Freitag, 13. Dezember 2019

Stadträtin Schummer stimmt gegen das "nette Extra"

Straßenbeleuchtung in der Südstadt per LED

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Fünf Firmen wurden angeschrieben, vier brachten ein Angebot ein. Das günstigste stammt von der EnBW Regional AG, die die neuen Leuchten und die benötigte Technologie für 86.200 Euro anliefern und für zusätzliche 8.000 Euro montieren. Die günstigen Montagekosten lassen sich darauf zurückführen, dass die EnBW AG aus einem alten Straßenbeleuchtungsvertrag noch eine Erneuerung der Leuchtmasten in der Südstadt schuldig ist. Somit werden nur diejenigen Montagen außerhalb von diesem Gebiet in Rechnung gestellt.

Die Entsorgungskosten für die alte Technologie stehen noch nicht genau fest. Die Verwaltung schätzt sie auf etwa 5.000 Euro. Vorerst werden sie auf dem Bauhof gelagert, dann sollen sie auf dem günstigsten Weg entsorgt werden. Insgesamt ergeben sich für das Projekt also Kosten in Höhe von etwa 99.200 Euro.

Stadträtin Ilse Schummer meldete sich zu Wort und bezeichnete die Umstellung als „nettes Extra“ und sagte:

Wann wird endlich mal das angegangen, was die Leute wirklich beschäftigt, der Zustand der Straßen?

Bürgermeister Rainer Ziegler (SPD) entgegnete, dass Energiesparen und Klimaschutz kein „nettes Extra“ seien und man sich um die Straßen kümmere. Auch Steffen Salinger (SPD) sagte, dass die Beleuchtung und die Straßensanierung nicht gegeneinander stehen, sondern unterschiedliche Aufgaben seien.

Der Gemeinderat beschloss die Umstellung bei einer Gegenstimme von Frau Schummer.

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Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.