Mittwoch, 20. September 2017

Ein Loblied auf die Stadt von Hans-Peter Schwöbel

Ladenburg leuchtet

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Ladenburg, 24. Dezember 2014. (red/pm) Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel ist Soziologe und Kabarettist. Als Weihnachtsgeschenk fĂŒr die Leser des Ladenburgblogs hat er einen Gastbeitrag verfasst: Es ist ein Loblied auf die Stadt, voller Wortgewalt und Eleganz, das wohl auch als laute LiebeserklĂ€rung zu verstehen ist. 

Gastbeitrag: Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Wenn die Sonne hoch steht, können wir ihr nicht in die Augen schauen. Zu wild ihr Blick, zu streng ihr Befehl, die Augen niederzuschlagen. Wir können die Sonne nur aushalten, wenn ihr Licht auf Umwegen unsere Haut und unsere Augen erreicht.

 

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Dies ist eine der wichtigsten Wirkungen schöner HĂ€user, verwinkelter Gassen, offener Wiesen, heller Felder, dunkler WĂ€lder und spiegelnder FlĂŒsse: Sie dĂ€mpfen das gewalttĂ€tige Feuer der Sonne, schaffen menschliches Maß und ĂŒbersetzen ihre Botschaft in Farben und Formen, Bilder und Worte, die wir ertragen, verstehen und genießen können.

La Protection: roter Samt, warmer Backstein, Bronze

Harter, weißer Strahl, der uns erblinden ließe, wĂ€re unser Auge ihm ungeschĂŒtzt ausgesetzt, verwandelt sich am rau-samtenen Rotsandstein der St. Galluskirche in ein warmes Leuchten, das uns tröstet, wĂ€rmt und umhĂŒllt.

Ebenso tausende Backsteine der Evangelischen Stadtkirche in Ladenburg. Wir begeben uns unter ihre Mauern und lassen sie auf uns wirken: fest, zuverlÀssig, warm, beruhigend,
harmonisch.

Du, ich liebe den Hag deines Hauses, den Ort, wo dein Ehrenschein wohnt.

Psalm 26, 8. (Übersetzung Martin Buber, seinerzeit Heppenheim …).

Backsteine sind durchs Feuer gegangen und haben die Schrecken der Hölle in Geborgenheit verwandelt. Nur wenige Materialien vermitteln so wohltuenden WÀrmestrom wie Backstein. Und: Kein Backstein gleicht völlig dem anderen. Backsteine sind Individualisten.

Aber sie sind es auf unaufdringliche, zurĂŒckhaltende Weise, nicht schrill, grell, vorlaut. Ein Backstein bezeugt die Einmaligkeit aller seiner BrĂŒder. Terrakotta: Obhut und Schutz bietende Gegenkraft gegen die Verheerungen des Krieges.

 

Ladenburg leuchtet Schwoebel 4

Foto: Hans-Peter Schwöbel.

 

Auch Ladenburg war gemeint mit dem Befehl: „Verbrennt die Pfalz!“ und ward verbrannte Erde. Gegen solchen Fluch gibt es seit dem Sommer 2005 ein wirksames Amulett, einen Talisman aus Bronze: ‚La Protection’.

Von diesem mĂ€chtigen Schutz-Zauber als Totem der Freundschaft und Liebe geht ein starkes Tabu aus gegen den Hass. Zivilisation – Stadt – Ladenburg!

Auf dem alten Markt

Im Brunnen speien Fische Wasser ins Wasser. Murmelnder Wohlklang umschirmt uns. Über einem Balken aus gelbem Stein schwebt Anmut Maria.

Genau in der Mitte zwischen zwei FachwerkhĂ€usern hĂ€lt sie Balance. Gelungene urbane Ästhetik: Einheit nicht in der Einfalt, in der Vielfalt suchen! Alles ist verschieden und passt genau deshalb zusammen. Schalom, Europa!

 

Ladenburg leuchtet Schwoebel 3

Foto: Hans-Peter Schwöbel.

 

Wir kommen von weit Höhlenmenschen sind wir und Nomaden offener Savannen. In dunkle Gewölbe von Kirchen und Kneipen zieht es uns ebenso wie an die Ufer ingwerfarbener Weizenfelder.

Wir steigen aus dem Wasser, kriechen aus der Erde, klettern von den BĂ€umen, landen aus der Luft. Deshalb duftet uns Erde so gut, deshalb lieben wir den Fluss als nimmermĂŒden Begleiter, deshalb erkennen wir in den BĂ€umen unsere großen BrĂŒder, deshalb macht uns frische Luft glĂŒcklich.

