Samstag, 26. Mai 2018

VersammlungsstÀttenqualitÀt löst Diskussion aus

Anbau an Lobdengauhalle beschlossen

Print Friendly, PDF & Email
Die Einfeldhalle soll auf dem orange eingefÀrbten Bereich angebaut werden. Bild: Gemeinderatsvorlage Anlage 1

Die Einfeldhalle soll auf dem orange eingefÀrbten Bereich angebaut werden. Bild: Gemeinderatsvorlage Anlage 3

 

Ladenburg, 28. November 2013. (red/ld) Am Ende gab es doch eine Mehrheit fĂŒr den Anbau an die Lobdengauhalle: Dort soll ab 2015 eine Einfeldhalle in sogenannter „VersammlungsstĂ€ttenqualitĂ€t“ gebaut werden. Diese soll dem Schul- und Vereinssport der Stadt als Ersatz fĂŒr die Sporthalle in der Martinsschule dienen, die nach der Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums gemeinsam mit der Martinsschule abgerissen wird.

Zwar war man sich in der gestrigen Sitzung darĂŒber einig, dass man einen Ersatz fĂŒr die Sporthalle der Martinsschule braucht. Dennoch stimmten sieben StadtrĂ€te gegen den Antrag der Stadtverwaltung. Dies sei aber nicht als Ablehnung gegen den Neubau zu werten, sagten BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD). Stattdessen hĂ€tten die ablehnenden StadtrĂ€te die Abstimmung des Antrags von Stadtrat Wolfgang Luppe (FDP) zustimmen wollen.

Er hatte beantragt, die Umsetzung unter den Vorbehalt zu stellen, dass der im ersten Quartal 2014 zu verabschiedende mittelfristige Finanzplan der Verwaltung deren Finanzierbarkeit nachweist. Dabei dĂŒrfen die Investitionsvorhaben Sanierung des Carl-Benz-Gymnasium, der S-Bahnausbau einschließlich Umbau Bahnhofsvorplatz zu einem Park&Ride-Platz und Beschaffungsmaßnahmen der Feuerwehr, Zentralmensa und Straßenpflasterung Kirchenstraße in den HaushaltsplĂ€nen 2014 / 2015 weder in ihrem Zeitplan noch in ihrer Finanzierung gefĂ€hrdet werden. Da ĂŒblicherweise der weitestgehende Antrag – hier der Stadtverwaltung – zuerst abgestimmt wird und der einschrĂ€nkende Antrag – von Herrn Luppe – nach der Ablehung der Ablehnung abgestimmt wird, hĂ€tten die BefĂŒrworter des FDP-Antrags den ersten Antrag ablehnen mĂŒssen.

Halle fĂŒr 200 bis 400 Besucher

Problematisch war in der Debatte vor allem die Kosten in Höhe von drei Millionen Euro, die der Anbau kosten soll. 400.000 Euro entfallen dabei auf die Zusatzmaßnahmen, die notwendig sind, um die Halle in sogenannter „VersammlungsstĂ€ttenqualitĂ€t“ zu errichten. Diese soll dann Sportveranstaltungen mit bis zu 400 Besuchern ermöglichen. Die dafĂŒr notwendigen Maßnahmen stehen beispielsweise im Brandschutz, bei sanitĂ€ren Anlagen und der LĂŒftung an. Bisher waren fĂŒr den Neubau 2,9 Millionen Euro in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen. Durch die Fortschreibung ins Jahr 2015 wĂŒrden sich die Kosten auf drei Millionen Euro erhöhen. Der Zuschuss des Landes in Höhe von 265.000 Euro gilt allerdings nur noch bis Ende 2014 und muss dafĂŒr noch verlĂ€ngert werden.

Einstimmig ergingen die BeschlĂŒsse zur entgeltfreien Nutzung der Halle fĂŒr Training und Jugendsportveranstaltungen sowie fĂŒr die Einbindung der BĂŒrger/innen in den Anbau der Lobdengauhalle in Form einer BĂŒrgerversammlung.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.