Montag, 20. November 2017

„Die Dosis Adrenalin ist garantiert. Skaten gibt ein gutes GefĂŒhl.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. Mai 2010. FĂŒr Marco Masetti war das Skate-Event „Heimspiel #2“ eine mehr als gelungene Veranstaltung. Im Interview erklĂ€rt der Mitorganisator, was Skaten ist, wieso niemand Angst vor Skatern haben muss und warum man sich als Eltern freuen kann, wenn die eigenen Kinder skaten.

Was macht Skaten als Sport aus?
Marco Masetti: „Skaten ist eine Lebenseinstellung. Dazu gehört der Sport, die Klamotten, die Musik, das Verhalten.“

Die Jungs sehen ziemlich cool aus und nicht unbedingt so, wie sich anstĂ€ndige Eltern anstĂ€ndige Kinder wĂŒnschen?
Masetti (lacht): „Ja, das ist das Klischee. So denken viele: Gammler, AbhĂ€nger, Nichtsnutze. Skaten ist fĂŒr konventionell denkende Menschen einfach nichts gescheites. Die Kleidung muss locker sein, damit man sich gut bewegen kann und da schnell mal irgendwo ein Loch drin ist, zieht man sich nicht die besten Klammotten an. Irgendwie logisch, oder?“

Marco Masetti: Schreiner, Skater, Shopbetreiber. Bild: local4u

Wie erklÀren Sie einem konventionell denkenden Menschen, was Skaten bedeutet?
Masetti: „Skaten ist zwanglos – man skatet, wenn man Lust dazu hat und wo man Lust dazu hat und mit wem man Lust dazu hat. FrĂŒher waren Skater noch sehr politisch, eine Protestbewegung gegen die Konsumgesellschaft. Man wollte anders sein – typisch fĂŒr die Jugendkultur. Heute ist Skaten anders politisch: Respekt fĂŒreinander spielt bei Skatern eine große Rolle. Und ganz wichtig: Skater sind cool und kein bisschen aggressiv.“

„Respekt spielt eine große Rolle.“

Heißt?
Masetti: „Die AnfĂ€nger lernen von den Könnern. Die Könner respektieren die AnfĂ€nger, weil sie auch mal angefangen haben und wissen, wie schwer es ist, einen Trick zu beherrschen. Um was zu können muss man mindestens zwei, drei Jahre sehr viel ĂŒben. Man stĂŒrzt, man tut sich dabei weh, man verletzt sich manchmal, man steht wieder auf und probiert es nochmal. DafĂŒr braucht man Disziplin und Biss. Wie hart die StĂŒrze sein können, sieht man ja im Video.“

Ist Skaten eine gefÀhrliche Sportart?
Masetti: „Jeder Sport birgt in sich ein Verletzungsrisiko. Skaten ist gefĂ€hrlich, keine Frage. Aber auch das fĂŒhrt wieder zur Disziplin. Nach den ersten harten Landungen ĂŒberlegt sich jeder sehr genau, was er probiert und was er sich zutraut. Skaten schult also auch die Wahrnehmung und den Umgang mit der Gefahr: wer unbedacht ist, bĂŒĂŸt das sofort auf die ganz harte Weise.“

„Skater sind hart im Nehmen.“

Klingt doch eigentlich ganz vorbildlich, das mit der Disziplin.
Masetti: „Ist es auch. Beim Skaten gilt ein Gesetz: Wenn jemand stĂŒrzt, stĂŒrzt er gleich hart, egal ob Profi oder AnhĂ€nger, das liegt in der Physik der Sache. Bis man sich einigermaßen auf dem Brett halten kann, stĂŒrzt man oft. Plötzlich kommt man weiter. Dann stagniert es wieder monatelang. Skater sind hart im Nehmen, sind fair miteinander und genießen es, wenn es lĂ€uft.“

Der Heidelberger Frank Royal ist erst elf Jahre alt und ein Skater-Talent. Bild: local4u

Wie lief das Heimspiel #2 am Samstag?
Masetti: „Das war eine geile Sache – wir hatten jede Menge Spaß und haben richtig gutes Skaten gesehen. So solls sein.“

Es waren zwei Gruppen am Start, warum?
Masetti: „Das hĂ€ngt von den Leistungen ab. In der Gruppe A sind die gesponserten Fahrer angetreten, die sind so gut, dass sie national bei Contests mitfahren können, nicht unbedingt gewinnen, aber doch gut dabei sein. In der B Gruppe sind die gefahren, die schon viel können, aber noch auf dem Weg in die Gruppe A sind. Alles klar?“

„Skaten schult die Wahrnehmung.“

Verstanden. Gabs Verletzungen?
Masetti: „Zwei verstauchte Handgelenke – also nicht wirklich was schlimmes.“

Obwohl Skaten ein hohes Verletzungsrisiko birgt, hatte kein Fahrer Protektoren an. Warum?
Masetti: „Die Bahnregeln besagen, dass man einen Schutz tragen soll – jeder fĂ€hrt aber auf eigenes Risiko. Das Problem an Protektoren: Die schrĂ€nken einen in der Bewegungsfreiheit ein und behindern damit den Fahrer. Das Verletzungsrisiko ist ganz klar gegeben, aber wie ich eben schon erklĂ€rt habe: Die Leute wissen, wie weh es tun kann und verhalten sich sehr verantwortungsvoll. Beim Fußball oder Handball gibt es wahrscheinlich mehr Verletzungen.“

Der Skatepark Ladenburg ist die Top-Holzbahn im Rhein-Neckar-Kreis.

