Montag, 23. Oktober 2017

Jobs for Future mit hohen Besucherzahlen

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ladenburg, 25. Februar 2010. Bereits am ersten Tag der dreit├Ągigen Messe f├╝r Arbeit, Aus- und Weiterbildung str├Âmten 11.172 Menschen in die Mannheimer Maimarkthalle (Vorjahr erster Tag: 10.134 Besucher).

Am Vormittag besuchten in erster Linie Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler die Messe – viele erkundeten mit Frageb├Âgen m├Âgliche Berufe zum Beispiel bei Anbietern von gr├╝nen Berufen, Medien und Veranstaltungsberufen, Studieng├Ąngen, von Berufen in der Kirche und im ├Âffentlichen Dienst.

Berufsmesse Jobs for Future. Bild: hirschbergblog

Berufsmesse in Mannheim: Jobs for Future. Bild: ladenburgblog

Die Messe Jobs for Future ist auch am Freitag und Samstag noch von 10 bis 18 Uhr ge├Âffnet, der Eintritt ist frei.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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Informationsabend des CBG gut besucht

Guten Tag!

Ladenburg, 25. Februar 2010. Der Informationsabend des Carl-Benz-Gymnasium am Mittwoch, den 24. Februar 2010, war wie gewohnt gut besucht. ├ťber 200 Eltern waren mit ihren Kindern gekommen, um sich ├╝ber das Angebot der Schule zu informieren. [Weiterlesen…]

Dokumentation: Die Rede von Landrat Sch├╝tz zur Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. J├╝rgen Sch├╝tz, hat zur Er├Âffnung der neuen Martinsschule eine umfangreiche Rede gehalten. Da die Rede wichtige Aussagen zur Schule trifft und die hohe Bedeutung dieser Einrichtung unterstreicht, dokumentier die Redaktion die Rede in voller L├Ąnge

Rede zur offiziellen Einweihung der Martinsschule von Dr. J├╝rgen Sch├╝tz

„Verehrte G├Ąste,
heute ist einer der sch├Ânsten Tage meiner bald zu Ende gehenden 24-j├Ąhrigen Amtszeit als Landrat. Denn jetzt weihen wir gemeinsam die neue Martinsschule hier in Ladenburg ein. Beinahe zehn Jahre lang hat dieses Projekt eines Neubaues unserer regionalen Schule f├╝r k├Ârper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorit├Ąt. Und nun, nach vielen Gespr├Ąchen, Verhandlungen, Vereinbarungen, nach einem Architektenwettbewerb, Spatenstich, Richtfest, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, dem Umzug einer ganzen Schule an einen neuen Standort, ist es soweit. Das erf├╝llt mich mit gro├čer Freude, ebenso wie Ihrer aller Anwesenheit, und geteilte Freude ist bekanntlich doppelt so fein…

Aus der gro├čen Schar der G├Ąste, die, wie schon beim Ersten Spatenstich und beim Richtfest zum Beginn ganz gekonnt von der Sch├╝lerfirma mit Cocktails bewirtet wurden – herzlich Dank Euch allen ebenso wie den Mitgliedern der Sch├╝lerband ÔÇ×Crazy-Sch├╝lersÔÇť und den kooperativ-integrativen Klassen 6 und 8, die diese Feierstunde musikalisch und mit Beitr├Ągen umrahmen, – will ich einige wenige namentlich begr├╝├čen.

Ich hei├če Herrn Regierungspr├Ąsidenten Dr. Rudolf K├╝hner, der nachher als Vertreter der Landesregierung zu uns sprechen wird, herzlich willkommen. Mit ihm und seinem Haus standen wir oft im Kontakt, wenn es um Raumplanung und Zusch├╝sse f├╝r die neue Schule ging. Gerne w├Ąre auch Kultusstaatssekret├Ąr Wacker gekommen, doch da heute die neue Landesregierung vereidigt wird, muss er in Stuttgart anwesend sein. Voll Dankbarkeit erinnere ich an dieser Stelle noch einmal an den Besuch (2004) der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan, die sich von unseren Vorstellungen ├╝berzeugen lie├č und ebenso wie Ministerpr├Ąsident G├╝nter Oettinger (2006) einen Neubau der Martinsschule und eine finanzielle F├Ârderung (6,4 Millionen Euro) durch das Land unterst├╝tzt hat.

Ich habe die neue Martinsschule einmal als Bauwerk mit Symbolcharakter bezeichnet. Dabei erinnerte ich mich noch gut, was mein ehemaliger Chef im Innenministerium und sp├Ątere Bundespr├Ąsident Roman Herzog einmal gesagt hat: ÔÇ×├ťber die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder“, waren seine Worte. Sicher war die alte Martinsschule noch gut in Schuss, doch sie wurde der st├Ąndig steigenden Zahl der schwerst mehrfach behinderten Kinder, die zudem oft Medizinische Behandlungspflege brauchen, nicht mehr gerecht. Deshalb ging es darum die Gegenwart zu verbessern, wof├╝r sich alle kommunalen Partner dieser ├╝berregional bedeutenden Schule zu diesem Neubau am Ortsrand Ladenburgs entschlossen.
Herzlich begr├╝├če ich meinen Kollegen Landrat Matthias Wilkes f├╝r den Kreis Bergstra├če, der nachher ebenfalls zu uns sprechen wird, Erster B├╝rgermeister Christian Specht f├╝r die Stadt Mannheim sowie Herrn Br├╝hl, den Leiter des Schulverwaltungsamtes f├╝r die Stadt Heidelberg. Lassen Sie mich Ihnen und den Vertretern Ihrer Gremien, die ich ebenfalls, wie unsere Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte, herzlich willkommen hei├če, auch an dieser Stelle noch einmal f├╝r die partnerschaftlich-kooperativen Beziehungen und die Finanzierung dieses 28,2 Millionen Euro-Projektes danken. Sie sind f├╝r die uns anvertrauten Kinder wirklich zukunftsweisend! Ein herzlicher Gru├č gilt auch meinem Nachfolger, Stefan Dallinger, der heute ebenfalls mit dabei sein kann. Dieses Projekt ist abgeschlossen, aber er wei├č, dass noch einige weitere, die es noch zu Ende zu bringen gilt, auf ihn warten-ÔéČ┬Ž

Ich glaube, auch f├╝r die Stadt Ladenburg ist heute ein gro├čer Tag. Nicht nur, dass der Schulstadt ein weiterer Mosaikstein hinzugef├╝gt wird, der eigentlich, auch diesen Begriff habe ich einmal verwendet, ein Edelstein ist. Denn mit ihrer anspruchsvollen Architektur und Umfeldgestaltung stellt die neue Martinsschule ein selbstbewusst-gelungenes st├Ądtebauliches Entree der alten R├Âmerstadt dar. B├╝rgermeister Rainer Ziegler ist heute ebenfalls unter uns und wird ein Gru├čwort sprechen. Seien Sie und die Mitglieder des Stadtrates herzlich gegr├╝├čt und bedankt f├╝r die Unterst├╝tzung der Stadt.

Wenn ich die Architektur anspreche, sind wir beim Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula H├╝fftlein-Otto angelangt, die uns nachher ebenfalls einige Worte zu Ihrer Arbeit sagen werden. Ich begr├╝├če Sie beide und Ihr Team des Stuttgarter Architektenb├╝ros ÔÇ×OHOÔÇť ganz herzlich und lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Es h├Ątte uns kaum etwas Besseres als die Zusammenarbeit mit Ihnen passieren k├Ânnen. Vom Planentwurf ├╝ber die Ausf├╝hrung und die Arbeit mit den am Bau beteiligten Ingenieurb├╝ros und Firmen – denen ich alle f├╝r ihre Arbeit danke – bis hin zur Einhaltung von Zeit- und Kostenplan waren Sie unserem Eigenbetrieb Bau und Verm├Âgen, uns allen ein ausgezeichneter Partner. F├╝r die rund 240 Kinder, die k├╝nftig hier zur Schule gehen, haben Sie beinahe eine kleine Stadt geschaffen, die durch die verwendeten Baumaterialien und die Einbindung in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim sowie das ihr eigene Modulkonzept schon f├╝r viel Aufsehen gesorgt hat. W├Ąre die Schule bereits im September fertig gewesen, h├Ątten der Kreis und Sie beim Auszeichnungsverfahren ÔÇ×Beispielhaftes Bauen Rhein-Neckar-Kreis – 1999 bis 2009ÔÇť der Architektenkammer Baden-W├╝rttemberg ganz gewiss einen Preis eingeheimst, so begeistert war die Jury.

Apropos Modulkonzept: Das ist f├╝r Versorgung der schwerst-pflegebed├╝rftigen und schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen eine ausgezeichnete Sache. Vor allem, weil wir damit noch bessere p├Ądagogische F├Ârderung, therapeutische Ma├čnahmen, Betreuung und Versorgung erm├Âglichen. Denn die N├Ąhe im Modul erreicht viel Positives, die Kommunikation im Team, der Einsatz technischer Hilfsmittel bei der Pflege und Betreuung wird erleichtert, die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter reduziert. Das gibt mir Gelegenheit, mich bei allen, die sich hier vor Ort f├╝r die Kinder der Martinsschule engagieren, ganz herzlich Danke zu sagen, von der Schulleitung ├╝ber Pflegekr├Ąfte und Betreuungspersonal bis hin zum Elternbeirat mit Anita Baro und dem F├Ârderverein mit J├╝rgen Vosslo an der Spitze. Sie alle haben sehr aktiv an der Ideenfindung und Planung der neuen Schule mitgewirkt – gerne nennen will ich auch die extra eingerichtete Projektgruppe mit Ursula Grabbert, Ingrid Linsenmeyer-Wenz und Peter Hellriegel, die unseren Schulleiter Kurt Gredel und dessen Vorg├Ąnger Paul Hennze, sowie die Stellvertreterin Brigitte Spies-Bechtel unterst├╝tzt haben. Ein Dankesch├Ân gilt zudem den Mitgliedern des Kollegiums, die die Ferien geopfert haben, um den Umzug in der vergangenen Woche zu realisieren. Sch├Ân, dass Sie alle da sind, ebenso wie Pflegekr├Ąfte und Betreuungspersonal, die ich gerne in meinen Dank mit einschlie├če. Ohne jetzt alle namentlich erw├Ąhnen zu k├Ânnen, will ich hier nicht vergessen den gro├čen Kreis der Kooperationspartner und das bestehende Netzwerk der Martinsschule, in dem sich Schulverwaltung und Schulen, die Bundesagentur f├╝r Arbeit und viele mehr engagieren. Dazu z├Ąhle ich auch die Vertreter der Presse, die uns ├╝ber die ganze Zeit so ausf├╝hrlich zu diesem Thema begleitet haben! ├ťberblickt man dies alles, k├Ânnte man beinahe sagen, ein M├Ąrchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ├╝ber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv f├╝r eine Sache ein.

