Sonntag, 19. November 2017

Landrat Dallinger vereidigt

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Ladenburg/Rhein-Neckar, 21. Juli 2010. Bei der Kreistagssitzung am 20. Juli 2010 in Heddesheim wurde der Landrat Stefan Dallinger von Regierungspr√§sident Dr. Rudolf K√ľhner im Heddesheimer B√ľrgerhaus vereidigt.

Information des Landratsamts:

‚ÄěIch schw√∂re, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und K√∂nnen f√ľhren, das Grundgesetz f√ľr die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann √ľben werde. So wahr mir Gott helfe.‚Äú Mit fester Stimme sprach Landrat Stefan Dallinger in Heddesheim zu Beginn der ersten Kreistagssitzung seiner Amtszeit (20.07.2010) den Amtseid, den ihm der extra aus Karlsruhe angereiste Regierungspr√§sident Dr. Rudolf K√ľhner abnahm. Gleichzeitig gelobte der Landrat, dass er sein Amt als Landrat des Rhein-Neckar-Kreises gerecht und unparteiisch verwalten werde und die Rechte des Landkreises nach Kr√§ften wahren und sein Wohl und das seiner Einwohner f√∂rdern werde.

Der neue Landrat Stefan Dallinger (CDU) und Regierungspr√§sident Dr. Rudolf K√ľhner. Bild: LRA

Der Wechsel im Amt des Landrats ist ein ganz besonderer Moment in den Geschichtsb√ľchern eines Landkreises, erst recht, wenn eine √Ąra, wie die 24-j√§hrige Amtszeit von Landrat Dr. J√ľrgen Sch√ľtz zu Ende gegangen sei, sagte Regierungspr√§sident Dr. K√ľhner.

Der Rhein-Neckar-Kreis sei heute Beispiel gebend im ganzen Land und ein Motor im Regierungsbezirk. Er erinnerte noch einmal an die √ľberzeugende Wahl Stefan Dallingers im ersten Wahlgang und unterstrich, dass der Landrat als Nahtstelle zwischen kommunaler und staatlicher Verwaltungsebene ein Amt w√§re, das nicht nur besondere Herausforderungen, sondern eine F√ľlle von Gestaltungsm√∂glichkeiten biete.

Die Kommunen und Landkreise bezeichnete er als das eigentliche R√ľckgrat des Landes, und Landrat sei eines der sch√∂nsten √Ąmter, die es √ľberhaupt gebe. Sicher w√§re es nicht einfach, das Anforderungsprofil eines Landrats zu erf√ľllen, schmunzelte der Dr. K√ľhner, denn schlie√ülich m√ľsse ein Landrat immer Bescheid wissen, allgegenw√§rtig sein, bei der Arbeit am Morgen der Erste und abends der Letzte, spendabel, immer guter Laune und jede seiner Gemeinden am liebsten haben.

Ernster fuhr er fort, dass der Spagat bestimmt nicht einfach ist, in wirtschaftlich und finanziell schwierigen Zeiten einen Landkreis auf der Spur zu halten, als Wirtschaftsstandort bei der Verkehrsinfrastruktur, bei Bildung, Klimaschutz und in punkto Familienfreundlichkeit auf dem Niveau zu halten, das der Rhein-Neckar-Kreis erreicht habe. Doch als passionierter Handballer bringe Stefan Dallinger die notwendigen Eigenschaften, wie Kondition, Ausdauer, Durchhaltevermögen sowie die Fähigkeit, die Kräfte einzuteilen und ein Mannschaftsspieler zu sein, durchaus mit und habe das Zeug, als Landrat wirklich erfolgreich zu arbeiten.

Seine Vereidigung nahm der neue Landrat zum Anlass, nach 81 Tagen im Amt eine erste Zwischenbilanz seiner Arbeit zu ziehen. ‚ÄěIch habe √ľberall eine Welle der Sympathie erfahren und die Zeit seit dem Amtsantritt ist sehr positiv verlaufen‚Äú, freute sich Stefan Dallinger.

