Sonntag, 19. November 2017

Was am ladenburgblog „sonderbar“ ist

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Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juni 2010. Der Kommentator „warum“ wundert sich ├╝ber unsere Berichterstattung – die Verwunderung ist vorget├Ąuscht. Wir vermuten, dass die Motive andere sind. Unsere Berichte machen gewisse Kreise in Ladenburg nerv├Âs – und das ist gut so.

Von Hardy Prothmann

Der Nutzer „warum“ mit einer ebenfalls anonymen email-Adresse schreibt in einem Kommentar:

„Sehr geehrtes ladenburgblog,
ist es nicht sonderbar, dass eine Vielzahl von Artikeln sich mit Veranstaltungen bei Fody`s bsch├Ąftigen?
Wenn ÔÇťevents-ÔéČ┬Ł wie LSDS tats├Ąchlich einen Gro├čteil dessen ausmachen w├╝rden, was Ladenburg kulturell zu bieten hat, m├╝sste man sich eventuell Sorgen machen.
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis dieser Kommentar freigeschaltet wird und wie ausf├╝hrlich Ihr Kommentar dazu ausf├Ąllt.
Ein sch├Ânes Wochenende w├╝nscht Ihnen
warum“

Eine inhaltsgleiche, aber rotzig formulierte email erhielten wir schon vor ein paar Tagen – vielleicht aus einer anderen Quelle, vermutlich aber nicht. Die haben wir gel├Âscht. Diesmal wurde zumindest der Form halber sauber formuliert.

Sinn und Zweck des Inhalts ist nicht ein Hinweis an die Redaktion mit einem brauchbaren Themenvorschlag, einem Hinweis zu Geschichten, die dieser Kommentator gerne bei uns lesen w├╝rde. Im Gegenteil wird unterstellt, dass wir den Kommentar eventuell zensieren.

Scheinheilige Kommentare

Sinn und Zweck sind vermutlich eher die Besch├Ądigung einer sehr erfolgreichen und aktiven Gastronomie sowie unserer Berichterstattung.

Solche Angriffe kennt die Redaktion zur Gen├╝ge beim ersten unserer Angebote, dem heddesheimblog, auch beim hirschbergblog wurde das versucht, nun ist anscheinend das ladenburgblog ins Visier genommen worden.

Andere Unternehmen oder Redaktionen w├╝rden ├╝berhaupt nicht erlauben, dass Kritik ge├Ąu├čert wird – wir erlauben und w├╝nschen uns das, denn Kritik ist ein gutes Mittel der Kontrolle und kann zu enormen Verbesserungen f├╝hren.

Die Kategorien├╝bersicht in der rechten Spalte zeigt die Zahl der Texte zu einzelnen Themenbereichen.

Zu Ihrem Kommentar:

Die „Vielzahl“ l├Ąsst sich ganz konkret ausdr├╝cken: 15 ist die Zahl der Texte, in denen der Begriff „Fody“ auftaucht. Klicken Sie hier f├╝r das Suchergebnis.

Demgegen├╝ber sind mit Datum von heute seit Mitte Februar 2009 insgesamt 242 Texte auf dem ladenburgblog erschienen. Von den 15 gefundenen Texten, beziehen sich 11 Texte alleine auf Veranstaltungen von Fody’s F├Ąhrhaus.

Das sind keine f├╝nf Prozent. Ob das einer „Vielzahl“ entspricht, muss jeder selbst bewerten. Von diesen 11 Texten sind 8 Texte dem „Kulturbereich“ zuzuordnen. Insgesamt sind bislang 47 Artikel unter dieser Kategorie gef├╝hrt. Das entspricht dann 17 Prozent – auch das nicht gerade eine „Vielzahl“. Nimmt man die restlichen sieben der 15 Texte und legt diese auf Sport und Vereine (62 Texte) kommt man auf elf Prozent – auch das keine „Vielzahl“.

Tats├Ąchlich ├╝bersteigt die Textzahl 15 aber bislang noch jede Textzahl zu Berichten ├╝ber einzelne Vereine – insgesamt gibt es aber bislang 36 Texte zu Vereinen und vier der Texte zu Fody’s F├Ąhrhaus ├╝ber Vereinsaktivit├Ąten dort – das macht elf Prozent. Auch das keine „Vielzahl“.

