Montag, 20. November 2017

Die Internetseite der Stadt Ladenburg ist nicht immer erreichbar

Guten Tag!

Ladenburg, 20. April 2010. Ist der Schuldenhaushalt schuld? Oder die Asche-Wolke? Sicher keins von beiden. Vielleicht ist nur der „Server“ abgeschmiert – vielleicht werden gerade „Wartungsarbeiten“ durchgefĂŒhrt. Wie auch immer – die Zeit fĂŒr ein paar Anmerkungen ist gekommen.

Von Hardy Prothmann

Heute war ein komischer Tag – was das Internet angeht und die homepage der Stadt Ladenburg.

Immer zĂ€her ließ sich die Seite nach einem Aufruf laden. Irgendwann hieß es, „Sie haben nicht die erforderliche Berechtigung“. Dabei wollte ich doch nur wissen, was unter „Aktuelles“ steht.

Einige Stunden spÀter ist die Stadt Ladenburg gar nicht mehr im Internet zu erreichen.

Angeblich wird ja an einem neuen Auftritt gearbeitet.

TatsĂ€chlich scheint es sich um „Basteln“ zu handeln – da weiß man nie, was rauskommt.

Dabei braucht die Stadt Ladenburg das Internet wie noch nie.

Je besser dort Informationen angeboten werden – umso weniger Anrufe, Besucher, Schreiben wird es geben. Ein gut gestalteter und bestĂŒckter Internetauftritt spart also Ressourcen, die die Mitarbeiter dann nicht banalen, sondern wichtigen Fragen von BĂŒrgerInnen, beispielsweise individuellen, widmen können.

Eine gutes Internetangebot ist immer auch ein gutes Archiv – fĂŒr die BĂŒrger und die Verwaltung.

Ein gutes Internetangebot ist eine Visitenkarte nach draußen.

Leider hat die Stadt Ladenburg kein gutes Internetangebot.

Zu viel geht durcheinander – ein Konzept ist kaum zu erkennen.

Beim Arbeitskreis Stadtmarketing macht man sich auch Gedanken darĂŒber – will helfen und unterstĂŒtzen. Seit dem 16. Dezember 2009 berĂ€t eine „Arbeitsgruppe Website“ die Verwaltung.

„Ein möglicher“ Rat, das „Elend“ vom Netz zu nehmen, wĂ€re nachvollziehbar.

Aber keine Lösung.

Die Stadt Ladenburg muss im Internet erreichbar sein – einfach und unkompliziert.

Transparent und einladend.

Und zuverlÀssig.

Fotostrecke: Ladenburger Hundefreunde zufrieden mit Turnier

Guten Tag!

Ladenburg, 13. April 2010. (red) Wir zeigen Fotos vom Turnier im Vierkampf und CSC vom Sonntag, den 11. April 2010. Ausgerichtet hatte der Verein der Hundefreunde Ladenburg 1910, der dieses Jahr sein 100-jĂ€hriges JubilĂ€um feiert. Außerdem dokumentieren wir die Ergebnislisten.

Volle Konzentration. Bild: ladenburblog

Die Hundefreunde Ladenburg können mit dem Turnier zufrieden sein – viele Starter schafften hohe Platzierungen und der Verein setzte sich gegen den SSVP Mannheim gut ab – vor allem beim Combination Speed Cup (CSC) holten sich die Ladenburger die ersten beiden PlĂ€tze.

Das Wetter spielte ĂŒberwiegend mit – obwohl es insgesamt kĂŒhl und durch Schauer rutschig war, was die Verletzungsgefahr erhöht. Kritisch wurde es am Nachmittag, als es gut 20 Minuten lang hagelte. Dadurch konnte der ursprĂŒngliche Zeitplan nicht eingehalten werden.

Service:
Ergebnisse Vierkampf.
Ergebnisse CSC.

Alle Fotos: ladenburgblog

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Video: Vierkampf, Eisregen und beinharte Hundesportler

Guten Tag!

Ladenburg, 12. April 2010. (red) Der Verein der Hundefreunde Ladenburg 1910 feiert dieses Jahr sein 100-jĂ€hriges JubilĂ€um. Am Sonntag gab es ein Turnier im Vierkampf und Combination Speed Cup (CSC), das wegen Eisregen kurzfristig unterbrochen werden musste. Hundesportler sind aber hart im Nehmen und zogen trotz „Wetters“ ihr Turnier durch.

Konzentration vor dem Start. Bild: ladenburgblog.de

Wer welche Zeiten gemacht hat, können wir erst im Laufe des Tages oder morgen berichten – zu viele Starter waren angemeldet, als dass die Daten schon am Abend hĂ€tten vorliegen können.

Sportlich war das Turnier hervorragend besetzt.

Was Hundesport ist, sehen Sie am besten in unserem Video:
(Leider hatten wir eine Einstellung falsch gesetzt: Jetzt sollte das Video funktionieren! Anm. d. Red.)

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Rekordschulden: 12.100.000 Euro

Guten Tag!

Ladenburg, 18. MĂ€rz 2010. Der Gemeinderat der Stadt Ladenburg hat am 17. MĂ€rz 2010 ĂŒber einen Rekordschuldenstand von 12,1 Millionen Euro Schulden beraten. Der Stadt brechen Steuereinnahmen von rund zehn Millionen Euro weg – angesichts der desolaten Lage debattierte der Gemeinderat anhand des Entwurfs zur Haushaltsatzung nur in einer Richtung: KĂŒrzen, deckeln, streichen.

Von Hardy Prothmann

Die Haushaltsberatung vom 17. MĂ€rz 2010 markiert ein historisches Datum. WĂ€hrend der Schuldenstand der Stadt Ladenburg 2009 „nur“ 3,2 Millionen Euro betrug, explodieren die Schulden im Jahr 2010 auf 12,1 Millionen Euro.

In harten Zeiten ist es wichtig, den Durchblick zu behalten. Der Blick auf die Finanzen zeigt mögliche Schulden in Höhe von 12,1 Millionen Euro. Bild: ladenburgblog

Der Grund: Es fehlen gegenĂŒber 2008 Steuereinnahmen von rund zehn Millionen Euro. Über neun Millionen Euro bei der Gewerbesteuer und gut eine Million bei der SchlĂŒsselzuweisung aus der Einkommensteuer.

Die Verwaltung hat nach nach Vorberatungen der Schulkommission, der Kindergartenkommission und des Verwaltungsausschusses umfangreiche KĂŒrzungen in den Haushaltsentwurf eingearbeitet – die gingen vielen StadtrĂ€ten aller Fraktionen aber nicht weit genug.

Die WortbeitrĂ€ge kannten nur eine Richtung: KĂŒrzen, deckeln, streichen.

Die Kernbotschaft, die in diesem Streichkonzert vielleicht ĂŒberhört wurde, war: „Wir werden keine Maßnahmen finden, um neun Millionen Euro einzusparen“, sagte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Der BĂŒrgermeister ermahnte den Gemeinderat „gut zu ĂŒberlegen“: „Jeder Einschnitt in Kernbereiche kann bedeuten, das, was nicht mehr existiert, in naher Zukunft nicht mehr aufgebaut werden kann.“ Weiter sagte Ziegler: „Ich will hier nichts verniedlichen. Wir mĂŒssen sparen, wir mĂŒssen Synergien finden und wo es sein muss, mĂŒssen wir in die Kernbereiche reingehen.“

Es habe mehrere interne „Rotstiftrunden“ gegeben. Die genehmigte Anschaffung eines Fahrzeugs fĂŒr die Feuerwehr? Kostenpunkt: 110.000 Euro. Nach RĂŒcksprache mit dem Kommandanten – gestrichen. Rund 150.000 Euro, die fĂŒr den Verwaltungshaushalt vorgesehen waren – gestrichen. 45.000 Euro fĂŒr die Beregnung der Festwiese? Gestrichen. Insgesamt seien so gut 430.000 Euro „gestrichen“ worden.

So ging es weiter im Rat mit wechselnden Mehrheiten, vielen Nachfragen zu AntrĂ€gen, wie die „jetzt genau formuliert sein sollen“. Und vielen „NachzĂ€hlungen“, weil die Handzeichen mancher StadtrĂ€te bei Abstimmungen nicht klar waren und erneut eingefordert werden mussten.

Schulen, KindergĂ€rten, Personal, GrĂŒnanlagen, Freibad – nichts war heilig, alles stand zur Debatte.

Irgendwann sagte BĂŒrgmeister Ziegler: „Ich komme zu dem Schluss, dass ich eine permanente BĂŒrgersprechstunde einrichten werde.“ Und ironisch: „Darauf freue ich mich.“

Die Beratung des Ladenburger Haushalts war am gestrigen Abend ein Schauspiel ohne Höhepunkte – die Dramatik war das verbindende Element. Jede Streichung fĂŒr sich ist ein Drama, die aber jedes fĂŒr sich im Rauschen der multiplen Dramen unterging.

Wenn Ladenburg alle Kredite in Höhe von 12,1 Millionen Euro aufnehmen muss, wird es Schulden in absoluter Rekordhöhe geben. „Wenn“.

