Samstag, 18. November 2017

Gemeinderat entscheidet f├╝r Bebauungsplan

Weitere Altstadtsanierung auf den Weg gebracht

Ladenburg, 29. September 2014. (red/ld) Bebauungsplan oder Erhaltungssatzung? Am Mittwochabend versuchte der Gemeinderat, den Spagat zu schaffen zwischen der Konservierung des Altstadtviertels an der Rheingaustra├če und einer Weiterentwicklung. Der Streit entbrannte um die Frage, welches daf├╝r das wirksamere Mittel sei und welche st├Ądtebaulichen Ziele die Stadt dort verfolgt. [Weiterlesen…]

Oberb├╝rgermeister Rainer Ziegler spricht zu den Besuchern

Gru├čwort zur Kerwe

Ladenburg, 04. Juli 2014. (red/pm) Der Ladenburger Oberb├╝rgermeister Rainer Ziegler gr├╝├čt zur Kerwe. [Weiterlesen…]

Sommertagszug bei strahlendem Sonnenschein

Strih, Strah, Stroh – der Sommertag ist do

Ladenburg, 31. M├Ąrz 2014. (red) Der Winter hatte gestern gar keine Chance. Bei strahlendem Sonnenschein und fr├╝hlingshaften Temperaturen begingen die Ladenburger am Sonntag, 30. M├Ąrz, ihren Sommertagszug und verabschiedeten sich von der (naja) kalten Jahreszeit. Der Winter wurde traditionell in Form eines Schneemannes auf der Festwiese verbrannt. [Weiterlesen…]

Aus f├╝r die "G├╝ld'ne Rose"

„Ein Geb├Ąude f├╝r Historiker“

Ladenburg, 18. M├Ąrz 2014. (red/ld) Das Haus in der Hauptstra├če 41 liegt in einem Dornr├Âschenschlaf, aus dem es bald erwachen soll. Seit Jahren ist die Bausubstanz des Geb├Ąudekomplexes verkommen. Ab Ende Mai will ein Immobilienmakler aus Schriesheim dort barrierefrei sanieren. Daf├╝r muss das Traditionsgasthaus „Zur g├╝ld’nen Rose“ weichen. [Weiterlesen…]

Evangelische Kirchengemeinde und Johannes-Diakonie Mosbach planen gemeinsamen Neubau

Gemeindehaus soll auch Wohnst├Ątte werden

Ladenburg, 26. November 2013. (red/pm) Die Evangelische Kirchengemeinde und die Johannes-Diakonie Mosbach haben mit dem Planungsprozess f├╝r den Neubau eines gemeinsam genutzten Geb├Ąudes in der N├Ąhe der Ladenburger Altstadt begonnen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur evangelischen Kirche soll ein Gemeindehaus mit einer Wohnst├Ątte f├╝r 24 Menschen mit Behinderungen entstehen. Auch R├Ąume f├╝r sogenannte tagesstrukturierende Ma├čnahmen sind angedacht. [Weiterlesen…]

Baustellenabschlussfest in der Hauptstra├če

„Danke f├╝r Ihre Engelsgeduld“

Die Kurpf├Ąlzer Alphornbl├Ąser waren spontan zum Baustellenabschlussfest gekommen, um ein St├Ąndchen zu bringen. Musikalische Unterhaltung kam auch vom Ladenburger Manuel M├╝ller.

Die Kurpf├Ąlzer Alphornbl├Ąser waren spontan zum Baustellenabschlussfest gekommen, um ein St├Ąndchen zu bringen. Musikalische Unterhaltung kam auch vom Ladenburger Manuel M├╝ller.


Ladenburg, 06. September 2013. (red/ld) Die Hauptstra├če ist nach 14 Wochen Baustelle endlich fertig. Gestern wurde vor dem Rathaus das Baustellenabschlussfest gefeiert. Seit heute ist die Stra├če wieder befahrbar. B├╝rgermeister Rainer Ziegler bedankte sich bei der Baufirma f├╝r die schnelle Arbeit und bei den Anwohnern f├╝r ihr Verst├Ąndnis. Im kommenden Jahr werde es in der Hauptstra├če erstmal keine Baustelle geben, k├╝ndigte er an.
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Da darf Besuch aus Afrika nicht fehlen

Altstadtfest: Ein Event mit Tradition

Ladenburg, 05. September 2013. (red/pm) Ladenburg feiert am Samstag, 14. September, das ÔÇ×40 Jahre Ladenburger AltstadtfestÔÇť ÔÇô l├Ąngst ein Event mit Tradition. Aus diesem Anlass und dem 30-j├Ąhrigen Bestehen der Partnerschaft zwischen dem afrikanischen Garango und Ladenburg, bekommt die Stadt Besuch aus der Partnerregion. Hier das Programm:

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Bauarbeiten nach drei Monaten fertiggestellt

Neupflasterung der Hauptstra├če fertiggestellt

Ladenburg, 29. August 2013. (red/pm) Nach drei Monaten Bauzeit konnte die Neupflasterung der Hauptstra├če fertiggestellt werden. Die neue Pflasterung bringt einen deutlich h├Âheren Geh- und Fahrkomfort. [Weiterlesen…]

Stadtverwaltung will Weihnachtsmarkt f├╝r Zukunft sichern

Adventszeit ohne Weihnachtsmarkt nicht denkbar

Ladenburg, 21. Juni 2013. (red/pm) Der Bund der Selbstst├Ąndigen kann den Weihnachtsmarkt nicht weiter planen und durchf├╝hren, dennoch wird es den Weihnachtsmarkt weiterhin geben. Die Stadtverwaltung sucht Alternativen, um die Durchf├╝hrung┬áeines Weihnachtsmarktes auch f├╝r die Zukunft zu sichern. [Weiterlesen…]

