Samstag, 18. November 2017

Verkehr: Das „K├Âpfchen“ allein wird es nicht richten

Guten Tag!

Ladenburg, 19. M├Ąrz 2010. Die Stadt Ladenburg und der Bund der Selbstst├Ąndigen (BdS) appellieren an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und wollen durch Flyer, Schilder und Ger├Ąte zur Geschwindigkeitsanzeige vor allem die Autofahrer auf Schrittgeschwindigkeit bringen. Doch das wird nicht reichen.

Kommentar: Hardy Prothmann

Der Appell von Stadt und BdS ist richtig und begr├╝ndet: Es wird zu schnell gefahren und zu oft falsch geparkt.

In der verkehrsberuhigten Altstadt gilt Schrittgeschwindigkeit, also vermeintlich ein Tempo von vier bis sieben Kilometern pro Stunde. Eben das, was ein Fu├čg├Ąnger so pro Stunde an mittlerer Geschwindigkeit erreicht.

Was hei├čt Schrittgeschwindigkeit?

Selbst vor Gericht ist umstritten, was „Schrittgeschwindigkeit“ denn ist: F├╝r die „w├Ârtliche“ Auslegung haben sich beispielsweise das OLG K├Âln (Az: Ss 782/84), das OLG Karlsruhe (NZV 2004, 421) oder auch das OLG Brandenburg (DAR 2005, 570) ausgesprochen und als Schrittgeschwindigkeit eine Geschwindigkeit zwischen 4 und 7 km/h angesehen.

Das OLG Hamm sah das anders und hat die Grenze bei 10 km/h gezogen (VRS 6,222). Das Amtsgericht Leipzig sah eine Geschwindigkeit deutlich unter 20 km/h und legte diese bei 15 km/h fest (Az.: 215 OWi 500 Js 83213/04).

Untersuchungen haben ergeben, dass Autofahrer Geschwindigkeiten von 10-15 km/h als „Schrittgeschwindigkeit“ empfinden.

Auch soviel ist klar: Mit dem Fahrrad muss man bei einer Geschwindigkeit von 4-7 km/h eher balancieren als fahren und die meisten Tachos reagieren bei 4-7 km/h noch nicht einmal.

Und klar ist auch, dass der Flyer leider mit keinem Wort die „Schrittgeschwindigkeit“ definiert. Dabei soll er doch informieren und aufkl├Ąren: „Es darf max. mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden“, steht im Flyer. Allein – es fehlt die Definition von 4-7 km/h. Und was hei├čt „max.“? Geht es noch langsamer als 4 km/h? Dann kann man die Altstadt auch gleich f├╝r jeglichen Verkehr sperren.

Gleichberechtigung?

Praktischer w├Ąre ein Hinweis gewesen: „1. Gang ist die richtige Wahl, wenn der Motor jault, bist Du zu schnell.“

Und ├╝berhaupt: Jemand, der eine „Schrittgeschwindigkeit“ von ├╝ber 7 km/h als Fu├čg├Ąnger l├Ąuft (die gibt es), m├╝sste konsequenterweise auch verwarnt werden – denn alle Verkehrsteilnehmer, also Fu├čg├Ąnger, Radfahrer und Autofahrer sind „gleichberechtigt“.

Das hie├če auch: Rennen verboten. Am besten verteilt man die Flyer deswegen auch an Kinder. Absurd? Ganz bestimmt, trotzdem ist es wahr.

Ein Mittel, auf das jeder sofort reagiert – sind Kontrollen, die schmerzhaft an den Geldbeutel gehen. Wenn den Autofahrern klar ist, dass es teuer wird, der F├╝hrerschein in Gefahr ist, werden viele reagieren.

Noch besser w├Ąre eine pers├Ânliche Ansprache: Ein „Schrittgeschwindigkeitslotse“, der die Autofahrer anh├Ąlt, sie aufkl├Ąrt und informiert und f├╝r ein Miteinander wirbt. Das w├╝rde mehr Geld kosten – aber mit Sicherheit auch mehr bringen.

Bei der Rechnung Zeit gegen Geld gewinnt die Zeit.

Wenn man damit einen gewissen Teil der Autofahrer erreicht, hat man gewonnen: Denn wer Schritt f├Ąhrt, zwingt in den engen Gassen der Altstadt jeden hinter sich auch ins gleiche Tempo.

Falschparker, die nur wenig kontrolliert werden, parken weiter falsch – die Rechnung kennt jeder. Ein bis zwei Mal im Monat „erwischt“ werden? 10-30 Euro Strafe? Da wird Geld gegen „gesparte Zeit“ gerechnet – meist gewinnt die Zeit, denn die ist kostbar.

Auch hier w├Ąre eine radikale Kampagne angebracht: „Sie sind ein Falschparker und gef├Ąhrden Menschenleben, weil Sie eine Rettungsgasse versperren“, oder „Falsch geparkt, Zeit gespart, Strafzettel in Kauf genommen? Finden Sie, dass das die richtige Haltung ist?“, oder „Wieso denken Sie eigentlich, dass unsere Regeln f├╝r Sie nicht gelten? Seien Sie anst├Ąndig und parken Sie richtig.“

Das w├Ąren S├Ątze, die viele denken und die gesagt werden.

Die „asozialen Verkehrsteilnehmer“, die Raser, die Egoisten erreicht man damit nicht. Aber sicher viele, die sich ihrer Verst├Â├če bewusst sind, sich diese aber immer wieder „entschuldigen“.

Wenn die Entschuldigung fehlt und stattdessen Klarheit angemahnt wird, w├Ąre ein Mehr an Miteinander gewonnen.

Sonst kommt sicher die „unechte Einbahnstra├če“.

Die Streichliste: 745.000 Euro weniger im Haushalt

Guten Tag!

Ladenburg, 18. M├Ąrz 2010. Durch die Deckelung und K├╝rzung von Haushaltspositionen sind in der Gemeinderatssitzung nochmals gut 60.000 Euro aus dem Haushalt 2010 heraus gestrichen worden. Insgesamt sind rund 745.000 Euro gegen├╝ber der urspr├╝nglichen Planung nicht mehr im Haushalt enthalten. Das ladenburgblog gibt einen ├ťberblick ├╝ber die Zahlen.

In mehreren internen Verwaltungsrunden wurden bereits 430.000 Euro f├╝r den Haushalt 2010 gek├╝rzt. Weitere 226.000 Euro wurden im Rahmen zweier Verwaltungsausschusssitzungen aus dem Haushalt gestrichen.

Die Streichliste der Gemeinderatssitzung vom 17. M├Ąrz 2010 ergibt nochmals eine K├╝rzung um 60.850 Euro. In der Sitzung des Gemeinderats am 17.03.2010 wurden von der Verwaltung weitere Einsparungen im Bereich der EDV in H├Âhe von insgesamt 28.000 Euro dem Gemeinderat mitgeteilt. In der Summe sind das also fast 745.000 Euro, um die der Haushalt „erleichtert“ wurde.

Der Gemeinderat hat im Rahmen der Haushaltsberatung folgenden ├änderungsantr├Ągen mehrheitlich zugestimmt:

  • Biotop-Pflege 7.000,– -ÔÇÜ┬Č einsparen;
  • Ausgaben f├╝r das Lobdengau-Museum auf 136.000,– -ÔÇÜ┬Č reduzieren;
  • Aufwendungen f├╝r das Altstadtfest um weitere 2.000 -ÔÇÜ┬Č vermindern;
  • Zuschussbedarf Stadtbibliothek auf 200.000,– -ÔÇÜ┬Č reduzieren;
  • Aufwendungen f├╝r die Gr├╝npflege um weitere 30.000,– -ÔÇÜ┬Č k├╝rzen;
  • den Sammelnachweis Geb├Ąudeunterhaltung um insgesamt 15.000,– -ÔÇÜ┬Č reduzieren.

Die Einsparungen in H├Âhe von 15.000 Euro durch eine eineinhalbst├╝ndige sp├Ątere ├ľffnung des Freibads (k├╝nftig 10:00 Uhr) waren im Haushaltsentwurf schon eingerechnet.

Die Stadt wird in K├╝rze eine Krediterm├Ąchtigung von 2,3 Millionen Euro aus dem Jahr 2008 abrufen – dies muss vor der G├╝ltigkeit des aktuellen Haushalts passieren, weil der Posten sonst verfallen w├╝rde.

Hinzu kommt eine Krediterm├Ąchtigung aus dem Jahr 2009 mit 2,2 Millionen Euro. Insgesamt werden rund sechs Millionen Euro aus der R├╝cklage abgerufen, davon sind 4,65 Millionen ebenfalls Kredite.

Addiert ergibt das rund 8,9 Millionen Euro neue Schulden, die zusammen mit Altschulden in H├Âhe von 3,2 Millionen Euro eine m├Âgliche Schuldenlast von 12,1 Millionen Euro ergeben.

2008 konnte die Stadt eine Rekordeinnahme von 11,4 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer erzielen. F├╝r 2009 wurde mit 3,3 Millionen Euro kalkuliert – sechs Millionen waren es am Ende.

In der Finanzplanung waren f├╝r 2010 rund f├╝nf Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen urspr├╝nglich angesetzt. Im Haushalt sind f├╝r dieses Jahr aber nur noch zwei Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen eingerechnet – hier k├Ânnte noch eine „├ťberraschung“ kommen, voraussichtlich eine positive von zwei Millionen Euro. Sicher ist das aber erst, wenn das Geld angewiesen wird.

Gleichzeitig muss die Stadt eine Kreisumlage von 4,614 Millionen Euro zahlen sowie beim Finanzausgleich (FAG) 3,816 Millionen Euro, in Summe rund 8,4 Millionen Euro, die den Haushalt belasten.

Die Verschuldung pro Einwohner steigt von 275 Euro auf 1.100 Euro. Statistisch waren Kommunen vergleichbarer Gr├Â├če zum Stichtag 31. Dezember 2008 mit 833 Euro je Einwohner verschuldet.

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Stadt und BdS appellieren an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer

Christiane Ernst, Renate Henseler-Sohn, B├╝rgermeister Ziegler werden f├╝r "Schritt fahren" in der Altstadt. Bild: ladenburgblog

Guten Tag!

Ladenburg, 18. M├Ąrz 2010. Die Stadt Ladenburg startet zusammen mit dem Bund der Selbstst├Ąndigen eine kleine Informationskampagne zur „verkehrsberuhigten Innenstadt“. Flyer, gutes Zureden und Kontrollen sollens richten: das Verkehrsproblem.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler lud zusammen mit Christiane Ernst und Renate Henseler-Sohn, 1. und 2. Vorsitzende des BdS Ladenburg, am Dienstag, den 16. M├Ąrz 2010 zum Pressegespr├Ąch.

Die gemeinsame Aktion „Mit K├Âpfchen auf dem Kopfstein“ sieht die Verteilung eines kleinen Flyers vor, in dem die Verkehrsregeln kurz und knapp erl├Ąutert werden: „Es geht um ein vertr├Ągliches Miteinander. Die Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt“, sagte B├╝rgermeister Ziegler.

Renate Henseler-Sohn sagte: „Wir haben Regeln, es geht nur darum, dass diese beachtet werden. Daf├╝r wollen wir werben.“ Christiane Ernst sagte: „Unser Ziel ist es, dass die Verkehrsteilnehmer aufeinander R├╝cksicht nehmen, besser miteinander umgehen.“

Info-Flyer ruft zu mehr R├╝cksicht auf.

Die Flyer informieren ├╝ber die geltenden Regeln und zeigen eine ├ťbersicht der kostenlosen Parkpl├Ątze in und um die Altstadt.

Die Flyer werden k├╝nftig auch vom Vollzugsdienst zusammen mit Kn├Âllchen unter die Scheibenwischer von falsch geparkten Fahrzeugen gesteckt. Bald soll es eine „Handy-basierte“ Direkt├╝bertragung der erfassten Falschparker geben, was die b├╝rokratische Abwicklung enorm erleichtern soll.

Infos zu Parkpl├Ątzen in der Altstadt.

Zus├Ątzlich wird eine zweite mobile Geschwindigkeitsanzeige angeschafft, die gefahrene Geschwindigkeiten auch erfassen kann. Diese Daten sollen ausgewertet werden, um einen entsprechenden Handlungsbedarf zu begr├╝nden.