Was aber feststeht ist: Die Einschnitte werden deutlich ausfallen.

Video: Der Sommertagszug

Guten Tag!

Ladenburg, 15. MĂ€rz 2010. Unser Video zeigt Szenen an verschiedenen Orten des Sommertagszugs 2010. Rund eineinhalb Stunden zogen fast 900 Personen durch Ladenburg – an ĂŒber 4.000 Zuschauern vorbei.

Viel Spaß mit dem Video.

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Das ladenburgblog

Sommertagszug 2010: Der Winter ist verbrannt

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Guten Tag!

Ladenburg, 14. MĂ€rz 2010. Insgesamt 45 Gruppen mit fast 900 Personen nahmen am Sommertagszug 2010 teil. Knapp 600 Meter lang war der Zug durch die Gassen und Straßen Ladenburgs. Tausende Zuschauer waren gekommen. [Weiterlesen…]

Sie haben Termine? Wir auch – im Terminkalender!

Guten Tag!

Ladenburg, 09. MĂ€rz 2010. Was, wann, wo? Unser Terminkalender hilft Ihnen bei der Planung. Und er hilft Ihnen, Ihre Termine bekannt zu machen.

Von Hardy Prothmann

Wo war nochmal die Terminseite im Wochenblatt oder MM? Schon in der grĂŒnen Tonne oder irgendwie verlegt? Wann war nochmal…?

Das kann Ihnen bei uns nicht passieren. Unser Terminkalender ist 24 Stunden am Tag im Internet erreichbar – zum Nachschlagen oder um neue Termine einzutragen oder noch schnell eine Änderung oder ErgĂ€nzung vorzunehmen.

Termine ohne Redaktionsschluss.

Ohne Redaktionsschluss. Sie mĂŒssen niemanden anrufen, anmailen oder sonstwas. Sie verwalten Ihre Termine selbst.

Termine im Überblick!

Unsere LeserInnen nutzen unseren Terminkalender schon prĂ€chtig. Jeden Tag haben wir einige hunderte Zugriffe. Der Grund ist einfach: Man klickt auf Termine und hat einen wunderbaren Überblick: Als Monats- oder Wochendarstellung oder in der TerminĂŒbersicht fĂŒr das gesamte Jahr.

Veranstaltungen, Feste, Informationstermine, Vereinstermine, Kultur, Sport, Politik – unser Terminkalender vereint diese Termine in einer aktuellen und ĂŒbersichtlichen Darstellung.

Die LeserInnen planen danach ihren privaten Terminkalender – als Veranstalter sehen Sie, mit wem Sie in Terminkonkurrenz stehen oder wo noch ein Termin frei ist.

Abonnieren Sie kostenlos die Termine per email.

Man muss kein Mitteilungsblatt suchen, keinen MM archivieren – man geht einfach online, klickt und hat den Überblick. Noch einfacher geht es mit dem Termin-Abo: Kostenlos werden Sie per email ĂŒber die kommenden Termine informiert.

Als Verein oder privater Veranstalter haben Sie Möglichkeit, Ihre Termine kostenlos bei uns anzeigen zu lassen. Wenn Sie nur wenige Termine im Jahr anbieten wollen, schreiben Sie uns eine email mit den notwendigen Informationen: Name der Veranstaltung, Datum und Zeit, Straße und Ort und eine inhaltliche Beschreibung. Wir tragen diese Termine dann fĂŒr Sie ein: termine(at)ladenburgblog.de

Viele Vorteile.

Wenn Sie viele und/oder regelmĂ€ĂŸige Termine anbieten, macht es Sinn, dass Sie diese selbst einpflegen und verwalten. DafĂŒr benötigen Sie ein kostenloses Google-Kalender-Konto. Die Einrichtung ist nicht schwer, die Verwaltung auch nicht. Ihr Terminkalender ist schnell eingerichtet.

Ihr Vorteil: Sie sind „Herr“ ĂŒber die Termine. Sie können Korrekturen, Änderungen und ErgĂ€nzungen unabhĂ€ngig von GeschĂ€ftszeiten eintragen. Jede VerĂ€nderung wird sofort angezeigt.

Ein weiterer Vorteil: Sie können Ihren „offiziellen“ Terminkalender auch mit anderen teilen und so im Netzwerk Termine abstimmen, ĂŒber Termine informieren und diesen mit ihren eigenen Terminen kombinieren – Sie sparen Zeit und Organisationsaufwand.

Schnelle Einrichtung.

Wie Sie einen Google-Kalender einrichten, haben wir Ihnen in einer Anleitung aufgeschrieben. Sie brauchen dafĂŒr höchstens eine halbe Stunde – die Ihnen viele, viele kĂŒnftige Stunden Terminarbeit abnimmt.

Wenn Sie Fragen haben sollten oder VerbesserungsvorschlÀge haben, schreiben Sie uns: termine(at)ladenburgblog.de

FĂŒr Vereine ist der Terminkalender kostenlos. Kommerzielle Veranstalter können ihre Termine aber auch gegen eine geringe GebĂŒhr einstellen. Die Konditionen können Sie gerne erfragen: anzeigen@ladenburgblog.de

Als Verein, Initiative, Interessengruppe, Arbeitsgruppe… empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose Dienstleistung.

SelbstverstÀndlich haben wir auch einen Vorteil davon: Umso mehr Teilnehmer ihre Termine bei uns einstellen, umso interessanter wird der Terminkalender. Das ist er schon heute: Nutzen Sie das Interesse!

Ihr Vorteil: Sie profitieren von diesem Interesse – ebenso wie wir.

Wir garantieren durch ein redaktionell-gepflegtes Umfeld eine hohe SeriositÀt.

Sie haben Termine? Teilen Sie diese den Menschen mit. Laden Sie diese ein, Ihre Veranstaltung zu besuchen.

Link: So richten Sie schnell und problemlos einen kostenlosen Kalender ein.

Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns:
Telefon 06203/ 49 23 16
email: termine(at)ladenburgblog.de

Fundstelle

Guten Tag!

Ladenburg, 08. MĂ€rz 2010. Dieser Artikel archiviert unsere „Fundstellen“. Die Rubrik „Fundstelle“ bietet weiterfĂŒhrende Links zu Themen aus oder ĂŒber das hirschberblog, zum Zeitgeschehen und Lesetipps der Redaktion.

Fundstellen: Interessante links fĂŒr unser Leserinnen. Immer links in der Seitenleiste.

Zuerst veröffentlichen wir eine „Fundstelle“ in der Seitenleiste. Nach und nach werden alte Fundstellen durch neue ersetzt. Damit die Fundstellen erhalten bleiben, löschen wir sie nicht einfach wie bisher, sondern entfernen Sie aus der Seitenleiste und fĂŒgen Sie in diesen Artikel ein. Ab sofort gibt es also hier die Antwort auf die Frage: „Moment, da war doch mal was in der Fundstelle?“.

Die Liste wird wachsen. Um sie einfacher durchsuchen zu können, drĂŒcken Sie STRG+F, wenn Sie einen PC verwenden, Wahltaste+F, wenn Sie einen Mac verwenden. Dann den Suchbegriff eingeben und Enter drĂŒcken.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Unser Fundstellenarchiv:

*Soziale Spaltung im Netz
*Lesenswert in Die Welt: Merkels schamloser Zynismus in der Atompolitik
*Lesenswert: FAZ-Herausgeber Schirrmacher ĂŒber die 9 GemeinplĂ€tze des Atom-Freunds
*WahlfĂ€lschung in Bruchsal – CDU-Stadtrat zu 63.000 Euro Geldstrafe verurteilt
*Über 2.000 Atom-Gegner demonstrieren in Biblis, Bericht, Fotostrecke, Dokumentation
*Spiegel TV: SPD-Atomlobby – Sozialdemokraten in der Atomschmelze (2008)
*Greenpeace – atomarer Notstand in Japan
*Report Mainz – wie gefĂ€hrlich deutsche Atommeiler wirklich sind
*stern.de ĂŒber das Internet als fĂŒnfte Gewalt
*Die taz ĂŒber Lokalblogs und Hardy Prothmann als „Hansdampf“

*Hardy Prothmann bei einer Veranstaltung der Piraten ĂŒber wikileaks
*Report Mainz: Wie die Politik Einfluss auf die Medien nimmt
*Schifferfamilie Mnich: 9 Kinder und ein Schiff
*Im WĂŒrgegriff der ExklusivitĂ€t
*Lese-Tipp: Netzwerk Recherche – Online-Journalismus mit einem Beitrag von Hardy Prothmann
*Lese-Tipp: Medienberater Marian Semm ĂŒber Lokaljournalismus im Netz und auf Papier
*DRadio-Audio ĂŒber hyperlokalen Journalismus und BratwĂŒrste
*DRadio-Text ĂŒber hyperlokalen Journalismus und BratwĂŒrste

