Dienstag, 22. Mai 2018

Stadt folgt Wunsch des BdS

Indisches Straßenpflaster kommt erst 2013

Flickwerk - auf Wunsch des BdS wird die Sanierung des Pflasters der Hauptstraße um ein Jahr geschoben. Was Ă€ndert das daran, dass dann die Baustelle kommt?

Ladenburg, 17. MĂ€rz 2012. (red/sap) Pflastererneuerung in der Hauptstraße wird auf Bitte des BdS Ladenburg fĂŒr ein Jahr zurĂŒckgestellt.

Bei der Haushaltsberatung in der Gemeinderatssitzung informierte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler darĂŒber, dass er der Bitte des BdS Ladenburg nachkomme und die Sanierung des Plasters zwischen Hauptstraße 4 und Brauergasse um ein Jahr verschiebe.

Im Haushalt 2012 waren 130.000 Euro fĂŒr die Erneuerung bereit gestellt. Dieser Ansatz wurde auf 40.000 Euro verringert.

Die indischen Pflastersteine seien schon bestellt, aber zunĂ€chst „gleichen wir so gut es geht an den schlimmsten Stellen aus“, so Ziegler.

Auch eine Teilung der Baustelle sei fĂŒr den BdS nicht möglich, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister:

Mir ist bewusst, dies ist betriebswirtschaftlich kein optimales Vorgehen und der Straßenzustand wird dadurch nicht besser. Aber wir wollen die GeschĂ€ftsleute nicht wieder belasten.“

Ilse Schummer (SPD) sagte, „wir respektieren dies fĂŒr den Frieden in der Stadt“.

Die Sanierung der Straße und des Kanals wird nun erst 2013 erfolgen.

Sperrung erfolgt abends von 18:00 Uhr bis morgens 06:00 Uhr

Saukopftunnel vom 12.-16. MĂ€rz gesperrt

Weinheim/Rhein-Neckar, 12. MÀrz 2012. (red/pm) Aktualisiert. Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis teilte vergangene Woche mit, dass der Saukopftunnel vom 12. MÀrz bis 16. MÀrz 2012 wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten voll gesperrt wird. TatsÀchlich ist das der Fall, aber jeweils nur von 18:oo Uhr abends bis 06:00 Uhr morgens, wie das Landratsamt auf Nachfrage mitteilte.

Der Tunnel wird also heute, Montag, 12. MĂ€rz 2012, ab 18:00 Uhr bis Dienstagmorgen um 06:00 Uhr gesperrt. Das geht die Woche so weiter bis Freitag, 16. MĂ€rz 2012. Der Tunnel ist dann ab 06:00 Uhr wieder frei.

Anm. d. Red: Wir informieren am Donnerstag, 15. MĂ€rz 2012 am Nachmittag nach, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.

UrsprĂŒnglicher Artikel:

Weinheim, 07. MĂ€rz 2012. (red/pm) Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, ist der Saukopftunnel vom 12. MĂ€rz bis 16. MĂ€rz 2012 wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten voll gesperrt.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

„Wie das Straßenbauamt im Rhein-Neckar-Kreis aktuell mitteilt, ist der Saukopftunnel an der Bundesstraße B38 – Weinheim-Birkenau wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten von Montag, 12. MĂ€rz 2012 bis Freitag, 16. MĂ€rz 2012 fĂŒr den Verkehr voll gesperrt.

Die Umleitung ĂŒber die Landesstraße L3408 – sogenannte „alte B 38“, ist ausgeschildert. Die Bevölkerung wird um VerstĂ€ndnis gebeten.“

Achtung: Krötenwanderung!

Heidelberg/Rhein-Neckar, 02. März 2012. (red/pm) Zum Schutz der vielen bedrohten Tierarten und der aktiven Helfer, plant das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Warnschilder aufzustellen und sogar Strecken zu sperren. Wir bieten ein Streckenverzeichnis, wo besondere Vorsicht geboten ist.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

„Wenn die Temperaturen in der Nacht über fünf Grad liegen und es vielleicht sogar noch regnet oder feucht ist, beginnen die Amphibien zu ihren Laichplätzen zu wandern. Hinzu kommt der Duft des Frühlings, der nach und nach die Sinne aller Kröten, Frösche, Unken, Molche und Salamander weckt, die unter der Erde überwintert haben.

Die früh laichenden Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch werden ihre Winterquartiere als erste verlassen, um zur Fortpflanzung ihre Laichgewässer aufzusuchen.In Deutschland kommen insgesamt 20 verschiedene Lurche vor, von solchen, Salamandern bis zu Unken, Fröschen und Kröten. Die Amphibien ernähren sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken, Insekten und anderen Gliedertieren. Sie stehen allesamt in der Liste der bedrohten Tierarten (Rote Liste) da ihre Lebensräume weitgehend zerstört beziehungsweise verkleinert sind.

Der zunehmende Verkehr auf den Straßen führt dazu, dass bei der Krötenwanderung ein hoher Prozentsatz der hochzeitslustigen Tierchen überfahren wird. Gleichermaßen raffen neben Pilz- und Viruserkrankungen vor allem Chemikalien in der Umwelt, wie Pestizide, Schwermetalle und Stickstoffdünger die glitschigenWeitspringer vom Erdball hinweg.

Um die nützlichen Amphibien zu schützen, greift das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises deshalb wieder verkehrslenkend ein. Warnleuchten und Warnschilder werden aufgestellt, so genannte Geschwindigkeitstrichter (70 – 50 – 30 km) eingerichtet, Überholverbote ausgesprochen und sogar ganze Streckenabschnitte gesperrt.

Maßnahmen, die nicht nur die wanderlustigen Kröten schützen sollen, sondern auch die zahlreichen Helfer, die sie einsammeln und sicher auf der anderen Fahrbahnseite wieder absetzen. Das Landratsamt bittet deshalb die Autofahrer um erhöhte Rücksichtnahme und appelliert an die Helfer, während ihrer Sammelaktionen Warnkleidung zu tragen und die Fahrbahn nicht oder nur in geringem Umfang zu betreten. In den letzten Jahren ist es schon öfter zu gefährlichen Situationen gekommen.

Vorsicht ist auf folgenden Strecken geboten:

