Sonntag, 15. September 2019

Jahreshauptübung 2013:

Bei der Bäko hat’s gebrannt

Ladenburg/Edingen-Neckarhausen, 21. April 2013. (red/pm) Am gestrigen Samstag vollzog die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen ihre Jahreshauptübung. Ziel war dabei das Firmengelände der Bäko Süd-West e.G., in welchem ein „Brand“ im 1. Oberschoss bekämpft werden musste. [Weiterlesen…]

Ostermarkt in der Martinsschule

Ladenburg, 16. März 2013. (red/pm) Am vergangenen Donnerstag, 14. März 2013, fand in der Martinsschule der Ostermarkt statt, bei der die Schüler verschiedenste Produkte passend zur Osterzeit zum Verkauf an Ständen anboten. [Weiterlesen…]

ASV Ladenburg

Sechs Punkte auf einen Schlag geholt

Christian Thomas mit 170 kg im Stoßen (Bild: ASV Ladenburg)

Christian Thomas mit 170 kg im Stoßen (Bild: ASV Ladenburg)

Ladenburg, 27. Januar 2013. (red/pm) Der ASV Ladenburg konnte am vergangenen Samstag in der Lobdengauhalle sechs Punkte in einem Zug holen.

via Presseinformation des ASV Ladenburg:

„Am vergangenen Samstag kam es in der Ladenburger Lobdengauhalle zu einem spannenden Gewichtheberwettkampf in der 2. Bundesliga West. Der ASV Ladenburg empfing den starken Aufsteiger KSC Schifferstadt und den KSV Langen. Auf Grund von Terminproblemen bei der Hallenbelegung wurden diese Begegnungen in einem Dreierwettkampf ausgetragen. Gegen beide Gegner konnte der Athletik-Sport-Verein jeweils drei zu null gewinnen. Zum ersten Mal in dieser Saison knackten die Römerstädter dabei die 600 Relativpunktemarke und kamen auf 600,7 Punkte. Schifferstadt erzielte 551,3 Punkte, während Langen auf 474,6 Punkte kam.
Im Vorfeld deutete alles auf ein enges Duell mit den Schifferstädtern hin, denn im Hinkampf verloren die Ladenburger 2:1, wobei sie nur das Stoßen für sich entscheiden konnten. So wollte man seitens der Ladenburger Verantwortlichen die beiden Siegpunkte im Stoßen und im Zweikampf mitnehmen. Gegen den KSV Langen waren alle drei Punkte einkalkuliert, was auch souverän gelang.
Es entwickelte sich ein spannender Wettkampf im Reißen. Bereits in der ersten Hebergruppe mit einer starken Christin Ulrich, die drei gültige Versuche zeigte und 86 kg riss und Maleike Stelzenmüller (64 kg) konnte ein Vorsprung hergestellt werden, den auch die zweite Gruppe mit dem stark verbesserten Michael Rotzler (80 kg) und Jonas Rau (128kg) halten konnten. In der dritten Gruppe mit Carolin Schwebler (66 kg) und Lukas Roß (135 kg) kamen die Schifferstädter druch Martin Renner und Sandro Ziegler immer näher. Diese brachten aber jeweils ihren letzten Versuch nicht in die Wertung, so dass der ASV das Reißen mit 227,1 zu 221,0 und 166,3 Punkten gewann.
Im Stoßen zeigte sich im Wettkampfverlauf, dass der KSC Schifferstadt und der KSV Langen nicht an die Römerstädter herankommen würden, so dass der Trainer Werner Rapp die Parole 600 Relativpunkte ausgab. Diese Marke konnten mit den letzten beiden Versuche im Wettkampf durch Lukas Roß mit 166 kg und den für Carolin Schwebler eingewechselten Christian Thomas, der 174 kg stieß, geknackt werden. Aber auch die anderen Ladenburger Heber gaben alles. So bewältigte Christin Ulrich gute 104 kg. Maleike Stelzenmüller kam auf 81 kg und Michael Rotzler brachte seit langem wieder 96 kg zur Hochstrecke. Einzig Jonas Rau merkte man seinen Prüfungsstress im Studium an, da er zwei Mal an 150 kg scheiterte und somit leider an 145 kg hängen blieb. Im Stoßen kam der ASV auf 373,6 Punkte.
Insgesamt hatten die Ladenburger nur fünf ungültige Versuche, was ein sehr guter Wert ist, vor allem wenn man beachtet, dass jeder Sportler nahe an seinem Leistungslimit hob. Beste Heberin der Veranstaltung war wiedermal Christin Ulrich, die auf 145 Relativpunkte kam. Gefolgt von dem Langener Viktor Akulov (105) und Jonas Rau (101,2). Bereits am kommenden Samstag hebt der ASV Ladenburg wieder. Im ewig jungen Derby geht es in Weinheim gegen den AC 92. Beginn am 2. Februar ist um 19:00 Uhr im AC Sportpark.

Im Vorkampf zu Bundesligabegegnung empfing in der Bezirksliga die dritte Mannschaft des ASV die SG Kirchheim. Diese konnte mit 3:0 und 73,4 zu 15,4 besiegt werden. Bester Heber waren die beiden Ladenburger Pascal Ullrich und Sven Walter mit je 28 Punkten. Aber auch der Ehrenvorsitzende Fritz Lackner zeigte einen guten Wettkampf und kam auf 13,5 Punkte. Außerdem gingen Michael Ullrich, Martin Wolz und Kevin Graze, mit neuer Reißbestleistung von 67 kg, an die Hantel. Der ASV 3 bestreitet auch am kommenden Samstag wieder den Vorkampf, dann gegen den AC Weinheim 3. Beginn ist hier um 16:00 Uhr.“

Neujahrsempfang

Ansprache des Bürgermeisters

Ladenburg, 20. Januar 2013. (red/pm) Der Neujahrsempfang der Stadt Ladenburg anlässlich des Antoniustages 2013 setzte mit der Ansprache des Bürgermeisters einige thematische Höhepunkte. Wir dokumentieren die Schriftfassung – es galt das gesprochene Wort. [Weiterlesen…]

ASV Ladenburg

Zwei mal Gold bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften

v.l.n.r.: Betreuer Frank Graze, Kyra Mannhardt, Elias Graze, Sarah Ullrich und Betreuer Michael Ullrich

v.l.n.r.: Betreuer Frank Graze, Kyra Mannhardt, Elias Graze, Sarah Ullrich und Betreuer Michael Ullrich

Ladenburg, 14. Oktober 2012. (red/pm) Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der C-/D- und E-Jugend konnten die Teilnehmer des ASV-Ladenburg mit mehrfachem Gold punkten.

Information des ASV Ladenburg:

„Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der C-/D- und E- Jugend am 13. Oktober in Mengen war der ASV Ladenburg mit drei Jugendlichen am Start. Die vergleichsweise geringe Anzahl an Ladenburger Teilnehmern kam durch Krankheit und die parallel stattfindenden Mannschaftskämpfe statt, wobei dennoch ansprechende Ergebnisse heraussprangen. Alle drei Nachwuchsheber gingen in der E-Jugend (bis 10 Jahre) an den Start.