Polizei erwischt Ladenburger beim Joint-Drehen

Nicht schnell und nicht unauff├Ąllig genug…

Ladenburg, 17. Juni 2013. (red/pol) Nicht schnell und nicht unauff├Ąllig genug agierte in der Nacht zum Montag ein 20-j├Ąhriger Mann in der Ladenburger Altstadt, als er sich einen Joint drehen wollte. [Weiterlesen…]

Weihnachtsmarkt 2013 findet statt

„Ihr Kinderlein kommet“

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Weihnachtsmarkt mit Lanzentr├Ągern des Heimatbundes. Archivbild

 

Ladenburg, 13. Juni 2013. (red/pro) Der Ladenburger Weihnachtsmarkt findet auf dem statt. Ein Leser hat uns auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht. Erstmals ist die Stadt Ladenburg der Veranstalter – mit der Acquisition der Aussteller ist die Ladenburger Agentur Dreiwerk beauftragt. [Weiterlesen…]

Obst- und Gartenbauverein sucht freiwillige Helfer

Stadtbild versch├Ânern

Ladenburg, 05. Juni 2013. (red/pm) Der Obst- und Gartenbauverein Ladenburg k├╝mmert sich um die Blumengef├Ą├če der Altstadt und sucht daf├╝r noch freiwillige Helfer. [Weiterlesen…]

Technischer Ausschuss am 5. Dezember 2012

Kulturdenkmal wird umgebaut und erweitert

Ladenburg, 07. Dezember 2012. (red/sap) Der Technische Ausschuss stimmte den Wohnhausum- und Erweiterungsbauma├čnahmen sowie dem Ausbau einer Scheune in der Wormser Stra├če zu.

In der Wormser Stra├če 17 in der Ladenburger Altstadt soll ein denkmalgesch├╝tztes Wohnhaus umgebaut und erweitert und die Scheune soll zudem zu Wohnzwecken umgebaut werden. Im Untergeschoss wird eine Garage untergebracht. An der Nordseite soll eine mit einer Satteldachgaube bedeckte Terrasse entstehen und im ersten Obergeschoss sollen zwei weitere Fenster eingebaut werden. Auch ein historischer Gew├Âlbekeller wird ausgebaut.

Bei dem vom Bauvorhaben betroffenen Geb├Ąudeensemble handelt es sich um ein Kulturdenkmal. Demnach wurde alle Ma├čnahmen mit der Denkmalschutzbeh├Ârde, der Verwaltung und dem Stadtbildpfleger abgestimmt.

Der Gemeinderat folgte einstimmig der Beschlussempfehlung des Sanierungsausschusses, das Einvernehmen zu erteilen. Die Regelungen der Altstadtsatzung sind zu beachten. Alle Ausf├╝hrungsdetails sind mit den Denkmalbeh├Ârden, dem Stadtbildpfleger und der Stadtverwaltung abzustimmen.

Die "unechte Einbahnstra├če" bleibt

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

Nach einem Jahr wurde Bilanz gezogen – jetzt wurde entschieden. Quelle: Stadt Ladenburg.

Ladenburg, 25. Oktober 2012. (red/sap) Bei sieben Gegenstimmen wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung beschlossen, dass die „unechte Einbahnstra├čen“-Regelung in der Ladenburger Altstadt bestehen bleibt. Aber auch den Bef├╝rwortern war klar, dass man mit dieser Entscheidung nicht allen Ladenburger Einwohnerinnen und Einwohnern „gerecht“ werde.

Von Sabine Prothmann

Am 25. Mai 2011 hatte der Ladenburger Gemeinderat den Beschluss gefasst, f├╝r ein Jahr auf Probe in der Altstadt das System einer „unechten Einbahnstra├če“ einzuf├╝hren.

Die „unechte Einbahnstra├če“ regelt den Verkehr in der Hauptstra├če und in der Kirchenstra├če. Es gibt ein Einfahrtsverbot in alle Stra├čen der Altstadt von Samstag 14:00 Uhr bis Montag 7:00 Uhr sowie an Feiertagen, mit Ausnahme der Anlieger.

Zudem gibt es ein Einfahrtsverbot und ein „Anlieger frei“ von der Kirchenstra├če in die Neugasse sowie am Wochenende ein Einfahrtshindernis in Form von Pollern am Neckartorplatz und am Schriesheimer Tor.

„Unecht“ ist die Einbahnstra├če, da man an manchen Stellen auch in die Gegenrichtung fahren kann, denn anders ist es f├╝r viele Anwohner der Altstadt nicht m├Âglich in ihre Einfahrten zu gelangen. An drei Stellen gibt es in der Altstadt Einfahrtsverbote und ansonsten „muss man nur den Verkehrsschildern folgen“.

Am 25. Juli 2012 hatte man in einer Informationsveranstaltung eine erste Bilanz gezogen und den Ladenburger B├╝rgerinnen und B├╝rgern, die Gelegenheit f├╝r einen Meinungsaustausch gegeben. Hier ├Ąu├čerten vor allem die Anwohner der Kirchenstra├če und der Neugasse ihren Unmut.

Mehr positive als negative Effekte

Die Verkehrsz├Ąhlung im Mai 2012 hatte ergeben, dass an mehren Stellen der Altstadt, am Alten (-24 Prozent) und am Neuen Rathaus (-16 Prozent) und an der Tr├Ąnke (-9 Prozent), der Verkehr deultich abgenommen habe, nur am Kirchenvorplatz habe der Verkehr wieder sehr deutlich, und zwar um 37 Prozent innerhalb eines Jahres, zugenommen. Es wurde festgestellt, dass viele Fahrzeuge aus der Altstadt raus ├╝ber die Kirchenstra├če und dann ├╝ber die Heidelberger Stra├če in die Trajanstra├če fahren.

Insgesamt bewertet der B├╝rgermeister die positiven Effekte h├Âher als die negativen und „ich bin daf├╝r die Reglung so bestehen zu lassen und sie nicht zur├╝ckzuf├╝hren“, erkl├Ąrte er in der gestrigen Gemeinderatssitzung.

