Sonntag, 23. September 2018

Die Metropol-Card: Viele Bibliotheken – ein Ausweis!

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Guten Tag!

Ladenburg, 27. Oktober 2010. Unter dem Motto „Viele Bibliotheken – ein Ausweis!“ stiegen am Tag der Bibliotheken, am 25. Oktober, vier weitere Bibliotheken aus der Metropolregion in den Bibliotheksverbund ein. 20 Euro zahlt man fĂŒr die „Metropol-Card“ jĂ€hrlich und kann damit gleichzeitig neun Bibliotheken nutzen.

Von Sabine Prothmann

Am 24. Oktober 2007, dem Tag der Bibliotheken, wurde in den Stadtbibliotheken von Mannheim und Ludwigshafen die Metropol-Card als gemeinsamer Bibliotheksausweis in der Metropol-Region Rhein-Neckar eingefĂŒhrt. Im Laufe der nĂ€chsten drei Jahre boten diesen Service auch die öffentlichen Bibliotheken von BrĂŒhl, Speyer und Frankenthal ihren Lesern an.

Neu dabei sind jetzt auch Heddesheim und Ladenburg

Neu dabei sind jetzt die Stadtbibliothek Ladenburg und die GemeindebĂŒchereien in Heddesheim, Oftersheim und Ketsch.

Und damit können ab sofortĂŒĂœber eine Million Medien von den Inhabern der Metropol-Card uneingeschrĂ€nkt genutzt werden.

Musste man bisher in allen teilnehmenden Bibliotheken JahresgebĂŒhren bezahlen, bekommt man das gesamte Angebot jetzt fĂŒr 20 Euro im Jahr.

Wer von dem Angebot profitieren möchte, kann sich in einer der beteiligten Bibliotheken anmelden und dort auch die GebĂŒhr fĂŒr einen Nutzungszeitraum von 12 Monaten zahlen. Vorhandene Ausweise können umgetauscht werden.

Noch ist kein Leihverkehr möglich

Medien, die in einer Stadt ausgeliehen wurden, mĂŒssen leider auch wieder dort zurĂŒckgegeben werden, bedauert Antje Kietzmann, Leiterin der Stadtbibliothek Ladenburg.

Denn ein Leihverkehr ist (noch) nicht möglich, denn das wĂŒrde zusĂ€tzliche Kosten verursachen, die auf die Nutzer umgelegt werden mĂŒssten.

Auch die LeihfristverlÀngerung kann nur bei der jeweiligen Bibliothek vorgenommen werden.

Logo der Metropol-Card-Seite. Quelle: Metropol-Card

Seit diesem Sommer gibt es auch eine gemeinsame Website www.metropol-card.net, hier können die Nutzer den Bestand der Bibliotheken und den Leihstatus der gewĂŒnschten Medien einsehen und ihr Konto kontrollieren.

WĂŒnschenswert sei in Zukunft auch die Beteiligung der Stadtbibliothek Heidelberg, sagte Antje Kietzmann.

Mehr Auswahl bei gleichbleibender persönlicher Beratung

Kietzmann sieht in dem Bibliotheksverbund einen großen Nutzen vor allem fĂŒr die kleineren BĂŒchereien: „Damit wird der Abstand zu den großen Bibliotheken kleiner“. Eine kleine BĂŒcherei habe nicht die Mittel, alle Medien, vor allem die elektronischen, vorrĂ€tig zu haben. Jetzt können die Bibliotheksbesucher die persönliche Beratung und AtmosphĂ€re einer kleineren BĂŒcherei genießen und gleichzeitig die Auswahl der großen Stadtbibliotheken in Mannheim und Ludwigshafen nutzen.

Die Bibliotheken und ihre Vertreter aus Ladenburg, Heddesheim, Ketsch und Oftersheim freuen sich ĂŒber die Metropol-Card.

Das Ausleihverhalten habe sich vor allem im Bereich der SachbĂŒcher verĂ€ndert, Wissen werde heute meist ĂŒber das Internet bezogen.
Antje Kietzmann freut sich, ihren Kunden kĂŒnftig eine grĂ¶ĂŸere Auswahl durch die Metropol-Card und weiterhin eine persönliche Beratung anbieten zu können.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.