Elias Graze war der erste Ladenburger und ging in der Klasse bis 30 kg an den Start. Mit neuen Bestleistungen von 9 kg im Reißen und 14 kg im Stoßen wurde der 6-Jährige guter fünfter von acht, mit 23 kg im Zweikampf. Zu beachten ist, dass die vor ihm platzierten Heber allesamt älter waren.
Bei den Mädchen ging Kyra Mannhardt in der Klasse bis 36kg an den Start. Auch sie stellte neue Bestleistungen auf. Im Reißen bewältigte Kyra 24 kg und im Stoßen 31 kg. Damit erkämpfte sie sich mit 55 kg die Goldmedaille und wurde Landesmeisterin.
Sarah Ullrich war die dritte im Bunde. Auch sie schaffte es nach ganz oben auf das Siegerpodest. Ihre Leistungen waren: 25 kg im Reißen, eine neue Bestleistung, und 32 kg im Stoßen.
Die beiden mitgereisten Betreuer Frank Graze und Michael Ullrich waren sehr zufrieden mit den Leistungen der drei Nachwuchsheber und hoffen, dass der momentane Trainingsehrgeiz nicht nachlässt.“

Gewichtheber-Masters

Bronzemedaille für ASV-Heber Walter Schüssler

Walter Schüssler konnte sich in Lemberg nochmals um 9kg steigern. (Bild: ASV Ladenburg)

Walter Schüssler konnte sich in Lemberg nochmals um 9kg steigern. (Bild: ASV Ladenburg)

Ladenburg, 07. Oktober 2012. (red/pm) Der für den ASV startende Walter Schüssler konnte sich bei der Weltmeisterschaft der Gewichtheber-Masters in Lemberg eine Bronzemedaille sichern.

Information des ASV Ladenburg:

Bei der Weltmeisterschaft der Gewichtheber-Masters in Lemberg (Ukraine) konnte sich der für den ASV Ladenburg startende Walter Schüssler die Bronzemedaille erkämpfen.

Nach einer fast 1.400 Kilometer langen Anfahrt und unter nicht ganz optimalen Wettkampfbedingungen konnte sich Schüssler im Vergleich zu seinem Sieg beim Europacup der Masters im Juli in Wien noch einmal um  neun Kilogramm steigern.

Bei diesem Wettbewerb für Gewichtheber über 35 Jahre, die in verschiedene Altersklassen gestaffelt antreten, erzielte der 69-Jährige 80 Kilogramm im Reißen und 108 Kilogramm im Stoßen und wurde damit in seiner Altersklasse Dritter. Er musste sich als ältester Athlet seiner Gewichtsklasse mit dieser ausgezeichneten Leistung nur dem Polen Magdolen und dem Franzosen Wojcik geschlagen geben.

ASV Ringer unterlagen Favorit KSV Ispringen

Erste Niederlage bei Spitzenkampf

Ladenburg, 23. September 2012. (red/pm) Die Ringer des ASV Ladenburg mussten bei einem Spitzenkampf ihre erste Niederlage gegen den Favoriten der Oberliga Nordbaden hinnehmen.

Information des ASV Ladenburg:

„Vor starker Fankulisse mussten die ASV-Ringer gegen den KSV Ispringen, der klar die Favoritenrolle der Oberliga Nordbaden übernommen hat, ihre erste Niederlage hinnehmen.

Im Auftaktkampf schulterte Kerim Ferchichi Hasdan Yilmaz mit einem sehenswerten Kopfzug in der zweiten Kampfrunde. Einen ganz starken Eindruck hinterließ erneut Patrick Sauer gegen den Olympioniken Stefan Kehrer mit einem 3 – 2 Sieg. Sauer kämpfte den um 20 kg schwereren Kehrer regelrecht nieder.

Danach mussten die Ladenburger in der 60 kg Klasse eine herbe Niederlage hinnehmen. Enis Ferchichi verletzte sich im Kampf gegen Udo Mehner an den Rippen und konnte den Kampf, der als Sieg eingeplant war, nicht fortsetzen. Ferchichi wird einige Wochen ausfallen. Wolfgang Wiederhold hatte gegen Jens Babara keine Siegchance und unterlag TÜ.

Nach zwei Siegen musste Dominik Schmitt in der 66 kg Klasse seine erste Niederlage gegen Kamil Ilmaz hinnehmen. Nach der Pause folgte dann die nächste Niederlage. Pascal Mieslinger unterlag trotz heftiger Gegenwehr gegen Denis Topcu in drei Runden. Den dritten Kampfhöhepunkt setzte in der 66 kg greco Klasse Vasile Dobrea, der den mehrfachen Deutschen Meister Olaf Brand mit 3 -1 Kampfrunden besiegen konnte. Christian Kopp unterlag gegen Lukas Bogdan mit drei Kampfrunden.

Die eingeplante Niederlage von Ersatzmann Kevin Lehn gegen David Wagner, der sehr unfair agierte, folgte danach. Im Abschlusskampf schenkten sich Patrick Karr und Özgür Topcu nichts. Im hart geführten Kampf unterlag der Ladenburger mit 0 -3. Endstand 10 – 28 für den KSV Ispringen, der seine Meisterschaftsambitionen klar unterstrich.“

ASV Ladenburg

Sieg beim Europa Cup der Masters für Walter Schüssler

Walter Schüssler bei der Preisverleihung

Walter Schüssler bei der Preisverleihung

Ladenburg, 28. Juli 2012. (red/pm) Mit einer sehr guten Leistungen konnte sich Walter Schüssler vom ASV Ladenburg bei den Europa Cup der Masters 2012 in seiner Alterklasse den Titel sichern.

Pressemitteilung ASV Ladenburg:

„Beim Europa Cup der Masters 2012, der am vergangenen Wochenende in Wien stattfand, konnte sich Walter Schüssler vom ASV Ladenburg in seiner Altersklasse den Titel sichern.
Bei diesem Wettbewerb für Gewichtheber über 35 Jahre, die in verschiedene Altersklassen gestaffelt antreten, erzielte der 69jährige 76 kg im Reißen und 103 kg im Stoßen und verwies die internationale Konkurrenz klar auf die Plätze. Mit 377,51 Sinclairpunkten distanzierte er aber nicht nur die nächstplatzierten Heber aus Italien und Ungarn mit über 30 Punkten Vorsprung deutlich, er glänzte auch durch seine sehr saubere Technik. „

Ladenburger Kerwe-Sonntag

60 Jahre Baden-Württemberg – Mitten in Europa!

Ladenburg, 28. Juli 2012. (red/pm) Am Sonntag, 12. August 2012, lädt der CDU-Stadtverband Ladenburg ab 17.30 Uhr in den Würzburger Hofgarten, Zehntstr. 28 zum „Ladenburger Kerwe Sonntag“. Thema ist „60 Jahre Baden-Württemberg – Mitten in Europa!“ zu dem Herr Dr. Erwin Vetter sprechen wird.