Und verachtet das Gras nicht und nicht die BlĂ€tter! Vermögen sie doch den stechenden Blick der Sonne zu verwandeln in grĂŒne Liebkosungen, in die wir gleiten und deren Anblick uns heilt von Niedergeschlagenheit und Angst.

All dies finden wir in Ladenburg. In den Straßen nicken uns Sonnenblumen zu. Wir lĂŒpfen den Hut und grĂŒĂŸen zurĂŒck:

Gehabt Euch wohl in dieser Stadt, Ihr Menschen- und Sonnenschwestern, Wir wĂŒnschen Euch einen schönen Sonnen-Tag!

Sie wenden ihre Gesichter und schauen uns nach. Schwarze Pflaster-Wege liegen zu unseren FĂŒĂŸen, graue, gelbe und rote. Alle fĂŒhren durch Ladenburg und finden sich wieder.

Ovum

Wir stehen in einem Korb aus Weidengeflecht. Ein Heißluftballon trĂ€gt uns ĂŒber die Stadt. Wir sehen ihr Herz: mittelalterlich, zeitlos, oval – Leben. Wir fahren auf Luftbergen, höher als die KĂ€mme des Odenwaldes und der Hardt.

Von hier aus erscheinen wir Menschen so klein, wie wir wirklich sind. Hoffentlich vergessen wir das nicht, wenn wir heimkehren von der Fahrt durch die Gebirge aus Wind.

Und: Ladenburg ist keine SteinwĂŒste, sondern Dorf, Haus, Heimat, Grund, GrĂŒn – fast wie eine Stadt aus einem Kinderbuch.

Wenn Nils Holgersson auf dem weißen Halse Akka von Kebnekajses eines schönen Tages diese Region ĂŒberfliegen und Ladenburg entdecken wird im grĂŒnen Fell der Kurpfalz, wird er landen mit seinen WildgĂ€nsen und bleiben fĂŒr eine gute Weile. Ob wir ihn erkennen werden?

 

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Foto: Hans-Peter Schwöbel.

 

Unser Lieblingsplatz am Wilden Kerl, dem braven Stark ist unsere Sehnsucht nach Wasser und Licht – Erbschaft der Evolution.

Uns zieht’s zu Burys Sicht-Steg am Neckar. Unserem Heimweh wachsen FlĂŒgel:

 

Sur le pont d’Avignon
L’on y danse, l’on y danse
Sur le pont d’Avignon
L’on y danse tous en rond…

 

Die Sonne steht tief, es abendet ehe es nachtet. Der Sonne Mittagszorn ist erloschen. Sie blickt nun auf uns, ihre ungebÀrdigen Kinder, mit Zuneigung und Nachsicht.

Ehe sie sich mit lautlosem Knistern in den PfĂ€lzer Wald schmiegt, wirft sie ein breites Lichtband ĂŒber den Wilden Kerl: FlĂŒssiges Gold vor unseren Augen – echt und viel wertvoller als je ein Gold, das den Göttern der Azteken entrissen oder am Klondike, Jenissei und Amazonas geschĂŒrft wurde.

Wir legen uns den goldenen Licht-Schal als Tallit um die Schultern und wenden uns nach Osten: Ladenburg, Lobedenburg, Lopodunum, Lopodunon leuchtet.

 

Ladenburg leuchtet Schwoebel

Foto: Hans-Peter Schwöbel.

  • Claus Baumann

    Schön wĂ€rs, wenn Ladenburg auch nachts von 1 bis 4 Uhr leuchten wĂŒrde……

  • Carola Hoffmann

    Nicht einmal an Heiligabend (MI auf DO) und am 1. Weihnachtsfeiertag (DO auf FR) verzichtete man auf die Nachtabschaltung.

    Da kann man sich nur noch kopfschĂŒttelnd wundern.

    „Lumpig-lausig-Ladenburg“ wird wieder mal zum Gespött in der Metropolregion.

    Und wer hats erfunden? Die Schwarzen mit den grĂŒnen Seelen sowie 3 ihrer „roten“ (?) MitlĂ€ufer!

    • jammerlappen

      Frau Hoffmann, Herr Baumann, könnt Ihr das leidige jammern ĂŒber die Nachtabschaltung nicht endlich lassen?