Zudem habe die Polizei zus├Ątzliche Radarkontrollen versprochen: In der Altstadt darf nur „Schrittgeschwindigkeit“ gefahren werden, also 4-7 Kilometer pro Stunde.

Ein Jahr lang will die Stadt zusammen mit dem BdS f├╝r eine „Besserung“ der Verkehrsverh├Ąltnisse werben.

Eine Parkraumbewirtschaftung, also Parkgeb├╝hren, sind seitens der Stadt noch nicht geplant.

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Rekordschulden: 12.100.000 Euro

Guten Tag!

Ladenburg, 18. M├Ąrz 2010. Der Gemeinderat der Stadt Ladenburg hat am 17. M├Ąrz 2010 ├╝ber einen Rekordschuldenstand von 12,1 Millionen Euro Schulden beraten. Der Stadt brechen Steuereinnahmen von rund zehn Millionen Euro weg – angesichts der desolaten Lage debattierte der Gemeinderat anhand des Entwurfs zur Haushaltsatzung nur in einer Richtung: K├╝rzen, deckeln, streichen.

Von Hardy Prothmann

Die Haushaltsberatung vom 17. M├Ąrz 2010 markiert ein historisches Datum. W├Ąhrend der Schuldenstand der Stadt Ladenburg 2009 „nur“ 3,2 Millionen Euro betrug, explodieren die Schulden im Jahr 2010 auf 12,1 Millionen Euro.

In harten Zeiten ist es wichtig, den Durchblick zu behalten. Der Blick auf die Finanzen zeigt m├Âgliche Schulden in H├Âhe von 12,1 Millionen Euro. Bild: ladenburgblog

Der Grund: Es fehlen gegen├╝ber 2008 Steuereinnahmen von rund zehn Millionen Euro. ├ťber neun Millionen Euro bei der Gewerbesteuer und gut eine Million bei der Schl├╝sselzuweisung aus der Einkommensteuer.

Die Verwaltung hat nach nach Vorberatungen der Schulkommission, der Kindergartenkommission und des Verwaltungsausschusses umfangreiche K├╝rzungen in den Haushaltsentwurf eingearbeitet – die gingen vielen Stadtr├Ąten aller Fraktionen aber nicht weit genug.

Die Wortbeitr├Ąge kannten nur eine Richtung: K├╝rzen, deckeln, streichen.

Die Kernbotschaft, die in diesem Streichkonzert vielleicht ├╝berh├Ârt wurde, war: „Wir werden keine Ma├čnahmen finden, um neun Millionen Euro einzusparen“, sagte B├╝rgermeister Rainer Ziegler.

Der B├╝rgermeister ermahnte den Gemeinderat „gut zu ├╝berlegen“: „Jeder Einschnitt in Kernbereiche kann bedeuten, das, was nicht mehr existiert, in naher Zukunft nicht mehr aufgebaut werden kann.“ Weiter sagte Ziegler: „Ich will hier nichts verniedlichen. Wir m├╝ssen sparen, wir m├╝ssen Synergien finden und wo es sein muss, m├╝ssen wir in die Kernbereiche reingehen.“

Es habe mehrere interne „Rotstiftrunden“ gegeben. Die genehmigte Anschaffung eines Fahrzeugs f├╝r die Feuerwehr? Kostenpunkt: 110.000 Euro. Nach R├╝cksprache mit dem Kommandanten – gestrichen. Rund 150.000 Euro, die f├╝r den Verwaltungshaushalt vorgesehen waren – gestrichen. 45.000 Euro f├╝r die Beregnung der Festwiese? Gestrichen. Insgesamt seien so gut 430.000 Euro „gestrichen“ worden.

So ging es weiter im Rat mit wechselnden Mehrheiten, vielen Nachfragen zu Antr├Ągen, wie die „jetzt genau formuliert sein sollen“. Und vielen „Nachz├Ąhlungen“, weil die Handzeichen mancher Stadtr├Ąte bei Abstimmungen nicht klar waren und erneut eingefordert werden mussten.

Schulen, Kinderg├Ąrten, Personal, Gr├╝nanlagen, Freibad – nichts war heilig, alles stand zur Debatte.

Irgendwann sagte B├╝rgmeister Ziegler: „Ich komme zu dem Schluss, dass ich eine permanente B├╝rgersprechstunde einrichten werde.“ Und ironisch: „Darauf freue ich mich.“

Die Beratung des Ladenburger Haushalts war am gestrigen Abend ein Schauspiel ohne H├Âhepunkte – die Dramatik war das verbindende Element. Jede Streichung f├╝r sich ist ein Drama, die aber jedes f├╝r sich im Rauschen der multiplen Dramen unterging.

Wenn Ladenburg alle Kredite in H├Âhe von 12,1 Millionen Euro aufnehmen muss, wird es Schulden in absoluter Rekordh├Âhe geben. „Wenn“.

Was aber feststeht ist: Die Einschnitte werden deutlich ausfallen.

Waldpark wird zum „Reinhold-Schulz-Waldpark“

Guten Tag!

Ladenburg, 11. M├Ąrz 2010. Am 20. M├Ąrz 2010 wird der Waldpark in den „Reinhold-Schulz-Waldpark“ umbenannt.

Information der Stadt Ladenburg:

„Der Gemeinderat der Stadt Ladenburg hat am 16.12. 2009 bekanntlich beschlossen, den Waldpark nach dem am 09.08.2008 verstorbenen B├╝rgermeister und Ehrenb├╝rger Reinhold Schulz zu benennen als bleibende Erinnerung an sein Engagement f├╝r den Waldpark und seine gesamten Verdienste f├╝r die Stadt Ladenburg.

Diese Benennung soll am Samstag, den 20.03.2010 um 15.00 Uhr im Waldpark, Treffpunkt am gro├čen Teich, mit Pflanzung eines Baumes und Aufstellung eines Schildes feierlich vollzogen werden. Hierzu ist die Bev├Âlkerung sehr herzlich eingeladen.“

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Seid stolz auf die Arbeitskreise in Ladenburg!

Guten Tag!

Ladenburg, 10. M├Ąrz 2010. In seinem Gastbeitrag mahnt Dr. Herbert Luft eine h├Âhere Aufmerksamkeit f├╝r die Leistungen der Arbeitskreise der Zukunftswerkstatt an. Die Arbeitskreise erg├Ąnzen die Kommunalpolitik und helfen, die Lebensqualit├Ąt in Ladenburg zu verbessern.

Gastbeitrag: Dr. Herbert Luft

Vor einiger Zeit stellten die ehrenamtlichen Quartierbeauftragten in Mannheim wegen Erfolglosigkeit ihre Arbeit ein. Damals lamentierte der ÔÇ×Mannheimer MorgenÔÇť, dass es kein ehrenamtliches Engagament zum Wohle der Stadt mehr g├Ąbe. Der Oberb├╝rgermeister Dr. Peter Kurz w├Ąre froh, er h├Ątte eine so lebendige Ehrenamtsszene, wie sie die Arbeitskreise (AK) in Ladenburg darstellen.

Die Arbeitskreise sind zu wenig bekannt.

Statt die AKs in Ladenburg zu ignorieren oder zu bel├Ącheln, sollte man sich darin ├╝ben, sie zu loben und zu ehren. Leider weiss man zuwenig von ihrer Arbeit, denn es dringen nur sporadisch irgenwelche Meldungen ├╝ber gelungene Aktionen ├╝ber die Medien an die Bev├Âlkerung.

Anl├Ąsslich der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses hat der B├╝rgermeister den Arbeitskreisen eine Fl├Ąche mit kleinen St├Ąnden einger├Ąumt, an denen sie sich und ihre Arbeit darstellen k├Ânnen. Vorab hier nun eine Vorstellung dieser Kreise und ihrer AKtionen.

Der Arbeitskreis Senioren bietet im Glashaus f├╝r die Senioren regelm├Ą├čige Veranstaltungen vom ÔÇ×SeniorentheaterÔÇť ├╝ber ÔÇ×generations├╝bergreifende SpieleÔÇť bis zu ÔÇ×Informationen rund ums AlterÔÇť an. Au├čerdem hat der Seniorenarbeitskreis eine Senioren-Info Brosch├╝re erarbeitet und ver├Âffentlicht, die viele n├╝tzliche Hinweise f├╝r Freizeit, Gesundheit, Bildung und Beratung enth├Ąlt. Regina Dietrich zeichnet f├╝r diesen AK verantwortlich.

Der Arbeitskreis Stadtmarketing ist wohl der gr├Â├čte und Aktivste der AKs. So wurden-┬ágr├Â├čere Aktionen wie das Maibaumfest, das kostenfreie Sommernachtskonzert auf der Neckarwiese (Neuauflage 26. Juni 2010) und die Schm├╝ckung der Osterbrunnen hier organisiert.
Ein Ladenburger Kochbuch wurde aufgelegt und war schnell vergriffen. In Vorbereitung ist ein Geschenkpapier mit Ladenburger Motiven. An vielen Verbesserung wie das Entfernen von Grafitti an der Neckarbr├╝cke, die Verbesserung der wilden M├╝llsituation bei den Lkw-Anfahrpl├Ątzen in der Weststadt, der Aktion ÔÇ×Nette ToiletteÔÇť oder der besseren Kennzeichnung von Behindertenparkpl├Ątzen hat dieser Arbeitskreis mitgewirkt.
An der Homepage der Stadt hat er sich allerdings die Z├Ąhne ausgebissen und enerviert die Fl├╝gel gestreckt.

Das Netzwerk Berufsfindung hilft Jugendlichen den Weg zu einem Ausbildungsplatz zu ebnen. Zu diesem Zweck werden Berufseignungstest und Bewerbungsplanspiele mit Schulabg├Ąngern durchgef├╝hrt. Auch bei der Suche nach Praktikapl├Ątzen in Ladenburger Betrieben ist der Arbeitskreis behilflich. Der AK Berufsfindung, wie auch der AK Stadtmarketing werden von Dr. Ulrike Karg geleitet.
Die Leiter nenen sich bescheiden ÔÇ×SprecherÔÇť.

Der Arbeitskreis Touristik hat Prospekte und Informationsmaterial zum Thema Ladenburg in den Restaurants und Caf├â┬ęs der Stadt verteilt. Die Mitglieder ├╝bernehmen eherenamtliche Wochenenddienste in der Stadtinformation und im Lobdengau Museum. Sie f├╝hren kostenlos zwei Stadtf├╝hrungen pro Jahr f├╝r Neub├╝rger mit anschlie├čendem Empfang beim B├╝rgermeister durch. Ingrid Wagner leitet diesen AK mit lediglich sechs Aktiven Mitgliedern.

Der Arbeitskreis Umwelt bem├╝ht sich um die Schmuckbepflanzung der Blumenk├╝bel in der Stadt und pflegt diese, um das Stadtbild zu versch├Ânern. Die Mitglieder dieses AK pflegen und schneiden Pflanzen und k├╝mmern sich nach Diebst├Ąhlen und Vandalismus um Nachpflanzungen. Bei der laufenden Pflege der ├╝ber 100 Pflanzk├╝bel fehlen dem AK jedoch ehrenamtliche Mitarbeiter. Wer von den B├╝rgern eine Patenschaft f├╝r einen K├╝bel ├╝bernehmen m├Âchte, kann sich mit Fritz L├╝ns (Telefon: 1 46 42) kurzschliessen, der auch Leiter dieses AKs ist.

Der Arbeitskreis Kinder hat die Brosch├╝re ÔÇ×Was gibt-┬┤s f├╝r KidsÔÇť mit Angeboten von diversen Institutionen f├╝r Kleine und ihre Eltern (2004/2005, Neuauflage 2009) erarbeitet. Und sich f├╝r mehr-┬áWickeltische in ├Âffentlichen Geb├Ąuden und Gastst├Ątten (2005) eingesetzt oder-┬ábei der Auswahl von Spielger├Ąten f├╝r Spielpl├Ątze (seit 2005) mitgewirkt. Der Arbeitskreis wird von Britta Kautz geleitet.