In Abwandlung eines Bibelwortes k├Ânnte man auch sagen: Sie alle suchen der Kinder Bestes, was mir Gelegenheit gibt, die Vertreter der Kirchen in Ladenburg herzlich zu gr├╝├čen. Die Schule tr├Ągt ja den Namen eines der ber├╝hmtesten Heiligen, und vielleicht hat jeder, der sich f├╝r unsere Kinder und Jugendlichen hier in der Schule engagiert, ein klein wenig von St. Martin. Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt. Und heute ist das der Mantel der G├╝te und N├Ąhe, der Mantel der Sorge und Anteilnahme, der Mantel tatkr├Ąftiger Hilfe.
Damals war es ein frierender Bettler im Schnee. Wie Martin ihm in seiner Not begegnet ist, daran erinnert die gro├če Stahlskulptur, die der in H├Ârdt/Pfalz lebende K├╝nstler Andreas Helmling f├╝r den Verkehrskreisel vor der Schule geschaffen hat. Trotz ihrer Dimension (6 to schwer, Gesamth├Âhe 3,50 m) strahlt die scherenschnittartige Skulptur eine unglaubliche Leichtigkeit aus und wirkt ├Ąu├čerst lebendig. Ich freue mich sehr, dazu schon viel Positives von Menschen aus der Stadt vernommen zu haben. Die Plastik schl├Ągt so den Bogen von der Verehrung des heiligen Martin, die in Ladenburg eine lange Tradition hat, zur Moderne und fordert, wie auch der K├╝nstler sagt, zu Humanit├Ąt auf.

Eine ganz andere k├╝nstlerisch gestaltete Skulptur aus Aluminium steht direkt im Eingangsbereich der neuen Schule. Geschaffen hat sie der Heidelberger K├╝nstler Pieter Sohl, der auch die weitere k├╝nstlerische Ausgestaltung der Schule ├╝bernommen hat. Es war f├╝r ihn eine echte Herausforderung besonders f├╝r die Kinder zu arbeiten, hat er mir gestanden. Zudem musste es zu der wundersch├Ânen Architektur passen und die einzelnen Bauelemente unterst├╝tzen. Auch wollte Pieter Sohl nicht nur kindergerecht gestalten, sondern f├╝r Lehrer, Betreuer und Besucher insgesamt ein Seherlebnis schaffen. Ich denke, das ist ihm gelungen. Sein besonderer Wunsch war es, die Fantasie der Kinder anzuregen und nicht, wie meist ├╝blich, nur vor dem Eingang als g├Ąngige Kunst am Bau ein ÔÇ×Schmuckst├╝ckÔÇť zu platzieren. Diese Begr├╝├čungsskulptur gibt es, und eigentlich besteht sie aus dem Grundriss der Schule (und w├Ąre vielleicht auch ein sch├Ânes ÔÇ×SchullogoÔÇť). Doch auch innen entdeckt man, gleich wo man steht oder geht, immer wieder einen fr├Âhlichen Farbtupfer. Und die beweglichen W├Ąnde innen sollen besonders einladen, sich nach Lust und Laune ein Bild zu drehen – auch mit dem Hintergedanken einer p├Ądagogischen Funktion.

Meine Damen und Herren, wie man es also dreht und wendet: Mit der neuen Martinsschule haben wir eine moderne, offene und freundliche Schule geschaffen. Wir haben geduldig daran gearbeitet, den behinderten Kindern eine bessere Chance auf einen guten Start ins Leben zu erm├Âglichen. Die investierten Gelder sind gut angelegt, die Schule wird im Laufe der Jahre noch weiter an Kontur gewinnen und jedem einzelnen Kind und jedem Jugendlichen hier einen optimalen Weg der F├Ârderung bieten. Ich hoffe und w├╝nsche, dass auch Sie – so wie ich – heute damit einen Augenblick der Dankbarkeit erleben und dass sich alle, die hier arbeiten, und besonders die Kinder, in der neuen Martinsschule wohlf├╝hlen und das Lernen Freude macht.“

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um die schriftliche Fassung der Rede. Der m├╝ndliche Vortrag kann davon abweichen.

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Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Die neue Martinsschule bietet zur Zeit 235 behinderten und schwerst-behinderten Kindern Ausbildung und Betreuung. Am 24. Februar wurde die Schule offiziell eingeweiht.

Spielecke: Die Martinsschule ist auf den ersten Blick eine Schule. Aber eine besondere. Bild: ladenburgblog

Gut 150 G├Ąste waren zur Einweihung der Martinsschule gekommen. Die Redaktion zeigt Fotos der Einweihung und Impressionen, wo und wie die Kinder dort unterrichtet und betreut werden.

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Hintergrund: Die neue Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des K├╝nstlers Pieter Sohl formt den Grundri├č der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau f├╝r die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstra├če unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe gef├╝hrt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergr├Â├černden Sch├╝lerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den ge├Ąnderten, sonderp├Ądagogischen Gegebenheiten und den h├Âheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere Sicherheitsanspr├╝che aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das gr├Â├čte Hochbauprojekt des federf├╝hrenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der Sch├╝lerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstra├če (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm Fl├Ąche, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm gro├čen Baugrundst├╝ck.

Das gesamte Schulgeb├Ąude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des Geb├Ąudes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit Klassenr├Ąumen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -┬Ż Geschoss nach unten bzw. ein -┬Ż Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschlie├čung erfolgt ├╝ber Rampen und 2 Aufz├╝ge.

Das zweigeschossige Schulgeb├Ąude bildet verschiedene H├Âfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die Freir├Ąume zu erm├Âglichen, befinden sich die H├Âfe hinsichtlich der H├Âhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, Gartenfl├Ąchen zwischen den gr├╝nen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau f├╝r die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau f├╝r gr├╝ne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit St├╝tzmauern aus Drahtschotterk├Ârben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der ÔÇ×KlimatisierungÔÇť – au├čer der M├Âglichkeit der Fensterbel├╝ftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen Luftdr├╝cken. Erg├Ąnzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die R├Ąume erhalten je nach gemessener Luftqualit├Ąt mit variablen Volumenstr├Âmen.“

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„Zusammen sind wir eins“ – Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Schulbeginn war am Montag. Am Mittwoch, den 24. Februar 2010, wurde die Martinsschule in Ladenburg offiziell eingeweiht. In der Schule werden 235 behinderte und schwerst behinderte Kinder unterrichtet und betreut. Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz bezeichnete die neue Martinsschule als „Edelstein.“ Gut 150 G├Ąste waren zur Einweihung gekommen.

Von Sabine Prothmann

Die Kinder der Martinsschule haben bei der internen Einweihungsfeier vor zwei Tagen die Parole ÔÇ×Zusammen sind wir einsÔÇť auf ein Plakat ├╝ber ihren Alltag und ihr Leben in der Schule geschrieben. K├╝rzer und besser kann man kaum beschreiben, was die heutige Einweihungsfeier des Neubaus in der Hirschberger Allee 2 vermittelt hat.

Kinder f├╝hren den "Umzugszug" auf. Bild: ladenburgblog

Die Kinder, die Eltern und die Lehrer haben schon sehr fr├╝h erfahren, dass sie zusammenhalten m├╝ssen, um stark zu sein. Dass sie gemeinsam k├Ąmpfen m├╝ssen, um ihre Ziele zu erreichen. Und dass sie sehr viel Hilfe brauchen, um sich eine Zukunft zu realisieren. M├╝he-, aber hoffnungsvoll.

Die Martinsschule wurde 1978 schon einmal er├Âffnet. Doch die alte Schule ist im Laufe der Zeit zu klein geworden. Die Konzeption, die Planung und die Finanzierung haben viel M├╝he und Zeit gekostet – sehr viele Menschen haben an diesem Projekt gearbeitet. Am Montag konnten 235 Sch├╝ler zusammen mit 105 Lehrern und 46 Kreisbediensteten in diesen wunderbaren Neubau einziehen. Die M├╝he hat sich gelohnt.

Oberste Priorit├Ąt.

Einer dieser Menschen ist der Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz. Und man glaubt ihm, wenn er in seiner Ansprache sagt: „Dies ist heute ist einer meiner sch├Ânsten Tage. Beinahe zehn Jahre lang hast dieses Projekt eines Neubaus unserer regionalen Schule f├╝r k├Ârper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorit├Ąt.“

28,2 Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Das ist viel Geld, aber es ist gut investiert.

Sch├╝tz bezeichnete die neue Martinsschule als ein Bauwerk mit Symbolcharakter und zitierte den Bundespr├Ąsidenten a. D. Roman Herzog: ÔÇ×├ťber die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder.“

Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz: "Einer meiner sch├Ânsten Tage." Bild: lblog

Der Neubau war durch die st├Ąndig steigende Zahl der hier unterrichteten Kinder notwendig geworden. Diese ben├Âtigen oft eine medizinische Behandlungspflege.