• Schriesheim: L 596 und L 596a zwischen Altenbach und Schriesheim sowie (Wendehammer); Ansprechpartner für Hilfsaktionen in Schriesheim ist die B.U.N.D. Ortsgruppe Schriesheim, Bismarckstraße 31, Frau Hubrich Eisengrubweg, Blütenweg (Wendehammer) und Eichenweg
• B 3 zwischen Hemsbach und Laudenbach
• L 596 Hirschberg-Großsachsen, Höhe Ortseingang
• K 4250 zwischen Ketsch und Schwetzingen
• K 4153 Sandhausen – Walldorf von Stadion bis Einmündung L 598 sowie Ostlandstraße und Straße “Am Galgenbuckel”
• K 4157 zwischen Nußloch und Maisbach
• K 4157 zwischen Ochsenbach und Gauangelloch
• K 4160 Bammental in Richtung Gauangelloch
• L 546 zwischen St. Leon und Baumschule bzw. Zufahrt St. Leoner See
• Rauenberg in der Schloßstraße
• B 39/K 4271 im Bereich des Rückhaltebeckens (nahe Mühlhausen)
• K 4200 zwischen Ortsende Neckargemünd und Rainbach
• K 4101 zwischen Dilsberg und Mückenloch
• K 4200 zwischen Wiesenbach Langenzell und Neckargemünd-Dilsbergerhof
• L 532 zwischen Wiesenbach und Lobbach
• K 4178 zwischen Meckesheim-Mönchzell und Lobbach-Lobenfeld (Biotop)
•Gemeindeverbindungsstraße Aussiedlerhöfe Mühlhausen-Tairnbach und Dielheim
• Schönau: L 535 ab Kreisgrenze (Siedlung Lindenbach) bis Ortseingang Schönau, Straße „An der Klinge“, Straße „Hasselbacher Hof“
• K 4181 Verbindungsstraße Neidenstein – Eschelbronn
• L 530 zwischen Helmstadt und Flinsbach
• L 530 in Richtung Helmstadt, Gemarkung Epfenbach
• K 4105 Moosbrunn – Schönbrunn
• L 2311 Friedrichsdorf
• L 2311 Eberbach – Gaimühle
• B 45 Gemarkung Eberbach (Gemmelsbachtal)
• K 4105 zwischen Schwanheim und Schönbrunn

Ganz oder teilweise gesperrt sind folgende Strecken:

• K 4159 zwischen Ochsenbach und Schatthausen (Teilstück nachts gesperrt)
• Gemeindeverbindungsweg Hemsbach – Balzenbach (nur für Anlieger frei)
• Gemeindeverbindungsweg Meckesheim – Eschelbronn (voll gesperrt)
• Laudenbach in Richtung Heppenheim (Wirtschaftswege)(nachts gesperrt)
• Waibstadt/Neidenstein: – Alte Waibstadter Straße aus Richtung Neidenstein in Richtung Waibstadt sowie die „verlängerte Bahnhofstraße“ in Richtung Neidenstein – Waibstadt, in Höhe Kühnbergweg (alle nachts gesperrt)
• Meckesheim-Mönchzell nach Eschelbronn Sperrung der Straße Am Mühlwald vom Ortsrand bis zum Sportgelände aus beiden Richtungen; der Anliegerverkehr zum Sportgelände ist ermöglicht (nachts gesperrt)“

Neue Öffnungszeiten ab 01. MĂ€rz 2012

Beate Glowinski arbeitet ab sofort in der Stadtinformation

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Beate Glowinski , Rosemarie Auburger, Brigitte Nerreter und Brigitte Stahl (v.l.n.r.). Foto: ladenburgblog.

Ladenburg, 01. MĂ€rz 2012. (red/sap) Zum 1. MĂ€rz 2012 hat die Ladenburger Stadtinformation mit Beate Glowinski eine neue Mitarbeiterin und neue Öffnungszeiten.

Beate Glowinski, eine langjĂ€hrige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung und Ladenburg-Kennerin, wurde von BĂŒrgermeister Ziegler und Brigitte Stahl, Stabstelle Stadtmarketing und Kultur, vorgestellt.

Rosalinde GĂ€rtner, die vom Ausbau bis heute, die Stadtinformation begleitet habe, wechselt ab sofort in die „Freizeitphase Altersteilzeit“, so BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Dadurch konnten zwei Halbtagsstellen geschaffen werden, eine davon erhielt Beate Glowinski, die andere wurde der Stabstelle Stadtmarketing und Kultur bei Brigitte Stahl zugeordnet.

2500 Besucher innerhalb eines halben Jahres

Vom Juli bis Dezember 2011 kamen 2500 Besucher in die Ladenburger Stadtinformation, viele weitere suchten Kontakt ĂŒber Telefon oder Email, sagte der BĂŒrgermeister.

Die Öffnungszeiten wurden konzentriert, ab dem heutigen 01. MĂ€rz ist die Stadtinformation dienstags bis freitags von 10:00 bis 14:00 Uhr und samstags und sonntags von 11:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. „FrĂŒher waren wir zwar am Wochenende stĂ€rker aufgestellt, die Mittagszeiten geben wir aber auf“, so Ziegler

Die Damen vom Heimatbund werden auch weiterhin, in der Urlaubszeit und am Wochenende, die Stadtinformation unterstĂŒtzen. Dies erfolgt jetzt auf Honorarbasis, frĂŒher war das ehrenamtlich.
FĂŒr die breite UnterstĂŒtzung sowohl in der Stadtinformation als auch im Museum dankte Ziegler dem Heimatbund.

In seinen Urlauben „gehe ich ĂŒberall in die Stadtinformation“, erzĂ€hlt Ziegler, um herauszufinden wie diese andernorts aufgestellt sind.

Hier findet man alles Wissenwertes ĂŒber Ladenburg und die Region

In der Stadtinformation finden Besucher alles, was ĂŒber Ladenburg, aber auch ĂŒber die Region wichtig ist: Infomaterial, BĂŒcher, Prospekte, Veranstaltungshinweise, einen Stadtplan, Restaurants- und Übernachtungstipps.

Hier können RĂ€der ausgeliehen werden und man bekommt Informationen zu den StadtrundgĂ€ngen, die auch gerne fĂŒr Gruppen und Einzelpersonen organisiert werden, ganz spontan geht das aber leider nicht, erklĂ€ren Rosemarie Auburger und Brigitte Nerreter vom Heimatbund.

KĂŒrzlich sei sie mal gefragt worden, wo man besser ĂŒbernachtet, in Heidelberg oder in Ladenburg, erzĂ€hlt Brigitte Nerreter. Da war ihre Antwort eindeutig: „NatĂŒrlich in Ladenburg, denn hier ist es viel hĂŒbscher“.

Vermutlicher Bombenfund fĂŒhrt zu Streckensperrung der Bahn


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Heppenheim/Rhein-Neckar, 28. Februar 2012. (red) Die Polizei hat heute Abend einen 58 Jahre alten Mann deutscher Staatsangehörigkeit verhaftet, der im Verdacht steht, eine Bombe gebaut zu haben. Ob und wo ein Anschlag geplant war, ist zur Zeit noch unklar.

Von Hardy Prothmann

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt ist in einer Werkstatt des städtischen Bauhofs der Stadt Heppenheim ein verdächtiger Gegenstand durch Bombenspezialisen untersucht und sichergestellt worden.

Weil sich das Gebäude, in dem der Gegenstand entdeckt worden ist, in rund 20 Meter Entfernung zur Bahnlinie befindet, wurde die Bahnstrecke für rund zwei Stunden gesperrt. Zugausfälle und Verspätungen für tausende Pendler waren die Folge. Nähere Angaben, ab wann der Bahnverkehr wieder geregelt verlaufen ist, wurden nicht gemacht.

Die von der Polizei als „vorsorgliche Maßnahme zur Gefahrenabwehr“ bezeichnete Maßnahme hatte unmittelbar vor Ort weitere Konsequenzen. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Laut Polizei wurde ein rund 30 Zentimeter langes Metallrohr entdeckt, aus dem Drähte herausragten – eine vermutliche „Rohrbombe“. Nach Polizeiangaben war an diesem Rohr auch ein Zünder angebracht. In der Sache ermittelt nun das hessische Landeskriminalamt.