Engagement ist keine Kritik, sondern Unterst├╝tzung

Bei den Arbeitskreislern ist man nicht nur ├╝ber mangelnde Aufmerksamkeit der B├╝rger, sondern auch ├╝ber die der Stadtr├Ąte besorgt. Gerade bei den Stadtparlamentariern haben die AKler das Gef├╝hl, dass ihre Arbeit mit Eifersucht beobachten wird und ihr Einsatz f├╝r eine lebenswerte Stadt als eine Kritik an der mangelnden F├╝rsorge der gew├Ąhlten Stadtoberen empfunden wird.

Nichts k├Ânnte den AKs ferner sein. Stadtr├Ątinnen – und r├Ąte verbringen viele Stunden mit gravierenden Problemen der Stadt, wie beispielsweise die Finanzen und sie k├Ânnen sich nicht um alles k├╝mmern.

Die AKler wollen wie die Stadtv├Ąter ein lebenswertes Ladenburg. Sie arbeiten nur am anderen Ende daran. Keiner kann und will dem anderen etwas nehmen, sondern man sollte die Synergie-Effekte dieses ehrenamtlichen b├╝rgerlichen Engagement sch├Ątzen und w├╝rdigen. Zumal dieser freiwillige Einsatz mit Liebe und Leidenschaft f├╝r unser Gemeinwesen erfolgt. In anderen St├Ądten, wie z.B. Mannheim w├╝rde man sich alle zehn Finger danach lecken.

Sie haben Termine? Wir auch – im Terminkalender!

Guten Tag!

Ladenburg, 09. M├Ąrz 2010. Was, wann, wo? Unser Terminkalender hilft Ihnen bei der Planung. Und er hilft Ihnen, Ihre Termine bekannt zu machen.

Von Hardy Prothmann

Wo war nochmal die Terminseite im Wochenblatt oder MM? Schon in der gr├╝nen Tonne oder irgendwie verlegt? Wann war nochmal…?

Das kann Ihnen bei uns nicht passieren. Unser Terminkalender ist 24 Stunden am Tag im Internet erreichbar – zum Nachschlagen oder um neue Termine einzutragen oder noch schnell eine ├änderung oder Erg├Ąnzung vorzunehmen.

Termine ohne Redaktionsschluss.

Ohne Redaktionsschluss. Sie m├╝ssen niemanden anrufen, anmailen oder sonstwas. Sie verwalten Ihre Termine selbst.

Termine im ├ťberblick!

Unsere LeserInnen nutzen unseren Terminkalender schon pr├Ąchtig. Jeden Tag haben wir einige hunderte Zugriffe. Der Grund ist einfach: Man klickt auf Termine und hat einen wunderbaren ├ťberblick: Als Monats- oder Wochendarstellung oder in der Termin├╝bersicht f├╝r das gesamte Jahr.

Veranstaltungen, Feste, Informationstermine, Vereinstermine, Kultur, Sport, Politik – unser Terminkalender vereint diese Termine in einer aktuellen und ├╝bersichtlichen Darstellung.

Die LeserInnen planen danach ihren privaten Terminkalender – als Veranstalter sehen Sie, mit wem Sie in Terminkonkurrenz stehen oder wo noch ein Termin frei ist.

Abonnieren Sie kostenlos die Termine per email.

Man muss kein Mitteilungsblatt suchen, keinen MM archivieren – man geht einfach online, klickt und hat den ├ťberblick. Noch einfacher geht es mit dem Termin-Abo: Kostenlos werden Sie per email ├╝ber die kommenden Termine informiert.

Als Verein oder privater Veranstalter haben Sie M├Âglichkeit, Ihre Termine kostenlos bei uns anzeigen zu lassen. Wenn Sie nur wenige Termine im Jahr anbieten wollen, schreiben Sie uns eine email mit den notwendigen Informationen: Name der Veranstaltung, Datum und Zeit, Stra├če und Ort und eine inhaltliche Beschreibung. Wir tragen diese Termine dann f├╝r Sie ein: termine(at)ladenburgblog.de

Viele Vorteile.

Wenn Sie viele und/oder regelm├Ą├čige Termine anbieten, macht es Sinn, dass Sie diese selbst einpflegen und verwalten. Daf├╝r ben├Âtigen Sie ein kostenloses Google-Kalender-Konto. Die Einrichtung ist nicht schwer, die Verwaltung auch nicht. Ihr Terminkalender ist schnell eingerichtet.

Ihr Vorteil: Sie sind „Herr“ ├╝ber die Termine. Sie k├Ânnen Korrekturen, ├änderungen und Erg├Ąnzungen unabh├Ąngig von Gesch├Ąftszeiten eintragen. Jede Ver├Ąnderung wird sofort angezeigt.

Ein weiterer Vorteil: Sie k├Ânnen Ihren „offiziellen“ Terminkalender auch mit anderen teilen und so im Netzwerk Termine abstimmen, ├╝ber Termine informieren und diesen mit ihren eigenen Terminen kombinieren – Sie sparen Zeit und Organisationsaufwand.

Schnelle Einrichtung.

Wie Sie einen Google-Kalender einrichten, haben wir Ihnen in einer Anleitung aufgeschrieben. Sie brauchen daf├╝r h├Âchstens eine halbe Stunde – die Ihnen viele, viele k├╝nftige Stunden Terminarbeit abnimmt.

Wenn Sie Fragen haben sollten oder Verbesserungsvorschl├Ąge haben, schreiben Sie uns: termine(at)ladenburgblog.de

F├╝r Vereine ist der Terminkalender kostenlos. Kommerzielle Veranstalter k├Ânnen ihre Termine aber auch gegen eine geringe Geb├╝hr einstellen. Die Konditionen k├Ânnen Sie gerne erfragen: anzeigen@ladenburgblog.de

Als Verein, Initiative, Interessengruppe, Arbeitsgruppe… empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose Dienstleistung.

Selbstverst├Ąndlich haben wir auch einen Vorteil davon: Umso mehr Teilnehmer ihre Termine bei uns einstellen, umso interessanter wird der Terminkalender. Das ist er schon heute: Nutzen Sie das Interesse!

Ihr Vorteil: Sie profitieren von diesem Interesse – ebenso wie wir.

Wir garantieren durch ein redaktionell-gepflegtes Umfeld eine hohe Seriosit├Ąt.

Sie haben Termine? Teilen Sie diese den Menschen mit. Laden Sie diese ein, Ihre Veranstaltung zu besuchen.

Link: So richten Sie schnell und problemlos einen kostenlosen Kalender ein.

Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns:
Telefon 06203/ 49 23 16
email: termine(at)ladenburgblog.de

Fundstelle

Guten Tag!

Ladenburg, 08. M├Ąrz 2010. Dieser Artikel archiviert unsere „Fundstellen“. Die Rubrik „Fundstelle“ bietet weiterf├╝hrende Links zu Themen aus oder ├╝ber das hirschberblog, zum Zeitgeschehen und Lesetipps der Redaktion.

Fundstellen: Interessante links f├╝r unser Leserinnen. Immer links in der Seitenleiste.

Zuerst ver├Âffentlichen wir eine „Fundstelle“ in der Seitenleiste. Nach und nach werden alte Fundstellen durch neue ersetzt. Damit die Fundstellen erhalten bleiben, l├Âschen wir sie nicht einfach wie bisher, sondern entfernen Sie aus der Seitenleiste und f├╝gen Sie in diesen Artikel ein. Ab sofort gibt es also hier die Antwort auf die Frage: „Moment, da war doch mal was in der Fundstelle?“.

Die Liste wird wachsen. Um sie einfacher durchsuchen zu k├Ânnen, dr├╝cken Sie STRG+F, wenn Sie einen PC verwenden, Wahltaste+F, wenn Sie einen Mac verwenden. Dann den Suchbegriff eingeben und Enter dr├╝cken.

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Das ladenburgblog

Unser Fundstellenarchiv:

*Soziale Spaltung im Netz
*Lesenswert in Die Welt: Merkels schamloser Zynismus in der Atompolitik
*Lesenswert: FAZ-Herausgeber Schirrmacher ├╝ber die 9 Gemeinpl├Ątze des Atom-Freunds
*Wahlf├Ąlschung in Bruchsal – CDU-Stadtrat zu 63.000 Euro Geldstrafe verurteilt
*├ťber 2.000 Atom-Gegner demonstrieren in Biblis, Bericht, Fotostrecke, Dokumentation
*Spiegel TV: SPD-Atomlobby – Sozialdemokraten in der Atomschmelze (2008)
*Greenpeace – atomarer Notstand in Japan
*Report Mainz – wie gef├Ąhrlich deutsche Atommeiler wirklich sind
*stern.de ├╝ber das Internet als f├╝nfte Gewalt
*Die taz ├╝ber Lokalblogs und Hardy Prothmann als „Hansdampf“

*Hardy Prothmann bei einer Veranstaltung der Piraten ├╝ber wikileaks
*Report Mainz: Wie die Politik Einfluss auf die Medien nimmt
*Schifferfamilie Mnich: 9 Kinder und ein Schiff
*Im W├╝rgegriff der Exklusivit├Ąt
*Lese-Tipp: Netzwerk Recherche – Online-Journalismus mit einem Beitrag von Hardy Prothmann
*Lese-Tipp: Medienberater Marian Semm ├╝ber Lokaljournalismus im Netz und auf Papier
*DRadio-Audio ├╝ber hyperlokalen Journalismus und Bratw├╝rste
*DRadio-Text ├╝ber hyperlokalen Journalismus und Bratw├╝rste

*evangelisch.de ├╝ber bedrohte Pressefreiheit in Deutschland
SZ zu Wikileaks: Geballte Wut im Netz.
drehschreibe.org ├╝ber Prenzlauer Berg Nachrichten und die Orientierung am heddsheimblog: Lokal ist spannend.
Spiegel Online schreibt ├╝ber unsere Blogs: Meine Stra├če, mein Zuhause, mein Blog
*Spiegel online ├╝ber Stefan Mappus: Ein Deal, zwei Freunde, viele Fragen
*Prothmann: Die Moral, die Apostel und die Wirklichkeit
*SZ: Je reicher – desto rabiater
*Gr├╝ne kriegen „Shitstorm“ ab
*Freitag: Politik, B├╝rger und Internet
*Untersuchungsausschuss zu S21 beginnt
*Zeit: Gutachter bezweifeln S21
*Facebook: Das Aufmerksamkeitsimperium
*Zeit: Der seltsame Sinneswandel des Peter Schaar
*Medienkritik bei Freitag
*Volkstrauertag: Zoff in Heidelberg?
*Video: Ein Leben mit Facebook
*Spiegel Online: RTL-2-Show „Tatort Internet“: Irref├╝hrung als Programm
*CARTA: Halt die Fresse Freifrau
*Lawblog: Volksverhetzung wird alltagstaublich
*Qualit├Ątsdebatte und Polemik: Die Wette gilt, Herr Sahlender!
*Extra 3: Goldener Polizeikn├╝ppel f├╝r MP Mappus
*In eigener Sache: Bericht ├╝ber DJV-Tagung „Besser online“
*S21: stern ├╝ber den Filz zwischen Politik, Geld und Medien
*Stuttgart 21 – Der Mann mit den blutigen Augen
*Stuttgart 21 – Twitter-Meldungen
*Stuttgart 21 eskaliert – Video-Cam-Bilder
*Der Supi-Staatssekret├Ąr und das Elend im Journalismus
*Sie wollen Journalist werden? Herzlichen Gl├╝ckwunsch.
*SZ-Kommentar zu „Speer“ – Im Club der Dr├╝ckeberger
*FAZ ├╝ber Twitter-Nutzung
*Das Drama der journalistischen Profession
*Ladenburger Feuerwehr hilft in Heddesheim aus
*PR-Doktor interviewt Prothmann zu Pressemitteilungen
*zeit.de interaktiv: Todesopfer rechter Gewalt
*CARTA – Gibt die SPD ihren Geist auf?
*DJV ├╝ber das heddesheimblog
*Allah gut – Integrationserfahrungen eines Deutschen als Fremder im Aus- und Inland
*Hans Leyendecker (S├╝ddeutsche Zeitung) lobt das heddesheimblog: Aufruhr im Netz
*Die Seuche Internet
*Stuttgarter B├╝rgermeister F├Âll (CDU) gibt Nebenjob auf
*Keine Regierung der Welt kann das stoppen
*Duisburg macht dicht
*Prinzip Abschreckung
*Todesfalle Loveparade
*B├Âses Blut und schlechter Stil
*Gemischte Gef├╝hle: Scham
*Goethe-Institut ├╝ber unsere blogs
*Superstar-Video ├╝ber 1.000 Mal gesehen ­čÖé
*Achtung: Neue MM-Bratwurst
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Luisenpark pr├╝ft Ballonfestival-Konzept

Guten Tag!

