmig genehmigt. Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz muss die Kommune zu dem Vorhaben gehört werden.

Es gab keinerlei Unterlagen zum Bauvorhaben. Das Projekt wurde kurz mündlich vorgetragen, der TA hatte keine Fragen und nahm den Antrag an.

Der Bauantrag zum Ausbau einer Scheune zum Wohnhaus in der Babogasse 4 wurde von TA-Ausschussmitglied Lacknern kritisiert, dass das Fachwerk nicht freigelegt wird. Außerdem sollten die von der Straße aus einsehbaren Fenster als Gauben ausgeführt werden. Die Verwaltung verweist auf umfangreiche Gespräche. Eine Zeichnung wurde gezeigt – bei den Unterlagen fehlt diese. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Der Antrag auf Nutzung einer Wohnung in eine Kindertagesstätte im Frankenweg wurde einstimmig angenommen.
Ein Nachbar hatte über einen Anwalt eine unzulässige Nutzung bemängelt, da es sich um ein reines Wohngebiet handle. Zudem sei die Stellplatzsituation problematisch. Weiter wurden Lärmemissionen durch zusätzlichen Fahrzeugverkehr und durch die Tagesstätte selbst wurde als Einwand vorgebracht. „Kindergeschrei würde die Emissionswerte überschreiten.“ Der Einwänder kündigt an: „Sollte das Vorhaben realisiert werden, werden wir diesen Fall, auf den wir geradezu gewartet haben, verfassungsrechtlich prüfen lassen.“

Stadtrat Peter Hilger erkundigte sich, ob man eine Ausnahmegenehmigung brauche – Bürgermeister Ziegler verneinte das. Stadträtin Ingrid Dreier sagte: „Es ist wirklich unglaublich, spielende Kinder und deren Geräusche als Lärm zu bezeichnen.“ Bürgermeister Ziegler sagte: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik, das ist meine Einstellung.“ Stadtrat Gerhard Seidel sagte: „Es ist erstaunlich, dass es Menschen gibt, die als Erwachsene auf die Welt kommen.“

Der neue Eigentümer des Anwehsens in der Nagelschmiedgasse, Flurstück 200, möchte das „sehr renovierungsbedürftige Gebäude“ modernisieren und drei Gauben einbauen. Der Zustand sei „desolat“.

Da es sich bei dem Gebäude um ein „Kulturdenkmal“ handle und das Gebäude in der Gesamtanlage Ladenburg liege und somit im Geltungsbereich der Altstadtsatzung. Eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung sei notwendig und die Auflagen der Unteren Denkmalschutzbehörde einzuhalten.

Stadtbildpfleger Lackner meinte, man solle überlegen, ob die Gauben in der geplanten Form erlaubt werden sollten oder nicht etwas flacher auszuführen sein, weil die Dachfläche sehr klein sei und drei große Gauben sind nicht optimal einfügten. Er bringe diese Einwände vor, weil er bei der Besprechung mit der Denkmalbehörde nicht dabei war.

Stadtbaumeister André Rehmsmeier meinte, man könne das Gespräch nochmals suchen, sei aber froh, „dass überhaupt jemand sich gefunden hat, das Gebäude zu sanieren.“ Bürgermeister Ziegler schlug aufgrund des Einwands das Thema nochmals zu beraten.

Der Antrag auf die ERstellung eines 2-geschossigen Anbaus an ein Reihenendhaus in der Hirschberger Allee wurde einstimmig angenommen.

Der Antrag auf Umbau und Erweiterung einer Lagerhalle zur abgeschlossenen Lagerung von Geräten und Werkzeug sowie die Umnutzung ehemaliger Stallungen für Bullenmast zu vermieteten Lagerflächen in Neubotzheim wurde bei einer Enthaltung angenommen. Eine Güllesilo solle abgerissen werden.

Stadtrat Dr. Rudolf Lutz wandte ein, ob es planungsrechtliche Probleme geben könnte. Bürgermeister Ziegler wies daraufhin, dass das Landratsamt keine Einwände vorgebracht habe. Man habe sich dabei auf § 35 BauGB berufen: „Auf 35 wollen wir uns auch beschränken“, sagte Bürgermeister Ziegler.

