Sonntag, 22. Juli 2018

Veranstalter und Organisatoren ziehen positive Bilanz

Turnfest bewegte die Metropolregion

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9.000 Aktive feierten beim großen Festzug den Beginn des Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Auftakt fĂŒr sieben Tage „Leben in Bewegung“.

 

Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/aw) Erstmals in der Turnfest-Geschichte hat mit der Metropolregion Rhein-Neckar eine ganze Region die Rolle des Gastgebers ĂŒbernommen. Das Konzept ist aufgegangen: Das Turnfest hat getreu dem Motto „Leben in Bewegung“ und Dank einer guten Zusammenarbeit mit allen 22 beteiligten StĂ€dten und Gemeinden die Region sieben Tage lang in Bewegung gebracht.

Von Alexandra Weichbrodt

Das Turnfest hat eine ganze Region bewegt und die Menschen der Region haben mit ihrer Gastfreundschaft und Herzlichkeit die mehr als 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert. Egal ob in Ladenburg, wo in der vergangenen Woche mehrere Hundert Sportlerinnen und Sportler sowie Betreuer und Trainer untergebracht waren oder in Weinheim, wo fast 300 Jugendliche aus sechs Nationen zusammen kamen, um im internationalen Tuju-Camp gemeinsam das Turnfest zu erleben: Sie alle waren von der Betreuung und dem Angebot begeistert.

Spitzensportveranstaltungen mit olympischem Flair

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Fabian HambĂŒchen war einer der großen Stars des Turnfestes. Er holte in Mannheim seinen 7. Meistertitel im Mehrkampf.

Neben einer positiven Bilanz in Sachen Organisation und Gastfreundschaft, spielten auch die sportlichen Veranstaltungen eine wichtige Rolle fĂŒr den Erfolg des Turnfestes. Die Spitzensportveranstaltungen wĂ€hrend der vergangenen Woche hatten wahrhaft olympisches Flair. Stars wie Fabian HambĂŒchen und Marcel Nguyen und Turnfestbotschafterin Elisabeth Seitz begeisterten Tausende Zuschauer in der Maimarkthalle.

Das Internationale Deutsche Turnfest 2013 hat die gesamte Bandbreite der Angebote von Vereinen in noch grĂ¶ĂŸerer Vielfalt und ModernitĂ€t prĂ€sentiert als zu vergangenen Turnfesten. Die Verbindung von Tradition und Trends war schon immer „typisch Turnfest“ – doch mehr als je zuvor zeigten sich KreativitĂ€t und Innovation der deutschen Vereine: Von den WettkĂ€mpfen in mehr als 20 Sportarten – wie zum Beispiel Schleuderball, Indiaca, Korfball, Beach-Völkerball oder Ringtennis – ĂŒber die Vielzahl der qualitativ hochwertigen ShowvorfĂŒhrungen bis hin zur Turnfest-Akademie.

Das Turnfest ist ein Spiegelbild der großartigen LeistungsfĂ€higkeit der Vereine. Das fand auch Rainer Brechtken, PrĂ€sident des Deutschen Turnerbunds:

Das Turnfest ist die Champions League des Vereinssports!

100.000 Zuschauer, 8.000 Volunteers, 400 Medienvertreter

Mehr als 100.000 Zuschauer kamen in die Hallen und VeranstaltungsstĂ€tten- Insgesamt wurden die verschiedenen Mitmachangebote des Turnfestes 45.000 Mal wahrgenommen. WĂ€hrend des Turnfestes besuchten 163.000 Menschen die Festmeile in Mannheim. 40.000 kamen allein zur Eröffnung. In der Turnfest-Akademie erreichte man 14.315 Workshop-Teilnehmer und 4.200 Übungsleiter.

400 Medienvertreter ließen sich akkreditieren. 8.000 Freiwillige Helfer (Volunteers) sorgten fĂŒr einen reibungslosen Ablauf. 380 Lautsprecher sowie 850 Scheinwerfer waren fĂŒr das Turnfest im Einsatz. Über 15 Kilometer Kabel wurden dafĂŒr verlegt.