Rainer Ziegler k├╝ndigte an, dass in n├Ąchster Zeit Verkehrskontrollen durchgef├╝hrt w├╝rden, aber es verstehe sich von selbst, dass er keinen genauen Termin nennen k├Ânne.

„Die Schlie├čung der Altstadt ist in keinster Weise gew├╝nscht“, betonte Stadtrat Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU).

Will man eine Wohnstadt gibt es kein st├Ądtisches Leben. Will man st├Ądtisches Leben, muss man Verkehr in irgendeiner Weise ertragen.

Ziel m├╝sse sein, den weiteren R├╝ckzug des Warenangebots zu verhindern. Beedgen sah Gefahr, dass sich in der Ladenburger Altstadt eine Monokultur der Gastronomie ausbreite. „Ich bin kein Fan der „unechten Einbahnstra├če“, dann lieber Chaos“, so Beedgen.

„Wir haben schon sehr viel gemacht, in kleinen behutsamen Schritten“, sagte Stadtrat Wolfgang Zahner (SPD) und erinnerte daran, dass fr├╝her der Nahverkehr durch die Altstadt fuhr und Marktplatz und Domhof gro├če ├Âffentliche Parkpl├Ątze waren. Heute habe man in der Altstadt eine Spielstra├čenregelung.┬á Es sei schon betr├Ąchlich ruhiger geworden.

Egal, was wir machen, es gibt immer Gegner und Bef├╝rworter. Wir k├Ânnen nichts schaffen, was f├╝r alle richtig ist.

Die „unechte Einbahnstra├če“ sei ein Schritt in die richtige Richtung, erkl├Ąrte Zahner.

„Wir brauchen das Auto in der Innenstadt. Mir ist es zu ruhig“, sagte Stadtr├Ątin Gudrun Ruster (FW) und deswegen wolle sie die alte Verkehrsf├╝hrung zur├╝ck. Damit stehe sie allein innerhalb ihrer Fraktion.

„Wir sind f├╝r die Beibehaltung der „unechten Einbahnstra├če“, erkl├Ąrte Ingrid Dreier f├╝r die GLL. Klar ist:

F├╝r die einen ist es zu viel, f├╝r die anderen zu wenig Beruhigung.

Doch insgesamt ├╝berwiegten die positiven Effekte in der gesamten Altstadt und jetzt wolle man Klarheit f├╝r die Zukunft, sagte die Stadtr├Ątin.

Das Warenangebot in der Altstadt nehme ab und damit g├Ąbe es weniger Eink├Ąufer oder es gibt weniger Eink├Ąufer und deshalb weniger Angebot. „Wo ist hier die Ursache, wo ist hier die Wirkung?“, fragte Dreier.

„Die jetzige Regelung ist keine L├Âsung, die alle befriedigt“, sagte Wolfgang Luppe, deshalb stelle seine Fraktion den Antrag, eine echte Einbahnstra├če einzuf├╝hren.

Es g├Ąbe zwei Gr├╝nde, die gegen eine echte Einbahnstra├čenregelung spr├Ąchen, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Rainer Ziegler. Da sind zum einen die Einfahrten, die nur von einer bestimmten Richtung zu erreichen seien, und zum anderen die riesige Zahl an Schildern, die das zur Folge h├Ątte. Gut 40 Verkehrschilder m├╝ssten an den Stra├čeneinm├╝ndungen beidseitig aufgestellt werden.

Die Altstadt habe erheblich an Qualit├Ąt gewonnen, sagte Dr. Peter Hilger (FW) und bezeichnete die geltende Regelung als „tragbarsten Kompromiss“.

„Wir k├Ânnen es nicht allen Recht machen und wir k├Ânnen vor allem den Anwohnern der Kirchenstra├če nicht gerecht werden“, sagte abschlie├čend B├╝rgermeister Ziegler.

Bei der Abstimmung stimmten nur die beiden FDP-Stadtr├Ąte f├╝r Wolfgang Luppes Antrag, eine echte Einbahnstra├če zu realisieren.

Der Antrag von Gudrun Ruster, die jetzige Verkehrslenkung wieder aufzugeben und den alten Zustand wieder einzuf├╝hren, wurde bei acht zu elf Stimmen abgelehnt.

Bei sieben Gegenstimmen wurde beschlossen, die jetzige Situation zu belassen.

 

 

Technischer Ausschuss

Im n├Ąchsten Jahr wird gepflastert

Ladenburg, 12. Oktober 2012. (red/sap) Zwischen Pfingsten und Altstadtfest wird die Hauptstra├če in einem Teilst├╝ck saniert. Es muss mit einer Vollsperrung von zwei bis drei Monaten gerechnet werden.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler k├╝ndigte in der Sitzung des Technischen Ausschusses an, dass im kommenden Jahr ein Teilst├╝ck der Hauptstra├če, zwischen Neckartorplatz und Brauergasse, neu gepflastert werde.

Durch den schlechten Zustands des Pflasters sei es vermehrt zu Unf├Ąllen gekommen, Fu├čg├Ąnger seien gest├╝rzt und die Stadt musste ihre Versicherung in Anspruch nehmen, berichtete der B├╝rgermeister. Mit dem Einzelhandel sei die Teilsanierung abgesprochen. Aus R├╝cksicht auf die Ladenburger Gesch├Ąfte und Gastronomie hatte man die f├╝r dieses Jahr geplante Sanierung verschoben. Man rechne in der Zeit zwischen Pfingsten und dem Altstadtfest mit einer zwei- bis dreimonatigen Vollsperrung.