Information des CDU-Stadtverbands Ladenburg:

„Dieses Jahr können wir dankbar auf sechs Jahrzehnte Baden-Württemberg zurückschauen und ich freue mich, dass

Herr Dr. Erwin Vetter
zum Thema
60 Jahre Baden-Württemberg – Mitten in Europa!
sprechen wird.

Herr Dr. Erwin Vetter ist ein profunder Kenner der Entwicklung des Landes und hat viele Jahre die Politik in Baden-Württemberg entscheidend mitgestaltet; 1987 wurde er zum ersten Umweltminister des Landes ernannt; 1992 übernahm er das Staatsministerium mit Zuständigkeiten im Bereich der Bundespolitik, der Medienpolitik und der Europapolitik. Von 1992 bis 2006 gehörte Herr Dr. Erwin Vetter auch dem Landtag als Abgeordneter an.“

ASV Ringer laden zum Ferienprogramm

Ladenburg, 22. Juli 2012. (red/pm) Unter dem Motto „Spielen, Ringen und Raufen“ bieten die Ladenburger Ringer ab dem 27. Juli ein Ferienprogramm für Mädchen und Jungen zwischen 6 und 14 Jahren an.

Pressemitteilung der ASV Ringer:

„Spielen , Ringen und Raufen so heißt das Ferienprogramm der Ladenburger Ringer.
Ab Freitag dem 27. Juli beginnen die Ladenburger Ringer ihr Ferienprogramm für Daheimgebliebene Mädchen und Jungs im Alter von 6 – 14 Jahren.
Weg vom Computer, Playstadion und Nitendo rein in die Sporthalle zum Spielen , Ringen, Raufen und austoben, so das Motto der Ringer des ASV Ladenburg. 6 Wochen lang findet ein Schnuppertraining für kleine, große Sportler und Interesierte statt. Jeden Freitag ab 17.30 Uhr können sich Kinder und Jugendliche sportlich und unverbindlich fit machen. Mitzubringen sind lockere Sportkleidung und Schuhe und natürlich „Lust“ sich zu betädigen.
Ziel der ASV Ringer ist es den Mädchen und Jungs die traditionelle Sportart Ringen zu erklären und näher zubringen.
Das Trainerteam freut sich auf rege Beteiligung. Veranstaltungsort ist jeweils die Städt. Turnhalle in Ladenburg.“

CDU-Stadtverband mit Infoständen zur Landtagswahl auf dem Marktplatz


Guten Tag!

Ladenburg, 11. März 2011. (pm) Der CDU-Stadtverband wird zur bevorstehenden Landtagswahl die Bürger noch einmal informieren. Dies wird durch einen Infostand bewerkstelligt. [Weiterlesen…]

Stoppt Nordrhein-Westfalen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag?


Vorerst wird es keinen JMStV geben

Ladenburg, 15. Dezember 2010. (cm) Wie die Grünen sowie die SPD in Nordrhein-Westfalen heute erklärt haben, wird der Landtag am 16. Dezember geschlossen gegen den novellierten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag stimmen. Der Staatsvertrag ist somit erst einmal vom Tisch.

Von Christian Mühlbauer

Nach der heftigen Kritik am Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) in den vergangenen Wochen ist dieser nun vorerst gescheitert. Nachdem die CDU in Nordrhein-Westfalen erklärt hatte, gegen den JMStV zu stimmen, haben sich heute auch die SPD sowie die Grünen angeschlossen.

Am 01. Januar 2003 ist die erste Version des Staatsvertrags als Gesetz in Kraft getreten. Die nun gescheiterte Novelle sollte den JMStV eigentlich fit für das Internetzeitalter machen.

Gelungen ist dies jedoch nicht. Stattdessen erntete das Gesetz scharfe Kritik. Mit Alterskennzeichnung oder Sendezeiten wollte man das Netz „jugendkonform“ gestalten. Dabei ging man davon aus, dass das Internet wie der normale Rundfunk funktioniert. Ein Trugschluss, der dadurch verschärft wurde, dass der Staatsvertrag selbst undurchsichtig formuliert war.

Einige Blogger hatten bereits angekündigt, ihre Blogs zum 01. Januar 2011 zu schließen. Zu unsicher sei die Rechtslage.

Ein Beitrag des Juristen Udo Vetter versuchte die Hysterie zu lindern. Zwar sei der JMStV problematisch, doch es werde wohl nicht so schlimm kommen, wie befürchtet.

Auch wir haben mit Rechtsanwalt Udo Vetter gesprochen und das Thema in einem Artikel behandelt.

Plötzlicher Sinneswandel

Bisher traf der JMStV bei den konservativen Parteien in allen Bundesländern auf große Akzeptanz. Umso überraschender ist nun der Wandel der CDU in Nordrhein-Westfalen. Diese stellten sich – gemeinsam mit der FDP – überraschend gegen den JMStV. Nach kurzem Zögern schlossen sich auch die SPD sowie die GRÜNEN an.

Nach Angaben der Parteien hätten formale Gründe sowie eine mangelnde Mehrheit im Landtag zu diesem Entschluss geführt. Aber auch inhaltliche Gründe hätten ihren Beitrag dazu geleistet. Wie SPD und GRÜNE erklärten, sei man nicht bereit „die Kohlen aus dem Feuer zu holen“, indem man doch für den JMStV stimme.

Alle Parteien des Landtags Nordrhein-Westfalen (Linke, FDP, GRÜNE, SPD, CDU) werden bei der Abstimmung am 16. Dezember gegen den JMStV stimmen.

Medienkompetenz statt Verbote

Auch wenn der JMStV in dieser novellierten Form gescheitert ist, bedeutet dies keineswegs das Ende. Die Parteien müssen jetzt vielmehr zurück ans „Zeichenbrett“ und die Punkte umsetzen, die von Medienexperten und Netzaktivisten bemängelt wurden. Statt Prüf- und Alterskennzeichnungspflichten oder dem Streben nach „Sendezeiten“ für das Internet, muss man praktische Maßnahmen ergreifen.

Die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, aber auch Eltern sowie erziehendem Personal müsse verstärkt werden. Wie der IT-Fachanwalt und Blogger Thomas Stadler bereits im Februar 2010 anmerkte, müsse der Jugendmedienschutz insgesamt auf einen Prüfstand.

Dies wird in den kommenden Monaten das Ziel der Parteien sein. Der JMStV ist somit also keinesfalls vom Tisch. Die Novellierung ist lediglich aufgeschoben.

Wieso der JMStV wegen Nordrhein-Westfalen scheitert

Das Grundgesetz ermöglicht es den einzelnen Bundesländern eigene Gesetze auf Landesebene zu erlassen. Dies ermöglicht ihnen außerdem eine Zusammenarbeit über die jeweiligen Ländergrenzen hinweg. Diese Kooperationen werden häufig in sogenannten Staatsverträgen geregelt. Der Rundfunkstaatsvertrag ist ein Beispiel hierfür.

Sobald die Regierung einen solchen Staatsvertrag ausgehandelt hat, müssen die jeweiligen Landesparlamente zustimmen. Nur wenn alle beteiligten Landesparlamente zustimmen, kann ein Staatsvertrag in Kraft treten. Stimmt auch nur ein beteiligtes Parlament dagegen, scheitert der Vertrag.