„Edelstein“ in Ladenburg.

Mit ihrer anspruchsvolle Architektur und Umfeldgestaltung stelle die Martinsschule ein gelungenes st├Ądtebauliches Entr├â┬ęe zur alten R├Âmerstadt dar – ein weiterer Mosaikstein der Schulstadt. „Ein Edelstein“, sagte Sch├╝tz. Die Einweihung sei damit auch ein gro├čer Tag f├╝r die Stadt Ladenburg.

Das Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula H├╝fftlein-Otto und ihr Team des Stuttgarter Architektenb├╝ros ÔÇ×OHOÔÇť haben beinahe eine kleine Stadt geschaffen, eingebunden in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim.

Sch├╝tz hob das Modulkonzept des Neubaus besonders hervor. Dieses erm├Âgliche mehr als nur eine Versorgung, bessere p├Ądagogische F├Ârderung sowie therapeutische Ma├čnahmen der schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen.

Enormer Einsatz.

Der Einsatz des Rektors Kurt Gredel, des Kollegiums, das seine Ferien f├╝r den Umzug opferte, das des Elternbeirats, des F├Ârdervereins, der Pflegekr├Ąfte und des Betreuungspersonals so wie der Kooperationspartner und vieler anderer mehr h├Ątten die Realisierung des Projekts erst erm├Âglicht.

ÔÇ×Ein M├Ąrchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ├╝ber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv f├╝r eine Sache ein.“ Und: „Sie alle suchen der Kinder Bestes.“

Sch├╝tz erinnert auch an den Namenspatron der Schule, den Heiligen Martin. „Einer der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt.“

Schulleiter Kurt Gredel (links) mit B├╝rgermeister Ziegler. Bild: lblog

Besonders lobte Sch├╝tz auch die Skulptur des Heidelberger K├╝nstlers Pieter Sohl, die am Eingang steht: Zwei Freunde, deren K├Ârper den Grundriss der Schule zeigen, umarmen sich.

Ort der Unterst├╝tzung.

Der Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner bezeichnete den Neubau der Martinsschule als Ort des Lebens, Ort der Beratung und Unterst├╝tzung. ÔÇ×Ja, sagen hier die Sch├╝ler, ja, sagen hier die Eltern, ja, sagen hier die Lehrer.“

Die Metropolregion und Baden-W├╝rttemberg k├Ânnten stolz sein auf diese Einrichtung, auf diesen Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Lernens, des F├Ârderns und Forderns, der zu einem St├╝ck Heimat wurde.

„Die Finanzierung von sozialen Projekten ist ein Ma├čstab der Menschlichkeit und der Qualit├Ąt einer Gesellschaft insgesamt“, sagte Landrat Matthias Wilkes als Vertreter der Kommunalen Partner f├╝r den Kreis Bergstra├če.

Die staatlichen Vertreter seien oft weit entfernt, doch die Landes- und Kommunalpolitiker konnten und wollten beim Einsatz f├╝r behinderte Kinder nicht ausweichen. Wilkes ist so sozialisiert worden. Sein Vater war Lehrer f├╝r geh├Ârlose Menschen.

Viel zu schultern.

ÔÇ×Es ist ein guter und gro├čer Tag f├╝r unsere StadtÔÇť, sagte B├╝rgermeister Rainer Ziegler in seiner Ansprache. Ladenburg sei gerne eine Schulstadt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, doch ÔÇ×f├╝r die Martinsschule haben wir die Rolle des Schultr├Ągers nicht, daf├╝r bedarf es breiterer und st├Ąrkerer SchulternÔÇť.

"Lichtertanz" zur Einweihung. Bild: lblog

Aber, so betonte der B├╝rgermeister, Ladenburg sei von Herzen gerne Heimat f├╝r diese Schule: ÔÇ×Die Menschen in unserer Stadt freuen sich, wenn die Sch├╝ler unterwegs sind, teilnehmen und teilhaben.“

Die Lage des Neubaus sei angebunden an die Stadt und an die Natur, gelegen am Kandelbach und in der N├Ąhe des Waldparks.

Es gab ein ehrgeiziges Ziel: Es sollten p├Ądagogische und medizinische Voraussetzungen geschaffen werden, die sich baulich an die Stadt anschmiegen und in die Natur integrieren. „Das haben die Architekten mit diesem baulichen Ensemble ├╝berzeugend erreicht“, sagte B├╝rgermeister Ziegler: ÔÇ×Vor 32 Jahren war die Martinsschule ein Vorzeigeprojekt. Und dies ist auch jetzt wieder eindrucksvoll gelungen.“

Wie ein kleines Dorf.

Als eine Schule wie ein kleines Dorf zwischen Stadt und Landschaft beschrieb der Architekt Maximilian Otto bei der symbolischen Schl├╝ssel├╝bergabe an Landrat Dr. Sch├╝tz und den Sonderschulrektor Kurt Gredel seinen Neubau der Martinsschule.

Es gibt hier einen Bahnhof, einen Marktplatz, eine Cafeteria, Sporthalle und Schwimmbad, H├Ąuser aus Backstein, aus Holz, eckig oder ÔÇ×kartoffeligÔÇť rund, grau, blau, maigr├╝n.

Es gibt Gassen, Pl├Ątze und selbst├Ąndig ÔÇ×erfahrbareÔÇť Wege. Spielr├Ąume innen wie au├čen, als B├╝hne f├╝r Begegnung und Kommunikation.

Besonders bedankte sich der Architekt daf├╝r, ÔÇ×dass sie uns haben machen lassenÔÇť.

Beeindruckendes Miteinander.

Beeindruckender als die Architektur ist aber das Miteinander der Sch├╝ler, der Eltern und Lehrkr├Ąfte.

"Crazy Sch├╝lers" haben Spa├č und rappen. Bild: lblog

Es ist beeindruckend, wenn die Sch├╝lerband ÔÇ×Crazy Sch├╝lersÔÇť auftritt. Es ist ber├╝hrend, wie die 6. Klasse ihren „Umzugszug“ darstellt. Es ist ergreifend, wie sich die 8. Klasse zum Lichtertanz bewegt und singt.

„Wir sind hier vier Schulen in einer“, sagt Peter Hellriegel, Leiter der Fr├╝hberatung: „Eine Grund-, eine Haupt-, eine F├Ârderschule und eine Schule f├╝r Geistigbehinderte.“ Er und andere Lehrer f├╝hren die G├Ąste nach den Einweihungsreden durch das Schulgeb├Ąude.

Entdeckung der Langsamkeit.

Viele Menschen dr├Ąngen durch die Flure, Rampen und Treppen. Dazwischen kommt man ins Stocken, wenn zum Beispiel eine gehbehinderte Sch├╝lerin die Treppen m├╝hsam erklimmt. ÔÇ×Sich in einer Behinderten-Schule zu befinden, ist die Entdeckung der LangsamkeitÔÇť, sagt eine Mutter.

Dieses helle und freundliche Geb├Ąude steckt voller Sonderanfertigungen und Sondereinrichtungen.

Ein Gel├Ąnder kann nicht nur ein Gel├Ąnder sein. Ein Schutz ist n├Âtig, damit die Kinder sich nicht verletzen.

Ein Schwimmbad ist nicht einfach ein Schwimmbad. Es ist viel w├Ąrmer, 32-┬░ Grad Celsius. Damit die behinderten Kinder nicht ausk├╝hlen, sondern ihre K├Ârper und sich entspannen k├Ânnen. Es hat eine Transportschiene, damit auch Rollstuhlkinder in eines der drei Becken gehoben werden k├Ânnen.

125 Sch├╝ler sind Rollstuhlkinder.

Die vielen Details in diesem einzigartigen Geb├Ąude sind teuer, aber sie tragen den Bed├╝rfnissen der Kinder Rechnung.

Wie in der gro├čen Turnhalle. Da gibt es Kletterw├Ąnde f├╝r die, die viel k├Ânnen. Und Kletterebenen f├╝r die, die weniger k├Ânnen. Ein gro├čes Trampolin f├╝r die, die h├╝pfen k├Ânnen. Aber auch f├╝r die, die nur gelagert werden und sich an den Schwingungen freuen.

Die Sch├╝lerschaft ist breit gef├Ąchert und so ist auch die Einrichtung. Hier muss auf jeden Einzelnen individuell eingegangen werden. Das geht gar nicht anders.

Und das tut man hier gemeinsam, denn ÔÇ×zusammen sind wir eins.ÔÇť

Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule
Hintergrund: Die neue Martinsschule

10. Messe „Jobs for Future“ vom 25. bis 27. Februar in der Maimarkthalle Mannheim

Guten Tag!

Ladenburg/Mannheim, 23. Februar 2010. Am Donnerstag, den 25. Februar 2010, startet S├╝ddeutschlands gr├Â├čte Messe rund um Ausbildung, Studium und Beruf.

Mit 233 Ausstellern ist die ÔÇ×Jobs for FutureÔÇť in Mannheim S├╝ddeutschlands gr├Â├čte Aus- und Weiterbildungsmesse. Sie wendet sich an alle Sch├╝ler, Abiturienten, Studierende, Existenzgr├╝nder, Berufst├Ątige und Wiedereinsteiger.

2009 verzeichnete ÔÇ×Jobs for FutureÔÇť an den drei Tagen ├╝ber 40.000 Besucher.

„Welcher Beruf kommt f├╝r mich in Frage? Wo gibt es Ausbildungspl├Ątze in der Region? Welcher Studiengang hat Zukunft? Wie kann ich im Job weiterkommen und welche Qualifikation brauche ich daf├╝r? Wie finde ich eine neue Stelle?“

Die Aussteller auf der „Jobs for Future“ helfen bei diesen Fragen weiter. Sie werden die Besucher fachkundig informieren und ihnen die M├Âglichkeiten f├╝r ihren Berufswunsch aufzeigen.