Beliebter Treffpunkt f├╝r Einheimische und Zugezogene

Kerwe am bevorstehenden Wochenende

Ladenburg, 07. August 2012. (pm/red) Am bevorstehenden Wochenende wird in Ladenburg wieder die traditionelle ÔÇ×KerweÔÇť gefeiert. Die gesamte Altstadt und der Benzpark sind f├╝r Jung und Alt, Einheimische und Hinzugezogene sowie f├╝r unsere G├Ąste zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Information der Stadt Ladenburg:

„Dazu tragen auch diesem Jahr die Schausteller, die Ladenburger Vereine und die ├Ârtliche Gastronomie bei. Bei dieser Vielfalt ist mit Sicherheit f├╝r jeden etwas dabei! Genie├čen Sie deshalb bei gem├╝tlicher Atmosph├Ąre das vielseitige Angebot im Rahmen der diesj├Ąhrigen Kerwe mit kulinarischen Gen├╝ssen und dem ┬áaromatischen Duft gebrannter Mandeln.

Besonderer Dank gilt den Schaustellern, den Vereinen, dem Handel und den Gastronomen, die mit ihrer Kreativit├Ąt ein weiteres Mal engagiert zur Attraktivit├Ąt unserer Stadt beitragen und sich bei hoffentlich angenehmen Temperaturen auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher freuen d├╝rfen. Erleben Sie auch am bevorstehenden Wochenende die einzigartige Atmosph├Ąre unserer Stadt.“

Altstadt und Verkehr: Die falsche Debatte

„Der letzte wirft den Schl├╝ssel in den Neckar“

Ladenburg, 26. Juni 2012. (red/pro) Rund 90 interessierte B├╝rgerinnen und B├╝rger fanden gestern den Weg in den Domhof, um mit B├╝rgermeister Rainer Ziegler und Interessenvertretern ├╝ber ein Jahr „unechte Einbahnstra├če“ zu diskutieren. Das ist die falsche Debatte – denn sie f├╝hrt zu nichts.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es geht nicht um die Frage, ob man eine Fu├čg├Ąngerzone will, alles wie es vorher war oder die jetzige L├Âsung der „unechten Einbahnstra├če“ fortf├╝hrt. Es kann nur um die Frage gehen – was aus Ladenburg und seiner historischen Innenstadt werden soll.

Au├čergew├Âhnliches Flair

Hardy Prothmann ist Chefredakteur von Ladenburgblog.de und blickt mit Sorge auf die Entwicklungen.

Ladenburg ist eine bislang sehr lebendige Stadt mit einem au├čergew├Âhnlichen Flair – dieses besteht aus der Mischung vieler Angebote: Der historischen Altstadt als Attraktion f├╝r Touristen und Ausfl├╝gler, Gastronomie, Einzelhandel, Gewerbe, Dienstleister, aktive Vereine und Festen. Die Menschen kommen gerne nach Ladenburg, bringen Geld in die Stadt, beleben sie und sie nutzen dazu ├╝berwiegend das Auto.

Eine Fu├čg├Ąngerzone w├╝rde der Gastronomie, dem Handel und den Dienstleistern ├╝berwiegend innerhalb von wenigen Jahren den Garaus machen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das n├Ąchste Opfer w├Ąre der Tourismus – kein Platz zum Innehalten und sich zu verpflegen, keine Einkaufsm├Âglichkeiten, keine Souvenirs, hei├čt keine Touristen und Ausfl├╝gler. Gastronomie kaputt, Handel kaputt, hei├čt Dienstleister kaputt.

Tote Konsequenzen

Gastronomie, Handel, Dienstleister, Touristen weg, hei├čt in der Konsequenz, dass die Innenstadt tot w├Ąre. Kein Verkehr, kein Gesch├Ąftsbetrieb, keine Ausw├Ąrtigen. Ladenburg w├Ąre ein Museum ohne Besucher.

Und ohne jede Verkehrsma├čnahme ist Ladenburg jetzt schon auf diesem Weg – das zeigen die Schlie├čungen der L├Ąden und die abnehmenden Verkehrszahlen – auch ohne jede „unechte Einbahnstra├če“.

Und mit jedem Laden, der schlie├čt, w├Ąchst die Gefahr f├╝r andere, dass es ihnen bald ebenso geht. Denn je geringer das Angebot, desto geringer wird die Nachfrage.

Widerstand ist gefragt

Die Stadt Ladenburg w├Ąre sehr gut beraten, wenn sie sich nicht von sogenannten „Pressure-Groups“ unter Druck setzen lassen w├╝rde, sondern selbst handelt. Mit einem aktiven und kreativen Stadtmarketing.

Das w├╝rde Leute wie den Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinb├Âck ausschalten, dem ich unterstelle, nur aus wahltaktischen Gr├╝nden immer wieder die Verkehrsdebatte zu f├╝hren. (Wo war der eigentlich?)

Das w├╝rde einzelne Mitglieder des Bunds der Selbst├Ąndingen ausschalten, die vorgeben, die H├Ąndler zu vertreten und doch nur ihr eigenes S├╝ppchen kochen.

Das w├╝rde die ausschalten, die eigentlich nur grunds├Ątzlich n├Ârgeln wollen und vor allem gegen den B├╝rgermeister.

Alle genannten sind zwar laut und werden gerne von den lokalen Zeitungen f├╝r Pseudo-Aufreger instrumentalisiert – aber sie sind nur kleine Gruppen, die nicht die Meinung und die Interessen der Mehrheit der Bev├Âlkerung wiedergeben. Und die alten lokalen Medien sind mit ihrer „Sch├Ânschreiberei“ sehr wesentlich f├╝r viele Probleme verantwortlich.

L├Âsungswege gegen Ausweglosigkeit

Ein aktives Stadtmarketing w├╝rde auch diese „Groups“ h├Âren, sich aber nicht unter „Pressure“ bringen lassen. Sondern Konzepte und L├Âsungen entwickeln, die der Stadt ingesamt dienen. Ein erster Ansatz w├Ąre eine „gescheites Parkleitsystem“. Wer von au├čen kommt, findet die oft versteckten Parkm├Âglichkeiten nicht und f├Ąhrt eben in die Innenstadt.