Ladenburg, 05. M├Ąrz 2010. Nach Informationen des ladenburgblogs gab es gestern zwischen dem Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering und der Leitung des Mannheimer Luisenparks ein Gespr├Ąch ├╝ber eine m├Âgliche Kooperation.

Der Gesch├Ąftsf├╝hrer der Stadtpark Mannheim GmbH, Joachim K├Âltzsch, sagte auf Anfrage: „Herr Bering hat uns gestern sein Konzept vorgestellt. Das werden wir nun pr├╝fen.“ Mit einer Entscheidung rechnet K├Âltzsch bis Ende kommender Woche.

Auf Nachfrage wollte Michael Bering keine Auskunft zum Stand der Verhandlungen geben: „Wir werden Sie per Pressemitteilung zu gegebener Zeit informieren.“

Lesen Sie auch:
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Hintergrund: Das Ballonfestival, die Protagonisten und ihr Streit

Die Artikel wurde ├╝berarbeitet: Siehe Bild und Ende des Textes.

Ladenburg, 03. M├Ąrz 2010. Der Streit um das Ballonfestival in Ladenburg hat vielf├Ąltige Hintergr├╝nde. Wir dokumentieren die Aussagen der Verantwortlichen.

Von Hardy Prothmann

Der Streit um das Ballonfestival hat drei Seiten, die unterschiedlicher nicht sein k├Ânnten.

Dokumentation: Zuerst hatten wir ein Ballonbild aus dem Pressebereich von heidelberg-ballon verwendet - angeblich h├Ątten wir das nicht gedurft... Quelle: heidelberg-ballon

Michael Bering ist Ballonfahrten-Unternehmer und sozusagen der Initiator des Ballonfestivals im Jahr 2005 zum damaligen Gr├╝nprojekt. Seither hat sich das Ballonfestival pr├Ąchtig entwickelt und gilt nach f├╝nf Jahren im Veranstaltungskalender der Region als „feste Gr├Â├če“.

Im Gespr├Ąch erkl├Ąrt Bering, dass er als Unternehmer bislang das Festival als Marketing-Instrument gesehen hat, aber durch die zunehmende Gr├Â├če mittlerweile auch seine erheblichen Investitionen zur├╝ckflie├čen m├╝ssten. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Unternehmers nachvollziehen kann.

Image, Unternehmertum, Vereinsf├Ârderung

Die Stadt Ladenburg, vertreten durch ihren B├╝rgermeister Rainer Ziegler, hat die Infrastruktur bereitgestellt: Strom, Wasser, Abfallentsorgung beispielsweise. Sie profitiert einerseits von der hohen Aufmerksamkeit, die ein gutes Image f├Ârdert.

Auf der anderen Seite bleiben ihr ├╝berwiegend Kosten f├╝r die Dienstleistungen. In Zeiten knapper Kassen gibt es nicht unbedingt ein besonderes Interesse, f├╝r Kosten zu k├Ąmpfen, weswegen Herr Ziegler die Absage Berings bedauert, aber auch nicht mehr. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Verwaltungsbeamten nachvollziehen kann.

Herbert Rittlinger ist langj├Ąhriger Abteilungsleiter Fu├čball beim LSV Ladenburg. Eine „Vereinsf├Ârderung“ durch die Stadt gibt es nicht wirklich. Tats├Ąchlich aber schon. Die Vereine erhalten exklusive Catering-Rechte, d├╝rfen also G├Ąste „bewirten“.

Monopol als Mittel der Vereinsf├Ârderung.

So die Fu├čballer des LSV beim Ballonfestival. Bei rund 20.000 Besuchern, die essen und trinken wollen, kommt da schon einiges an Geld zusammen. Rittlinger und der F├Ârderverein f├╝hlen sich von Bering unter Druck gesetzt, weil der gerne einen professionellen Caterer besch├Ąftigen w├╝rde. Damit w├Ąre das Monopol des LSV dahin, was der Verein nicht will. Ein Standpunkt, den man aus Sicht eines Vereins nachvollziehen kann.

Michael Bering stellte dieses Monopol in Frage, was sich Herbert Rittlinger nicht gefallen lassen will. B├╝rgermeister Ziegler sitzt „zwischen den St├╝hlen“, wird sich aber im Zweifel – wie geschehen – f├╝r die LSV entscheiden.

Gro├čes Einzugsgebiet: Bering muss nicht in Ladenburg starten. Bild: heidelberg-ballon.de

Die hat gut 2.000 Mitglieder und ist das ganze Jahr vor Ort und Teil der Stadt – Bering macht nur einmal im Jahr ein Festival an drei Tagen, das zwar gut f├╝rs Image ist, aber die Kasse der Stadt belastet.

Rainer Ziegler betont denn auch im Gespr├Ąch, dass er beide Seiten versteht: „Ich habe von der Absage aus der Zeitung (MM) erfahren“, sagt Ziegler auf Anfrage. Der B├╝rgermeister betont die „erheblichen Leistungen“ der Stadt, findet das Festival aber toll, hat die „Rollenverteilung“ initiiert. Und sagt: „Es gab auch kritische Stimmen, aber die LSV hat jedes Jahr dazu gelernt.“

Verein vs. Unternehmer

Er sei aber auch nicht der Anwalt der LSV: „Wenn viele Menschen gleichzeitig versorgt werden wollen, dann muss man das leisten.“ F├╝r den „technischen Dienstleister“ Michael Bering hat er Verst├Ąndnis: „Es ist nicht mehr so einfach, Gelder ├╝ber Sponsoring zu bekommen, da muss man sich was einfallen lassen. Dass andere Wege der Finanzierung gesucht werden, verstehe ich.“ Andererseits: „Wir wollen die LSV halten.“

Und: „Irgendwann sind auch die Kapazit├Ąten ersch├Âpft. Man darf das nicht ├╝berfrachten. Es geht hier auch um Stil und Qualit├Ąt. Unsere Infrastruktur hat Grenzen.“ Und: „Die Rollenverteilung ist klar.“

Der B├╝rgermeister sagt: „Wir wollen dieses attraktive Ballonfestival, aber wir wollen die LSV nicht schw├Ąchen. Bis auf wenige Ausnahmen darf kein anderer Caterer rein. Ich habe die Entscheidung von Herrn Bering zu akzeptieren – er stellt Forderungen, weil er das Geld braucht, aber ich muss darauf achten, was f├╝r die Neckarwiese vertr├Ąglich ist. Leider hat Herr Bering das Gespr├Ąch abgebrochen.“

Was genau die Kosten sind, ist von Seiten der Stadt Ladenburg nicht ausgerechnet worden.

Michael Bering sieht das anders: „Die Unterst├╝tzung der Stadt Ladenburg f├╝r den LSV halte ich f├╝r eine gute Sache. Tats├Ąchlich habe ich Angebote ├╝ber mehr als das Doppelte, was mir der LSV bezahlt.“

4.000 vs. 10.000 Euro

Konkret bezahlt die LSV 4.000 Euro an den Ballon-Unternehmer Bering. Professionelle Catering-Firmen h├Ątten um die 10.000 Euro geboten, sagt Bering.

„Bislang habe ich nur draufgelegt“, sagt Bering. Und: „Mittlerweile hat das Festival eine Dimension erreicht, wo man das nur noch professionell betreiben kann oder lassen muss.“ Die Kritik zielt auf den LSV: „Wenn viele tausend Menschen etwas zu essen und zu trinken wollen, kann es nicht sein, dass man erst einen Bon f├╝r Pommes kaufen muss und dann genau Pommes kriegt, die erst in die Fritteuse geworfen werden, wenn jemand Pommes bestellt hat.“

Michael Bering wollte eine einfache L├Âsung: „Bons zu 50 Cent oder einem Euro, am Stand wird dann bestellt und abgerechnet. Ich will… und kriege das dann auch.“ Die Antwort: „Das geht so nicht, dann muss zu viel gerechnet werden…“, bringt Bering zur Wei├čglut: „Wenn Sie den Andrang umrechnen, muss innerhalb von ein paar Sekunden jemand bedient werden. Wenn es hei├čt, ein Bier, und jemand f├Ąngt dann an zu zapfen, funktioniert nichts mehr.“

Streit um „professionelle Dienstleistung“.

Bering kritisiert auch die Behandlung der Ballon-Teams: „Die Teams m├╝ssen innerhalb k├╝rzester Zeit richtig viel Arbeit leisten. Und auch die haben Hunger und Durst und ohne die l├Ąuft nichts. Wenn die sich dann aber ebenso in die Schlangen einreihen m├╝ssen, wird es „komisch“. Noch „komischer“ wird es aus seiner Sicht, wenn der Ton „komisch“ wird, „weil man das kritisiert.“

Unternehmer Bering plant "die Wiese". LSV f├╝hlt sich "scheibchenweise" ├╝bernommen. Bild: heidelberg-ballon.de

Bering kritisiert weiter, dass das Angebot des LSV zu beschr├Ąnkt sei: „Bratwurst und Steacks sind ok. Der LSV soll auch sein Gesch├Ąft machen. Aber ein attraktives Festival bietet mehr als das. Wenn man sich beim Angebot beschr├Ąnkt, ist das nicht professionell.“

Weiter sagt er, dass zu viele an ihm „gezerrt haben“ und dass er „viele unangenehme Erlebnisse“ gehabt habe: „Ich mache mich doch nicht zum Deppen.“

Scharfer Ton: „Ich mach mich doch nicht zum Deppen.“

Den „unangenehmen Ton“ k├Ânne er mit Unterlagen belegen. Auch die email-Kommunikation mit der Stadt und dem Verein. Auf Anfrage ist Herr Bering aber nicht bereit, diese Unterlagen zur Verf├╝gung zu stellen: „Ich will da nicht noch mehr ├ärger machen, als es schon gibt“, sagt er zur Begr├╝ndung. Einen Beleg bleibt er schuldig.

Herbert Rittlinger gibt sich von der Entwicklung ├╝berrascht: „Wir hatten nur ein Gespr├Ąch. Alles lief nach Plan, eigentlich waren wir uns einig, wer f├╝r was zust├Ąndig ist.“

Also die LSV f├╝r das Catering, Bering f├╝r das „Sportliche“, die Stadt f├╝r die Infrastruktur des Festivals.

„Herr Bering hat dann die Zust├Ąndigkeiten ignoriert“, sagt Rittlinger. „St├Ąndig wollte er was Neues. Wir haben auch einen Cr├â┬¬pe-Stand akzeptiert und einen Eis-Stand. Aber dann war da mit einem Mal der „Langosch“-Anbieter und Herr Bering wollte immer mehr“, sagt Rittlinger: „Wir sollten scheibchenweise ausgebootet werden.“

„Dabei sind wir diejenigen, die f├╝rs Catering zust├Ąndig sind“, sagt Herr Rittlinger. Das sagt er oft und: „Dar├╝ber haben wir Herrn Bering per email in Kenntnis gesetzt.“

Wer hat recht? Monopol vs. Unternehmerwillen.

Und: „Wenn viele Menschen gleichzeitig etwas wollen, dann entstehen Schlangen, das haben wir schon oft erlebt.“ Man m├╝sse das auch anders sehen: „Wir haben hier 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Hier geht es auch ums Soziale. Um die Jugendarbeit, das will Herr Bering nicht verstehen“, sagt Herr Rittlinger.

