Dienstag, 24. April 2018

Hintergrund: Die neue Martinsschule

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des KĂŒnstlers Pieter Sohl formt den Grundriß der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau fĂŒr die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstraße unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe gefĂŒhrt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergrĂ¶ĂŸernden SchĂŒlerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den geĂ€nderten, sonderpĂ€dagogischen Gegebenheiten und den höheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere SicherheitsansprĂŒche aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das grĂ¶ĂŸte Hochbauprojekt des federfĂŒhrenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der SchĂŒlerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstraße (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm FlĂ€che, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm großen BaugrundstĂŒck.

Das gesamte SchulgebÀude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des GebĂ€udes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit KlassenrĂ€umen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -Âœ Geschoss nach unten bzw. ein -Âœ Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschließung erfolgt ĂŒber Rampen und 2 AufzĂŒge.

Das zweigeschossige SchulgebĂ€ude bildet verschiedene Höfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die FreirĂ€ume zu ermöglichen, befinden sich die Höfe hinsichtlich der Höhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, GartenflĂ€chen zwischen den grĂŒnen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau fĂŒr die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau fĂŒr grĂŒne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit StĂŒtzmauern aus Drahtschotterkörben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der „Klimatisierung“ – außer der Möglichkeit der FensterbelĂŒftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen LuftdrĂŒcken. ErgĂ€nzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die RĂ€ume erhalten je nach gemessener LuftqualitĂ€t mit variablen Volumenströmen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.