Klagen gegen Feste wie die von Anwohnern des Marktplatzes sind in unserem Rechtsstaat grunds├Ątzlich m├Âglich. Aber sind sie richtig? Muss man so kompromisslos das Einzelwohl ├╝ber das Gemeinwohl stellen? H├Ątte hier ein Marketing mit flexiblen M├Âglichkeiten nicht die Katastrophe (und das ist es) verhindern k├Ânnen? Und ist nicht auch die Verkehrsdebatte eine, die von wenigen ├╝ber viele gef├╝hrt wird?

Kann man das Gef├╝hl von wenigen, die „ihre absolute Ruhe haben wollen“ nicht in ein Gef├╝hl von „wir sch├Ątzen es, dass hier was los ist“ wandeln?

„Ladenburg tafelt“ k├Ânnte zu einer herausragenden Veranstaltung werden – aber nur, wenn man das endlich professionell statt kl├Ąglich organisiert und den Egoisten klar macht, dass sie alleine nichts rei├čen.

Das Drama des dieses Jahr aus „Organisationsgr├╝nden“ ausgefallenen Ballon-Festivals h├Ątte es nicht gegeben. Das ein solches Ballon-Festival erfolgreich ist, seit die Historie in Ladenburg und die Weiterf├╝hrung im Mannheimer Luisenpark. In Ladenburg zeigt der Ausfall nur, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht.

Ein aktives Marketing k├Ânnte vermutlich verhindern, dass Sauf-Parties von Jugendlichen den Ruf der Stadt sch├Ądigen. Und im Gegenteil daf├╝r sorgen, die Vorz├╝ge deutlich herauszustellen.

Tot oder lebendig – das ist die Frage

Ein n├Ąchster Ansatz w├Ąre, den Gesch├Ąftsleuten klar zu machen, dass es 5 vor 12 Uhr ist. Wer nur an sich denkt und nicht in einer Gemeinschaft der „gemeinsamen Innenwirtschaft“ wird einer nach dem anderen das Licht ausmachen k├Ânnen m├╝ssen. Der letzte schlie├čt dann die zweit├Ąlteste Stadt Deutschland als totes Museums ab und wirft den Schl├╝ssel in den Neckar.

Dann herrscht Ruhe. Friedhofsruhe.

Diskussion zur "unechten Einbahnstra├če"

„Hier prallen Meinungen aufeinander“

Meinugsaustausch im Domhof zur "unechten Einbahnstra├če". Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 26. Juli 2012. (red/sap) Knapp 90 B├╝rgerinnen und B├╝rger hatten sich gestern im Domhof eingefunden, um mit der Ladenburger Stadtverwaltung ├╝ber die „unechte Einbahnstra├če“ zu diskutieren. Viele Argumente der Gegner und F├╝rsprecher waren verst├Ąndlich, eine L├Âsung sollte und konnte nicht gefunden werden.

Von Sabine Prothmann

Die Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt ist ein hochbrisantes kommunalpolitisches Dauerthema, sagte gestern B├╝rgermeister Rainer Ziegler bei der B├╝rgeranh├Ârung zu der „Unechten Einbahnstra├če“.

Die Ladenburger Verwaltung habe die Gemeinder├Ąte, die Mitglieder des BdS, des Tourismus- und Gastrovereins, die Anwohner der Altsstadt sowie interessierte B├╝rger eingeladen, um deren Meinungen kennen zu lernen:

Hier prallen Meinungen aufeinander.

Am 25. Mai 2011 hatte der Ladenburger Gememeinderat den Beschluss gefasst, f├╝r ein Jahr auf Probe in der Altstadt das Sytem einer „unechten Einbahnstra├če“ einzuf├╝hren.

Das Jahr ist jetzt vorbei und nun sollen die B├╝rger ├╝ber ihre Erfahrungen berichten. „Wir wollen offen sein“, sagte der B├╝rgermeister. Das „F├╝r und Wider“ soll dargestellt und eine Bilanz soll jetzt gezogen werden, wobei, wie Ziegler einr├Ąumte:

Jeder zieht seine eigene, sujektive Bilanz, und das ist nicht wertend zu verstehen.

Objektiv wurden Verkehrsz├Ąhlungen und -erhebungen durchgef├╝hrt.

Ein Jahr auf Probe: Die „unechte Einbahnstra├če“

Die permanente „unechte Einbahnstra├če“ – ein Unwort, wie der B├╝rgermeister betonte – regelt den Verkehr in der Hauptstra├če und in der Kirchenstra├če.

Es gibt ein Einfahrtsverbot in alle Stra├čen der Altstadt von Samstag 14:00 Uhr bis Montag 7:00 Uhr sowie an Feiertagen, mit Ausnahme der Anlieger.

Zudem gibt es ein Einfahrtsverbot und ein „Anlieger frei“ von der Kirchenstra├če in die Neugasse sowie ein Einfahrtshindernis in Form von Pollern am Neckartorplatz und am Schrie├čheimer Tor.

„Unecht“ sei die Einbahnstra├če, da man an manchen Stellen auch in die Gegenrichtung fahren kann, denn anders sei es f├╝r viele Anwohner der Altstadt nicht m├Âglich in ihre Einfahrten zu kommen, erkl├Ąrte Ziegler. An drei Stellen gibt es in der Altstadt Einfahrtsverbote und ansonsten „muss man nur den Verkehrsschildern folgen“.

Eine Verkehrsz├Ąhlung im Mai diesen Jahres hat ergeben, dass an mehren Stellen der Altstadt, am Alten (1995: 1900 KFZ / 2012: 780) und am Neuen Rathaus (1995: 2600 KFZ / 2012: 1467) und an der Tr├Ąnke, der Verkehr deultich abgenommen habe, nur am Kirchenvorplatz (1995: 800 / 2011: 396 / 2012: 552) habe der Verkehr wieder sehr deutlich, und zwar um 37 Prozent innerhalb eines Jahres, zugenommen.