Und: „Herr Bering will dieses Engagement madig machen. Es kam der Punkt, an dem ich sagte, bis hierhin und nicht weiter. Es kann nicht so laufen, dass Herr Bering immer mehr fordert und St├Ąnde einteilt. Wir haben das Monopol f├╝r das Catering.“

„Wir haben akzeptiert, dass Herr Bering mehr machen wollte, aber irgendwann ist Schluss. Herr Bering will den Verein rausdr├Ąngen, wenn er behauptet, dass andere 10.000 Euro bezahlen. Das akzeptieren wir nicht.“

Herr Rittlinger ist bereit, die Konsequenzen zu tragen. Auf die Frage, ob der Einnahme-Verlust nicht sch├Ądlich f├╝r den Verein sei, sagt er: „Das k├Ânnen wir vertragen. Wir bem├╝hen uns um einen anderen Veranstalter.“

Verhandlungen.

Gibt es konkrete Gespr├Ąche? „Wir sind im Gespr├Ąch“, sagt Herr Rittlinger. Details mag er nicht nennen.

Michael Bering ist im Gespr├Ąch mit dem Luisenpark. Freilich erst am Anfang.

B├╝rgermeiser Ziegler ist in der Zwickm├╝hle: Bei diesen verh├Ąrteten Positionen steht er zur LSV. Die ist ihm n├Ąher. Und er wei├č um die Forderungen von Bering. Und er wei├č um die Finanzlage seiner Stadt.

Gibt es eine M├Âglichkeit, das Gespr├Ąch nochmals aufzunehmen? „Von meiner Seite aus sicher“, sagt B├╝rgermeister Ziegler.

Was soll ein B├╝rgermeister auch sonst sagen?

Link: Auf der Seite von heidelberg-ballon.de sind die Informationen zum 6. Internationalen Ballonfestival Ladenburg gel├Âscht. Auf den Seiten von ballonfestival-ladenburg ist das geplante Programm aber noch erreichbar…. (Stand: 02. M├Ąrz 2010, Anm. d. Red.) Update: 05. M├Ąrz 2010, die Seiten wurden gel├Âscht.

Update
Dokumentation: Plan Ballonfestival

Update: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering hat uns „gebeten“, die zun├Ąchst verwendeten Bilder aus dem Pressebereich seiner homepage sofort zu l├Âschen. Angeblich h├Ątten wir diese ohne Nachfrage nicht verwenden d├╝rfen. Dies ist nicht zutreffend. Das Unternehmen bot ├╝ber das zun├Ąchst in Ladenburg geplante 6. Ballonfestival Pressetexte und Bilder zur freien Verwendung an. Ein Hinweis, dass eine Verwendung erst genehmigt werden muss, fehlte.

Ballonfestival in Mannheim statt in Ladenburg?

Die Artikel wurde ├╝berarbeitet: Siehe Bild und Ende des Textes.

Guten Tag!

Ladenburg, 02. M├Ąrz 2010. Nach Informationen des ladenburgblogs hat der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering Gespr├Ąche mit der Leitung des Luisenparks in Mannheim aufgenommen, um dort im Sommer ein Ballonfestival zu veranstalten. In Ladenburg will man sich um einen anderen Ballonfahrten-Betreiber bem├╝hen.

Von Hardy Prothmann

Nach Informationen des ladenburgblogs ist der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering (Heiligkreuzsteinach) im Kontakt mit der Leitung des Luisenparks, um dort ein Ballonfestival im Sommer zu veranstalten.

Dokumentation: Zuerst hatten wir ein Ballonbild aus dem Pressebereich von heidelberg-ballon verwendet - angeblich h├Ątten wir das nicht gedurft... Quelle: heidelberg-ballon

Luisenpark und Bering waren bereits in der Vergangenheit mit Ballonstarts im Park „miteinander“ im Gesch├Ąft. Nach unseren Informationen gibt es bislang aber nur eine Anfrage und keine konkreten Verhandlungen.

Auch auf der anderen Seite gibt es nur die Aussage, der LSV sei auf der Suche nach einem anderen Ballonfahrten-Veranstalter als Ersatz f├╝r Berings Firma.

Von Seiten der Stadt Ladenburg gibt es keine Aussage zur Sache. Dort wei├č man nur, dass Bering seine Teilnahme per email am Freitagnachmittag abgesagt hat.

Sollte es dem LSV gelingen, einen anderen Ballonfahrt-Anbieter f├╝r das Festival zu gewinnen, k├Ânnten die noch nicht ausgeloteten Chancen f├╝r ein Mannheimer Ballonfestival f├╝r Bering schlecht stehen.

Ungewisser Ausgang – Luft-Schach

Immerhin ist das Ladenburger Ballonfestival als dieses bekannt und nicht als „Berings Ballonfestival in Ladenburg“. Beim Luisenpark wird man sich genau ├╝berlegen, ob man hier in eine Konkurrenz gehen w├╝rde.

Zur Zeit wird also Schach gespielt. Bering lotet seine Chancen in Mannheim aus und setzt damit die LSV enorm unter Druck. Die wiederum kann versuchen, einen anderen Anbieter zu finden, der sich auf die Konditionen des LSV-Catering-Monopols einl├Ąsst. W├╝rde das gelingen, w├Ąre Bering sowohl in Ladenburg als auch in Mannheim abgest├╝rzt.

Sollte dies nicht gelingen, geht der Druck wieder zur├╝ck nach Ladenburg. Wenn Bering und der Luisenpark sich einig werden sollten, wird es k├╝nftig das „Luisenpark Ballonfestival“ sein. Dagegen eines im kommenden Jahr in Ladenburg zu organisieren d├╝rfte kaum erfolgreich sein.

Ladenburg w├Ąre die Kosten, aber auch diesen Imagefaktor los und B├╝rgermeister Ziegler wird sich fragen lassen m├╝ssen, ob er nicht mehr h├Ątte unternehmen m├╝ssen. Gr├Â├čter Verlierer w├Ąre aber die LSV – der werden die sicherlich guten Einnahmen in der Vereinskasse fehlen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die LSV den B├╝rgermeister dr├Ąngen, seinen Einfluss geltend zu machen, um dies zu verhindern. Dann w├╝rde aus dem Streit ein Politikum werden. Denn das w├╝rde der B├╝rgermeister aller Voraussicht nach nicht tun – genau das w├╝rde man ihm aber vorwerfen.

Der Streit ums Ballonfestival ist dabei, eine neue H├Âhe zu erreichen.

Die Verhandlungsposition von Bering ist gut. Nach seinen Angaben hat er bislang mit dem Ballonfestival keinen Gewinn gemacht. Wird aus dem Neustart in Mannheim nichts, kann er es woanders versuchen.

Den Imageschaden hat zur Zeit die Stadt Ladenburg, weil sie diesen „Magnet“ verloren hat. Den finanziellen Schaden hat die LSV, weil ihr Einnahmen entgehen.

LSV-Abteilungsleiter Herbert Rittlinger gibt sich gelassen und guter Dinge, einen neuen Ballonbetreiber zu finden. Gelingt ihm das nicht, muss er sich fragen lassen, ob nicht er die Verantwortung f├╝r das ganze Dilemma tr├Ągt – egal, ob sich Michael Bering in seinen Augen nun richtig oder falsch verhalten hat.

Update: Der Ballonfahrten-Unternehmer Michael Bering hat uns „gebeten“, die zun├Ąchst verwendeten Bilder aus dem Pressebereich seiner homepage sofort zu l├Âschen. Angeblich h├Ątten wir diese ohne Nachfrage nicht verwenden d├╝rfen. Dies ist nicht zutreffend. Das Unternehmen bot ├╝ber das zun├Ąchst in Ladenburg geplante 6. Ballonfestival Pressetexte und Bilder zur freien Verwendung an. Ein Hinweis, dass eine Verwendung erst genehmigt werden muss, fehlte.

Dokumentation: Die Rede von Landrat Sch├╝tz zur Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. J├╝rgen Sch├╝tz, hat zur Er├Âffnung der neuen Martinsschule eine umfangreiche Rede gehalten. Da die Rede wichtige Aussagen zur Schule trifft und die hohe Bedeutung dieser Einrichtung unterstreicht, dokumentier die Redaktion die Rede in voller L├Ąnge

Rede zur offiziellen Einweihung der Martinsschule von Dr. J├╝rgen Sch├╝tz

„Verehrte G├Ąste,
heute ist einer der sch├Ânsten Tage meiner bald zu Ende gehenden 24-j├Ąhrigen Amtszeit als Landrat. Denn jetzt weihen wir gemeinsam die neue Martinsschule hier in Ladenburg ein. Beinahe zehn Jahre lang hat dieses Projekt eines Neubaues unserer regionalen Schule f├╝r k├Ârper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorit├Ąt. Und nun, nach vielen Gespr├Ąchen, Verhandlungen, Vereinbarungen, nach einem Architektenwettbewerb, Spatenstich, Richtfest, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, dem Umzug einer ganzen Schule an einen neuen Standort, ist es soweit. Das erf├╝llt mich mit gro├čer Freude, ebenso wie Ihrer aller Anwesenheit, und geteilte Freude ist bekanntlich doppelt so fein…

Aus der gro├čen Schar der G├Ąste, die, wie schon beim Ersten Spatenstich und beim Richtfest zum Beginn ganz gekonnt von der Sch├╝lerfirma mit Cocktails bewirtet wurden – herzlich Dank Euch allen ebenso wie den Mitgliedern der Sch├╝lerband ÔÇ×Crazy-Sch├╝lersÔÇť und den kooperativ-integrativen Klassen 6 und 8, die diese Feierstunde musikalisch und mit Beitr├Ągen umrahmen, – will ich einige wenige namentlich begr├╝├čen.

Ich hei├če Herrn Regierungspr├Ąsidenten Dr. Rudolf K├╝hner, der nachher als Vertreter der Landesregierung zu uns sprechen wird, herzlich willkommen. Mit ihm und seinem Haus standen wir oft im Kontakt, wenn es um Raumplanung und Zusch├╝sse f├╝r die neue Schule ging. Gerne w├Ąre auch Kultusstaatssekret├Ąr Wacker gekommen, doch da heute die neue Landesregierung vereidigt wird, muss er in Stuttgart anwesend sein. Voll Dankbarkeit erinnere ich an dieser Stelle noch einmal an den Besuch (2004) der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan, die sich von unseren Vorstellungen ├╝berzeugen lie├č und ebenso wie Ministerpr├Ąsident G├╝nter Oettinger (2006) einen Neubau der Martinsschule und eine finanzielle F├Ârderung (6,4 Millionen Euro) durch das Land unterst├╝tzt hat.

Ich habe die neue Martinsschule einmal als Bauwerk mit Symbolcharakter bezeichnet. Dabei erinnerte ich mich noch gut, was mein ehemaliger Chef im Innenministerium und sp├Ątere Bundespr├Ąsident Roman Herzog einmal gesagt hat: ÔÇ×├ťber die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder“, waren seine Worte. Sicher war die alte Martinsschule noch gut in Schuss, doch sie wurde der st├Ąndig steigenden Zahl der schwerst mehrfach behinderten Kinder, die zudem oft Medizinische Behandlungspflege brauchen, nicht mehr gerecht. Deshalb ging es darum die Gegenwart zu verbessern, wof├╝r sich alle kommunalen Partner dieser ├╝berregional bedeutenden Schule zu diesem Neubau am Ortsrand Ladenburgs entschlossen.
Herzlich begr├╝├če ich meinen Kollegen Landrat Matthias Wilkes f├╝r den Kreis Bergstra├če, der nachher ebenfalls zu uns sprechen wird, Erster B├╝rgermeister Christian Specht f├╝r die Stadt Mannheim sowie Herrn Br├╝hl, den Leiter des Schulverwaltungsamtes f├╝r die Stadt Heidelberg. Lassen Sie mich Ihnen und den Vertretern Ihrer Gremien, die ich ebenfalls, wie unsere Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte, herzlich willkommen hei├če, auch an dieser Stelle noch einmal f├╝r die partnerschaftlich-kooperativen Beziehungen und die Finanzierung dieses 28,2 Millionen Euro-Projektes danken. Sie sind f├╝r die uns anvertrauten Kinder wirklich zukunftsweisend! Ein herzlicher Gru├č gilt auch meinem Nachfolger, Stefan Dallinger, der heute ebenfalls mit dabei sein kann. Dieses Projekt ist abgeschlossen, aber er wei├č, dass noch einige weitere, die es noch zu Ende zu bringen gilt, auf ihn warten-ÔéČ┬Ž

Ich glaube, auch f├╝r die Stadt Ladenburg ist heute ein gro├čer Tag. Nicht nur, dass der Schulstadt ein weiterer Mosaikstein hinzugef├╝gt wird, der eigentlich, auch diesen Begriff habe ich einmal verwendet, ein Edelstein ist. Denn mit ihrer anspruchsvollen Architektur und Umfeldgestaltung stellt die neue Martinsschule ein selbstbewusst-gelungenes st├Ądtebauliches Entree der alten R├Âmerstadt dar. B├╝rgermeister Rainer Ziegler ist heute ebenfalls unter uns und wird ein Gru├čwort sprechen. Seien Sie und die Mitglieder des Stadtrates herzlich gegr├╝├čt und bedankt f├╝r die Unterst├╝tzung der Stadt.

