Sonntag, 19. November 2017

Sanierung unstrittig - Diskussion um Zeitpunkt

Pflaster der Kirchenstraße wird spätestens 2015 erneuert

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pflaster-131126- 2013-11-26 16.25.43Ladenburg, 23. November 2013. (red/sap) Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag zur Bereitstellung von Mitteln für einen ersten Bauabschnitt für Neupflasterung der Kirchenstraße vom Marktplatz bis zur Heidelberger Straße und für die komplette Wormserstraße im Haushalt 2014 gestellt. Die Notwendigkeit der Sanierungsmaßnahmen war bei allen Gemeinderäten unstrittig. Über den richtigen Zeitpunkt wurde diskutiert.

Beide Straßen befänden sich in einem Zustand, der es gehbehinderten und vielen älteren Menschen nicht mehr möglich mache, diese zu begehen. Dies ist aus SPD-Sicht nicht mehr akzeptabel und der Zustand der Straßen müsse schnellstens verbessert werden. Reine Reparaturarbeiten seien nicht mehr zielführend, heißt es in dem Antrag.

Die Altstadtpflasterung mache mehr und Probleme, führte so Stadträtin Ilse Schummer (SPD) aus. Durch die Wölbung der Straße sei es sehr rutschig. So schnell wie möglich sollte man die Kirchenstraße zumindest bis zur Bäckerei Knapp mit indischem Pflaster neu belegen und damit ein Zeichen für die Ladenburger Bevölkerung setzen.

Dies seien Maßnahmen in großen finanziellen und verkehrtechnischen Dimensionen, sagte Bürgermeister Rainer Ziegler.

Archäologische Maßnahmen wahrscheinlich

Gregor Völker vom Bauamt erklärte, die Wölbung sei bis zu einem gewissen Grad für die Entwässerung notwendig. Herr Völker bezweifelte die Durchführbarkeit beider Maßnahmen, Pflasterung der Wormserstraße und der Kirchenstraße, im nächsten Jahr. In der Wormserstraße müsse auch der Kanal erneuert werden. Aufgrund der Witterungsverhältnisse könne man erst im Frühjahr beginnen. Auch archäologische Maßnahmen seien dort wahrscheinlich. Im März könne frühstens der Auftrag vergeben werden, im April könne man dann mit dem Bau beginnen und mit der Fertigstellung könne man dann zum Altstadtfest rechnen. Hier können die alten Granitsteine verwendet. In der Kirchenstraße sei der Kanal zwar in Ordnung, aber es handle sich dabei um eine große Fläche. Die erste Steinlieferung könne Anfang Sommer und die letzte Ende Sommer erfolgen, denn erst nach der Bestellung werden die Steine produziert.

„Wir brauchen die Steine eh“, sagte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP). Dann könne man das Material doch auch aufgrund einer groben Schätzung bestellen. Bislang wisse man noch gar nicht, ob auch die Seitenbereiche gepflastert werden, erwiderte Gregor Völkel.

„Können wir die Steine lagern? Können sie überwintern?“, gab auch der Bürgermeister zu Bedenken:

Wir sollten die Maßnahme in zwei Stufen durchführen.

Es stellten sich noch viele Fragen, meinte Stadtrat Dr. Meinhard Georg. „Die Materialwahl, wollen wir Granitsteine oder indisches Pflaster? Was ist mit dem Kirchenvorplatz? Was ist mit den sich anschließenden Häusern?“ Dies sei in diese Zeiteinheit nicht zu lösen:

Ich appelliere, keinen Schnellschuss zu machen!

Auch Stadträtin Gudrun Ruster (Freie Wähler) sagte, es sei unstrittig, dass die Kirchenstraße ein neues Pflaster brauche. Warnte aber, dies nicht „hoppla hopp im Schnellgalopp durchzureiten“. „Wir brauchen mehr Zeit für eine ganzheitliche und gute Lösung“, meinte auch Stadtrat Alexander Spangenberg (GLL). Und Stadtrat Wolfgang Luppe (FDP) wollte ebenfalls „nichts übers Knie brechen“.

Ziel des SPD-Antrags sei vor allem gewesen, ein Zeichen zu setzen und der Ladenburger Bevölkerung zu zeigen, dass die Altstadt als Schwerpunkt für Straßensanierungen gelte, sagte Ilse Schummer.

Rainer Ziegler schlug deshalb vor, alle vorbereitenden Maßnahmen zu treffen und der Gemeinderat sollte der Verwaltung den Arbeitsauftrag geben, mit der Planung zu beginnen und den Schwerpunkt auf die Begehbarkeit zu legen.

Der SPD-Antrag bringt Schwung in die Geschichte,

lobte Stadtrat Prof. Dr. Rainer Beeedgen (CDU).

Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Vorschlag des Bürgermeisters, den Arbeitsauftrag an die Verwaltung zu geben, alle vorbereitenden Arbeiten vorzunehmen und durchzuführen und spätestens im Jahre 2015 die Sanierung der Kirchenstraße anzugehen.

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