Falschfahrer gab es am Tag der Verkehrserhebung 2012 in der Altstadt 6 bis 8 und in die Neugasse seien 148 KFZ eingefahren, wobei nicht erhoben wurde, ob es sich dabei um Anlieger oder Fahrer, die eine Abk├╝rzung genommen haben, handelte.

Es wurde festgestellt, dass viele Fahrzeuge aus der Altstadt raus ├╝ber die Kirchstra├če und dann ├╝ber die Heidelberger Stra├če in die Trajanstra├če fahren.

Insgesamt, so Ziegler, sind es alles keine dramatischen Zahlen und das Konfliktpotential sei geringer geworden.

„Unser Ziel“, sagte der B├╝rgermeister, “ ist eine lebendige Altstadt, eine floriende Gesch├Ąftswelt und weniger Verkehrsbelastung.“ Und er├Âffnete damit die Diskussion.

„Bei mir ging’s leicht zur├╝ck vom Umsatz“, sagte ein Gesch├Ąftsmann aus der Altstadt. Ob das an der „unechten Einbahnstra├če“ liege, sei nicht klar.

Es gibt Regeln, aber keine Strafen?

„Die Verbote m├╝ssen kontrolliert werden“, sagte ein Einwohner und bem├Ąngelte die fehlende Kontrolle der Verkehrsteilnehmer in der Altstadt durch die Polizei.

„Das muss bestraft werden“, forderte ein Ladenburger.

„Die Regeln sind da, man muss sie nur erwischen“, sagte Ziegler. „Die Ahndung ist ein Problem, aber wir m├╝ssen reagieren auf das Fehlverhalten der Menschen“, best├Ątigte der B├╝rgermeister.

Ein Radarger├Ąt in der Altstadt auf zu stellen, sei fast unm├Âglich, daf├╝r ben├Âtige man eine gerade Strecke von rund 100 Metern, damit bleibe nur die Laserpistole und die sei wiederum personalintensiv.

Es sind eher Anl├╝ger als Anlieger in der Neugasse,

beschwerte sich eine Ladenburgerin.Verkehr und Geschwindigkeit in der Kirchenstra├če h├Ątten eindeutig zugenommen,┬á kritisierte ein Altstadtbewohner. Der innere Ring solle komplett f├╝r den Verkehr gesperrt werden, schlug er vor und erntete daf├╝r Applaus. Viele k├╝rzten ├╝ber die Altstadt ab, fuhren in die Kirchenstra├če rein und ├╝ber die Heidelberger Stra├če wieder raus.

Ein weiterer Anwohner der Kirchenstra├če gab ihm da Recht: „Die „Unechte Einbahnstra├če“ „hat uns nur zus├Ątzliche Belastungen gebracht, das ist kein Zustand, den man lassen kann“. Er hoffe, dass diese Regelung wieder zur├╝ckgenommen werde.

Aber auch die Bef├╝rworter der „Unechten Einbahnstra├če“ kamen zu Wort. Eine Ladenburgerin, die zwar nicht in der Altstadt wohnt, hier aber fast t├Ąglich zu Fu├č unterwegs ist, sprach davon, dass sich der Verkehr vor allem am Marktplatz deutlich entkrampft habe und durch den Wegfall des Gegenverkehrs „kann ich jetzt wenigstens in die L├╝cken springen, wenn ein Auto kommt“.

Eine Bewohnerin der Neugasse stellte fest, dass sowohl der R├╝ckstau als auch die Kreuzungsprobleme durch die Einbahnstra├čenregelung behoben seien, insgesamt sei der Verkehr fl├╝ssiger geworden.

Dies best├Ątigte auch ein anderer Altstadtbewohner, der Verkehr sei entkrampft und nicht so abgebremst: „Ich bin ein Verfechter der Fu├čg├Ąngerzone, der Verkehr sollte raus“. Aber immerhin sei die Situation schon besser geworden und jeder Verkehr, der wegfalle, sei auch schon was.

„Dann haben wir eine ganz ruhige Stadt“

„Ich habe auch gerne Ruhe, aber unsere Existenz steht auf dem Spiel“, sagte ein Ladenbesitzer:

Ein Laden nach dem anderen macht zu, dann haben wir eine ganz ruhige Stadt.

Die Leute wollten gerne eine Fu├čg├Ąngerzone, aber sie kommen dann nicht in die Stadt zum Einkaufen.

„Ich m├Âchte eine lebendige Altstadt, einen bl├╝henden Einzelhandel und eine vertr├Ągliche Verkehrssituation – wo ist die genau richtige L├Âsung?“, fragte B├╝rgermeister Ziegler.

Gutachten h├Ątten festgestellt, dass Fu├čg├Ąngerzone bei einer Gr├Â├če wie Ladenburg nicht funktionieren, erkl├Ąrte Ziegler:

Ich habe Angst, diesen radikalen Schritt zu gehen – und dann haben wir keinen Einzelhandel mehr.

Kritisiert wurde auch die Parksituation in der Altstadt, die Parkpl├Ątze mit Kurzparkzone seien Ma├čnahmen f├╝r die Gesch├Ąftsleute gewesen. F├╝r die Anwohner fehle es vor allem abends und an Wochenenden an Parkpl├Ątzen.

Ziegler appellierte an die Altstadtbewohner, ihre Garagen und den Parkraum auf ihren Grundst├╝cken zu nutzen.

Aus der B├╝rgerschaft kam der Wunsch nach einem autofreien Samstag und auch der Vorschlag, die Einfahrt am Wochenende nicht f├╝r Anlieger, sondern nur f├╝r Anwohner zu erlauben.