Sie haben den Skatepark hier in Ladenburg geplant und kennen sich in der Szene aus. Wo wĂŒrden Sie den Park einordnen?
Masetti: „Unter den Holzparks ist Ladenburg ganz sicher im Rhein-Neckar-Kreis die Nummer eins. Holz fĂ€hrt sich ĂŒbrigens weicher und es gibt weniger Verletzungen als bei reinen Betonparks, die auch viel schneller sind. Insgesamt wĂŒrde ich den Skatepark unter die Top 20 einordnen.“

Es gibt immer wieder Vandalismus und MĂŒll im Skatepark. Sind Skater eine Problemgruppe?
Masetti: „Jaja, ich kenne diese VorwĂŒrfe. Das ist kompletter Blödsinn. Die Skater sind froh ĂŒber die tolle Anlage. Warum sollten sie da was kaputtmachen? Oder Flaschen kaputt werfen? Um sich dann durch die Glasscherben ordentlich zu verletzen? Skaten ist ein rauher Sport, Skater sind aber keine Rowdies.“

Skater sind aktive Leute.

Also kein Rucksacktrinken und Àhnliches?
Masetti: „Die Skater, die ich kenne und alt genug sind, um Alkohol trinken zu dĂŒrfen, feiern sicher aber und an mal gerne. Euer Video zeigt es aber ziemlich gut: Die meisten Skater sind drahtige Typen. Man braucht Kraft, Ausdauer, Geschick und bedröhnt oder mit dickem Kopp fĂ€hrt es sich einfach nicht gut. Skater sind gerne an der frischen Luft, sind aktiv und in Bewegung.“

Es waren nur Jungs am Start. Ist Skaten ein MĂ€nnersport?
Masetti: „Skaten ist eine MĂ€nnerdomĂ€ne. Aber ganz langsam kommen auch immer mehr MĂ€dels dazu. Das Geschick bringen Frauen wahrscheinlich genauso gut wie MĂ€nner, aber es ist auch ZĂ€higkeit und Kraft notwendig.“

Was ist ein gutes Alter, um mit dem Skaten zu beginnen?
Masetti: „Frank Royal aus Heidelberg hat eine bockstarke Leistung gezeigt. Der Junge ist elf Jahre alt und fĂŒr ihn gibt es nichts anderes. Aber er ist ein echtes Talent. Typischerweise wĂŒrde ich sagen, etwa ab zwölf Jahre. Dann sind die Jungs motorisch, physisch und psychisch fit genug.“

„Um gut zu skaten, braucht es eine gewisse Reife.“

Warum psychisch?
Masetti: „Kinder wollen immer schnell Erfolgserlebnisse. Die kommen, wie gesagt, beim Skaten aber nicht sofort. Es braucht eine gewisse Reife, Engagement, Ehrgeiz und Lust, sonst hört man schnell wieder auf.“

Marcel Mink. Bild: local4u

Gibt es ein Höchstalter?
Masetti: „Eigentlich nicht. Ich kenne zwar keine 60-jĂ€hrigen Skater – so alt ist das ja auch noch nicht. Aber es gibt viele, die fahren auch ĂŒber 40 noch. Beispielsweise der „Vadder“, der auch am Start war, ist so Anfang 40 und ein echt cooler Skater.“

„Die Dosis Adrenalin ist garantiert.“

Warum wird Skaten so gut wie nie in einem Verein angeboten?
Masetti: „Weil die Leute keinen Bock haben, sich ihre Trainingszeiten vorschreiben zu lassen. Weil sie nicht in einem klassischen Leistungssystem eingebunden, sondern frei sein wollen. Trotzdem bringen sie eine enorme Leistung.“

Zusammengefasst: Was ist Skaten?
Masetti: „Es ist ein unglaubliches GefĂŒhl, wenn man einen Trick steht, egal obs ein Ollie ist oder ein Flip oder Slide. Die Dosis Adrenalin ist garantiert. Wer soweit ist, in der Halfpipe zu gleiten und einen richtig guten Run hat, der fĂŒhlt sich einfach gut und frei. Das ist Skaten.“

Hintergrund zum „Heimspiel #2“
Marco Masetti arbeitet als Schreiner beim Nationaltheater in Mannheim. Zusammen mit der Stadt Ladenburg hat er den Skatepark in Ladenburg entworfen. Gefertigt hat ihn Andreas SchĂŒtzenegger (iou-ramps), der heute zu den Top-Holzskatepark-Konstrukteuren gehört (siehe Skateistan).

In Heidelberg betreibt Masetti mit seinem Partner Philipp Hund einen Skateshop „pier seven“. Sein Herz schlĂ€gt fĂŒrs Skaten: „Einfach ein cooles LebensgefĂŒhl.“

Veranstalter des „Heimspiel #2“ ist das Ladenburger Jugendzentrum „Die Kiste“. Zusammen mit dem Jugendgemeinderat wurde nach dem „Heimspiel“ im Herbst dieses Jahr versucht, den Contest kommerziell zu organisieren, „weil das jede Menge Arbeit und Kosten macht“. „Das erste Heimspiel war ein Riesenspaß, aber auch eine hohe Belastung fĂŒr alle, die mitgemacht haben“, sagt Masetti.

Die Schreinerei Wolf hat eine Graffiti-Wand spendiert. „Besonders dankbar sind wir dem Autohaus Vogel, die haben uns finanziell ganz herausragend gesponsort“, sagt Masetti. EnttĂ€uscht zeigt sich der Ladenburger aber ĂŒber die Vereine und GeschĂ€ftsleute: „Wir haben wirklich viele angesprochen und es kam nichts.“

Insgesamt sieht Masetti eine große Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, was die offene Jugendarbeit angeht: „StĂ€ndig wird darĂŒber gesprochen, was fĂŒr Probleme man mit der Jugend hat und wenn man dann etwas auf die Beine stellen will, macht kaum jemand mit.“

Nur der ASV habe sich sofort bereit erklĂ€rt, zu kleinen Preisen, „die sich Jugendliche auch leisten können“, einen Grillstand zu machen. Der Jugendgemeinderat bot Waffeln und Fruchtcockails an. Die evangelische Stadtmission besorgte eine Kletterwand, die Stadt spedierte den Strom, das THW besorgte die technischen AnschlĂŒsse.