*evangelisch.de ĂŒber bedrohte Pressefreiheit in Deutschland
SZ zu Wikileaks: Geballte Wut im Netz.
drehschreibe.org ĂŒber Prenzlauer Berg Nachrichten und die Orientierung am heddsheimblog: Lokal ist spannend.
Spiegel Online schreibt ĂŒber unsere Blogs: Meine Straße, mein Zuhause, mein Blog
*Spiegel online ĂŒber Stefan Mappus: Ein Deal, zwei Freunde, viele Fragen
*Prothmann: Die Moral, die Apostel und die Wirklichkeit
*SZ: Je reicher – desto rabiater
*GrĂŒne kriegen „Shitstorm“ ab
*Freitag: Politik, BĂŒrger und Internet
*Untersuchungsausschuss zu S21 beginnt
*Zeit: Gutachter bezweifeln S21
*Facebook: Das Aufmerksamkeitsimperium
*Zeit: Der seltsame Sinneswandel des Peter Schaar
*Medienkritik bei Freitag
*Volkstrauertag: Zoff in Heidelberg?
*Video: Ein Leben mit Facebook
*Spiegel Online: RTL-2-Show „Tatort Internet“: IrrefĂŒhrung als Programm
*CARTA: Halt die Fresse Freifrau
*Lawblog: Volksverhetzung wird alltagstaublich
*QualitÀtsdebatte und Polemik: Die Wette gilt, Herr Sahlender!
*Extra 3: Goldener PolizeiknĂŒppel fĂŒr MP Mappus
*In eigener Sache: Bericht ĂŒber DJV-Tagung „Besser online“
*S21: stern ĂŒber den Filz zwischen Politik, Geld und Medien
*Stuttgart 21 – Der Mann mit den blutigen Augen
*Stuttgart 21 – Twitter-Meldungen
*Stuttgart 21 eskaliert – Video-Cam-Bilder
*Der Supi-StaatssekretÀr und das Elend im Journalismus
*Sie wollen Journalist werden? Herzlichen GlĂŒckwunsch.
*SZ-Kommentar zu „Speer“ – Im Club der DrĂŒckeberger
*FAZ ĂŒber Twitter-Nutzung
*Das Drama der journalistischen Profession
*Ladenburger Feuerwehr hilft in Heddesheim aus
*PR-Doktor interviewt Prothmann zu Pressemitteilungen
*zeit.de interaktiv: Todesopfer rechter Gewalt
*CARTA – Gibt die SPD ihren Geist auf?
*DJV ĂŒber das heddesheimblog
*Allah gut – Integrationserfahrungen eines Deutschen als Fremder im Aus- und Inland
*Hans Leyendecker (SĂŒddeutsche Zeitung) lobt das heddesheimblog: Aufruhr im Netz
*Die Seuche Internet
*Stuttgarter BĂŒrgermeister Föll (CDU) gibt Nebenjob auf
*Keine Regierung der Welt kann das stoppen
*Duisburg macht dicht
*Prinzip Abschreckung
*Todesfalle Loveparade
*Böses Blut und schlechter Stil
*Gemischte GefĂŒhle: Scham
*Goethe-Institut ĂŒber unsere blogs
*Superstar-Video ĂŒber 1.000 Mal gesehen 🙂
*Achtung: Neue MM-Bratwurst
*“Foto-Shooting Miss Ladenburg
*Grumbe-Tanzmariechen schon ĂŒber 5.000 Mal gesehen.
*“Eklige JuLis-Thesen“ sollen eine FĂ€lschung sein
*Schuldig auf Verdacht – der Fall Kachelmann
*Prothmann bei FTOJ 2010
*Informationsfreiheit absurd
*Sparpaket? Windbeutel
*Die Justiz und die kleinen Leute
*Die Justiz und die kleinen Leute
*Multimediale Wichsvorlage
*medienradio.org disktutiert ĂŒber Rolle Blogger/BuPrĂ€
*Bild ĂŒber Gauck
*Freitag zu Gauck und Merkel
*FAZ zu Joachim Gauck
*Klassik am Fluss
*Der Merkel-Feminismus
*Miriam Meckel zu Köhler
*FAZ-Kommentar zu Köhler
*DRadio interviewt Prothmann
*Mainpost: Öffentlichkeit von Sitzungen
*taz: blogs bestimmen NRW-Wahl
*Spiegel: Papst will Mixa ablösen
*Spiegel: Papst will Mixa ablösen
*Stefan Niggemeier ĂŒber Abmahnwahn
*Freelense: dpa-bild des Jahres
*Augsburger Allgemeine: Anonyme Kommentare oder nicht?
*dctp-tv interviewt Prothmann
*Star Wars nach Hawking
*Nachrichten aus der Provinz
*Frankfurter Tag des Online-Journalismus
*Du bist Terrorist.
*Fanpost
*Irak-Krieg…
*Abmahnkeule
*SĂŒddeutsche Zeitung interviewt Prothmann zum Lokaljournalismus
*Prothmann auf posterous
*GeschmÀckle
*ZDFblog: Warum Netzsperren sinnlos sind.
*Dilemma der Nachrichtenagenturen
*ifp-GesprÀch: Der Wert der Nachricht.
*detektor.fm interviewt Hardy Prothmann
*Begehbarer Schrank fĂŒr MĂ€nner
*SZ: Wir sprechen nie offen ĂŒber SexualitĂ€t.
*Alex Gajic interviewt Hardy Prothmann
*Diener des Mainstream
*Sex-Dienst im Pflegeheim
*Bildungsverlierer
*Ortsblog-Ökonomie
*WDR5 berichtet ĂŒber unsere blogs
*Jeff Jarvis ĂŒber die Zukunft des Journalimus
*Journalisten des Jahres 2009
*Detlev Brechtel ĂŒber Lokaljournalismus
*Pfenning kommt in Hirschberg an
*Oeddinscher toks inglisch ;-))
*Jeff Jarvis im Focus

50. Sportlerehrung als sportliches Programm

Guten Tag!

Ladenburg, 07. MĂ€rz 2010. Gleich drei große Zahlen zeichneten die diesjĂ€hrige Sportlerehrung am 05. MĂ€rz 2010 aus: Die gibt es seit 50 Jahren, seit 40 Jahren ist Ladenburg Mitglied bei der Deutschen Olympischen Gesellschaft und mit 230 Sportlern wurden mehr Ehrungen verteilt, als je zuvor. Außerdem gab es Geldpreise fĂŒr die Jugendarbeit.

Von Hardy Prothmann

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler hĂ€tte an diesem Tag selbst eine „sportliche“ Ehrung verdient: 230 Urkunden hat er unterschrieben, ein ums andere Mal verteilte er diese Urkunden, schĂŒttelte HĂ€nde, beglĂŒckwĂŒnschte, lĂ€chelte – rund zwei Stunden lang.

Sportlerehrung: Viel Jugend. Bild: lblog

Sportlerehrung: Viele Kinder und Jugendliche. Bild: lblog

Die Rathausmitarbeiter hatten so viele StĂŒhle wie möglich in den Saal des Domhofs rangeschafft und gestellt, alle waren besetzt, am Eingang zum Saal standen trotzdem noch gut 30 GĂ€ste und zeigten ebenfalls Sportsgeist: Wer seine Urkunde hatte, ging nicht einfach, sondern blieb zur Ehrung der anderen – außer, es gab andere, sportliche Termine.

Sportsgeist bei den GĂ€sten.

Die GĂ€ste zeigten damit Sportsgeist und Fair Play. Geehrt wurde dafĂŒr auch Brigitte Stahl – zustĂ€ndig fĂŒr Kultur und Sport bei der Stadt Ladenburg, „fĂŒr ihr GefĂŒhl fĂŒr Gerechtigkeit und Fairness“, sagte Kurt Zepf, Vorsitzender des Ortsausschusses fĂŒr LeibesĂŒbungen: „DafĂŒr erhalten Sie die Fair Play-Plakette.“

Jochen Meißner, als Ruderer Olympia-Zweiter im Jahr 1968 und Vorsitzender der Kreisgruppe Mannheim/Rhein-Neckar der Deutschen Olympischen Gesellschaft ĂŒberreichte die Ehrung an Brigitte Stahl.

Vor dem Ehrungsmarathon wurde auch die Stadt Ladenburg ausgezeichnet – fĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft in der Olympischen Gesellschaft: DafĂŒr gab es die „Goldene 40“.

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Sport vereint die Menschen. Neben den gesundheitliche Aspekten sind es auch die sozialen, die den Sport zu einer wichtigen Aufgabe machen, auch fĂŒr die Stadt Ladenburg.“

Immerhin wĂŒrde die Stadt pro Jahr ĂŒber eine Million Euro in den Sport investieren – zusĂ€tzlich kĂ€men noch die GrĂŒnanlagen und andere Angebote hinzu, die fĂŒr den Sport genutzt wĂŒrden: „Die Auszeichnung der Olympischen Gesellschaft ist ein Maßstab fĂŒr die Zukunft.“

Sportstadt Ladenburg.

In rund 200 Vereinen sind rund 5.000 Sportler registriert: „Fast die HĂ€lfte der Ladenburger sind Sportler“, sagte Kurt Zepf und sagte: „Der Sport sollte auf der homepage der Stadt mehr hervorgehoben werden.“

Zepf las bei der Ehrung nicht einfach nur vom Blatt, sondern moderierte souverĂ€n, mit Witz und SpontanitĂ€t den „Ehrungsmarathon“.