Wenn ich die Architektur anspreche, sind wir beim Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula H├╝fftlein-Otto angelangt, die uns nachher ebenfalls einige Worte zu Ihrer Arbeit sagen werden. Ich begr├╝├če Sie beide und Ihr Team des Stuttgarter Architektenb├╝ros ÔÇ×OHOÔÇť ganz herzlich und lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Es h├Ątte uns kaum etwas Besseres als die Zusammenarbeit mit Ihnen passieren k├Ânnen. Vom Planentwurf ├╝ber die Ausf├╝hrung und die Arbeit mit den am Bau beteiligten Ingenieurb├╝ros und Firmen – denen ich alle f├╝r ihre Arbeit danke – bis hin zur Einhaltung von Zeit- und Kostenplan waren Sie unserem Eigenbetrieb Bau und Verm├Âgen, uns allen ein ausgezeichneter Partner. F├╝r die rund 240 Kinder, die k├╝nftig hier zur Schule gehen, haben Sie beinahe eine kleine Stadt geschaffen, die durch die verwendeten Baumaterialien und die Einbindung in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim sowie das ihr eigene Modulkonzept schon f├╝r viel Aufsehen gesorgt hat. W├Ąre die Schule bereits im September fertig gewesen, h├Ątten der Kreis und Sie beim Auszeichnungsverfahren ÔÇ×Beispielhaftes Bauen Rhein-Neckar-Kreis – 1999 bis 2009ÔÇť der Architektenkammer Baden-W├╝rttemberg ganz gewiss einen Preis eingeheimst, so begeistert war die Jury.

Apropos Modulkonzept: Das ist f├╝r Versorgung der schwerst-pflegebed├╝rftigen und schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen eine ausgezeichnete Sache. Vor allem, weil wir damit noch bessere p├Ądagogische F├Ârderung, therapeutische Ma├čnahmen, Betreuung und Versorgung erm├Âglichen. Denn die N├Ąhe im Modul erreicht viel Positives, die Kommunikation im Team, der Einsatz technischer Hilfsmittel bei der Pflege und Betreuung wird erleichtert, die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter reduziert. Das gibt mir Gelegenheit, mich bei allen, die sich hier vor Ort f├╝r die Kinder der Martinsschule engagieren, ganz herzlich Danke zu sagen, von der Schulleitung ├╝ber Pflegekr├Ąfte und Betreuungspersonal bis hin zum Elternbeirat mit Anita Baro und dem F├Ârderverein mit J├╝rgen Vosslo an der Spitze. Sie alle haben sehr aktiv an der Ideenfindung und Planung der neuen Schule mitgewirkt – gerne nennen will ich auch die extra eingerichtete Projektgruppe mit Ursula Grabbert, Ingrid Linsenmeyer-Wenz und Peter Hellriegel, die unseren Schulleiter Kurt Gredel und dessen Vorg├Ąnger Paul Hennze, sowie die Stellvertreterin Brigitte Spies-Bechtel unterst├╝tzt haben. Ein Dankesch├Ân gilt zudem den Mitgliedern des Kollegiums, die die Ferien geopfert haben, um den Umzug in der vergangenen Woche zu realisieren. Sch├Ân, dass Sie alle da sind, ebenso wie Pflegekr├Ąfte und Betreuungspersonal, die ich gerne in meinen Dank mit einschlie├če. Ohne jetzt alle namentlich erw├Ąhnen zu k├Ânnen, will ich hier nicht vergessen den gro├čen Kreis der Kooperationspartner und das bestehende Netzwerk der Martinsschule, in dem sich Schulverwaltung und Schulen, die Bundesagentur f├╝r Arbeit und viele mehr engagieren. Dazu z├Ąhle ich auch die Vertreter der Presse, die uns ├╝ber die ganze Zeit so ausf├╝hrlich zu diesem Thema begleitet haben! ├ťberblickt man dies alles, k├Ânnte man beinahe sagen, ein M├Ąrchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ├╝ber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv f├╝r eine Sache ein.

In Abwandlung eines Bibelwortes k├Ânnte man auch sagen: Sie alle suchen der Kinder Bestes, was mir Gelegenheit gibt, die Vertreter der Kirchen in Ladenburg herzlich zu gr├╝├čen. Die Schule tr├Ągt ja den Namen eines der ber├╝hmtesten Heiligen, und vielleicht hat jeder, der sich f├╝r unsere Kinder und Jugendlichen hier in der Schule engagiert, ein klein wenig von St. Martin. Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt. Und heute ist das der Mantel der G├╝te und N├Ąhe, der Mantel der Sorge und Anteilnahme, der Mantel tatkr├Ąftiger Hilfe.
Damals war es ein frierender Bettler im Schnee. Wie Martin ihm in seiner Not begegnet ist, daran erinnert die gro├če Stahlskulptur, die der in H├Ârdt/Pfalz lebende K├╝nstler Andreas Helmling f├╝r den Verkehrskreisel vor der Schule geschaffen hat. Trotz ihrer Dimension (6 to schwer, Gesamth├Âhe 3,50 m) strahlt die scherenschnittartige Skulptur eine unglaubliche Leichtigkeit aus und wirkt ├Ąu├čerst lebendig. Ich freue mich sehr, dazu schon viel Positives von Menschen aus der Stadt vernommen zu haben. Die Plastik schl├Ągt so den Bogen von der Verehrung des heiligen Martin, die in Ladenburg eine lange Tradition hat, zur Moderne und fordert, wie auch der K├╝nstler sagt, zu Humanit├Ąt auf.

Eine ganz andere k├╝nstlerisch gestaltete Skulptur aus Aluminium steht direkt im Eingangsbereich der neuen Schule. Geschaffen hat sie der Heidelberger K├╝nstler Pieter Sohl, der auch die weitere k├╝nstlerische Ausgestaltung der Schule ├╝bernommen hat. Es war f├╝r ihn eine echte Herausforderung besonders f├╝r die Kinder zu arbeiten, hat er mir gestanden. Zudem musste es zu der wundersch├Ânen Architektur passen und die einzelnen Bauelemente unterst├╝tzen. Auch wollte Pieter Sohl nicht nur kindergerecht gestalten, sondern f├╝r Lehrer, Betreuer und Besucher insgesamt ein Seherlebnis schaffen. Ich denke, das ist ihm gelungen. Sein besonderer Wunsch war es, die Fantasie der Kinder anzuregen und nicht, wie meist ├╝blich, nur vor dem Eingang als g├Ąngige Kunst am Bau ein ÔÇ×Schmuckst├╝ckÔÇť zu platzieren. Diese Begr├╝├čungsskulptur gibt es, und eigentlich besteht sie aus dem Grundriss der Schule (und w├Ąre vielleicht auch ein sch├Ânes ÔÇ×SchullogoÔÇť). Doch auch innen entdeckt man, gleich wo man steht oder geht, immer wieder einen fr├Âhlichen Farbtupfer. Und die beweglichen W├Ąnde innen sollen besonders einladen, sich nach Lust und Laune ein Bild zu drehen – auch mit dem Hintergedanken einer p├Ądagogischen Funktion.

Meine Damen und Herren, wie man es also dreht und wendet: Mit der neuen Martinsschule haben wir eine moderne, offene und freundliche Schule geschaffen. Wir haben geduldig daran gearbeitet, den behinderten Kindern eine bessere Chance auf einen guten Start ins Leben zu erm├Âglichen. Die investierten Gelder sind gut angelegt, die Schule wird im Laufe der Jahre noch weiter an Kontur gewinnen und jedem einzelnen Kind und jedem Jugendlichen hier einen optimalen Weg der F├Ârderung bieten. Ich hoffe und w├╝nsche, dass auch Sie – so wie ich – heute damit einen Augenblick der Dankbarkeit erleben und dass sich alle, die hier arbeiten, und besonders die Kinder, in der neuen Martinsschule wohlf├╝hlen und das Lernen Freude macht.“

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um die schriftliche Fassung der Rede. Der m├╝ndliche Vortrag kann davon abweichen.

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Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Die neue Martinsschule bietet zur Zeit 235 behinderten und schwerst-behinderten Kindern Ausbildung und Betreuung. Am 24. Februar wurde die Schule offiziell eingeweiht.

Spielecke: Die Martinsschule ist auf den ersten Blick eine Schule. Aber eine besondere. Bild: ladenburgblog

Gut 150 G├Ąste waren zur Einweihung der Martinsschule gekommen. Die Redaktion zeigt Fotos der Einweihung und Impressionen, wo und wie die Kinder dort unterrichtet und betreut werden.

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Das ladenburgblog

Hintergrund: Die neue Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des K├╝nstlers Pieter Sohl formt den Grundri├č der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau f├╝r die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstra├če unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe gef├╝hrt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergr├Â├černden Sch├╝lerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den ge├Ąnderten, sonderp├Ądagogischen Gegebenheiten und den h├Âheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere Sicherheitsanspr├╝che aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das gr├Â├čte Hochbauprojekt des federf├╝hrenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der Sch├╝lerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstra├če (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm Fl├Ąche, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm gro├čen Baugrundst├╝ck.

Das gesamte Schulgeb├Ąude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des Geb├Ąudes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit Klassenr├Ąumen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -┬Ż Geschoss nach unten bzw. ein -┬Ż Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschlie├čung erfolgt ├╝ber Rampen und 2 Aufz├╝ge.

Das zweigeschossige Schulgeb├Ąude bildet verschiedene H├Âfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die Freir├Ąume zu erm├Âglichen, befinden sich die H├Âfe hinsichtlich der H├Âhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, Gartenfl├Ąchen zwischen den gr├╝nen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau f├╝r die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau f├╝r gr├╝ne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit St├╝tzmauern aus Drahtschotterk├Ârben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der ÔÇ×KlimatisierungÔÇť – au├čer der M├Âglichkeit der Fensterbel├╝ftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen Luftdr├╝cken. Erg├Ąnzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die R├Ąume erhalten je nach gemessener Luftqualit├Ąt mit variablen Volumenstr├Âmen.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

„Zusammen sind wir eins“ – Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Schulbeginn war am Montag. Am Mittwoch, den 24. Februar 2010, wurde die Martinsschule in Ladenburg offiziell eingeweiht. In der Schule werden 235 behinderte und schwerst behinderte Kinder unterrichtet und betreut. Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz bezeichnete die neue Martinsschule als „Edelstein.“ Gut 150 G├Ąste waren zur Einweihung gekommen.

Von Sabine Prothmann

Die Kinder der Martinsschule haben bei der internen Einweihungsfeier vor zwei Tagen die Parole ÔÇ×Zusammen sind wir einsÔÇť auf ein Plakat ├╝ber ihren Alltag und ihr Leben in der Schule geschrieben. K├╝rzer und besser kann man kaum beschreiben, was die heutige Einweihungsfeier des Neubaus in der Hirschberger Allee 2 vermittelt hat.

Kinder f├╝hren den "Umzugszug" auf. Bild: ladenburgblog

Die Kinder, die Eltern und die Lehrer haben schon sehr fr├╝h erfahren, dass sie zusammenhalten m├╝ssen, um stark zu sein. Dass sie gemeinsam k├Ąmpfen m├╝ssen, um ihre Ziele zu erreichen. Und dass sie sehr viel Hilfe brauchen, um sich eine Zukunft zu realisieren. M├╝he-, aber hoffnungsvoll.