Die Kosten fĂŒr die Bands MĂ€hthrĂ€sher und Baxter, die DJs Tommy D und Blastar und die „Free gifts“ wurden vom Skateshop und der „Kiste“ ĂŒbernommen.

Fotostrecke: Heimspiel #2 auf der Skate-Anlage

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Mai 2010. Unsere Fotostrecke zum Scate contest „Heimspiel #2“ vom Samstag, den 15. Mai 2010 zeigt: Es waren viele, viele gute „Fahrer“ am Start. Die Tricks sind atemberaubend.

Frank Royal aus Heidelberg in Aktion. Bild: local4u/ladenburgblog

Viel Freude mit unseren Fotos:

[nggallery id=24]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Video: Heimspiel – Skate – 2010 – Contest

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Mai 2010. Zum „Heimspiel“ fanden sich am Samstag mehrere dutzend Skater ein – vorwiegend jung, vorwiegend cool, vorwiegend schmerzfrei – denn zu jedem coolen Trick gehört der Versuch oder das Risiko, richtig hart zu landen.

No comment. Bild: local4u

Neues Video – Longversion:

Viel Spaß mit dem ersten Video!

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

In eigener Sache: dctp-tv interviewt Hardy Prothmann zum Lokaljournalismus der Zukunft

Guten Tag!

Ladenburg, 27. April 2010. Das Konzept des ladenburgblogs findet bundesweit Aufmerksamkeit. Es sind schon zahlreiche PortrĂ€ts und Interviews veröffentlicht worden. Das Unternehmen dctp (Spiegel TV, stern TV) hat sich auch fĂŒr unsere journalistischen Angebote interessiert und den verantwortlichen Journalisten Hardy Prothmann zum Interview eingeladen.

Herausgekommen ist ein ungeschnittenes Interview von 37 Minuten LĂ€nge. Das Interview wurde am 16. April 2010 im Berliner Friedrichstadtpalast gefĂŒhrt.

Philip Banse, der ĂŒberwiegend fĂŒr das Deutschlandradio arbeitet und hier im Auftrag von dctp, hat bereits mehrere Interviews mit „Meinungsmachern“ in dieser Reihe gefĂŒhrt.

Im Interview Ă€ußert sich Hardy Prothmann ĂŒber die Motivation, lokale Nachrichtenangebote wie das ladenburgblog im Internet zu betreiben. Über die Inhalte, das GeschĂ€ft, die tĂ€glichen Herausforderungen.

Über Ideale, TrĂ€ume, Ziele und Tatsachen.

Über Journalismus, Artikel 5 des Grundgesetzes, ĂŒber Leser und Leserinnen, das Internet und was die lokale Politik damit zu tun hat und wieso unsere Seiten ladenburgblog, heddesheimblog und hirschbergblog die „Zukunft des Lokaljournalismus“ sind.

Hier gehts zur Seite von dctp-tv.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist verantworlich fĂŒr das ladenburgblog.

Die Internetseite der Stadt Ladenburg ist nicht immer erreichbar

Guten Tag!

Ladenburg, 20. April 2010. Ist der Schuldenhaushalt schuld? Oder die Asche-Wolke? Sicher keins von beiden. Vielleicht ist nur der „Server“ abgeschmiert – vielleicht werden gerade „Wartungsarbeiten“ durchgefĂŒhrt. Wie auch immer – die Zeit fĂŒr ein paar Anmerkungen ist gekommen.

Von Hardy Prothmann

Heute war ein komischer Tag – was das Internet angeht und die homepage der Stadt Ladenburg.

Immer zĂ€her ließ sich die Seite nach einem Aufruf laden. Irgendwann hieß es, „Sie haben nicht die erforderliche Berechtigung“. Dabei wollte ich doch nur wissen, was unter „Aktuelles“ steht.

Einige Stunden spÀter ist die Stadt Ladenburg gar nicht mehr im Internet zu erreichen.

Angeblich wird ja an einem neuen Auftritt gearbeitet.

TatsĂ€chlich scheint es sich um „Basteln“ zu handeln – da weiß man nie, was rauskommt.

Dabei braucht die Stadt Ladenburg das Internet wie noch nie.

Je besser dort Informationen angeboten werden – umso weniger Anrufe, Besucher, Schreiben wird es geben. Ein gut gestalteter und bestĂŒckter Internetauftritt spart also Ressourcen, die die Mitarbeiter dann nicht banalen, sondern wichtigen Fragen von BĂŒrgerInnen, beispielsweise individuellen, widmen können.

Eine gutes Internetangebot ist immer auch ein gutes Archiv – fĂŒr die BĂŒrger und die Verwaltung.

Ein gutes Internetangebot ist eine Visitenkarte nach draußen.

Leider hat die Stadt Ladenburg kein gutes Internetangebot.

Zu viel geht durcheinander – ein Konzept ist kaum zu erkennen.

Beim Arbeitskreis Stadtmarketing macht man sich auch Gedanken darĂŒber – will helfen und unterstĂŒtzen. Seit dem 16. Dezember 2009 berĂ€t eine „Arbeitsgruppe Website“ die Verwaltung.

„Ein möglicher“ Rat, das „Elend“ vom Netz zu nehmen, wĂ€re nachvollziehbar.

Aber keine Lösung.

Die Stadt Ladenburg muss im Internet erreichbar sein – einfach und unkompliziert.

Transparent und einladend.

Und zuverlÀssig.

Rekordschulden: 12.100.000 Euro

Guten Tag!