Überraschend gab es zum Ende noch Geldpreise fĂŒr die Jugendarbeit. Der Preis wurde an der Zahl der geehrten Jugendlichen gestaffelt.: 250 Euro kommen den LSV-Turnern fĂŒr die Jugendarbeit zugute, die mit 35 Jugendlichen die meisten Ehrungen vorwiesen. 150 Euro gingen an die LSV-Handballer, drei mal 100 Euro an den LSV-Basketball, die Baseballer Romans und die Gewichtheber. FĂŒr den Reiterverein Ladenburg und die LSV-Leichtathletikabteilung gab es auf Platz vier immerhin noch je 50 Euro.

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Luisenpark prĂŒft Ballonfestival-Konzept

Guten Tag!

Ladenburg, 05. MĂ€rz 2010. Nach Informationen des ladenburgblogs gab es gestern zwischen dem Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering und der Leitung des Mannheimer Luisenparks ein GesprĂ€ch ĂŒber eine mögliche Kooperation.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stadtpark Mannheim GmbH, Joachim Költzsch, sagte auf Anfrage: „Herr Bering hat uns gestern sein Konzept vorgestellt. Das werden wir nun prĂŒfen.“ Mit einer Entscheidung rechnet Költzsch bis Ende kommender Woche.

Auf Nachfrage wollte Michael Bering keine Auskunft zum Stand der Verhandlungen geben: „Wir werden Sie per Pressemitteilung zu gegebener Zeit informieren.“

Lesen Sie auch:
Das Ballonfestival, die Protagonisten und ihr Streit
Ballonfestival in Mannheim statt in Ladenburg?

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Hintergrund: Das Ballonfestival, die Protagonisten und ihr Streit

Die Artikel wurde ĂŒberarbeitet: Siehe Bild und Ende des Textes.

Ladenburg, 03. MĂ€rz 2010. Der Streit um das Ballonfestival in Ladenburg hat vielfĂ€ltige HintergrĂŒnde. Wir dokumentieren die Aussagen der Verantwortlichen.

Von Hardy Prothmann

Der Streit um das Ballonfestival hat drei Seiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Dokumentation: Zuerst hatten wir ein Ballonbild aus dem Pressebereich von heidelberg-ballon verwendet - angeblich hÀtten wir das nicht gedurft... Quelle: heidelberg-ballon

Michael Bering ist Ballonfahrten-Unternehmer und sozusagen der Initiator des Ballonfestivals im Jahr 2005 zum damaligen GrĂŒnprojekt. Seither hat sich das Ballonfestival prĂ€chtig entwickelt und gilt nach fĂŒnf Jahren im Veranstaltungskalender der Region als „feste GrĂ¶ĂŸe“.

Im GesprĂ€ch erklĂ€rt Bering, dass er als Unternehmer bislang das Festival als Marketing-Instrument gesehen hat, aber durch die zunehmende GrĂ¶ĂŸe mittlerweile auch seine erheblichen Investitionen zurĂŒckfließen mĂŒssten. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Unternehmers nachvollziehen kann.

Image, Unternehmertum, Vereinsförderung

Die Stadt Ladenburg, vertreten durch ihren BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, hat die Infrastruktur bereitgestellt: Strom, Wasser, Abfallentsorgung beispielsweise. Sie profitiert einerseits von der hohen Aufmerksamkeit, die ein gutes Image fördert.

Auf der anderen Seite bleiben ihr ĂŒberwiegend Kosten fĂŒr die Dienstleistungen. In Zeiten knapper Kassen gibt es nicht unbedingt ein besonderes Interesse, fĂŒr Kosten zu kĂ€mpfen, weswegen Herr Ziegler die Absage Berings bedauert, aber auch nicht mehr. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Verwaltungsbeamten nachvollziehen kann.

Herbert Rittlinger ist langjĂ€hriger Abteilungsleiter Fußball beim LSV Ladenburg. Eine „Vereinsförderung“ durch die Stadt gibt es nicht wirklich. TatsĂ€chlich aber schon. Die Vereine erhalten exklusive Catering-Rechte, dĂŒrfen also GĂ€ste „bewirten“.

Monopol als Mittel der Vereinsförderung.

So die Fußballer des LSV beim Ballonfestival. Bei rund 20.000 Besuchern, die essen und trinken wollen, kommt da schon einiges an Geld zusammen. Rittlinger und der Förderverein fĂŒhlen sich von Bering unter Druck gesetzt, weil der gerne einen professionellen Caterer beschĂ€ftigen wĂŒrde. Damit wĂ€re das Monopol des LSV dahin, was der Verein nicht will. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Vereins nachvollziehen kann.

Michael Bering stellte dieses Monopol in Frage, was sich Herbert Rittlinger nicht gefallen lassen will. BĂŒrgermeister Ziegler sitzt „zwischen den StĂŒhlen“, wird sich aber im Zweifel – wie geschehen – fĂŒr die LSV entscheiden.

Großes Einzugsgebiet: Bering muss nicht in Ladenburg starten. Bild: heidelberg-ballon.de

Die hat gut 2.000 Mitglieder und ist das ganze Jahr vor Ort und Teil der Stadt – Bering macht nur einmal im Jahr ein Festival an drei Tagen, das zwar gut fĂŒrs Image ist, aber die Kasse der Stadt belastet.

Rainer Ziegler betont denn auch im GesprĂ€ch, dass er beide Seiten versteht: „Ich habe von der Absage aus der Zeitung (MM) erfahren“, sagt Ziegler auf Anfrage. Der BĂŒrgermeister betont die „erheblichen Leistungen“ der Stadt, findet das Festival aber toll, hat die „Rollenverteilung“ initiiert. Und sagt: „Es gab auch kritische Stimmen, aber die LSV hat jedes Jahr dazu gelernt.“

Verein vs. Unternehmer

Er sei aber auch nicht der Anwalt der LSV: „Wenn viele Menschen gleichzeitig versorgt werden wollen, dann muss man das leisten.“ FĂŒr den „technischen Dienstleister“ Michael Bering hat er VerstĂ€ndnis: „Es ist nicht mehr so einfach, Gelder ĂŒber Sponsoring zu bekommen, da muss man sich was einfallen lassen. Dass andere Wege der Finanzierung gesucht werden, verstehe ich.“ Andererseits: „Wir wollen die LSV halten.“

Und: „Irgendwann sind auch die KapazitĂ€ten erschöpft. Man darf das nicht ĂŒberfrachten. Es geht hier auch um Stil und QualitĂ€t. Unsere Infrastruktur hat Grenzen.“ Und: „Die Rollenverteilung ist klar.“

Der BĂŒrgermeister sagt: „Wir wollen dieses attraktive Ballonfestival, aber wir wollen die LSV nicht schwĂ€chen. Bis auf wenige Ausnahmen darf kein anderer Caterer rein. Ich habe die Entscheidung von Herrn Bering zu akzeptieren – er stellt Forderungen, weil er das Geld braucht, aber ich muss darauf achten, was fĂŒr die Neckarwiese vertrĂ€glich ist. Leider hat Herr Bering das GesprĂ€ch abgebrochen.“

Was genau die Kosten sind, ist von Seiten der Stadt Ladenburg nicht ausgerechnet worden.

Michael Bering sieht das anders: „Die UnterstĂŒtzung der Stadt Ladenburg fĂŒr den LSV halte ich fĂŒr eine gute Sache. TatsĂ€chlich habe ich Angebote ĂŒber mehr als das Doppelte, was mir der LSV bezahlt.“

4.000 vs. 10.000 Euro

Konkret bezahlt die LSV 4.000 Euro an den Ballon-Unternehmer Bering. Professionelle Catering-Firmen hÀtten um die 10.000 Euro geboten, sagt Bering.

„Bislang habe ich nur draufgelegt“, sagt Bering. Und: „Mittlerweile hat das Festival eine Dimension erreicht, wo man das nur noch professionell betreiben kann oder lassen muss.“ Die Kritik zielt auf den LSV: „Wenn viele tausend Menschen etwas zu essen und zu trinken wollen, kann es nicht sein, dass man erst einen Bon fĂŒr Pommes kaufen muss und dann genau Pommes kriegt, die erst in die Fritteuse geworfen werden, wenn jemand Pommes bestellt hat.“

Michael Bering wollte eine einfache Lösung: „Bons zu 50 Cent oder einem Euro, am Stand wird dann bestellt und abgerechnet. Ich will… und kriege das dann auch.“ Die Antwort: „Das geht so nicht, dann muss zu viel gerechnet werden…“, bringt Bering zur Weißglut: „Wenn Sie den Andrang umrechnen, muss innerhalb von ein paar Sekunden jemand bedient werden. Wenn es heißt, ein Bier, und jemand fĂ€ngt dann an zu zapfen, funktioniert nichts mehr.“

Streit um „professionelle Dienstleistung“.