Ein verantwortlicher Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs hatte den „verdächtigen Gegenstand“ auf einem Gelände des städtischen Bauhofs gegen 17:00 Uhr entdeckt und dies der Polizei gemeldet.

Die Polizei vermutet, dass sich in dem Metallrohr möglicherweise Sprengstoff befindet – sicher ist dies allerdings nicht.

Gegen 20:00 Uhr wurde ein 58 Jahre alter Tatverdächtiger verhaftet, der zur Zeit verhört wird. Nähere Angaben machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Der Heppenheimer steht im Verdacht, die „verdächtige Konstruktion“ gebaut zu haben. Ob das Motiv persönliche Umstände sein könnten oder ein terroristischer Hintergrund besteht, wollte die Polizei auf Anfrage nicht beantworten. Sie verwies an die Staatsanwaltschaft als zuständige Ermittlungsbehörde.

Wir berichten bei neuen Erkenntnissen nach.

Sibirische Kaltwetterfront hat den Neckar im Eisgriff

Rien ne va plus – Schifffahrt auf dem unteren Neckar praktisch nicht mehr möglich

Einen wunderbaren Anblick bietet der gefrorene Neckar den Bewohnern Heidelbergs. Bild: WSV Heidelberg

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 13. Februar 2012. (red/pm) Der Schiffverkehr auf dem Neckar ist durch die Eisbildung zum Erliegen gekommen. Die Eisbrecher arbeiten unermĂŒdlich, frei gebrochene Fahrrinnen frieren aber binnen Stunden wieder zu. Wann die Schifffahrt wieder aufgenommen werden kann ist bislang unklar.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg:

„Aufgrund der weiterhin niedrigen Temperaturen und der damit verbundenen Eisbildung an den Schleusenanlagen zwischen Mannheim und dem Hafen Heilbronn ist nun die Schifffahrt auf dem unteren Neckar zum Erliegen gekommen. Am Abend des 10. Februar wurde gegen 21.30 Uhr der letzte sich noch in Fahrt befindliche Kohlefrachter an der letzten Schleuse vor dem Hafen Heilbronn geschleust.

„Die Schiffe, die derzeit keine Möglichkeit haben weiterzukommen, sei es nun zu Tal in Richtung Rhein oder zu Berg in Richtung Heilbronn, bleiben an den Schleusen entlang des Neckars verteilt liegen und warten nun auf die Wiederaufnahme des Schleusenbetriebes“ berichtet Marc Lerch, Leiter des SchifffahrtsbĂŒros im Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg. Lerch weiter:

Seit gestern Abend sind 10 weitere Frachtschiffe an der ersten Neckarschleuse in Mannheim-Feudenheim angekommen. FĂŒr sie ist nun auch erst einmal kein Weiterkommen möglich. Einige Schiffe fahren erst gar nicht in den Neckar rein, sondern warten am Rheinkai in Mannheim auf die Weiterfahrt, da sie so nicht ins bis zu 10 cm dicke Eis im unteren Vorhafen in Feudenheim fahren mĂŒssen.

Die EisbekĂ€mpfung geht unterdessen vor den Wehranlagen weiter. Am Abend des 10. Februar konnte der Eisbrecher „Brohl“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen mit einer Notschleusung die Eingangsschleuse in Feudenheim passieren.

Gegen 2.00 Uhr nachts kam er in Neckarsteinach an, wo am darauffolgenden Morgen Treibstoff fĂŒr seine Weiterfahrt gebunkert wurde. Zwischenzeitlich hat die „Brohl“ ihre Position vor dem Wehr in Rockenau bezogen, wo sie die Eisdecke bricht.

Aktuell ist es gelungen vor den Wehranlagen von Ladenburg bis Neckarsteinach offenes Wasser herzustellen. An den Wehren Hirschhorn und Rockenau stellt es sich schwieriger dar.

Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jörg Huber, erlĂ€utert die ergriffenen Maßnahmen zu EisbekĂ€mpfung:

Morgen frĂŒh werden die frei gebrochenen Bereiche zwar wieder zugefrohren sein, allerdings bleibt die Eisdicke gering, so dass das erneute Aufbrechen noch möglich ist. HĂ€tten wir bislang nicht jeden Tag das Eis vor unseren Wehren gebrochen, wĂ€ren mit Sicherheit aufgrund von Eisversatz Eisdicken bis zu 30 cm entstanden, die dann nicht mehr mit den uns zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln zu brechen sind

Huber weiter:

Wir hoffen auf wÀrmere Temperaturen nÀchste Woche, um schnellstmöglich wieder Normalbetrieb am untern Neckar zu haben. Wann die Schifffahrt wieder möglich sein wird, kann derzeit nicht abgeschÀtzt werden.

Bei so viel Eis ist selbst fĂŒr die Eisbrecher kein leichtes Durchkommen mehr.

Auch am Sonntag lÀuft die EisbekÀmpfung energisch weiter

„Es ist gar nicht so einfach den Überblick zu behalten“ sagt RĂŒdiger Englert, der stellvertretende Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Heidelberg. Englert weiter:

Um die EisbekĂ€mpfung wirksam zu koordinieren, mĂŒssen zwölf Staustufen und die zugehörigen Bauwerke und Streckenabschnitte im Blick gehalten werden. Dabei kann dann die Lage in den Schleusenkammern eine andere sein als in den VorhĂ€fen. Wieder anders sieht es dann manchmal an den Wehren aus und auch auf der freien Flusstrecke wechselt die Eislage mitunter. Und neben den WitterungsverhĂ€ltnissen sorgen die als Eisbrecher eingesetzten Fahrzeuge fĂŒr eine stetige VerĂ€nderung der Lage.

So kann man diese Lage am unteren Neckar zwischen Mannheim Feudenheim und Heilbronn zusammenfassen:

Auf der Strecke sind immer noch ein erheblicher Teil der Schleusenkammern wegen der Vereisung außer Betrieb. Gerade die Schleusen Feudenheim und Heilbronn – sozusagen die Tore in den Heidelberger Amtsbereich – mĂŒssen wegen kĂ€ltebedingter Störungen und zur Vermeidung weiterer massiver eisbedingter SchĂ€den geschlossen bleiben.

In den VorhÀfen und vor den Wehren lÀuft unterdessen der Eisbrechereinsatz stÀndig weiter. Durch den Eisaufbruch und die Eisabfuhr ins Unterwasser konnten die Wehrbereiche und die oberen VorhÀfen weitgehend eisfrei gehalten werden.

Auf den freien Strecken – gerade in den Odenwaldbereich hinein – sind die EisstĂ€rken auf großen und durchgehenden FlĂ€chen aber inzwischen so gewachsen, dass auch die schweren eisbrechenden Fahrzeuge teilweise an ihre Grenzen kommen.

Neben den Fahrzeugbesatzungen waren auch viele weitere Bedienstete des Amtes am Sonntag unterwegs, ob Bauhofspersonal zur Störungsbeseitigung oder Streckenarbeiter bei der Anlagensicherung. Auch der Leitungsbereich des Amtes und der Außenbezirke stehen zur Einsatzkoordinierung in stĂ€ndigem Kontakt.

Gleichzeitig warten rund 30 betroffene Schiffer im Neckar, sowie etwa 20 vor der Eingangsschleuse Feudenheim buchstĂ€blich auf besseres Wetter. Nach den vorliegenden Anmeldungen befinden sich wohl insgesamt 30 weitere GĂŒterschiffe in der AnnĂ€herung an den Neckar.