49 Millionen Deutsche sind online – Print verliert

Guten Tag!

Ladenburg, 11. Dezember 2010. (cm) Immer mehr Deutsche sind online aktiv. Das hat die Onlinestudie 2010 des ARD/ZDF hervorgebracht. Für die Stichprobe wurden insgesamt 2.577 Erwachsene befragt. Besonders beliebt bei Internetnutzern: Multimediale Anwendungen wie Videos oder Podcasts.

Die ARD/ZDF Onlinestudie 2010 zeigt, wohin der Trend geht. Immer mehr Deutsche sind online. In absoluten Zahlen sind es nach der Studie 49 Millionen Menschen in Deutschland. Quer durch alle Altersschichten.

Besonders bemerkenswert: Alle Jugendlichen bis zu einem Alter von 19 Jahren sind mindestens gelegentlich online. Das ist eine Quote von 100 Prozent.

Die Generationenkluft ist dafür nach oben gewandert. Personen unter beziehungsweise ab dem 65 Lebensjahr sind am seltensten im Internet anzutreffen.

Dabei ist gerade dieser Personenkreis eine „gewichtige Gruppe“, da mehr als 20 Millionen Bundesbürger dazugehören. Sie nehmen (noch) nicht am Internet und den Informationsmöglichkeiten teil.

Der Großteil der Nutzer greift über das Notebook auf Onlineangebote zu. Die mobile Internetnutzung ist bislang aber kaum anzutreffen. Auch bei der angeblich „vernetzten“ Jugend ist sie nur spärlich vorhanden. So halten gerade einmal 10 Prozent der Teenager „mobiles Internet für unverzichtbar“.

Onlinezeiten steigen – Nachrichten wichtigste Inhalte

Der durchschnittliche Internetnutzer ist täglich 83 Minuten online. In dieser Zeit werden die verschiedensten Dinge erledigt. Von Sozialen Netzwerken bis hin zu E-Mails. Insbesondere aktuelle Informationen werden dabei häufig genutzt. So haben im Jahr 2010 rund 90 Prozent der Nutzer das Internet für aktuelle Nachrichten und Informationen verwendet.

Mediennutzung 2010: Print verliert, Radio/TV stabil, Internet legt zu - Quelle: ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation

Zeitung und sonstige Printprodukte erreichten im selben Erhebungszeitraum nur ein Zeitfenster von 23 Minuten, also nur und ein Viertel der Zeit, die fürs Internet aufgewendet wird. Printprodukte wie Zeitungen verlieren gleichzeitig immer mehr Nutzer.

Im Hinblick auf die gesamte Mediennutzungszeit liegt das Internet jedoch nicht an der Spitze. Radio und Fernsehen nehmen hier nach wie vor zwei Drittel der gesamten Mediennutzungszeit ein. Vor allem das Radio ist als „Nebenbeimedium“ (Auto, Arbeitsplatz, Küche) immer noch etabliert.

Multimedia nimmt zu – Wettbewerbsverhältnis nicht ersichtlich

Besonders beliebt bei Nutzern aller Altersklassen sind Multimedia-Angebote. Also Video- sowie Audiobeiträge. Insbesondere die Möglichkeit, Beiträge zeitversetzt zu sehen, begeistert viele Nutzer.

Einen „Verdrängungswettbewerb“ zwischen den Medien sieht die Studie von ARD und ZDF trotz des enormen Zuwachses in Richtung „online“ nicht. Statt eines „entweder – oder“ gibt es vielmehr ein „sowohl als auch“. Auf Anbieter- sowie auf Nutzerseite. Insgesamt betrachtet steige der Medienkonsum weiter an.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Media Perspektiven. Die Studie kann hier im Detail (PDF) eingesehen werden.

Zensus 2011: Landkreis sucht Interviewer für Volkszählung

Muster eines Zensus 2011 Fragebogens - Quelle: www.zensus2011.de

Ladenburg, 09. Dezember 2010. (cm/pm) Ab Mai 2011 soll eine bundesweite Bevölkerungszählung – Zensus 2011 – durchgeführt werden. Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis sucht aktuell Personen, die als Interviewer an der Volkszählung teilnehmen wollen. Diese müssen mehrere Haushalte „besuchen“ und einen Fragebogen ausfüllen.

Es ist rund 24 Jahre her, seit in Deutschland letztmalig eine Volkszählung durchgeführt wurde. Im Mai 2011 soll es wieder soweit sein. Zu diesem Zweck werden bundesweit „InterviewerInnen“ gesucht. Diese sollen eine bestimmte Zahl an Haushalten besuchen, in denen dann Fragebögen zum „Zensus 2011“ ausgefüllt werden. Auch im Landkreis Rhein-Neckar werden InterviewerInnen gesucht.

Allein für dieses Gebiet sucht man nun 860 Personen, die sich für diese Tätigkeit hervortun wollen. Die Kandidaten werden bezüglich ihrer Aufgabe geschult und müssen im Erhebungszeitraum etwa 100 Personen befragen. Das Erhebungsgebiet ist festgelegt.

Für diese Tätigkeit erhalten die InterviewerInnen eine Entlohnung zwischen 500 und 700 Euro. Dieser Betrag ist nach Angaben des Landratsamtes zumindest teilweise steuerfrei.

Alle Interessierten ab 18 Jahren können unter nachfolgenden Kontaktdaten weitere Informationen einholen:

Tel. 06221/522-2511 (Frau Weis) oder 06221/522-2510 (Herr Then-Bergh)

Fax.: 06221/522-92511 oder 06221/522-92510

E-Mail: zensus2011@rhein-neckar-kreis.de

Ein Anmeldebogen für die Tätigkeit als Interviewer kann über die Homepage des Rhein-Neckar-Kreises ausgedruckt oder im Landratsamt angefordert werden. Der ausgefüllte Bogen muss an nachfolgende Adresse per Post oder Fax verschickt werden.

Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Zensus 2011

Postfach 10 46 80

69036 Heidelberg

Voraussetzung für die Tätigkeit als Interviewer ist die Teilnahme an einer Schulung. Diese wird in dem Monaten März und April voraussichtlich in der Erhebungsstelle in Dossenheim stattfinden; die Termine werden rechtzeitig mitgeteilt. Der Erhebungszeitraum beginnt mit der Vorbegehung ab 10.04.2011. Die eigentlichen Erhebungen werden zwischen dem 09.05.2011 und dem 31.07.2011 durchgeführt.

Jeder Erhebungsbeauftragte muss im fraglichen Zeitraum mindestens zwei Mal seine Erhebungsunterlagen in der Erhebungsstelle Dossenheim einreichen.

Der Zensus 2011 wird von Bürgerinitiativen kritisch beäugt. So existiert neben der offiziellen Website www.zensus2011.de eine Kritikerseite unter der Adresse www.zensus11.de.

