Donnerstag, 19. Oktober 2017

Finanzbericht wird dem Gemeinderat vorgelegt

Steffen Salinger: „Wir schwimmen im Geld“

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Ladenburg, 22. Dezember 2012. (red/sap) K├Ąmmerer Claus Hessenthaler legte in der vergangenen Gemeinderatssitzung den aktuellen Finanzbericht vor. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und auch bei der Einkommensteuer sorgte f├╝r Freude beim Ladenburger Gemeinderat. Kritische Stimmen warnten vor Begehrlichkeiten und mahnten die strukturellen Probleme im Verwaltungshaushalt nicht zu vergessen.

Die Gewerbesteuer-Einnahme von rund 15,4 Millionen Euro bezeichnete Hessenthaler als historisch hoch und sie liege damit um gut neun Millionen h├Âher als urspr├╝nglich kalkuliert. Die Zuf├╝hrung in die R├╝cklage kann somit um neun Millionen erh├Âht werden.

Hessenthaler bef├╝rchtet aber auch, dass durch das Umlageverfahren der Haushalt 2014 wieder „schwierig“ werde. Denn von den Mehreinnahmen bleiben nur 20 Prozent in Ladenburg, ein gro├čer Teil geht durch den Finanzausgleich an den Rhein-Neckar-Kreis.

Und auch die Entwicklung der Einkommensteuer sorgte f├╝r Freude in der Ladenburger Verwaltung, diese liegt um rund 437.500 Euro ├╝ber dem Ansatz.

„Man sieht, der Industrie und den B├╝rgern in Ladenburg geht es gut“, meinte Stadtrat Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU). „Und das Geld werden wir noch gut brauchen k├Ânnen.“

„Wir schwimmen im Geld“, kommentierte Stadtrat Rainer Salinger (SPD) und versah die Aussage mit einem „gro├čen Aber“, „wir haben Probleme, die sich hier nicht abbilden“, der Verwaltungshaushalt sei stark belastet mit laufenden Ausgaben. „Die strukturellen Probleme haben wir noch nicht so gut gel├Âst“. Es sei jetzt die Gelegenheit, im Verwaltungshaushalt f├╝r strukturelle Ver├Ąnderungen zu sorgen und Defizite auszugleichen. Man sollte gut investieren und die Sanierung der Geb├Ąude voran treiben, um die laufenden Ausgaben zu reduzieren, unterstrich Salinger.

Die Gewerbesteuer w├╝rde oft als „launische Diva“ bezeichnet, sagte Gudrun Ruster (FW). Diesmal habe sie es mit Ladenburg gut gemeint. „Wir m├╝ssen daf├╝r sorgen, dass die Industrie bei uns bleibt“. Und trotz des guten Ergebnisses sagte Ruster: „Geschenke haben wir keine zu verteilen.“

„Wir w├╝nschen uns, dass sich die Industrie weiter gut entwickelt“, so Martin Schmollinger (GLL), und zwar in zwei Richtungen, einmal in Bezug auf die Ertragslage, aber auch in Bezug auf die Umweltverttr├Ąglichkeit der Produktion.

„Wir haben mehr Geld als gedacht, aber ich gehe nicht so weit wie Herr Salinger, denn lange werden wir nicht ├╝ber Wasser bleiben“, sagte Dr. Rudolf Lutz (FDP) und erinnerte an die notwendige Sanierung des CBGs.

├ťber sabine
  • G├╝nther H├╝bsch

    ├ťber die Feiertage sowie vorgestern und gestern musste ich umst├Ąndebedingt n├Ąchtliche Fahrten nach Mannheim und Heidelberg vornehmen.

    Da wurde mir zum ersten Mal so richtig klar, welche Schnapsidee die „Stadtv├Ąter“ und „Stadtm├╝tter“ von Ladenburg mit der Kriegsverdunkelung realisiert haben.

    Da kam mir wieder der alte Spruch vom „lumpig, liederlich, lausig Ladenburg“ in den Sinn!

    Als einzige Gemeinde in Baden-W├╝rttemberg herrscht zwischen Sonntag und Donnerstag ab 1 Uhr Totalverdunkelung wie in Kriegszeiten!