Ladenburg, 18. MĂ€rz 2010. Der Gemeinderat der Stadt Ladenburg hat am 17. MĂ€rz 2010 ĂŒber einen Rekordschuldenstand von 12,1 Millionen Euro Schulden beraten. Der Stadt brechen Steuereinnahmen von rund zehn Millionen Euro weg – angesichts der desolaten Lage debattierte der Gemeinderat anhand des Entwurfs zur Haushaltsatzung nur in einer Richtung: KĂŒrzen, deckeln, streichen.

Von Hardy Prothmann

Die Haushaltsberatung vom 17. MĂ€rz 2010 markiert ein historisches Datum. WĂ€hrend der Schuldenstand der Stadt Ladenburg 2009 „nur“ 3,2 Millionen Euro betrug, explodieren die Schulden im Jahr 2010 auf 12,1 Millionen Euro.

In harten Zeiten ist es wichtig, den Durchblick zu behalten. Der Blick auf die Finanzen zeigt mögliche Schulden in Höhe von 12,1 Millionen Euro. Bild: ladenburgblog

Der Grund: Es fehlen gegenĂŒber 2008 Steuereinnahmen von rund zehn Millionen Euro. Über neun Millionen Euro bei der Gewerbesteuer und gut eine Million bei der SchlĂŒsselzuweisung aus der Einkommensteuer.

Die Verwaltung hat nach nach Vorberatungen der Schulkommission, der Kindergartenkommission und des Verwaltungsausschusses umfangreiche KĂŒrzungen in den Haushaltsentwurf eingearbeitet – die gingen vielen StadtrĂ€ten aller Fraktionen aber nicht weit genug.

Die WortbeitrĂ€ge kannten nur eine Richtung: KĂŒrzen, deckeln, streichen.

Die Kernbotschaft, die in diesem Streichkonzert vielleicht ĂŒberhört wurde, war: „Wir werden keine Maßnahmen finden, um neun Millionen Euro einzusparen“, sagte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Der BĂŒrgermeister ermahnte den Gemeinderat „gut zu ĂŒberlegen“: „Jeder Einschnitt in Kernbereiche kann bedeuten, das, was nicht mehr existiert, in naher Zukunft nicht mehr aufgebaut werden kann.“ Weiter sagte Ziegler: „Ich will hier nichts verniedlichen. Wir mĂŒssen sparen, wir mĂŒssen Synergien finden und wo es sein muss, mĂŒssen wir in die Kernbereiche reingehen.“

Es habe mehrere interne „Rotstiftrunden“ gegeben. Die genehmigte Anschaffung eines Fahrzeugs fĂŒr die Feuerwehr? Kostenpunkt: 110.000 Euro. Nach RĂŒcksprache mit dem Kommandanten – gestrichen. Rund 150.000 Euro, die fĂŒr den Verwaltungshaushalt vorgesehen waren – gestrichen. 45.000 Euro fĂŒr die Beregnung der Festwiese? Gestrichen. Insgesamt seien so gut 430.000 Euro „gestrichen“ worden.

So ging es weiter im Rat mit wechselnden Mehrheiten, vielen Nachfragen zu AntrĂ€gen, wie die „jetzt genau formuliert sein sollen“. Und vielen „NachzĂ€hlungen“, weil die Handzeichen mancher StadtrĂ€te bei Abstimmungen nicht klar waren und erneut eingefordert werden mussten.

Schulen, KindergĂ€rten, Personal, GrĂŒnanlagen, Freibad – nichts war heilig, alles stand zur Debatte.

Irgendwann sagte BĂŒrgmeister Ziegler: „Ich komme zu dem Schluss, dass ich eine permanente BĂŒrgersprechstunde einrichten werde.“ Und ironisch: „Darauf freue ich mich.“

Die Beratung des Ladenburger Haushalts war am gestrigen Abend ein Schauspiel ohne Höhepunkte – die Dramatik war das verbindende Element. Jede Streichung fĂŒr sich ist ein Drama, die aber jedes fĂŒr sich im Rauschen der multiplen Dramen unterging.

Wenn Ladenburg alle Kredite in Höhe von 12,1 Millionen Euro aufnehmen muss, wird es Schulden in absoluter Rekordhöhe geben. „Wenn“.

Was aber feststeht ist: Die Einschnitte werden deutlich ausfallen.

Sie haben Termine? Wir auch – im Terminkalender!

Guten Tag!

Ladenburg, 09. MĂ€rz 2010. Was, wann, wo? Unser Terminkalender hilft Ihnen bei der Planung. Und er hilft Ihnen, Ihre Termine bekannt zu machen.

Von Hardy Prothmann

Wo war nochmal die Terminseite im Wochenblatt oder MM? Schon in der grĂŒnen Tonne oder irgendwie verlegt? Wann war nochmal…?

Das kann Ihnen bei uns nicht passieren. Unser Terminkalender ist 24 Stunden am Tag im Internet erreichbar – zum Nachschlagen oder um neue Termine einzutragen oder noch schnell eine Änderung oder ErgĂ€nzung vorzunehmen.

Termine ohne Redaktionsschluss.

Ohne Redaktionsschluss. Sie mĂŒssen niemanden anrufen, anmailen oder sonstwas. Sie verwalten Ihre Termine selbst.

Termine im Überblick!

Unsere LeserInnen nutzen unseren Terminkalender schon prĂ€chtig. Jeden Tag haben wir einige hunderte Zugriffe. Der Grund ist einfach: Man klickt auf Termine und hat einen wunderbaren Überblick: Als Monats- oder Wochendarstellung oder in der TerminĂŒbersicht fĂŒr das gesamte Jahr.

Veranstaltungen, Feste, Informationstermine, Vereinstermine, Kultur, Sport, Politik – unser Terminkalender vereint diese Termine in einer aktuellen und ĂŒbersichtlichen Darstellung.

Die LeserInnen planen danach ihren privaten Terminkalender – als Veranstalter sehen Sie, mit wem Sie in Terminkonkurrenz stehen oder wo noch ein Termin frei ist.