Bei seiner n├Ąchsten Sitzung im September wird sich der Ladenburger Gemeinderat sicher nicht leicht tun, f├╝r alle Ladenburger B├╝rger eine gute L├Âsung zu finden. Wenn es die ├╝berhaupt gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Anlieger d├╝rfen weiterhin am Wochenende in die Altstadt fahren


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Mai 2011. (red) Gestern wurden im Ladenburger Gemeinderat endlich Entscheidungen getroffen, um die Verkehrsberuhigung in der Ladenburger Altstadt voran zu bringen. Vorangegangen waren ein Gemeinderatsbeschluss vom 2. M├Ąrz 2011 und eine weitere Sitzung mit ├Âffentlicher Diskussion am 16. Mai 2011 (wir berichteten), auf der verschiedene Modelle zur Verkehrsberuhigung vorgestellt wurden.

Von Sabine Prothmann

Die Zustimmung des Ladenburger Gemeinderats zur ÔÇ×Unechten Einbahnstra├čeÔÇť und zur Absperrung der Altstadt f├╝r den Durchgangsverkehr – Anlieger frei – von Samstag 14 Uhr bis Montag 7 Uhr war der kleinste gemeinsame Nenner. Aber ein erster Schritt, wie B├╝rgermeister und einige Stadtr├Ąte betonten.

Rainer Ziegler bedankte sich bei den Ratsmitgliedern f├╝r die ÔÇ×zielf├╝hrende DiskussionÔÇť und war sichtlich erleichtert, dass man bei diesem ÔÇ×DauerkonfliktÔÇť eine erste L├Âsung gefunden hatte.

„Eine gefummelte L├Âsung“?

In der Diskussion erkl├Ąrte Professor Dr. Rainer Beedgen (CDU), ein Konzept f├╝r den ruhenden Verkehr sei f├╝r ihn das ÔÇ×A und OÔÇť: ÔÇ×Wir k├Ânnen den Verkehr nicht wegbeamen, wo wollen wir konzeptionell hin?ÔÇť, sei die Frage, alles andere bleibe f├╝r ihn ÔÇ×eine gefummelte L├ÂsungÔÇť.

Die Parkplatzsituation bezeichnete B├╝rgermeister Rainer Ziegler als wichtiges begleitendes Thema, was aber erst in einer zweiten Stufe aufgearbeitet werden m├╝sse.

ÔÇ×Im Kernbereich haben wir 745 gez├Ąhlte Parkpl├ĄtzeÔÇť, das sei im Vergleich zu anderen ├Ąhnlichen St├Ądten sehr gut, so Ziegler.

ÔÇ×Wir wollen die Stadt nicht tot machenÔÇť, erkl├Ąrte Dr. Peter Hilger (FW) im Hinblick auf das in den Antr├Ągen von der FDP und SPD geforderte Einfahrverbot in die Altstadt am Wochenende.

Man sei sich in ihrer Fraktion nicht einig, meinte Ingrid Dreier (GLL). ÔÇ×Egal welche Entscheidung wir treffenÔÇť, dem einen seien die Einschr├Ąnkungen zu weit, dem anderen nicht weit genug.

Seine Fraktion habe eine einheitliche Meinung, erkl├Ąrte Wolfgang Luppe (FDP), die Einfahrt in die Altstadt solle mit Ausnahme der Anwohner am Wochenende gesperrt werden und verwies auf den von der FDP eingebrachten Antrag.

„Unechte Einbahnstra├če“ – ein erster Schritt

Gerhard Kleinb├Âck (SPD) machte den Vorschlag die ÔÇ×UnechteÔÇť Einbahnstra├čenregelung als ersten Schritt zu betrachten, weitergehende Ma├čnahmen m├╝ssten aber folgen.

Die Antr├Ąge sollten differenziert abgestimmt werden, beginnend mit dem kleinsten Schritt, schlug deshalb auch der B├╝rgermeister vor.

W├Ąhrend der Antrag der FDP den sogenannten ÔÇ×Karolingischen RingÔÇť (Kirchenstra├če und Hauptstra├če von der VHS bis zum Gasthaus ÔÇ×KroneÔÇť) als echte Einbahnstra├če vorsah, pl├Ądierte der Antrag der SPD f├╝r eine ÔÇ×unechte Einbahnstra├čenregelungÔÇť in der Kirchenstra├če.

Die Vorteile der ÔÇ×unechten Einbahnstra├čeÔÇť ├╝berwiegen, betonte B├╝rgermeister Ziegler und verwies darauf, dass man in einige Garagen in der Altstadt nur aus einer Richtung einfahren k├Ânne.

ÔÇ×Wir entscheiden auf dem R├╝cken derer, die in der Altstadt ihr Geld verdienenÔÇť, gab Stadtrat Karl Meng (CDU) zu bedenken.

Nach einer f├╝nfmin├╝tigen Sitzungsunterbrechung, in der sich der B├╝rgermeister mit den Fraktionsvorsitzenden besprochen hatte wurde die ÔÇ×unechte Einbahnstra├čeÔÇť f├╝r den ÔÇ×Karolingischen RingÔÇť bei f├╝nf Gegenstimmen beschlossen.

Der Antrag der FDP sah vor, dass das Parken im gesamten Altstadtbereich mit Ausnahme der Anwohner verboten sei. Hotelg├Ąste k├Ânnten demnach zwar zum Gep├Ąck aus- und beladen in die Altstadt einfahren, danach sollten die Autos aber au├čerhalb geparkt werden. Zudem sollte das Parken an Wochenenden auf dem Marktplatz verboten werden, erkl├Ąrte Luppe.