Falsche „Annahmen“.

Ihre Beobachtung ist also grunds├Ątzlich falsch.

Kein Medium dieser Welt kann eine 100-prozentige Abdeckung ├╝ber alle Geschehnisse bieten. Das ladenburgblog ist das j├╝ngste Medium in Ladenburg und befindet sich im Aufbau – finanziert ├╝brigens ├╝ber Werbung. Bislang arbeiten wir aber defizit├Ąr – das hei├čt, die Einnahmen reichen nicht, um unsere journalistische Arbeit zu bezahlen.

Wir berichten ├╝ber Ladenburg journalistisch-redaktionell und bieten ein alternatives Angebot zu anderen Medien f├╝r die B├╝rgerInnen, f├╝r die Wirtschaft, die Politik, die Vereine. Dies machen wir nicht zum Vergn├╝gen – obwohl uns die Arbeit viel Spa├č macht – sondern aus gesch├Ąftlichen Gr├╝nden. Journalismus ist eine Dienstleistung, also ein Gesch├Ąft. Im Gegensatz zu anderen Unternehmungen aber eines, das von hohem ├Âffentlichem Wert ist. Zumindest, wenn die dahinterstehende Redaktion diese Haltung vertritt und seine Arbeit dementsprechend betreibt.

Jetzt k├Ânnte man „unfreundlich“ vermuten, Fody’s erhalte von uns Aufmerksamkeit, weil das Unternehmen bei uns wirbt. Diese Annahme ist richtig. Sicher erhalten Unternehmen, die bei uns werben, unsere Aufmerksamkeit – wenn es daf├╝r journalistische Gr├╝nde gibt.

Fody’s zeigt ein vorbildliches Engagement.

Im Fall von Fody’s gibt es jede Menge solcher Gr├╝nde: Das „Spa├č- und Popfestival“ ist mit Abstand das zur Zeit gr├Â├čte und umfangreichste Programm eines privaten Veranstalters in Ladenburg, das in der Summe am meisten Menschen erreicht und aus unserer Sicht eine herausragende Leistung bietet. Dar├╝ber hinaus bet├Ątigt sich das Unternehmen glaubw├╝rdig karitativ f├╝r das Kinderhospiz Sterntaler e.V. – auch der CDU-Abgeordnete Karl A. Lamers best├Ątigt diese Leistung durch seine Schirmherrschaft. Damit ist dieses Programm – unabh├Ąngig von jeder Werbung – interessant und relevant. Und sicherlich zur Zeit auch „pr├Ąsent“ in unserer Berichterstattung.

Dar├╝ber hinaus arbeitet Fody’s mit verschiedenen Vereinen zusammen, dem ASV, dem FV 03, der AWO, den Hundefreunden – auch das ein herausragendes Engagement. Lobenswert ist der „Spa├čfaktor“ hinter all der Professionalit├Ąt – es geht klar auch ums Gesch├Ąft, aber nicht bierernst, sondern mit Lust und Laune.

Wenn Sie sich die Texte inhaltlich anschauen, werden Sie feststellen, dass unsere Berichterstattung trotz der Gesch├Ąftsbeziehung differenziert ist und dies auch bleibt: Wir dokumentieren, wir ordnen ein und wir kritisieren auch, beispielsweise auch zuMo’Roots, einer Musikveranstaltung, die bei Fody’s stattfindet.

Fody’s und Mo’Roots-Chefin Susan Horn haben ├╝brigens auf die Kritik reagiert und das Gespr├Ąch mit uns gesucht: Die Veranstaltung lebe ja geradezu davon, dass Musiker von au├čen dazukommen und eine Session veranstaltet wird, so die Argumentation. Dies ist uns bewusst, trotzdem fanden wir es schade, dass der „Special Guest“ an diesem Abend dadurch etwas in den Hintergrund trat – die Veranstalter haben unsere Kritik akzeptiert und gesagt: „Ok, das ist Pressefreiheit und wir akzeptieren diese Sichtweise.“ F├╝r diese Haltung ein gro├čes Lob von unserer Seite! Das zeigt Gr├Â├če, Souver├Ąnit├Ąt, eine demokratische Grundverfassung, die wir uns von anderen auch w├╝nschen.