In der Schriesheimer Straße wurde der Neubau eines Einfamilienhauses gestellt. Dieses solle behindertengerecht ausgeführt werden und einen Aufzug haben. Das Haus werde in Massivbauweise erstellt, unterkellert sein und zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss haben. Dafür wurden geringe Überschreitungen von Baugrenzen beantragt. Der TA nahm den Antrag einstimmig an.

Für einen neuen Schaltschrank, der im wesentlichen die Flutlichtanlage und die Beregnung im Römerstadion steuert, waren bislang 10.000 Euro im Haushalt vorgesehen. Die Kosten steigen allerdings um 81 Prozent und werden zum Preis von 18.818,66 Euro von der Firma KD-Schaltanlagenbau übernommen.

Als Begründung führte die Verwaltung an, die Technik sei vorangeschritten und für eine sichere Bedienung der Anlage müsse man den Stand der Technik berücksichtigen. Stadtrat Seidel wollte wissen, wer die Anlage bedienen darf. Bürgermeister Ziegler sagte: „Wir haben die Vereine angeschrieben, um uns Personen zu nennen, die dies tun sollten. Über Personenkarten können wir kontrollieren, wer wann was bedient hat. Der Personenkreis wird überschaubar bleiben.“

Im Anschluss wurde geklärt, dass der TA bis zu 25.000 Euro als beschließender Ausschuss den Antrag genehmigen kann. Der TA nahm den Antrag einstimmig an.

Im Cronberger Hof konnte bislang nur eine Stunde geparkt werden. Der TA hat eine Anpassung an die Parkzeiten im Rathaus beschlossen. Also kann zukünftig auch hier zwei Stunden geparkt werden. Damit erhöhe sich für Besucher der Stadt die Chance, einen attraktiven altstadtnahen Parkplatz zu finden.

Stadtrat Günter Bläß merkte an, Anwohner in der Schriesheimer Straße hätten sich beschwert wegen überhängener Äste. Die Stadt kündigt an, dass die stadteigenen Pappeln gefällt und an anderer Stelle ersetzt werden. Über die privaten könne die Verwaltung nichts sagen – Sicherungsmaßnahmen seien privat zu erledigen.

Die Stadt will eine Kraft auf geringfügiger Basis bechäftigen, um „Platzwart“-Funktion zu übernehmen. Allerdings: „Hier fallen Worte von Leuten, die Missbrauch begehen, die unter aller Sau sind. Das muss“, sagte Bürgermeister Ziegler über Erfahrungen mit Fremdnutzern. Es wäre schön, wenn sich eine Kraft finden ließe.

In Sachen Eichenprozessionsspinner seien Bäume abgesperrt worden. Die Stadt hole Angebote ein, um die Raupen zu bekämpfen. Stadtrat Salinger: „Bei allem Respekt, die Viecher sind gefährlich und ich verstehe nicht, dass wir nach genau zwei Wochen keinen Schritt weiter. Das verstehe ich nicht. Das ist nicht akzeptabel.“

Stadtbaumeister Rehmsmeier sagte: „Wir haben zwei Angebote, die sind uns aber zu teuer.“ Bürgermeister Ziegler sagte: „Wir haben dort mit Feuer bekämpft, wo es ging und prüfen jetzt die Angebote, um einen geeigneten Partner zu finden. Hier wird nichts ausgesessen, wenn es um die Gesundheit geht.“

Zur Zeit seien die Raupen im dritten von sechs Raupenstadien – ab dem vierten seien sie besser zu bekämpfen.

Achtung giftig: Eichenprozessionsspinner in Ladenburg – Feuerwehr bekämpft die Tiere


Ein Raupennest des Eichenprozessionsspinners. Bild: Stadt Ladenburg

Ladenburg, 23. Mai 2011. (red/pm) Im Stadtgebiet Ladenburg sind rund 30 Bäume vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Feuerwehr wird in Schutzausrüstung die Tiere voraussichtlich morgen bekämpfen, weil deren Brennhaare beim Kontakt zu heftigen allergischen Reaktionen führen können. Allergiker sollten die befallen Gebiete meiden – betroffen sind auch der Waldpark und die Neckarwiese.