Abonnieren Sie kostenlos die Termine per email.

Man muss kein Mitteilungsblatt suchen, keinen MM archivieren – man geht einfach online, klickt und hat den Überblick. Noch einfacher geht es mit dem Termin-Abo: Kostenlos werden Sie per email ĂŒber die kommenden Termine informiert.

Als Verein oder privater Veranstalter haben Sie Möglichkeit, Ihre Termine kostenlos bei uns anzeigen zu lassen. Wenn Sie nur wenige Termine im Jahr anbieten wollen, schreiben Sie uns eine email mit den notwendigen Informationen: Name der Veranstaltung, Datum und Zeit, Straße und Ort und eine inhaltliche Beschreibung. Wir tragen diese Termine dann fĂŒr Sie ein: termine(at)ladenburgblog.de

Viele Vorteile.

Wenn Sie viele und/oder regelmĂ€ĂŸige Termine anbieten, macht es Sinn, dass Sie diese selbst einpflegen und verwalten. DafĂŒr benötigen Sie ein kostenloses Google-Kalender-Konto. Die Einrichtung ist nicht schwer, die Verwaltung auch nicht. Ihr Terminkalender ist schnell eingerichtet.

Ihr Vorteil: Sie sind „Herr“ ĂŒber die Termine. Sie können Korrekturen, Änderungen und ErgĂ€nzungen unabhĂ€ngig von GeschĂ€ftszeiten eintragen. Jede VerĂ€nderung wird sofort angezeigt.

Ein weiterer Vorteil: Sie können Ihren „offiziellen“ Terminkalender auch mit anderen teilen und so im Netzwerk Termine abstimmen, ĂŒber Termine informieren und diesen mit ihren eigenen Terminen kombinieren – Sie sparen Zeit und Organisationsaufwand.

Schnelle Einrichtung.

Wie Sie einen Google-Kalender einrichten, haben wir Ihnen in einer Anleitung aufgeschrieben. Sie brauchen dafĂŒr höchstens eine halbe Stunde – die Ihnen viele, viele kĂŒnftige Stunden Terminarbeit abnimmt.

Wenn Sie Fragen haben sollten oder VerbesserungsvorschlÀge haben, schreiben Sie uns: termine(at)ladenburgblog.de

FĂŒr Vereine ist der Terminkalender kostenlos. Kommerzielle Veranstalter können ihre Termine aber auch gegen eine geringe GebĂŒhr einstellen. Die Konditionen können Sie gerne erfragen: anzeigen@ladenburgblog.de

Als Verein, Initiative, Interessengruppe, Arbeitsgruppe… empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose Dienstleistung.

SelbstverstÀndlich haben wir auch einen Vorteil davon: Umso mehr Teilnehmer ihre Termine bei uns einstellen, umso interessanter wird der Terminkalender. Das ist er schon heute: Nutzen Sie das Interesse!

Ihr Vorteil: Sie profitieren von diesem Interesse – ebenso wie wir.

Wir garantieren durch ein redaktionell-gepflegtes Umfeld eine hohe SeriositÀt.

Sie haben Termine? Teilen Sie diese den Menschen mit. Laden Sie diese ein, Ihre Veranstaltung zu besuchen.

Link: So richten Sie schnell und problemlos einen kostenlosen Kalender ein.

Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns:
Telefon 06203/ 49 23 16
email: termine(at)ladenburgblog.de

Fundstelle

Guten Tag!

Ladenburg, 08. MĂ€rz 2010. Dieser Artikel archiviert unsere „Fundstellen“. Die Rubrik „Fundstelle“ bietet weiterfĂŒhrende Links zu Themen aus oder ĂŒber das hirschberblog, zum Zeitgeschehen und Lesetipps der Redaktion.

Fundstellen: Interessante links fĂŒr unser Leserinnen. Immer links in der Seitenleiste.

Zuerst veröffentlichen wir eine „Fundstelle“ in der Seitenleiste. Nach und nach werden alte Fundstellen durch neue ersetzt. Damit die Fundstellen erhalten bleiben, löschen wir sie nicht einfach wie bisher, sondern entfernen Sie aus der Seitenleiste und fĂŒgen Sie in diesen Artikel ein. Ab sofort gibt es also hier die Antwort auf die Frage: „Moment, da war doch mal was in der Fundstelle?“.

Die Liste wird wachsen. Um sie einfacher durchsuchen zu können, drĂŒcken Sie STRG+F, wenn Sie einen PC verwenden, Wahltaste+F, wenn Sie einen Mac verwenden. Dann den Suchbegriff eingeben und Enter drĂŒcken.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Unser Fundstellenarchiv:

*Soziale Spaltung im Netz
*Lesenswert in Die Welt: Merkels schamloser Zynismus in der Atompolitik
*Lesenswert: FAZ-Herausgeber Schirrmacher ĂŒber die 9 GemeinplĂ€tze des Atom-Freunds
*WahlfĂ€lschung in Bruchsal – CDU-Stadtrat zu 63.000 Euro Geldstrafe verurteilt
*Über 2.000 Atom-Gegner demonstrieren in Biblis, Bericht, Fotostrecke, Dokumentation
*Spiegel TV: SPD-Atomlobby – Sozialdemokraten in der Atomschmelze (2008)
*Greenpeace – atomarer Notstand in Japan
*Report Mainz – wie gefĂ€hrlich deutsche Atommeiler wirklich sind
*stern.de ĂŒber das Internet als fĂŒnfte Gewalt
*Die taz ĂŒber Lokalblogs und Hardy Prothmann als „Hansdampf“