Bering kritisiert auch die Behandlung der Ballon-Teams: „Die Teams mĂŒssen innerhalb kĂŒrzester Zeit richtig viel Arbeit leisten. Und auch die haben Hunger und Durst und ohne die lĂ€uft nichts. Wenn die sich dann aber ebenso in die Schlangen einreihen mĂŒssen, wird es „komisch“. Noch „komischer“ wird es aus seiner Sicht, wenn der Ton „komisch“ wird, „weil man das kritisiert.“

Unternehmer Bering plant "die Wiese". LSV fĂŒhlt sich "scheibchenweise" ĂŒbernommen. Bild: heidelberg-ballon.de

Bering kritisiert weiter, dass das Angebot des LSV zu beschrĂ€nkt sei: „Bratwurst und Steacks sind ok. Der LSV soll auch sein GeschĂ€ft machen. Aber ein attraktives Festival bietet mehr als das. Wenn man sich beim Angebot beschrĂ€nkt, ist das nicht professionell.“

Weiter sagt er, dass zu viele an ihm „gezerrt haben“ und dass er „viele unangenehme Erlebnisse“ gehabt habe: „Ich mache mich doch nicht zum Deppen.“

Scharfer Ton: „Ich mach mich doch nicht zum Deppen.“

Den „unangenehmen Ton“ könne er mit Unterlagen belegen. Auch die email-Kommunikation mit der Stadt und dem Verein. Auf Anfrage ist Herr Bering aber nicht bereit, diese Unterlagen zur VerfĂŒgung zu stellen: „Ich will da nicht noch mehr Ärger machen, als es schon gibt“, sagt er zur BegrĂŒndung. Einen Beleg bleibt er schuldig.

Herbert Rittlinger gibt sich von der Entwicklung ĂŒberrascht: „Wir hatten nur ein GesprĂ€ch. Alles lief nach Plan, eigentlich waren wir uns einig, wer fĂŒr was zustĂ€ndig ist.“

Also die LSV fĂŒr das Catering, Bering fĂŒr das „Sportliche“, die Stadt fĂŒr die Infrastruktur des Festivals.

„Herr Bering hat dann die ZustĂ€ndigkeiten ignoriert“, sagt Rittlinger. „StĂ€ndig wollte er was Neues. Wir haben auch einen CrÃÂȘpe-Stand akzeptiert und einen Eis-Stand. Aber dann war da mit einem Mal der „Langosch“-Anbieter und Herr Bering wollte immer mehr“, sagt Rittlinger: „Wir sollten scheibchenweise ausgebootet werden.“

„Dabei sind wir diejenigen, die fĂŒrs Catering zustĂ€ndig sind“, sagt Herr Rittlinger. Das sagt er oft und: „DarĂŒber haben wir Herrn Bering per email in Kenntnis gesetzt.“

Wer hat recht? Monopol vs. Unternehmerwillen.

Und: „Wenn viele Menschen gleichzeitig etwas wollen, dann entstehen Schlangen, das haben wir schon oft erlebt.“ Man mĂŒsse das auch anders sehen: „Wir haben hier 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Hier geht es auch ums Soziale. Um die Jugendarbeit, das will Herr Bering nicht verstehen“, sagt Herr Rittlinger.

Und: „Herr Bering will dieses Engagement madig machen. Es kam der Punkt, an dem ich sagte, bis hierhin und nicht weiter. Es kann nicht so laufen, dass Herr Bering immer mehr fordert und StĂ€nde einteilt. Wir haben das Monopol fĂŒr das Catering.“

„Wir haben akzeptiert, dass Herr Bering mehr machen wollte, aber irgendwann ist Schluss. Herr Bering will den Verein rausdrĂ€ngen, wenn er behauptet, dass andere 10.000 Euro bezahlen. Das akzeptieren wir nicht.“

Herr Rittlinger ist bereit, die Konsequenzen zu tragen. Auf die Frage, ob der Einnahme-Verlust nicht schĂ€dlich fĂŒr den Verein sei, sagt er: „Das können wir vertragen. Wir bemĂŒhen uns um einen anderen Veranstalter.“

Verhandlungen.

Gibt es konkrete GesprĂ€che? „Wir sind im GesprĂ€ch“, sagt Herr Rittlinger. Details mag er nicht nennen.

Michael Bering ist im GesprÀch mit dem Luisenpark. Freilich erst am Anfang.

BĂŒrgermeiser Ziegler ist in der ZwickmĂŒhle: Bei diesen verhĂ€rteten Positionen steht er zur LSV. Die ist ihm nĂ€her. Und er weiß um die Forderungen von Bering. Und er weiß um die Finanzlage seiner Stadt.

Gibt es eine Möglichkeit, das GesprĂ€ch nochmals aufzunehmen? „Von meiner Seite aus sicher“, sagt BĂŒrgermeister Ziegler.

Was soll ein BĂŒrgermeister auch sonst sagen?

Link: Auf der Seite von heidelberg-ballon.de sind die Informationen zum 6. Internationalen Ballonfestival Ladenburg gelöscht. Auf den Seiten von ballonfestival-ladenburg ist das geplante Programm aber noch erreichbar…. (Stand: 02. MĂ€rz 2010, Anm. d. Red.) Update: 05. MĂ€rz 2010, die Seiten wurden gelöscht.

Update
Dokumentation: Plan Ballonfestival

Update: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering hat uns „gebeten“, die zunĂ€chst verwendeten Bilder aus dem Pressebereich seiner homepage sofort zu löschen. Angeblich hĂ€tten wir diese ohne Nachfrage nicht verwenden dĂŒrfen. Dies ist nicht zutreffend. Das Unternehmen bot ĂŒber das zunĂ€chst in Ladenburg geplante 6. Ballonfestival Pressetexte und Bilder zur freien Verwendung an. Ein Hinweis, dass eine Verwendung erst genehmigt werden muss, fehlte.

Ballonfestival in Mannheim statt in Ladenburg?

Die Artikel wurde ĂŒberarbeitet: Siehe Bild und Ende des Textes.

Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2010. Nach Informationen des ladenburgblogs hat der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering GesprĂ€che mit der Leitung des Luisenparks in Mannheim aufgenommen, um dort im Sommer ein Ballonfestival zu veranstalten. In Ladenburg will man sich um einen anderen Ballonfahrten-Betreiber bemĂŒhen.

Von Hardy Prothmann

Nach Informationen des ladenburgblogs ist der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering (Heiligkreuzsteinach) im Kontakt mit der Leitung des Luisenparks, um dort ein Ballonfestival im Sommer zu veranstalten.

Dokumentation: Zuerst hatten wir ein Ballonbild aus dem Pressebereich von heidelberg-ballon verwendet - angeblich hÀtten wir das nicht gedurft... Quelle: heidelberg-ballon

Luisenpark und Bering waren bereits in der Vergangenheit mit Ballonstarts im Park „miteinander“ im GeschĂ€ft. Nach unseren Informationen gibt es bislang aber nur eine Anfrage und keine konkreten Verhandlungen.

Auch auf der anderen Seite gibt es nur die Aussage, der LSV sei auf der Suche nach einem anderen Ballonfahrten-Veranstalter als Ersatz fĂŒr Berings Firma.

Von Seiten der Stadt Ladenburg gibt es keine Aussage zur Sache. Dort weiß man nur, dass Bering seine Teilnahme per email am Freitagnachmittag abgesagt hat.

Sollte es dem LSV gelingen, einen anderen Ballonfahrt-Anbieter fĂŒr das Festival zu gewinnen, könnten die noch nicht ausgeloteten Chancen fĂŒr ein Mannheimer Ballonfestival fĂŒr Bering schlecht stehen.

Ungewisser Ausgang – Luft-Schach

Immerhin ist das Ladenburger Ballonfestival als dieses bekannt und nicht als „Berings Ballonfestival in Ladenburg“. Beim Luisenpark wird man sich genau ĂŒberlegen, ob man hier in eine Konkurrenz gehen wĂŒrde.

Zur Zeit wird also Schach gespielt. Bering lotet seine Chancen in Mannheim aus und setzt damit die LSV enorm unter Druck. Die wiederum kann versuchen, einen anderen Anbieter zu finden, der sich auf die Konditionen des LSV-Catering-Monopols einlĂ€sst. WĂŒrde das gelingen, wĂ€re Bering sowohl in Ladenburg als auch in Mannheim abgestĂŒrzt.

Sollte dies nicht gelingen, geht der Druck wieder zurĂŒck nach Ladenburg. Wenn Bering und der Luisenpark sich einig werden sollten, wird es kĂŒnftig das „Luisenpark Ballonfestival“ sein. Dagegen eines im kommenden Jahr in Ladenburg zu organisieren dĂŒrfte kaum erfolgreich sein.

Ladenburg wĂ€re die Kosten, aber auch diesen Imagefaktor los und BĂŒrgermeister Ziegler wird sich fragen lassen mĂŒssen, ob er nicht mehr hĂ€tte unternehmen mĂŒssen. GrĂ¶ĂŸter Verlierer wĂ€re aber die LSV – der werden die sicherlich guten Einnahmen in der Vereinskasse fehlen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die LSV den BĂŒrgermeister drĂ€ngen, seinen Einfluss geltend zu machen, um dies zu verhindern. Dann wĂŒrde aus dem Streit ein Politikum werden. Denn das wĂŒrde der BĂŒrgermeister aller Voraussicht nach nicht tun – genau das wĂŒrde man ihm aber vorwerfen.

