Sonntag, 19. November 2017

Versammlungsst├Ąttenqualit├Ąt l├Âst Diskussion aus

Anbau an Lobdengauhalle beschlossen

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Die Einfeldhalle soll auf dem orange eingef├Ąrbten Bereich angebaut werden. Bild: Gemeinderatsvorlage Anlage 1

Die Einfeldhalle soll auf dem orange eingef├Ąrbten Bereich angebaut werden. Bild: Gemeinderatsvorlage Anlage 3

 

Ladenburg, 28. November 2013. (red/ld) Am Ende gab es doch eine Mehrheit f├╝r den Anbau an die Lobdengauhalle: Dort soll ab 2015 eine Einfeldhalle in sogenannter „Versammlungsst├Ąttenqualit├Ąt“ gebaut werden. Diese soll dem Schul- und Vereinssport der Stadt als Ersatz f├╝r die Sporthalle in der Martinsschule dienen, die nach der Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums gemeinsam mit der Martinsschule abgerissen wird.

Zwar war man sich in der gestrigen Sitzung dar├╝ber einig, dass man einen Ersatz f├╝r die Sporthalle der Martinsschule braucht. Dennoch stimmten sieben Stadtr├Ąte gegen den Antrag der Stadtverwaltung. Dies sei aber nicht als Ablehnung gegen den Neubau zu werten, sagten B├╝rgermeister Rainer Ziegler und Stadtr├Ątin Ilse Schummer (SPD). Stattdessen h├Ątten die ablehnenden Stadtr├Ąte die Abstimmung des Antrags von Stadtrat Wolfgang Luppe (FDP) zustimmen wollen.

Er hatte beantragt, die Umsetzung unter den Vorbehalt zu stellen, dass der im ersten Quartal 2014 zu verabschiedende mittelfristige Finanzplan der Verwaltung deren Finanzierbarkeit nachweist. Dabei d├╝rfen die Investitionsvorhaben Sanierung des Carl-Benz-Gymnasium, der S-Bahnausbau einschlie├člich Umbau Bahnhofsvorplatz zu einem Park&Ride-Platz und Beschaffungsma├čnahmen der Feuerwehr, Zentralmensa und Stra├čenpflasterung Kirchenstra├če in den Haushaltspl├Ąnen 2014 / 2015 weder in ihrem Zeitplan noch in ihrer Finanzierung gef├Ąhrdet werden. Da ├╝blicherweise der weitestgehende Antrag – hier der Stadtverwaltung – zuerst abgestimmt wird und der einschr├Ąnkende Antrag – von Herrn Luppe – nach der Ablehung der Ablehnung abgestimmt wird, h├Ątten die Bef├╝rworter des FDP-Antrags den ersten Antrag ablehnen m├╝ssen.

Halle f├╝r 200 bis 400 Besucher

Problematisch war in der Debatte vor allem die Kosten in H├Âhe von drei Millionen Euro, die der Anbau kosten soll. 400.000 Euro entfallen dabei auf die Zusatzma├čnahmen, die notwendig sind, um die Halle in sogenannter „Versammlungsst├Ąttenqualit├Ąt“ zu errichten. Diese soll dann Sportveranstaltungen mit bis zu 400 Besuchern erm├Âglichen. Die daf├╝r notwendigen Ma├čnahmen stehen beispielsweise im Brandschutz, bei sanit├Ąren Anlagen und der L├╝ftung an. Bisher waren f├╝r den Neubau 2,9 Millionen Euro in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen. Durch die Fortschreibung ins Jahr 2015 w├╝rden sich die Kosten auf drei Millionen Euro erh├Âhen. Der Zuschuss des Landes in H├Âhe von 265.000 Euro gilt allerdings nur noch bis Ende 2014 und muss daf├╝r noch verl├Ąngert werden.

Einstimmig ergingen die Beschl├╝sse zur entgeltfreien Nutzung der Halle f├╝r Training und Jugendsportveranstaltungen sowie f├╝r die Einbindung der B├╝rger/innen in den Anbau der Lobdengauhalle in Form einer B├╝rgerversammlung.

├ťber Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.