Donnerstag, 19. Oktober 2017

Kinderbetreuung: Benutzungsordnungen verändert

„Römernest“ wird teurer

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Die "Entgelte" im Römernest steigen um drei Prozent.

 

Ladenburg, 27. Juni 2012. (red) Die Betreuung im „Römernest“ wird teurer, die Preise im „Haus des Kindes“ bleiben gleich. Für beide Betreuungseinrichtungen wurden die Benutzungsordnungen angepasst – vor allem ist jetzt Inklusion möglich.

Die Benutzungsordnung der städischen Kindertagesstätte „Römernest“ und „Haus des Kindes“ wurden verändert. Die Gebühren für das „Römernest“ sind um drei Prozent angehoben worden.

Die Benutzungsordnung ist in § 3 Abs. 7 nun soweit verändert werden, dass eine Aufnahme von Kindern, die körperlich, geistig, oder seelisch beeinträchtigt sind, in die Einrichtung möglich ist. Dies war bisher nicht der Fall. Diese Änderung basiert auf der im Jahr 2008 in Kraft getretenen Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Desweiteren folgen weitere wesentliche als auch unwesentliche Änderungen in der Benutzungsordnung.

Die derzeitigen Entgelte, die seit 01. September 2011 gelten, liegen weit hinter den Empfehlungen des Städte- und Gemeindetags Baden-Württemberg. Um eine weiteren, größeren Spanne von Einnahmen und Ausnahmen entgegen zu wirken, schlägt die Verwaltung in Verbindung mit den Kindertagesstätten vor, die Entgelte um rund drei Prozent zum 01. September 2012 zu erhöhen. Das Entgelt für die „Kinderbetreuung unter 3“ soll, unter Abstimmung, ebenfalls zu Beginn des neuen Kindergartenjahres um drei Prozent erhöht werden.

Auch im Haus des Kindes ist die Benutzungsordnung in § 3 Abs. 7 soweit verändert worden, dass eine Aufnahme von Kindern, die körperlich, geistig, oder seelisch beeinträchtigt sind, in die Einrichtung möglich ist. Diese Änderung basiert ebenfalls auf der im Jahr 2008 in Kraft getretenen Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Auswärtige Kinder kommen nur noch unter, wenn die Plätze nicht von Ladenburger Kindern benötigt werden.

Im Schuljahr 2011/2012 kam es im Hort an der Schule, vor allem aber bei der Kernzeitbetreuung, häufiger zu Abmeldungen. Eltern beklagten zu hohe Gebühren. Im Vergleich zu den Nachbargemeinden sind die Entgelte für die Betreuung im Haus des Kindes in Ladenburg sehr hoch festgesetzt. Am 10. September 2011 wurden zuletzt die privatrechtlichen Entgelte geändert. Deswegen ist eine aktuelle Erhöhung des Entgelts im „Haus des Kindes“ für das neue Schuljahr nicht vorgesehen.

Stadträtin Ilse Schummer (SPD) konnte dem nicht folgen und sagte:

Das sind pro Monat je nach Zahl der Kinder drei bis neun Euro mehr – das ist doch nicht viel.

Die Beiträge steigen ab 01. September 2012. Der Gemeinderat beschloss dies einstimmig.

 

Über sabine
  • SibylleK

    Zum Zitat von Frau Schummer kann ich nur sagen, dass der Ladenburger Hort in seiner höchsten Beitragsstufe über 100 Euro im Monat teurer ist als beispielsweise der Hort in Schriesheim oder die Einrichtungen in Mannheim. Laut Auskunft der Hortleitung sind die Eltern mit Höchstbeitrag keine Minderheit.
    9 Euro mehr im Monat ist der Beitrag für den Sportverein. 80 Euro Differenz im Monat ist der Einzelbeitrag an der Musikschule für Instrumentalunterricht. Wenn mit den Hortbeiträgen den anderen Einrichtungen in der Stadt also weiterhin finanziell das Wasser abgegraben werden soll, wäre eine weitere Erhöhung hier sicherlich ein gelungener Ansatz.

    • urban legend

      In Schriesheim kostet der Hortplatz zwischen 50 und 200€ in Mannheim bis zu 150€. Wo die anderen Zahlen herkommen erschliest sich mir nicht.

      (Schriesheim siehe hier: http://www.schriesheim.de/index.php?id=832
      Mannheim siehe hier:http://www.mannheim.de/bildung-staerken/platzvergabe-und-elterngebuehren)

      • SibylleK

        Stimmt, das ist der Betrag für den Hort in Altenbach (geöffnet bis 17 Uhr) und für die Betreuung in Mannheim.
        Der Hort in Schriesheim selbst kostet laut dieser Quelle 156 Euro: http://www.schuelerhort-pfiffikus.de/files/anmeldung_schuelerhort_schriesheim.pdf
        (geöffnet bis 17:30).

        Der Hort in Ladenburg kostet in der höchsten Beitragsstufe 268 Euro bis 16.30 (inkl. Ferienbaustein) plus 25 Euro für die Verlängerung bis 17 Uhr plus Essensgeld. Ab einem Einkommen von 4250 Euro BRUTTO ist man in dieser Beitragsstufe, zahlt also dann mehr als 10% seines monatlichen Nettoeinkommens nur für den Hort für EIN Kind. Die Zahlen für Hort und Musikschule findet man als betroffene Eltern auf seinem Kontoauszug, als nicht betroffene Eltern über http://www.ladenburg.de. Den Beitrag für den Sportverein über http://www.lsv-ladenburg.de

        Der Hort leistet pädagogisch eine tolle Arbeit, das ist auch sicherlich einiges wert. Für mich unverständlich ist aber ein Kommentar der Gemeinderätin, die es sich anmaßt zu bewerten, inwiefern eine Beitragserhöhung für die Eltern „nicht viel“ sei.