Montag, 22. Oktober 2018

Motivierte Projektgruppe stellt den diesjÀhrigen Markt vor

Ladenburger Altstadtweihnacht

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LAD Weihnachtsmarkt Orgateam 2013_11_19

Mitglieder der Projektgruppe Ladenburger Altstadtweihnacht.
(von links) BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Stefan Schmitt (aka Phil Leicht), Jonas Seidel (Agentur Dreiwerk), Harald Kramer (Leiter des stĂ€dtischen Bauhofs), Christian Vögele (Firma Vögele Holzbau), Brigitte Stahl (Amtsleiterin Kultur & Sport)

 

Ladenburg, 21. November 2013. (red/sw) Seit diesem Jahr organisiert in Ladenburg nicht mehr der BDS die Altstadtweihnacht, sondern eine Projektgruppe unter FederfĂŒhrung der Stadt. Am Mittwoch wurde das fertige Konzept der Presse vorgestellt.

Von Susanne Warmuth

Nachdem der BdS (Bund der SelbstĂ€ndigen) sich nicht mehr in der Lage sah, den Weihnachtsmarkt in Ladenburg zu organisieren und sich keine andere Gruppe fand, die diese große Aufgabe stemmen konnte und wollte, wurde der Markt zur Veranstaltung der Stadt. FĂŒr die Verwaltung bedeutete das einen nicht unerheblichen zusĂ€tzlichen Arbeitsaufwand. Waren bisher hauptsĂ€chlich Frau Stahl und Frau Kirchenkamp vom Kulturamt sowie der Bauhof in die Arbeiten rund um den Weihnachtsmarkt eingebunden, so nahm die komplette Organisation ganz andere Dimensionen an. Ein neues Konzept sollte erstellt werden, der Marktaufbau sollte verĂ€ndert werden, die HĂŒtten mussten teils renoviert, teils komplett ersetzt werden. Die Besetzung der HĂŒtten war ebenso zu planen wie ein attraktives Rahmenprogramm.

Die Projektgruppe Ladenburger Altstadtweihnacht wird gegrĂŒndet

Neben BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Brigitte Stahl und Daniela Kirchenkamp vom Kulturamt, Harald Kramer, Leiter des StĂ€dtischen Bauhofs gehören der neuen Projektgruppe auch Herr Röser sen. und sein Sohn Benedikt an – beide erfahren in der Organisation des Ladenburger Weihnachtsmarktes. Mathias Schmidt von der Rosenhof Winzerei hilft mit, Jonas Seidel von der Agentur Dreiwerk ist unter anderem fĂŒr das Marketing zustĂ€ndig. Christian Vögele legte mit seinen Mitarbeitern viel Hand an bei der Überarbeitung der in die Jahre gekommenen HĂŒtten. Stefan Schmitt nutzte sein KĂŒnstlernetzwerk fĂŒr die Organisation des BĂŒhnenprogramms.

Eine der wichtigsten und arbeitsintensivsten TĂ€tigkeiten der Vorbereitungszeit war die Renovierung der HĂŒtten fĂŒr den Markt. Jahrelange Nutzung, viele Male des Auf- und Abbaus haben ihre Spuren hinterlassen. Manche der Holzbuden mussten komplett ersetzt werden, andere konnten repariert werden. Alle bekamen einen neuen Anstrich in „ochsenblutrot“. Neben der Firma Vögele und den Mitarbeitern des Bauhofs kamen auch ehrenamtliche Helfer um mitzuarbeiten. Ganz besonders freute sich Ladenburgs Stadtoberhaupt, dass spontan 13 Asylbewerber, die zur Zeit in der Martinschule wohnen, auch mithalfen.

Das war klasse und ist Integration pur!

Ab Donnerstag können die Ladenburger die HĂŒtten im Original bewundern, dann beginnt auf dem Marktplatz und dem Kirchvorplatz der Aufbau der 23 HĂŒtten. ErgĂ€nzt wird das Marktgeschehen durch eine BĂŒhne im Osten, ein Karussel auf dem freien Platz vor dem GeschĂ€ft „Holzwurm“, einer lebendigen Krippe und einigen anderen StĂ€nden.

Ein Ziel der Projektgruppe, das auch realisiert werden konnte, war, maximal ein Drittel der StĂ€nde mit Gastronomie zu belegen. Der Rest ist dem Kunsthandwerk und VerkaufsstĂ€nden vorbehalten. Eine neue Entgeltstruktur ermöglicht es besonders Kunsthandwerkern und den VerkĂ€ufern selbstgemachter Produkte einen Stand gĂŒnstig zu mieten. Sie zahlen 75 Euro StandgebĂŒhr fĂŒr ein Wochenende. FĂŒr sonstige VerkaufsstĂ€nde werden 150 Euro berrechnet, Gastronomen zahlen 250 Euro. Das Interesse an der Ladenburger Altstadtweihnacht war groß, etlichen attraktiven Ausstellern musste eine Absage erteilt werden.

LAD Modell WeihnachtsmarkhĂŒtte 2013_11_19

Modell der renovierten HĂŒtten in „ochsenblutrot“! Die Originale werden zur Zeit auf dem Marktplatz aufgebaut.

Eine Neuerung ist auch die Sperrung der Hauptstraße zwischen Reinigung und Feuerleitergasse außerhalb der GeschĂ€ftszeiten. Dies ermöglicht besonders den jungen GĂ€sten einen problemlosen Zugang zu den RĂ€umen des ehemaligen VanitĂ©, in denen samstags und sonntags nachmittags gegen einen Unkostenbeitrag das Kinderprogramm mit Kreativwerkstatt, Origami und Scrapbooking stattfindet. Der Nikolaus hat seine Besuche auf dem Weihnachtsmarkt fĂŒr dieses Jahr abgesagt. Stattdessen kommt am 3. Adventswochenende eine Zauberin und fasziniert die Kleinen und auch die Großen.

Das BĂŒhnenprogramm ist in diesem Jahr breit gefĂ€chert. HauptsĂ€chlich an den Samstagabenden gibt es Musik – Liedermacher, Jazz, Kapellen und Chöre. Ein Flyer mit dem detaillierten Programm ist in Vorbereitung.

Noch ein großes Anliegen hat Herr Ziegler: Auf dem Markt soll immer ein „KĂŒmmerer“ anwesend sein. Er ist Ansprechpartner fĂŒr Probleme aller Art, die Martkbesucher und Aussteller haben. HierfĂŒr werden noch engagierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gesucht. Stefan Schmitt braucht bei der Moderation des BĂŒhnenprogramms noch UnterstĂŒtzung. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die diese EhrenĂ€mter stunden- oder auch tageweise ĂŒbernehmen möchten, können sich bei Frau Stahl, Kulturamt, melden.

Abschließend betonte der BĂŒrgermeister, wie gut die Zusammenarbeit der Gruppe geklappt hat. Seine Vision ist eine Ausweitung des Marktes bis hin zum Domhof. Harald Kramer sagte:

Der Weihnachtsmarkt war und ist uns eine Herzensangelegenheit. Ich wĂŒnsche uns allen, dass es ein schöner Markt wird.