Samstag, 18. August 2018

Gemeinderat beschließt Beitritt und beauftragt KLiBA mit Klimaschutzkonzept

Diskussion um Klimaschutzvereinbarung

Print Friendly, PDF & Email

Ladenburg, 27. MĂ€rz 2014. (red/ld) „Wozu brauchen wir eine Kooperationsvereinbarung mit dem Rhein-Neckar-Kreis zum Klimaschutz?“, fragten am Mittwoch, 26. MĂ€rz, die StadtrĂ€te. Nicht die einzige Frage in der Debatte. Dennoch wurde der Beitritt mehrheitlich beschlossen.

Insgesamt 53 Gemeinden sollen dem Abkommen beitreten und so “eine motivierende Funktion einnehmen, um lokale Akteure zu einem klimaschutzsensiblen Handeln zu aktivieren”, heißt es in der öffentlichen Vorlage.

Der Landkreis hat der Verwaltung einen Entwurf einer Kooperationsvereinbarung zum Klimaschutz zur Beratung im Gemeinderat ĂŒbersandt. Darin werden als Oberziele formuliert, dass klimaschĂ€dliche Emissionen verringert werden sollen und dass der Kreis eine selbstĂ€ndige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien erreichen will. Diese Ziele seien “aktiv im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten zu fördern und zu unterstĂŒtzen”, heißt darin weiter.

Erreichen der Ziele nur durch Zusammenarbeit

Nur dann könne Geplantes verwirklicht werden, wenn sich die „einzelnen Teinehmner auf bestimmte, anspruchsvolle Standards einigen“ und somit „enstehende Synergien nutzen“, heißt es in der Vorlage.

Neben dem Klimaschutzkonzept sollen Daten erhoben werden, die nötig sind, um eine CO2-Bilanz und einen Energie- und WĂ€rmeatlas zu erstellen und fortzufĂŒhren. Erste Analysen sollen Anfang kommenden Jahres vorgestellt werden. Bis 2030 sollen die festgelegten Maßnahmen der Klimaschutzkonzepte entsprechend umgesetzt werden.

Ich will nicht, dass es ein Papiertiger bleibt,

sagte StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD). Was werde konkret fĂŒr den Klimaschutz unternommen und welche Folgekosten kommen neben der Beauftragung eines Klimaschutzkonzeptes auf die Stadt zu, fragte sie.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KLiBA, Dr. Klaus Keßler, gab die Antworten: Es handle sich zunĂ€chst um eine AbsichtserklĂ€rung und die Beauftragung eines Klimaschutzkonzeptes, sagte er. Dadurch erhalte die Stadt höhere ZuschĂŒsse fĂŒr die energetische Sanierung ihrer GebĂ€ude.

Wolfgang Luppe (FDP) fragte nach, wie die BĂŒrger/innen und Wirtschaftsunternehmen durch dieses Abkommen dazu bewegt werden können, ihre Immobilien energetisch sanieren zu lassen. „Da braucht man doch einen Anreiz!“, sagte er.

Der Anreiz funktioniere vor allem durch die schnelle Amortisation der Maßnahmen, sagte Herr Dr. Keßler. Demnach rechne sich der Austausch einer WĂ€rmepumpe bereits nach zwei bis drei Jahren. Bereits seit einiger Zeit berate die KLiBA auf Kosten des Landkreises BĂŒrger/innen und Unternehmen ĂŒber energetische Sanierungsmaßnahmen, sagte BĂŒrgermeister Ziegler:

Ich hĂ€tte kein gutes GefĂŒhl dabei, wenn wir die Vereinbarung ablehnen und diese Dienstleistung trotzdem weiterhin nutzen.

Der Beschluss erfolgte mehrheitlich mit 13 Stimmen dafĂŒr, sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Wenig spĂ€ter wurde die Verwaltung vom Gemeinderat ebenfalls per Mehrheitsbeschluss beauftragt, die Planungsleistungen fĂŒr ein kommunales Klimaschutzkonzept zu vergeben. Diese dĂŒrfen maximal 42.250 Euro kosten, davon werden 25.455 Euro vom Rhein-Neckar-Kreis ĂŒbernommen.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.