Darin finden sich zahlreiche Argumente, wieso der Zensus 2011 falsch und gefährlich ist. So heißt es dort beispielsweise:

„Sensible persönliche Daten werden aus zahlreichen Quellen ohne Ihre Einwilligung zusammengeführt. Die Daten von Meldeämtern und Behörden werden somit zweckentfremdet.“

oder

„Die Erhebung ist streng genommen nicht anonym, da Rückschlüsse auf Ihre Identität möglich sind, solange diese Daten existieren (bis zu vier bzw. sechs Jahre lang nach der Erfassung). Aus technischer Sicht betrachtet entsteht ein zentral verfügbares Personenprofil aller in Deutschland ansässigen Personen.“

Gemeinderat ehrt Ladenburger Blutspender

Guten Tag!

Ladenburg, 09. Dezember 2010. (cm) Wie Bürgermeister Ziegler zu Beginn der Gemeinderatssitzung am 08. Dezember 2010 erklärte, bedürfe es zur Annahme von Spenden eines Gemeinderats-Beschlusses. Die Gemeinderatsordnung schreibt dies vor. Bei den Spenden des ersten Tagesordnungspunktes sei dies aber nicht notwendig. Es gehe nämlich um die Ehrung von Blutspendern.

In der Medizin sind Blutspenden nach wie vor unverzichtbar. Insbesondere für Krebspatienten und Unfallopfer ist „gespendetes Blut überlebenswichtig“. Der enorme Bedarf an Blut „ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts“, so Bürgermeister Ziegler.

Die vielen Operationen, Organübertragungen und Behandlungen von Patienten mit bösartigen Tumoren sind nur dank moderner Transfusionstechnik überhaupt erst möglich.

Das Deutsche Rote Kreuz kümmert sich darum, eine flächendeckende Versorgung der deutschen Krankenhäuser mit Blutkonserven zu gewährleisten. Allein in Baden-Württemberg und Hessen liegt der tägliche Bedarf bei 3.000 Blutspenden. Bundesweit bei 15.000 Blutspenden.

Bürgermeister Ziegler ehrt Blutspender. Bild: ladenburgblog.de

Um diesen Bedarf zu decken, „sind in Baden-Württemberg und Hessen jährlich 4.500 Blutspendeaktionen erforderlich“. Nur so könne man den Bedarf „einigermaßen befriedigen“. Das Deutsche Rote Kreuz stellt 80 Prozent des gesamten Blutbedarfs an 300 Krankenhäuser und 69 Depots.

Kein Ortsverein in Ladenburg

Wie Bürgermeister Ziegler erklärte, verfüge Ladenburg über keinen eigenen Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes. Er richtete seinen Dank an den Ortsverein Ilvesheim, der am 11. Oktober letztmalig einen Blutspendetermin organisiert und gestaltet hatte – als Oktoberfest mit bayerischen Spezialitäten und Weißbier.

„Auch ich war natürlich wieder dabei“, betonte Bürgermeister Ziegler. Bereits seit mehreren Jahren spende er Blut. Wer noch kein Spender ist, solle dies nachholen. Denn auch Blutspenden ist „ein Stück ehrenamtliches Engagement“.

Selbstloses Handeln im Dienste der Gesellschaft

Im Anschluss bat Bürgermeister Ziegler die Anwesenden Bürgerinnen und Bürger zu sich nach vorne, um die Ehrungen zu überreichen. Der Bürgermeister betonte, dass die Geehrten „selbstlos, im Dienste unserer Gesellschaft gehandelt“ haben.

Für 10 Blutspenden wurden geehrt:
Komor Ralf, Schläfer Ingrid (nicht anwesend), Spilger Jürgen (n.a.), Teichmann Irmgard (n.a.), Weinheimer Karin.

Für 25 Blutspenden wurden geehrt:
Quilitzsch Günter, Steinhauer Klaus

Für 50 Blutspenden wurden geehrt:
Gärtner Dieter, Keller Margarete

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

254.857,61 Euro für die Merian Realschule


Guten Tag!

Ladenburg, 08. Dezember 2010. Bei der heutigen Gemeinderatssitzung spielte die Auftragsvergabe für die Erweiterung der Merian Realschule eine wichtige Rolle. Aus diesem Grunde wurden dazugehörigen Tagesordnungspunkte vorgezogen.

Von Christian Mühlbauer

Architekt Jürgen Mockler gab zu Beginn eine grobe Übersicht. Der Erweiterungsbau der Merian-Realschule schreitet gut voran, so seine erste Feststellung an den Gemeinderat. Die Fenster werden demnächst eingebaut, die Arbeiten am Flachdach sollen ebenfalls zeitnah beginnen.

Für das Dach würde man aber dringend gutes Wetter benötigen. Während die Fenster wohl bis Weihnachten fertig eingebaut sind, konnte er eine Fertigstellung des Flachdachs bis dahin nicht versprechen.

Man liege jedoch gut im Zeitplan – obgleich etwas hintendran. Bis zu den Sommerferien 2011 will man den Erweiterungsbau jedoch vollständig fertiggestellt haben. Schließlich müssen auch die Lehrer sowie die Klassen Zeit haben, um umzuziehen. Im Bereich Kosten und Termine sieht er das Projekt durchweg im grünen Bereich.

Die Kosten seien zwar leicht gestiegen, dies sei jedoch auf qualitative Verbesserung am Objekt zurückzuführen. So würden nun Fenster mit einer Dreifachverglasung eingesetzt. Im Vergleich zur Kostenberechnung von 2009 befinde man sich 1 Prozent darüber. Die Endabrechnung ist das zwar nicht, aber „wir sind ganz zufrieden“, so Mockler.

Eilige Abstimmung

Die verschiedenen Auftragsvergaben wurden rasch durch den Gemeinderat geführt. Folgende Aufträge wurden vergeben:
Fließenarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Innentüren & Stahlzargen sowie Stahltüren, Leichte Trennwände, Malerarbeiten sowie Schlosserarbeiten. Insgesamt beträgt die Summe der Aufträge 254.857,61 Euro.

Der Gemeinderat zeigte sich etwas irritiert über die Tatsache, dass kein Unternehmen aus Ladenburg zum Zug kam. Teilweise waren keine Angebote Ladenburger Unternehmen eingegangen und falls doch waren es nie die günstigsten.

Verwirrung über Befangenheit

Etwas irritiert zeigte sich Stadtrat Gerhard Seidel, als über die Auftragsvergabe für Schlosserarbeiten abgestimmt wurde. Bürgermeister Ziegler erklärte, dass ein Stadtrat an dieser Abstimmung wegen Befangenheit nicht teilnehmen könne. Bürgermeister Ziegler wiederholte den Hinweis – Herr Seidel verließ daraufhin den Ratstisch.

Der Zuschlag für die Schlosserarbeiten ging an die Firma Wolf GmbH in Lampertheim.

SPD-Stadträtin Petra Erl lobte die Kalkulation: „Das muss man einmal deutlich machen.“

Christian Mühlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr Mühlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach “Ressortjournalismus.-€

Mo’Roots mit Gästen aus Nürnberg und Landau

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v.l.: Ray Mahumane und Susan Horn

Guten Tag!