GefÀhrliche SpaziergÀnge auf dem Eis

Außer dem anstrengenden Eiseinsatz und der Behinderung der Schifffahrt bereitet den WSA-Vertetern das in den letzten Tagen zunehmende Betreten der EisflĂ€chen durch FußgĂ€nger große Sorge.

So warnt der Schleusenbedienstete in Feudenheim:

Wenn wir den Leuten auch auf der freien Strecke das Spazierengehen auf dem Eis nicht verbieten können, so ist davon doch stÀrkstens abzuraten. Gerade das Betreten der vorher einmal aufgebrochenen FlÀchen oder von Eisfeldern im Anlagenbereich ist lebensgefÀhrlich. Was oberflÀchlich stabil wirkt, kann noch nicht wieder ausreichend gefroren sein. Und auch die Strömungen unter den EisflÀchen können die Eisdecke so schwÀchen, dass Personen ohne Vorwarnung einbrechen.

Nach bisheriger EinschĂ€tzung dĂŒrfte die Eislage den Neckar noch am Wochenanfang beherrschen. Die Schifffahrt und das WSA hoffen aber auf den zur nĂ€chsten Wochenmitte gemeldeten Temperaturanstieg.“

Eisbrecher auf dem Neckar halten Fahrrinne frei

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Februar 2012. (red/PR-Video) Sechs Arbeitsboote des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg brechen zwischen Mannheim und Heilbronn Eis auf dem Neckar. Der Transportweg ist wichtig fĂŒr Kohlelieferungen an die Kraftwerke entlang des Flusses – die aktuelle Lage ist schwierig und könnte fĂŒr ernsthafte Probleme sorgen.

Amtsleiter Jörg Huber vom Wasser – und Schifffahrtsamt Heidelberg erklĂ€rt im PR-Video Interview die derzeitige aktuelle Situation auf dem Neckar.

„Es macht uns zu schaffen, dass durch die niedrigen Wassertemperaturen immer mehr Eis entsteht, so dass die Erfolge bei der EisbekĂ€mpfung hinter den Erwartungen liegen“.

FĂŒr heute wird weitere VerstĂ€rkung zum Eisbrechen am Neckar erwartet: Das Aufsichtsboot „Plittersdorf“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg und das Aufsichtsboot „Worms“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim.

„Wir haben heute den ganzen Tag mit sechs Wasserfahrzeugen Eis gebrochen“ berichtet Dipl.-Ing. Jochen Bode, Leiter des „Krisenstabes Eis“ beim Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

Neben dem Eisbrechen sind die BeschÀftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg dabei Anlagen vom Eis zu befreien, um die Funktionsweise sicherzustellen.

„Eine Prognose, wie lange die Schifffahrt auf dem unteren Neckar noch frei fahren kann, ist schwer zu treffen“, sagt Amtsleiter Jörg Huber.

„Schwachstellen sind die hydraulischen Schleusenantriebe, die bei niedrigen Temperaturen immer wieder ausfallen, so dass aus GrĂŒnden der Anlagentechnik der Schiffsbetrieb eingestellt werden muss. Entscheidend wird deshalb die weitere Entwicklung des Wetters sein. Wir hoffen auf wĂ€rmere Temperaturen.“

AuffÀllig viele Verwarnungen

Polizei fĂŒhrt verstĂ€rkt Kontrollen durch

Ein Viertel aller kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge erhielten Verwarnungen.

 

Ladenburg, 03. Februar 2012. (red/pol) Die Polizei kontrollierte Donnerstagnacht im Revier Ladenburg 80 Fahrer und Fahrzeuge. Insgesamt 19, also ein Viertel aller Kontrollen fĂŒhrten zu Beanstandungen, grĂ¶ĂŸtenteils allerdings nur zu mĂŒndlichen Verwarnungen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kontrollierten acht Beamte insgesamt 80 Fahrzeuge. Trotz der eisigen KĂ€lte von minus zehn Grad (gefĂŒhlt minus 20) waren die Beamten der Polizeistation Ladenburg unter Leitung von Polizeikommissar Stephan Kau hoch motiviert.

Bei dem vier Stunden dauernden Einsatz wurden 19 VerstĂ¶ĂŸe festgestellt. Darunter eine alkoholisierte Fahrerin und zwei Personen unter Drogeneinfluss. Ein Fahrer hatte Haschisch geraucht, einer Kokain konsumiert.

Mit knapp einer Promille kommt die Fahrerin noch einmal mit einem „blauen“ Auge davon. FĂŒr vier Wochen muss sie ihren FĂŒhrerschein abgeben, zudem erwartet sie neben Punkten in Flensburg eine Geldstrafe in Höhe von mehreren Hundert Euro.

Insgesamt drei Personen wurden ohne gĂŒltige Fahrerlaubnis angehalten. Zwei davon hatten ihren FĂŒhrerschein lediglich nicht dabei, die dritte Person steht auch weiterhin im Verdacht, ohne gĂŒltigen FĂŒhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Das PolizeiprĂ€sidium Mannheim wird in den nĂ€chsten Wochen wegen der Fasnachtszeit verstĂ€rkt solche Kontrollen durchfĂŒhren. Interessant: Auf Facebook wurden Informationen zum Standort der Kontrollen durch Nutzer verbreitet, was Revierleiter Frank Hartmannsgruber positiv kommentierte:

„Das ist doch schön, wenn unsere Kontrollen wahrgenommen werden. Die Leute sollen wissen, dass wir fĂŒr sie da sind, aber Alkohol- und DrogensĂŒnder aus dem Verkehr ziehen.“

Nicht nur das Revier Ladenburg war im Einsatz – die Mannheimer Kollegen fĂŒhrten weitere Kontrollen im Stadtgebiet durch.

So ists vorbildlich: Dieser Mann hat "Null Promille" - zeigt das AtemalkoholtestgerÀt.

 

Information der Polizei Mannheim:

„Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kontrollierten Beamte des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim wieder zahlreiche FahrzeugfĂŒhrer.

Um 22:55 Uhr stellten Beamte der Verkehrspolizei in der Zehntstraße bei einem 38-jĂ€hrigen Weinsberger fest, dass der Minifahrer unter Drogeneinfluss stand.

Ein entsprechender Drogenvortest reagierte positiv. Weiterhin steht der Mann im Verdacht, ohne FĂŒhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Gegen 23:35 Uhr wurde in der Seckenheimer Landstraße ein 34-jĂ€hriger Mannheimer kontrolliert. Bei ihm wurde ein Alkoholwert von 0,98 Promille gemessen.

Kurze Zeit spĂ€ter, um 23:55 Uhr, fiel der Polizei an gleicher Örtlichkeit ein 25-jĂ€hriger Mutterstadter auf.

Der Opel-Fahrer zeigte eindeutige Anzeichen auf Drogenkonsum. Ein Vortest bestÀtigte diesen Verdacht.

In der Frankenthaler Straße in Mannheim kontrollierten, gegen 02:50 Uhr, Beamte des Polizeireviers Sandhofen eine 29-jĂ€hrige Pkw-Lenkerin aus Einhausen.

Da die Frau stark nach Alkohol roch, wurde ihr ein Alko-Test angeboten. Dieser ergab einen Wert von 1,38 Promille.