Drei volle Tage, vom 25. bis 27. Februar, jeweils von 10 bis 18 Uhr, stehen Personalchefs, Dozenten, Meister, Studienberater, Ausbildungs- und Arbeitsmarktexperten den Besuchern Rede und Antwort. Der Eintritt ist frei.

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Insgesamt 100.000 Euro f├╝r b├╝rgerschaftliches Engagement

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Februar 2010. Vereine, Institutionen und Organisationen aus der Metropolregion Rhein-Neckar k├Ânnen finanzielle Unterst├╝tzung erhalten, wenn sie b├╝rgerschaftliches Engagement bieten und sich bei der MVV um Unterst├╝tzung bewerben. Die Bewerbungsfrist l├Ąuft bis zum 31. M├Ąrz 2010.

Der Energieversorger MVV lobt auch dieses Jahr wieder seinen Sponsoringfonds aus. Auf Nachfrage der Redaktion betonte die MVV, dass sich jede Gruppe, die ehrenamtlich t├Ątig ist, bewerben kann.

Geldmangel ist oft ein Problem f├╝r ehrenamtliches Engagement. Ambitionierte Projekte finden hier vielleicht einen L├Âsung f├╝r dieses Problem.

Pressemitteilung der MVV:

„Vom Einrichten eines Fahrrad-Fuhrparks f├╝r das Mobilit├Ątstraining an der Eduard-Spranger-F├Ârderschule ├╝ber die t├╝rkischen Kulturwochen f├╝r Kinder und Jugendliche der Stadtbibliothek Mannheim bis zur Anlage eines Fischlehrpfades des Angelsportvereins Zuzenhausen reicht das Spektrum der Projekte in der Metropolregion, die in der zehnten Runde des Sponsoringfonds von MVV Energie Unterst├╝tzung erhalten.

Insgesamt qualifizierten sich in dieser Runde 18 Projekte, die sich in vorbildlicher Form vor allem f├╝r die F├Ârderung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft und Wissenschaft einsetzen. Vertreter der Vereine, Institutionen und Organisationen, die diese Projekte tragen, trafen sich heute zu einem Gedankenaustausch in den R├Ąumen des Unternehmens.

ÔÇ×Alle von Ihnen sind aktiv und engagieren sich f├╝r andere MenschenÔÇť, begr├╝ndete Matthias Br├╝ckmann, Vorstandsmitglied von MVV Energie, die Auswahl der Projekte. ÔÇ×Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, und die Bedeutung Ihrer Arbeit wollen wir mit unserem finanziellen Beitrag unterstreichenÔÇť.

MVV Energie stehe in einem gesellschaftlichen Zusammenhang und wolle der Verantwortung eines regional verankerten Unternehmens gerecht werden. ÔÇ×Die Menschen der Region sind uns wichtig, und der Sponsoringfonds ist ein Weg, wie wir unterst├╝tzend t├Ątig werden k├ÂnnenÔÇť, erkl├Ąrte Br├╝ckmann.

ÔÇ×Wir sind sehr froh ├╝ber die Unterst├╝tzung von MVV Energie. Das Sponsoring hilft uns, gemeinsam mit der Schule, der Stadt, dem Aktionskreis Schriesheimer Senioren sowie weiteren Mitstreitern unser ehrgeiziges Projekt zur Neugestaltung unseres Schulhofprojektes anzugehen und umzusetzenÔÇť, betonte Hartmut Voss vom F├Ârderverein der Kurpfalzschule Schriesheim.

Der Sponsoringfonds von MVV Energie unterst├╝tzt seit 2005 unter dem Leitgedanken ÔÇ×St├Ąrke f├╝r Stadt und RegionÔÇť zweimal j├Ąhrlich Initiativen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar mit insgesamt 100.000 Euro pro Jahr.

Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand eines Kataloges von Kriterien, bei denen insbesondere die F├Ârderung von Kindern und Jugendlichen sowie von Projekten in der Region im Vordergrund steht.

Insgesamt haben bisher 235 Projekte Mittel aus dem Sponsoringfonds erhalten.

In der zehnten Runde des Sponsoringfonds werden folgende Organisationen unterst├╝tzt:

  • Bezirksbeirat Mannheim-Wallstadt
  • Deutsche Leuk├Ąmie-Forschungs-Hilfe
  • Eduard-Spranger-Schule
  • Evangelisches Kinder- und Jugendwerk/Jugendkirche
  • Feudenheimschule Hauptschule mit Werkrealschule
  • ISC Mannheim e.V.
  • Kath. Kindergarten St. Raphael
  • Kindergartenlabor e.V.
  • Profi Wirtschaft Bildung Integration
  • Social Meets Culture e.V.
  • Stadtbibliothek Mannheim
  • Steckenpferd e.V.
  • TIG7 / Theater TrennT e.V.
  • Angelsportverein Zuzenhausen e.V.
  • F├Ârderverein der Kurpfalzschule Schriesheim e.V.
  • Kindergarten St. Nikolaus
  • VfL Brackenheim
  • Vogelnest-Verein f├╝r Kleinkindf├Ârderung e.V.

Die elfte Runde des Sponsoringfonds ist bereits am 1. Februar gestartet, die Bewerbungsfrist l├Ąuft bis zum 31. M├Ąrz 2010.

Interessierte k├Ânnen sich auf der Homepage des Unternehmens unter www.mvv-life.de informieren, wo auch w├Ąhrend der Bewerbungsfrist Zeit das Bewerbungsformular zu finden ist.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Gabis Kolumne

Mindestens zwei Dutzend in schwarz, braun, bequem oder einfach so

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Guten Tag!

Ladenburg, 22. Februar 2010. Was ist das, was die Welt im Inneren zusammenh├Ąlt? Genau. Schuhe. Zumindest f├╝r Frauen. Meint Gabi und ist fest davon ├╝berzeugt.

Sp├Ątestens seit der Serie und dem Film ÔÇ×Sex and the CityÔÇť wissen wir, dass Frauen und Schuhe ein ganz besonderes Verh├Ąltnis haben. Und selbst wenn ich von mir behaupten w├╝rde, keinen Schuhtick zu haben, so habe ich doch nie die richtigen Schuhe zum jeweiligen Outfit.

Wir beginnen mit den bequemen Schuhen: Sie sind flach und eher rund als spitz und leider, leider v├Âllig unerotisch.

Dann die High Heels – ganz ehrlich, welche Frau kann damit wirklich gut laufen? Und ebenfalls ehrlich: Welcher Mann findet die nicht ÔÇ×geilÔÇť? Die Absatzh├Âhe ist dabei genauso entscheidend wie die Absatzbreite und je h├Âher und d├╝nner, umso unbequemer und: Attraktiver.

Alle Varianten…

Dazwischen gibt es jegliche Variante, den schlichten Pumps, die Schnallenschuhe, Ballerinas, Mokassins-ÔéČ┬Ž .

Alles das gibt es dann auch noch in der Sommerversion, also dem Riemchenschuh oder der Jesuslatsche. Und die Wintervariante: Der spitze hohe Stiefel gegen den praktischen Schn├╝rstiefel f├╝r jedes Wetter.

Ich wei├č genau, wenn ich mit meinem Mann ein Schuhgesch├Ąft betrete, haben wir beide meist sofort ein bestimmtes Paar Schuhe im Blick – leider sind es nie dieselben. Meist einigen wir uns auf einen Kompromiss, h├Âher als ich wollte und flacher als mein Mann es gerne h├Ątte.

Eine Freundin hat mir erz├Ąhlt, ihr Mann habe geradezu eine Phobie vor Schuhl├Ąden, sie m├╝sse mit ihm erst stundenlang durch Sportgesch├Ąfte und Baum├Ąrkte laufen, anschlie├čend m├╝sse er sich in einer Bar noch Mut antrinken und nur, wenn sie ihm verspricht, dass er sich ganz entspannt in einen Sessel setzen darf, folgt er ihr in das Gesch├Ąft.

ÔÇ×F├╝r Kinder gibt es ├╝berall in den Gesch├Ąften Zeichentrickfilme, warum kann man f├╝r M├Ąnner nicht einen Fernsehen mit der Sportschau aufstellen?ÔÇť, fragte sie mich ganz verzweifelt, nachdem der letzte Schuhkauf wieder in einem gro├čen Streit endete.

Form, Farbe – alles ist entscheidend.

Aber nicht nur die Form ist entscheidend, sondern auch die Farbe. Wir Frauen brauchen mindestens sechs Paar schwarze Schuhe: Ballerinas, Sandalen, Stiefel, Stiefeletten, Pumps und den praktischen Halbschuh. Das ganze dann am besten noch in Braun. Ein bis zwei Paare in hell und je nach aktueller Modefarbe ein Paar in Lila, Rot oder Gr├╝n.

Nicht zu vergessen die Turnschuhe, die wiederum in Freizeit- und Sportschuhe unterteilt werden, welche in Leder und welche aus Stoff. Und nat├╝rlich, fast h├Ątte ich es vergessen, die FlipFlops. Davon ben├Âtigt Frau mindestens zwei Paar, die f├╝r den Strand und die f├╝r die Stadt.

Und dann gibt es noch den besonderen Schuh. Kennen Sie das, Sie betreten einen Schuhladen und sehen einen Schuh, der eigentlich zu nichts passt und der auch absolut unbequem ist und zudem eindeutig zu viel kostet? Man probiert ihn an, stellt alle M├Ąngel fest, stellt ihn zur├╝ck ins Regal und verl├Ąsst schnell den Laden.