Von Hardy Prothmann

Stadtbaumeister André Rehmsmeier sagte auf Anfrage: „Wir haben einige befallene Bäume im Stadtgebiet. Die Feuerwehr sichtet die Bäume heute – für morgen ist die Bekämpfung geplant.“

Allergische Reaktion nach Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners. Bild: wikipedia/Daniel Ullrich, Threedots

Betroffen sind ausschließlich Eichen: Bei den „Drei Kreuzen“ hinter dem Römerstadion, vier Bäume im Waldpark, zehn Bäume entlang der Benzstraße und mehrere Bäume an der Neckarwiese und am Kandelbachrundweg.

Der Gärtnermeister sucht zur Zeit alle Eichen auf Befall ab. Die Bäume sind im Baumkataster registriert. Entlang des Stamms werden die Nester aus mehreren hundert Eiern angelegt. Die bis fünf Zentimer großen Tiere gehen in Gruppen von 20 bis 30 Tieren im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher auch der Name „Prozessionsspinner“. Die Tiere gelten als Schädling, da sie bei starken Befall so starke Fraßschäden anrichten können, dass die Bäume deswegen absterben. (Quelle: Wikipedia)

Man sollte befallene Gebiete meiden. Bislang sind keine Fälle bekannt, bei denen Bewohner mit den Tieren in Kontakt gekommen sind.

Information der Stadt Ladenburg:

„Der Eichenprozessionsspinner ist eigentlich ein Forstschädling, der bevorzugt Eichen im Wald befällt. In den vergangenen Jahren registrierten die Fachleute, dass das Insekt aufgrund der heißen Sommer und der gemäßigten Temperaturen im Winter jedoch auch vermehrt in Grünanlagen der Innenstadt vorkommt. Die Stadt Ladenburg rät zur Vorsicht, denn das Insekt kann allergische Reaktionen und Asthmaanfälle auslösen.

Gefährliche Brennhaare

Der wärmeliebende, eher unscheinbare graubraune Nachtfalter ist an sich harmlos. Gefährlich wird es nach der zweiten Häutung der auf den Eichen lebenden Raupen. Wenn im April/Mai die Bäume ihre Blätter bekommen, schlüpfen die rötlichen Raupen aus ihren Eiern. Sie besitzen neben ihren auffällig langen weißen Haaren auch kurze, kaum sichtbare Brennhaare. Wenn die Brennhaare bei Wind oder Berührung abbrechen, können sie bis zu 200 Meter weit durch die Luft getragen werden.

Bei allergischer Reaktion zum Arzt

Sie lösen beim Menschen häufig heftige allergische Reaktionen auf der Haut und den Schleimhäuten aus. So können bei Kontakt mit den Raupenhaaren Hautrötungen mit Schwellungen und Juckreiz und sogar asthmatische Anfälle und allergische Schockreaktionen auftreten. Treten diese Symptome auf, dann sollte der Hausarzt konsultiert werden.

Löst heftige Allergien aus - Raupe des Eichenprozessionsspinners. Bild: wikipedia/Accipiter (R. Altenkamp, Berlin)

 

Zudem sollte die Kleidung gewechselt und in der Waschmaschine gewaschen werden, um das Gift zu entfernen.

Der wirksamste Schutz vor den Brennhaaren der Raupen ist es, die betroffenen Gebiete zu meiden. Keinesfalls sollten die Raupen oder ihre Nester berührt werden.
Telefonnummer für Fragen und Hinweise

Für Fragen zum Eichenprozessionsspinner und für Hinweise auf Standorte befallener Eichen können sich Bürger/innen an den städtischen Bürgerservice wenden unter der Telefonnummer 06203/70-105.“

Bürgertag: Informationen zur Stadtentwicklung

Guten Tag!

Ladenburg, 29. März 2010. Hinterher soll niemand sagen, er hätte es nicht gewusst. Die Stadt kommuniziert offen und transparent ihre Finanzlage – das Interesse am Bürgertag war angesichts eines trockenen Themas gut, aber nicht überwältigend.