Ein 21-jÀhriger Ludwigshafener musste sich um 04:20 Uhr auf dem Kaiserring in der Mannheimer Innenstadt einer Verkehrskontrolle unterziehen.

Bei ihm stellten die Polizeibeamten einen Alkoholwert von 1,4 Promille fest.

DarĂŒber hinaus steht ein junger Mann im Verdacht, seinen Volvo unter Drogeneinfluss gelenkt zu haben.

Er war von der Polizei gegen 21:10 Uhr in der Ilvesheimer Straße in Ladenburg angehalten worden. Da es ihm nicht möglich war, eine Urinprobe abzugeben, wurde ihm Blutprobe entnommen.“

Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg ordnet erste Maßnahmen an

„Eiswetter“ auch am Neckar

Das sibirische Wetter sorgt fĂŒr Eisbildung bei den Wehren und Schleusen. Archivbild: WSH

 

Rhein-Neckar/Heidelberg, 03. Februar 2012. (red/pm) Das eisige Wetter hat auch Folgen fĂŒr die Schifffahrt – Stauwehren und Schleusen frieren zu. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg ordnet erste Maßnahmen gegen die Eisbildung an.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamts Heidelberg:

„Auf Grund der angekĂŒndigten KĂ€ltewelle hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg fĂŒr die Stauanlagen am unteren Neckar erste Maßnahmen zur EisbekĂ€mpfung angeordnet. Die Wassertemperatur des Neckars in Heidelberg ist seit Mittwoch um 1,5 Grad Celsius auf derzeit 2 Grad Celsius gefallen.

Der Hydrologe des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Eugen Bierweiler, berichtet: „Noch ist die Eisbildung an den Schifffahrtsanlagen gering. Im Raum Heidelberg sind in den Schleusenkammern rd. 1 cm Eisdicke gemessen worden. In den VorhĂ€fen zwischen Feudenheim und NeckargemĂŒnd wurde Randeis festgestellt. Die Schifffahrt hat derzeit noch keine EinschrĂ€nkungen“.

Im WSA Heidelberg wurde seit heute Morgen der „Krisenstab Eis“ aktiviert. Der Leiter des Krisenstabes ist Dipl.-Ing. Jochen Bode erlĂ€utert:

„Auf Grund der Großwetterlage rechnen wir mit Eis auf dem Neckar und Vereisung der Schleusen- und Wehranlagen. Deshalb habe ich angeordnet, dass ab Montag der Stauspiegel des Neckars auf dem unteren Toleranzniveau gehalten wird. Damit soll sichergestellt werden, dass kein Wasser ĂŒber die StauverschlĂŒsse strömt und diese dann unnötig vereisen und damit in ihrer Funktion eingeschrĂ€nkt werden. Dies wird Auswirkungen auf die Abladetiefe der Schifffahrt haben, die dann mit 10 cm weniger Tiefgang kalkulieren muss.“

Die Schleusenbetriebsstellen wurden angewiesen, dass Wasser auch durch Leerschleusungen in Bewegung zu halten, um die mögliche Eisbildung in den Schleusenkammern zu verzögern. Zudem wurden die Mitarbeiter des Bauhofs Neckarsteinach in erhöhte Rufbereitschaft versetzt. Alle Verwaltungsschiffe wurden auf den Eiseinsatz vorbereitet.

Besonders von Eis gefĂ€hrdete Bereiche an der Wasserstraße Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn sind die SchifffahrtskanĂ€le in Ladenburg, Schwabenheim und Neckarsulm, der Kanalhafen Heilbronn, die oberen und unteren VorhĂ€fen der Schleusen sowie die Bereiche im Oberwasser der Wehranlagen.

Neben der Schifffahrt rĂŒckt bei Eisbildung ein auch anderer Aspekt in den Vordergrund: Der ungehinderte Wasserabfluss an den Wehren. Sollten sich geschlossene Eisdecken ausbilden,
wird mit allen verfĂŒgbaren und verantwortbaren Mittel versucht, das Eis zu brechen und ĂŒber die Wehranlagen abzufĂŒhren.“

PolizeiprĂ€sidentin Denner: „Ich interessiere mich sehr fĂŒr Menschen.“

Mannheim/Rhein-Neckar, 02. Dezember 2011. (red) Seit Juli diesen Jahres ist Caren Denner (49) PrĂ€sidentin des Mannheimer PolizeiprĂ€sidiums. Die Verwaltungsexpertin und studierte Juristin ist erst die zweite Frau in der Polizeigeschichte Baden-WĂŒrttembergs auf einem solchen FĂŒhrungsposten. Die Chefin von rund 1.200 Beamten und 200 Angestellten zieht im GesprĂ€ch mit uns eine erste Bilanz zum Jahresende 2011.

Die private Caren Denner liebt Literatur, Lyrik und die Verhaltensforschung. Darin findet sie einen Ausgleich zu ihrer Arbeit. Als PolizeiprÀsidentin beschÀftigt sie sich mit anderen Texten: Akten, Gesetze und VerwaltungsvorgÀnge.

Die private Caren Denner liebt Literatur, Lyrik und die Verhaltensforschung. Darin findet sie einen Ausgleich zu ihrer Arbeit. Als PolizeiprÀsidentin beschÀftigt sie sich mit anderen Texten: Akten, Gesetze und VerwaltungsvorgÀnge.

Von Martin Heilmann und Hardy Prothmann

Frau Denner, wie wird man eigentlich PolizeiprĂ€sidentin? Bewirbt man sich oder wird man gefragt? [Weiterlesen…]

GlĂŒck im UnglĂŒck - keine SĂ€ure ausgetreten - niemand verletzt

Havarie auf dem Neckar -Tanker mit PhosphorsĂ€ure und leeres GĂŒtermotorschiff stoßen zusammen

Ladenburg/Heidelberg, 22. November 2011. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg mitteilte, sind heute gegen 12.00 Uhr auf dem Neckar in Höhe des Ladenburger Hafens (Ne-km 11,5) zwei GĂŒterschiffe frontal zusammengestoßen. Betroffen sind der mit 350 Tonnen PhosphorsĂ€ure beladene DoppelhĂŒllentanker „Wervelwind“ (hier ein Foto) und das leere GĂŒtermotorschiff (GMS) „Adolf Blatt“. Der geladene Tanker war auf dem Weg zur Umschlagstelle der Firma Benckiser in Ladenburg.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamts Heidelberg:

„Der zustĂ€ndige Außenbeamte des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Horst Hupe, erlĂ€utert: „Es wurden keine Personen verletzt. Zudem ist keine Ladung ausgetreten. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg hat fĂŒr beide Havaristen ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Beide Schiffe liegen derzeit im Bereich des Hafens Ladenburg. Fachleute des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg sind vor Ort. Die Unfallursache ist noch nicht bekannt.“

Der Schaden an der Wervelwind ist unproblematisch, so dass die PhosphorsĂ€ure wie geplant im Ladenburger Hafen gelöscht wird. Der Schaden am GMS „Adolf Blatt“ ist deutlich grĂ¶ĂŸer. Durch den Frontalzusammenstoß wurde ein Loch von 2 m LĂ€nge in den Rumpf gerissen. Es besteht aber keine Gefahr des Sinkens. Der Sachschaden wird insgesamt auf mehrere 10.000 € geschĂ€tzt.