      • Carola Hoffmann

        Allerliebster anonymer Jammerlappen,

        nein, kann ich nicht! Es wird so lange gejammert, bis dieser untragbare Zustand endlich beendet wird, auch wenns manchem (pseudo-) rot-grĂŒn-schwarzem GestrĂŒpp nicht in den Kram passt!

        Warum anonym? Ist man zu feige, Flagge zu zeigen?

        • Postbote

          Dass man einen wunderbaren Beitrag ĂŒber unsere Stadt, ein gelungenes Loblied auf Ladenburg voller Wortgewalt und Eleganz mit dieser miesepetrigen Nörgelei zunichte machen will, finde ich bedauerlich.
          Gewiss wird Ladenburg auch nicht zum Gespött in der Metropolregion. Da muss man schon ganz verbittert sein, um es so zu sehen.
          Ladenburg steht blendend da, gĂ€be es nicht vereinzelte…

        • Melle Noire

          Und natĂŒrlich wurde der Titel dieses Beitrages grad mal als Steilvorlage benutzt… Mir geht das Gejammer auch auf den Geist. HEUTE könnte ich es ja sogar verstehen in der Silvesternacht. Aber SONST??? Völlig ĂŒbertrieben. Wir leben hier nicht in der Bronx und im Sommer kann man im Dunkeln schöne NachtspaziergĂ€nge machen. 🙂 Und ich bin kein politisches GestrĂŒpp, soviel dazu… Ich bin eine ganz normale Einwohnerin und mir macht die Abschaltung der Laternen nachts nichts aus…

  • Friedo

    Mit Verlaub, Ladenburg und Licht bringe ich nicht zusammen, Herr Professor Schwöbel. Sylvester Nacht in Ladenburg, es ist 1.19 Uhr und stockfinster. Wie armselig.

  • Claus Baumann

    Lumpig lausig Ladenburg!

    Man glaubt es kaum, aber sogar in der Silvesternacht gingen Punkt 01:07 Uhr die Lichter der Straßenbeleuchtung aus!

    Herr Miteinander, ĂŒbernehmen Sie…….

  • Carola Hoffmann

    @ Friedo

    Aber die Waldelfe

    http://www.fotocommunity.de/fotografin/model-melle-noire/fotos/12099

    meint ja, wir wÀren hier nicht in der Bronx und man könne hier wunderschöne NachtspaziergÀnge im Stockdunkeln machen!

    Leider wohnen hier nicht nur Waldelfen, sondern auch „ganz normale „Leute, denen diese politisch verordnete Dunkelheit, die mittlerweile aufgrund der bereits stattgefundenen UmrĂŒstungen auf hĂ€ssliche LED-Funzeln (in Ilvesheim gibts ĂŒbrigens schönere LED-Leuchten) lediglich 8.000 Euro p.a. einspart, gewaltig stinkt!

    Unter BĂŒrgermeister Schulz hĂ€tte es das niemals gegeben! Er hatte zwar den Ruf, sich gegenĂŒber dem Gemeinderat „patriarchisch und bestimmend“ zu verhalten. Aber manchmal benötigt man eben einen Patriarchen, um einen derartigen Unsinn wie die nĂ€chtliche Kriegsverdunkelung zu verhindern. Der derzeitige BĂŒrgermeister ist ja davon nicht betroffen, denn an seinem Wohnort Dossenheim bleibt nachts das Licht an.

    und @ Postbote,
    wenn Ladenburg „so blendend dasteht“, warum geht dann nachts das Licht aus? Und auch Postboten sollten die bei uns vorherrschende Meinungsfreiheit respektieren, auch wenn es schwer fĂ€llt.
    „Ladenburg leuchtet“ ist doch ein klasse Slogen, um auf die unmögliche Verdunkelung hinzuweisen.

    [ironie] Wenn unsere „Melle Noire“ unbedingt im Dunkeln herumspazieren möchte, kann sie sich ja die Augen verbinden….. [/ironie]

    • Martin Wilhelm Leidig

      Oh Ihr Kleingeister, die Ihr Euch noch nicht mal ’ne Taschenlampe leisten könnt, wenn Euch schon das ganze Licht vom hellen Himmel ĂŒber Mannheim nicht reicht. Irgendwo muss man ja mal anfangen, die allgegenwĂ€rtige Lichtverschmutzung zurĂŒckzudrehen; die neuen LED-Lampen mit ihrem hellen, nach unten gerichteten Licht sind da ein guter Schritt in die richtige Richtung. Damit sind dann (im Gegensatz zu den nahezu monochrom orangenen Natriumdampffunzeln) auch nachts wieder Farben erkennbar.