Die Martinsschule wurde 1978 schon einmal er├Âffnet. Doch die alte Schule ist im Laufe der Zeit zu klein geworden. Die Konzeption, die Planung und die Finanzierung haben viel M├╝he und Zeit gekostet – sehr viele Menschen haben an diesem Projekt gearbeitet. Am Montag konnten 235 Sch├╝ler zusammen mit 105 Lehrern und 46 Kreisbediensteten in diesen wunderbaren Neubau einziehen. Die M├╝he hat sich gelohnt.

Oberste Priorit├Ąt.

Einer dieser Menschen ist der Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz. Und man glaubt ihm, wenn er in seiner Ansprache sagt: „Dies ist heute ist einer meiner sch├Ânsten Tage. Beinahe zehn Jahre lang hast dieses Projekt eines Neubaus unserer regionalen Schule f├╝r k├Ârper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorit├Ąt.“

28,2 Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Das ist viel Geld, aber es ist gut investiert.

Sch├╝tz bezeichnete die neue Martinsschule als ein Bauwerk mit Symbolcharakter und zitierte den Bundespr├Ąsidenten a. D. Roman Herzog: ÔÇ×├ťber die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder.“

Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz: "Einer meiner sch├Ânsten Tage." Bild: lblog

Der Neubau war durch die st├Ąndig steigende Zahl der hier unterrichteten Kinder notwendig geworden. Diese ben├Âtigen oft eine medizinische Behandlungspflege.

„Edelstein“ in Ladenburg.

Mit ihrer anspruchsvolle Architektur und Umfeldgestaltung stelle die Martinsschule ein gelungenes st├Ądtebauliches Entr├â┬ęe zur alten R├Âmerstadt dar – ein weiterer Mosaikstein der Schulstadt. „Ein Edelstein“, sagte Sch├╝tz. Die Einweihung sei damit auch ein gro├čer Tag f├╝r die Stadt Ladenburg.

Das Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula H├╝fftlein-Otto und ihr Team des Stuttgarter Architektenb├╝ros ÔÇ×OHOÔÇť haben beinahe eine kleine Stadt geschaffen, eingebunden in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim.

Sch├╝tz hob das Modulkonzept des Neubaus besonders hervor. Dieses erm├Âgliche mehr als nur eine Versorgung, bessere p├Ądagogische F├Ârderung sowie therapeutische Ma├čnahmen der schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen.

Enormer Einsatz.

Der Einsatz des Rektors Kurt Gredel, des Kollegiums, das seine Ferien f├╝r den Umzug opferte, das des Elternbeirats, des F├Ârdervereins, der Pflegekr├Ąfte und des Betreuungspersonals so wie der Kooperationspartner und vieler anderer mehr h├Ątten die Realisierung des Projekts erst erm├Âglicht.

ÔÇ×Ein M├Ąrchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ├╝ber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv f├╝r eine Sache ein.“ Und: „Sie alle suchen der Kinder Bestes.“

Sch├╝tz erinnert auch an den Namenspatron der Schule, den Heiligen Martin. „Einer der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt.“

Schulleiter Kurt Gredel (links) mit B├╝rgermeister Ziegler. Bild: lblog

Besonders lobte Sch├╝tz auch die Skulptur des Heidelberger K├╝nstlers Pieter Sohl, die am Eingang steht: Zwei Freunde, deren K├Ârper den Grundriss der Schule zeigen, umarmen sich.

Ort der Unterst├╝tzung.

Der Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner bezeichnete den Neubau der Martinsschule als Ort des Lebens, Ort der Beratung und Unterst├╝tzung. ÔÇ×Ja, sagen hier die Sch├╝ler, ja, sagen hier die Eltern, ja, sagen hier die Lehrer.“

Die Metropolregion und Baden-W├╝rttemberg k├Ânnten stolz sein auf diese Einrichtung, auf diesen Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Lernens, des F├Ârderns und Forderns, der zu einem St├╝ck Heimat wurde.

„Die Finanzierung von sozialen Projekten ist ein Ma├čstab der Menschlichkeit und der Qualit├Ąt einer Gesellschaft insgesamt“, sagte Landrat Matthias Wilkes als Vertreter der Kommunalen Partner f├╝r den Kreis Bergstra├če.

Die staatlichen Vertreter seien oft weit entfernt, doch die Landes- und Kommunalpolitiker konnten und wollten beim Einsatz f├╝r behinderte Kinder nicht ausweichen. Wilkes ist so sozialisiert worden. Sein Vater war Lehrer f├╝r geh├Ârlose Menschen.

Viel zu schultern.

ÔÇ×Es ist ein guter und gro├čer Tag f├╝r unsere StadtÔÇť, sagte B├╝rgermeister Rainer Ziegler in seiner Ansprache. Ladenburg sei gerne eine Schulstadt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, doch ÔÇ×f├╝r die Martinsschule haben wir die Rolle des Schultr├Ągers nicht, daf├╝r bedarf es breiterer und st├Ąrkerer SchulternÔÇť.

"Lichtertanz" zur Einweihung. Bild: lblog

Aber, so betonte der B├╝rgermeister, Ladenburg sei von Herzen gerne Heimat f├╝r diese Schule: ÔÇ×Die Menschen in unserer Stadt freuen sich, wenn die Sch├╝ler unterwegs sind, teilnehmen und teilhaben.“

Die Lage des Neubaus sei angebunden an die Stadt und an die Natur, gelegen am Kandelbach und in der N├Ąhe des Waldparks.

Es gab ein ehrgeiziges Ziel: Es sollten p├Ądagogische und medizinische Voraussetzungen geschaffen werden, die sich baulich an die Stadt anschmiegen und in die Natur integrieren. „Das haben die Architekten mit diesem baulichen Ensemble ├╝berzeugend erreicht“, sagte B├╝rgermeister Ziegler: ÔÇ×Vor 32 Jahren war die Martinsschule ein Vorzeigeprojekt. Und dies ist auch jetzt wieder eindrucksvoll gelungen.“

Wie ein kleines Dorf.

Als eine Schule wie ein kleines Dorf zwischen Stadt und Landschaft beschrieb der Architekt Maximilian Otto bei der symbolischen Schl├╝ssel├╝bergabe an Landrat Dr. Sch├╝tz und den Sonderschulrektor Kurt Gredel seinen Neubau der Martinsschule.

Es gibt hier einen Bahnhof, einen Marktplatz, eine Cafeteria, Sporthalle und Schwimmbad, H├Ąuser aus Backstein, aus Holz, eckig oder ÔÇ×kartoffeligÔÇť rund, grau, blau, maigr├╝n.

Es gibt Gassen, Pl├Ątze und selbst├Ąndig ÔÇ×erfahrbareÔÇť Wege. Spielr├Ąume innen wie au├čen, als B├╝hne f├╝r Begegnung und Kommunikation.

Besonders bedankte sich der Architekt daf├╝r, ÔÇ×dass sie uns haben machen lassenÔÇť.

Beeindruckendes Miteinander.

Beeindruckender als die Architektur ist aber das Miteinander der Sch├╝ler, der Eltern und Lehrkr├Ąfte.

"Crazy Sch├╝lers" haben Spa├č und rappen. Bild: lblog

Es ist beeindruckend, wenn die Sch├╝lerband ÔÇ×Crazy Sch├╝lersÔÇť auftritt. Es ist ber├╝hrend, wie die 6. Klasse ihren „Umzugszug“ darstellt. Es ist ergreifend, wie sich die 8. Klasse zum Lichtertanz bewegt und singt.

„Wir sind hier vier Schulen in einer“, sagt Peter Hellriegel, Leiter der Fr├╝hberatung: „Eine Grund-, eine Haupt-, eine F├Ârderschule und eine Schule f├╝r Geistigbehinderte.“ Er und andere Lehrer f├╝hren die G├Ąste nach den Einweihungsreden durch das Schulgeb├Ąude.

Entdeckung der Langsamkeit.

Viele Menschen dr├Ąngen durch die Flure, Rampen und Treppen. Dazwischen kommt man ins Stocken, wenn zum Beispiel eine gehbehinderte Sch├╝lerin die Treppen m├╝hsam erklimmt. ÔÇ×Sich in einer Behinderten-Schule zu befinden, ist die Entdeckung der LangsamkeitÔÇť, sagt eine Mutter.

Dieses helle und freundliche Geb├Ąude steckt voller Sonderanfertigungen und Sondereinrichtungen.

Ein Gel├Ąnder kann nicht nur ein Gel├Ąnder sein. Ein Schutz ist n├Âtig, damit die Kinder sich nicht verletzen.

Ein Schwimmbad ist nicht einfach ein Schwimmbad. Es ist viel w├Ąrmer, 32-┬░ Grad Celsius. Damit die behinderten Kinder nicht ausk├╝hlen, sondern ihre K├Ârper und sich entspannen k├Ânnen. Es hat eine Transportschiene, damit auch Rollstuhlkinder in eines der drei Becken gehoben werden k├Ânnen.

125 Sch├╝ler sind Rollstuhlkinder.

Die vielen Details in diesem einzigartigen Geb├Ąude sind teuer, aber sie tragen den Bed├╝rfnissen der Kinder Rechnung.

Wie in der gro├čen Turnhalle. Da gibt es Kletterw├Ąnde f├╝r die, die viel k├Ânnen. Und Kletterebenen f├╝r die, die weniger k├Ânnen. Ein gro├čes Trampolin f├╝r die, die h├╝pfen k├Ânnen. Aber auch f├╝r die, die nur gelagert werden und sich an den Schwingungen freuen.

Die Sch├╝lerschaft ist breit gef├Ąchert und so ist auch die Einrichtung. Hier muss auf jeden Einzelnen individuell eingegangen werden. Das geht gar nicht anders.

Und das tut man hier gemeinsam, denn ÔÇ×zusammen sind wir eins.ÔÇť

Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule
Hintergrund: Die neue Martinsschule

Stadt erinnert an R├Ąum- und Streupflicht

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Februar 2010. Die Stadtverwaltung erinnert angesichts der Wetterlage an die R├Ąum- und Streupflicht. Der Einsatz von Streusalz soll auf das „notwendige Ma├č beschr├Ąnkt bleiben.“

Pressemitteilung der Stadt Ladenburg

„Der Winter hat uns immer noch fest im Griff. Aus diesem Anlass weisen wir noch einmal auf die R├Ąum- und Streupflicht hin. Alle St├Ądte und Gemeinden haben diese Pflicht in einer Satzung ├╝ber die Reinigung ├Âffentlicher Stra├čen geregelt.

Wichtigste Aufgabe f├╝r die Grundst├╝cksbesitzer ist neben dem regelm├Ą├čigen Kehren die winterliche R├Ąum- und Streupflicht. Grunds├Ątzlich gilt, dass Gehwege unmittelbar nach dem Schneefall vom Schnee zu befreien sind. Nach 20:00 Uhr gefallener Schnee ist werktags bis 07:00 Uhr, sonn- und feiertags bis 8:00 Uhr zu beseitigen. Der wegger├Ąumte Schnee ist so zu lagern, dass der Verkehr nicht behindert und der Abfluss des Oberfl├Ąchenwassers nicht beeintr├Ąchtigt wird. Anlieger von Eckgrundst├╝cken m├╝ssen beide Gehwege r├Ąumen. Besteht kein Gehweg, gilt ein Streifen von 1,5 m Breite entlang der Grundst├╝cksgrenze als Gehweg.

Bei Gl├Ątte gibt es f├╝r Gehwege, eine Streupflicht. Gestreut werden soll mit abstumpfenden Materialien wie Asche, Sand, Granulat oder S├Ągemehl. Das Streuen von Salz ist nur in Ausnahmef├Ąllen zul├Ąssig, wenn mit abstumpfenden Mitteln keine ausreichende Wirkung zu erzielen ist. Das kann bei Eisregen oder aber an besonders gef├Ąhrlichen Stellen auf Gehwegen (Treppen, Rampen, starkes Gef├Ąlle) der Fall sein. Der Umwelt zuliebe soll in diesen F├Ąllen der Einsatz von Salz auf das notwendige Ma├č beschr├Ąnkt werden.“

Link: Streupflichtsatzung der Stadt Ladenburg

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Leserbrief: Unglaubliche Zust├Ąnde f├╝r Sch├╝ler im ├ľPNV

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Februar 2010. Die Redaktion ver├Âffentlicht einen Leserbrief, der eine massive Kritik am Busunternehmen BRN formuliert. Die Darstellungen im Text schildern die Sicht des Verfassers. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wies der Verfasser in der Fragezeit f├╝r B├╝rger auf seine Erlebnisse hin und forderte Aufkl├Ąrung beziehungsweise Abhilfe. Das ladenburgblog dokumentiert die schriftliche Schilderung der Kritik am Busbetreiber.

