Donnerstag, 21. Juni 2018

Die Beach-Völkerballer vom Turnfest trotzen dem Wetter

„Es müsste schon Bindfäden regnen, damit wir absagen.“

Print Friendly, PDF & Email

beachvoelkerball_turnfest-7442

 

Ladenburg, 23. Mai 2013. (red/aw) Dem schlechten Wetter zum Trotz, spielten gestern wieder die Völkerball-Mannschaften in Ladenburg. Doch diesmal nicht in der Halle, sondern am „Beach“. Auch wenn die Plätze am Römerstadion nicht nach Strand aussahen, die Teilnehmer hatten ihren Spaß. Denn, „ist man einmal nass, macht einem der Regen auch nichts mehr aus“.

Von Alexandra Weichbrodt

Ausgetragen wurden die Freundschaftsturniere in den Klassen „Weiblich 14-17 Jahre“ und „Mixed 14-17 Jahre“ sowie „Weiblich 18+“. Die kühlen Temperaturen und der gelegentlich einsetzende Regen machte den Mannschaften dabei allerdings keine Probleme. Es war zwar richtig kalt, aber die Sportlerinnen und Sportler sind nicht zimperlich. Also ruck zuck Schuhe und Socken aus, hinein in den matschig-feuchten „Beach“-Sand.

Eine Absage des Turniers war für die Wettkampfleiterin Beate Brinkmann keine wirkliche Option:

So lange die Mannschaften erscheinen, wird auch gespielt. Da müsste es schon Gewittern oder Bindfäden regnen, dass wir dieses Turnier absagen.

Beate Brinkmann ist die Beauftragte für Völkerball im deutschen Turnerbund und hat schon in den vergangenen Tagen die Hallenwettkämpfe begleitet. Sie freut sich über das rege Interesse der Sportlerinnen und Sportler. „Das sind nur im Ausnahmefall richtige Völkerball-Vereine“, so Brinkmann. Die Teilnehmer am Freundschaftsturnier seien größtenteils Sportler anderer Sportarten, die diese Möglichkeit abseits der sonstigen Sportstätten nutzen wollen.

Völkerball leider nur „Randsportart“

Viele kennen Völkerball aus dem Schulsport oder dem Sportverein. Zu Beginn oder Ende einer Stunde wurde zum Vergnügen ein bisschen „Abwerfen“ gespielt.

Ganz nüchtern betrachtet sind wir noch immer eine Randsportart,

berichtet Beate Brinkmann.

beachvoelkerball_turnfest-7428Daher engagiert sie sich auch seit mehreren Jahren aktiv im Deutschen Turnerbund und genießt die Präsentation und Aufmerksamkeit während des Turnfestes. Sie selbst war seit dem ersten Völkerball-Spiel bei den Turnfesten dabei. Das war 1987, damals noch als aktive Spielerin. In der Verantwortung steht sie als Beauftragte der Ballsportart nun das zweite Mal.

Die Faszination „Völkerball“ kann sie gar nicht so recht beschreiben: „Ich habe es einmal gespielt, Spaß gehabt und bin dabei geblieben“. Die Hauptkriterien beim Völkerball sind: Werfen, Fangen, Reaktion, Schnelligkeit, Ausdauer, Athletik, Gewandtheit aber auch Spielwitz. Zwei Mannschaften mit je sieben Spielerinnen bzw. Spielern stehen sich in einem Spielfeld gegenüber.

Zu jeder Mannschaft gehört auch eine Grundlinienspielerin bzw. ein Grundlinienspieler hinter der Grundlinie des gegnerischen Feldes. Die Grundidee ist es, mit dem Ball ein Mitglied des gegnerischen Teams abzuwerfen. Das Spiel endet, wenn eine Mannschaft alle Spielerinnen bzw. Spieler der Gegenmannschaft abgeworfen hat.

Gespielt wird in einem Turniermodus von zwei Sätzen á acht Minuten. Bei Unentschieden gibt es einen Satz Verlängerung. Dass die Regeln nicht immer jedem Mitspieler zu 100 Prozent geläufig sind, macht hier Niemandem etwas aus. Der Spaß steht im Vordergrund und dementsprechend blödeln auch alle ein wenig mit.

Große Teilnahme an den Völkerball-Veranstaltungen

Obwohl es morgen noch einen Wettkampf-Tag der Beach-Völkerballer gibt, zieht Beate Brinkmann eine positive Bilanz:

Wir haben ca. 45 gemeldete Mannschaften. Damit hätten wir niemals gerechnet, das ist eine tolle Überraschung.

beachvoelkerball_turnfest-7441

Der Spaß steht im Vordergrund. Da geben die Schiedsrichter auch gerne nochmal eine kleine Regelstunde.

 

Trotz aller Fairness und Freundschaft galt es jedoch auch für die elf Mannschaften natürlich auch einen Turniersieg zu erzielen. In der der gemischten Klasse der 14- bis 17-Jährigen gewann das Team 2 des Gymnasium aus Winsen. Bei den Mädels zwischen 14 und 17 Jahren hatte die erste Mannschaft vom TuS Münster-Gievenbeck die Nase vorn. Und bei den Damen ab 18 Jahre sicherte sich der TV Verl den Sieg.

Doch bei einem solchen Schmuddelwetter ist jeder ein Sieger, der durchgehalten hat. Ein paar Eindrücke haben wir für Sie in einer Fotostrecke festgehalten. Viel Spaß damit.

beachvoelkerball_turnfest-7423

beachvoelkerball_turnfest-7425

beachvoelkerball_turnfest-7432

beachvoelkerball_turnfest-7433

beachvoelkerball_turnfest-7483

beachvoelkerball_turnfest-7478

beachvoelkerball_turnfest-7476

beachvoelkerball_turnfest-7470

beachvoelkerball_turnfest-7464

beachvoelkerball_turnfest-7458

beachvoelkerball_turnfest-7455

beachvoelkerball_turnfest-7449

beachvoelkerball_turnfest-7444

beachvoelkerball_turnfest-7437

beachvoelkerball_turnfest-7434