Von Sabine Prothmann

Fünf Punkte stehen auf der Agenda der Stadtentwicklung: Die Altstadtsanierung, die Freiflächenentwicklung/Grünprojekt, den Einzelhandel und die Flächenkonversion.

André Rehmsmeier, Leiter des Bauamts von Ladenburg, präsentierte beim Bürgertag in seinem Vortrag diese „Bausteine der Stadtentwicklung“.

„Unter Flächenkonversion versteht man eine neue Nutzung frei werdender Flächen“, Rehmsmeier.

Altstadtsanierung.

Die Altstadtsanierung habe in Ladenburg in den vergangenen 40 Jahren eine große Bedeutung gehabt. Man befände sich im Moment im 3. Sanierungsgebiet, aktuell die Sanierung der Stadteingänge, die zum Ende 2010 abgeschlossen sein soll und mit bis zu 60 Prozent bezuschusst wurde. Dennoch sei nach wie Sanierungsbedarf, den man auch zu fördern versuche.

Mit dem Grünprojekt, auch „kleine Gartenschau“ genannt, habe man einen grünen Ring um die Stadt gezogen, der nachhaltig wirke. Auch bei knappem Haushalt müsse man diesen Baustein weiter unterstützen und vorantreiben. Rehmsmeier bezeichnet dies als weichen Standortfaktor bei Zuzügen.

Da man davon ausgehen könnte, dass in der Bevölkerungsentwicklung kein Riesenwachstum mehr zu erwarten sei, liege der Fokus auf der Innenentwicklung von Baugebieten. So habe man sich zunächst die Baulücken angeschaut und insgesamt 18 entdeckt, davon liegen drei Grundstücke in städtischer Hand.

Eine weitere Innenentwicklung ist in dem Gebiet „Benz & Söhne“ vorgesehen, hier sollen auf 26 Grundstücken 36 neue Wohneinheiten entstehen.

Neue Wohngebiete.

Als ein weiteres städtebauliches Entwicklungsziel nannte Rehmsmeier die Weststadt. Auf 6,5 Hektar soll hier, östlich und westlich der Benzstraße, ein Wohngebiet und Mischgebiet verwirklicht werden.

Weitere Baugebiete sind in der Nordstadt vorgesehen. Stufe I weist 2015 brutto rund 25 Hektar Bauland aus, die Stufe II bis 2010 rund 36 Hektar. Die Entwicklung dieser Gebiete sei aber stark vom Bevölkerungswachstum abhängig.

Eine näher liegende Frage ist, „was machen wir mit der Fläche der alten Martinsschule“ oder auch mit dem alten Standort der Feuerwehr. Da sei sowohl Wohnfläche als auch Gewerbe möglich. Dazu werde es eine Ausschreibung geben.

Die Erweiterung der Merianrealschule stehe jetzt als nächstes an.

„Horror“ Bahnhof.

Für den kommenden S-Bahn-Anschluss müsse sowohl der Bahnhof als auch der Bahnhofvorplatz umgestaltet werden, „da gibt es einiges zu tun“.

Ein Zuhörer bezeichnete den Bahnhof als Horror. Für Besucher, die hier ankommen, gäbe es weder ein Kiosk noch eine naheliegende Gastronomie. Auch der Weg vom Bahnhof zur Stadt müsse dringend umgestaltet werden.

Ein weiterer Zuhörer wollte wissen, wie die Zeitschiene bezüglich der Entwicklung der Weststadt aussähe.

„Wir sind bald soweit, nächstes Jahr fangen wir dort an zu bauen“, sagte Rehmsmeier.

„Was wünschen Sie sich als Städteplaner?“, war eine weitere Frage.

Langer Gang durch die Gremien.

„Mich stört oft der Zeitfaktor, wie lange wir bis heute brauchen, bis ein Vorhaben durch die Gremien ist“, antworte der Bauamtsleiter. Man habe das Ziel vor Augen, aber die Umsetzung dauere viel zu lange: „Manchmal so lange, dass das Vorhaben bei Fertigstellung schon wieder überholt ist“, sagte Rehmsmeier.

Service:
Ladenburg: Bausteine der Stadtentwicklung. Der Vortrag als PDF.