Differenzierte Berichterstattung

Wenn Sie demgegen├╝ber die Berichterstattung in anderen Medien beobachten, werden Sie feststellen, dass es diese kritische Differenzierung dort nicht gibt. Dort gibt es klar und unkritische „Bevorzugungen“ von Gesch├Ąftspartnern, dort gibt es klare tendenzi├Âse Berichterstattungen zur Politik, zum Vereinsleben oder anderer Themen. Aufmerksame LeserInnen merken schnell, wen diese Medien als „Freund“ betrachten und bevorzugen und „nicht-Freunde“ entsprechend „behandeln“.

W├╝rde uns ein Werbepartner „abspringen“ oder damit „drohen“, weil wir kritisch ├╝ber diesen oder seine Aktivit├Ąten berichten, dann w├Ąre das so – es wird unsere Berichterstattung nicht beeinflussen.

Die Redaktion entscheidet, wie was ├╝ber wen berichtet wird – sofern aus der Perspektive eines Unternehmens gleich welcher Art eine Information dargestellt wird, ist dies entsprechend mit Anzeige oder Sonderver├Âffentlichung gekennzeichnet, so dass die LeserInnen unterscheiden k├Ânnen, ob eine Information eine werbende Selbstdarstellung ist oder eine redaktionell-journalistische Leistung.

Zutreffend, interessant, hintergr├╝ndig

Wir sind eine kleine Redaktion und erst seit Mitte Februar in Ladenburg pr├Ąsent – wir m├╝ssen noch viel ├╝ber die Stadt und ihre Menschen lernen. Das ist ganz selbstverst├Ąndlich. Und wir sind stolz auf die bisher geleistete Arbeit, weil es uns in kurzer Zeit gelungen ist, ein vielbeachtetes Angebot zu schaffen.

Die stetig steigenden Zugriffszahlen auf unser journalistisches Angebot zeigen, dass wir die richtigen Themen treffen und sich unsere LeserInnen bei uns „wohlf├╝hlen“ und unsere Informationen sch├Ątzen.

Es gab auf der anderen Seite eine Reihe von Angriffen: Die Fraktionsvorsitzenden der Parteien wurden per anonymen Schreiben vor uns „gewarnt“, auf Berichte folgten Telefonate und Kommentare von „etablierten“ Pers├Ânlichkeiten aus Ladenburg, die es mit der Meinungsfreiheit nicht so haben und unser Angebot diskreditieren wollen.

Auch davon lassen wir uns nicht beeinflussen. Wir verstehen diese Reaktionen sogar: Dadurch, dass es ├╝ber Jahrzehnte nur eine eingefahrene, oberfl├Ąchliche und interessengeleitete Berichterstattung in Ladenburg gibt, sind einige Kreise in der Stadt den Umgang mit einem unabh├Ąngigen Journalismus nicht mehr gewohnt.

Wir vermuten, dass der „Gew├Âhnungsprozess“ beim ein oder anderen ein schwieriger sein wird. Wir sind aber auch zuversichtlich, dass es den meisten gelingen wird, sich damit anzufreunden, dass es „sonderbarerweise“ ein unabh├Ąngiges journalistisches Medium in Ladenburg gibt, das eine zutreffende, interessante und hintergr├╝ndige Berichterstattung anbietet.

Zur├╝ck zu „warum“. Unser Tipp: Lehnen Sie sich zur├╝ck, atmen Sie tief durch und denken Sie mal quer. Vielleicht gelingt Ihnen dann die Fragestellung, was „sonderbar“ an Ihrer Haltung ist und ob Sie einen Weg finden, aus der Schmollecke herauszukommen. ­čÖé

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • warum

    Sehr geehrtes ladenburgblog,
    Ihre Mutma├čungen bez├╝glich meiner Person empfinde ich als latent paranoid, auch wenn ich einen entsprechenden Kommentar bereits erwartet hatte. Ihre Argumentation kann ich teilweise nachvollziehen, dennoch erscheint mir die Berichterstattung dieser events dem kulturellen Angebot in Ladenburg nicht gerecht zu werden, f├╝r mich bewegen wir uns hier auf einem Niveau von Dieter Bohlen f├╝r Kleinst├Ądter. Als regelm├Ą├čiger Leser Ihres blogs auf der Suche nach Informationen ber├╝hrt mich LSDS genaus so, wie wenn im Cave die Miss Spaghetti oder im Ochsen die Miss Bratwurst gew├Ąhlt wird.
    Dennoch m├Âchte ich erg├Ąnzen, dass ich die meisten anderen Artikel interessant sind und dass ich im ├ťbrigen das Essen bei Fody┬┤s sehr lecker finde.
    Einen sch├Ânen Sonntag
    warum

