Dienstag, 17. Oktober 2017

Vorschlag des Jugendgemeinderats wird umgesetzt

Am Wochenende bleiben die Lichter in Ladenburg an

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Ladenburg, 24. Mai 2012. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hatte am 20. April 2011 fĂŒr eine einjĂ€hrige Testphase der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung von 02:00 bis 04:00 Uhr frĂŒh zugestimmt. Ein Jahr spĂ€ter wurde jetzt Bilanz gezogen. Der Vorschlag des Jugendgemeinderates, die Lichter in den NĂ€chten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag anzulassen und dafĂŒr unter der Woche schon um 01:00 Uhr die Straßenbeleuchtung auszuschalten, wird umgesetzt.

Von Sabine Prothmann

Schon im Dezember 2011 hatte der Ladenburger Jugendgemeinderat den Vorschlag gemacht, am Wochenende die Straßenbeleuchtung an zu lassen und dafĂŒr aber unter der Woche schon eine Stunde frĂŒher, um 01:00 Uhr, die Lichter auszuschalten.

Bei der Gemeinderatssitzung im Dezember wurde dieser Vorschlag noch nicht angenommen, weil man die einjÀhrige Testphase abwarten wollte.

GemĂ€ĂŸ der Bilanz der Verwaltung konnte in diesem Jahr eine Energieersparnis von rund 90 000 Kilowattstunden ermittelt werden. Dies entspricht in etwa 20.000 Euro.

Problemmeldungen aus der Bevölkerung sind vereinzelt sowie mittels einer Unterschriftenaktion der Verwaltung zugegangen.

Polizei erkennt keine AuffÀlligkeiten

GemĂ€ĂŸ der Aussage der Polizei, waren keine besonderen AuffĂ€lligkeiten infolge der Abschaltung zu verzeichnen.

Dies bestĂ€tigte auch der Leiter des Ladenburger Polizeireviers, Frank Hartmannsgruber, auf die RĂŒckfrage von StadtrĂ€tin Petra Erl (SPD).

Die objektive Sicherheitsrate zeige keine KriminalitĂ€tsentwicklung und keine HĂ€ufung von Unfallen in dieser Zeit, so Hartmannsgruber. Beim subjektiven Sicherheitsempfinden könne man jedoch erkennen, dass sich einige BĂŒrger „unwohl“ fĂŒhlen.

„Ich habe mich sehr ĂŒber den Vorschlag der Jugendlichen gefreut“, erklĂ€rte Stadtrat Dr. Rainer Beedgen, der bereits im Dezember fĂŒr den Vorschlag gestimmt hatte. Und auch Stadtrat Fritz LĂŒns (FW) sagte: „Ich bin dem Jugendgemeinderat dankbar.“

Petra Erl (SPD) lobte die Einsparung von Energie und Geld durch die Nachtabstellung, auch, dass „die Bach“ jetzt beleuchtet sei und das flexible Vorgehen der Verwaltung in der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai die Straßenbeleuchtung anzulassen, hob die StadtrĂ€tin positiv hervor.

Erl: Sicherheit hat hohe PrioritÀt

Die Sicherheit der Jugend habe hohe PrioritĂ€t, erklĂ€rte Erl, und begrĂŒĂŸte damit auch, dass kĂŒnftig am Wochenende die Lichter anbleiben. Mit der Abschaltung unter den Wochen schon um 01:00 Uhr nachts zeigte sie sich nicht einverstanden. Denn zu dieser Zeit seien doch noch BĂŒrger unterwegs.

Deshalb brachte die SPD-Fraktion den Antrag ein, die Abschaltzeiten unter der Woche weiterhin bei 02:00 bis 04:00 Uhr zu belassen. DafĂŒr konnte sie aber keine Mehrheit gewinnen.

Jugendgemeinderatsvorsitzender Julian Albrecht konnte nicht verstehen, dass ihr Vorschlag im Dezember noch abgelehnt wurde und jetzt ein halbes Jahr spÀter doch umgesetzt werde:

In einer Testphase hÀtte man dies doch ausprobieren können?

Doch der Gemeinderat hatte im Dezember erst den Ablauf der Testphase abwarten wollen. „Julian, das ist Demokratie“, sagte Rainer Ziegler.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung, in den NĂ€chten von Freitag auf Samstag  und von Samstag auf Sonntag die Straßenbeleuchtung anzulassen und im Gegenzug die Lichter unter der Woche zwischen 01:00 und 04:00 auszuschalten sowie in den Sommermonaten die Straßenbeleuchtung um 04:00 Uhr nicht wieder anzuschalten, wenn die Zeitspanne bis zum Sonnenaufgang marginal ist, wurde bei vier Gegenstimmen (SPD) angenommen.

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