Donnerstag, 18. Januar 2018

Ring-Tennis auf dem Turnfest

Vom Matrosenspiel zum Profisport

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Ladenburg, 24. Mai 2013. (red/ms) Es muss sicherlich Ă€rgerlich sein, wenn man auf hoher See ein wenig Tennis spielen will, aber andauernd der Ball voll Bord springt. Also erfanden Matrosen das Ringtennis: Die SchlĂ€ger wurden abgeschafft und der Ball durch einen Gummiring ersetzt. Außerdem verwendete man nicht Netze, sondern Taue, die man an Deck spannte. Dann warf man sich im Einzel oder im Doppel den Ring hin und her und musste versuchen, ihn in einer flĂŒssigen Bewegung zum Gegner zurĂŒckzuschleudern.

Von Minh Schredle

Was vor knapp einhundert Jahren noch den Namen „Deck-Tennis“ hatte, heißt mittlerweile Ring-Tennis. NatĂŒrlich werden bei professionellen Veranstaltungen inzwischen wieder Netze verwendet, ansonsten hat sich aber seitdem nichts verĂ€ndert. Bei WettkĂ€mpfen wird das Spiel im Einzel, als Doppel oder als gemischtes Doppel gespielt. Das Feld ist wesentlich kleiner als ein gewöhnliches Tennisfeld, gerade einmal 12,20 Meter LĂ€nge auf 5,50 Meter Breite im Doppel (zum Vergleich: Im Tennis sind es 23,8 Meter auf 11 Meter). Dadurch entsteht eine sehr hohe Spielgeschwindigkeit, außerdem sind sehr hohe WurfprĂ€zision und ein schnelles Reaktionsvermögen unverzichtbar.

Der PSG Mannheim war lange Zeit das Nonplusultra im Ringtennis und Favorit bei fast jedem Wettkampf. Allerdings hat der Verein in letzter Zeit stark mit Personalproblemen zu kĂ€mpfen, kaum noch jemand ist da, der sich um den Nachwuchs kĂŒmmert und viele erfahrene Spieler haben den Verein verlassen.

Beim Turnfest machte sich das bemerkbar: Der beste Mannheimer im Einzel war Stefan Edelmann, der den zwölften Platz belegte – und das, obwohl er im Römerstadion quasi ein Heimspiel hatte.  Timo Hufnagel vom TV Pforzheim sicherte sich den ersten Platz.

Beim Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und SĂŒdafrika, das am vergangenen Sonntag stattfand, konnte sich die deutsche Nationalmannschaft deutlich durchsetzen und siegte mit sechzehn zu vier gewonnenen SĂ€tzen.

Der stellvertretende Leiter des Ladenburger Poliziereviers, Bernd Schmidt, war frĂŒher selbst aktiver Ring-Tennis-Spielger und machte als Helfer beim Turnier mit.

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Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.