*Hardy Prothmann bei einer Veranstaltung der Piraten ĂŒber wikileaks
*Report Mainz: Wie die Politik Einfluss auf die Medien nimmt
*Schifferfamilie Mnich: 9 Kinder und ein Schiff
*Im WĂŒrgegriff der ExklusivitĂ€t
*Lese-Tipp: Netzwerk Recherche – Online-Journalismus mit einem Beitrag von Hardy Prothmann
*Lese-Tipp: Medienberater Marian Semm ĂŒber Lokaljournalismus im Netz und auf Papier
*DRadio-Audio ĂŒber hyperlokalen Journalismus und BratwĂŒrste
*DRadio-Text ĂŒber hyperlokalen Journalismus und BratwĂŒrste

*evangelisch.de ĂŒber bedrohte Pressefreiheit in Deutschland
SZ zu Wikileaks: Geballte Wut im Netz.
drehschreibe.org ĂŒber Prenzlauer Berg Nachrichten und die Orientierung am heddsheimblog: Lokal ist spannend.
Spiegel Online schreibt ĂŒber unsere Blogs: Meine Straße, mein Zuhause, mein Blog
*Spiegel online ĂŒber Stefan Mappus: Ein Deal, zwei Freunde, viele Fragen
*Prothmann: Die Moral, die Apostel und die Wirklichkeit
*SZ: Je reicher – desto rabiater
*GrĂŒne kriegen „Shitstorm“ ab
*Freitag: Politik, BĂŒrger und Internet
*Untersuchungsausschuss zu S21 beginnt
*Zeit: Gutachter bezweifeln S21
*Facebook: Das Aufmerksamkeitsimperium
*Zeit: Der seltsame Sinneswandel des Peter Schaar
*Medienkritik bei Freitag
*Volkstrauertag: Zoff in Heidelberg?
*Video: Ein Leben mit Facebook
*Spiegel Online: RTL-2-Show „Tatort Internet“: IrrefĂŒhrung als Programm
*CARTA: Halt die Fresse Freifrau
*Lawblog: Volksverhetzung wird alltagstaublich
*QualitÀtsdebatte und Polemik: Die Wette gilt, Herr Sahlender!
*Extra 3: Goldener PolizeiknĂŒppel fĂŒr MP Mappus
*In eigener Sache: Bericht ĂŒber DJV-Tagung „Besser online“
*S21: stern ĂŒber den Filz zwischen Politik, Geld und Medien
*Stuttgart 21 – Der Mann mit den blutigen Augen
*Stuttgart 21 – Twitter-Meldungen
*Stuttgart 21 eskaliert – Video-Cam-Bilder
*Der Supi-StaatssekretÀr und das Elend im Journalismus
*Sie wollen Journalist werden? Herzlichen GlĂŒckwunsch.
*SZ-Kommentar zu „Speer“ – Im Club der DrĂŒckeberger
*FAZ ĂŒber Twitter-Nutzung
*Das Drama der journalistischen Profession
*Ladenburger Feuerwehr hilft in Heddesheim aus
*PR-Doktor interviewt Prothmann zu Pressemitteilungen
*zeit.de interaktiv: Todesopfer rechter Gewalt
*CARTA – Gibt die SPD ihren Geist auf?
*DJV ĂŒber das heddesheimblog
*Allah gut – Integrationserfahrungen eines Deutschen als Fremder im Aus- und Inland
*Hans Leyendecker (SĂŒddeutsche Zeitung) lobt das heddesheimblog: Aufruhr im Netz
*Die Seuche Internet
*Stuttgarter BĂŒrgermeister Föll (CDU) gibt Nebenjob auf
*Keine Regierung der Welt kann das stoppen
*Duisburg macht dicht
*Prinzip Abschreckung
*Todesfalle Loveparade
*Böses Blut und schlechter Stil
*Gemischte GefĂŒhle: Scham
*Goethe-Institut ĂŒber unsere blogs
*Superstar-Video ĂŒber 1.000 Mal gesehen 🙂
*Achtung: Neue MM-Bratwurst
*“Foto-Shooting Miss Ladenburg
*Grumbe-Tanzmariechen schon ĂŒber 5.000 Mal gesehen.
*“Eklige JuLis-Thesen“ sollen eine FĂ€lschung sein
*Schuldig auf Verdacht – der Fall Kachelmann
*Prothmann bei FTOJ 2010
*Informationsfreiheit absurd
*Sparpaket? Windbeutel
*Die Justiz und die kleinen Leute
*Die Justiz und die kleinen Leute
*Multimediale Wichsvorlage
*medienradio.org disktutiert ĂŒber Rolle Blogger/BuPrĂ€
*Bild ĂŒber Gauck
*Freitag zu Gauck und Merkel
*FAZ zu Joachim Gauck
*Klassik am Fluss
*Der Merkel-Feminismus
*Miriam Meckel zu Köhler
*FAZ-Kommentar zu Köhler
*DRadio interviewt Prothmann
*Mainpost: Öffentlichkeit von Sitzungen
*taz: blogs bestimmen NRW-Wahl
*Spiegel: Papst will Mixa ablösen
*Spiegel: Papst will Mixa ablösen
*Stefan Niggemeier ĂŒber Abmahnwahn
*Freelense: dpa-bild des Jahres
*Augsburger Allgemeine: Anonyme Kommentare oder nicht?
*dctp-tv interviewt Prothmann
*Star Wars nach Hawking
*Nachrichten aus der Provinz
*Frankfurter Tag des Online-Journalismus
*Du bist Terrorist.
*Fanpost
*Irak-Krieg…
*Abmahnkeule
*SĂŒddeutsche Zeitung interviewt Prothmann zum Lokaljournalismus
*Prothmann auf posterous
*GeschmÀckle
*ZDFblog: Warum Netzsperren sinnlos sind.
*Dilemma der Nachrichtenagenturen
*ifp-GesprÀch: Der Wert der Nachricht.
*detektor.fm interviewt Hardy Prothmann
*Begehbarer Schrank fĂŒr MĂ€nner
*SZ: Wir sprechen nie offen ĂŒber SexualitĂ€t.
*Alex Gajic interviewt Hardy Prothmann
*Diener des Mainstream
*Sex-Dienst im Pflegeheim
*Bildungsverlierer
*Ortsblog-Ökonomie
*WDR5 berichtet ĂŒber unsere blogs
*Jeff Jarvis ĂŒber die Zukunft des Journalimus
*Journalisten des Jahres 2009
*Detlev Brechtel ĂŒber Lokaljournalismus
*Pfenning kommt in Hirschberg an
*Oeddinscher toks inglisch ;-))
*Jeff Jarvis im Focus

50. Sportlerehrung als sportliches Programm

Guten Tag!