  • warum

    Guten Tag,
    heute haben wir viel gelernt:
    1. Getroffene Hunde bellen – das ist nicht neu.
    2. Mancherorts sind die Pommes ges├╝nder als anderswo – das ist interessant.
    3. Herr Lamers ist ein Qualit├Ątsindikator – ebenfalls interessant.
    4. Das kulturelle Angebot ist nicht bedoht – das ist gut, es gibt aber
    5. „gewisse Kreise“ in Ladenburg – klingt zumindest geheimnisvoll, hier w├╝nschen wir uns noch weitere Informationen.
    Insgesamt also ein erfreuliches Ergebnis
    Gr├╝├če
    warum

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Sch├Ânen Dank f├╝r diesen weiteren Kommentar, der unsere Vermutung best├Ątigt. H├Ątten Sie unter „Wie geht das hier“ genau nachgelesen, h├Ątten Sie verstanden, dass wir die Verwendung von Pseudonymen anbieten, nicht aber eine komplette Anonymisierung – die wird meist von den Personen gew├Ąhlt, die durch unqualifizierte Beitr├Ąge auffallen.

      Unser Text erl├Ąutert, wie wir arbeiten und welche „Reaktionen“ diese Arbeit bei „gewissen Leuten“ wie Ihnen hervorruft. Sie verstehen, dass wir auf Ihre Kommentare in Zukunft verzichten.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das ladenburgblog

  • MeineMeinung

    Guten Tag.

    Ich finde das Angebot bei Fody’s super – die tun wirklich was und wer wie heute beim Public Viewing war erlebt dort eine tolle Atmosph├Ąre. Beim letzten Spiel war ich in Heddesheim, dort ist es mir zu voll und zu stickig und zu laut.
    Das Tauziehen gestern war eine Gaudi.

    Und @warum: „auch wenn ich einen entsprechenden Kommentar bereits erwartet hatte.“ klingt irgendwie auch ein wenig paranoid oder nicht?

    @ladenburgblog Ich verstehe nicht, warum ihr auf solche Kommentare eingeht. Es ist doch klar, was das soll, das schreibt ihr ja auch selbst im Text. Macht lieber weiter eure gute Arbeit.

    MeineMeinung

    • warum

      Guten Tag,
      warum das ladenburgblog die Anfrage kommentiert, konnten wir ja ausf├╝hrlich dem Artikel entnehmen. Ich glaube nicht, dass ich paranoid bin, ich habe lediglich einige einschl├Ągige Erfahrungen hier gesammelt (deshalb nun auch die anonyme e-mail Adresse, dies wurde mir bei „Wie das hier geht“ ausdr├╝cklich angeboten).
      Herzliche Gr├╝├če
      warum

  • Ladenburger

    Hallo,

    da muss ich „warum“ durchaus zustimmen. Statt zu berichten welcher neue Mega Popstar gerade im Fodys gek├╝rt werden, halte ich es f├╝r wichtiger z.B. Informationen ├╝ber die Abiturvergabe im CBG zu h├Âren… .

    Ladenburger

  • Was f├╝r eine Diskussion! Ich mache mit! Nun sitze ich ja bekannterma├čen in der Jury von „LSDS“ und bin mir trotz meiner Ausbildungen in Gesang und Schauspiel, meiner jahrelangen B├╝hnenerfahrung und meiner sonst sehr ansehnlichen Gagen nicht zu schade, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Denn anders als bei diversen Karaoke-Wettbewerben, werden hier tats├Ąchlich junge K├╝nstler gesucht, die gef├Ârdert werden sollen und vielleicht in ein paar Jahren, wenn man dann bei einem Open-Air-Festival einem coolen, angesagten S├Ąnger zujubelt, dessen Musik jeden aus den Latschen kippen l├Ąsst, dann ist es allen heutigen Kritikern schei├čegal, ob der bei einer Veranstaltung wie „LSDS“ seine ersten Schritte gemacht hat. Es ist bedauerlich, dass „warum“ nun gesperrt ist, ich h├Ątte germe gewusst, ob er trotz aller verbitterter Akribie nicht auch irgendwann einmal an einem Wettbewerb teilgenommen hat (vielleicht im Klugschei├čen)? H├Ątte er da nicht eine breitere Aufmerksamkeit gewollt, h├Ątte er es nicht toll gefunden, wenn man ├╝ber ihn in einem Blog berichtet?
    Liebe Veranstalter von „LSDS“: ich stehe hinter diesem Event.
    Eure C├ęline.