Leserbrief

Erlebnisse bei einer Busfahrt nach Mannheim-Seckenheim

Als Mitglied des Arbeitskreises Netzwerk Berufsfindung der Zukunftswerktadt Ladenburg begleitete ich am 26.01.2010 14 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der Klasse 8 der Sickingen Haupt- und Werkrealschule mit ihrem Lehrer auf einem Lerngang zum BIZ Berufs-Informations-Zentrum nach Mannheim.

Es sollte um 12.44 Uhr mit dem Bus an der Haltestelle in der Bahnhofstra├če, gegen├╝ber der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord losgehen.

Sch├╝ler, Lehrer und ich waren rechtzeitig an der Haltestelle. Wir warteten geduldig bei -3,5 Grad auf das Eintreffen des Busses, jedoch nichts tat sich.

Die meisten Kinder im Alter von 14 Jahren wohnen in Ilvesheim und besuchen seit Herbst 2009 die Sickingen Haupt- und Werkrealschule, weil die Hauptschule in Ilvesheim f├╝r ihren Jahrgang geschlossen wurde.

Nachdem der Bus auf sich warten lie├č, machten die Kinder ihren Lehrer und mich darauf aufmerksam, dass wir mit ziemlicher Sicherheit mit dem 12.44 Uhr Bus wegen ├ťberf├╝llung nicht mitfahren k├Ânnen und ob das mit dem n├Ąchsten 13.19 h-Bus gelinge, sei ebenfalls zweifelhaft.

Ich hielt das im Stillen f├╝r ├╝bertrieben – aber, ich musste dazulernen!

Inzwischen war es kurz vor 12.55 h und unser Bus war immer noch nicht zu sehen.

Aus Richtung Ilvesheim kommend war inzwischen ein Bus mit gro├čer Richtungsanzeige ÔÇ×LEERFAHRTÔÇť an uns vorbeigefahren und am Benz-Platz in Richtung Schwimmbad abgebogen. Merkw├╝rdig-ÔéČ┬Ž, das Schwimmbad ist doch geschlossen!?

Zwei Minuten vor 13.00 Uhr kam dann endlich unser Bus um die Ecke aus Richtung Wallstadter Stra├če angefahren, – aber, er hielt gar nicht erst an, sondern fuhr einfach ungebremst weiter in Richtung Ilvesheim, denn er war, wie zu erkennen, bereits brechend voll!

Die Sch├╝ler maulten zwar, aber verhielten sich einwandfrei und warteten mit uns zwei Erwachsenen geduldig weiter.

Ein weiterer Bus aus Richtung Ilvesheim kommend mit Richtungsanzeige ÔÇ×LEERFAHRTÔÇť bog wiederum am Benz-Platz in Richtung Schwimmbad ab.

Inzwischen waren noch 4 ├Ąltere Sch├╝lerinnen (etvl. aus Realschule oder Gymnasium) an der Haltestelle angekommen und warteten ebenfalls.

Da, endlich, es war 13.19 Uhr, kam der Bus p├╝nktlich um die Ecke aus Richtung Wallstadter Stra├če und hielt sogar an. Trotz ├ťberf├╝llung!

Zwei Insassen stiegen aus (offenbar musste er deshalb anhalten) aber 20 Personen wollten/mussten rein, obwohl alle Sitzpl├Ątze, die Mittelg├Ąnge und Einstiegsplattform besetzt waren.
Also, jeder presste sich – die Luft anhaltend – engstens an die Mitreisenden, versuchte, irgendeine Stange oder Griff zu Festhalten zu packen.

Es wurde gedr├╝ckt und geschoben und geflucht und geschrieen – aber der Busfahrer konnte endlich die T├╝ren schlie├čen. Und schon gings los!

Offenbar musste er irgendwie Zeit aufholen, denn er gab Gas, so dass der Pulk der Stehenden nach hinten schwankte. Beim Bremsen schwankte er nach vorne und je nach Kurve schwankte der Pulk nach rechts oder links.

Positiv war, es konnte keiner umfallen!

Mir ging durch den Sinn, dass es bei diesem Gedr├Ąnge leicht w├Ąre, mir meinen Geldbeutel aus der Jackentasche zu klauen, – aber, ich beruhigte mich schnell, denn wir standen ja so eng, dass niemand die Arme bewegen konnte.

An einer Haltestelle wollte eine Frau vor mir, die einen Sitzplatz hatte, aussteigen, aber es war wegen der ├ťberf├╝llung nicht m├Âglich. Sie schrie mich zwar an, sie m├╝sse aussteigen, aber – ich konnte sie ja nicht durch mich hindurch gehen lassen.

Also bat ich an der Haltestelle die vor der T├╝r stehenden Sch├╝ler doch auszusteigen, um Platz zum Aussteigen f├╝r diese Frau zu machen. Das taten sie auch ohne murren.

Aber, sie mussten sich gewaltig beeilen, um sich rechtzeitig wieder reinzuquetschen, damit der Busfahrer sie mitnahm und die T├╝ren schlie├čen konnte.

Endlich in Seckenheim angekommen, stiegen wir aus, um mit der Stra├čenbahn weiterzufahren. Tief Luft holen, war wichtig!

Die R├╝ckfahrt von Seckenheim nach Ladenburg – nach 16.00 h – verlief ├╝brigens mangels ÔÇ×Fahrgast-MasseÔÇť erfreulicherweise im Sitzen. Allerdings waren etliche Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler von der Stra├čenbahn-Haltestelle Seckenheim zu Fu├č nach Ilvesheim gehen.)

Die Sch├╝ler sagten zu ihrem Lehrer und mir ÔÇ× -ÔéČ┬Ž.jetzt haben Sie einmal gesehen, was wir jeden Tag morgens und mittags mitmachen m├╝ssen -ÔéČ┬ŽÔÇť

Meine Frage, ob das morgens auf der Fahrt nach Ladenburg nicht doch besser sei, beantworteten sie mit ÔÇ×..da ist es genau so-ÔéČ┬ŽÔÇť

Und ihr Lehrer erz├Ąhlte mir, dass mehrfach Kinder zu sp├Ąt zum Unterricht kommen, weil der Bus ├╝berf├╝llt oder erheblich zu sp├Ąt war.

Wenn mir irgendwer vorher erz├Ąhlt h├Ątte, was ich auf dieser Busfahrt dann selbst erlebt habe – ich h├Ątte ihm nie und nimmer geglaubt!

Aber – ich habe es selbst erlebt, am 26.01.2010.

Das, was sich der Betreiber des ├ľffentlichen Personen-Nahverkehrs hier leistet, ist menschenverachtend! Wo bleibt eigentlich die Verantwortung f├╝r W├╝rde und die Sicherheit unserer Kinder?

W├╝rden Tiere auf ├Ąhnliche Weise transportiert, w├Ąren die Stra├čen von protestierenden ÔÇ×Tiersch├╝tzernÔÇť blockiert. Die Polizei w├╝rde den Fahrer verhaften, dem Fahrzeughalter w├╝rde die Transport-Lizenz entzogen und die Presse, Funk und Fernsehen w├Ąren voll mit dicken Schlagzeilen und gro├čen Berichten ├╝ber die Ungeheuerlichkeiten mit der man mit Tieren umgeht.

Aber, im von mir pers├Ânlich erlebten Fall geht es um Menschen, um Sch├╝ler, um Kinde – und da regt sich niemand auf, – das wird einfach so hingenommen!

Unfassbar! In welcher Welt leben wir eigentlich??

Diese Erlebnisse habe ich Herrn B├╝rgermeister Ziegler und den Fraktionsvorsitzenden der im Gemeinderat Ladenburgs vertretenen Parteien am 28.01.2010 schriftlich mitgeteilt und gebeten, sich dieses Problems anzunehmen und dringend f├╝r Abhilfe zu sorgen.

Am 03.02.2010 erhielt ich von Herrn B├╝rgermeister Ziegler (er war vorher gesch├Ąftlich vereist) eine mail-Antwort.

Er teilte mir mit, dass er von den aktuellen Problemen Kenntnis hat und in K├╝rze mit dem Verkehrsunternehmen ein Gespr├Ąch zur Verbesserung dieser Situation f├╝hren wolle.

Er informierte mich, dass zum 01.01.2010 das Busverkehrsunternehmen von RNV zu BRN gewechselt hat, wodurch offenbar zus├Ątzliche Startschwierigkeiten auftreten.

Au├čerdem meinte er, dass die geschilderten Probleme auch schneebedingt seien, da nahezu alle fahrradfahrenden Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler auf den ├ľPNV umsteigen.

Meine Antworten dazu habe ich w├Ąhrend der Fragestunde in der ├ľffentlichen Gemeinderatssitzung am 03.02.2010 gesagt und erneut auf die Dringlichkeit hingewiesen.

Klaus Ehry

Anmerkung der Redaktion: Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Der Verfasser ist f├╝r den Inhalt verantwortlich.

MdL Uli Sckerl: „Es gibt zu viele Waffen in Privatbesitz.“

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ladenburg, 15. Februar 2010. Der Landtagsabgeordnete der Gr├╝nen, Uli Sckerl, fordert eine zweite „Waffenamnestie-Runde“. Nach Auffassung der Gr├╝nen gibt es immer noch zu viele Waffen in Privatbesitz – viele davon illegal. Gerade im Rhein-Neckar-Kreis, Mannheim und Heidelberg sei die Aktion, legale und illegale Waffen abzugeben, nicht erfolgreich gewesen.

Interview: Hardy Prothmann

Sckerl: "Waffenamnestie wiederholen." Bild: GAL

Herr Sckerl: Sie fordern eine zweite Waffenamnestie-Runde. Warum?
MdL Uli Sckerl: „Weil sie ein Erfolg war – nur nicht im Rhein-Neckar-Kreis und den Stadtkreisen Heidelberg und Mannheim. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden gerade mal 792 Waffen abgegeben. Hier wurde zu wenig daf├╝r geworben, vorhandene Waffen abzugeben. Das Landratsamt hat viel zu wenig unternommen, um die B├╝rger dazu zu bewegen, sich von ihren Schie├čeisen zu trennen. Wir Gr├╝ne wollen aber den privaten Waffenbesitz reduzieren.“

Warum sollen Privatleute, beispielsweise Sch├╝tzen, keine Waffen besitzen d├╝rfen?
Sckerl: „Ich glaube nicht, dass wir im Rhein-Neckar-Kreis 40.000 Sportsch├╝tzen haben – so viele Waffen sind hier aber legal registriert. Hinzu kommt die zwei- bis dreifache Menge an illegalen Waffen, sch├Ątzen Polizeiexperten. Illegal ist dieser Waffenbesitz deshalb, weil deren „Besitzer“ keinen Waffenschein daf├╝r haben.“

„Nach Winnenden musste man ein bisschen was f├╝r die ├ľffentlichkeit machen.“ Uli Sckerl

Wurden die alle illegal beschafft?
Sckerl: „Es k├Ânnen aber auch Erbst├╝cke sein. Aber zum gro├čen Teil sind es sicher illegal erworbene Waffen.“

Innenminister Heribert Rech hat Ihre Forderung abgelehnt. Was vermuten Sie als Grund?
Sckerl: „Mit der FDP sitzt die Waffenlobby am Tisch der Landesregierung. Klar, nach dem Amoklauf von Winnenden musste man f├╝r die ├ľffentlichkeit ein bisschen was machen, aber tats├Ąchlich interessiert das Thema die schwarz-gelbe Regierung nicht. Es ist kein echter politischer Wille zu erkennen, den privaten Waffenbesitz einzud├Ąmmen.“

Dokumentation:
Pressemitteilung der Gr├╝nen zur Waffenamnestie
├ťbersicht der abgegebenen Waffen
Stellungnahme des Innenministeriums

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