Bei Personalversammlung und Besuchen in allen Kreiseinrichtungen und in einer Dienstversammlung mit den B√ľrgermeistern seine Kontakte gekn√ľpft worden. Ihm sei es wichtig, ‚Äěfair, konstruktiv, klar und strukturiert nach vorne zu arbeiten und damit zu Ziele erreichen, die wir uns zum Wohle der B√ľrgerinnen und B√ľrger setzen‚Äú, so der Landrat. Besonders besch√§ftigt in der ersten Zeit habe ihn die Haushaltssituation 2011 und die Neuorgansiation des SGB II.

Doch auch zu den von ihm in seiner Bewerbungsrede vor dem Kreistag genannten drei Schwerpunkten Bildung, Klimaschutz und Wirtschaftsf√∂rderung gebe es inzwischen mehr als erste √úberlegungen, erkl√§rte der Landrat. Vor dem Hintergrund erkennbar zur√ľckgehender Sch√ľlerzahlen gelte es die beruflichen Schulen mit einem Schulentwicklungsplan weiter zu entwickeln.

Dieser ‚ÄěBildungsplan Rhein-Neckar‚Äú k√∂nne helfen, Kompetenzfelder der einzelnen beruflichen Schulen festzulegen und sie weiter zu profilieren. So k√∂nnen die Schulzentren sich zu Kompetenzzentren entwickeln, durchaus mit √ľberregionalem Blickwinkel. Erste Gespr√§che haben mit der gesch√§ftsf√ľhrenden Schulleitung und bei seinen Antrittsbesuchen mit den Oberb√ľrgermeistern von Heidelberg und Mannheim sowie auch mit dem Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises stattgefunden. Der regionale Schulentwicklungsplan des Regierungspr√§sidiums k√∂nne eventuell ‚Äěder Nucleus sein, um Planungs- uns Investitionssicherheit an allen Schulen der Tr√§ger zu bekommen.‚Äú

Um ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln, habe man intern ein Team gebildet, das den Untersuchungsrahmen f√ľr den Kreis und seine T√∂chter abstecken und dann ein umfassendes ‚ÄěKlimaschutzkonzept Rhein-Neckar-Kreis‚Äú erstellen soll, in dem alle Investitionen sowie die organisatorischen und betrieblichen Abl√§ufe beleuchtet und konkrete Vorstellungen zur Umsetzung erl√§utert werden. Nat√ľrlich m√ľssen nach dieser Expertise sp√§ter die Fortschritte auch immer wieder √ľberpr√ľft werden.

Wichtig sei ihm dabei auch ein Gesamtkonzept, das im Zusammenspiel mit den St√§dten und Gemeinden Akzente setzen k√∂nne. ‚ÄěEs ist mein Wunsch und Ziel, in einer konzertierten Aktion eine gro√üe Verst√§ndigung auf Klimaschutzziele und die Vorgehensweise, wie sie zu erreichen sind, zu finden‚Äú, unterstrich Landrat Dallinger. Deshalb wolle er nach der Sommerpause auf alle Gemeinden zugehen, um seine Vorstellungen zu erl√§utern und f√ľr einen gemeinsamen Ansatz zu werben, der sich an den Klimaschutzzielen des Konvents der B√ľrgermeister von Kommunen in der Europ√§ischen Union orientieren k√∂nne.

In vielen Gespr√§chen sei ‚Äědeutlich geworden, dass in der Wirtschaftsf√∂rderung tats√§chlich ein weiterer Handlungsbedarf besteht‚Äú, sprach Dallinger seinen dritten Schwerpunkt an. Deshalb wolle er im Haushaltsplan 2011 eine Stelle f√ľr einen Wirtschaftsf√∂rderer im Stab des Landrats einrichten. In dieser Stabsstelle soll dann nicht nur das Thema Wirtschaftsf√∂rderung als Bestandpflege und Ansiedlungsmanagement konzentriert bearbeitet werden, sondern auch die Informationsweitergabe zu F√∂rderprogrammen des Bundes, des Landes oder der Europ√§ischen Union einflie√üen.“

Anmerkung der Redaktion: Pressemitteilungen geben nicht die Ansicht der Redaktion wieder. Sofern wir redaktionell nicht bearbeitete, aber f√ľr die √Ėffentlichkeit wichtige Informationen ver√∂ffentlichen, machen wir dies kenntlich.
Aus Termingr√ľnden konnten wir leider nicht an der Sitzung teilnehmen.

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.