Doch auch zuhause kreisen die Gedanken immer wieder um dieses Paar Schuhe.

Ein paar Tage sp├Ąter betritt man wieder den Laden und hofft und f├╝rchtet insgeheim, sie nicht mehr zu finden. Doch sie stehen noch da und oh Wunder, sie sind reduziert!

Wenn die Vernunft verliert… geht es um Schuhe.

Jetzt geht alles ganz schnell. An diesem Punkt wird nicht mehr nachgedacht, denn jetzt geh├Âren sie mir. Meine Vernunft hat den Kampf gegen mein Begehren verloren. Die Schuhe werden gekauft.

Ich habe zwei bis drei solcher Exemplare. Sie sind wundersch├Ân. Ganz besonders – und ich habe sie noch nie getragen.

So komme ich im Schnitt auf mindestens rund 20 Paar Schuhe und ich bin wahrlich keine Schuhfetischistin.

Das muss genetisch bedingt sein. Denn gestern sagte meine zart pubertierende Tochter: ÔÇ×Mama, ich brauche ganz dringend neue SchuheÔÇť.

Leid, Schmerz und Freude der Ute Fahse – Ausstellung im Domhof

Guten Tag!

Ladenburg, 19. Februar 2010. Die K├╝nstlerin Ute Fahse zeigt im Domhof bewegende Portr├Ąts von Menschen aus der Bibel: „Menschen wie Du und ich“.

Von Sabine Prothmann

Die Bilder von Ute Fahse sind bewegend. Die Gesichter sind dramatisch. Die Geschichten dahinter sind biblisch.

Rahel leidet. Sie hat ihre Kinder verloren. Foto: ladenburgblog

20 Gesichter, 14 Frauen, 6 M├Ąnner. Gesichter aus der Bibel, in denen man Leid, Schmerz, aber auch Freude findet – die gesamte Spannweite der menschlichen Existenz.

Gesichter auf die Hartfaserplatte gebannt, die den nichtexistierenden Rahmen zu sprengen scheinen.

„Ich mag mutige und starke Frauen.“ Ute Fahse

Ute Fahse wurde 1942 in Kalisch geboren (Pommern) und studierte von 1958 bis 1962 Gebrauchsgrafik an der Werkkunstschule Hannover.

In den klaren Fl├Ąchen und Strukturen kann sie die Grafikerin nicht verleugnen.

Ute Fahse ist tief religi├Âs. ÔÇ×Ich lese jeden Tag in der BibelÔÇť, sagt sie. Und es kann niemand verwundern, der die Bibel kennt, dass die Frauen und M├Ąnner der Bibel Bewegendes und Schreckliches erlebt haben.

„In manche Gesichter mochte ich nicht mehr schauen.“ Rainer Ziegler.

In den Gesichtern, in den Augen sieht man Freude, aber auch Schrecken und Leid. So ein Bild muss man sich nicht ├╝ber das Sofa h├Ąngen, oder wie B├╝rgermeister Rainer Ziegler in seiner Er├Âffnungsrede sagte: ÔÇ×Ich war von einigen Gesichtern angezogen und auf andere, die den Schrecken gesehen haben, wollte ich nicht mehr schauenÔÇť.

Ute Fahses Bilder sind nicht gef├Ąllig, sie malt nicht das Sch├Âne, sondern sie malt ÔÇ×Menschen wie du und ichÔÇť, wie sie auch ihre Ausstellung betitelt.

ÔÇ×Ich mag mutige und starke FrauenÔÇť, erkl├Ąrt sie und davon findet sie reichlich in der Bibel, Frauen, die sich gegen Verhaltennormen aufgelehnt haben.

Eines ihrer Lieblingsbilder ist das der Prostituierten Rahab, die zwei von Josua gesandte Kundschafter versteckt hielt und so mit ihrer Familie die Zerst├Ârung Jerichos ├╝berlebte. ÔÇ×Ich mag sieÔÇť, so Fahse.

Ute Fahse vor ihren Bildern. Foto: ladenburgblog

Und sie leidet mit Rahel, die ihre Kinder verlor. W├Ąhrend sie das versteinerte Gesicht malte, fragte sich die Mutter zweier Kinder, wie man einen solchen Verlust ertragen kann.

„Sie legt in ihren Bildern den Menschen frei. “ Dr. Maria Lucia Weigel

ÔÇ×Zu empfinden, was er sieht, zu geben, was er empfindet, macht das Leben des K├╝nstlers ausÔÇť, sagte Rainer Ziegler bei der Er├Âffnung. Und beschreibt damit sehr gut, die Begegnung mit den biblischen Gesichtern der Ute Fahse.

Er selbst sei erfasst gewesen von der Schlichtheit der Bilder, die einhergeht mit ihrer gro├čen Ausdruckskraft. ÔÇ×Die biblischen Gestalten vermitteln gro├če Freude, aber auch ertragenes Leid.ÔÇť

Er freue sich, den Domhof zum wiederholten Male f├╝r die Wahl-Ladenburgerin, sie lebt seit 1986 hier, f├╝r eine Ausstellung zu ├Âffnen.

ÔÇ×Sie legt in ihren Bildern den Menschen frei, die Essenz der LebenserfahrungÔÇť, erl├Ąuterte die Kunsthistorikerin Dr. Maria Lucia Weigel in ihrer Einf├╝hrung zu den Bildern.

Dargestellt werde die Spannbreite der menschlichen Existenz und die K├╝nstlerin gebe dem eigenen Nachempfinden des Betrachters Raum: ÔÇ×Es sind Menschen wie du und ichÔÇť.

Rahab – die Prostituierte. Menschen wie du und ich.

Auf Hartfaserplatten werden Strukturen aufgebracht. Gipsbinden werden aufgelegt und wieder entfernt. Aus textilen Fragmente und Stoffen entstehen N├Ąhte und Falten, die die Nasen, die Lippen, die Augenb├Âgen definieren. Geschichtete und gefaltete Stoffbahnen umrahmen die Gesichter. Zahlreiche Farbschichten aus Dispersions- und Acrylfarbe, verfeinert durch Aquarellstifte erwecken die Gesichter zum Leben. Dabei achtet die K├╝nstlerin darauf, Material und Farbe zur Person auszuw├Ąhlen.

Da wird der Brokat verwendet bei der verm├Âgenden Abigail. Mit den Farben lila und purpur unterstreicht sie die Demut der Maria Magdalena.

Rahab - die Prostituierte. Foto: ladenburgblog

Sie h├Ąlt in ihren Gesichtern den Moment des Schicksalschlages oder der freudigen Erkenntnis fest.

Die Geschichte wird allein erz├Ąhlt vom Ausdruck, von den Farben und von den Formen des Gesichtes. Die Gesichter f├╝llen die Bildfl├Ąche. ÔÇ×Sie legt Emotionen frei.ÔÇť

Ausgangspunkt jeden Bildes ist die Augenpartie. Kluge, gl├╝hende Blicke von mutigen Frauen, ebenso wie fahle Blicke, schmale Lippen, unsagbares Leid wie z.B. bei Rahel, die ihre Kinder verlor.

ÔÇ×Wir treten in den Dialog, bevor wir die Namen kennen, wir treten in den Dialog durch die Aura der GesichterÔÇť, so Weigel.

Die K├╝nstlerin zeige in ihrer Kunst, Achtung vor der Leidensf├Ąhigkeit von Frauen, die die von au├čen definierten Grenzen und Verhaltensnormen zu ├╝berwinden suchen.

Im vergangenen Jahr sind auch biblische M├Ąnnergesichter hinzu gekommen.

Auch hier stellt sie die existentiellen Fragen, wie zum Beispiel bei Abraham, der bereit ist, seinen Sohn zu opfern.

Die Vernissage ist gut besucht, rund 50 G├Ąste betrachten die Gesichter der Ute Fahse und h├Âren die erkl├Ąrenden Worte der Kunsthistorikerin Weigel. Sie stehen vor den Bildern und treten in den Dialog, mit Freude und mit Schrecken.

Johannes Ehrismann (Stadtmission) spielte auf der Geige St├╝cke von H├Ąndel zur Er├Âffnung.

Die Ausstellung ist vom 20. Februar – 7. M├Ąrz 2010, jeweils samstags von 14 – 17 Uhr und sonntags von 11 – 17 Uhr im Domhof ge├Âffnet. Die K├╝nstlerin ist jeweils anwesend.

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T├Âdlicher Stich ins Herz – weitere Waffen gefunden

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 19. Februar 2010. Gegen den 23-j├Ąhrigen Mann, der gestern in Ludwigshafen einen 58-j├Ąhrigen Lehrer niedergestochen hatte, erging heute Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggr├╝nden. In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler weitere Waffen und Chemikalien, die eventuell f├╝r einen Bombenbau vorgesehen waren.

Gemeinsame Presseerkl├Ąrung der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des Polizeipr├Ąsidiums Rheinpfalz:

„Nach der noch gestern durchgef├╝hrten Obduktion bei der Rechtsmedizin in Mainz liegt das vorl├Ąufige Obduktionsergebnis vor. Danach f├╝gte der 23-j├Ąhrige ehemalige Sch├╝ler der BBS II seinem Opfer mehreren Messerstiche zu. T├Âdlich verletzt wurde der 58-J├Ąhrige durch einen Stich in die Brust, der das Herz verletzte.

Der 23-J├Ąhrige wurde heute um 11.30 Uhr dem Haftrichter vorgef├╝hrt. Die Vorf├╝hrung erfolgte beim Polizeipr├Ąsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen. Auf Antrag der zust├Ąndigen Staatsanwaltschaft Frankenthal erging Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggr├╝nden.
Im Rahmen seiner richterlichen Vernehmung machte der Beschuldigte keine weiteren Angaben.