Ladenburg, 08. Dezember 2010. Mo’Roots ist eine Kombination, die mir gestern erstmalig „unter die Ohren“ kam. Eine Kombination, die einen überwältigt und fesselt. Auch wenn die Truppe an diesem Abend etwas bunter gemischt ist, kann sie vollends überzeugen. Insbesondere die Special Guests aus Nürnberg und Landau begeisterten mit ihren Stimmen.

Von Christian Mühlbauer

Woran erkennt man einen großartigen Künstler? Die Antwort ist für mich relativ einfach: Er kann auch dann überzeugen, wenn noch nicht alles perfekt ist. Etwas zu früh im Fodys Fährhaus angekommen, konnte man Mo’Roots noch beim Proben zuhören. Bereits da ist klar: Der Abend wird großartig werden – und er wird es tatsächlich.

Zwar ist der Stamm-Keyboarder Jason Wright nicht anwesend, weil er mit dem Auto liegengeblieben ist. Dafür hat Susan Horn spontan Ersatz gefunden, Dario Allegra, der mehrmals betont, dass er selbst keine Noten lesen kann. Spielen kann er sie aber. Am Bass verbreitet „Söhne Mannheims“-Bassist Robbee Mariano gut Stimmung und einen heißen Sound.

Neben Susan Horn (Gesang), Rino Galiano (Gesang) und Marion La Marché (Gesang) spielt Ray Mahumane (Gitarre) sowie David Anlauff (Schlagzeug). Und am Bass

Zu den von weit her angereisten Special Guests gehören Mario Siegmayer aus Landshut (Gesang) sowie Tom Stevens aus Nürnberg (Gesang).

Stimmlich überzeugen die beiden Special Guests gleich zu Beginn der Show. Mit einer gewaltigen und zugleich glasklaren Stimme geben sie ihr Debüt im Fährhaus.

Begeistertes Publikum beim Mo'Roots.

Susan Horn versteht es, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Als Mo’Roots zu spielen beginnen, stehen viele Gäste auf. Sie alle wollen näher an der Bühne sein. Näher an die Musik, die es mit Leichtigkeit schafft mitzureißen.

Es dauert nicht lange, bis die ersten im Takt mitwippen und schnippen. Selbst wenn man lieber andere Musik mögen sollte, wird man durch die lebendige Atmosphäre geradezu magisch angezogen. Eine Leistung, die Mo’Roots für sich beanspruchen darf.

Mit dem Publikum ist Mo’Roots eng verbunden. Ein Stammgast bekommt ein Happy Birthday gesungen – so, wie man es wohl noch nie gehört hat. Die Version geht „unter die Haut“.

Bis zum Ende der Veranstaltung drängen sich etwa 140 Gäste förmlich vor der Bühne, gehen mit und genießen die Performance.

Das Eintrittsgeld von drei Euro geht wie immer als Spende an das Kinderhospiz Sterntaler e.V. in Mannheim.

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Anmerkung der Redaktion:

Christian Mühlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr Mühlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach “Ressortjournalismus.-€ In seiner Freizeit hört er gerne Techno.

Polizei informiert über Einbruch-Prävention

Guten Tag!

Ladenburg, 08. Dezember 2010. In diesen Tagen führt die Polizei Ladenburg eine Einbruchs-Präventionswoche durch. Die Bevölkerung soll aufgeklärt werden, wie sie sich besser vor Einbrechern schützen kann. Eine gute Nachbarschaft ist der Schlüssel.

Von Christian Mühlbauer

„Das Fenster da mach ich in einer Minute auf“, erklärt Frank Hartmannsgruber, als er vor einem gekippten Fenster steht. Er „versetzt sich in einen Einbrecher“ und sucht nach Gelegenheiten. Ebenso seine Kollegen Bernd Schmidt und Martin Jost, die seit einigen Stunden zu Fuß unterwegs waren, um Informations-Flyer zu veteilen, Bürger anzusprechen und „die Lage“ zu erkunden.

Denn die Zahl der Einbrüche ist im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr (6) gestiegen: Bislang habe man für ganz Ladenburg insgesamt 11 Einbruchdiebstähle gezählt. Da es ab Herbst draußen früher dunkel wird, nehme auch die Zahl der Einbrüche erfahrungsgemäß zu. Mit der Präventionswoche wolle man dem entgegenhalten.

Polizei Prävention

(von rechts) Martin Jost und Bernd Schmidt informieren Bürger über Einbruchsschutz.

Insbesondere im Gebiet Weihergärten sieht man hier Handlungsbedarf. Bei der Auswertung der Daten hat man festgestellt, dass es hier vermehrt zu Einbruchdiebstählen gekommen ist. „Von einem Schwerpunkt kann man aber nicht reden“, sagte Polizeirat Hartmannsgruber. Zwar habe sich die Zahl der Einbrüche gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt, „aber das sind im Vergleich zur Großstadt Mannheim oder Orten an der B3 sehr wenige insgesamt, wenngleich jeder einer zuviel ist“, sagt Bernd Schmidt vom Bezirksdienst.

Denn oftmals sei der materielle Schaden dabei gar nicht so sehr von Bedeutung. Für die Menschen ist es eine psychische Belastung. Es entsteht Angst, dass man im eigenen Haus nicht mehr sicher ist. Oder es werden Gegenstände entwendet, die einen hohen emotionalen Wert haben.

„Tatgelegenheitsstrukturen“ verringern.

Für Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt geht es bei der Prävention vor allem um zwei Dinge: „Einerseits wollen wir eine Flächenwirkung erzielen, also möglichst viele Menschen im Gebiet auf die Problematik aufmerksam machen. Zweitens wollen wir erreichen, Tatgelegenheitsstrukturen zu verringern.“

Gemeint ist damit die Beseitigung von Mängeln, die Einbrecher geradezu anlocken. Wie beispielsweise eine Leiter im Garten oder ein Schlüssel unter der Türmatte.

Prävention durch Abschreckung und Technik.

Die Polizei versucht auch die „Attraktivität“ des Gebiets zu schmälern. Dies geschieht durch Polizeipräsenz, aktuell in Form eines Streife fahrenden Dienstwagens sowie Polizeibeamten, die zu Fuß unterwegs sind. Auch in Ilvesheim plane man eine derartige Präventionswoche. Für die Hausbesitzer gäbe es drei wichtige Tipps, die sie beachten sollten, so Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt:

  1. Verriegelungen an der Terrassentür sowie an den Fenstern im Erdgeschoss anbringen.
  2. Querriegel und ein Kastenschloss an der Haustür.
  3. Kellerschächte absichern.

Inzwischen habe man bereits 250 Flyer mit den wesentlichen Informationen an die Haushalte verteilt.

„Ich kam bis ins Schlafzimmer.“

Während die Polizei ihre Flyer verteilte, prüfte man auch die gegenwärtige Lage. Dabei stieß man auf einige bemerkenswerte „Gelegenheiten“. Einmal gelang es Polizeihauptkommissar Schmidt über eine offene Terrassentür ins Haus zu gelangen. Polizeikommissar Martin Jost fand einen Schlüssel am Gartenzaun. Über diesen ließ sich die Gartentür öffnen, so dass man problemlos bis an die Terrassentür gelangen konnte.