Die Wevelwind ist ein moderner DoppelhĂŒllentanker, der sehr hohen Sicherheitsanforderungen entspricht. So ist er mit einer sogenannten DoppelhĂŒlle als Rumpf versehen, die bei ZusammenstĂ¶ĂŸen das austreten von Gefahrgut verhindert.“

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben von dem Unfall erst am Abend erfahren und recherchieren morgen weitere HintergrĂŒnde.

„Stuttgart 21 bremst die S-Bahn in der Region aus“

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Stuttgart, 15. November 2011. In Stuttgart und anderswo streitet man sich auf allen möglichen Ebenen, Sinn und Unsinn, Kosten und Nutzen werden gegeneinander aufgewogen. Und natĂŒrlich ist der Großraum Stuttgart am meisten betroffen. Doch Stuttgart 21 hat schon jetzt konkrete negative Wirkungen in unsere Region. Und wenn Stuttgart 21 kommt, werden die Nachteile fĂŒr uns vor Ort noch grĂ¶ĂŸer, sagt Michael Löwe, Experte des Fahrgastverbands Pro Bahn, im Interview. Am 27. November sind die BĂŒrger zur Volksabstimmung aufgerufen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Löwe, hat Stuttgart 21 direkte Auswirkungen auf die Region Nordbaden?

Michael Löwe: Ganz sicher. Um das zu erklÀren, muss ich ein wenig ausholen.

Tun Sie das.

Löwe: Es gibt verschiedene Finanzierungstöpfe fĂŒr Eisenbahnprojekte. Einer davon sind die sog. BSchwAG-Mittel (Mittel gemĂ€ĂŸ dem Bundesschienenwegeausbaugesetz, die zur Finanzierung der Projekte des Bundesverkehrswegeplans – BVWP – dienen). Wie alle Mittel können diese natĂŒrlich nur einmal ausgegeben werden. Es gibt etwa 80 BVWP-Schienen-Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 46 Milliarden Euro. Rund 1,5 Milliarden Euro werden jĂ€hrlich aus diesem BSchwAG-Topf ausgegeben. Die 5-600 Millionen Euro, die fĂŒr Stuttgart 21 eingesetzt wĂŒrden, fehlen dann natĂŒrlich bei anderen Projekten, beispielsweise der geplanten Neubaustrecke (NBS) zwischen Frankfurt und Mannheim.

„Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim kommt nicht vor 2025.“

Das heißt konkret?

Bahn-Experte Michael Löwe - Privatfoto von einer Norwegenreise 2011: "Wir waren nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, das war toll."

Löwe: Es gibt einige Projekte, die aktuell im Gang sind, die bekommen das Geld zuerst, damit diese fertig gestellt werden können, beispielsweise NĂŒrnberg-Erfurt bis 2017. Hier fließen also große Summen ab, die fĂŒr andere Projekte nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen. Dann werden PrioritĂ€tslisten neu erstellt und aktuell ist die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim aus der PrioritĂ€tsliste 1 in die zweite oder dritte Reihe gerutscht.

Aber die ersten Planungen laufen doch schon seit 1998?

Löwe: Richtig. Aber der Bundesverkehrsminister lĂ€sst aktuell das Projekt neu ausschreiben, dann mĂŒssen PlĂ€ne und Gutachten gemacht werden und das wird dauern.

Wann könnte diese fĂŒr unsere Region wichtige Linie fertig sein?

Löwe: Im optimalen Fall bis 2023, eher aber 2025 und das nur, wenn alles wie am SchnĂŒrchen klappt. BerĂŒcksichtigen muss man dabei, dass dies ein relativ einfaches Projekt wĂ€re, weil es nicht viele Tunnels braucht und das GelĂ€nde in der Ebene verlĂ€uft.

Hat Stuttgart 21 Einfluss darauf?

Löwe: Sicher, wenn Stuttgart 21 kommt, fehlen ĂŒber mehrere Jahre mehrere hundert Millionen Euro. Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim wĂŒrde nach SchĂ€tzungen der Bahn gut zwei Milliarden Euro kosten, also viel mehr als in einem Jahresbudget fĂŒr alle Bahnprojekte in Deutschland vorhanden ist. Und jeder woanders ausgegebene Euro fehlt hier, z.B. ĂŒbrigens auch fĂŒr die S-Bahn.

„Das Argument des Zeitgewinns  durch S21 ist regional gesehen Quatsch.“

Wieso die S-Bahn?

Löwe: Weil auch hier das Geld fehlt, beispielsweise fĂŒr den Ausbau der Strecke Mannheim-Heidelberg, die zu 40 Prozent aus dem BSchwAG-Topf bezuschusst werden muss. Dieser Abschnitt wird fĂŒr alle S-Bahn-Linien benötigt und muss drei-, bzw. viergleisig ausgebaut werden. Nur dann können z.B. die S-Bahn-Linien von Eppingen und Aglasterhausen wie geplant bis Worms, bzw. Mainz durchgebunden werden. Heute muss man in Heidelberg umsteigen und verliert Zeit. Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr die Debatte um Stuttgart 21 und die Zeitvorteile.

Was meinen Sie?

Löwe: Das Argument der S21-BefĂŒrworter, der Bahnhofsumbau wĂŒrde Zeitvorteile bringen, ist Quatsch. Diese könnte man jetzt schon haben. Man hat sie aber nicht, weil man in dem vorwiegend als Regionalbahnhof genutzten Hauptbahnhof kaum Regional-ZĂŒge „durchfahren“ lĂ€sst. Man muss umsteigen, hier wird die Zeit verloren. WĂŒrden die ZĂŒge ein- und weiterfahren, wĂ€re ein Ă€hnlicher Zeitvorteil zu gewinnen. Der einzig echte Zeitvorteil entsteht durch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, doch ĂŒberwiegend fĂŒr Durchreisende in Richtung MĂŒnchen. Der Umbau des Bahnhofs ist nicht entscheidend.

„Ich befĂŒrchte durch S21 eine deutliche Verzögerung fĂŒr die S-Bahn Rhein-Neckar.

Nochmal zurĂŒck zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn. BefĂŒrchten Sie, dass die nicht kommt?

Löwe: Sie kommt, aber sicher nicht so, wie das viele behaupten. Die Bahnen fahren, aber die Frage ist, ob man durchfahren kann oder umsteigen muss. Das ist zeitrelevant. Der „Knoten Mannheim“, das HerzstĂŒck der S-Bahn rutscht auch durch S21 nach hinten bei den PrioritĂ€ten.

In einer aktuellen Umfrage haben wir die BĂŒrgermeister im Wahlkreis 39 Mannheim befragt, ob S21 Vor- oder Nachteile bringt. Alle sagten, „keine Meinung, haben wir uns noch nicht mit befasst.“

Löwe: Das hĂ€ngt wohl von der Perspektive ab. Sicher gibt es auf kommunaler Ebene keine direkten Verbindungen – aber im Gesamtzusammenhang schon. Und wenn Gelder fĂŒr den Knoten Mannheim fehlen, ist die LeistungsfĂ€higkeit der S-Bahn enorm eingeschrĂ€nkt. Sie fĂ€hrt, aber eben weit unter ihren Möglichkeiten. Wer das erkennen will, tut das, wer nicht, schaut weg.