Bei der zwischenzeitlich erfolgten Durchsuchung seiner Wohnung in Ludwigshafen wurden 16 Schusswaffen, darunter Schreckschuss-, Luftdruck- und Gotcha-Waffen sichergestellt. Weiterhin entdeckte der Entsch├Ąrfungsdienst des Landeskriminalamtes Chemikalien, die zum Bau von Sprengs├Ątzen geeignet sein k├Ânnen. Sie werden zurzeit beim LKA untersucht. Zus├Ątzlich wertet die Polizei derzeit schriftliche und elektronische Aufzeichnungen des Tatverd├Ąchtigen aus. Diese deuten darauf hin, dass er sich mit vorangegangen Amoktaten befasst und m├Âglicherweise bereits vor einiger Zeit mit der Planung einer eigenen Gewalttat begonnen hat.“

Mord aus niedrigen Beweggr├╝nden – Ex-Sch├╝ler t├Âtet Lehrer mit Messer

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim ist heute ein Lehrer von einem ehemaligen Sch├╝ler get├Âtet worden. Als Tatmotiv hat der 23-j├Ąhrige mutma├čliche T├Ąter „Wut“ angegeben.

Die rheinland-pf├Ąlzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) und der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig. Bild: hblog

Die Teilnehmer der Pressekonferenz im Ludwigshafener Polizeipr├Ąsidium waren sichtlich ersch├╝ttert ├╝ber die Tat: „Wir gehen von einer Tat aus niedrigen Beweggr├╝nden aus“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig gegen├╝ber der Presse.

Rund 70 Reporter filmten, fotografierten und schrieben mit. Noch gibt es wenige Details: Alles deutet darauf hin, dass es kein Amoklauf war, sondern eine gezielte Attacke auf den get├Âteten 58 Jahre alten Lehrer, der seinen Wohnsitz in Hessen hat.

Verletzt wurden ein weiterer Lehrer und der Schulleiter Walter Lautwein. Beide konnten sich aber in Sicherheit bringen. Die Schule wurde umgehend ger├Ąumt, Spezialkr├Ąfte der Polizei verhafteten kurz darauf den Tatverd├Ąchtigen.

Die Berufsbildende Schule Technik II in Ludwigshafen. Bild: hblog

Dieser soll strafrechtlich bislang nicht auff├Ąllig gewesen sein und habe nach eigenen Angaben die Schule bereits 2004 verlassen. „Wut“ ├╝ber die schlechte Benotung sei angeblich das Tatmotiv gewesen.

Hinweis:
Der f├╝r dieses blog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann auf Focus online: Trostlose Lebenssituation

Redaktion

Amoklauf an Berufsschule in Ludwigshafen? Lehrer get├Âtet

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim soll es am Vormittag zu einem Amoklauf gekommen sein. Dabei wurde ein Lehrer get├Âtet. Der mutma├čliche T├Ąter soll gefasst sein.

Die Nachrichtenlage ist d├╝nn. Laut Polizei soll sich die Tat gegen 10:00 Uhr ereignet haben. Angeblich soll ein bereits gefasster 23-j├Ąhriger der mutma├čliche T├Ąter sein, der mehrere Personen angegriffen haben soll. Ein Lehrer starb an seinen Verletzungen.

Welche Waffe der T├Ąter benutzte, ist auch noch nicht klar. Vermutlich ein Messer.

Die Schule ist nach Angaben der Polizei durch ein Gro├čaufgebot der Polizei schnell ger├Ąumt worden. Eltern und Sch├╝ler werden nach Angaben der Beh├Ârden psychologisch betreut.

Die Berufsbildende Schule Technik II im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim hat 3.200 Sch├╝ler und 130 Lehrer.

Redaktion

Vernunft und Kontrollen wirken – Polizei: Weniger „Alkoholfahrten“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. Februar 2010. Das Polizeipr├Ąsidium Mannheim sieht eine positive Entwicklung in Sachen „Alkohol am Steuer“. Gegen├╝ber dem Vorjahr sind alle Zahlen r├╝ckl├Ąufig.

Weniger "Alkohol- und Drogenfahrten". Bild: lblog

Die Polizei f├╝hrt die Abnahme von Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss auf die verst├Ąrkten Kontrollen sowie eine kontinuierliche Information der ├ľffentlichkeit zur├╝ck. Sowohl die Fahrten unter Einfluss von Alkohol als auch unter Einfluss von Drogen gingen gegen├╝ber dem Vorjahr um gut 25 Prozent zur├╝ck. Und es gab einen Unfall weniger.

Da Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen nach wie vor die Verkehrssicherheit ma├čgeblich negativ beeinflussen, ist die ├ťberpr├╝fung der Fahrtauglichkeit weiter ein Schwerpunkt der Verkehrspolizei.

Pressemeldung des Polizeipr├Ąsidiums Mannheim:

„Die Appelle und Warnungen der Polizei und anderer Institutionen haben die B├╝rger offenbar erreicht. Bei den angek├╝ndigten Kontrollen der Polizei in der Fastnachtszeit gerieten im Zust├Ąndigkeitsbereich des Polizeipr├Ąsidiums Mannheim im Vergleich zum Vorjahr (Zahlen in Klammer) weniger Verkehrsteilnehmer in Konflikt mit dem Gesetz.

In den vergangenen vier Wochen musste die Polizei 14 (15) Unf├Ąlle aufnehmen, bei denen Alkoholkonsum urs├Ąchlich war. Hierbei wurden 3 (0) Personen verletzt. Bei den umfangreichen Kontrollen wurden 37 (49) Fahrzeugf├╝hrer festgestellt, die sich unter dem Einfluss von Alkohol ans Steuer setzten. Darunter jedoch auch ein F├╝hrerscheinneuling, f├╝r den ein generelles Alkoholverbot am Steuer besteht. Sie m├╝ssen nun, je nach Promillewert, mit dem Entzug ihrer Fahrerlaubnis, bzw. mit einer Anzeige rechnen.

Anzeichen eines Drogenkonsums konnten die Beamten bei 9 (13) Fahrzeugf├╝hrern wahrnehmen und durch einen entsprechenden Test belegen. Neben den ├╝blichen Sanktionen besteht hier die M├Âglichkeit, dass die Beh├Ârde die grunds├Ątzliche Fahrtauglichkeit, sowie die charakterliche Eignung der Konsumenten zum F├╝hren eines Kraftfahrzeugs durch entsprechende Auflagen ├╝berpr├╝fen l├Ąsst.

Wer nun denkt, die „gef├Ąhrliche Zeit“ f├╝r Verkehrss├╝nder sei mit der Fastnachtszeit vorbei, begibt sich auf d├╝nnes Eis. Nach wie vor beeintr├Ąchtigen die Alkohol- und Drogendelikte im Stra├čenverkehr die Verkehrssicherheit ma├čgeblich und bilden somit einen ganzj├Ąhrigen Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrs├╝berwachung.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Starke Belastung f├╝r Sch├╝ler und Eltern

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Februar 2010. Die Grundschulempfehlung: F├╝r die, bei denen es „passt“, ist alles in Ordnung. F├╝r die anderen kann sie ein Drama werden. Bis zum 4. M├Ąrz 2010 werden in Baden-W├╝rttemberg wieder die Briefe versandt, die ├╝ber die schulische und damit vielleicht auch berufliche Zukunft der Kinder entscheiden.

Kommentar: Sabine Prothmann

Im f├Âderalen System der Bundesrepublik Deutschland k├Ânnen ein paar Kilometer entscheidend sein, ob die Eltern oder die Lehrer die Entscheidung treffen, auf welche Schule ihr Kind geht: Hier in Baden-W├╝rttemberg bestimmt die Schule auf Basis des Halbjahreszeugnisses, im benachbarten Hessen ist die verbindliche Empfehlung abgeschafft.

Absurd: Verbessert sich das Kind in der zweiten H├Ąlfte des vierten Schuljahres, spielt das keine Rolle mehr.

Ist das Kreuz aus der Sicht der Eltern nicht an der richtigen Stelle, geht ein Kampf David gegen Goliath, sprich Eltern gegen die Entscheidung der Schule los.

Wenn Eltern mit der Grundschulempfehlung nicht einverstanden sind, gibt es zwei M├Âglichkeiten: Entweder sie nehmen das Beratungsverfahren in Anspruch oder sie melden ihr Kind gleich zur Aufnahmepr├╝fung an, was sie auch noch nach dem Beratungsverfahren machen k├Ânnen.

In diesem Verfahren werden mehrere Kinder von einer Beratungslehrerin getestet, die zwei verschiedene allgemeine Begabungstests durchf├╝hrt. Diese sind landesweit einheitlich festgelegt und nach den vorgegebenen Normen ausgewertet werden.

Nach einem Beratungsgespr├Ąch mit den Eltern tagt die Klassenkonferenz gemeinsam mit dem Beratungslehrer, der stimmberechtigt ist, und beschlie├čt die „Gemeinsame Bildungsempfehlung“. Entspricht die Empfehlung den Vorstellungen der Eltern, so k├Ânnen sie ihr Kind an der gew├╝nschten Schule anmelden. Ist dies nicht der Fall, k├Ânnen sie sich entscheiden, ob sie ihr Kind zur Aufnahmepr├╝fung anmelden wollen.

Die Aufgaben f├╝r die Aufnahmepr├╝fung werden zentral vom Kultusministerium – auf der Grundlage des Bildungsplanes der Grundschule und unter Einbeziehung von Lehrerinnen und Lehrern aller betroffenen Schularten – gestellt. Damit werden sowohl die Voraussetzungen der abgebenden Schulart als auch die Erwartungen der aufnehmenden Schularten ber├╝cksichtigt.

Die Pr├╝fung besteht aus einem schriftlichen und einem m├╝ndlichen Teil.