Einbrecher suchen die schwächste Stelle.

Neben den Tipps von Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt sollte man es Einbrechern so schwer wie möglich machen, indem man ihnen keine leicht zugänglichen Stellen bietet: „Die suchen immer die schwächste Stelle am Haus.“ Schlecht einsehbare Bereiche, eine Leiter im Garten oder Schlüssel unter der Türmatte seien problematisch.

Aber auch halb oder ganz geschlossene Rollladen oder ein überlaufender Postkasten können Einbrecher anlocken. Das seien Indizien dafür, dass niemand zu Hause ist. „Hier ist Nachbarschaftshilfe angesagt, um den Briefkasten zu leeren oder den Schnee zu räumen, wenn man selbst nicht da ist“, sagt Herr Schmidt.

Bernd Schmidt gibt nicht nur theoretische und praktische Tipps, er hat sich übrigens auch selbst beraten lassen: „Die Kollegen haben sich mein Haus angeschaut und danach habe ich zusätzliche Sicherungen anbringen lassen.“

Polizeipräsidium Mannheim bietet individuelle Beratung

Wer sein Haus zukünftig besser absichern möchte, kann auf die fachkundige Beratung der Polizei zählen. Das Polizeipräsidium Mannheim bietet Interessierten kostenfrei eine individuelle Beratung inklusive Hausbegehung an. Die Beamten machen vor Ort auf etwaige Sicherheitslücken aufmerksam und geben Tipps, wie diese behoben werden können.


Anmerkung der Redaktion: Christian Mühlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr Mühlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach „Ressortjournalismus“

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – Was das ist und was er bedeutet

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Ob eine Kennzeichnung im Internet so aussehen wird, wie dieses FSK-Logo, ist noch unklar. Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Dezember 2010 (cm). Ab dem 01. Januar 2011 tritt eine aktualisierte Version des „Jugendmedienschutz-Staatsvertrags“ (JMStV) in Kraft. Wir sind der Frage nachgegangen, was es mit dem JMStV überhaupt auf sich hat. Was bedeutet er für Anbieter von Telemedien? Welche Bedeutung hat er für Eltern und insbesondere Jugendliche?

Wie der Name des Staatsvertrags bereits verdeutlicht, geht es um den Schutz Jugendlicher vor den Medien. Ein wichtiges Anliegen. Die Novellierung wird jedoch seit einigen Wochen scharf kritisiert. Ihren Höhepunkt erreichte die Kritik vor wenigen Tagen. Doch für wen hat der JMStV überhaupt eine Bedeutung?
Kurz gesagt: Er betrifft jeden.

Der JMStV aus Sicht von Telemedienanbietern

Den größten Einfluss nimmt der JMStV auf Rundfunkanbieter und sonstige „Telemediendienste“. Dies umfasst also Fernsehen, Radio aber auch Internetseiten oder Blogs.

Der JMStV soll sicherstellen, dass Jugendliche keinen „entwicklungsbeeinträchtigenden“ Inhalten ausgesetzt werden. Als Beispiel wäre hier Pornografie zu nennen.

Mit dem neuen JMStV werden diese Bedingungen verschärft. So kann es beispielsweise notwendig werden, die Inhalte der eigenen Homepage einer bestimmten Altersgrenze zuzuordnen. Eine grundsätzliche Pflicht zur Kennzeichnung besteht für die Anbieter nicht. Diese Regelung kennt jedoch Ausnahmen.

Der JMStV aus Sicht der Eltern

Für Erziehungsberechtigte wird sich durch den novellierten JMStV erst einmal wenig ändern. Interessant wird es erst, wenn auf den PCs der Kinder Filtersoftware installiert ist, die diese vor „problematischen“ Seiten fernhalten soll. Diese Software erfasst nicht alle Seiten. Durch die Kennzeichnungspflicht soll sich diese Situation aber ändern.

Zukünftig sollen die verschiedenen Programme anhand der Kennzeichnung erkennen, ob eine Seite freigegeben werden darf – oder nicht. Ein absoluter Schutz wird nach einhelliger Meinung von Experten dennoch nicht möglich sein. Zudem gibt es viele „Tricks“, wie der Schutz umgangen werden kann.

Der JMStV aus Sicht der Jugendlichen

Für die meisten Jugendlichen dürfte der neue JMStV keine Rolle spielen. Seiten, die zuvor nicht erreichbar waren, werden es auch jetzt nicht sein. Die Lieblings-Websites werden sich entweder gar nicht oder nur geringfügig verändern. So kann beispielsweise eine Alterskennzeichnung auf manchen Websites erscheinen. Gemeint ist damit ein kleines Symbol, das zeigt, ab welchem Alter die Inhalte geeignet sind. Ob eine optische Kennzeichnung tatsächlich in Kraft tritt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Weiterführende Informationen sowie eine ausführliche „Frage-Antwort-Liste“ (FAQ) bietet die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter(FSM).

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Interview: Rechtsanwalt Udo Vetter zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Dezember 2010. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sorgt für Aufregung. Mit seinen fünf Buchstaben („JMStV“) hält er die gesamte Blogosphäre seit einigen Tagen in Atem. Dabei betrifft der Staatsvertrag ab 01.01.2011 alle Telemedien. Im ungünstigsten Fall also auch ihre Homepage. Was der JMStV überhaupt ist und was er für Sie bedeuten kann, haben wir im Interview mit Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht geklärt.

Von Christian Mühlbauer und Hardy Prothmann

Felix Neumann meint bei Carta: Klagen statt Sperren!

Auf einschlägigen Seiten ist der JMStV bereits seit mehreren Monaten ein wichtiges Thema. Immer wieder Flammen Zensur-Vorwürfe auf. Mit diesem vermeintlich neuen Gesetz wolle man das Internet kontrollieren. Fakt ist: Der JMStV ist nicht neu. Er wird ab dem 01.01.2011 lediglich in aktualisierter Form in Kraft treten. Vorausgesetzt alle fehlenden Bundesländer unterzeichnen ihn noch.

Wie der Name schon sagt, geht es um den Schutz der Jugendlichen gegenüber Medien – oder vielleicht auch umgekehrt. Der Jurist Udo Vetter kann die Hysterie um den JMStV nicht teilen. Am 01. Dezember 2010 verdeutlichte er das auch in seinem Weblog. Der Beitrag „Blogger können leidlich gelassen bleiben“ war mehr oder weniger eine Reaktion auf die Ankündigung diverser Blogger, ihre Angebote ab dem 01.01.2011 einzustellen. So beispielsweise das „VZLog„.

Die Einschätzungen des Juristen zum JMStV sorgten binnen kürzester Zeit für wahre Massen an weiteren Blogeinträgen. Zustimmende, wie auch ablehnende Beiträge sprudelten förmlich hervor. Das Pottblog zeigte sich angriffsfreudig: Rechtsanwalt Vetter würde sich irren.