Der Streit ums Ballonfestival ist dabei, eine neue Höhe zu erreichen.

Die Verhandlungsposition von Bering ist gut. Nach seinen Angaben hat er bislang mit dem Ballonfestival keinen Gewinn gemacht. Wird aus dem Neustart in Mannheim nichts, kann er es woanders versuchen.

Den Imageschaden hat zur Zeit die Stadt Ladenburg, weil sie diesen „Magnet“ verloren hat. Den finanziellen Schaden hat die LSV, weil ihr Einnahmen entgehen.

LSV-Abteilungsleiter Herbert Rittlinger gibt sich gelassen und guter Dinge, einen neuen Ballonbetreiber zu finden. Gelingt ihm das nicht, muss er sich fragen lassen, ob nicht er die Verantwortung fĂŒr das ganze Dilemma trĂ€gt – egal, ob sich Michael Bering in seinen Augen nun richtig oder falsch verhalten hat.

Update: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering hat uns „gebeten“, die zunĂ€chst verwendeten Bilder aus dem Pressebereich seiner homepage sofort zu löschen. Angeblich hĂ€tten wir diese ohne Nachfrage nicht verwenden dĂŒrfen. Dies ist nicht zutreffend. Das Unternehmen bot ĂŒber das zunĂ€chst in Ladenburg geplante 6. Ballonfestival Pressetexte und Bilder zur freien Verwendung an. Ein Hinweis, dass eine Verwendung erst genehmigt werden muss, fehlte.

Video: Rope Skipping in Ladenburg

Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2010. Zu den Badischen Meisterschaften im Rope Skipping (Seilspringen) hat die Redaktion zwei Videos bei youtube eingestellt.

Wie athletisch es beim Rope Skipping zugeht, zeigt der Punktesieger Pascal BĂ€r von der TSG Seckenheim: 1.759 Punkte.

Isabel Maier (TS Ottersweier) zeigt eine tolle KĂŒr und macht den ersten Platz in der Altersklasse II+III mit 1.440 Punkten.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Leistungsport am Seil: Badische Meisterschaft im Rope Skipping

Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2010. SeilhĂŒpfen war gestern. Als Leistungssport betrieben heißt das „Rope Skipping“. Am Samstag, 27. Februar fand die 10. Badische Einzelmeisterschaft in der Lobdengauhalle statt. Zwei „Springerinnen“ vom LSV Ladenburg stehen unter „Beobachtung“: Sie haben Chancen, sich im kommenden Jahr im Landesteam fĂŒr die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Von Hardy Prothmann

Geschick und Kondition sind wichtig. Bild: ladenburgblog

Geschick und Kondition sind wichtig. Bild: ladenburgblog

SeilhĂŒpfen? Ist eher was fĂŒr MĂ€dchen. Stimmt. Die Zahl der Jungs ist deutlich ĂŒberschaubar. Wenn SeilhĂŒpfen aber als „Rope Skipping“ betrieben wird, wird es zum Leistungssport.

Rope Skipping gibt es beim LSV Ladenburg seit etwa drei Jahren – seit einem halben Jahr machen die „Springerinnen“ auf bei WettkĂ€mpfen mit. „Bis zur Wettkampfreife muss man schon eine zeitlang ordentlich trainieren“, sagt Landesfachwart Henner Böttcher (TSG Seckenheim).

Er muss es wissen: Die Seckenheimer sind schon seit zehn Jahren „im GeschĂ€ft“ und sind mittlerweile sogar auf Bundesebene eine feste GrĂ¶ĂŸe: „Die Ladenburger gefallen mit gut, hier ist ordentlich trainiert worden“, sagt Böttcher. Zum Vergleich: Die TSG hat 18 Trainingseinheiten die Woche, beim LSV sind es zwei bis drei Stunden – noch.

In der Lobdengauhalle sind gut 40 TeilnehmerInnen angetreten, um in den Speed-Disziplinen und der KĂŒr zu zeigen, was sie können. Ein Kampfgericht bewertet die Zahl der „DurchschlĂ€ge“ und vergibt Punkte fĂŒr „Stunts“ – so heißen akrobatische oder komplizierte Figuren.

Sabrina Diehl von der TSG ist eine der Favoritinnen und wird sich heute fĂŒr die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Ein Beispiel fĂŒr das Können: In 30 Sekunden schlĂ€gt sie das Seil 85 Mal durch. Wer sich schon mal im Seilspringen probiert hat, wird das bewundern.

Der mĂ€nnliche „Star“ in der Halle ist Pascal BĂ€r (TSG). Er erreicht beim Wettkampf in der Altersklasse I (18+) 1.759 Punkte von bis zu 2.500 möglichen Punkten. Platz zwei macht Mirjam Hofmann, Platz drei Sabrina Diehl (beide TSG). Alle drei qualifizieren sich damit fĂŒr die Deutsche Meisterschaft.

Aber auch das Team des TS Ottersweier ist stark: Isabel Maier (Jahrgang 96) qualifiziert sich ebenfalls und springt 1.440 Punkte. „So ab 1.400 Punkten springt man vorne mit“, sagt Henner Böttcher.

Warten auf die Siegerehrungen. Bild: ladenburgblog

Warten auf die Siegerehrungen. Bild: ladenburgblog

Im Badischen Landesfinale erreichen Rebecka Schmitt, Kristin Stadelmeyer und Sina Finckh die PlĂ€tze 6-8 in der Altersklasse III mit Punktzahlen nach an der 1.300er Marke: „Die MĂ€dels haben Potenzial“, sagt Böttcher.

„Die MĂ€dels haben Potenzial.“

In der Altersklasse II erreichen Miriam Gerards, Alicia Hillert, Charlotte Lorenz und Vivian Wagner die PlĂ€tze 5-8 mit Punktzahlen jenseits der 1.000er-Marke, Imke Ramminger und Silke Wiedemuth kommen auf Platz 10 und 11, mit Punktzahlen ĂŒber 900.

Neben den Badischen Meisterschaften gibt es ein Rahmenspringen – hier sammeln vor allem jĂŒngere SpringerInnen erste Wettkampferfahrungen in einzelnen der insgesamt vier Disziplinen. Neben der TSG Seckenheim, dem TS Ottersweier, der LSV Ladenburg ist auch ein Team der TSA MĂŒllheim angereist.

Beim LSV werden die SpringerInnen (17 MĂ€dchen, 2 Jungs) von Uli Finckh trainiert, der sehr zufrieden aussieht: „Das war ein toller Wettkampf und unsere SpringerInnen arbeiten sich ordentlich nach vorne.“ Bessere Positionen hĂ€ngen nicht nur von der Leistung ab, sondern auch von den persönlichen LebensumstĂ€nden: „Ein paar Springerinnen stehen im Abitur oder haben eine Ausbildung angefangen. Das geht natĂŒrlich vor – heißt aber auch, dass es mit dem zeitintensiven Training schwierig wird“, sagt Finckh.

Nach den Schnelldisziplinen folgt die „KĂŒr“: Hier zeigen die SpringerInnen eine Kombination aus Leistung und KreativitĂ€t. Bis zu 1:15 Minuten dauert eine KĂŒr, die zu Musik gesprungen wird. Manchmal ist die Aufregung zu groß und es klappt nicht ganz so, wie sich die SpringerInnen das vorgenommen haben – dann fließen auch schon mal TrĂ€nen der EnttĂ€uschung.

Wenn die KĂŒr aber lĂ€uft, ist die Freude groß. Soviel ist sicher – viele der SpringerInnen entwickeln einen großen Ehrgeiz und Rope Skipping hat nichts mit dem Kinderspiel „SeilhĂŒpfen“ zu tun. Rope Skipping ist Leistungssport, fĂŒr den es viel Geschick, akrobatische FĂ€higkeiten und eine ordentliche Kondition braucht.

Dass der Wettkampf in Ladenburg stattfand, ist sicherlich eine Auszeichnung fĂŒr die Ladenburger, die kurz davor stehen, vorne mitzuspringen: Zwei Springerinnen stehen bereits unter „Beobachtung“ fĂŒr das Landesteam.

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Insgesamt 100.000 Euro fĂŒr bĂŒrgerschaftliches Engagement

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Februar 2010. Vereine, Institutionen und Organisationen aus der Metropolregion Rhein-Neckar können finanzielle UnterstĂŒtzung erhalten, wenn sie bĂŒrgerschaftliches Engagement bieten und sich bei der MVV um UnterstĂŒtzung bewerben. Die Bewerbungsfrist lĂ€uft bis zum 31. MĂ€rz 2010.

Der Energieversorger MVV lobt auch dieses Jahr wieder seinen Sponsoringfonds aus. Auf Nachfrage der Redaktion betonte die MVV, dass sich jede Gruppe, die ehrenamtlich tÀtig ist, bewerben kann.