Sollte das Kind den Durchschnitt f├╝r die gew├╝nschte Schulart nach der schriftlichen Pr├╝fung (3,0 f├╝r die Realschule, 2,5 f├╝r das Gymnasium) nicht erreicht haben, so wird eine m├╝ndliche Pr├╝fung durchgef├╝hrt. Die Leistungen f├╝r die schriftliche und m├╝ndliche Pr├╝fung z├Ąhlen je zur H├Ąlfte.

├ťber Sinn oder Unsinn des Systems sowie ├╝ber das dreigliedrige Schulsystem kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Man sollte sich aber auf alle F├Ąlle bei einem Widerspruch gegen die Schulempfehlung dar├╝ber im Klaren sein, dass eine Aufnahmepr├╝fung f├╝r das Kind und auch die Familie durch das b├╝rokratische Verfahren eine starke Belastung darstellt.

Welche Schule ist die richtige f├╝r mein Kind?

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Februar 2010. Diese Frage stellen sich dieser Tage wieder viele Eltern in Baden-W├╝rttemberg. Bis zum 26. Februar 2010 finden die Informationsgespr├Ąche mit den Klassenlehrern statt und bis zum 4. M├Ąrz werden die Grundschulempfehlungen versandt. Die R├╝ckmeldung der Eltern zur Grundschulempfehlung muss bis zum 11. M├Ąrz 2010 erfolgen.

Der Trend zum Gymnasium ist nach wie vor hoch. Fast die H├Ąlfte der Sch├╝ler erhalten eine entsprechende Empfehlung. Haupt- und Realschule liegen fast gleichauf. Aber: W├Ąhrend nur jedes f├╝nfte deutsche Kinder von der Grund- auf die Hauptschule wechselt, ist es jedes zweite Kind aus Familien mit Migrationshintergrund.

Auf der Seite des statistischen Landesamts k├Ânnen Sie dazu einen ausf├╝hrlichen und interessanten Text lesen: Grundschulempfehlung und Elternwunsch – nicht immer stimmen sie ├╝berein.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Informationsabende (sind auch im Terminkalender eingetragen) von Gymnasien und Realschulen, die gut von Heddesheim aus zu erreichen sind:

Carl-Benz-Gymnasium, Ladenburg
Realschulstr. 4
Ladenburg
Infoabend am 24. Februar, 17.30 Uhr

Merian Realschule, Ladenburg
Heidelberger Str. 20
Ladenburg
Infoabend am 10. M├Ąrz, 17 Uhr

Kurpfalz – Schule Schriesheim
Hirschberger Stra├če 1
69198 Schriesheim
Gymnasium
Informationsveranstaltung am 11. M├Ąrz von 17.00 – 20.00 Uhr.
Realschule
4.3.10 Tag der offenen T├╝r f├╝r Eltern der Klasse 4

Bunsen-Gymnasium
Humboldtstra├če 23
69120 Heidelberg
Am Donnerstag, 11.03.2009 um 16:00 Uhr Tag der Information.

Kurf├╝rst-Friedrich-Gymnasium
Neckarstaden 2
69117 Heidelberg
Im Rahmen des Schulfestes findet am Samstag, den 13.03.2010 (ab 10 Uhr)
um 11 Uhr eine Informationsveranstaltung f├╝r die Grundsch├╝ler und Eltern statt.

H├Âlderlin Gymnasium Heidelberg
Pl├Âck 40-42
69117 Heidelberg
Infoabend am Dienstag, den 16.3.2010 um 19.00 Uhr
Am Samstag, den 20.3.2010 Tag der offenen T├╝r ein.

Feudenheim-Gymnasium Mannheim
Neckarstr. 4
Mannheim-Feudenheim
Informationsveranstaltung 10.M├Ąrz 2010, 19.00

Lessing-Gymnasium, Mannheim
Josef-Braun-Ufer 15-16
Mannheim
Infoabend am 12. M├Ąrz, 19 Uhr

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Ausstellung im Domhof: „Menschen wie du und ich“

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Februar 2010. „Menschen wie du und ich“ – Frauen und M├Ąnner der Bibel, hei├čt eine Ausstellung, die ab kommendem Freitag im Domhof zu sehen sein wird.

Am Freitag, den 19. Februar 2010, 19:00 Uhr, er├Âffnet die Ausstellung ÔÇ×Menschen wie du und ichÔÇť – Frauen und M├Ąnner der Bibel – im Domhof. Die Schau zeigt Malereien der Ladenburger K├╝nstlerin Ute Fahse.

Die Einf├╝hrung ├╝bernimmt die Kunsthistorikerin Dr. Maria Lucia Weigel.

Die Ausstellung ist vom 20. Februar – 7. M├Ąrz 2010, jeweils samstags von 14 – 17 Uhr und sonntags von 11 – 17 Uhr ge├Âffnet. Die K├╝nstlerin ist jeweils anwesend.

Google Maps: Domhof, Hauptstra├če 9, Ladenburg
Telefon 06203/16242

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Stadt erinnert an R├Ąum- und Streupflicht

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Februar 2010. Die Stadtverwaltung erinnert angesichts der Wetterlage an die R├Ąum- und Streupflicht. Der Einsatz von Streusalz soll auf das „notwendige Ma├č beschr├Ąnkt bleiben.“

Pressemitteilung der Stadt Ladenburg

„Der Winter hat uns immer noch fest im Griff. Aus diesem Anlass weisen wir noch einmal auf die R├Ąum- und Streupflicht hin. Alle St├Ądte und Gemeinden haben diese Pflicht in einer Satzung ├╝ber die Reinigung ├Âffentlicher Stra├čen geregelt.

Wichtigste Aufgabe f├╝r die Grundst├╝cksbesitzer ist neben dem regelm├Ą├čigen Kehren die winterliche R├Ąum- und Streupflicht. Grunds├Ątzlich gilt, dass Gehwege unmittelbar nach dem Schneefall vom Schnee zu befreien sind. Nach 20:00 Uhr gefallener Schnee ist werktags bis 07:00 Uhr, sonn- und feiertags bis 8:00 Uhr zu beseitigen. Der wegger├Ąumte Schnee ist so zu lagern, dass der Verkehr nicht behindert und der Abfluss des Oberfl├Ąchenwassers nicht beeintr├Ąchtigt wird. Anlieger von Eckgrundst├╝cken m├╝ssen beide Gehwege r├Ąumen. Besteht kein Gehweg, gilt ein Streifen von 1,5 m Breite entlang der Grundst├╝cksgrenze als Gehweg.

Bei Gl├Ątte gibt es f├╝r Gehwege, eine Streupflicht. Gestreut werden soll mit abstumpfenden Materialien wie Asche, Sand, Granulat oder S├Ągemehl. Das Streuen von Salz ist nur in Ausnahmef├Ąllen zul├Ąssig, wenn mit abstumpfenden Mitteln keine ausreichende Wirkung zu erzielen ist. Das kann bei Eisregen oder aber an besonders gef├Ąhrlichen Stellen auf Gehwegen (Treppen, Rampen, starkes Gef├Ąlle) der Fall sein. Der Umwelt zuliebe soll in diesen F├Ąllen der Einsatz von Salz auf das notwendige Ma├č beschr├Ąnkt werden.“

Link: Streupflichtsatzung der Stadt Ladenburg

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Leserbrief: Unglaubliche Zust├Ąnde f├╝r Sch├╝ler im ├ľPNV

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Februar 2010. Die Redaktion ver├Âffentlicht einen Leserbrief, der eine massive Kritik am Busunternehmen BRN formuliert. Die Darstellungen im Text schildern die Sicht des Verfassers. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wies der Verfasser in der Fragezeit f├╝r B├╝rger auf seine Erlebnisse hin und forderte Aufkl├Ąrung beziehungsweise Abhilfe. Das ladenburgblog dokumentiert die schriftliche Schilderung der Kritik am Busbetreiber.

Leserbrief

Erlebnisse bei einer Busfahrt nach Mannheim-Seckenheim

Als Mitglied des Arbeitskreises Netzwerk Berufsfindung der Zukunftswerktadt Ladenburg begleitete ich am 26.01.2010 14 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der Klasse 8 der Sickingen Haupt- und Werkrealschule mit ihrem Lehrer auf einem Lerngang zum BIZ Berufs-Informations-Zentrum nach Mannheim.

Es sollte um 12.44 Uhr mit dem Bus an der Haltestelle in der Bahnhofstra├če, gegen├╝ber der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord losgehen.

Sch├╝ler, Lehrer und ich waren rechtzeitig an der Haltestelle. Wir warteten geduldig bei -3,5 Grad auf das Eintreffen des Busses, jedoch nichts tat sich.

Die meisten Kinder im Alter von 14 Jahren wohnen in Ilvesheim und besuchen seit Herbst 2009 die Sickingen Haupt- und Werkrealschule, weil die Hauptschule in Ilvesheim f├╝r ihren Jahrgang geschlossen wurde.

Nachdem der Bus auf sich warten lie├č, machten die Kinder ihren Lehrer und mich darauf aufmerksam, dass wir mit ziemlicher Sicherheit mit dem 12.44 Uhr Bus wegen ├ťberf├╝llung nicht mitfahren k├Ânnen und ob das mit dem n├Ąchsten 13.19 h-Bus gelinge, sei ebenfalls zweifelhaft.

Ich hielt das im Stillen f├╝r ├╝bertrieben – aber, ich musste dazulernen!

Inzwischen war es kurz vor 12.55 h und unser Bus war immer noch nicht zu sehen.

Aus Richtung Ilvesheim kommend war inzwischen ein Bus mit gro├čer Richtungsanzeige ÔÇ×LEERFAHRTÔÇť an uns vorbeigefahren und am Benz-Platz in Richtung Schwimmbad abgebogen. Merkw├╝rdig-ÔéČ┬Ž, das Schwimmbad ist doch geschlossen!?