Was kostet dieser Ausbau?

Löwe: Rund 213 Millionen Euro. 40 Prozent muss die DB Netz tragen, 60 Prozent werden ĂŒbers Gemeindeverkehrswegefinanzierungsgesetz geregelt. Somit tragen dann Bund und Land 80 Prozent, Kreise und Kommunen 20 Prozent.

„Vielleicht ist man hier froh ĂŒber die Verzögerung.“

Wie hoch ist der Anteil auf kommunaler Ebene konkret?

Löwe: Gut 42 Millionen Euro fĂŒr Kreise und Kommunen – wenn die Finanzierung klappt. Wohlgemerkt nur fĂŒr den Abschnitt Mannheim – Heidelberg, wobei nach einem komplizierten SchlĂŒssel nicht nur die direkten Anlieger zahlen sollen, sondern auch die weiter entfernten, da die dort verkehrenden S-Bahn-Linien ja auch vom Ausbau Mannheim-Heidelberg profitieren.

Könnte das der Grund sein, aus dem die Kommunen gar nicht so traurig sind, wenn der Ausbau hier vor Ort nicht kommt, weil sie das Geld nicht haben?

Löwe: Das haben Sie jetzt vermutet. Man sollte dazu die EntscheidungstrĂ€ger fragen. Ich vermute eher, dass man die S-Bahn schon will, aber ĂŒber eine zeitliche Streckung ganz froh ist. Dass ein Ausbau stattfindet, wie jetzt der neue Haltepunkt „Arena-Maimarkt“ im Dezember 2011 ist unbestritten – aber er wird zusehends langsamer und ich befĂŒrchte durch Stuttgart 21 eine weitere, deutliche Verzögerung.

Wie ist die Haltung von Pro Bahn zu Stuttgart 21 und wie werden Sie abstimmen?

Löwe: Die Verbandshaltung ist klar gegen Stuttgart 21 und ich stimme auch fĂŒr den Ausstieg. Gerade fĂŒr unsere Region gibt es wichtigere Projekte und der Bahnhofsumbau bringt den Reisenden in der Großregion Stuttgart keine erkennbar wesentlichen Vorteile.

Zur Person:
Michael Löwe (57 Jahre) wohnt seit 16 Jahren in Weinheim, ist Diplom-Mathematiker und war von 1997-2007 Vorsitzender des Regionalverbands Pro Bahn Rhein-Neckar, einer Untergliederung von Pro Bahn Baden-WĂŒrttemberg e.V..
Der gemeinnĂŒtzige Fahrgastverband hat bundesweit rund 5.000 Mitglieder und findet durch seine konstruktive Zusammenarbeit und durchdachten VorschlĂ€ge zur Entwicklung der Bahn hohe Anerkennung.
Als Verband, der sich fĂŒr die Verbesserung der Zugverkehre einsetzt, ist er politisch unverdĂ€chtig, eine Parteilinie zu verfolgen.

BĂŒrgermeister-Umfrage: Was bedeutet Stuttgart 21 fĂŒrs „Wohl und Wehe“ der Gemeinden?

Unsere Animation zeigt, was man wĂ€hlt, wenn man mit "Ja" oder "Nein" stimmt. Unsere Umfrage dokumentiert, wie die BĂŒrgermeister zum Thema stehen. Animation: Christian MĂŒhlbauer

Rhein-Neckar/Wahlkreis Weinheim, 14. November 2011. Das Streitthema um Stuttgart 21 wird am 27. November 2011 mit einem Ja oder Nein entschieden. Im Vorfeld warnen die Gegner vor den Folgen von Stuttgart 21 fĂŒr die Region, wenn das Projekt weiter vorangetrieben wird. Die BefĂŒrworter warnen vor den Folgen, wenn es nicht weiter vorangetrieben wird. Es geht also ums „Wohl und Wehe“ – auch fĂŒr die Gemeinden in Nordbaden. Dazu haben wir die BĂŒrgermeister im Wahlkreis 29/Weinheim befragt, wie diese zu Stuttgart 21 stehen. Die teils ĂŒberraschenden Antworten lesen Sie in unserer Dokumentation. [Weiterlesen…]

Stuttgart 21: Auch die BĂŒrger in Nordbaden entscheiden ĂŒber „KĂŒndigungsgesetz“

Guten Tag!
Rhein-Neckar, 08. November 2011. (red/cm) Am 27. November steht Baden-WĂŒrttemberg erstmalig in der Landesgeschichte eine Volksabstimmung bevor. Das Thema könnte dabei nicht schwieriger sein. Es geht um „S21“. Einen milliardenschweren Bahnhof fĂŒr Stuttgart (S21), der in den vergangenen Monaten abertausende BĂŒrger auf die Straßen getrieben hat. Im Rahmen der Volksabstimmung wird nun deutlich werden, wie breit die Ablehnung oder UnterstĂŒtzung fĂŒr „S21“ ist – vor allem wird interessant sein, wie sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fernab von Stuttgart verhalten.

Von Christian MĂŒhlbauer

Das monatelange KrĂ€fteziehen um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 (S21) lĂ€sst sich nur schwer knapp zusammenfassen – es ist ein komplexes Projekt, sechszehn Jahre ist es in der Entwicklung, seit ĂŒber einem Jahr ĂŒberschlagen sich die Entwicklungen.

Angefangen vom „schwarzen Donnerstag“, als die Polizei friedliche BĂŒrger verprĂŒgelte bis hin zur Landtagswahl 2011, als es einen historischen Regierungswechsel gegeben hat, der ohne „Stuttgart 21“ kaum denkbar war. [Weiterlesen…]

Stuttgart 21: Parteipositionen im Überblick

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Guten Tag!
Heddesheim, 08. November 2011. (red/cm)) Stuttgart 21 kennt viele Gegner wie BefĂŒrworter. Die großen Volksparteien vertreten dabei mitunter höchst unterschiediche Ansichten. Wir haben in der nachfolgenden Übersicht die Parteipositionen zusammengefasst. Am 27. November 2011 wird in einer Volksabstimmung ĂŒber das Schicksal der derzeitigen Planung entschieden.

Von Christian MĂŒhlbauer

Die eigentliche Intention von „Stuttgart 21“ ist laut BefĂŒrwortern, die Entwicklung von Stuttgart, der umgebenden Region sowie des Landes Baden-WĂŒrttemberg zu fördern. Hierzu wurde bereits 1995 im Rahmen einer „Machbarkeitsstudie“ des Bahnprojektes der Grundstein gelegt.

Aus dem Kopfbahnhof soll ein sogenannter Durchgangsbahnhof werden. Die Reisezeiten fĂŒr Bahnkunden sollen sich verkĂŒrzen. Durch die Verlegung des Durchgangsbahnhofs unter die Erde soll darĂŒber hinaus FlĂ€che oberhalb bereitgestellt werden, die der stĂ€dtebaulichen Entwicklung zu Gute kommt.

Problematisch sind jedoch die enormen Baukosten sowie die Dimensionierung des Projektes. Kritiker gehen davon aus, dass die geschÀtzten Kosten bei weitem nicht ausreichend sind.