Eine logistische Herausforderung war es also schon fĂŒr die Metropolregion: Eine, die man allerdings zu meistern schaffte.

FĂŒr Mannheim war das Turnfest ein großer Erfolg. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht, die Stimmung unter den Teilnehmer und Besuchern war großartig. Die Logistik und Infrastruktur hat ihre LeistungsfĂ€higkeit gezeigt und von den 13.000 ÜbernachtungsgĂ€sten in Mannheim haben wir viel positives Feedback bekommen. Angesichts des fĂŒr einen Mai denkbar schlechten Wetters war die Resonanz auf das Turnfest hervorragend. Wir sind froh und stolz, dass wir das Turnfest in Mannheim und der Region so erfolgreich und reibungslos durchfĂŒhren konnten,

sagte auch der OberbĂŒrgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz.

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Auch das war Turnfest: Die Rekordversuche “Drums Alive” und “Aroha” sind geglĂŒckt. Mehrere Hundert Freiwillige gaben ihr Bestes und wurden dafĂŒr belohnt.

 

Friedliche Besucher sorgen fĂŒr wenig EinsĂ€tze der Polizei

Und auch die Polizei ist mit dem Verlauf der Turnfest-Tage zufrieden.

Das Internationale Deutsche Turnfest, auch aus polizeilicher Sicht ein voller Erfolg,

sagte der Einsatzleiter der Polizei, JĂŒrgen Dörr. Die Polizei war wĂ€hrend des Turnfests tĂ€glich mit zwischen 50 bis 80 Beamten, am Eröffnungstag sogar mit ĂŒber 120 Beamten im Einsatz. Obwohl die Polizei breit aufgestellt war: Allzu viel zu tun, gab es nicht. Straftaten zum Nachteil der Festbesucher gab es nur sehr vereinzelt. Gewaltdelikte waren gar nicht zu verzeichnen. HauptsĂ€chlich erteilten sie den Turnfestbesuchern AuskĂŒnfte.

Lediglich die Verkehrspolizei war insbesondere von Dienstag bis Freitag stĂ€rker gefordert; schließlich galt es, den Ausfall einer der innerstĂ€dtischen Verkehrsadern zu kompensieren. Die Augustaanlage diente wĂ€hrend des Turnfests als Festmeile und bot tĂ€glich Programm. Besucher und GĂ€ste des Turnfests verhielten sich aus Sicht der Polizei-Einsatzleitung sehr diszipliniert, typisch Sportler eben. Die Stimmung, insbesondere bei den Großveranstaltungen rund um den Wasserturm, auf der Festmeile und an den WettkampstĂ€tten beschrieb die Polizei trotz des Wetters als durchweg gut.

NĂ€chstes Turnfest: 2017 in der Hauptstadt

Zum krönenden Abschluss des Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar fand die große Stadiongala statt. In diesem Rahmen ließ es sich der regierende BĂŒrgermeister des nĂ€chsten Austragsungortes Berlin, Klaus Wowereit, nicht nehmen, die Fahne der Veranstaltung persönlich in Mannheim abzuholen.

Berlin war bereits in den Jahren 1968, 1989 – damals noch in West-Berlin – sowie im Jahr 2005 Ausrichter der grĂ¶ĂŸten Wettkampf- und Breitensportveranstaltung der Welt. Klaus Wowereit habe besonders die „AtmosphĂ€re“ wĂ€hrend des Turnfestes im Jahr 2005 dazu motiviert, dieses Großprojekt erneut zu stemmen. GenĂŒgend Helfer und Frewillige zur DurchfĂŒhrung zu finden, hĂ€lt er fĂŒr machbar:

Berlin hat 2005 bewiesen, dass wir das können. Der Berliner Sport zeigt immer wieder, dass er Helferinnen und Helfer in großer Zahl mobilisiert, die mit Eifer dabei sind und die gute Arbeit machen.

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Den Berlinern wĂŒnscht man besseres Wetter. Nach dem Eröffnungstag, war dies nĂ€mlich der einzige negative Aspekt wĂ€hrend des Turnfestes. Auch, wenn die Sportlerinnen und Sportler sich davon nicht unterkriegen ließen.

 

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.