Mittwoch, 17. Januar 2018

Gemeinderat unterst├╝tzt die geplante AWO-Kita

„Eine gute Sache ist im Entstehen“

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Ladenburg, 26. Oktober 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober 2013 beschlossen, dem AWO-Kreisverband Rhein-Neckar eine Zusage zu geben, die R├Ąume in der Bahnhofstra├če f├╝r eine Kinderkrippe f├╝r zwei Gruppen ├á zehn Kindern auszubauen. Schweren Herzens mussten Gemeinderat und B├╝rgermeister die anwesenden Eltern entt├Ąuschen, die unbedingt die Kinderkrippe „Postillion“ f├╝r ihre Kinder erhalten wollten.

Von Sabine Prothmann

Eingangs der Gemeinderatssitzung hatte die Elternschaft der Kinderkrippe „Postillion“ f├╝r einen Erhalt dieser Betreuungseinrichtung in Ladenburg pl├Ądiert.┬á Die liebevolle Betreuung der Kinder durch die Erzieherinnen wurde gelobt und man verwies darauf, wie wichtig der aufgebaute Bezug gerade bei Kindern unter drei Jahren sei.

Die bisherigen R├Ąume in der Siemensstra├če wurden zum 31. August 2014 gek├╝ndigt und die Suche nach neuen R├Ąumen blieb erfolglos. Der Betreiber „Postillion“ hatte sich auch bereit erkl├Ąrt zu bauen, doch, so B├╝rgermeister Ziegler, das f├╝r einen Bau einzig m├Âgliche Grundst├╝ck im Neubaugebiet Hockenwiese werde nicht fr├╝h genug zur Verf├╝gung stehen. Die Rechtskraft des Bebauungsplanes sei noch nicht gegeben und dies sei wahrscheinlich auch noch nicht im Dezember der Fall, sondern erst im Fr├╝hjahr 2014. Das Grundst├╝ck werde so nicht rechtzeitig baureif gemacht werden k├Ânnen und somit k├Ânne der Betrieb im September 2014 nicht starten. „Andere Grundst├╝cke haben wir nicht“, sagte Ziegler, und eine Versorgungsl├╝cke d├╝rfe nicht entstehen.

Der Gemeinderat muss langfristiger denken,

sagte der B├╝rgermeister. Die Entscheidung m├╝sse f├╝r die Zukunft tragf├Ąhig sein und das bedeute, man m├╝sse die Zeitachse bedenken. Die zwanzig Kindern k├Ânnten nicht bis zur Fertigstellung eines Neubaus von anderen Einrichtungen ├╝bernommen werden.

Auch habe die geplante AWO-Einrichtung einen besonderen Charme. Denn der Investor habe das gesamte Gel├Ąnde in der Bahnhofstra├če mit der Absicht gekauft, ein generations├╝bergreifende Neben- und Miteinander von „normalem“ Wohnen, betreutem Wohnen und einer Kinderkrippe entstehen zu lassen.

Deshalb lautete die Beschlussempfehlung des Verwaltungsausschusses an den Gemeinderat, dem AWO-Kreisverband Rhein-Neckar die Zusage zu erteilen. In vorhandenen R├Ąumen – im Erdgeschoss der leerstehenden Villa auf dem ehemaligen Gel├Ąnde der Volksbank Kurpfalz H + G Bank – soll eine Kinderkrippe f├╝r zwei Gruppen ├á zehn Kinder von Null bis drei Jahren┬á entstehen und sie soll ab dem ab dem 01. September 2014 in den Bedarfsplan der Stadt aufgenommen werde. Die Zusage steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass dieser Einrichtung baurechtlich sowie hinsichtlich der Vorgaben des Kommunalverbandes f├╝r Jugend und Soziales nichts entgegensteht.

„Wir werden dem zustimmen“, sagte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU), „wir denken langfristig f├╝r Ladenburg“.

„Ihre Kinder trifft’s“, wandte sich Stadtr├Ątin Ilse Schummer (SPD) verst├Ąndnisvoll an die Elternschaft. Aber sie sei sich sicher, „hier ist eine gute Sache im Entstehen“ und f├╝gte hinzu:

Haben sie Vertrauen, dass auch hier viel Liebevolles und Wundersch├Ânes geschieht.

Man bedauere au├čerordentlich die Schlie├čung von „Postillion“, sagte Fritz L├╝ns (Freie W├Ąhler), „aber wir sind froh und gl├╝cklich ├╝ber das Angebot der AWO“.

„Ich vertraue auf einen guten ├ťbergang“, sagte auch Ingrid Dreier (GLL). „Wir m├╝ssen als Gemeinderat in die Zukunft denken und k├Ânnen nicht riskieren, dass wir drei bis vier Monate ohne Betreuung darstehen“, erg├Ąnzte die Gr├╝nen-Stadtr├Ątin.

B├╝rgermeister Ziegler bat die Elternschaft der Kinderkrippe „Postillion“ um Verst├Ąndnis und erg├Ąnzte: „Ich stehe bereit, f├╝r einen guten ├ťbergang da zu sein“.

Die Beschlussempfehlung wurde einstimmig angenommen. Daraus ergibt sich, dass die Kinderkrippe „Postillion“ nicht mehr in den Bedarfsplan aufgenommen wird.

 

 

 

├ťber sabine