Mittwoch, 18. September 2019

Vogelexperte Kurt Klemm: „Entfernen Sie VogeltrĂ€nken und Futterstellen.“


Rhein-Neckar, 02. August 2011. (red) Verkehrte Welt: Sonst wirbt der Heddesheimer VogelschĂŒtzer Kurt Klemm fĂŒr die GanzjahresfĂŒtterung von Vögeln und dem Einrichten von TrĂ€nken. Doch aktuell geht vermutlich ein Erreger rum, der diese SammelplĂ€tze zu Todesfallen macht. Deswegen rĂ€t Klemm, dass man weder zufĂŒttert, noch trĂ€nkt.

Gastbeitrag: Kurt Klemm

Was sonst sinnvoll ist, kann aktuell tödlich sein: Futterstellen fĂŒr Vögel. Bild: privat

„Nachdem ich in den vergangenen Tagen sehr viele Anrufe von besorgten Vogelfreunden aus den Nachbargemeinden ĂŒber verendete Vögel erhielt, war mir klar, dass dieses Vogelsterben, das bereits letztes Jahr aufgetreten ist, nun auch unsere Region erfasst hat.

Bei dem infektiösen Massensterben von Wildvögeln, ist der Einzeller Trichomonas gallinae verantwortlich. Der Erreger verursacht EntzĂŒndungen des Rachens und Schlundes, außer den GrĂŒnfinken sind auch Vogelarten wie Buchfinken, Kernbeißer, Elster, EichelhĂ€her, Amseln und Haussperlinge betroffen.

Ab sofort sollten die Tierfreunde die Garten-und Singvögel nicht mehr fĂŒttern, auch die VogeltrĂ€nken sind zu entfernen, da an FutterplĂ€tzen und TrĂ€nken der Erreger, der bis zu 24 Stunden ĂŒberleben kann, sich massenhaft ĂŒbertragen kann.

Vorgefundene tote Vögel sollten sofort entsorgt und gemeldet werden.

Melden können sie die toten Vögel vorĂŒbergehend unter der Telefonnummer: 06203 – 44748.“