  • Der eine findet┬┤s gut – der andere nicht. Man wird es niemals allen Menschen recht machen k├Ânnen, so ist das im Leben. Aber bedeutet das, dass man sich deshalb zu nichts bekennen oder zu nichts Stellung beziehen soll oder- wie in diesem Fall – ├╝ber nichts Bericht erstatten soll?

    Ich finde, Willi Koch ist ein extrem engagierter Gastronom, jemand der keine Kosten, M├╝hen, Aufwand, Unannehmlichkeiten und dergleichen scheut, um seinen G├Ąsten (und somit in erster Linie auch den Ladenburgern) etwas zu bieten – in jeder Hinsicht.

    Alles dies geschieht aus gesundem Gesch├Ąftssinn heraus, aber in Willi Kochs Fall ist dies nicht der alleinige Grund: Willi Koch zeigt seit vielen Jahren gr├Â├čtes Engagement im karitativen Bereich und es vergeht kein Event, kein Festival und keine Veranstaltung bei der Willi nicht ausdr├╝cklich betont, dass er f├╝r „seine“ Kinder (gemeint sind die Kinder des Kinderhospiz Sterntaler) das Maximum an finanzieller Unterst├╝tzung herausholen will.

    Dies ist nachweislich kein PR-Trick, wie mir schon so h├Ąufig die Chefin des Kinderhospiz, Uschi Demmer best├Ątigt hat. F├╝r mich ist Fodys ein klasse Laden mit leckerem Essen, zuvorkommendem Service, einem riesen Angebot sportlicher und musikalisch-kultureller Events, ein erfolgreiches Unternehmen, was sich dar├╝ber hinaus auch noch karitativ engagiert. Daf├╝r von mir volle Punktzahl!

    Was LSDS angeht – mir hat┬┤s Spa├č gemacht, die Entscheidung gestern war auch f├╝r mich unerwarteter Weise wirklich anspruchs-und niveauvoll, Fodys war gut besucht und wir konnten auf einen Schlag viele Menschen gl├╝cklich machen – wenigstens f├╝r einen Moment.
    Liebste Gr├╝├če, Susan Horn

  • eine-mutter

    Hallo zusammen,
    auch ich habe die Diskussion verfolgt und die Kritik ein bisschen anders verstanden: ich hatte den Eindruck, dass nicht die Veranstaltung an sich kritisiert wurde sondern lediglich die „Unausgewogenheit“ der Berichterstattung. Im Sinne der freien Meinungs├Ąu├čerung ist dies doch legitim, ich finde es schade, dass kritische Kommentatoren relativ schnell „blockiert“ werden.
    Dies ist mir bei mehreren Themen aufgefallen.
    Herzliche Gr├╝├če
    eine-mutter

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Danke f├╝r Ihren Beitrag.

      Selbstverst├Ąndlich k├Ânnen Sie zu allem Ihre eigene Meinung haben. Wir behalten uns allerdings vor, Kommentare, die nicht unseren Regeln entsprechen, entweder zu k├╝rzen oder nicht zu ver├Âffentlichen. Wir haben den Eindruck, dass Sie den Begriff „Freie Meinungs├Ąu├čerung“ nicht recht durchdrungen haben: Jeder Mensch hat das Recht, sich aus frei zug├Ąnglichen Quellen zu informieren, sich eine Meinung zu bilden und diese zu ├Ąu├čern. Eine „staatliche“ Zensur findet nicht statt. Dieses Recht ist aber nicht st├Ąrker als andere, beispielsweise Pers├Ânlichkeitsrechte. Und jedes Medium entscheidet per „Hausrecht“ selbst, welche Informationen ver├Âffentlicht und verbreitet werden. Da schlie├čt sich wieder der Kreis zum Recht auf freie Meinungs├Ąu├čerung.

