Donnerstag, 18. Januar 2018

Sondersitzung des Technischen Ausschusses am 26. Juni 2013

Beregnungsanlage für die Festwiese

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Ladenburg, 28. Juni 2013. (red/sap) In der Sondersitzung des Technischen Ausschusses entschied man sich für einen weiteren Schritt in Richtung Beregnungsanlage. Bei sieben Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen wurde der Auftragsvergabe der Ingenieurleistungen in Höhe für 8020 Euro an das Ingenieurbüro „MVV Enamic Regioplan“ zugestimmt.

Von Sabine Prothmann

Im Herbst 2012 wurde die MVV Enamic Regioplan GmbH beauftragt, für eine mögliche Beregnung der Festwiese mittels Unterflurregnern und -leitungen in einem ersten Schritt eine Entwurfsplanung zu erstellen. Mit dem Planungsergebnis wurde der Technische Ausschuss im Dezember 2012 vorab informiert und im Haushalt 2013 wurden für die Realisierung 90.000 Euro aufgenommen. Die Honararsumme der ersten Stufe betrug rund 4160 Euro. Im Technischen Ausschuss am 05. Juni 2013 sollte nun über die Beauftragung der zweiten Stufen und damit über 8.020 Euro abgestimmt werden, um die Planung ausführungsreif auszuarbeiten, Ausschreibungsunterlagen zu erstellen und die Maßnahmen über die örtliche Bauüberwachung zu begleiten. In der Sitzung stimmten die Gemeinderäte nur äußerst knapp mit 6 zu 5 Stimmen für Vorlage der Ladenburger Verwaltung.

Nachdem nun die Abstimmergebnisse aufgrund eines Verfahrensfehlers ungültig geworden waren, wollte Bürgermeister Rainer Ziegler die Sondersitzung dazu nutzen, die Ausschussmitglieder weiter zu überzeugen. Vor allem die Überlastung des Bauhofes war ein Argument, was die Verwaltung anbrachte und die damit verbundene Frage, „was kann der Bauhof übernehmen, wenn die Beregnung der Festwiese wegfällt“.

Der Stellvertretende Stadtbaumeister Gregor Völker stellte in seinem Bericht noch mal die Hintergründe sowie die Vorteile der Beregnungsanlage vor.

15.000 Euro Kosten pro Jahr bislang

Insgesamt kämen rund 15.000 Euro Kosten pro Jahr für die Berieslung der Festwiese zusammen, die durch einen Personalaufwand von rund 100 bis 120 Stunden sowie eine Wasserentnahme von rund 5500 Kubikmetern entstünden, erklärte Völker.

Demgegenüber stellte Gregor Völker die Kosten von 90.000 Euro für eine automatische Beregungsanlage. Nach rund sieben Jahren hätte sich die Investition gerechnet und der Bauhof könne komplett die Pflege für das Römerstadion übernehmen.

Bislang wird die Beregnung durch die Mitarbeiter des Bauhofs manuell mit einem Beregungswagen ausgführt. Doch dieser habe so seine Nachteile, so Völker. Der Beregungswagen sei nur tagsüber einsetzbar, das führe zur hohen Verdunstung und die Beregnungsmenge kann nicht exakt bestimmt werden.

Eine automatische Beregnungsanlage dagegen benötige nur einen Bruchteil der Zeit, man könne nachts ohne Personal und gleichmäßig beregnen und die Wassermenge exakt bestimmen.

Gemeinderat Dr. Peter Hilger (FW) wollte wissen, warum man den Beregnungswagen nicht an den Pumpenschacht des Brunnens anschließe.

Lohnt sich die Investition?

Auch hier müssten für den Anschluss an den Brunnen Investitionen getätigt werden und man könnte zwar dann die Wasserkosten reduzieren, aber der Personaleinsatz und alle anderen Nachteile bleiben, erklärte Völkel. Die Kapazitäten des Bauhofes seien gebunden, betonte der Bürgermeister.

„Lohnt sich die Investition von 90.000 Euro“, fragte Bernd Garbaczok (SPD) und regte an, durch Feuerwehrübungen auf der Festwiese einen Teil der Beregnung einzusparen. Gartenbauarchitekt und sachkundiger Einwohner Werner Molitor meinte, Feuerwehrübungen seien nicht geeignet für die gleichmässige Beregnung der Festwiese.

„Vieles sei wünschenswert“, bemerkte Petra Erl (SPD). Eine Beregungsanlage sei ein absolutes Luxusprodukt und dafür 90.000 Euro in die Hand zu nehmen, sei für sie nicht nachvollziehbar. „Wir sollten den Brunnen aktivieren und es bei der manuellen Beregnung belassen“, forderte Petra Erl.

Der Pumpenschacht des Brunnens sei mit dem Beregnungswagen nicht kompartibel, unterstrich Ziegler. Der Bauhof könne die manuelle Bewässerung nicht weiterhin vornehmen und eine Fremdvergabe würde Kosten von rund 10.000 Euro verursachen.

„Wenn es die Technik gibt, warum nutzen wir sie dann nicht, so macht es das Handwerk“, sagte Christian Vögele (CDU). Die Ausführungen hätten ihn überzeugt und der Vorschlag sei alternativlos, sagte Dr. Rudolf Lutz (FDP).

Bei sieben Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen wurde der Auftragsvergabe der Ingenieurleistungen in Höhe für 8.020 Euro an das Ingenieurbüro „MVV Enamic Regioplan“ zugestimmt und damit einem weiteren Schritt zur Beregnungsanlage gemacht.

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