Zwei Minuten vor 13.00 Uhr kam dann endlich unser Bus um die Ecke aus Richtung Wallstadter Stra├če angefahren, – aber, er hielt gar nicht erst an, sondern fuhr einfach ungebremst weiter in Richtung Ilvesheim, denn er war, wie zu erkennen, bereits brechend voll!

Die Sch├╝ler maulten zwar, aber verhielten sich einwandfrei und warteten mit uns zwei Erwachsenen geduldig weiter.

Ein weiterer Bus aus Richtung Ilvesheim kommend mit Richtungsanzeige ÔÇ×LEERFAHRTÔÇť bog wiederum am Benz-Platz in Richtung Schwimmbad ab.

Inzwischen waren noch 4 ├Ąltere Sch├╝lerinnen (etvl. aus Realschule oder Gymnasium) an der Haltestelle angekommen und warteten ebenfalls.

Da, endlich, es war 13.19 Uhr, kam der Bus p├╝nktlich um die Ecke aus Richtung Wallstadter Stra├če und hielt sogar an. Trotz ├ťberf├╝llung!

Zwei Insassen stiegen aus (offenbar musste er deshalb anhalten) aber 20 Personen wollten/mussten rein, obwohl alle Sitzpl├Ątze, die Mittelg├Ąnge und Einstiegsplattform besetzt waren.
Also, jeder presste sich – die Luft anhaltend – engstens an die Mitreisenden, versuchte, irgendeine Stange oder Griff zu Festhalten zu packen.

Es wurde gedr├╝ckt und geschoben und geflucht und geschrieen – aber der Busfahrer konnte endlich die T├╝ren schlie├čen. Und schon gings los!

Offenbar musste er irgendwie Zeit aufholen, denn er gab Gas, so dass der Pulk der Stehenden nach hinten schwankte. Beim Bremsen schwankte er nach vorne und je nach Kurve schwankte der Pulk nach rechts oder links.

Positiv war, es konnte keiner umfallen!

Mir ging durch den Sinn, dass es bei diesem Gedr├Ąnge leicht w├Ąre, mir meinen Geldbeutel aus der Jackentasche zu klauen, – aber, ich beruhigte mich schnell, denn wir standen ja so eng, dass niemand die Arme bewegen konnte.

An einer Haltestelle wollte eine Frau vor mir, die einen Sitzplatz hatte, aussteigen, aber es war wegen der ├ťberf├╝llung nicht m├Âglich. Sie schrie mich zwar an, sie m├╝sse aussteigen, aber – ich konnte sie ja nicht durch mich hindurch gehen lassen.

Also bat ich an der Haltestelle die vor der T├╝r stehenden Sch├╝ler doch auszusteigen, um Platz zum Aussteigen f├╝r diese Frau zu machen. Das taten sie auch ohne murren.

Aber, sie mussten sich gewaltig beeilen, um sich rechtzeitig wieder reinzuquetschen, damit der Busfahrer sie mitnahm und die T├╝ren schlie├čen konnte.

Endlich in Seckenheim angekommen, stiegen wir aus, um mit der Stra├čenbahn weiterzufahren. Tief Luft holen, war wichtig!

Die R├╝ckfahrt von Seckenheim nach Ladenburg – nach 16.00 h – verlief ├╝brigens mangels ÔÇ×Fahrgast-MasseÔÇť erfreulicherweise im Sitzen. Allerdings waren etliche Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler von der Stra├čenbahn-Haltestelle Seckenheim zu Fu├č nach Ilvesheim gehen.)

Die Sch├╝ler sagten zu ihrem Lehrer und mir ÔÇ× -ÔéČ┬Ž.jetzt haben Sie einmal gesehen, was wir jeden Tag morgens und mittags mitmachen m├╝ssen -ÔéČ┬ŽÔÇť

Meine Frage, ob das morgens auf der Fahrt nach Ladenburg nicht doch besser sei, beantworteten sie mit ÔÇ×..da ist es genau so-ÔéČ┬ŽÔÇť

Und ihr Lehrer erz├Ąhlte mir, dass mehrfach Kinder zu sp├Ąt zum Unterricht kommen, weil der Bus ├╝berf├╝llt oder erheblich zu sp├Ąt war.

Wenn mir irgendwer vorher erz├Ąhlt h├Ątte, was ich auf dieser Busfahrt dann selbst erlebt habe – ich h├Ątte ihm nie und nimmer geglaubt!

Aber – ich habe es selbst erlebt, am 26.01.2010.

Das, was sich der Betreiber des ├ľffentlichen Personen-Nahverkehrs hier leistet, ist menschenverachtend! Wo bleibt eigentlich die Verantwortung f├╝r W├╝rde und die Sicherheit unserer Kinder?

W├╝rden Tiere auf ├Ąhnliche Weise transportiert, w├Ąren die Stra├čen von protestierenden ÔÇ×Tiersch├╝tzernÔÇť blockiert. Die Polizei w├╝rde den Fahrer verhaften, dem Fahrzeughalter w├╝rde die Transport-Lizenz entzogen und die Presse, Funk und Fernsehen w├Ąren voll mit dicken Schlagzeilen und gro├čen Berichten ├╝ber die Ungeheuerlichkeiten mit der man mit Tieren umgeht.

Aber, im von mir pers├Ânlich erlebten Fall geht es um Menschen, um Sch├╝ler, um Kinde – und da regt sich niemand auf, – das wird einfach so hingenommen!

Unfassbar! In welcher Welt leben wir eigentlich??

Diese Erlebnisse habe ich Herrn B├╝rgermeister Ziegler und den Fraktionsvorsitzenden der im Gemeinderat Ladenburgs vertretenen Parteien am 28.01.2010 schriftlich mitgeteilt und gebeten, sich dieses Problems anzunehmen und dringend f├╝r Abhilfe zu sorgen.

Am 03.02.2010 erhielt ich von Herrn B├╝rgermeister Ziegler (er war vorher gesch├Ąftlich vereist) eine mail-Antwort.

Er teilte mir mit, dass er von den aktuellen Problemen Kenntnis hat und in K├╝rze mit dem Verkehrsunternehmen ein Gespr├Ąch zur Verbesserung dieser Situation f├╝hren wolle.

Er informierte mich, dass zum 01.01.2010 das Busverkehrsunternehmen von RNV zu BRN gewechselt hat, wodurch offenbar zus├Ątzliche Startschwierigkeiten auftreten.

Au├čerdem meinte er, dass die geschilderten Probleme auch schneebedingt seien, da nahezu alle fahrradfahrenden Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler auf den ├ľPNV umsteigen.

Meine Antworten dazu habe ich w├Ąhrend der Fragestunde in der ├ľffentlichen Gemeinderatssitzung am 03.02.2010 gesagt und erneut auf die Dringlichkeit hingewiesen.

Klaus Ehry

Anmerkung der Redaktion: Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Der Verfasser ist f├╝r den Inhalt verantwortlich.

MdL Uli Sckerl: „Es gibt zu viele Waffen in Privatbesitz.“

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ladenburg, 15. Februar 2010. Der Landtagsabgeordnete der Gr├╝nen, Uli Sckerl, fordert eine zweite „Waffenamnestie-Runde“. Nach Auffassung der Gr├╝nen gibt es immer noch zu viele Waffen in Privatbesitz – viele davon illegal. Gerade im Rhein-Neckar-Kreis, Mannheim und Heidelberg sei die Aktion, legale und illegale Waffen abzugeben, nicht erfolgreich gewesen.

Interview: Hardy Prothmann

Sckerl: "Waffenamnestie wiederholen." Bild: GAL

Herr Sckerl: Sie fordern eine zweite Waffenamnestie-Runde. Warum?
MdL Uli Sckerl: „Weil sie ein Erfolg war – nur nicht im Rhein-Neckar-Kreis und den Stadtkreisen Heidelberg und Mannheim. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden gerade mal 792 Waffen abgegeben. Hier wurde zu wenig daf├╝r geworben, vorhandene Waffen abzugeben. Das Landratsamt hat viel zu wenig unternommen, um die B├╝rger dazu zu bewegen, sich von ihren Schie├čeisen zu trennen. Wir Gr├╝ne wollen aber den privaten Waffenbesitz reduzieren.“

Warum sollen Privatleute, beispielsweise Sch├╝tzen, keine Waffen besitzen d├╝rfen?
Sckerl: „Ich glaube nicht, dass wir im Rhein-Neckar-Kreis 40.000 Sportsch├╝tzen haben – so viele Waffen sind hier aber legal registriert. Hinzu kommt die zwei- bis dreifache Menge an illegalen Waffen, sch├Ątzen Polizeiexperten. Illegal ist dieser Waffenbesitz deshalb, weil deren „Besitzer“ keinen Waffenschein daf├╝r haben.“

„Nach Winnenden musste man ein bisschen was f├╝r die ├ľffentlichkeit machen.“ Uli Sckerl

Wurden die alle illegal beschafft?
Sckerl: „Es k├Ânnen aber auch Erbst├╝cke sein. Aber zum gro├čen Teil sind es sicher illegal erworbene Waffen.“

Innenminister Heribert Rech hat Ihre Forderung abgelehnt. Was vermuten Sie als Grund?
Sckerl: „Mit der FDP sitzt die Waffenlobby am Tisch der Landesregierung. Klar, nach dem Amoklauf von Winnenden musste man f├╝r die ├ľffentlichkeit ein bisschen was machen, aber tats├Ąchlich interessiert das Thema die schwarz-gelbe Regierung nicht. Es ist kein echter politischer Wille zu erkennen, den privaten Waffenbesitz einzud├Ąmmen.“

Dokumentation:
Pressemitteilung der Gr├╝nen zur Waffenamnestie
├ťbersicht der abgegebenen Waffen
Stellungnahme des Innenministeriums

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