Im Oktober 2010 hat der derzeitige CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk auf einer Parteiveranstaltung in Hirschberg an der Bergstraße sogar behauptet, es „es kann Baden-WĂŒrttemberg wurscht sein, ob Stuttgart 21 zehn oder fĂŒnfzehn Milliarden Euro kostet„. Derzeit ist die Zahl 4,4 Milliarden im Umlauf, nachdem es ursprĂŒnglich unter zwei Milliarden kosten sollte.

Der Spiegel berichtete aktuell, dass der frĂŒhere Baden-WĂŒrttembergische MinisterprĂ€sident GĂŒnther Oettinger (CDU), bereits 2009 ĂŒber höhere Kosten Bescheid wusste, dies allerdings der Öffentlichkeit verschwiegen hat:

„Nach Informationen des SPIEGEL hatten Landesbeamte aus Baden-WĂŒrttemberg auf Grundlage von Bahn-Unterlagen Gesamtkosten von mindestens 4,9 Milliarden Euro kalkuliert. FĂŒr wahrscheinlicher hielten sie sogar einen Endbetrag von bis zu 6,5 Milliarden.“

Und weiter:

„Der damalige MinisterprĂ€sident und heutige EU-Kommissar GĂŒnther Oettinger (CDU) verbat sich daraufhin weitere Berechnungen: „Auf Wunsch des Herrn MP“, so heißt es in dem Vermerk, solle derzeit von einer „neuen Kostenberechnung abgesehen werden“. Entsprechende Zahlen seien „in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar“, schrieben Oettingers Beamte.“

DarĂŒber hinaus ergeben sich zahlreiche weiteren umwelttechnischen Probleme. Auch die vorgebrachte ReisezeitverkĂŒrzung wird von Kritikern als kaum erwĂ€hnenswert angesehen.

Ob Stuttgart, das Umland sowie Baden-WĂŒrttemberg selbst von diesem Bahnprojekt also letztendlich profitieren könnten oder damit nur ein Milliarden-Grab schaufeln, obliegt der individuellen AbwĂ€gung aller Argumente durch jeden Einzelnen.

BĂŒndnis 90 / Die GrĂŒnen:

Die GrĂŒnen sind seit Beginn des Bauvorhabens Stuttgart 21 gegen das Projekt. Als das Landesparlament im Jahr 2006 einen Entschließungsantrag fĂŒr die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm fasste, standen bei der Abstimmung lediglich die Stimmen der GrĂŒnen gegen das Bauvorhaben.

Die Partei nutzte das Bauprojekt sowie die dazu anhaltenden Proteste geschickt im Landtagswahlkampf 2011. Nicht zuletzt aufgrund dieses Engagements gelang den GrĂŒnen bei der Landtagswahl 2011 ein großer Sieg, bei dem die Partei ĂŒber 12 Prozent mehr Stimmen einfahren konnte.

Gemeinsam mit dem Koalitionspartner SPD stellen die GrĂŒnen den Baden-WĂŒrttembergischen MinisterprĂ€sidenten. Der Koalitionspartner der GrĂŒnen vertritt jedoch keine ablehnende Haltung zu Stuttgart 21.

SPD:

Die SPD vertritt ebenso wie die beiden weiteren Parteien im Landesparlament die Ansicht, dass Stuttgart 21 ein erforderliches und wĂŒnschenswertes Bauvorhaben ist.

Man hat sich dennoch mit den GrĂŒnen als Koalitionspartner zusammengetan. Das Thema Stuttgart 21 ist ein zentraler Bestandteil des Koalitionsvertrages. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel erklĂ€rte Ende Oktober gegenĂŒber der FAZ, dass er eine VerĂ€nderung des Koalitionsvertrages wĂŒnsche.

Darin sollen sich die GrĂŒnen verpflichten, von ihrer ablehnenden Haltung zu Stuttgart 21 abzuweichen, wenn die Volksabstimmung scheitern sollte.

Sollte die Volksabstimmung das Ende von Stuttgart 21 einlĂ€uten, will wiederum die SPD ihre befĂŒrwortende Haltung aufgeben und sich dem Volkswillen beugen.

CDU & FDP:

Die beiden letzten Vertreter im Landesparlament Baden-WĂŒrttemberg vertreten seit jeher wie auch die SPD die Ansicht, dass Stuttgart 21 ein wichtiges Bauprojekt ist.- Die ersten Schritte zu diesem Projekt wurden unter einer CDU-Landesregierung gegangen, weshalb die bedingungslose BefĂŒrwortung nicht verwunderlich ist.

Das eingebrachte „S21-KĂŒndigungsgesetz“, welches einen RĂŒckzug des Landes aus dem Bauprojekt ermöglichen wĂŒrde, wurde von der SPD sowie der CDU und FDP abgelehnt.

Stadtentwicklungsplan Stuttgart 21. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Wikipedia-Eintrag zu gelangen. Quelle: Wikipedia, Stoeffler

Stuttgart 21 – Bedeutung fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg

Volksabstimmung zu Stuttgart 21: Wenn Ja Nein und Nein Ja bedeutet – der Abstimmungszettel im Detail


Guten Tag!

Heddesheim, 08. November 2011. (red) Am 27. November können alle Wahlberechtigten BĂŒrger Baden-WĂŒrttembergs ĂŒber das „Gesetz ĂŒber die AusĂŒbung von KĂŒndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen fĂŒr das Bahnprojekt Stuttgart 21“ abstimmen. Es gibt nur zwei Antwortmöglichkeiten. FĂŒr oder gegen das Gesetz. Im nachfolgenden möchten wir den Stimmzettel kurz anhand einer Animation erlĂ€utern.

Von Christian MĂŒhlbauer

„Stimmen Sie der Gesetzesvorlage ‚Gesetz ĂŒber die AusĂŒbung von KĂŒndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen fĂŒr das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21-KĂŒndigungsgesetz)‘ zu?

Wer am 27. November im Zuge der Volksabstimmung zur Wahl geht, wird sich dieser Frage gegenĂŒbersehen. Die Antwortmöglichkeiten sind dabei klar gefasst: Ja oder Nein.

Klingt einfach – ist es aber nicht, denn Ja bedeutet Nein zu Stuttgart 21 und Nein bedeutet Ja zu Stuttgart 21.

Abstimmung – Ja? Nein?

Wer sein Kreuz bei Ja macht, stimmt dafĂŒr, dass das „S21-KĂŒndigungsgesetz“ auf den Weg gebracht wird. Ein Ja-Votum ist also eine Stimme gegen Stuttgart 21.

Wer sein Kreuz bei Nein macht, stimmt gegen das „S21-KĂŒndigungsgesetz“. Ein Nein-Votum ist also eine Stimme fĂŒr Stuttgart 21.

Ungeachtet des Votums ist es notwendig, dass im Rahmen der Volksabstimmung ein Quorum erreicht wird. Das bedeutet, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Bevölkerung mit Ja abstimmen mĂŒssen. Das sind laut Angaben des Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg etwa 2,5 Millionen Menschen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zum „unechten Scheitern“, weil das „Quorum“ nicht erfĂŒllt worden ist.

Ob dies erreicht werden kann, ist indes offen. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2011 erhielten die GrĂŒnen „nur“ 1,2 Millionen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei knapp ĂŒber 5 Millionen WĂ€hlern.

Unser animierter Stimmzettel zeigt, wie es geht:

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ĂŒber Stuttgart 21

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ĂŒber Stuttgart 21