Ladenburg, 07. MĂ€rz 2010. Gleich drei große Zahlen zeichneten die diesjĂ€hrige Sportlerehrung am 05. MĂ€rz 2010 aus: Die gibt es seit 50 Jahren, seit 40 Jahren ist Ladenburg Mitglied bei der Deutschen Olympischen Gesellschaft und mit 230 Sportlern wurden mehr Ehrungen verteilt, als je zuvor. Außerdem gab es Geldpreise fĂŒr die Jugendarbeit.

Von Hardy Prothmann

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler hĂ€tte an diesem Tag selbst eine „sportliche“ Ehrung verdient: 230 Urkunden hat er unterschrieben, ein ums andere Mal verteilte er diese Urkunden, schĂŒttelte HĂ€nde, beglĂŒckwĂŒnschte, lĂ€chelte – rund zwei Stunden lang.

Sportlerehrung: Viel Jugend. Bild: lblog

Sportlerehrung: Viele Kinder und Jugendliche. Bild: lblog

Die Rathausmitarbeiter hatten so viele StĂŒhle wie möglich in den Saal des Domhofs rangeschafft und gestellt, alle waren besetzt, am Eingang zum Saal standen trotzdem noch gut 30 GĂ€ste und zeigten ebenfalls Sportsgeist: Wer seine Urkunde hatte, ging nicht einfach, sondern blieb zur Ehrung der anderen – außer, es gab andere, sportliche Termine.

Sportsgeist bei den GĂ€sten.

Die GĂ€ste zeigten damit Sportsgeist und Fair Play. Geehrt wurde dafĂŒr auch Brigitte Stahl – zustĂ€ndig fĂŒr Kultur und Sport bei der Stadt Ladenburg, „fĂŒr ihr GefĂŒhl fĂŒr Gerechtigkeit und Fairness“, sagte Kurt Zepf, Vorsitzender des Ortsausschusses fĂŒr LeibesĂŒbungen: „DafĂŒr erhalten Sie die Fair Play-Plakette.“

Jochen Meißner, als Ruderer Olympia-Zweiter im Jahr 1968 und Vorsitzender der Kreisgruppe Mannheim/Rhein-Neckar der Deutschen Olympischen Gesellschaft ĂŒberreichte die Ehrung an Brigitte Stahl.

Vor dem Ehrungsmarathon wurde auch die Stadt Ladenburg ausgezeichnet – fĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft in der Olympischen Gesellschaft: DafĂŒr gab es die „Goldene 40“.

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Sport vereint die Menschen. Neben den gesundheitliche Aspekten sind es auch die sozialen, die den Sport zu einer wichtigen Aufgabe machen, auch fĂŒr die Stadt Ladenburg.“

Immerhin wĂŒrde die Stadt pro Jahr ĂŒber eine Million Euro in den Sport investieren – zusĂ€tzlich kĂ€men noch die GrĂŒnanlagen und andere Angebote hinzu, die fĂŒr den Sport genutzt wĂŒrden: „Die Auszeichnung der Olympischen Gesellschaft ist ein Maßstab fĂŒr die Zukunft.“

Sportstadt Ladenburg.

In rund 200 Vereinen sind rund 5.000 Sportler registriert: „Fast die HĂ€lfte der Ladenburger sind Sportler“, sagte Kurt Zepf und sagte: „Der Sport sollte auf der homepage der Stadt mehr hervorgehoben werden.“

Zepf las bei der Ehrung nicht einfach nur vom Blatt, sondern moderierte souverĂ€n, mit Witz und SpontanitĂ€t den „Ehrungsmarathon“.

Überraschend gab es zum Ende noch Geldpreise fĂŒr die Jugendarbeit. Der Preis wurde an der Zahl der geehrten Jugendlichen gestaffelt.: 250 Euro kommen den LSV-Turnern fĂŒr die Jugendarbeit zugute, die mit 35 Jugendlichen die meisten Ehrungen vorwiesen. 150 Euro gingen an die LSV-Handballer, drei mal 100 Euro an den LSV-Basketball, die Baseballer Romans und die Gewichtheber. FĂŒr den Reiterverein Ladenburg und die LSV-Leichtathletikabteilung gab es auf Platz vier immerhin noch je 50 Euro.

[nggallery id=5]

Video: Rope Skipping in Ladenburg

Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2010. Zu den Badischen Meisterschaften im Rope Skipping (Seilspringen) hat die Redaktion zwei Videos bei youtube eingestellt.

Wie athletisch es beim Rope Skipping zugeht, zeigt der Punktesieger Pascal BĂ€r von der TSG Seckenheim: 1.759 Punkte.