      Als NĂ€chstes könnte man dann mal die ebenso hĂ€sslichen wie ineffizienten, weil fast ausschließlich in den Himmel strahlenden Leuchtstoffröhren im Boden entlang der Stadtmauer an der Neuen Anlage beseitigen oder durch sinnvolle Weg- und Mauerbeleuchtung ersetzen.

      Es ist ja schon irgendwie komisch, dass sich die, die man nachts zwischen eins und vier nie draußen trifft (im Gegensatz zu z. B. mir, der ich meine letzte Runde mit HĂŒndin fast immer nach eins drehe), am lautesten beschweren. Auch der alberne Versuch, eine Vertreterin der Gegenmeinung durch peinliches GemĂ€kel an Äußerlichkeiten lĂ€cherlich zu machen, spricht BĂ€nde, Frau Hoffmann.

      Ich jedenfalls bin sehr glĂŒcklich, seit bald sieben Jahren ein BĂŒrger einer zumindest in diesem Punkt ökologisch klug verwalteten Kleinstadt zu sein.

      • Verkehrsteilnehmer

        Der „leidige“ Kommentar musste ja kommen 😆

        Und was die „ökologische Klugheit“ anbelangt – das dĂŒrfte wohl nur eine Minderheitenmeinung sein. Aber was solls – auch Minderheiten haben selbstverstĂ€ndlich das Recht, ihre Meinung kundzutun, jedenfalls so lange sie nicht versuchen, Mehrheitsmeinungen zu unterdrĂŒcken bzw. zu ĂŒbertönen.

        Jedenfalls wĂŒnsche ich Ihnen auch weiterhin schöne nĂ€chtliche SpaziergĂ€nge (nach 1 natĂŒrlich) mit Ihrem Hund. Denn da sind die Illuminationen der beiden GroßstĂ€dte am deutlichsten zu bewundern, so Petrus mitspielt……

      • jammerlappen

        Bravo, Herr Leidig. Sie haben so recht. Es tut gut, mal ein paar vernĂŒnftige Zeilen hier zu lesen. Die Damen und Herren Hoffmann, Baumann, Verkehrsteilnehmer (es fehlt noch der gute Herr HĂŒbsch) dominieren sonst dieses Forum der Heuler…

        • GĂŒnther HĂŒbsch

          Nun, auf vielfachen Wunsch eines einsamen Jammerlappen meldet sich jetzt auch noch der gute Herr HĂŒbsch, aber nur mit einem Zitat aus der RNZ:

          „Es gibt doch tatsĂ€chlich in Ladenburg
          StadtrĂ€te, die stolz auf ihre Errungenschaft „Ladenburg im Dunkeln“
          sind. In der Neujahrsnacht haben sich doch tatsÀchlich ein Ex-Stadtrat
          und seine Ex-StadtrĂ€ten – wir waren auf der gleichen Silvesterparty –
          gewundert, dass bei ihrem Heimweg gegen 2 Uhr Ladenburg nicht beleuchtet
          war. Bei uns war es halt 4.30 Uhr und alles normal hell. Um die
          Mittagszeit habe ich diese beiden wieder getroffen und der Ex-Stadtrat
          machte einen Fehler der Verwaltung fĂŒr die Nicht-Beleuchtung an so einem
          Tag verantwortlich. Aber es sei ja gar nicht so dunkel gewesen und er
          war vor kurzem in RumÀnien und da sollen wir mal hingehen, wenn wir es
          wirklich nachts in einem Ort dunkel haben wollen. Und nach 1 Uhr hat man
          ja auch nichts auf den Straßen in Ladenburg verloren, hat mir ebenso
          ein amtierender Stadtrat vollen Ernstes vor einiger Zeit im Brustton
          tiefster Überzeugung entgegen gehalten.