      Kommentare, die ausschlie├člich polemisch sind und nicht mit Fakten Ihre Aussage st├╝tzten k├Ânnen, ver├Âffentlichen wir ├╝berwiegend auch nicht. Leider gibt es immer wieder Kommentatoren, die die Unterschiede nicht kennen oder nicht kennen wollen.

      Wir finden es schade, dass Sie es schaden finden, dass wir uns auf einen Kommentar hin die M├╝he machen, dem Kommentator seine „Meinung“ und seine Behauptung in klaren Zahlen vorzurechnen. Heraus kam, dass diese Meinungs├Ąu├čerung „unausgewogen“ war. Sie wiederholen diese „Unausgewogenheit“ nochmals. Halten Sie das f├╝r kritisch?

      Die Kommentare werden gepflegt. Jeder Kommentar wird gelesen und beurteilt. Die meisten werden freigeschaltet – einige aber nicht. Aus unserer Sicht ein gro├čer Vorteil f├╝r die LeserInnen, denen wir die „M├╝lltrennung“ abnehmen.

      Ihre Behauptung, wir w├╝rden relativ schnell „kritische Kommentatoren“ „blockieren“ ist durch nichts belegt. Und wenn Sie sich die M├╝he machen, einmal dar├╝ber nachzudenken, was es hei├čt, die redaktionelle und juristische Verantwortung zu haben, ├Ąndert sich vielleicht Ihre Sichtweise.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das ladenburgblog

      • eine-mutter

        Sehr geehrtes ladenburgblog,
        dazu f├Ąllt mir jetzt spontan der Kommentar von JochenBayers vor einigen Tagen ein. Sehen Sie hier ein juristisches Problem? Warum darf der Leser nicht selbst entscheiden, was er als M├╝ll empfindet und was nicht?
        Einen angenehmen Abend w├╝nscht
        eine-mutter

        • Dasladenburgblog

          Guten Tag!

          Als Betreiber der Seite sind wir f├╝r die Inhalte verantwortlich – es liegt also bei uns, zu entscheiden, was eventuell juristische Probleme ergeben kann und was nicht. Denn zu allererst werden wir daf├╝r zur Verantwortung gezogen.

          Sie k├Ânnen sicher davon ausgehen, dass wir auch Meinungen ver├Âffentlichen, die wir nicht teilen. Diese m├╝ssen sich aber an die Regeln halten, die wir bewusst sehr offenen definiert haben. Alle Einschr├Ąnkungen sind durch Missbrauch dieser Offenheit entstanden.

          Die LeserInnen d├╝rfen selbstverst├Ąndlich ├╝ber alle Inhalte selbst entscheiden, welche Meinung sie dazu haben. Und die LeserInnen k├Ânnen sicher sein, dass wir die „M├╝lltrennung“ sehr sorgf├Ąltig vornehmen. Was irgendwie verwertbar erscheint, wird durchgelassen – der Restm├╝ll wird entsorgt.

          Falls Ihnen das unbekannt sein sollte – fast alle deutschen Redaktionen verfahren derart. Viele lassen Kommentare nur nach Sichtung zu. Wir beobachten unsere Kommentatoren und entscheiden anhand der Qualit├Ąt der Kommentare, ob diese frei kommentieren k├Ânnen oder erst von uns gesichtet werden. Der ├╝berwiegende Teil darf frei kommentieren, weil Standards wie ordentliche Ansprache, korrekte Formulierung und nachvollziehbare Inhalte gegeben sind. Nachvollziehbar meint nicht, dass uns gef├Ąllt, was im Kommentar steht, sondern dass es vern├╝nftig und belegt argumentiert wird.

          Beim Rest verfahren wir weiterhin nach unseren System. Das mag Ihnen nun gefallen oder nicht.

          In regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden nehmen wir uns auch immer die Zeit, unsere Vorgehensweise zu erkl├Ąren – wie jetzt bei Ihnen geschehen.

          Sie werden verstehen, dass wir weitere Kommentare in dieser Richtung eher nicht mehr zulassen – nicht, weil es sich um „M├╝ll“ handelt, sondern alles Wesentliche f├╝r den Moment kommuniziert ist.

          Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
          Das ladenburgblog