Sonntag, 19. November 2017

Hintergrund: Die neue Martinsschule

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Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des K├╝nstlers Pieter Sohl formt den Grundri├č der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau f├╝r die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstra├če unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe gef├╝hrt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergr├Â├černden Sch├╝lerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den ge├Ąnderten, sonderp├Ądagogischen Gegebenheiten und den h├Âheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere Sicherheitsanspr├╝che aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das gr├Â├čte Hochbauprojekt des federf├╝hrenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der Sch├╝lerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstra├če (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm Fl├Ąche, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm gro├čen Baugrundst├╝ck.

Das gesamte Schulgeb├Ąude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des Geb├Ąudes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit Klassenr├Ąumen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -┬Ż Geschoss nach unten bzw. ein -┬Ż Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschlie├čung erfolgt ├╝ber Rampen und 2 Aufz├╝ge.

Das zweigeschossige Schulgeb├Ąude bildet verschiedene H├Âfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die Freir├Ąume zu erm├Âglichen, befinden sich die H├Âfe hinsichtlich der H├Âhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, Gartenfl├Ąchen zwischen den gr├╝nen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau f├╝r die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau f├╝r gr├╝ne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit St├╝tzmauern aus Drahtschotterk├Ârben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der ÔÇ×KlimatisierungÔÇť – au├čer der M├Âglichkeit der Fensterbel├╝ftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen Luftdr├╝cken. Erg├Ąnzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die R├Ąume erhalten je nach gemessener Luftqualit├Ąt mit variablen Volumenstr├Âmen.“

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Das ladenburgblog

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.