Isabel Maier (TS Ottersweier) zeigt eine tolle KĂŒr und macht den ersten Platz in der Altersklasse II+III mit 1.440 Punkten.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Leistungsport am Seil: Badische Meisterschaft im Rope Skipping

Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2010. SeilhĂŒpfen war gestern. Als Leistungssport betrieben heißt das „Rope Skipping“. Am Samstag, 27. Februar fand die 10. Badische Einzelmeisterschaft in der Lobdengauhalle statt. Zwei „Springerinnen“ vom LSV Ladenburg stehen unter „Beobachtung“: Sie haben Chancen, sich im kommenden Jahr im Landesteam fĂŒr die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Von Hardy Prothmann

Geschick und Kondition sind wichtig. Bild: ladenburgblog

Geschick und Kondition sind wichtig. Bild: ladenburgblog

SeilhĂŒpfen? Ist eher was fĂŒr MĂ€dchen. Stimmt. Die Zahl der Jungs ist deutlich ĂŒberschaubar. Wenn SeilhĂŒpfen aber als „Rope Skipping“ betrieben wird, wird es zum Leistungssport.

Rope Skipping gibt es beim LSV Ladenburg seit etwa drei Jahren – seit einem halben Jahr machen die „Springerinnen“ auf bei WettkĂ€mpfen mit. „Bis zur Wettkampfreife muss man schon eine zeitlang ordentlich trainieren“, sagt Landesfachwart Henner Böttcher (TSG Seckenheim).

Er muss es wissen: Die Seckenheimer sind schon seit zehn Jahren „im GeschĂ€ft“ und sind mittlerweile sogar auf Bundesebene eine feste GrĂ¶ĂŸe: „Die Ladenburger gefallen mit gut, hier ist ordentlich trainiert worden“, sagt Böttcher. Zum Vergleich: Die TSG hat 18 Trainingseinheiten die Woche, beim LSV sind es zwei bis drei Stunden – noch.

In der Lobdengauhalle sind gut 40 TeilnehmerInnen angetreten, um in den Speed-Disziplinen und der KĂŒr zu zeigen, was sie können. Ein Kampfgericht bewertet die Zahl der „DurchschlĂ€ge“ und vergibt Punkte fĂŒr „Stunts“ – so heißen akrobatische oder komplizierte Figuren.

Sabrina Diehl von der TSG ist eine der Favoritinnen und wird sich heute fĂŒr die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Ein Beispiel fĂŒr das Können: In 30 Sekunden schlĂ€gt sie das Seil 85 Mal durch. Wer sich schon mal im Seilspringen probiert hat, wird das bewundern.

Der mĂ€nnliche „Star“ in der Halle ist Pascal BĂ€r (TSG). Er erreicht beim Wettkampf in der Altersklasse I (18+) 1.759 Punkte von bis zu 2.500 möglichen Punkten. Platz zwei macht Mirjam Hofmann, Platz drei Sabrina Diehl (beide TSG). Alle drei qualifizieren sich damit fĂŒr die Deutsche Meisterschaft.

Aber auch das Team des TS Ottersweier ist stark: Isabel Maier (Jahrgang 96) qualifiziert sich ebenfalls und springt 1.440 Punkte. „So ab 1.400 Punkten springt man vorne mit“, sagt Henner Böttcher.

Warten auf die Siegerehrungen. Bild: ladenburgblog

Warten auf die Siegerehrungen. Bild: ladenburgblog

Im Badischen Landesfinale erreichen Rebecka Schmitt, Kristin Stadelmeyer und Sina Finckh die PlĂ€tze 6-8 in der Altersklasse III mit Punktzahlen nach an der 1.300er Marke: „Die MĂ€dels haben Potenzial“, sagt Böttcher.

„Die MĂ€dels haben Potenzial.“

In der Altersklasse II erreichen Miriam Gerards, Alicia Hillert, Charlotte Lorenz und Vivian Wagner die PlĂ€tze 5-8 mit Punktzahlen jenseits der 1.000er-Marke, Imke Ramminger und Silke Wiedemuth kommen auf Platz 10 und 11, mit Punktzahlen ĂŒber 900.

Neben den Badischen Meisterschaften gibt es ein Rahmenspringen – hier sammeln vor allem jĂŒngere SpringerInnen erste Wettkampferfahrungen in einzelnen der insgesamt vier Disziplinen. Neben der TSG Seckenheim, dem TS Ottersweier, der LSV Ladenburg ist auch ein Team der TSA MĂŒllheim angereist.

Beim LSV werden die SpringerInnen (17 MĂ€dchen, 2 Jungs) von Uli Finckh trainiert, der sehr zufrieden aussieht: „Das war ein toller Wettkampf und unsere SpringerInnen arbeiten sich ordentlich nach vorne.“ Bessere Positionen hĂ€ngen nicht nur von der Leistung ab, sondern auch von den persönlichen LebensumstĂ€nden: „Ein paar Springerinnen stehen im Abitur oder haben eine Ausbildung angefangen. Das geht natĂŒrlich vor – heißt aber auch, dass es mit dem zeitintensiven Training schwierig wird“, sagt Finckh.

Nach den Schnelldisziplinen folgt die „KĂŒr“: Hier zeigen die SpringerInnen eine Kombination aus Leistung und KreativitĂ€t. Bis zu 1:15 Minuten dauert eine KĂŒr, die zu Musik gesprungen wird. Manchmal ist die Aufregung zu groß und es klappt nicht ganz so, wie sich die SpringerInnen das vorgenommen haben – dann fließen auch schon mal TrĂ€nen der EnttĂ€uschung.

Wenn die KĂŒr aber lĂ€uft, ist die Freude groß. Soviel ist sicher – viele der SpringerInnen entwickeln einen großen Ehrgeiz und Rope Skipping hat nichts mit dem Kinderspiel „SeilhĂŒpfen“ zu tun. Rope Skipping ist Leistungssport, fĂŒr den es viel Geschick, akrobatische FĂ€higkeiten und eine ordentliche Kondition braucht.

Dass der Wettkampf in Ladenburg stattfand, ist sicherlich eine Auszeichnung fĂŒr die Ladenburger, die kurz davor stehen, vorne mitzuspringen: Zwei Springerinnen stehen bereits unter „Beobachtung“ fĂŒr das Landesteam.

[nggallery id=4]