Das juristische Blog „Telemedicus“ beschäftigte sich mit der Frage, ob das „Nachrichtenprivileg“ des JMStV auch für Blogs gelten würde. Der Jurist Thomas Stadler betonte, dass sein Blog online bleiben werde – auch ohne Alterskennzeichnung. Der Rechtsprofessor Dr. Thomas Hoeren bittet gar darum, dass man den Unsinn namens JMStV lassen solle.

Wir haben Rechtsanwalt Vetter kontaktiert, um mehr Details zu erfahren. Ist der JMStV nur Humbug oder tatsächlich eine ernste Gefahr für alle Betreiber einer Webseite?

Miserables Wischwaschi

Herr Vetter, es gibt Aufregung um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Warum?


Udo Vetter: „Das Problem ist die grundsätzlich schlechte, weitgehend unverständliche Formulierung des Gesetzes. Die Schwammigkeit löst zu recht Befürchtungen aus. Selbst einer der Verfasser, Staatssekretär Martin Stadelmaier, äußert sich zum Text heute so, dass man fast annehmen kann, er versteht ihn selbst nicht mehr.

Was heißt „schlechte Formulierung“?

Vetter: „Salopp ausgedrückt, Bürokratendeutsch und Wischiwaschi von der ersten bis zur letzten Zeile. Selbst Juristen diskutieren nun sehr kontrovers, was da wie genau geregelt ist. Letztlich erzeugen die miserablen Formulierungen Unsicherheit und damit Aufregung und auch Angst.“

„Glaube nicht an Abmahnwelle.“

Innerhalb der Bloggerszene wird Ihr Beitrag dazu kritisiert, denn Sie geben sich „entspannt“.

Das pottblog teilt die Einschätzung von Rechtsanwalt Vetter nicht

Vetter: „Bin ich auch. Ich glaube weder, dass es eine große Abmahnwelle geben wird, noch glaube ich, dass die strikten Regelungen durchgesetzt werden können. Was ich aber dringend richtig verstanden wissen will: Ich unterstützte dieses Gesetz nicht. Ich halte es für überflüssig, weil es nichts für den Jugendschutz bringt. Das bestätigen auch namhafte Medienpädagogen.“

Die Politik scheint Ihnen für diese Einschätzung geradezu dankbar zu sein, wie man hört.

Vetter: „Ich habe verwundert festgestellt, wie man mich vereinnahmt. Dass mit dem Gesetz nicht das Internet untergehen wird, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir die Regelung brauchen. Im Gegenteil: Der Entwurf ist weltfremd und er verbessert nicht den Jugendschutz.“

„Vermeintliche Sachzwänge und Eitelkeiten.“

Irgendwie aber doch erstaunlich, welche „Auswirkungen“ der JMStV so hat.

Vetter: „Erstaunlich finde ich die Haltung der SPD und der Grünen, die in NRW von Sachzwängen sprechen und deswegen bereits sind, ein anerkannt schlechtes Gesetz durchzuboxen, „bloß weil es schon so weit fortgeschritten“ ist. Und in anderen Ländern, wo zum Beispiel die SPD in der Opposition ist, lehnt diese das Gesetz als untauglich ab. Hier regiert nicht mehr der Verstand, sondern vermeintliche Sachzwänge und Eitelkeiten.“

Lassen Sie uns doch mal über das Ziel des Gesetzes reden. Ist es nicht nötig, die Jugend zu schützen?

Vetter: „Sicher ist das ein hehrer Anspruch. Nur wird mit diesem Gesetz kein einziger Jugendlicher besser geschützt werden. Der JMStV ist ein organisatorisches Monster, dass nur einen Zweck erfüllt: Es ist ein „Schaut-her-wir-tun-was“-Gesetz.“

Trotzdem befürchten viele Blogger Abmahnungen und Probleme.

Vetter: „Die kann es im Einzelfall geben, das muss man abwarten. Tatsächlich glaube ich nicht daran. Gerichte müssten erst einmal davon ausgehen, dass eventuelle Verstöße gegen den JMStV wettbewerbsrechtlich relevant sind. Das ist längst nicht ausgemacht.“

Was ist mit redaktionell-journalistischen Blogs?

Vetter: „Die sind privilegiert. Das heißt, wer eine an die Allgemeinheit gerichtete, periodische, politische und gesellschaftliche Berichterstattung anbietet, fällt unter die „Lex Bildzeitung“, die hier eingearbeitet worden ist.“

„Lex Bildzeitung.“

Lex Bildzeitung? Erklären Sie das doch genauer.

Vetter: „Na, wenn das Gesetz ernst gemeint wäre, müssten bild.de und andere Boulevardmedien am 1. Januar 2011 ihr mit einer Altersfreigabe 16 oder vielleicht sogar 18 Jahren versehen. Nacktfotos und Ratgeber á la „10 Tipps für tollen Sado-Maso-Sex“ sind nach den Maßstäben des JMStV „desorientierend“ und beeinträchtigen die Entwicklung junger Menschen.“

Und Sie meinen, der Axel-Springer-Verlag…

Rechtsanwalt Udo Vetter

Vetter: „… hat ein Wörtchen mitgeredet? Das ist möglich. Die Boulevardpresse will ihre freizügigen Inhalte weiter anbieten. Sex sells, das gilt insbesondere für sie. Aber ebenso für die Softporno-Portale. Diese müssen zwar eine Altersklassifizierung durchführen, dafür dürfen sie aber künftig ihre Angebote auch tagsüber „senden“.“

„Der gesunde Menschenverstand wird’s richten.“


Nochmal: Nicht alle Blogger sehen das so entspannt wie Sie. Was tun?

Vetter: „Der Jurist sagt jetzt, das hängt vom Einzelfall ab. Meine persönliche Einschätzung ist: Der gesunde Menschenverstand wird-€™s richten. Wer mit Google-Anzeigen die Serverkosten reinholen will, betreibt noch lange kein „Gewerbe“ und kann deshalb von jedermann abgemahnt werden. Abmahnfalle Nr. 1 wäre ohnehin der fehlende Jugendschutzbeauftragte. Den kann man aber nun wirklich einfach ins Impressum aufnehmen, denn einen Qualifikationsnachweis muss der Beauftragte nicht erbringen.“

Und sonst?

Vetter: „Verweise ich auf die Impressumspflicht und die Welle, die darum gemacht wurde. Soweit mir bekannt ist, ist nicht viel passiert. Auch die erste Fassung des JMStV, die ja bereits viele ähnliche Regelungen wie etwa die „Sendezeiten“ verbindlich anordnet, hätte eigentlich schon viel Potenzial für „Abmahnungen“ haben müssen, wenn man alles sehr eng sind. Tatsächlich ist nicht viel passiert.“

Weiterführende Links:

Zur Person:
Udo Vetter ist Fachanwalt für Strafrecht in Düsseldorf. Unter „Lawblog“ schreibt er über die verschiedensten Themen. Meist sind diese juristischer Natur oder aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung. Einer seiner bekanntesten Vorträge ist „Sie haben das Recht zu Schweigen„.