Donnerstag, 19. Oktober 2017

Fördermittel für neue Sporthalle werden beantragt

„Eine neue Halle ist unheimlich wichtig für Ladenburg“

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Ladenburg, 30. September 2012. (red/sap) Bei fünf Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, einen Förderantrag für die Errichtung einer Ersatzsporthalle für die wegfallende Sporthalle der Martinsschule zu stellen. Es herrschte keine Einigkeit bei den Stadträten.

Ein weiteres „heißes Eisen“, wie Bürgermeister Ziegler betonte, ist die Sporthallen-Situation in Ladenburg. Wenn die Martinsschule am alten Standort abgerissen wird, betrifft dies auch die dortige Sporthalle. Das gesamte städtische Gelände soll möglichst verkauft werden.

Mit dem Wegfall der Sporthalle entstünde aber ein klares, eindeutiges Defizit für die Ausübung des Ladenburger Vereinssports, vor allem bezogen auf die Ballsportarten Basketball und Volleyball.

Sinnvoll erscheint ein Anbau einer neuen Sporthalle an die Lobdengauhalle, die dann auch von früh bis 17:00 Uhr als Schulsporthalle und anschließend für den Vereinssport genutzt werden könnte.

Nach erfolgter Baugrunduntersuchung, statischer Vordimensionierung und Vorentwurf durch das Büro Salinger und Partner ergeben sich nach derzeitigem Planungsstand Baukosten von rund 2,9 Millionen Euro. Durch die Tribüne biete sich die Halle auch für kulturelle Veranstaltungen an. Mehrkosten für die Kulturqualität, so Ziegler, belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Derzeit sei eine Landesförderung von etwa 265.000 Euro möglich. Und dieser Förderantrag soll nun gestellt werden.

Günter Bläß (CDU) betonte, ein Trainings-Engpass sei eklatant vorhanden. Man benötige dringend eine Halle zum Üben und Trainieren. Er schlug vor, die Baukosten zu senken und zu überlegen, wie man am günstigsten eine Halle realisieren könne:

Eine Halle ist unheimlich wichtig für Ladenburg – und ich spreche zunächst nur vom Jugendbereich.

Bernd Garbaczok (SPD) sagte: „Wir stimmen zu, wollen aber die konkrete Ausführung diskutieren.“

Alexander Spangenberg (GLL) schlug vor, die Halle im Pasivhaus-Standard zu errichten, so baue man nachhaltig und könne zukünftige Kosten einsparen.

„Wir müssen die Glaubwürdigkeit des Gemeinderates erhalten“, sagte Wolfgang Luppe (FDP) und ergänzte, „ich glaube nicht, dass wir das stemmen können“. So ein Betrag müsse man erst ansparen, dann ausgeben. Seine Priorität sei gesetzt: erst CBG, dann „Kiste“ und dann die Werkrealschule.

Bei fünf Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, einen Förderantrag für die Errichtung einer Ersatzsporthalle für die wegfallende Sporthalle der Martinsschule zu stellen.

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