          Ich bin dafĂŒr, alle
          BefĂŒrworter der Nachtabschaltung, natĂŒrlich auch BM Ziegler, der im
          hellen Dossenheim wohnt, in einer Neumondnacht ab Ortseingang
          Martinsschule quer durch das stockdunklen Ladenburg in die Weststadt
          marschieren zu lassen, natĂŒrlich ohne Taschenlampen oder
          Begleitfahrzeuge…“

          Link:
          http://www.rnz.de//bergstrasse/00_20141230060000_110813288-Ladenburger-Jahresrueckblick-2014.html#ad-image-0

          Ansonsten wird sich der gute Herr HĂŒbsch nicht mehr weiter zum Problem Nachtabschaltung Ă€ußern, denn der gute Herr HĂŒbsch hat auf seinem GrundstĂŒck Vorkehrungen getroffen, dass man auch in stockdunkler Nacht Post und Zeitungen zustellen kann.

    • Melle Noire

      Man kann sich auch gewaltig in etwas reinsteigern, meine GĂŒte… *dieaugenverdreh*… Gerade im Sommer mache ich sehr gern besagte NachtspaziergĂ€nge, da kann man wenigstens die Sterne mal wieder etwas mehr sehen (das Streulicht in der Umgebung stört dennoch hier und da). Einzig und allein in der Silvesternacht hĂ€tte man das Licht wirklich mal die ganze Nacht ĂŒber anlassen können. Da kann ich das Genörgel sogar verstehen, um 1 waren sicher noch etliche Leute draußen unterwegs.

      Nur mal so zum VerstĂ€ndnis: Ich brauche nicht zwingend nachts SpaziergĂ€nge im Stockdunkeln durch die Stadt fĂŒr mein Seelenheil. LOL. Aber wenn sich in der warmen Jahreszeit schonmal die Gelegenheit dazu ergibt, sage ich nun auch nicht nein (im Winter ist mir das zu kalt). Ladenburg wirkt nachts, wenn es so richtig dunkel ist, völlig anders, ich finde so etwas spannend und das zieht mich nach draußen. Das allerdings auch nur hin und wieder. Ich habe auch noch andere Hobbys und AktivitĂ€ten, denen ich nachgehe. Und ab und zu schlafe ich auch mal nachts, wer hĂ€tte so etwas nur von mir gedacht? 😉

      Und sollte sich die Stadt mal irgendwann dazu entscheiden, das Licht wieder die ganze Nacht ĂŒber dauerhaft  brennen zu lassen, dann ist das auch gut. Das stört mich genauso wenig. Ich kann mich mit beidem gut arrangieren. Nur das „Lumpig, lausig, Ladenburg“-Genöle nervt. Und Ilvesheim hat die schöneren LED-Leuchten? OGOTT, SKANDAL… ;D DafĂŒr finde ich es persönlich hier in Ladenburg viel schöner als in Ilvesheim… Das mit den unhĂŒbschen LED-Leuchten gibt aber natĂŒrlich einen Abzug in der B-Note, ganz klar… 😉

      MEINE GÜTE…

    • Friedo

      @Carola Hoffmann

      Möglicherweise hat sich Waldelfe vertippt und meinte eigentlich NacktspaziergÀnge?

      Ich habe schon an anderer Stelle von meiner Erfahrung berichtet, wie es sich anfĂŒhlt, wenn man sich im nĂ€chtlichen Ladenburg mit Gehhilfen auf den Heimweg begibt. Die grösste Herausforderung dabei: die KrĂŒcken sicher im Nichts aufzusetzen weil der Boden nicht zu sehen ist. Das kann jeder in einem Selbstversuch nachvollziehen, ich kann jeden Dunkelfetischisten nur dazu ermuntern, die eigene Sichtweise nochmal zu ĂŒberprĂŒfen. Ich war ca. 6 Monate auf KrĂŒcken angewiesen, bin körperlich fit und eigentlich nicht Ă€ngstlich, empfand das nĂ€chtliche Rumgestochere jedoch als Zumutung.

  • Friedo

    Sexismus lt. Wikieintrag: Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet. Unter dem Begriff werden Geschlechterstereotype, Affekte und Verhaltensweisen gefasst, die einen ungleichen sozialen Status von Frauen und MĂ€nnern zur Folge haben oder darauf hinwirken.

    Unterlassen Sie es bitte mit Begrifflichkeiten zu hantieren, die Sie nicht verstehen.

  • Martin Wilhelm Leidig

    Was genau wollen Sie mir sagen?

    • Carola Hoffmann

      Nichts mehr, Herr Leidig, nichts mehr! Die leidige Nachtabschaltung hat sich ja inzwischen von selbst erledigt und mein Ratschlag von vor 19 Tagen ist somit Schnee von gestern!