    20.000 Euro spart man durch diese b├╝rgerfeindliche Ma├čnahmen an, obwohl man z.Zt. (s. Artikel“) im Geld schwimmt und f├╝r andere Unsinnigkeiten wohl Kohle ohne Ende da ist (z.B. der „Super-Bachlauf“ mit stehendem und duftendem Wasser).

    Nicht mal w├Ąhrend der Weihnachtsfeiertage war man von der Verdunkelung abger├╝ckt – davon betroffen war auch die Fu├čg├Ąnger- und Radfahrerbr├╝cke nach Neckarhausen!

    Mich w├╝rde brennend interessieren, auf welche Initiative diese Verdunkelung zur├╝ckzuf├╝hren ist und welche Gemeinder├Ąte mit ihrer Zustimmung zu deren Realisierung beitrugen.

    Nochmals der Appell an die Verantwortlichen: Beendet diesen in Baden-W├╝rttemberg absolut einmaligen Zustand und lasst es nachts wieder heller werden!

  • Martin Wilhelm Leidig

    Hat Herr H├╝bsch keine Beleuchtung an seinem Fahrzeug, oder weshalb fehlt ihm das bi├čchen Stra├čenbeleuchtung so sehr? Vielleicht sollte er mal zu Fu├č einen n├Ąchtlichen Spaziergang im angeblich stockdunklen Ladenburg unternehmen, dann fiele ihm auf, dass der durch die beiden nahen gro├čen St├Ądte illuminierte Himmel gen├╝gend Helligkeit zur Orientierung liefert. Die vielen Lichter in Fenstern und an Eing├Ąngen tun ein ├ťbriges, und nebenbei wurde inzwischen auch die Taschenlampe erfunden.

    ÔÇö einer, dessen letzter Rundgang mit dem Hund regelm├Ą├čig in die ┬źVerdunklung┬╗ f├Ąllt und der sich freut, dass man hier nachts wenigstens ein paar Sterne sieht

  • G├╝nther H├╝bsch

    @ Martin Wilhelm Leidig,

    es ist interessant, dass immerhin etliche B├╝rger die Dunkelheit derart zu sch├Ątzen wissen! Ich muss mir wohl einen Hund zulegen, um dann ├Ąhnlich zu empfinden…… ­čÖé

    Der n├Ąchtliche Blick nach Neckarhausen l├Ą├čt wirklich etwas Neid aufkommen, da dort offensichtlich auf B├╝rgerinteressen mehr Wert gelegt wird als in Ladenburg.

    Auch das permanente Krisengerede kann einem langsam auf die Nerven gehen. Das kenne ich bereits seit mehr als 40 Jahren, und am Ende wurde doch wieder alles gut!

    Die wenigen Gemeinden in den neuen Bundesl├Ąndern, bei denen n├Ąchtliche Lichtabschaltungen vorgenommen werden, h├Ątten liebend gerne mal derartige Krisen, wie sie in Ladenburg Jahr f├╝r Jahr herbeigeredet werden.

    In den alten Bundesl├Ąndern gibt es nach meinen Feststellungen keine einzige Gemeinde mit n├Ąchtlicher Abschaltung der Stra├čenbeleuchtung.

    Aber ich w├╝nsche Ihnen auch weiterhin noch viele n├Ąchtliche Dunkelheitsspazierg├Ąnge mit Ihrem Hund. ­čÖé

  • Verkehrsteilnehmer

    Nun machen sich die ersten Auswirkungen des Ladenburger Geldsegens auch optisch bemerkbar:

    Auf Seite 6 der heutigen RNZ-Bergstra├čen-Ausgabe interviewt der Ladenburger Hofberichterstatter Axel Sturm B├╝rgermeister Ziegler. Unter der ├ťberschrift „Der B├╝rgermeister f├Ąhrt jetzt Benz“ kann man Herrn Ziegler neben seinem neuen Mercedes-Benz bewundern.

    Der Gemeinderat war der Ansicht, „als B├╝rgermeister einer reichen Stadt st├╝nde ihm nun standesgem├Ą├č Benz statt Skoda zu“.

    Jetzt bleibt zu hoffen, dass der Gemeinderat nun endlich Schlu├č macht mit der n├Ąchtlichen Abschaltung der Stra├čenbeleuchtung, denn auch das ist f├╝r eine reiche Stadt wie Ladenburg nicht standesgem├Ą├č ­čśë