Geldmangel ist oft ein Problem fĂŒr ehrenamtliches Engagement. Ambitionierte Projekte finden hier vielleicht einen Lösung fĂŒr dieses Problem.

Pressemitteilung der MVV:

„Vom Einrichten eines Fahrrad-Fuhrparks fĂŒr das MobilitĂ€tstraining an der Eduard-Spranger-Förderschule ĂŒber die tĂŒrkischen Kulturwochen fĂŒr Kinder und Jugendliche der Stadtbibliothek Mannheim bis zur Anlage eines Fischlehrpfades des Angelsportvereins Zuzenhausen reicht das Spektrum der Projekte in der Metropolregion, die in der zehnten Runde des Sponsoringfonds von MVV Energie UnterstĂŒtzung erhalten.

Insgesamt qualifizierten sich in dieser Runde 18 Projekte, die sich in vorbildlicher Form vor allem fĂŒr die Förderung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft und Wissenschaft einsetzen. Vertreter der Vereine, Institutionen und Organisationen, die diese Projekte tragen, trafen sich heute zu einem Gedankenaustausch in den RĂ€umen des Unternehmens.

„Alle von Ihnen sind aktiv und engagieren sich fĂŒr andere Menschen“, begrĂŒndete Matthias BrĂŒckmann, Vorstandsmitglied von MVV Energie, die Auswahl der Projekte. „Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, und die Bedeutung Ihrer Arbeit wollen wir mit unserem finanziellen Beitrag unterstreichen“.

MVV Energie stehe in einem gesellschaftlichen Zusammenhang und wolle der Verantwortung eines regional verankerten Unternehmens gerecht werden. „Die Menschen der Region sind uns wichtig, und der Sponsoringfonds ist ein Weg, wie wir unterstĂŒtzend tĂ€tig werden können“, erklĂ€rte BrĂŒckmann.

„Wir sind sehr froh ĂŒber die UnterstĂŒtzung von MVV Energie. Das Sponsoring hilft uns, gemeinsam mit der Schule, der Stadt, dem Aktionskreis Schriesheimer Senioren sowie weiteren Mitstreitern unser ehrgeiziges Projekt zur Neugestaltung unseres Schulhofprojektes anzugehen und umzusetzen“, betonte Hartmut Voss vom Förderverein der Kurpfalzschule Schriesheim.

Der Sponsoringfonds von MVV Energie unterstĂŒtzt seit 2005 unter dem Leitgedanken „StĂ€rke fĂŒr Stadt und Region“ zweimal jĂ€hrlich Initiativen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar mit insgesamt 100.000 Euro pro Jahr.

Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand eines Kataloges von Kriterien, bei denen insbesondere die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie von Projekten in der Region im Vordergrund steht.

Insgesamt haben bisher 235 Projekte Mittel aus dem Sponsoringfonds erhalten.

In der zehnten Runde des Sponsoringfonds werden folgende Organisationen unterstĂŒtzt:

  • Bezirksbeirat Mannheim-Wallstadt
  • Deutsche LeukĂ€mie-Forschungs-Hilfe
  • Eduard-Spranger-Schule
  • Evangelisches Kinder- und Jugendwerk/Jugendkirche
  • Feudenheimschule Hauptschule mit Werkrealschule
  • ISC Mannheim e.V.
  • Kath. Kindergarten St. Raphael
  • Kindergartenlabor e.V.
  • Profi Wirtschaft Bildung Integration
  • Social Meets Culture e.V.
  • Stadtbibliothek Mannheim
  • Steckenpferd e.V.
  • TIG7 / Theater TrennT e.V.
  • Angelsportverein Zuzenhausen e.V.
  • Förderverein der Kurpfalzschule Schriesheim e.V.
  • Kindergarten St. Nikolaus
  • VfL Brackenheim
  • Vogelnest-Verein fĂŒr Kleinkindförderung e.V.

Die elfte Runde des Sponsoringfonds ist bereits am 1. Februar gestartet, die Bewerbungsfrist lÀuft bis zum 31. MÀrz 2010.

Interessierte können sich auf der Homepage des Unternehmens unter www.mvv-life.de informieren, wo auch wĂ€hrend der Bewerbungsfrist Zeit das Bewerbungsformular zu finden ist.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Fasnacht: VerstÀrkte Kontrollen

Guten Tag!

Ladenburg, 13. Februar 2010. Fasnachtzeit ist Kontrollzeit. Das Polizeirevier Ladenburg kontrolliert verstĂ€rkt ĂŒber die „nĂ€rrischen Tage“. Die Kontrollen sollen klar machen, dass die Polizei beim Thema Alkohol im Straßenverkehr keinen Spaß versteht. Das ladenburgblog hat in der Nacht vom 12. Februar 2010 eine „Sonderschicht“ der Polizei begleitet.

Verkehrskontrolle - vermehrt zur Fasnachtszeit. Bild: lblog

Von Hardy Prothmann

Auf der Fahrbahn signalisieren Lichter: Achtung. Die Lichter formatieren die Fahrbahn zur Sackgasse. Eine Kelle wird hochgehalten: „Halt Polizei“ steht darauf. Polizeikontrolle.

Taschenlampen leuchten ins Innere der Fahrzeuge. Die Beamten wissen, worauf sie achten mĂŒssen. Die Beamten wissen, wann sie ihrem GefĂŒhl folgen mĂŒssen.

Frank Hartmannsgruber verfolgt die Szene aus rund 30 Metern Entfernung: „Die Kollegen machen eine sehr wichtige Arbeit“, sagt er.

Denn die Polizeibeamten am Halteposten mĂŒssen innerhalb von Sekunden entscheiden, ob die Kollegen am Kontrollposten Arbeit haben oder nicht.

Erfahrung und Instinkt entscheiden, wer kontrolliert wird.

Alle Sinne mĂŒssen wach sein: Gibt es AuffĂ€lligkeiten am Fahrzeug? Gibt es AuffĂ€lligkeiten beim Fahrer oder weiteren Insassen? Was sagt der erste Eindruck? Die Erfahrung? Der Instinkt?

FĂŒr die Fahrzeuge, die in die Gasse fahren, gibt es zwei Richtungen: Weiterfahren, egal wohin oder abbiegen auf den Parkplatz. Dort haben die Polizisten mit VerkehrshĂŒten drei Kontrollgassen vorbereitet.

Kurz nach 20:00 Uhr herrscht noch ein einigermaßen reger Verkehr an der Wallstadter Straße in Ladenburg.

Auf einem Parkplatz haben zehn Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle in Richtung Innenstadt eingerichtet.

Es ist Fasnachtszeit. WÀhrend der nÀrrischen Tage wird gefeiert. Und ganz sicher Alkohol getrunken. Vielleicht werden auch Drogen genommen.

„Die Leute sollen feiern und Spaß haben“, sagt Frank Hartmannsgruber: „Der Genuss von Alkohol gehört fĂŒr viele zum Spaß dazu. Dagegen haben wir als Polizei auch ĂŒberhaupt nichts. Bei Alkohol am Steuer hört der Spaß auf. Dagegen haben wir was.“

Ohne Alkohol im Blut fÀhrt man hier besser. Bild: lblog

Frank Hartmannsgruber ist der neue Revierleiter in Ladenburg: „Ich bin heute die ganze Zeit dabei, weil ich mir einen Eindruck verschaffen will, wie die Kontrollen ablaufen.“ Hartmannsgruber setzt um, was er beim Amtsantritt angekĂŒndigt hat: Er will als Chef auch „draußen“ prĂ€sent sein.

PrÀsenter Chef.

„Guten Abend. Verkehrskontrolle. Ihre Papiere bitte“, sagt die Polizistin, wĂ€hrend sie mit der Taschenlampe ins Innere eines Ford leuchtet. Aufs Gesicht. Die Augen. Auf die HĂ€nde. Über die Sitze. Ist irgendetwas auffĂ€llig?

Sie ist aufmerksam und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der anderen Seite steht schrĂ€g nach hinten versetzt ein Kollege. Er leuchtet ebenfalls ins Innere. Die Hand liegt auf der Pistole am GĂŒrtel. Der Mann sichert seine Kollegin: „Das Sichern gehört heutzutage dazu“, sagt Hartmannsgruber.

Der kontrollierte Autofahrer reicht seine Papiere aus dem Fenster. Die Polizistin beugt sich vor. Sie riecht. Alkohol. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragt sie. „Ja, ein Bier“, sagt der Mann.

Ist irgendetwas auffÀllig?

„Ich muss Sie bitten, auszusteigen und mir zu folgen.“ Die Anweisungen sind knapp, klar, aber höflich. Das lernen die Beamten in Trainingssituationen, bei denen sie solche Kontrollsituationen „durchspielen“.

Eingespielte Teams: Einer kontrolliert - einer sichert. Bild: lblog

Die Polizistin tritt zurĂŒck. Der Kollege sichert weiter aufmerksam die Situation. Wie reagiert der Fahrer? Nervös? Gereizt? Irgendwie auffĂ€llig?

