Sonntag, 22. Juli 2018

Auch Quartiermanager Kurt W. Zepf und seine Helfer sind zufrieden.

„Super und voll toll“: Turnfest-Gäste von Unterkunft begeistert!

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Carla, Caro und Melli aus Landshut finden die Unterkunft in Landeburg „super“! Daumen hoch!

 

Ladenburg, 23. Mai 2013. Halbzeit des Internationalen Deutschen Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar. Zeit, neben den Highlights des Veranstaltungskalenders, auch mal den Hintergrund-Check zu machen. Das Turnfest zieht Besucher und Teilnehmer aus ganz Deutschland an. Die natürlich auch irgendwo untergebracht werden müssen. Bis zu 620 Gäste beherbergt die Stadt derzeit in der Merian-Realschule und dem Carl-Benz-Gymnasium. Kein leichter Job für Quartiermanager Kurt W. Zepf und seine 130 Helfer. Doch die Mühe lohnt sich: Die Besucher sind äußerst zufrieden.

Von Alexandra Weichbrodt

Kurt W. Zepf ist – wenn nicht grade Turnfest ist – der erste Vorsitzende des Dachverbands Ladenburger Sportvereine. Bereits vor Monaten sprach ihn Bürgermeister Rainer Ziegler an und bat ihn darum, die Organisation rund um die Unterbringung von rund 620 Gästen zu übernehmen. Für Kurt Zepf war es einer Selbstverständlichkeit, auch wenn ihm die Herausforderung als „Quartiermanager“ durchaus bewusst war.

Man kann sich nicht ehrenamtlich engagieren und dann bei einer solchen Großveranstaltung „Nein“ sagen,

so Zepf. Die Ladenburger müssten sich schließlich als guter Gastgeber zeigen. Und das tun sie auch. In den Klassenzimmern der Merian-Realschule und dem Carl-Benz-Gymnasium schlafen in dieser Woche Gäste aus aller Welt. In den ca. 60 Quadratmeter großen Räumen finden etwa 15 Personen Platz. Geschlechtertrennung bleibt den Vereinen dabei selbst überlassen, erklärt Zepf:

Bei Turnfesten ist es üblich, dass Mädchen und Jungen in einem Zimmer übernachten. Wenn gemischte Vereinsgruppen anreisen, erhalten sie in der Regel ein gemeinsames Zimmer. Sind es große Gruppen, die mehrere Räume haben, können sie das selbst entscheiden.

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Gefrühstückt wird jeden Morgen in der Merian-Realschule. Für einen guten Start in den Wettkampf-Tag!

 

„Jetzt läuft’s!“

Die größte Herausforderung in Vorbereitung auf das Turnfest lag für das Organisationskomitee vor allem in der Koordination der Gäste. So verfasste Kurt Zepf in den letzten drei Monaten mehr emails als in den vergangenen drei Jahren. Er nahm Kontakt mit insgesamt 630 Sportlerinnen und Sportlern auf und regelte die Anmeldeformalitäten:

Das war schon viel Arbeit und auch mal schwierig, aber jetzt läuft’s.

Schwierig war es auch, die nötigen Helferinnen und Helfer für eine solche Langzeit-Bewirtschaftung zu gewinnen. 130 Freiwillige arbeiten während der Turnfest-Tage für die Zufriedenheit der Besucher. So auch die fleißigen Damen in der Frühstücks-Kantine der Merian-Realschule. Rosemarie Arlt und Doris Schwarz sind selbst begeisterte Gymnastik-Turnerinnen und haben auch selbst schon frühere Turnfeste besucht. Ihnen macht die Frühstücksaufgabe Freude.

Frühstück gibt es von sechs bis zehn Uhr. Eigentlich. Denn je länger, die Partynacht zuvor, desto später das Frühstück,

scherzt Rosemarie Arlt. Da drücken die Helferinnen aber gerne mal ein Auge zu. Bis zu 900 Brötchen und 18 Kilogramm Brot werden jeden Morgen gebraucht, da haben die sieben Volunteer-Damen der Frühstücksschicht also ordentlich zu tun. „Alles auch streng nach Vorschrift, immer mit Handschuhen und verschnupft darf man auch nicht sein,“ verrät Doris Schwarz. Dafür habe man vorher vom Deutschen Turner Bund sogar eine Hygiene-Schulung absolvieren müssen.

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Die guten Frühstücks-Feen: Lilo Awenius, Rosemarie Arlt und Doris Schwarz versorgen die Besucher mit Kaffee, Müsli und Co.

 

Betten und Geschirr müssen mitgebracht werden

Abgesehen von der Verpflegung hält sich der logistische Aufwand in Grenzen. Auf Feldbetten wurde verzichtet, jeder Gast bringt sich seine eigene Schlafunterlage mit. Auch Geschirr und Besteck sind selbst mitgebracht und werden vor der Halle an dafür bereit stehenden Spültischen von Eigenhand gespült.

„Nicht schlimm“, finden das die Zwillingsschwestern Anne und Katrin aus Augsburg. Gemeinsam mit der Mama und ihrem Turnverein verbringen die 12-Jährigen eine ganze Woche in Ladenburg. „Wir finden es hier voll toll und das Essen schmeckt auch,“ so die beiden nahezu unisono.

Florian und Markus (beide 19), Turner aus Augsburg, sehen das ähnlich:

Die Unterbringung ist super. Vollkommen ausreichend, alle sind freundlich. Das passt.

Carla, Caro und Melli aus Landshut geben Ladenburg auf jeden Fall drei Daumen nach oben. Allerdings finden sie es schade, dass es doch ein wenig weit weg vom „Hauptgeschehen“ ist.

Wir waren vor vier Jahren in Frankfurt, da war das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ganz so kompliziert,

erklärt Caro. Besonders am Abend, nach 22 Uhr, ist der Takt der Straßenbahnen und Busse etwas zu selten. Eine Tatsache, die auch Quartiermanager Kurt Zepf nicht entgangen ist. Trotz Nachtschicht, telefoniert er bereits am frühen Vormittag mit den Verantwortlichen und versucht den Service für die Ladenburger Gäste so noch zu optimieren.

Ich bin während des Turnfests 24 Stunden in Bereitschaft,

gibt er zu. Aber er mache das gern. Die Besucher wären dankbar und zufrieden und das sei die Anstrengung wert.

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Zeit für einen netten Plausch muss sein. Kurt W. Zepf (links) mit Gast Kurt Hübinger vom TSV Leitershofen aus Bayern.

 

Wir haben für Sie noch weitere Bilder in einer Fotostrecke zusammengefasst. Viel Freude damit. 🙂

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