„Wie bring‘ ich meine Oma in die Kirch‘?“

Da stelle sich ihm die Frage, ÔÇ×wie bring ich meine Oma in die Kirch-ÔéČÔäóÔÇť, so Dr. Hilger. ÔÇ×Wir wollen am Wochenende keine Durchfahrer, aber Leute, die in friedlicher Absicht kommen.ÔÇť

Auch Stadtrat Steffen Salinger (SPD) betonte, ein Einfahrtverbot, sei ein Eingriff f├╝r die Selbstst├Ąndigen, beispielsweise Hoteliers. ÔÇ×Die Auswirkungen k├Ânnen wir nicht absch├Ątzen.ÔÇť

ÔÇ×Anlieger frei, tut nicht wehÔÇť, erkl├Ąrte auch B├╝rgermeister Ziegler. Und kl├Ąrte dar├╝ber auf, dass Anlieger ungleich Anwohner seien, dies bedeute, m├Âchte man in der Altstadt die Kirche oder ein Restaurant aufsuchen, habe man ein Anliegen und k├Ânne in die Altstadt einfahren. Dr. Beedgen bezeichnete ÔÇ×Anlieger freiÔÇť als wenig effizient.

Bei vier Gegenstimmen wurde die ÔÇ×Hilgersche L├ÂsungÔÇť – Einfahrtsverbot f├╝r alle Stra├čen der Altstadt – Anlieger frei – am Wochenende in der Zeit von Samstag, 14:00 Uhr, bis Montag, 07.00 Uhr sowie an Feiertagen – angenommen.

Als n├Ąchste Stufe wurde der vom B├╝rgermeister bevorzugte Antrag, Einfahrt nur f├╝r Anwohner und sonstige Berechtigte, zur Abstimmung gebracht, und wurde mit 14 Stimmen dagegen, 7 Stimmen daf├╝r und einer Enthaltung abgelehnt.

Auftrag an die Verwaltung: Parkkonzept

Auf Anregung von Dr. Beedgen mit Unterst├╝tzung von Gerhard Kleinb├Âck (SPD) wurde der Arbeitsauftrag an die Verwaltung gegeben, ein Parkkonzept zu entwerfen.

Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass die Verkehrssituation in einem Jahr evaluiert werden sollte.

„Gro├čer Schritt“ in Sachen Verkehrsberuhigung? Gemeinderat beschlie├čt „unechte Einbahnstra├če“


Guten Tag!

Ladenburg, 25. Mai 2011. (red) Der Gemeinderat hat heute eine „Unechte Einbahnstra├če“ und Einfahrtsverbot (Ausnahme: Anlieger) f├╝r alle Stra├čen der Altstadt am Wochenende und an Feiertagen beschlossen.

ÔÇ×Wir haben einen gro├čen Schritt vorw├Ąrts gemachtÔÇť, kommentierte Stadtrat Wolfgang Luppe (FDP) die Entscheidungen des Ladenburger Gemeinderats zur Verkehrsberuhigung. Den Ratsmitgliedern lagen zwei Antr├Ąge vor: Von SPD und FDP. B├╝rgermeister Rainer Ziegler regte aber an, die verschiedenen Punkte getrennt zur Abstimmung zu bringen, ÔÇ×um den gr├Â├čten gemeinsamen NennerÔÇť zu erzielen.

Tats├Ąchlich wurden die einzelnen Punkte der Antr├Ąge nicht zur Abstimmung gestellt, sondern nach einer umfangreichen Diskussion vom B├╝rgermeister m├╝ndlich vorgetragene „Kompromisse“ zum Entschluss gestellt.

Beschlossen wurde, bei vier Gegenstimmen, die Einrichtung einer ÔÇ×unechtenÔÇť Einbahnstra├če im ÔÇ×Karolingischen RingÔÇť (Kirchenstra├če und Hauptstra├če von der VHS bis zum Gasthaus ÔÇ×KroneÔÇť) und ein Einfahrtsverbot f├╝r alle Stra├čen der Altstadt – Anlieger frei – am Wochenende in der Zeit von Samstag, 14:00 Uhr, bis Montag, 07.00 Uhr sowie an Feiertagen – ebenfalls vier Gegenstimmen. Somit, hofft der Gemeinderat, soll zumindest die Durchfahrt durch die Altstadt am Wochenende und an Feiertagen verhindert werden.

Der Vorschlag des B├╝rgermeisters, die Einfahrt am Wochenende ausschlie├člich f├╝r Anwohner und sonstige Berechtigte – also die n├Ąchste Stufe – zu erlauben, wurde mit 14 Gegenstimmen bei sieben Daf├╝rstimmen und einer Enthaltung abgewiesen.

B├╝rgermeister Ziegler dankte den Ratmitgliedern f├╝r die „zielf├╝hrende Diskussion“.

Dazwischen hatte Rainer Ziegler die Sitzung f├╝r f├╝nf Minuten unterbrochen und sich mit den Fraktionsvorsitzenden besprochen. Dem B├╝rgermeister war wichtig, dass der Gemeinderat den ersten Schritt machte, um den Gemeinderatsbeschluss vom 02. M├Ąrz 2011, die Verkehrsberuhigung in Ladenburg voranzubringen, zu realisieren.

Die Regelung d├╝rfte wieder f├╝r Diskussionen sorgen. Tats├Ąchlich k├Ânnen nach der Rechtssprechung damit auch Verkehrsteilnehmer am Wochenende in die Altstadt einfahren, wenn sie dortiges Geb├Ąude als Ziel haben – also die Gastronomie oder Hotelerie oder einen Anwohner besuchen m├Âchten. Ein Einfahren mit dem Ziel, einen Spaziergang zu machen ist hingegen nicht m├Âglich. Auch jegliche Durchfahrtsquerungen sind verboten.

Die Kosten f├╝r diese Beschl├╝sse wurden nicht diskutiert.

Weiterer Bericht folgt. Wir werden auch versuchen, eine aktualisierte Grafik von der Stadt zu erhalten, weil die keine der ├ťbersichten Pr├Ąsentation Verkehrsberuhigung Altstadt zu den Entschl├╝ssen passt.

 

 

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