Der Fahrer bleibt ruhig. Er folgt der Polizistin zu einem Einsatzwagen – der Zentrale hier vor Ort. Dort ist die Polizei per Funk mit der Einsatzzentrale verbunden. Ein Beamter erhĂ€lt die Papiere, ĂŒberprĂŒft sie, wĂ€hrend die Polizistin den Alkomat vorbereitet. „Bitte blasen Sie so lange in das GerĂ€t, bis ich Stopp sage.“

Der Mann blĂ€st rund 5 Sekunden. „Danke“, sagt die Polizistin. Weitere fĂŒnf Sekunden spĂ€ter zeigt das GerĂ€t 0,08 Milligram je Liter an. „Das muss man mit dem Faktor zwei multiplizieren, um den Promillewert zu erhalten“, sagt Frank Hartmannsgruber: 0,16 Promille hat der Fahrer also. Bis 0,5 Promille sind noch erlaubt. Die Kontrolle der Papiere hat keine AuffĂ€lligkeiten ergeben.

Wie viel ist erlaubt? „Am Besten fĂ€hrt es sich mit 0,0 Promille.“

„Der Wert von 0,5 Promille ist aber mit Vorsicht zu genießen. Bei einem Unfall oder auffĂ€lligem Verhalten ist der FĂŒhrerschein schon ab 0,3 Promille in Gefahr“, informiert Frank Hartmannsgruber den Mann. FĂŒr FahranfĂ€nger gilt sowieso 0,0 Promille.

Ist so eine Kontrolle Ă€rgerlich? „Nein“, sagt der Mann. „Die Beamten machen nur ihren Job. Ich finde das gut.“ Auch, dass er mit einem Bier noch Auto fĂ€hrt? „Das ist ja erlaubt. Ich habe gut gegessen und ein Weizen dazu getrunken. Mit mehr wĂŒrde ich kein Auto mehr fahren.“

Der Mann erhÀlt einen Hinweis auf den Einfluss von Alkohol auf das Fahrvermögen. Dann darf er weiterfahren.

20:31 Uhr. Plötzlich wird es hektisch. „Der ist da lang. Los!“ Je zwei Polizisten rennen zu ihren Einsatzwagen und rasen mit quietschenden Reifen einem Auto hinterher. Das hat kurz vor der Kontrollstation gedreht.

Jetzt sind alle angespannt. Was ist der Grund? Zu viel getrunken? Kein FĂŒhrerschein? Drogen? Irgendetwas Illegales? Sind die Insassen gefĂ€hrlich? Gewaltbereit?

Frank Hartmannsgruber ist am Einsatzwagen. Am Funk. „Wir haben Sie“, melden sich die „Verfolger“. Es ist 20:33 Uhr. „Keine Probleme.“ Die Spannung weicht der Erleichterung.

Plötzlich gibt es eine Verfolgung.

Nach zehn Minuten sind die „Verfolger“ zurĂŒck: „Ein Ă€lteres Ehepaar, die im Supermarkt einkaufen wollten“, berichtet einer. Doch der hatte schon zu. Deswegen drehten die Leute auf dem Parkplatz und fuhren zurĂŒck. FĂŒr die Beamten so es zunĂ€chst so aus, als wollten sie sich der Kontrolle entziehen. Das hat sie verdĂ€chtig gemacht. Eine Verwarnung gabs trotzdem: „TÜV und ASU sind seit acht Monaten abgelaufen.“

Fahrerdaten werden erfasst. In dieser Nacht gibt es nur Verwarnungen. Bild: lblog

Acht Stunden wird die Sonderschicht dauern. Es ist kalt. Der Atem dampft. „Your driving-licence, please.“ Ein Amerikaner wird kontrolliert. Alles O.K. „Good evening.“

Ein Mercedes-Fahrer steht neben seinem Auto und telefoniert: „Wir haben festgestellt, dass eine Sicherung am Kindersitz fehlt. So darf der Mann mit seinem Kind nicht weiterfahren.“ Irgendjemand, in diesem Fall die Ehefrau, bringt das Teil oder das Auto bleibt stehen. Der Mann muss an die Seite fahren und warten.

Kindersitze, Beleuchtung, Papiere – der Kontrollkatalog ist lang.

„Unser Hauptaugenmerk ist heute der Alkohol“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Aber wir kontrollieren natĂŒrlich auch alles andere.“ Beleuchtung, Papiere, Kindersitz, Ladung. Der Katalog ist lang.

Die KĂ€lte kriecht in die Klamotten. Nach eineinhalb Stunden brechen die Polizisten den Einsatz hier ab – es geht fĂŒr eine halbe Stunde zurĂŒck auf die Wache. AufwĂ€rmen, „Papierkram“ erledigen. Routineaufgaben.

Insgesamt vier Kontrollstellen wird es in dieser Nacht geben, bis die Beamten um vier Uhr frĂŒh den Einsatz beendet haben werden. NĂ€chster Einsatzort ist die BrĂŒckenstraße in Ilvesheim.

In Ilvesheim wird heute Abend Fasnacht gefeiert: „Uns interessiert hier natĂŒrlich der abfließende Verkehr“, sagt Bernd Schmidt, Polizeihauptkommissar und Leiter des Bezirksdienstes in Ladenburg.

Durchwinken oder rausholen?

Die Szenen wiederholen sich. Anhalten, reinleuchten. Durchwinken oder rausholen? Sichtkontrolle, Fragenkontrolle, FĂŒhrerscheinkontrolle, Riechkontrolle.

„Es werden weit ĂŒber einhundert Fahrzeuge sein, die wir heute Nacht kontrollieren“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Ab 23:00 Uhr, wenn der Verkehr weniger wird, kontrollieren wir fast jedes Fahrzeug, das vorbeikommt.“

Heutzutage sind die Beamten auch auf einen möglichen Drogenkonsum vorbereitet: „Schmale Pupillen deuten auf Heroin hin, weite auf Cannabis-Konsum“, sagt Frank Hartmannsgruber. Liegt ein Verdacht vor, geht es zur Urinkontrolle auf die Wache: „Wir können dort mit unserem Schnelltest jede gĂ€ngige Droge feststellen.“

ErhĂ€rtet sich der Verdacht auf Drogen oder zu viel Alkohol, wird in beiden FĂ€llen ein Arzt Blut abnehmen. Die Tests liefern keine exakt genaue Daten – die aber braucht man vor Gericht.

Die Beamten sind mittlerweile auch auf das Erkennen von Drogenkonsum geschult.

Zwei Jugendliche auf einem Moped werden kontrolliert. Soweit ist alles in Ordnung, nur funktioniert das RĂŒcklicht nicht. Stehenlassen oder schieben sind die zwei Möglichkeiten.

Die Jugendlichen schieben: „Schauen Sie sich die an: Schwarzes Fahrzeug, schwarze Klamotten, schwarze Helme – die sind fast nicht zu erkennen. Eine funktionierende Beleuchtung dient der Sicherheit, gerade in der besonders dunklen Winterzeit“, sagt Frank Hartmannsgruber.

Teamarbeit: Mindestens zwei Beamte sind am Fahrzeug. Bild: lblog

„Ich bin sternhagelblau“, ruft ein Ă€lterer Herr, der an der Kontrolle vorbeilĂ€uft. Der Mann grinst: „Wollt ihr mich nett kontrolliere?“ Frank Hartmannsgruber versteht den Spaß: „Als FußgĂ€nger dĂŒrfen Sie das. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht ausrutschen.“ Der Mann lacht ĂŒber sein „SpĂ€ĂŸchen“, winkt und geht weiter.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz. Alles lief ruhig, zĂŒgig und sehr gut koordiniert“, sagt Frank Hartmannsgruber. Das Kompliment wird der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Lars Rimmelspacher, gerne hören.

Die Bilanz: Über 100 Fahrzeuge haben die Beamten kontrolliert. Mehrere Verwarnungen wurden ausgesprochen – auch „mĂŒndliche“, bei denen kein Bußgeld fĂ€llig wurde. Zwei „Verfolgungen“ mussten vorgenommen werden – stellten sich aber als MissverstĂ€ndnisse heraus.

Auftrag erfĂŒllt.

Aus Sicht von Frank Hartmannsgruber gibt es vor allem ein sehr gutes Ergebnis: „Es hatten zwar ein paar Fahrer Alkohol genossen – aber in geringen Mengen.“

In dieser Nacht musste deshalb kein FĂŒhrerschein einbehalten werden: „Ich bin ĂŒberzeugt, dass unsere aktive KontrolltĂ€tigkeit und die Kommunikation in den Medien darĂŒber sich herumgesprochen hat. Damit haben wir unseren Auftrag, die Straßen sicherer zu machen, erfĂŒllt.“

Anmerkung der Redaktion:
Wir danken dem PolizeiprĂ€sidium Mannheim und dem Polizeirevier Ladenburg fĂŒr die freundliche und unbĂŒrokratische UnterstĂŒtzung zu diesem Artikel. Ebenso den Beamten aus Ladenburg, die fĂŒr AuskĂŒnfte zur VerfĂŒgung standen.